Mütter- und Schwangerenforum

Ich muss mein Kind in der Schule abgeben, sonst habe ich keinen ruhigen Tag

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Trümmerlotte
751 Beiträge
17.12.2017 19:33
Zitat von Skorpi:

Zitat von Trümmerlotte:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Trümmerlotte:

...


Und warum hat dann z.B. mein bester Freund keine Angst mehr vorm fliegen? Ich hab ihn vorhin auch nochmal gefragt und er bestätigte mir auch, dass er keine angst mehr hat.


Weil er gelernt hat anders damit umzugehen. Ängste kommen und gehen. Ich zb habe angst und panikattacken, da gibt's auch tage wo es mir gut geht und dann durch stress oder ein doofes Erlebnis die angst wieder verschlimmert wird. Nur weil er derzeit angst frei ist, heißt Es nicht das er "geheilt" ist.

Ich habe gerade vor 14 Tagen darüber mit meiner Therapeutin gesprochen.


Ich werde mich da mal in den nächsten Tagen mit beschäftigen und mich da mal belesen. So ganz glauben kann ich das noch nicht. Also das man es grundsätzlich nicht bekämpfen kann. Ich hab eben nochmal mit meinem besten Freund gesprochen, er meinte halt, dass es schon wirklich komplett weg ist und er sich auch nicht vorstellen kann, dass da jemals wieder Ängste kommen werden, generell erlebe ich ihn ja auch oft und konnte mich oft genug davon überzeugen, dass er eben tatsächlich keine angst mehr hat. Die Angst ist ja auch nicht erst seit gestern verschwunden und er hat auch eine weile gebraucht. Aber dann sind wir zu einer anderen Person gekommen, ein sehr guter Freund von ihm, der wahnsinnige angst vor Höhe hat, sich dem freiwillig immer wieder stellt und auffällt, dass derjenige sogar größere Angst entwickelt hat. Also es scheint tatsächlich so zu sein, dass nicht jeder ängste bekämpfen kann, aber dass es gar nicht möglich ist, bei niemandem..... Ich weiß nicht, dass kann ich echt noch nicht ganz glauben. Aber ich werde mich auf jeden Fall mal damit beschäftigen.


Ich kann ja jetzt nur von dem ausgehen was ich selber erlebe und meine Therapeutin gesagt hat.

Der Ei ein sieht es als geheilt an, der andere nicht. Grundsätzlich kann man aber nie sagen das die Ängste nie wieder kommen, da muss es nur mal nen doofen Auslöser geben, bei flugangst zb Turbulenzen oder so.

Man steckt da halt nie drin. Ich zb kenne den Auslöser für meine wirklich extremen Ängste, glaube ich jedenfalls, wir wollen nun alles aufarbeiten und hoffen das sich so der Knoten löst.

Ich kann das mit der flugangst zb sehr gut verstehen, bei mir sind es öffis, in Zeiten wo ich gefühlsmäßig beflügelt war, war es ein leichtes mit Bahnen zu fahren, selbst s Bahnen in Berlin waren kein Thema... Umso mehr ich aber in der neuen Beziehung angekommen bin umso schlimmer wurden die Ängste aber wieder.

Man steckt in diesem Teufel halt einfach nicht drin.
17.12.2017 19:41
Zitat von Trümmerlotte:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Trümmerlotte:

Zitat von Skorpi:

...


Weil er gelernt hat anders damit umzugehen. Ängste kommen und gehen. Ich zb habe angst und panikattacken, da gibt's auch tage wo es mir gut geht und dann durch stress oder ein doofes Erlebnis die angst wieder verschlimmert wird. Nur weil er derzeit angst frei ist, heißt Es nicht das er "geheilt" ist.

Ich habe gerade vor 14 Tagen darüber mit meiner Therapeutin gesprochen.


Ich werde mich da mal in den nächsten Tagen mit beschäftigen und mich da mal belesen. So ganz glauben kann ich das noch nicht. Also das man es grundsätzlich nicht bekämpfen kann. Ich hab eben nochmal mit meinem besten Freund gesprochen, er meinte halt, dass es schon wirklich komplett weg ist und er sich auch nicht vorstellen kann, dass da jemals wieder Ängste kommen werden, generell erlebe ich ihn ja auch oft und konnte mich oft genug davon überzeugen, dass er eben tatsächlich keine angst mehr hat. Die Angst ist ja auch nicht erst seit gestern verschwunden und er hat auch eine weile gebraucht. Aber dann sind wir zu einer anderen Person gekommen, ein sehr guter Freund von ihm, der wahnsinnige angst vor Höhe hat, sich dem freiwillig immer wieder stellt und auffällt, dass derjenige sogar größere Angst entwickelt hat. Also es scheint tatsächlich so zu sein, dass nicht jeder ängste bekämpfen kann, aber dass es gar nicht möglich ist, bei niemandem..... Ich weiß nicht, dass kann ich echt noch nicht ganz glauben. Aber ich werde mich auf jeden Fall mal damit beschäftigen.


Ich kann ja jetzt nur von dem ausgehen was ich selber erlebe und meine Therapeutin gesagt hat.

Der Ei ein sieht es als geheilt an, der andere nicht. Grundsätzlich kann man aber nie sagen das die Ängste nie wieder kommen, da muss es nur mal nen doofen Auslöser geben, bei flugangst zb Turbulenzen oder so.

Man steckt da halt nie drin. Ich zb kenne den Auslöser für meine wirklich extremen Ängste, glaube ich jedenfalls, wir wollen nun alles aufarbeiten und hoffen das sich so der Knoten löst.

Ich kann das mit der flugangst zb sehr gut verstehen, bei mir sind es öffis, in Zeiten wo ich gefühlsmäßig beflügelt war, war es ein leichtes mit Bahnen zu fahren, selbst s Bahnen in Berlin waren kein Thema... Umso mehr ich aber in der neuen Beziehung angekommen bin umso schlimmer wurden die Ängste aber wieder.

Man steckt in diesem Teufel halt einfach nicht drin.


Ich drücke dir jedenfalls wirklich die Daumen und wünsche dir wirklich alles, alles gute auf deinen Weg!
Und selbst wenn das wirklich so stimmen sollte, dass es wirklich nie heilbar sein wird hoffe ich, dass du ähnlich Ruhe finden wirst, wie mein bester Freund.

Mamota
22317 Beiträge
17.12.2017 19:57
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Mamota:

Zitat von DieW:

Zitat von Mamota:

...


Doch,aber erstt warnst Du.Und das bedeutet ,dass man ja erstmal "Angst macht",wenn man es den so bezeichnenen möchte.

Und es sagte ja hier niemand (soweit ich lesen konnte),dass der Schulweg bis zum Schulabschluss begleitet wird.Aber erstmal und solange es das Kind wünscht ,bzw es für das Kind okay ist.

Ja. Soweit sind wir auf jedenfall auf einer Linie. Mir ging es auch eher um dieses "darüber hinaus" klammern.


Aber dann sind wir ja eigentlich alle auf einer Linie so begleiten die einen halt länger, die anderen kürzer oder gar nicht und nichts davon ist falsch, so lange es für die Familie passt.

Ja, eben!
Mamota
22317 Beiträge
17.12.2017 19:58
Zitat von Skorpi:

Zitat von Trümmerlotte:

Zitat von Skorpi:

Zitat von DieW:

...


Wie gesagt, ich bestreite gar nicht, dass das bei dir vielleicht tatsächlich so ist, aber so allgemein glaub ich das echt nicht. Mein bester Freund hat so große Angst vorm fliegen gehabt. Mittlerweile hat er gar keine angst mehr. Allein daran sieht man ja, dass man sich ängsten doch stellen und sie eben auch besiegen kann.


Man kann Angst an sich wirklich nicht heilen, man kann aber lernen anders damit umzugehen.


Und warum hat dann z.B. mein bester Freund keine Angst mehr vorm fliegen? Ich hab ihn vorhin auch nochmal gefragt und er bestätigte mir auch, dass er keine angst mehr hat.

Du kannst auch Neurodermitis nicht heilen. Dennoch kann sie plötzlich weg sein, warum auch immer. Vielleicht für immer, vielleicht nur ein paar Jahre lang.
Astra_85
6208 Beiträge
18.12.2017 01:51
Wooooow, da hab ich mal eine schlaflose Nacht und lese mal wieder im hier Forum... sehr interessantes Thema!

Meine Tochter wurde im September eingeschult und läuft täglich mit ihrer Freundin/ Klassenkameradin/ Nachbarstochter alleine zur Schule. Der Weg ist kurz und ungefährlich. Sie führt an einer 30 Zone entlang, die Polizei macht mehrfach die Woche Geschwindigkeitskontrollen und direkt am Kreisverkehr vor der Schule stehen Eltern als Verkehrslotsen.
Mein Weg zur Arbeit führt in der Früh genau über den selben Weg und zur gleichen Uhrzeit aber nach einer Woche Begleitung/ hinterherlaufen bestehen die Mädels sehr stark drauf ganz ALLEINE laufen zu dürfen. Deswegen laufe ich eben 10 Minuten später los und erfülle ihnen diesen Wunsch.
Mittags oder nachmittags hole ich meine Tochter aber immer ab weil sie dann einfach, aufgrund der Mittagsbetreuung nicht immer eine Begleitung hätte und so ganz alleine möchte ich sie in der 1. Klasse doch nicht alleine lassen.

Hätten wir andere Gegebenheiten oder hätten mein Mann oder ich kein gutes Gefühl dabei sie in der Früh nicht begleiten zu dürfen müssten wir nach einer anderen Lösung suchen.
Deswegen ist es für mich selbstverständlich wenn es Familien gibt die es anders handhaben.
Das sollte man einfach nicht verurteilen.
Ich finde Mamota hat es richtig gut beschrieben, klar ist es für die meisten 1. Klässler ein super Erlebnis alleine in die Schule laufen zu dürfen aber nicht das Fundament für eine gesunde Entwicklung. Das muss einfach für alleine Familienmitglieder passen.

Aber Wahnsinn Mädels, wie ihr euch bei so einem Thema angehen könnt

Da werden ja Sachen unterstellt?! Zum Teil echt heftig.

Findet ihr es wirklich "schlimm" wenn man euch dazu anhaltet eure "Erziehung/ Meinung" zu überdenken?
( das ist wirklich eine Frage ohne jegliche Wertung!!!)
Das fiel mir jetzt so beim durchlesen auf, dass eben daraus weitere Diskussionen entstanden sind.
ICH hab das mit meinen Freundinnen immer mal wieder dass wir zu uns gegenseitig mal sagen: "klar kann ich das verstehen aber vielleicht wäre es mal möglich das zu überdenken... kann ja die Situation entspannen oder oder oder"
Gibt ja unzählige Möglichkeiten um einfach mal die Perspektive zu ändern oder einen anderen Blickwinkel zu bekommen?
Als Beispiel: ich arbeite als Erzieherin in der Krippe, habe zu jeden Eltern ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Ich lebe nach der Devise dass die Eltern immer das zu Sprache bringen sollen wenn ihnen was auffällt, fragen hinter lässt oder "komisch" vorkommt. Genau das gleiche bringe ich ihnen auch entgegen.
Ich habe ein drei jähriges Mädchen in der Gruppe, sie verabschiedet in der Früh ihre Mama immer mit einem Kuss und einer Umarmung, danach noch ein "Tschüss bis später". Die Kleine geht dann gleich zu ihrem besten Freund oder sucht sich was zum Spielen. Klappt eigentlich wunderbar WENN die Mutter nicht nochmal irgendwas zu dem Mädchen rufen würde oder nochmal zu ihr laufen würde um ihr die Haarspange zurecht zu rücken, am Kleid zu zupfen... nämlich genau dann fängt das Mädchen an zu weinen und will die Mama nicht gehen lassen und klammert dann 10-15 Minuten. Die Mama tröstet dann natürlich und überredet sie dazu da zubleiben. Während dessen fangen 2 Kinder aus Solidarität auch an zu weinen. Das erschwert allen Gruppenmitgliedern den Start in den Tag. Da finde ich es absolut angebracht der Mama zu sagen dass sie bitte gleich gehen soll wenn sie sich von der Tochter verabschiedet hat.

Naja was ich eigentlich damit sagen will ist dass es auch mal nicht schaden einen anderen Blickwinkel zu bekommen.

MIU28
994 Beiträge
18.12.2017 06:41
Zitat von Astra_85:

Wooooow, da hab ich mal eine schlaflose Nacht und lese mal wieder im hier Forum... sehr interessantes Thema!

Meine Tochter wurde im September eingeschult und läuft täglich mit ihrer Freundin/ Klassenkameradin/ Nachbarstochter alleine zur Schule. Der Weg ist kurz und ungefährlich. Sie führt an einer 30 Zone entlang, die Polizei macht mehrfach die Woche Geschwindigkeitskontrollen und direkt am Kreisverkehr vor der Schule stehen Eltern als Verkehrslotsen.
Mein Weg zur Arbeit führt in der Früh genau über den selben Weg und zur gleichen Uhrzeit aber nach einer Woche Begleitung/ hinterherlaufen bestehen die Mädels sehr stark drauf ganz ALLEINE laufen zu dürfen. Deswegen laufe ich eben 10 Minuten später los und erfülle ihnen diesen Wunsch.
Mittags oder nachmittags hole ich meine Tochter aber immer ab weil sie dann einfach, aufgrund der Mittagsbetreuung nicht immer eine Begleitung hätte und so ganz alleine möchte ich sie in der 1. Klasse doch nicht alleine lassen.

Hätten wir andere Gegebenheiten oder hätten mein Mann oder ich kein gutes Gefühl dabei sie in der Früh nicht begleiten zu dürfen müssten wir nach einer anderen Lösung suchen.
Deswegen ist es für mich selbstverständlich wenn es Familien gibt die es anders handhaben.
Das sollte man einfach nicht verurteilen.
Ich finde Mamota hat es richtig gut beschrieben, klar ist es für die meisten 1. Klässler ein super Erlebnis alleine in die Schule laufen zu dürfen aber nicht das Fundament für eine gesunde Entwicklung. Das muss einfach für alleine Familienmitglieder passen.

Aber Wahnsinn Mädels, wie ihr euch bei so einem Thema angehen könnt

Da werden ja Sachen unterstellt?! Zum Teil echt heftig.

Findet ihr es wirklich "schlimm" wenn man euch dazu anhaltet eure "Erziehung/ Meinung" zu überdenken?
( das ist wirklich eine Frage ohne jegliche Wertung!!!)
Das fiel mir jetzt so beim durchlesen auf, dass eben daraus weitere Diskussionen entstanden sind.
ICH hab das mit meinen Freundinnen immer mal wieder dass wir zu uns gegenseitig mal sagen: "klar kann ich das verstehen aber vielleicht wäre es mal möglich das zu überdenken... kann ja die Situation entspannen oder oder oder"
Gibt ja unzählige Möglichkeiten um einfach mal die Perspektive zu ändern oder einen anderen Blickwinkel zu bekommen?
Als Beispiel: ich arbeite als Erzieherin in der Krippe, habe zu jeden Eltern ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Ich lebe nach der Devise dass die Eltern immer das zu Sprache bringen sollen wenn ihnen was auffällt, fragen hinter lässt oder "komisch" vorkommt. Genau das gleiche bringe ich ihnen auch entgegen.
Ich habe ein drei jähriges Mädchen in der Gruppe, sie verabschiedet in der Früh ihre Mama immer mit einem Kuss und einer Umarmung, danach noch ein "Tschüss bis später". Die Kleine geht dann gleich zu ihrem besten Freund oder sucht sich was zum Spielen. Klappt eigentlich wunderbar WENN die Mutter nicht nochmal irgendwas zu dem Mädchen rufen würde oder nochmal zu ihr laufen würde um ihr die Haarspange zurecht zu rücken, am Kleid zu zupfen... nämlich genau dann fängt das Mädchen an zu weinen und will die Mama nicht gehen lassen und klammert dann 10-15 Minuten. Die Mama tröstet dann natürlich und überredet sie dazu da zubleiben. Während dessen fangen 2 Kinder aus Solidarität auch an zu weinen. Das erschwert allen Gruppenmitgliedern den Start in den Tag. Da finde ich es absolut angebracht der Mama zu sagen dass sie bitte gleich gehen soll wenn sie sich von der Tochter verabschiedet hat.

Naja was ich eigentlich damit sagen will ist dass es auch mal nicht schaden einen anderen Blickwinkel zu bekommen.


seh ich genauso
Seramonchen
34898 Beiträge
18.12.2017 07:27
Zitat von Astra_85:

Wooooow, da hab ich mal eine schlaflose Nacht und lese mal wieder im hier Forum... sehr interessantes Thema!

Meine Tochter wurde im September eingeschult und läuft täglich mit ihrer Freundin/ Klassenkameradin/ Nachbarstochter alleine zur Schule. Der Weg ist kurz und ungefährlich. Sie führt an einer 30 Zone entlang, die Polizei macht mehrfach die Woche Geschwindigkeitskontrollen und direkt am Kreisverkehr vor der Schule stehen Eltern als Verkehrslotsen.
Mein Weg zur Arbeit führt in der Früh genau über den selben Weg und zur gleichen Uhrzeit aber nach einer Woche Begleitung/ hinterherlaufen bestehen die Mädels sehr stark drauf ganz ALLEINE laufen zu dürfen. Deswegen laufe ich eben 10 Minuten später los und erfülle ihnen diesen Wunsch.
Mittags oder nachmittags hole ich meine Tochter aber immer ab weil sie dann einfach, aufgrund der Mittagsbetreuung nicht immer eine Begleitung hätte und so ganz alleine möchte ich sie in der 1. Klasse doch nicht alleine lassen.

Hätten wir andere Gegebenheiten oder hätten mein Mann oder ich kein gutes Gefühl dabei sie in der Früh nicht begleiten zu dürfen müssten wir nach einer anderen Lösung suchen.
Deswegen ist es für mich selbstverständlich wenn es Familien gibt die es anders handhaben.
Das sollte man einfach nicht verurteilen.
Ich finde Mamota hat es richtig gut beschrieben, klar ist es für die meisten 1. Klässler ein super Erlebnis alleine in die Schule laufen zu dürfen aber nicht das Fundament für eine gesunde Entwicklung. Das muss einfach für alleine Familienmitglieder passen.

Aber Wahnsinn Mädels, wie ihr euch bei so einem Thema angehen könnt

Da werden ja Sachen unterstellt?! Zum Teil echt heftig.

Findet ihr es wirklich "schlimm" wenn man euch dazu anhaltet eure "Erziehung/ Meinung" zu überdenken?
( das ist wirklich eine Frage ohne jegliche Wertung!!!)
Das fiel mir jetzt so beim durchlesen auf, dass eben daraus weitere Diskussionen entstanden sind.
ICH hab das mit meinen Freundinnen immer mal wieder dass wir zu uns gegenseitig mal sagen: "klar kann ich das verstehen aber vielleicht wäre es mal möglich das zu überdenken... kann ja die Situation entspannen oder oder oder"
Gibt ja unzählige Möglichkeiten um einfach mal die Perspektive zu ändern oder einen anderen Blickwinkel zu bekommen?
Als Beispiel: ich arbeite als Erzieherin in der Krippe, habe zu jeden Eltern ein sehr gutes und vertrauensvolles Verhältnis. Ich lebe nach der Devise dass die Eltern immer das zu Sprache bringen sollen wenn ihnen was auffällt, fragen hinter lässt oder "komisch" vorkommt. Genau das gleiche bringe ich ihnen auch entgegen.
Ich habe ein drei jähriges Mädchen in der Gruppe, sie verabschiedet in der Früh ihre Mama immer mit einem Kuss und einer Umarmung, danach noch ein "Tschüss bis später". Die Kleine geht dann gleich zu ihrem besten Freund oder sucht sich was zum Spielen. Klappt eigentlich wunderbar WENN die Mutter nicht nochmal irgendwas zu dem Mädchen rufen würde oder nochmal zu ihr laufen würde um ihr die Haarspange zurecht zu rücken, am Kleid zu zupfen... nämlich genau dann fängt das Mädchen an zu weinen und will die Mama nicht gehen lassen und klammert dann 10-15 Minuten. Die Mama tröstet dann natürlich und überredet sie dazu da zubleiben. Während dessen fangen 2 Kinder aus Solidarität auch an zu weinen. Das erschwert allen Gruppenmitgliedern den Start in den Tag. Da finde ich es absolut angebracht der Mama zu sagen dass sie bitte gleich gehen soll wenn sie sich von der Tochter verabschiedet hat.

Naja was ich eigentlich damit sagen will ist dass es auch mal nicht schaden einen anderen Blickwinkel zu bekommen.


Ja und zwar ab dem Moment, wo ich schon hundertmal gesagt habe, dass das für uns alles so richtig ist. Ich würde niemals jemandem ungefragt nahelegen, er solle seine Erziehung überdenken, weil finde, dass mir das einfach nicht zusteht und schon gar nicht, wenn ich meinen Gegenüber und dessen Leben nicht kenne (Es sei denn, das Kind wird geschlagen oder auch psychisch geschädigt). Und ich sehe auch hier tatsächlich keinen Grund für. Ich mag das nicht, wenn Eltern davon ausgehen, ihre Handlungsweisen und Denke sind die einzig richtigen Vorgehensweisen und das dann den anderen auch so verkaufen.

Ich kann immer nicht verstehen, wie man nicht einsehen und auch akzeptieren kann, dass jedes Kind und jeder Mensch anders ist und die eigene Wahrheit nicht immer auch für andere gelten muss.
Pinguinchen
3971 Beiträge
18.12.2017 13:52
Ich war auch Angstpatinetin in Verbindung mit Zwangsgedanken. Eine frühe und gute Therapie hat mir geholfen. Ich habr seit Jahren keine Panikattake mehr und kann Ängste und Sorgen heute einfach ertragen. Ich habe Strategien für mich entwickelt, nicht mehr in diese Zwangsgedanken zu rutschen. Ich hatte ständig Angst um das Leben meiner Tochter und habe im Geiste schon die Beerdigung geplant, weil das so krass war.
Merke ich heute, dass ich da wieder reinrutsche, plane ich stattdessen ihren nächsten Geburtstag, das ist um einiges erfreulicher.
Ich musste lernen loszulassen, anderen zu vertrauen und auch meinem Kind zu vertrauen.

Das Thema Schulweg wird es hier nicht geben, wir wohnen direkt am Schultor.
Titania
3402 Beiträge
26.01.2018 13:25
Die Diskussion ist zwar schon etwas her, aber der Link ist ja recht passend zu der damaligen Diskussion gewesen https://www.focus.de/familie/schule/elterntaxis-ki nder-sollten-alleine-zur-schule-kommen-sagen-psych ologen_id_8357415.html
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