Mütter- und Schwangerenforum

Taufen lassen- weil man das so macht??

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born-in-helsinki
16486 Beiträge
22.09.2017 09:15
Guten Morgen,
und zwar gehts ums Thema Taufen lassen.
Ich bin nicht besonders religiös, verbiete aber zb meinem grossen Sohn nicht, mit dem Kiga zum Gottesdienst oder zu anderen christlichen Veranstaltungen zu gehen. Oder wenn er ueber Gott sprechen will (was aktuell wohl Thema im Kiga ist ). Ich sage wie ich drueber denke und das er gerne dran glauben darf, oder zur Kirche will etc, also ich stehe ihm da nicht im Weg. Ich bin dem auch nicht abgeneigt, aber fuer mich ist das einfach nix.

Er wurde damals nicht getauft, weil ich eben mit der Kirche nichts aum Hut habe (und auch noch nie hatte, bin selber nicht konfirmiert).
So, das neue Baby hat ja einen anderen Vater als mein Grosser und in deren Familie wird auf das Thema Taufe SEHR viel wert gelegt, da wurde schon am Anfang der Ss gefragt wann wir taufen lassen
Mein Freund ist auch nicht besonders gläubig, eigentlich gar nicht.
Nun wird dauernd nachgebohrt, wann wir taufen und wo etc. Das Baby ist nichtmal geboren.....
Fuer mich steht eigentlich fest das ich nicht taufen lassen werde und es so handhabe wie bei Joona.
Mein Freund möchte aber taufen lassen mit der Begruendung " weil man es eben so macht und es dazu gehört und er keinen Ärger mit der Familie will"
Ihm ist das eigentlich auch egal vvom Prinzip her, also er wuerde es nur machen weil die Familie so drauf drängt.
Er meint nun, weil ich eben" ungläubig "bin, duerfte ich auch nicht bei anderen auf die Taufe, kirchlichen Hochzeiten etc gehen. Aber das hat ja auch nichts mit meiner EInstellung zutun sondern ich bin bei Freunden eingeladen, also gehe ich.

Nunja, weiteres Problem ist, das er nichtmal weiss wen er als Taufpaten nehmen könnte. Selbiges gilt fuer mich da ich, soweit ich weiss, jemanden nehmen muss der hier in Finnland wohnhaft ist, bzw finnisch ist.
Und SOLLTEN wir taufen, fände ich es schade, wenn mein Grosser so "aussen vor" wäre, denn ich glaube er wuerde nicht verstehen wieso das Baby und nicht er getauft wird.

Ich möchte, wie gesagt, nicht taufen nur weil die Familie das so will und meint, das gehört so.

Wieso habt ihr getauft, wie seht ihr das, macht man das halt so?
Juliane2011
2664 Beiträge
22.09.2017 09:23
Wir haben genau darüber so häufig nachgedacht, auch weil gefühlt alle "hier" in unserem Ort getauft sind bzw. taufen lassen. Letztendlich haben wir für uns keinen Grund gefunden. Unser Großer war dennoch in einem kirchlichen KiGa, hat jetzt Religionsunterricht und geht auch mit der Schule zum Gottesdienst. Wir wollen ihm natürlich dennoch die Möglichkeit geben den evangelischen Glauben kennenzulernen. Nachholen können wir die Taufe, wenn er den Wunsch äußert, immernoch. Das gilt bei Mini natürlich auch. Mein Mann ist getauft, ich nicht. Vielleicht sehe ich daher die Notwendigkeit nicht?!
Lavellen
286 Beiträge
22.09.2017 09:28
Wir werden die Schildkröte taufen, "weil es sich so gehört". Die Süditaliener sind da noch sehr streng, auch wenn mein Freund das sehr locker sieht. Aber eine ungetaufte Italienerin? Geht gar nicht! Seine Oma kommt schon nicht damit klar, dass ich absolut ungläubig bin. Damit die Familie Ruhe gibt, wird sie getauft und gut.
wolkenschaf
8057 Beiträge
22.09.2017 09:30
Ich würde es nicht machen. Entweder man steht da wirklich dahinter und macht es aus Überzeugung oder eben nicht. Ich würde der Familie erklären, dass Religion für euch eigentlich keine Rolle spielt und ihr eurem Kind die Entscheidung später einmal selbst überlassen wollt. Er kann sich ja auch noch später taufen lassen (oder eine andere Religion annehmen), wenn er sich dafür entscheidet und das selbst möchte.
Und natürlich kann man trotzdem auf Hochzeiten etc. gehen, auch wenn man nicht gläubig und/oder getauft ist. Da geht es doch um das Brautpaar und dessen Einstellung zur Religion und nicht um die der Gäste.
sunshine_26
3363 Beiträge
22.09.2017 09:33
Wir sind beide auch nicht sonderlich religiös.

Wir haben unser kind taufen lassen, weil wir nicht wollen, dass er sich später mal wenn zb erstkommunion ist, sich nicht ausgeschlossen fühlt und da mit darf.
Wir wohnen am land und hier ist es trotzdem noch üblich, dass ziemlich alle getauft werden und zur kommunion gehen.

Wenn er später mal kirchlich heiraten möchte, müsste er dann das alles selbst nachholen und so haben eben wir das dann schon für ihn erledigt.

Es war ein schöner familientag mit den verwandten. Nachher wird schön essen gegangen und die geldgeschenke hier waren auch nicht zu verachten. Der kleine hat ca 1500 euro gesamt geschenkt bekommen, die aufs sparbuch gewandert sind.

Wir heiraten im nächsten sogar kirchlich. Auch irgendwie weils für uns dazu gehört und ich mein weißes kleid anziehen will und das "nur" fürs standesamt für mich nicht passt.
Auch weil ich kirchen an sich sehr schön finde und mich irgendwie faszinieren. Also die gebäude an sich.

Ein bisschen ein glaube ist schon auch da.. wenn der auch nicht in regelmäßigen gottesdiensten "ausgeübt" wird.. wir gehen auch nur zu hochzeiten, taufen, beerdigungen in die kirche.. dennoch glaube ich schon irgendwie an eine "höhere macht"..

Und "irgendwas" muss doch an allem dran sein.. umsonst ist die bibel doch nicht schon so alt und die erzählungen da drin.. oder?
born-in-helsinki
16486 Beiträge
22.09.2017 09:36
Das ist es ja, ich habe damals mit 14 (oder wann Konfi ist) schon gesagt, ich glaube nicht an Gott und deswegen will ich das nicht machen, nur wegen dem Geld , so wie es miene Freunde gemacht haben, wollte ich nicht und fand ich scheinheilig.

Bei uns kommt ja noch dazu das Joona ungetauft ist und er so aussen vor wäre, wie ich finde
Ich habe meinen Freund gebeten, mir seine Sicht der Dinge zu sagen und ich denke drueber nach.
Tja, da kam eigentlich wirklich nur das was ich im Eingangspost schrieb. Ihm selber ist es mehr oder weniger wurscht.
Christen
10114 Beiträge
22.09.2017 09:38
Zitat von wolkenschaf:

Ich würde es nicht machen. Entweder man steht da wirklich dahinter und macht es aus Überzeugung oder eben nicht. Ich würde der Familie erklären, dass Religion für euch eigentlich keine Rolle spielt und ihr eurem Kind die Entscheidung später einmal selbst überlassen wollt. Er kann sich ja auch noch später taufen lassen (oder eine andere Religion annehmen), wenn er sich dafür entscheidet und das selbst möchte.
Und natürlich kann man trotzdem auf Hochzeiten etc. gehen, auch wenn man nicht gläubig und/oder getauft ist. Da geht es doch um das Brautpaar und dessen Einstellung zur Religion und nicht um die der Gäste.
so sehe ich das auch. Wir haben kein Kind taufen lassen, alle können aber in die kinderkirche gehen und in der Schule am evangelischen Unterricht teilnehmen, wenn sie möchten. Meine Große wollte dann unbedingt zur Konfirmation, kein Problem, taufe wurde einfach mit der konfi zusammen gemacht. Und das schöne war, wenn man in dem Alter getauft wird, kann man sich seine Paten selbst aussuchen
bambina_1990
10816 Beiträge
22.09.2017 09:39
ich würde es nicht machen,wenn ich nicht drann glaube dann lass ich mein kind nicht taufen nur weil andere das so wollen ........aber bei uns ist das sowieso anders,hier haben mehr jugendweihe als konfi
Mocca
4215 Beiträge
22.09.2017 09:41
Wir haben den Schnuppel nicht getauft.
Ich glaube an Gott, mein Mann nicht.
Seine Eltern sind aber fast umgefallen, als wir sagten, dass sich der Schnuppel seine Releigion einmal aktiv selbst aussuchen darf, wenn er das will. Eben weil die Taufe "doch dazu gehört" (die alten Heuchler waren vermutlich zuletzt in der Kirche, als wir getraut (bzw. eingesegnet) wurden...
Klonky wird auch nicht einfach so getauft.
Der Schnuppel ist trotzdem im letzten Jahr in einen kirchlichen Kindergarten gegangen und hat dort und hier zu Hause verkündet, dass er NICHT an Gott glaubt.
Für mich ist das absolut OK. Ich bin der festen Auffassung, dass Gott nicht nur die liebt, die getauft sind und auch nicht nur die, die an ihn glauben, sondern dass man dafür ein anständiger Mensch sein muss.
NiAn
13584 Beiträge
22.09.2017 09:43
Zitat von wolkenschaf:

Ich würde es nicht machen. Entweder man steht da wirklich dahinter und macht es aus Überzeugung oder eben nicht. Ich würde der Familie erklären, dass Religion für euch eigentlich keine Rolle spielt und ihr eurem Kind die Entscheidung später einmal selbst überlassen wollt. Er kann sich ja auch noch später taufen lassen (oder eine andere Religion annehmen), wenn er sich dafür entscheidet und das selbst möchte.
Und natürlich kann man trotzdem auf Hochzeiten etc. gehen, auch wenn man nicht gläubig und/oder getauft ist. Da geht es doch um das Brautpaar und dessen Einstellung zur Religion und nicht um die der Gäste.


bin voll deiner Meinung.
born-in-helsinki
16486 Beiträge
22.09.2017 09:43
Sicher sind die Geschenke auch nett und nicht zu verachten aber es deswegen zu machen

Christen
10114 Beiträge
22.09.2017 09:44
Zitat von Mocca:

Wir haben den Schnuppel nicht getauft.
Ich glaube an Gott, mein Mann nicht.
Seine Eltern sind aber fast umgefallen, als wir sagten, dass sich der Schnuppel seine Releigion einmal aktiv selbst aussuchen darf, wenn er das will. Eben weil die Taufe "doch dazu gehört" (die alten Heuchler waren vermutlich zuletzt in der Kirche, als wir getraut (bzw. eingesegnet) wurden...
Klonky wird auch nicht einfach so getauft.
Der Schnuppel ist trotzdem im letzten Jahr in einen kirchlichen Kindergarten gegangen und hat dort und hier zu Hause verkündet, dass er NICHT an Gott glaubt.
Für mich ist das absolut OK. Ich bin der festen Auffassung, dass Gott nicht nur die liebt, die getauft sind und auch nicht nur die, die an ihn glauben, sondern dass man dafür ein anständiger Mensch sein muss.
unsere sind auch im katholischen Kindergarten
NiAn
13584 Beiträge
22.09.2017 09:44
Zitat von sunshine_26:

Wir sind beide auch nicht sonderlich religiös.

Wir haben unser kind taufen lassen, weil wir nicht wollen, dass er sich später mal wenn zb erstkommunion ist, sich nicht ausgeschlossen fühlt und da mit darf.
Wir wohnen am land und hier ist es trotzdem noch üblich, dass ziemlich alle getauft werden und zur kommunion gehen.

Wenn er später mal kirchlich heiraten möchte, müsste er dann das alles selbst nachholen und so haben eben wir das dann schon für ihn erledigt.

Es war ein schöner familientag mit den verwandten. Nachher wird schön essen gegangen und die geldgeschenke hier waren auch nicht zu verachten. Der kleine hat ca 1500 euro gesamt geschenkt bekommen, die aufs sparbuch gewandert sind.

Wir heiraten im nächsten sogar kirchlich. Auch irgendwie weils für uns dazu gehört und ich mein weißes kleid anziehen will und das "nur" fürs standesamt für mich nicht passt.
Auch weil ich kirchen an sich sehr schön finde und mich irgendwie faszinieren. Also die gebäude an sich.

Ein bisschen ein glaube ist schon auch da.. wenn der auch nicht in regelmäßigen gottesdiensten "ausgeübt" wird.. wir gehen auch nur zu hochzeiten, taufen, beerdigungen in die kirche.. dennoch glaube ich schon irgendwie an eine "höhere macht"..

Und "irgendwas" muss doch an allem dran sein.. umsonst ist die bibel doch nicht schon so alt und die erzählungen da drin.. oder?


für die nicht getauften gibt es Jugendweihe, ist genauso schön ausgeschloßen wird da keiner. BEim kirchlich heiraten muss nur einer in der Kirche sein, da reicht auch die Frau. Außerdem glaube ich muss mann da nur Kirchenmitglied werden, nicht zwingend getauft sein (kann mich aber auch irren)
born-in-helsinki
16486 Beiträge
22.09.2017 09:45
Ich bin ja bewusst nicht zum Konfi gegangen, und habe mich nie ausgeschlossen gefuehlt
sunshine_26
3363 Beiträge
22.09.2017 09:46
Zitat von born-in-helsinki:

Sicher sind die Geschenke auch nett und nicht zu verachten aber es deswegen zu machen


Hab ja nicht gemeint, es deswegen zu machen.
Aber ist ein netter pluspunkt.

Uns gings hauptsächlich um die zugehörigkeit.
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