Mütter- und Schwangerenforum

Kind lässt sich nicht von Papa ins Bett bringen

07.09.2017 22:07
Hallo liebe Community,

wir haben zur Zeit ein kleines Problem. Vielleicht hat hier jemand noch einen Tipp.
Es geht darum, dass unsere Tochter (1,5 Jahre) sich seit ca. 4-5 Monaten nicht mehr vom Papa ins Bett bringen lässt. Bisher haben wir uns damit arrangiert und ich habe diese Aufgabe eben übernommen. Dauert meistens nicht ewig und ist auch ein schöner Ausklang des Tages. Wir probieren es zwischendurch immer mal wieder mit dem Papa, aber keine Chance. Sobald sie sieht, dass die Türe zum Schlafzimmer zu geht und ich nicht da bin, fängt sie hysterisch an zu schreien, sich hin und her zu werfen und weint dicke Krokodilstränen. Sie lässt sich von meinem Mann überhaupt nicht beruhigen und wird richtig zittrig und schluchzt ganz viel (also nicht das übliche Gemecker, wenn man ihr etwas verbietet oder wo). Aber wie gesagt, kein Problem, ich übernehme das gerne.
Jetzt war es aber letztens so, dass ich abends auf einem Konzert war. Wir dachten uns, dass es sicher kein Problem ist, weil sie eine sehr enge Bindung zum Papa hat und wenn sie weiß, dass ich nicht da bin, sollte das zu Bett gehen ja auch klappen, wie es das ganze erste Lebensjahr auch geklappt hat. Tja, Pustekuchen. Sie hat genau so geschrieen, gezittert, hat die ganze Zeit nach mir gerufen und war einfach fertig (laut meinem Mann, ich war ja nicht da). Irgendwann ist sie total erschöpft eingeschlafen. Ja gut, dachten wir uns, vermeiden wir solche Situationen einfach. Nun zum Problem. Ich werde in 2 Wochen ein Praktikum antreten, bei dem ich im Schichtdienst tätig bin. Frühschicht ist kein Problem, aber ich mache mir wahsninnig Gedanken um die Spätschicht. Ich werde erst so gegen 22 Uhr daheim sein und um diese Zeit schläft sie schon. D.h. mein Mann muss sie ins Bett bringen. Jetzt habe ich wahnsinnig Angst, dass es jedes Mal so läuft, wie an dem einen Abend. Dass sie ganz fertig ist und am nächsten Tag total klammert und mich nicht gehen lassen möchte. Orrr noch schlimmer: Ihr Vertrauen in mich verliert. Mir tut das wirklich weh, aber auf der anderen Seite möchte ich dieses Praktikum unbedingt machen.

Hat hier jemand vielleicht noch Tipps, wie der Papa das Eingeschlafen besser gestalten kann? Kennt jemand so eine Situation? Wie habt ihr das geregelt?
07.09.2017 22:17
Hi.wir hatten auch so ein kleines Problem gehabt. Das ist nicht auf lange Dauer. Ich habe es kurze gemacht habe mit einem Buch mit bilder und text gelöst im dem ich bzw wir gemeinsam es angeschauet haben und ich es ihr gelesen habe. Somit hatten wir was mama eigenes hat und was Papa eigenes hat. Macht aber kein Fehler im dem ihr beide ihr Buch vorliest.
bambina_1990
11103 Beiträge
07.09.2017 22:35
Auf die Gefahr hin das ich gleich gesteinigt werde aber ich denke das legt sich ,lass ihn es mal öfter machen kenne das auch ,bei papa läuft das immer anders ab
zetten
14175 Beiträge
07.09.2017 23:25
Kann der Papa vielleicht ein komplett neues Ritual einführen? Sie zb in den Schlaf tragen? Oder irgendwas anderes grundlegend anders machen? Notfalls mit dem KiWa raus, bis sie eingeschlafen ist?
Ich verstehe deine Bedenken und würde das auch nicht mit ruhigen Gewissen übers Herz bringen. Und die Augen-zu-und-durch-Methode sollte wirklich die letzte Wahl sein. Klar würde sie sich irgendwann damit arrangieren - aber zu welchem Preis?

Ich wünsche euch, dass ihr eine stimmige Lösung findet
Alaska
9247 Beiträge
08.09.2017 00:01
Zitat von bambina_1990:

Auf die Gefahr hin das ich gleich gesteinigt werde aber ich denke das legt sich ,lass ihn es mal öfter machen kenne das auch ,bei papa läuft das immer anders ab


Genau das hätte ich jetzt auch empfohlen. Blöd gesagt, es bleibt der TS ja auch gar nichts anderes übrig. Der Papa MUSS ran und die Kleine wird merken, dass Papa das genauso gut kann.

Das ist übrigens eine ganz normale Phase. Jonas hatte die auch. Inzwischen darf Papa ihn auch wieder ins Bett bringen, allerdings ruft er immer noch hinterher. Muss aber dazu sagen, in den allermeisten Fällen bin ich immer noch dafür zuständig. Allein deswegen, weil mein Mann schneller schläft als das Kind.

Unsere Lösung waren übrigens Pixibücher. Wenn er ins Bett geht, darf er sich aus seinem Koffer ein Pixibuch aussuchen, das wir gemeinsam gelesen haben. Die Freude über das Vorlesen war größer als die Trauer, dass Mama auch mal nicht dabei ist.
Ich würd auch sagen, der Papa muss ein Ritual einführen, dass der Kleinen unwahrscheinlich Spaß macht.
Und am besten nicht ins Schlafzimmer bringen und gleich ins Bett bringen, sondern vorab schon mit ihr ins Zimmer sitzen und noch spielen. Damit sie mit Papa nicht nur schlafen verbindet, wenn sie im Schlaf/Kinderzimmer sind.
Jani85
27547 Beiträge
08.09.2017 00:32
Die Phase an sich ist normal. Meine hatten das auch immer, aber auch anders rum da durfte ich nichts/kaum was machen.

Da du nun weg musst. Ich (!!) finde "da muss sie durch" schwierig. Wir haben wenn der andere nicht verfügbar war es dann so gemacht das es für das Kind am wenigsten Nervenaufreibend war. Zb durften sie dann mit mir auf dem Sofa einschlafen während wir auf Papa "gewartet" haben.
Warum kämpfen wenn es auch einfach geht. Und nein keine Sorge das Kind will das dann nicht immer. Die sind flexibel
Cookie88
23503 Beiträge
08.09.2017 06:41
Ich hab die Erfahrung gemacht dass Kinder spüren wenn es nicht anders geht. War vor 2 WochEn erst mit dem Klrinsten im KH und da hat sich der Mittlere auch von Papa ins Bett bringen lassen obwohl das sonst nur ich darf.
Pinguinchen
3972 Beiträge
08.09.2017 08:10
Zitat von Cookie88:

Ich hab die Erfahrung gemacht dass Kinder spüren wenn es nicht anders geht. War vor 2 WochEn erst mit dem Klrinsten im KH und da hat sich der Mittlere auch von Papa ins Bett bringen lassen obwohl das sonst nur ich darf.

Aber das hatte ja hier eben nicht geklappt.
Trotzdem bin ich der Meinung: da muss sie durch. Liebevolle begleitung, evtl vorher baden, das macht müde. Am ende muss sie es trotzdem aushalten.
Umi
Umi
40864 Beiträge
08.09.2017 08:54
Abgesehen davon was der Papa ändern kann, ich denke er muss nichts ändern. Er macht es auf seine Weise und gut.
Aber habt ihr sie auf die Situation abends vorbereitet? Ja, sie ist jung, aber auch junge Kinder verstehen wenn man mit ihnen redet. Ich denke es bessert sich wenn ihr sie nicht einfach vor die vollendete Situation stellt. Sprich ihr sagen, Mama ist heute nicht und kann dich nicht ins Bett bringen, Das übernimmt der Papa, kuschelt mit dir und wenn ich wieder da bin komme ich dir gute Nacht sagen usw.
Bei uns hat es so viel besser geklappt und nach ein paar Tränen wurde es akzeptiert. Ich musste lernen und habe mit meinem Kleinen im Wohnzimmer geredet. Hatte ihn auf dem Schoß, habe ihm gesagt wie es nun heute abläuft und als er sich einigermaßen beruhigt hatte ist mein Mann mit ihm hoch gegangen.
bambina_1990
11103 Beiträge
08.09.2017 09:18
Ich zb sage immer “ heute Abend bringt der papa dich ins bettchen“ die großen sind 4&6 die verstehen das und freuen sich Sogar aber die mittlere ist 1,5 und selbst ihr sage ich das .......Ich denke immer vielleicht versteht sie es doch etwas
nanizi
3893 Beiträge
08.09.2017 10:05
Unsere Tochter ist 5,5 Jahre alt und hatte gestern Abend dann auch spontan Lust, dass sie nach Papas Vorlesestunde dann doch an mich gekuschelt einschlafen will.

Wäre ich nicht da gewesen, hätte sie gar keine Auswahlalternative gehabt und Papa akzeptiert. Daher denke ich, dass es bei Euch bald funktionieren wird, wenn eben nur der Papa da ist und Du nicht greifbar in der Wohnung bist.
08.09.2017 10:53
Danke für eure Ideen! Ihr habt recht, im Notfall müssen die beiden da halt durch, aber es wäre natürlich für uns alle schöner, wenn es einigermaßen friedlich und ohne viel Tränen verläuft.

Ich schmeiße sie natürlich nicht einfach ins kalte Wasser. Als ich an dem einen Abend nicht da war, habe ich ihr über den Tag verteilt immer mal wieder gesagt, dass ich heute Abend nicht da bin und der Papa sie ins Bett bringt. Ich dann aber wieder da bin, wenn sie das erste mal wach wird. Sobald ich Papa und ins Bett bringen zusammen sage, schüttelt sie schon heftig den Kopf und sagt Mama.
Ein eigenes Ritual klingt in der Theorie gut, in der Praxis fehlt es mir an Umsetzungsideen. Ein Buch schauen wir eh immer zusammen an. Darf auch gerne der Papa vorlesen, Hauptsache ich bleibe mit im Zimmer. Gestern (weswegen ich hier auch geschrieben habe) haben wir es nochmal versucht. Der Papa hat sich das Lieblingsbuch geschnappt und sich ins Bett gesetzt. Ich habe ihr gesagt, dass ich im Wohnzimmer bin und wir gerne die Tür offen lassen können. Vom Bett hätte sie sogar einen direkten Blick ins Wohnzimmer. Aber sobald ich vom Bett aufstehen wollte ging das Weinen und Schluchzen los
In den Schlaf tragen lässt sie sich nicht. Ging immer nur im Tuch, aber das auch schon lang nicht mehr. Wir probieren mal, dass er ihr einfach überlässt, wann es ins Bett geht. Und sie eben notfalls bei ihm im Wohnzimmer schläft, bis ich da bin. Wenn das nicht klappt, schiebt er sie mit dem Kinderwagen durch die Wohnung und dann muss sie eben da drin schlafen. Im Auto schläft sie meistens auch sofort ein, aber da kann man sie nicht rausholen ohne dass sie wieder wach wird.
Shnaddy
10566 Beiträge
08.09.2017 11:16
Mein Sohn ist schon 3,5 Jahre alt und lässt es bis heute nicht zu,dass Papa das übernimmt...Es darf ihn nur Mama oder beide ins Bett bringen...So war es schon immer und so wird es wohl auch noch bleiben fürchte ich...Ich habe es akzeptiert und versuche halt solche Situaionen zu vermeiden...Ab und an haben wir jetzt auch versucht,dass er dann bei Oma schläft,also eine ganz andere Umgebung und andere Person...Wäre das eine Option für euch??

Ansonsten,wenn es mal solche Situationen gibt,heute Abend zum Beispiel muss ich zu einer Versammlung,da muss der Papa ran...Er darf dann oft mit Papa auf der Couch noch Fernseher gucken oder was auch immer und irgendwann ist er müde genug und schläft dann ein,meist organisieren wir das so,dass er an solchen Tagen kein mittagsschaf macht,dass er abends schön müde genug ist...
Sternschnuppe81
4 Beiträge
11.11.2017 22:55
Zitat von Walama:

Hallo liebe Community,

wir haben zur Zeit ein kleines Problem. Vielleicht hat hier jemand noch einen Tipp.
Es geht darum, dass unsere Tochter (1,5 Jahre) sich seit ca. 4-5 Monaten nicht mehr vom Papa ins Bett bringen lässt. Bisher haben wir uns damit arrangiert und ich habe diese Aufgabe eben übernommen. Dauert meistens nicht ewig und ist auch ein schöner Ausklang des Tages. Wir probieren es zwischendurch immer mal wieder mit dem Papa, aber keine Chance. Sobald sie sieht, dass die Türe zum Schlafzimmer zu geht und ich nicht da bin, fängt sie hysterisch an zu schreien, sich hin und her zu werfen und weint dicke Krokodilstränen. Sie lässt sich von meinem Mann überhaupt nicht beruhigen und wird richtig zittrig und schluchzt ganz viel (also nicht das übliche Gemecker, wenn man ihr etwas verbietet oder wo). Aber wie gesagt, kein Problem, ich übernehme das gerne.
Jetzt war es aber letztens so, dass ich abends auf einem Konzert war. Wir dachten uns, dass es sicher kein Problem ist, weil sie eine sehr enge Bindung zum Papa hat und wenn sie weiß, dass ich nicht da bin, sollte das zu Bett gehen ja auch klappen, wie es das ganze erste Lebensjahr auch geklappt hat. Tja, Pustekuchen. Sie hat genau so geschrieen, gezittert, hat die ganze Zeit nach mir gerufen und war einfach fertig (laut meinem Mann, ich war ja nicht da). Irgendwann ist sie total erschöpft eingeschlafen. Ja gut, dachten wir uns, vermeiden wir solche Situationen einfach. Nun zum Problem. Ich werde in 2 Wochen ein Praktikum antreten, bei dem ich im Schichtdienst tätig bin. Frühschicht ist kein Problem, aber ich mache mir wahsninnig Gedanken um die Spätschicht. Ich werde erst so gegen 22 Uhr daheim sein und um diese Zeit schläft sie schon. D.h. mein Mann muss sie ins Bett bringen. Jetzt habe ich wahnsinnig Angst, dass es jedes Mal so läuft, wie an dem einen Abend. Dass sie ganz fertig ist und am nächsten Tag total klammert und mich nicht gehen lassen möchte. Orrr noch schlimmer: Ihr Vertrauen in mich verliert. Mir tut das wirklich weh, aber auf der anderen Seite möchte ich dieses Praktikum unbedingt machen.

Hat hier jemand vielleicht noch Tipps, wie der Papa das Eingeschlafen besser gestalten kann? Kennt jemand so eine Situation? Wie habt ihr das geregelt?


Hallo meine liebe,
Ich kann voll mit dir fühlen. Seit ich Susannes Buch Endlich schlaf für dein Baby gelesen haben, ist in unser Leben endlich wieder ein Stück Normalität zurückgekommen. Im Kapitel 2.1 beschreibt sie genau das schlafen gehen mit Mama oder Papa. *entfernt*
Am Anfang waren wir ein wenig skeptisch da wir auch schon viel ausprobiert hatten, aber zu verlieren hatten wir auch nichts, da es eine Geld zurück Garantie auf das Buch gibt. Was vor dem Buch eine völlige Katastrophe war, ist heute kein Problem mehr
Ich wünsche euch viel Erfolg und alles gute
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