Mütter- und Schwangerenforum

Taufen lassen- weil man das so macht??

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born-in-helsinki
16720 Beiträge
22.09.2017 10:37
Also,
pro Kind sinds 2 Paten, das wird ja nochmal doppelt so schwer fuer den Grossen 2 uz finden wo ich nichtmal einen wuesste.
Ausändische gehen auch, dafuer braucht man aber allerhand Papierkram so wie ich es verstehe.
Obsidian
13777 Beiträge
22.09.2017 10:37
Zitat von Christen:

Zitat von Obsidian:

Im Endeffekt seh ich das so: Für mich ist jegliche Religion Kokolores und in den meisten Fällen harmlose Einbildung.
Also kann es mir auch komplett wurscht sein, wenn mein Kind getauft wird, WENN ich damit jemandem, den ich liebe einen sehr großen Gefallen tue. Ob ich mit das Baby in einer Kirche über ein Taufbecken halte oder bei einem Eingeborenenstamm mit Baströckchen um ein Feuer tanze und seine Stirn mit AloeVera Saft bestreiche ist für mich das gleiche.
Dem Kind schadets nicht. Und es kann ja dann später für sich entscheiden, ob es aus der Kirche wieder austreten möchte.

Allerdings würde mich das hier bei dir dann doch dazu bringen, die Taufe des Babies abzulehnen:

Zitat von born-in-helsinki:

Und SOLLTEN wir taufen, fände ich es schade, wenn mein Grosser so "aussen vor" wäre, denn ich glaube er wuerde nicht verstehen wieso das Baby und nicht er getauft wird.

Da hast du schon irgendwie recht, Obsi. Schaden wird es dem Baby wohl nicht ich würde es mir nur ungern so aufdiktieren lassen. Höchstens meinem Mann zuliebe, wenn er sehr gläubig wäre, würde ich es tun.
Vielleicht wäre eine Geschwister -Doppel -Taufe ja ein Kompromiss?


Das ist richtig, es kommt natürlich in hohem Maße darauf an, wer darum bittet, warum und wie die Bitte vorgetragen wird.
Lobulus
1143 Beiträge
22.09.2017 10:50
Zitat von born-in-helsinki:

Also,
pro Kind sinds 2 Paten, das wird ja nochmal doppelt so schwer fuer den Grossen 2 uz finden wo ich nichtmal einen wuesste.
Ausändische gehen auch, dafuer braucht man aber allerhand Papierkram so wie ich es verstehe.


Ich finde, das ist doch ein Argument...
Solange ihr nicht 4 Paten zusammen habt, gibt's keine Taufe. Denn entweder werden beide getauft oder keiner

Ich wurde damals auch mit meiner Schwester (die in Deutschland geboren wurde) getauft, hatten also eine doppeltaufe. In Russland wurde ja nur heimlich getauft, meine Mutter ist ebenfalls ungetauft. Nur die deutsche Familie meines Vaters ist evangelisch, daher wurde es damals gemacht. Ich fands an sich ganz schön, dass ich schon älter (7) war, habe mehr mitbekommen von dem Tag.
born-in-helsinki
16720 Beiträge
22.09.2017 10:53
Zitat von Lobulus:

Zitat von born-in-helsinki:

Also,
pro Kind sinds 2 Paten, das wird ja nochmal doppelt so schwer fuer den Grossen 2 uz finden wo ich nichtmal einen wuesste.
Ausändische gehen auch, dafuer braucht man aber allerhand Papierkram so wie ich es verstehe.


Ich finde, das ist doch ein Argument...
Solange ihr nicht 4 Paten zusammen habt, gibt's keine Taufe. Denn entweder werden beide getauft oder keiner

Ich wurde damals auch mit meiner Schwester (die in Deutschland geboren wurde) getauft, hatten also eine doppeltaufe. In Russland wurde ja nur heimlich getauft, meine Mutter ist ebenfalls ungetauft. Nur die deutsche Familie meines Vaters ist evangelisch, daher wurde es damals gemacht. Ich fands an sich ganz schön, dass ich schon älter (7) war, habe mehr mitbekommen von dem Tag.

Stimmt, das könnte man eben auch erklären und ich HOFFE, sie also die Familie nimmt das so hin.
Ich muesste ja theoretisch 3 Paten finden, 2 fuer Joona und einen fuer den KLeinen, wobei man da sicher auch den gleichen nehmen kann.
Ich hab einfach niemanden wo ich denke, DER solls sein und ich will nicht irgendwen nehmen.
sunshine_26
3485 Beiträge
22.09.2017 11:21
Muss man wenn man kein einziges sakrament hat und dann kirchlich heiraten will... alles nach machen? Ich denke schon.

Das heißt taufe, kommunion und konfirmation.. würde das dann alles in einem gehen?

Find ich umständlich.. deswegen werden hier alle getauft.

Wenn er dann nicht bei der kirche bleiben will, kann er eh austreten.
white.rose
1165 Beiträge
22.09.2017 11:32
Meine beiden sind getauft - aus Überzeugung.
Ich bin absolut nicht für Taufen "weil es sich so gehört". Es gehört sich nur dann so, wenn man wirklich an das glaubt, was man da tut. Das ist für mich ehrlich gesagt auch ein bisschen ein "Missbrauch" des Sakraments - man gelobt da wissentlich Sachen, an die man weder glaubt, noch sie einzuhalten gedenkt. Ist es das, was man seinen Kindern da letztendlich vorleben will? Dass man falsches Zeug geloben soll, um anderen zu gefallen?
Das finde ich nicht richtig. Wer nicht von der Taufe überzeugt ist, sollte auch keine feiern. Auch nicht irgendwelchen konservativen Schwiegereltern zuliebe.
white.rose
1165 Beiträge
22.09.2017 11:34
Zitat von sunshine_26:

Muss man wenn man kein einziges sakrament hat und dann kirchlich heiraten will... alles nach machen? Ich denke schon.

Das heißt taufe, kommunion und konfirmation.. würde das dann alles in einem gehen?

Find ich umständlich.. deswegen werden hier alle getauft.

Wenn er dann nicht bei der kirche bleiben will, kann er eh austreten.


Konfirmation ist evangelisch ...

Wenn es nachgeholt wird, werden i.d.R. Taufe + Kommunion, bzw. Taufe + Konfirmation an einem Tag gemacht. Ist keine unzumutbare Hürde
born-in-helsinki
16720 Beiträge
22.09.2017 11:36
Zitat von white.rose:

Meine beiden sind getauft - aus Überzeugung.
Ich bin absolut nicht für Taufen "weil es sich so gehört". Es gehört sich nur dann so, wenn man wirklich an das glaubt, was man da tut. Das ist für mich ehrlich gesagt auch ein bisschen ein "Missbrauch" des Sakraments - man gelobt da wissentlich Sachen, an die man weder glaubt, noch sie einzuhalten gedenkt. Ist es das, was man seinen Kindern da letztendlich vorleben will? Dass man falsches Zeug geloben soll, um anderen zu gefallen?
Das finde ich nicht richtig. Wer nicht von der Taufe überzeugt ist, sollte auch keine feiern. Auch nicht irgendwelchen konservativen Schwiegereltern zuliebe.

Ja so sehe ich es eben auch
Mein Freund wills denke ich nur dem Frieden wegen und um allem aus dem Weg zu gehen was nach Ärger riechen könnte.
Als ob es das Kind oder mich schlechter macht, wenn es nicht getauft wird
22.09.2017 11:49
Ich habe meine taufen lassen, obwohl ich nicht gläubig bin. Ein wenig, weil es dazu gehört, aber hauptsächlich damit sie später kirchlich heiraten und/oder ihre Kinder taufen lassen können wenn sie das möchten ohne dann in ihren Erwachsenenalltag noch ihre eigene Taufe und Kirchenunterricht unterbringen zu müssen. Als Erwachsener auszutreten ist einfacher als später einzutreten und alles nachzuholen.

Eins wusste ich allerdings nicht : wenn ein Kind evangelisch getauft ist, muss es in Finnland auch am ev. Religionsunterricht teilnehmen. Man kann es dann nicht beim Ethikunterricht (den ungetaufte Kinder bekommen) anmelden. Meine glauben beide nicht an Gott und Lilja hat schon gesagt dass sie die Stunde überflüssig findet, weil sie da auch ein Märchen über Feen und Zauberer lesen könnte, was wohl wenigstens interessanter wäre.
Ich habe sie nie beeinflusst, indem ich direkt gesagt habe, dass ich nicht an Gott glaube oder dass es ihn nicht gibt . Ich habe immer gesagt, dass Gott existiert, für alle die an ihn glauben. Trotzdem hat sie schon sehr früh gesagt, dass sie an die Geschichten nicht glaubt. Leider muss sie nun dennoch am ev. Religionsunterricht teilnehmen.
Das würde ich heute wohl in die Entscheidung mit einfließen lassen.
Lexi
20485 Beiträge
22.09.2017 12:20
Meine sind alle nicht getauft.... seh das einfach nicht als notwendig an. Wenn sie das später möchten, dürfen sie gerne. Dann können sie selber entscheiden ob sie das wirklich möchten.
Meine großen gingen beide in den evangelischen Kindergarten und nun auch in den evangelischen Unterricht. Das ist gar nicht so verkehrt. Würden Sie aber sagen sie wollen nicht mehr den Unterricht besuchen können sie gerne in Ethik wechseln.

Ich würde nicht taufen lassen. A) ganz bestimmt nicht " weil das halt so dazu gehört."
B) ist der große ungetauft - das fände ich nicht fair
C) die Paten... man nimmt ja auch nicht iwen dafür Und wenn du sagst dir fallen keine ein... tja dann hat sich das ja schon erledigt

Sprich doch mal genauer mit deinem
Freund
born-in-helsinki
16720 Beiträge
22.09.2017 12:47
Zitat von Winterkinder:

Ich habe meine taufen lassen, obwohl ich nicht gläubig bin. Ein wenig, weil es dazu gehört, aber hauptsächlich damit sie später kirchlich heiraten und/oder ihre Kinder taufen lassen können wenn sie das möchten ohne dann in ihren Erwachsenenalltag noch ihre eigene Taufe und Kirchenunterricht unterbringen zu müssen. Als Erwachsener auszutreten ist einfacher als später einzutreten und alles nachzuholen.

Eins wusste ich allerdings nicht : wenn ein Kind evangelisch getauft ist, muss es in Finnland auch am ev. Religionsunterricht teilnehmen. Man kann es dann nicht beim Ethikunterricht (den ungetaufte Kinder bekommen) anmelden. Meine glauben beide nicht an Gott und Lilja hat schon gesagt dass sie die Stunde überflüssig findet, weil sie da auch ein Märchen über Feen und Zauberer lesen könnte, was wohl wenigstens interessanter wäre.
Ich habe sie nie beeinflusst, indem ich direkt gesagt habe, dass ich nicht an Gott glaube oder dass es ihn nicht gibt . Ich habe immer gesagt, dass Gott existiert, für alle die an ihn glauben. Trotzdem hat sie schon sehr früh gesagt, dass sie an die Geschichten nicht glaubt. Leider muss sie nun dennoch am ev. Religionsunterricht teilnehmen.
Das würde ich heute wohl in die Entscheidung mit einfließen lassen.

Ich hab auch das Gefuehl das Finnland an sich sehr viel mehr Wert auf Taufe legt als Deutschland.
Daniel79
2497 Beiträge
22.09.2017 13:54
Also ich glaube auf dem Dorf und in Bayern wird noch getauft. Ich kenne mich damit nicht so aus.
Nine85
5546 Beiträge
22.09.2017 13:55
Mein Sohn ist getauft, weil mein Mann gläubig ist. Meine große nicht, da die nicht von ihm ist. Da gibt es zumindest hier keine Probleme warum das so ist.
bambina_1990
11115 Beiträge
22.09.2017 13:56
Zitat von Daniel79:

Also ich glaube auf dem Dorf und in Bayern wird noch getauft. Ich kenne mich damit nicht so aus.
nicht hier bei uns ,da ist taufen ehr weniger ,auch auf den Dorf
NiAn
13911 Beiträge
22.09.2017 14:04
Zitat von bambina_1990:

Zitat von Daniel79:

Also ich glaube auf dem Dorf und in Bayern wird noch getauft. Ich kenne mich damit nicht so aus.
nicht hier bei uns ,da ist taufen ehr weniger ,auch auf den Dorf


das stimmt. Kenne keinen einzigen der getauft ist aus meiner Generation und war bislang nur bei einer Taufe. Da wurde bei der Taufpredigt noch groß erwähnt das es die erste Taufe seit 1984 in dieser Kirche ist
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