Mütter- und Schwangerenforum

Geburt im KKH - Tausend Fragen

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Katheryna
1651 Beiträge
13.03.2018 16:06
Hallo ihr Lieben ,

auch, wenn es noch etwas hin ist, habe ich irgendwie schon zig Fragen (vielleicht nicht ganz tausend ).
Viele Fragen kommen erst jetzt beim 2. Kind auf, weil man das Ganze ja schon mal durchlebt hat und ich frage mich, was ist nötig, was nur "Geldmacherei".

Ich schildere jetzt einfach mal kurz, wie es beim Kleinen war und dann bin ich gespannt, was wirklich notwendig ist.

Der Kleine kam relativ schnell. Als wir im KKH waren, war der Muttermund schon ganz geöffnet (ich dementsprechend schon weniger geistig abwesend).
Ein Zugang wurde gelegt (ist auch ok, ich bin Diabetikerin und bevor noch irgendwas ist, sollen sie) und irgendwas gespritzt (was, hat mir keiner gesagt ).
Als der Kleine dann da war, wurde er abgenabelt und mir gleich auf die Brust gelegt (ich hoffe, dieses Mal kann die Nabelschnur auspulsieren, aber das wird sich zeigen).
Dann hatten wir etwas Ruhe, anschließend wurde ich genäht.
Die Hebamme kam dann mit den Worten, ich könne den Kreissaal erst verlassen, wenn ich auf der Toilette gewesen wäre, wenn ich das nicht könnte, müsste sie mir einen Katheter legen (beim 2. Versuch kamen dann mal ein paar Tröpfchen).
Der Kleine wurde am Morgen geboren, am Abend kam der Chefarzt, der auch bei der Geburt dabei gewesen war und meinte, ich sollte auf die Toilette gehen und dann würde er einen Ultraschall der Blase machen, um zu schauen, ob die ganz geleert werden könnte.
Anscheinend war das Ergebnis nicht ganz zufriedenstellend - am nächsten Morgen das Gleiche nochmal (juhu ), da passte dann alles.

Die Babys wurden morgens immer geholt zum Windeln wechseln, waschen, umziehen, wiegen, Fieber messen. Ich konnte nur schwer aufstehen, deswegen habe ich meinen Mann immer mitgeschickt (war im Nachhinein auch froh drum, einmal war ich dabei, das war fast wie Fließbandarbeit...).
Der Hörtest wurde auch durchgeführt, da durfte mein Mann dann nicht mit und mein Baby war eine Stunde weg...

Klingt vielleicht jetzt ziemlich negativ, vielleicht ist es auch üblich und ich habe es nur so empfunden.
Aber zu meinen Fragen...
1. Muss man wirklich gleich nach der Geburt auf die Toilette? Allerdings habe ich das jetzt schon öfter gehört, bilde ich mir ein. Aber ist dann gleich ein Katheter notwendig?
2. Ultraschall von der Blase - sinnvoll, notwendig, Geldmacherei?
3. Müssen die Babys jeden Morgen gewogen werden + Fieber messen?

Ich denke mir nur oft, dass das bei einer Geburtshaus-/Hausgeburt bestimmt nicht so abläuft und deswegen kann ja nicht alles ein "Muss" sein. Andererseits hat das KKH bestimmt auch seine Vorschriften.
Aber bei manchen Dingen bekomme ich jetzt schon etwas Panik und damit meine ich nicht die Geburt an sich .

P.S. Klar, das kann man bestimmt teilweise auch beim Geburtsplanungsgespräch klären, allerdings habe ich da ja nur die Sichtweise des Krankenhaus.
Alaska
8991 Beiträge
13.03.2018 16:15
Ich würde ja in ein anderes KH gehen, wenn möglich.
Was machen die denn für einen Quatsch?

In meinem KH wird zwar auch nicht auspulsiert, aber das wäre sicher bei Wunsch möglich.
Wir durften eine Stunde im Kreißsaal kuscheln, dann wurde ich mit Kind und Bett auf Station geschoben. Dort durfte ich gleich aufstehen und essen.
Ob ich schon auf dem Klo war oder nicht, war völlig egal (und hat denen auch erstmal egal zu sein).
Ultraschall der Blase wurde nie gemacht. Lediglich bei der morgentlichen Visite wurde ich danach gefragt, ob ich schon groß machen konnte. Konnte ich aber bei beiden Geburten nie, ich hab das nicht täglich. War völlig okay.
Katheter hätten die mir nicht legen dürfen.

Nie hat jemand mein Kind mitgenommen. Das haben immer mein Mann oder ich gemacht. Gewickelt, gebadet... beim ersten Kind war da noch immer eine liebe Schwester dabei und hat alles gezeigt.
Fieber gemessen wurde nie, gewogen nur bei der U1 und U2.

Ich weiß allerdings nicht, ob das an deiner Diabetes liegt, dass nach der Blase mehr geschaut wird.
Aber ich hab sowas noch nie gehört. Find ich völlig übertrieben, falls das nichts mit der Krankheit zu tun hat.

Zugang hatte ich auch. Find ich auch völlig okay, so kann schnell reagiert werden, sollte was sein.
brini88
6920 Beiträge
13.03.2018 16:16
Ich hatte bei allen drei eine PDA (wurde bei allen eingeleitet) und ich musste nach keiner Geburt auf Toilette um aufs Zimmer zu dürfen, es kam immer erst am nächsten morgen die Schwester und brachte mich aufs Klo.

Einen Ultraschall hab ich auch nie bekommen, die Schwestern haben mich abgetastet und zur Abschlussuntersuchung hat mich die Ärztin angesehen.

Keiner der drei wurde jeden Tag gewogen, nur nach der Geburt und zur Entlassung, Temperatur wurde schon jeden Tag gemessen (bei Kind und mir), aber immer im Zimmer, die Kinder kamen nur raus aus dem Zimmer wenn wir spazieren gegangen sind oder eine Untersuchung anstand, da ist aber immer mein Mann und/oder ich mit.
brini88
6920 Beiträge
13.03.2018 16:18
Zitat von brini88:

Ich hatte bei allen drei eine PDA (wurde bei allen eingeleitet) und ich musste nach keiner Geburt auf Toilette um aufs Zimmer zu dürfen, es kam immer erst am nächsten morgen die Schwester und brachte mich aufs Klo.

Einen Ultraschall hab ich auch nie bekommen, die Schwestern haben mich abgetastet und zur Abschlussuntersuchung hat mich die Ärztin angesehen.

Keiner der drei wurde jeden Tag gewogen, nur nach der Geburt und zur Entlassung, Temperatur wurde schon jeden Tag gemessen (bei Kind und mir), aber immer im Zimmer, die Kinder kamen nur raus aus dem Zimmer wenn wir spazieren gegangen sind oder eine Untersuchung anstand, da ist aber immer mein Mann und/oder ich mit.


Ach und gebadet oder gewaschen wurden die Kids nie im Kh von den Schwestern, das haben wir zu Hause gemacht und Windeln gewechselt wie Fläschchen machen haben auch immer wir gemacht, da kam nie eine Schwester.
Katheryna
1651 Beiträge
13.03.2018 16:23
Wegen eines anderen KKH habe ich auch schon überlegt. Leider ist das nur eins von zweien, die in Frage kommen würden und das andere wäre - jetzt mit der Betreuung vom Kleinen - noch ungünstiger wegen Fahrzeit/Ort.

Aber ihr habt mich schon mal etwas bestärkt, da auch nein zu sagen . Ich hatte schon das Gefühl, vielleicht übertreibe ich auch, weil zig Babys da morgens (allein!) bei den Schwestern zum Umziehen usw. waren.
Da waren wir ja schon "exotisch", dass wir/mein Mann da immer dabei waren. Ich denke, beim ersten Kind weiß man es leider nicht anders .

Blasenkatheter kommt für mich auch absolut nicht in Frage (bei einer spontanen Geburt, wenn alles ok ist danach).
Groß auf Toilette tu ich mich woanders auch schwer . Zuhause geht das dann schon .

Natürlich weiß man nie, wie es abläuft, aber ich bin so hin- und hergerissen. Einerseits möchte ich so schnell wie möglich nach Hause, andererseits die U2 gerne mitnehmen.
shelyra
61583 Beiträge
13.03.2018 16:26
1) nein
2) nein
3) nein

Wir wurden angehalten bei den kleinen beim windelwechseln temperatur zu messen. Da ging es aber eher darum ob die kleinen die temperatur halten können. War alles ok dann hat es auch einmal täglich gereicht.
Paloma0602
169 Beiträge
13.03.2018 16:29
Also bei uns wird auch gewartet bis man Urin lassen kann und dann darf man aufs Zimmer . Das sehe ich auch nicht als Problem .

Von einem Ultraschall weiß ich nichts , würde bei mir nicht gemacht .

Bei uns werden die Kinder nirgends mitgenommen ( außer man wünscht es so ) , ich war vor 7 Jahren bei allen Untersuchungen dabei und habe meinen Sohn auch selbst angezogen etc .
Adara
5986 Beiträge
13.03.2018 16:46
Das kommt ganz aufs KH an.

Pipi wurde hier nur nachgefragt, ob ich Probleme hätte.

Ja, Babys wurden jeden Tag gewogen und Tempi gemessen. Ebenso wann und wieviel gefüttert wurde und wann etwas in der Windel war.
Wenn man fit genug ist, darf man selbstverständlich selbst wickeln/umziehen/baden. Wenn nicht, machen es die Schwestern.

Ultraschall wird hier bei der Abschlussuntersuchung gemacht.

Zum Hörtest und der U2/U3 geht man selbst. Wenn man nicht fit genug ist, eben die Schwestern.
Seramonchen
34508 Beiträge
13.03.2018 16:48
Bei uns durfte die Nabelschnur auspulsieren und ich sollte zwar auch auf Klo, aber wurde da nicht unter Druck gesetzt. Mitgenommen wurde das Baby nie, Fieber messen zweimal am Tag um zu schauen, ob die Temperatur gehalten werden kann. Gewogen wurde auch zweimal am Tag. Ich war in einem Krankenhaus mit hebammengeführtem kreissaal
vivi20
20580 Beiträge
13.03.2018 16:54
Alsoich sollte auch bei beiden Kindern im Kreißsaal noch versuchen aufs Klo zu gehen ,aber mir wurde nicht gesagt das wenn nicht das dann irgendwas passiert ....ich hatte eher das Gefühl die wollten sehen ob mein Kreislauf das aushält !
Abgenabelt wurde meist gleich ,bei meiner Tochter hab ich es sogar selber gemacht
Niemand hat mir meine Kinder weggenommen ....bei meinem großen war ich noch zwei Nächte drin ,bei der kleinen sogar nur eine .... ich habe gewickelt usw ...es wurde nur einmal am ersten Abend Fieber gemessen ...Puls wurde zwischendrin wenn es passte erfühlt Aber das war so nebenbei das ich es nur jetzt beim drüber nachdenken mitbekommen habe
Mach doch einfach eine ambulante Geburt und lass deine Nachsorge Hebamme kommen
SarahLou
1028 Beiträge
13.03.2018 16:56
Die Sache mit dem Zugang bereitet mir jetzt auch schon Bauchschmerzen. Bei den Geburten, die ich miterleben durfte gab es das (noch?) nicht bzw. war da eine Beleghebamme anwesend. Vielleicht lag es ja daran. Ich habe z.B. keine Lust, dass mir ungefragt irgendwelches Zeug verabreicht wird, nur damit "es schneller geht" oder ähnlicher Unfug. So habe ich es schon öfter bei diesen ganzen Babysendungen im TV gesehen und meine Abneigung dagegen wurde jedes Mal stärker. Passiert das im echten Leben tatsächlich so? Falls ja, dann freue ich mich jetzt schon ganz besonders auf mein Geburtsplanungsgespräch.
shelyra
61583 Beiträge
13.03.2018 17:17
Zitat von SarahLou:

Die Sache mit dem Zugang bereitet mir jetzt auch schon Bauchschmerzen. Bei den Geburten, die ich miterleben durfte gab es das (noch?) nicht bzw. war da eine Beleghebamme anwesend. Vielleicht lag es ja daran. Ich habe z.B. keine Lust, dass mir ungefragt irgendwelches Zeug verabreicht wird, nur damit "es schneller geht" oder ähnlicher Unfug. So habe ich es schon öfter bei diesen ganzen Babysendungen im TV gesehen und meine Abneigung dagegen wurde jedes Mal stärker. Passiert das im echten Leben tatsächlich so? Falls ja, dann freue ich mich jetzt schon ganz besonders auf mein Geburtsplanungsgespräch.
bei uns wird immer ein zugang gelegt. Damit man nicht im notfall einen legen muss wenn es schnell gehen muss.

Sie sagen einem wenn und was gesprizt wird. Und man kann dann seine zustimmung geben. Verweigert man diese ist das auch ok.
Es wird nicht über deinen kopf hinweg entschieden. Da wird bei uns stark drauf geachtet.

Aber mach am besten in eurem kh eine kreisssaalführung und sprech das prozedere dort an. Jedes kh handhabt das etwas anders
Hummel07
10208 Beiträge
13.03.2018 17:24
Also aufs Klo sollte ich im Kreißsaal auch noch gehen. Von Katheter oder Ultraschall war keine Rede.

Ich war eigentlich auch immer dabei bzw hab selbst gewickelt und den Kleinen angezogen etc. Weiß gar nicht mehr, wie oft die Temperatur gemessen haben. Zum Hörtest z.b. kamen die sogar aufs Zimmer.
Glücksstein
3006 Beiträge
13.03.2018 17:24
Ich hab zwar nur Ks gehabt aber meine bettnachbarin hatte da auch Stress mit der Schwester und der Ärztin. Sie musste dann zum US da sollte sie ein großes Glas 0.5L austrinken und in den nächsten 30min auf Toilette gewesen sein sonst hätten sie ein katheter gelegt.
Man kann es wirklich übertreiben
Bei mir war der katheter ja sowie so wegen Ks gelegt und kam 24h später raus und danach haben die Schwestern auch nur Stress gemacht.
Beim 1. Kind hatten die 1-2 tage die Schwestern das Windeln gemacht danach könnt ich es selbst. Beim 2. Hat es von Anfang an mein Mann gemacht.
Mitgenommen wurden sie nur zum hörtest bei der U2 hab ich mich versucht 1,5h auf keinen zu halten eh wir da endlich mal dran waren.
Würde die Dinge ansprechen die dich stören wie mit dem Windeln wenn du das selbst kannst das du dein Baby nicht abgeben willst ans Schwesternzimmer.
Katheryna
1651 Beiträge
13.03.2018 18:49
Schon schade, dass es nicht überall gleich positiv ablaufen kann!

Glücksstein , das mit dem Trinken ist echt heftig .

Ambulante Geburt , darüber denke ich auch immer mehr nach. Allerdings hätte ich beim Kleinen keine Stunde Autofahrt geschafft, geschweige denn, es bis zum Auto. Da ging es erst nach zwei Tagen besser.
Ich muss auch nochmal mit meiner Diabetologin reden, inwiefern das machbar wäre. Beim Kleinen wurde der BZ noch ein paar Mal kontrolliert, allerdings weiß ich jetzt den Zeitraum nicht mehr .

Aber ihr habt mich auf jeden Fall bekräftigt meine Meinung zu sagen , bzw. was für mich gar nicht geht und das sind 1. der Katheter (außer natürlich KS oder extreme Probleme beim Toilettengang, wie auch immer) und 2. dieser US. Ich bin privat versichert, deswegen bin ich mir immer so unschlüssig, wann sie nur ihr Geld haben wollen .
Und in Bezug auf mein Baby - das kommt sicherlich nicht wieder weg und sei es "nur" für eine Stunde.
Ich weiß noch, dass das zur Frühstückszeit war und die Schwester meinte dann ganz verwundert, warum ich die Zeit nicht zum Frühstücken genutzt hätte... ja - warum wohl .
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