Mütter- und Schwangerenforum

Ernährung einer 5 jährigen

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Schnecke510
2944 Beiträge
31.12.2017 17:39
Zitat von shelyra:

Aber Schnecke sprach in ihrem post ja explizit von zwang zum probieren. Keine Alternativen. Und dann eben hungern lassen!

Als erfahrene Mutter müsstest du wissen, dass solche Stresssituationen meist in Kombination mit anderen Sachen auftreten und nicht alltäglich sind. Das Kind hatte einen schlechten Tag oder hat zu wenig geschlafen, wird nörgelig und meint, diese Laune am Tisch ausleben zu müssen...dann werden die Arme verschränkt und es wird gesagt "Mag ich nicht...". Und wenn dann noch 2-3 Sachen dazukommen, dann hat mein Mann das Kind schon mal ohne Essen ins Bett befördert. Und wenn es sich 30 Minuten später wieder beruhigt hatte, dann hab ich ihm ein Brot geschmiert und mit ihm geredet. Was ist falsch daran?
Meist ist es aber vielmehr so, dass das Kind sagt "Bitte nichts von dem..." - "Ach komm, eine Gabel..." - "Ok" - und dann sagt es "ja, mag ich" oder nein. Ich würde es nur in Ausnahmen akzeptieren, wenn das Kind ein Probieren ablehnen würde. Das stimmt. Aber dazu kommt es meist nicht.
StilleWasser
4212 Beiträge
31.12.2017 17:44
Zitat von Schnecke510:

Zitat von StilleWasser:

Ja mei, Obst ess ich eigentlich gar nicht und Gemüse auch nur ein paar Sorten und dss wars und immerhin leb ich noch immer.

Und lebst du gut damit? Fühlst du dich gut? Und bist du zufrieden mit Haut und Haaren? Interessiert mich nur.


Ja, kenns ja ned anders.

Joah, ich leg jetzt ned viel Wert drauf ehrlich gesagt, bin eh ned fesch, also is es mir wurscht.
Marf
17189 Beiträge
31.12.2017 18:46
Jede Mutter macht sich Gedanken wenn das Kind nichts isst.Essen ist essenziell und kommt es da zu ' Störungen' ,egal in welchem Alter,versucht eben jede Mama das zu beheben.Dazu haben wir in Europa noch einen geschichtlichen Hintergrund (viele Kriege,Hungersnöte etc) die unbewusst Angst schüren.
Und ich verstehe jede Mutter die auch mal harscher wird, wenn zum X ten Male Speise Y abgelehnt wird obwohl sie sonst gegessen wurde.Oder Kind aus Trotz - Essenverweigern erzeugt enormen Druck! - nicht isst.
Das es hierzulande eher selten zu wirklichen Mangelerscheinungen kommt ,weil Kind Obst verweigert sollte klar sein.Dich in der Situation sieht man das nicht.Dem Kind soll es ja an nichts mangeln.Und deswegen kann es eben auch zu negativen Situationen am Tisch kommen.
Doch ich denke das in einer normalen,gesunden Eltern/Kind Beziehung keine Essstörung aufkommt wenn das Kind angehalten wird etwas zu probieren.Besonders wenn die Speise wirklich unbekannt ist.Geschmack entwickelt sich erst durch austesten .So 'lernt' der Körper Konsistenz,Geruch,Geschmack....
Von Zwang,wie ich ihn wieter vorne beschrieben habe,rede ich nicht.Das wäre Misshandlung und ist hier nicht Thema.
Elsilein
2572 Beiträge
01.01.2018 12:06
Zitat von Schnecke510:

Zitat von shelyra:

Aber Schnecke sprach in ihrem post ja explizit von zwang zum probieren. Keine Alternativen. Und dann eben hungern lassen!

Als erfahrene Mutter müsstest du wissen, dass solche Stresssituationen meist in Kombination mit anderen Sachen auftreten und nicht alltäglich sind. Das Kind hatte einen schlechten Tag oder hat zu wenig geschlafen, wird nörgelig und meint, diese Laune am Tisch ausleben zu müssen...dann werden die Arme verschränkt und es wird gesagt "Mag ich nicht...". Und wenn dann noch 2-3 Sachen dazukommen, dann hat mein Mann das Kind schon mal ohne Essen ins Bett befördert. Und wenn es sich 30 Minuten später wieder beruhigt hatte, dann hab ich ihm ein Brot geschmiert und mit ihm geredet. Was ist falsch daran?
Meist ist es aber vielmehr so, dass das Kind sagt "Bitte nichts von dem..." - "Ach komm, eine Gabel..." - "Ok" - und dann sagt es "ja, mag ich" oder nein. Ich würde es nur in Ausnahmen akzeptieren, wenn das Kind ein Probieren ablehnen würde. Das stimmt. Aber dazu kommt es meist nicht.


Ich stelle mir gerade vor, ich bin sieben Jahre alt (oder drei oder fünf oder neun oder zwölf - ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind), hatte einen schweren, doofen Tag und werde dann mit leerem Magen ins Bett geschickt, weil ich meinen Broccoli nicht probieren mag. Da liege ich dann eine halbe Stunde lang alleine, traurig, wütend; mein Tag wird dadurch noch trauriger als er ohnehin schon war und DANN kommt erst meine Mama, um mit mir zu reden und ich kriege mein Abendbrot und vielleicht auch die Zuneigung, die ich an diesem besch*** Tag ganz dringend brauche.
Sag, welchen pädagogischen Mehrwert genau hat denn diese halbe Stunde auf dem Zimmer zwischen nicht probieren wollen und dann doch sein Brot essen dürfen? “Über sein Verhalten nachdenken“? “Sich beruhigen“? “Schmoren lassen“? Erklär's mir bitte. Ich blick da nicht dahinter.
nyckelpiga
5944 Beiträge
01.01.2018 14:26
Bisher hatten wir das Glück sehr gute Esser zu haben. Die 3 großen essen eigentlich so gut wie alles und das was sie absolut nicht mögen, das müssen sie auch nicht essen.
Allerdings würde ich auch niemandem eine Extrawurst kochen oder ein Brot schmieren, da ich finde, dass es immer etwas gibt, was gegessen werden kann - und wenn es dann eben mal nur der pure Reis, die Nudeln oder Kartoffeln sind.
Wir haben auch als Regel, dass alles unbekannte probiert wird und danach darf dann entschieden werden, ob davon was auf den Teller kommt oder nicht.
Und Essen als eklig zu bezeichnen ist ein absolutes No Go - man darf gern sagen, dass es einem nicht schmeckt, aber das Wort eklig wird im Zusammenhang mit Essen nicht in den Mund genommen. Mag sein, dass das für einige hart klingt, aber das hat mit dem Hintergrund von meinem Mann zu tun und ich kann es, zum Glück, nicht persönlich nachempfinden, aber stehe da voll und ganz hinter seiner Auffassung.

An die TE: im Falle deiner Tochter würde ich auch immer wieder zwanglos anbieten und kein großes Gewese drum machen. Solange wie sie fit ist, würde ich es glaub erstmal so hinnehmen.
Schnecke510
2944 Beiträge
01.01.2018 14:36
Zitat von Elsilein:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von shelyra:

Aber Schnecke sprach in ihrem post ja explizit von zwang zum probieren. Keine Alternativen. Und dann eben hungern lassen!

Als erfahrene Mutter müsstest du wissen, dass solche Stresssituationen meist in Kombination mit anderen Sachen auftreten und nicht alltäglich sind. Das Kind hatte einen schlechten Tag oder hat zu wenig geschlafen, wird nörgelig und meint, diese Laune am Tisch ausleben zu müssen...dann werden die Arme verschränkt und es wird gesagt "Mag ich nicht...". Und wenn dann noch 2-3 Sachen dazukommen, dann hat mein Mann das Kind schon mal ohne Essen ins Bett befördert. Und wenn es sich 30 Minuten später wieder beruhigt hatte, dann hab ich ihm ein Brot geschmiert und mit ihm geredet. Was ist falsch daran?
Meist ist es aber vielmehr so, dass das Kind sagt "Bitte nichts von dem..." - "Ach komm, eine Gabel..." - "Ok" - und dann sagt es "ja, mag ich" oder nein. Ich würde es nur in Ausnahmen akzeptieren, wenn das Kind ein Probieren ablehnen würde. Das stimmt. Aber dazu kommt es meist nicht.


Ich stelle mir gerade vor, ich bin sieben Jahre alt (oder drei oder fünf oder neun oder zwölf - ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind), hatte einen schweren, doofen Tag und werde dann mit leerem Magen ins Bett geschickt, weil ich meinen Broccoli nicht probieren mag. Da liege ich dann eine halbe Stunde lang alleine, traurig, wütend; mein Tag wird dadurch noch trauriger als er ohnehin schon war und DANN kommt erst meine Mama, um mit mir zu reden und ich kriege mein Abendbrot und vielleicht auch die Zuneigung, die ich an diesem besch*** Tag ganz dringend brauche.
Sag, welchen pädagogischen Mehrwert genau hat denn diese halbe Stunde auf dem Zimmer zwischen nicht probieren wollen und dann doch sein Brot essen dürfen? “Über sein Verhalten nachdenken“? “Sich beruhigen“? “Schmoren lassen“? Erklär's mir bitte. Ich blick da nicht dahinter.


Hm, das kann ich dir nun auch nicht sagen. Aber hier ist eben auch wieder die Sache, dass ein Kind in einer Großfamilie nicht alleine am Tisch sitzt, sondern noch einige andere auch, die genervt sind von der schlechten Laune...
Seramonchen
31766 Beiträge
01.01.2018 14:41
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Elsilein:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von shelyra:

Aber Schnecke sprach in ihrem post ja explizit von zwang zum probieren. Keine Alternativen. Und dann eben hungern lassen!

Als erfahrene Mutter müsstest du wissen, dass solche Stresssituationen meist in Kombination mit anderen Sachen auftreten und nicht alltäglich sind. Das Kind hatte einen schlechten Tag oder hat zu wenig geschlafen, wird nörgelig und meint, diese Laune am Tisch ausleben zu müssen...dann werden die Arme verschränkt und es wird gesagt "Mag ich nicht...". Und wenn dann noch 2-3 Sachen dazukommen, dann hat mein Mann das Kind schon mal ohne Essen ins Bett befördert. Und wenn es sich 30 Minuten später wieder beruhigt hatte, dann hab ich ihm ein Brot geschmiert und mit ihm geredet. Was ist falsch daran?
Meist ist es aber vielmehr so, dass das Kind sagt "Bitte nichts von dem..." - "Ach komm, eine Gabel..." - "Ok" - und dann sagt es "ja, mag ich" oder nein. Ich würde es nur in Ausnahmen akzeptieren, wenn das Kind ein Probieren ablehnen würde. Das stimmt. Aber dazu kommt es meist nicht.


Ich stelle mir gerade vor, ich bin sieben Jahre alt (oder drei oder fünf oder neun oder zwölf - ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind), hatte einen schweren, doofen Tag und werde dann mit leerem Magen ins Bett geschickt, weil ich meinen Broccoli nicht probieren mag. Da liege ich dann eine halbe Stunde lang alleine, traurig, wütend; mein Tag wird dadurch noch trauriger als er ohnehin schon war und DANN kommt erst meine Mama, um mit mir zu reden und ich kriege mein Abendbrot und vielleicht auch die Zuneigung, die ich an diesem besch*** Tag ganz dringend brauche.
Sag, welchen pädagogischen Mehrwert genau hat denn diese halbe Stunde auf dem Zimmer zwischen nicht probieren wollen und dann doch sein Brot essen dürfen? “Über sein Verhalten nachdenken“? “Sich beruhigen“? “Schmoren lassen“? Erklär's mir bitte. Ich blick da nicht dahinter.


Hm, das kann ich dir nun auch nicht sagen. Aber hier ist eben auch wieder die Sache, dass ein Kind in einer Großfamilie nicht alleine am Tisch sitzt, sondern noch einige andere auch, die genervt sind von der schlechten Laune...


Naja, aber jeder Mensch hat doch mal schlechte Laune Und dann wird man noch dafür bestraft, dass alles doof gelaufen ist?
Elsilein
2572 Beiträge
01.01.2018 15:38
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Elsilein:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von shelyra:

Aber Schnecke sprach in ihrem post ja explizit von zwang zum probieren. Keine Alternativen. Und dann eben hungern lassen!

Als erfahrene Mutter müsstest du wissen, dass solche Stresssituationen meist in Kombination mit anderen Sachen auftreten und nicht alltäglich sind. Das Kind hatte einen schlechten Tag oder hat zu wenig geschlafen, wird nörgelig und meint, diese Laune am Tisch ausleben zu müssen...dann werden die Arme verschränkt und es wird gesagt "Mag ich nicht...". Und wenn dann noch 2-3 Sachen dazukommen, dann hat mein Mann das Kind schon mal ohne Essen ins Bett befördert. Und wenn es sich 30 Minuten später wieder beruhigt hatte, dann hab ich ihm ein Brot geschmiert und mit ihm geredet. Was ist falsch daran?
Meist ist es aber vielmehr so, dass das Kind sagt "Bitte nichts von dem..." - "Ach komm, eine Gabel..." - "Ok" - und dann sagt es "ja, mag ich" oder nein. Ich würde es nur in Ausnahmen akzeptieren, wenn das Kind ein Probieren ablehnen würde. Das stimmt. Aber dazu kommt es meist nicht.


Ich stelle mir gerade vor, ich bin sieben Jahre alt (oder drei oder fünf oder neun oder zwölf - ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind), hatte einen schweren, doofen Tag und werde dann mit leerem Magen ins Bett geschickt, weil ich meinen Broccoli nicht probieren mag. Da liege ich dann eine halbe Stunde lang alleine, traurig, wütend; mein Tag wird dadurch noch trauriger als er ohnehin schon war und DANN kommt erst meine Mama, um mit mir zu reden und ich kriege mein Abendbrot und vielleicht auch die Zuneigung, die ich an diesem besch*** Tag ganz dringend brauche.
Sag, welchen pädagogischen Mehrwert genau hat denn diese halbe Stunde auf dem Zimmer zwischen nicht probieren wollen und dann doch sein Brot essen dürfen? “Über sein Verhalten nachdenken“? “Sich beruhigen“? “Schmoren lassen“? Erklär's mir bitte. Ich blick da nicht dahinter.


Hm, das kann ich dir nun auch nicht sagen. Aber hier ist eben auch wieder die Sache, dass ein Kind in einer Großfamilie nicht alleine am Tisch sitzt, sondern noch einige andere auch, die genervt sind von der schlechten Laune...

Die Sache ist die, dass ein Kind in einer Großfamilie die selben Bedürfnisse hat wie ein Einzelkind, welches im übrigen ebenfalls nicht alleine am Tisch sitzt Und gerade, wenn das Ergebnis das gleiche bleibt - nämlich, dass das mäkelnde Kind sein Wurstbrot bekommt -, dann frage ich mich, warum ihr Erwachsenen euch, dem Mäkelkind, dem Au Pair sowie allen weiteren Geschwistern diesen Stress überhaupt antut, anstatt dem Kind einfach direkt seine Stulle in die Hand zu drücken, um den Stress für alle zu verringern.
Wo ist der Sinn dahinter? Machtkampf, Bestrafung? Wenn ein Erwachsener mit dem gestressten Kind kurz nach draußen geht, sitzen dann nicht immernoch 1-2 weitere Erwachsene am Tisch? Könnte man die Zeit, die es braucht, um das Kind ins Zimmer zu geleiten, nicht auch in dreißig Sekunden Zuwendung stecken?
maeh
102 Beiträge
01.01.2018 16:04
Zitat von Elsilein:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Elsilein:

Zitat von Schnecke510:

...


Ich stelle mir gerade vor, ich bin sieben Jahre alt (oder drei oder fünf oder neun oder zwölf - ich weiß nicht, wie alt deine Kinder sind), hatte einen schweren, doofen Tag und werde dann mit leerem Magen ins Bett geschickt, weil ich meinen Broccoli nicht probieren mag. Da liege ich dann eine halbe Stunde lang alleine, traurig, wütend; mein Tag wird dadurch noch trauriger als er ohnehin schon war und DANN kommt erst meine Mama, um mit mir zu reden und ich kriege mein Abendbrot und vielleicht auch die Zuneigung, die ich an diesem besch*** Tag ganz dringend brauche.
Sag, welchen pädagogischen Mehrwert genau hat denn diese halbe Stunde auf dem Zimmer zwischen nicht probieren wollen und dann doch sein Brot essen dürfen? “Über sein Verhalten nachdenken“? “Sich beruhigen“? “Schmoren lassen“? Erklär's mir bitte. Ich blick da nicht dahinter.


Hm, das kann ich dir nun auch nicht sagen. Aber hier ist eben auch wieder die Sache, dass ein Kind in einer Großfamilie nicht alleine am Tisch sitzt, sondern noch einige andere auch, die genervt sind von der schlechten Laune...

Die Sache ist die, dass ein Kind in einer Großfamilie die selben Bedürfnisse hat wie ein Einzelkind, welches im übrigen ebenfalls nicht alleine am Tisch sitzt Und gerade, wenn das Ergebnis das gleiche bleibt - nämlich, dass das mäkelnde Kind sein Wurstbrot bekommt -, dann frage ich mich, warum ihr Erwachsenen euch, dem Mäkelkind, dem Au Pair sowie allen weiteren Geschwistern diesen Stress überhaupt antut, anstatt dem Kind einfach direkt seine Stulle in die Hand zu drücken, um den Stress für alle zu verringern.
Wo ist der Sinn dahinter? Machtkampf, Bestrafung? Wenn ein Erwachsener mit dem gestressten Kind kurz nach draußen geht, sitzen dann nicht immernoch 1-2 weitere Erwachsene am Tisch? Könnte man die Zeit, die es braucht, um das Kind ins Zimmer zu geleiten, nicht auch in dreißig Sekunden Zuwendung stecken?


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