Mütter- und Schwangerenforum

Umgangsrecht

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Fjörgyn
2044 Beiträge
18.12.2017 15:40
Ansonsten finde ich schon, dass du das alles etwas zu emotional siehst. Irgendjemand hat es schon geschrieben und ich kann dem nur beipflichten, mach dich frei von diesem Hickhack und sei dir gewiss, die Quittung für deinen Ex wird irgendwann kommen. Unser Sohn sagt jetzt schon zum Papa, dass er es blöd findet, dass er immer nur Sachen sagt und sie dann nie macht (Schwimmen gehen, Weihnachtsmarkt, etc.), da hat der werte Herr Vater aber ganz schön geschluckt.
Du kannst nicht auf deinen Ex einwirken, wenn er sich oh ehin nur immer quer stellt. Das wird auf Dauer zur Belastung für dich und dann irgendwann auch für‘s Kind. Wie gesagt, irgendwann wird die Quittung dafür kommen.
Fjörgyn
2044 Beiträge
18.12.2017 17:08
Zitat von vegetable:

Zitat von Fjörgyn:

Zitat von vegetable:

Zitat von Fjörgyn:

Wir haben hier ein ähnliches „Problem“. Das Kind wird ständig vor dem Fernseher geparkt, er hat mittlerweile sogar einen eigenen Fernseher, damit Papa auch in Ruhe glotzen kann. Dabei hat er sich immer darüber ausgelassen, dass andere Leute ihr Kind vor dem TV parken oder es mit Tablets spielen lassen. Ich finde das alles andere als toll, denn ich denke, wenn man sein Kind ohnehin nur einmal die Woche sieht, dann kann man doch auch etwas unternehmen, aber das ich leider nicht mein Bier und solange unser Sohn sich nicht beschwert und noch immer zu Papa möchte, werde ich auch nichts dazu sagen. Mal davon abgesehen, dass ich hier und da ein paar kleine Spitzen anfeuere.
Auch hier ist es so, dass unser Sohn vollkommen überdreht nach Hause kommt, das ertrage ich dann einfach für die kurze Zeit. Nei uns ist es so, dass eigentlich kaum der Fernseher läuft. Unter der Woche ohnehin nicht, es sei denn, die Kinder fragen ob sie einen Film sehen dürfen, allerdings wäge ich da genau ab, wie sie drauf sind und ob der Medienkonsum nicht schon ein unschönes Maß angenommen hat. Am Wochenende dürfen die zwei Vormittags schon gucken, das hat aber in erster Linie etwas mit den Nachbarn zu tun, denn unser Sohn ist ziemlich lebedig und turnt gerne rum, mich stört‘s nicht, aber ich kann nachvollziehen, dass den Nachbarn unter uns ein laufendes Kind um 6:15 Uhr am Sonntag ganz schön auf den Sender geht. Lange Rede, kurzer Sinn - das mit dem Fernseher würde mich auch nerven und auch mir blutet da das Mutterherz, aber wenn es für euer Kind ok ist, finde ich es absolut grausam, wenn du deswegen den Umgang einschränken würdest. Geht gar nicht, meiner Meinung nach !
Das Thema Hausaufgaben würde ich ganz elegant lösen, wenn euer Sohn beim Papa ist, rufst du einfach an und besprichst mit eurem Sohn die Hausaufgaben am Telefon und danach direkt mit dem Papa. Dann hat dein Ex keine Ausreden mehr, warum sie nicht gemacht wurden. Dabei bist du ganz lieb, freundlich und zuckersüß und lässt am besten so nette Dinge fallen wie: „Ruf mich bite an, wenn du noch Fragen hast! Muss ja nicht sein, dass der kleine Probleme bekommt, nur weil die HA nicht gemacht sind. Darüber können wir ja sprechen.“
Ist zwar blöd, weil man dann hinterher telefonieren muss, aber das ist besser als sich ständig aufzuregen.

EDIT: Tablet und Konsolen gibt es hier für den Kleinen noch gar nicht. Keine Chance, aber auch das würde ich dann zu Hause echt einschränken. Damit haben Kinder meist gar kein Problem. Bei u serem Sohn ist es auch so, dass er ganz genau weiß, dass er bei Papa bestimmte Dinge darf und zu Hause halt nicht, das ist kein Problem für ihn.
Das mit dem täglichen Lesen und Rechnen finde ich auch nicht so wild. Klar ist es doof, aber nicht dramatisch.


Aber ich schränke doch nur die Konsolen ein Nach denen er nur selten fragt und biete ihm stattdessen auch an, dass wir etwas gemeinsam spielen. Oder raus gehen etc.
Er ist für Museum, Bücherei, Sternwarte, Schwimmbad uvm. so zu begeistern, wozu ihn dann den Nintendo in die Hand drücken. Klar, zweiteres wäre stressfreier und ab und an, darf er ja auch, aber eben nicht täglich oder wöchentlich.

Ähm, ich meinte den Umgang zum Vater, nicht zur Konsole


Ich würde den Umgang lediglich so einschränken das er am Sonntag dann schon nachm Mittagessen heim kommt, damit man noch Hausaufgaben etc machen kann. Aber nur wegen den Konsolen habe ich gar keine rechtliche Handhabung.

Also, irgendwie scheine ich mich wohl unklar ausgedrückt zu haben.
Ich sehe es grundsätzlich als ungerechtfertigt wegen der genannten Gründe den Umgang einzuschränken und ich bin mir ganz sicher, dass du da gar keine rechtliche Handhabe hast, auch wegen der Hausaufgaben nicht. Wenn du den Umgang einschränken willst, dann müssen schon gravierendere Dinge vorliegen.
Malawi27
387 Beiträge
18.12.2017 17:10
Wollt nur mal berichten wie sowas bei uns lief und was ich daraus gelernt hab

Die kleine (8 Jahre) lebt mei Ihrer Mutter und kommt alle 2 Wochen am WE zu uns.

Sie lebt wirklich 2 unterschiedliche Leben und trennt diese auch. Sie kam teilweise hier an und war aufmüpfig und stinkig und manchmal wie wir hörten war es genauso wenn sie heim ging und sich dann wieder da die Umgebung dort gewöhnte.

Kinder nutzen diese zwei getrennten Welten auch gerne zu ihrem Vorteil. Hier wurde alles angefragt was es bei Mama nicht gab. Sei es Kaugummi kauen (lt Mama erstickungsgefahr) oder klebe tatoos auf die Haut machen.
Wirklich alles wurde ausgetestet. Und wenn die Kinder bemerken das Eltern nicht miteinander reden spielen sie den Trumpf richtig gut aus. War bei uns leider der Fall.

Wir bekamen Kindi freitags abends mit schulrucksack übergeben. Haben samstags immer die schulsachen gesichtet und Aufgaben gemacht und geübt. Leider war es in unserem Fall so das ihre Mutter mit ihr in der laufenden Woche nix gemacht hat und nur wir am Wochenende. Leider spiegelt sich das bis heute in ihren Schulnoten (4/5). Aber was will man machen wenn man nur am WE Zugriff hat und Kindesmutter nicht mit sich reden lässt.

Solange man mit dem expartner reden kann würde ich eine Anmerkung dazu machen.

Bezüglich der schulsachen wie Hausaufgaben würde ich diese dann vor umgangsbeginn fertig machen lassen sodass am WE das nicht mehr gemacht werden muss wenn da kein Verlass auf den Vater ist. Dafür wäre mich die schulische Leistung einfach zu wichtig.
Einfach mal dem Vater vorschlagen und gucken wie er reagiert.
Generell würde ich deswegen auch keine bestehende umgangsregelung anfassen.
Man kann sich so glücklich schätzen wenn man sowas hat und es bestand hat fürs Kind. Auch rechtlich ist eine Einschränkung aus diesem Grund nicht tragbar.

Generell zu dem Punkt wie der Vater das WE füllt. Das kannst du nicht beeinflussen. Hat unsere Kindsmutter versucht. Sogar auf dem rechtlichen Wege (sie wollte nicht das der Papa mit Kindi schwimmen geht, Begründung sie wisse ja nicht ob der Vater schwimmen kann).
Sie hätte keinen Erfolg und letztlich hat Kindi ihr Seepferdchen in unserer umgangszeit geschafft.
vegetable
2704 Beiträge
18.12.2017 19:18
Zitat von Malawi27:

Wollt nur mal berichten wie sowas bei uns lief und was ich daraus gelernt hab

Die kleine (8 Jahre) lebt mei Ihrer Mutter und kommt alle 2 Wochen am WE zu uns.

Sie lebt wirklich 2 unterschiedliche Leben und trennt diese auch. Sie kam teilweise hier an und war aufmüpfig und stinkig und manchmal wie wir hörten war es genauso wenn sie heim ging und sich dann wieder da die Umgebung dort gewöhnte.

Kinder nutzen diese zwei getrennten Welten auch gerne zu ihrem Vorteil. Hier wurde alles angefragt was es bei Mama nicht gab. Sei es Kaugummi kauen (lt Mama erstickungsgefahr) oder klebe tatoos auf die Haut machen.
Wirklich alles wurde ausgetestet. Und wenn die Kinder bemerken das Eltern nicht miteinander reden spielen sie den Trumpf richtig gut aus. War bei uns leider der Fall.

Wir bekamen Kindi freitags abends mit schulrucksack übergeben. Haben samstags immer die schulsachen gesichtet und Aufgaben gemacht und geübt. Leider war es in unserem Fall so das ihre Mutter mit ihr in der laufenden Woche nix gemacht hat und nur wir am Wochenende. Leider spiegelt sich das bis heute in ihren Schulnoten (4/5). Aber was will man machen wenn man nur am WE Zugriff hat und Kindesmutter nicht mit sich reden lässt.

Solange man mit dem expartner reden kann würde ich eine Anmerkung dazu machen.

Bezüglich der schulsachen wie Hausaufgaben würde ich diese dann vor umgangsbeginn fertig machen lassen sodass am WE das nicht mehr gemacht werden muss wenn da kein Verlass auf den Vater ist. Dafür wäre mich die schulische Leistung einfach zu wichtig.
Einfach mal dem Vater vorschlagen und gucken wie er reagiert.
Generell würde ich deswegen auch keine bestehende umgangsregelung anfassen.
Man kann sich so glücklich schätzen wenn man sowas hat und es bestand hat fürs Kind. Auch rechtlich ist eine Einschränkung aus diesem Grund nicht tragbar.

Generell zu dem Punkt wie der Vater das WE füllt. Das kannst du nicht beeinflussen. Hat unsere Kindsmutter versucht. Sogar auf dem rechtlichen Wege (sie wollte nicht das der Papa mit Kindi schwimmen geht, Begründung sie wisse ja nicht ob der Vater schwimmen kann).
Sie hätte keinen Erfolg und letztlich hat Kindi ihr Seepferdchen in unserer umgangszeit geschafft.


Also ich muss ja dazu sagen das ich gleichzeitig auch Umgangselternteil bin und zwar bei meinem großen, also ich weiß schon wie es ist "nur" Umgang zuhaben. Und da ist es nämlich auch so wie bei euch, ich soll mit ihm am Wochenende (alle zwei Wochen) das lernen was in den zwei Wochen daheim versäumt wurde, dementsprechend auch hier die Noten (3-5).

Das verlange ich aber vom Kleinen seinen Vater gar nicht. Sondern nur das, was tatsächlich anfällt. Und zum Thema vorher die Hausaufgaben machen, sie werden größtenteils im Hort ja gemacht, nur was er da nicht schafft, meistens nicht viel oder gar nichts, müsste er eben dort machen, sowie eben auch mal für HSU lernen. Da ich ab Januar selbst wieder arbeite, warum der Kleine nun auch im Hort ist, kann ich nicht vorm Umgang die Hausaufgaben mit ihm erledigen und auch das lernen sollte zumindest etwas am Wochenende mit übernommen werden. Sie schreiben in HSU meist über 10 Seiten, klar der Inhalt ist noch recht einfach, dennoch muss er zumindest durchgesprochen werden. Die Lehrerin sagt auch nicht wann sie was schreiben, es steht nur im Hausaufgabenheft HSU lernen, wann dann die Probe geschrieben wird kann man nur raten.

Zum Thema Umgang verkürzen, ich war wegen dem Kleinen schon bei der Erziehungsberatung, mitunter auch wegen den Problemen mit dem Kindsvater, reden ist hier nämlich nicht, Beratungsstunden mit ihm zusammen wird von der Erziehungsberatungsstelle abgelehnt, da er alles ins lächerliche zieht und keine Kritik annimmt, wenn dann reagiert er eher aggressiv, Kontaktverbot dem kleinen und mir gegenüber gab es auch schon. Das Jugendamt selbst wollte vor 4,5 Jahren auch nur begleiten Umgang, wurde jedoch gerichtlich nicht bewilligt. Also es ist nicht so das hier einfach noch Rosenkrieg ist, nein hier geht es um mehr. Auf jeden Fall war ich dieses Jahr ohne ihm wieder bei der Erziehungsberatungsstelle und die haben schon gemeint das es , zumindest hier im Landkreis (Amtsgerichtbezirk) schon üblich ist das dann Umgang wegen den fehlenden Hausaufgaben bzw Desinteresse seitens des Vaters mit dem Kind die schulischen Aufgaben zu erledigen, der Umgang gekürzt werden kann.

Jedenfalls möchte ich nicht aus heiterem Himmel hier dem Vater irgendwelche Steine in dem Weg legen, da ich selbst Jahre lang darum gekämpft habe mein Kind regelmäßig zusehen (den großen) und erlebt habe wie es sich anfühlt wenn ständig irgendwelche Anschuldigungen kommen und alles schlecht geredet wird. Nein, das ist nicht meine Absicht. Mein Anliegen ist, dass die Hausaufgaben und ggf. das Lernen (was ja nicht jedes Umgangswochenende betrifft) erledigt werden und nicht erst am Sonntag Abend gemacht wird.
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