Mütter- und Schwangerenforum

Geld ausgeben oder sparen?

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Seramonchen
31783 Beiträge
04.12.2017 22:37
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Alaska, das ist aber eben auch nur eine Seite der Medaille. Es kann auch wie folgt laufen:

Ein Paar hat ein gutes Einkommen, das begehrte Objekt kostet zusammen 400.000,- Sie bringen 150.000,- EK auf, haben außerdem noch Rücklagen von etwa 30.000,- Ergo fast die Hälfte des Hauses ist eigentlich bezahlt. Finanziert werden 220.000,- Das Einkommen beider beträgt vll. 5000,- netto. Im Grunde optimale Ausgangsvoraussetzungen.

Jetzt tritt folgendes Szenario ein: Sie haben fixe Kosten für ihr Leben drumherum von 2500,- und zahlen an den Kredit monatlich 1500,- zurück. 3 Jahre nach Einzug kommt Kind 1, zwei weitere Jahre später Kind 2 und vielleicht auch noch Kind 3. Die Frau der Familie reduziert ihre Stunden, weil sie einfach mehr für die Familie da sein möchte oder bleibt ganz zu Hause, außerdem kostet Kinderbetreuung für 3 Kinder ganztags so viel, dass es sich kaum lohnt, VZ zu arbeiten. Das Gesamtfamilieneinkommen reduziert sich also auf 4200,- Bis hierher noch immer kein Problem, aber inzwischen schon ziemlich am Limit. Man könnte mit der Bank reden und die Raten runternehmen, man zahlt keine 1500,- mehr sondern nur noch 1000,- Frau ist ein paar Jahre zu Hause und damit auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr so gefragt, 3 Kinder, die krank werden könnten, sind auch nicht so attraktiv. Jetzt verunglückt der Mann oder er bekommt Krebs (beides war bei uns der Fall, nacheinander, und auch die Stundenreduzierung bei mir vorher, nicht abwegig also) Die Familie war bereits ziemlich am Limit, hat die Rate schon reduziert. Nochmal geht nicht. Der Mann erhält plötzlich Krankengeld, nur 64% seines vorherigen Gehalts. Das Einkommen schmälert sich nochmal um 1000,-? Wir sind jetzt bei Ausgaben von 3000,- und Einnahmen von 3200,- OHNE das Unvorhergesehenes passiert. Nach 15 Jahren kann eine Heizungsanlage schonmal muckeln. Man muss also auf die Rücklagen zurückgreifen, denn zum Sparen kommt man schon lang nicht mehr. Dann schafft es das Auto vll. nicht durch den TÜV, noch eine Rate will man nicht, also nimmt man den Rest der Rücklagen. Damit sind sie alle.
Tja und dann bricht Frau zusammen, weil all die Last zu viel ist. Oder die Firma muss einsparen und entlässt Leute, die Frau ist dabei. Oder die Firma macht pleite... oder oder oder... das Einkommen schmälert sich nochmal, die Ausgaben sind höher. Alles Knapsen nutzt nichts und dann muss man, trotz einer geringen Restschuld, viel EK am Anfang und Rücklagen zwangsweise verkaufen.

Wohingegen Familie A, ohne EK, mit einem Einkommen von 5000,- ein kleineres Haus nimmt, nicht so am Limit plant und so viel über lässt, dass das Leben weitergehen kann, auch wenn ein Gehalt komplett wegfällt. Sie haben einfach nicht so am Limit geplant und haben noch Luft zum Einschränken. Schicksalsschläge, die das Leben eben mit sich bringt, muss man immer einplanen, für alles, was man tut. Dagegen ist niemand gefeit. Und wenn man derart auf Sicherheit bedacht ist, dann lässt man es, spart erst das komplette Geld an und kauft sich im Alter ein Haus.
Ich persönlich brauche da keins mehr. Eigentum finde ich nur mit Kindern attraktiv, weil man sich nicht einschränken muss.

Es geht IMMER so, wie auch so. Und es wird IMMER solche und solche Beispiele geben. Das Problem sind nicht EK oder Rücklagen, sondern das Leben am Limit. Und das kommt eben auf jeden selbst an. Jeder ist da anders. Den einen reizt es, die ganze Welt zu bereisen, mich z. Bsp. gar nicht. Ich wüsste nicht mal, wohin ich dauernd reisen sollte, weil ich eben auch Ansprüche an die Länder habe, in die ich reise. Das ist mein persönliches Ding, aber das muss man mit einplanen. Ich brauche keine Taschen und keine Schuhe, also keine extra, nur die, die ich halt immer und tgl. benutze.
Andere brauchen keine Bücher, was ich mir nun nicht vorstellen kann.
Usw.
Man muss halt schauen, wie man leben will und was einem wichtig ist. Bei uns war es das Haus. Extras brauche ich nicht viel, ein schönes Heim, das mir gehört, schon. Ich wollte auch nicht warten. Die Gelegenheit war da, also scheiß aufs EK. Ist ja gut gegangen. Es war aber auch alles Mögliche einkalkuliert.

LG Zaubi


Ja, kann passieren, aber rein von der Wahrscheinlichkeit her, passiert es ohne Eigenkapital halt doch häufiger. Natürlich kommt es auf das komplette Gerüst an. Aber wenn es ohne EK so easy wäre, warum machen es dann nicht mehr menschen? Und warum wird zu einem gewissen Anteil an EK geraten?
Viala
6535 Beiträge
04.12.2017 22:52
Wo das dann her kommt? Von gesparten... Dann ab Kauf eben...
Und Mal ehrlich... Wer seine Finanzierung so plant, dass kein Spiel ist und kein sparen m möglich ist... Denn hilft das vorher angesparte EK auch nicht. Denn als Eigentümer sollte man wenigstens etwas gesunden Menschenverstand in s Sachen Finanzen haben... Und dazu gehört imho auch eine Planung, die krisenfest ist.
Wenn die Finanzierung vernünftig machbar ist, findet sich übrigens auch ohne EK ein seriöser Anbieter

Unsere Finanzierung und die meines Bruders sind jedenfalls beide so geplant, dass sie Raum zum Atmen Lassen und nicht bei Problemen gleich einknicken. Wir stehen imho damit sicherer als g andere die vielleicht viel vorher gespart, sich aber an den Raten dann übernommen haben
StilleWasser
4215 Beiträge
04.12.2017 22:56
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Viala:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Viala:

...


Ich schrieb ja, es gibt sicher auch Ausnahmen und soweit ich das verstanden habe, habt ihr auch zu dritt den Kredit? Da ist es ja auch noch mal was anderes, falls jemand seinen Job verliert oder wegen Krankheit das Einkommen wegfällt.
schon... Allerdings ist es so gerechnet, im worst Case von einem gestemmt werden zu können... Meine Mutter war da halt auch schon 50 und mein Mann nur Geselle...
Mein Bruder war bei seinem Hauskauf ein Jahr später auch erst 23 und meine Schwägerin in Elternzeit... Ohne feste Arbeitsstelle als Rückkehr... Ohne dritte Person... Ebenso wie bei uns war keine Chance vorher Eigenkapital aufzubauen... Er war ja auch erst mit der Ausbildung durch... Aber das Gehalt steigt, seine Frau arbeitet auch... Und rückblickend kann ich sagen: Gas haben sie das gemacht! Ursprünglich war da auch kein drittes Kind vorgesehen... Sie hätten mindestens 2x umziehen müssen... Und hätten es nun erheblich schwerer....

Auch ein Einzelfall, klar.... Aber ich finde den Gedanken einfach verkehrt, auf einen Kauf zu verzichten, obwohl es passt, nur weil man vorher nicht sparen konnte.
Vor allem ginge das heute nicht mehr... 2009 war absehbar, dass die Immobilienpreise hoch gehen werden, die Zinsen waren aber schon gut... Hätten wir erst gespart... Keine Ahnung wann ein Haus drin gewesen wäre... Vor allem weil sparen gerade gar nicht lohnt...

Das Hauptargument ist doch, ob es möglich ist, dauerhaft irgendwo wohnen bleiben zu können. Hauskauf ist eine Sache, aber wenn der Job dann x Umzüge erfordert, dann geht es halt einfach nicht...


Nie im Leben würd ich mir so nen Job suchen oder nen Mann der so einen hat.

Ich mein, manchen Leuten mag das vielleicht nichts ausmachen, aber das is ne persönliche Horrorvorstellung für mich.*bbrr*
Anonym 1961266
0 Beiträge
04.12.2017 23:09
Zum EK wird geraten, weil die letzten Euros zinsmäßig immer die teuersten sind .
10%EK kann qausi 20% Zinsen sparen.

Bei uns bleibt derzeit zum "richtigen" Sparen nichts über.
Ich bin noch in Elternzeit, nur mein Freund arbeitet.
Außerdem zahlen wir noch 2 Kredite ab.

Sobald ich wieder arbeite, müssen wir monatlich zumindest nen Hunni beiseite legen.
Unsere Rentenversicherungen besparen wir aber bereits seit wir 20 sind fleißig. Als Geringverdiener laufen die zwar beide nur auf 30€ im Monat, aber wenig ist besser als nichts.

Ab nächsten Jahr wird alles besser .
Marf
17196 Beiträge
05.12.2017 06:55
Zaubi,da haste Recht.Wenn man zuviel möchte,das zu schnell und alles sofort kann es eher schief gehen.
Und das Leben ist nur in einem gewissen Mass planbar.Das vergessen viele.
Schnecke510
2947 Beiträge
05.12.2017 08:12
Zitat von Metalgoth:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von Schnecke510:

...

Aber man kennt doch seinen Job. Ich würde niemals etwas arbeiten, das viele Umzüge erforderlt, dafür bin ich viel zu familiengebunden.

Naja, wenn man wirklich viel verdienen will, dann bleibt das nicht aus. Wie gesagt, mein Mann arbeitet jenseits des großen Teichs...davor war er an mind. 5 anderen Orten, wovon das nächste Frankfurt a.M. war, das Fernste Seoul. Deswegen auf ein Familienleben verzichten? Nö...

Für mich würde genau das den Verzicht auf ein Familienleben bedeuten, denn dazu gehören nicht nur meine Kinder, sondern auch meine Mutter, mein Bruder + Familie, meine Tante mit Cousine und Cousins...
Das alles ist Familie. Dann verdiene ich lieber ein bisschen weniger. Ich will nicht reich werden. Ich will glücklich sein.

Wir sind auch nicht richtig reich. Es kommt halt auf den Beruf an. Wenn ich in meinem Leben eins gelernt habe, dann ist es: Man kann nicht alles haben. Und das ist (leider) wahr. Man hat immer Entbehrungen. Wäre mein Mann z.B. im Einzelhandel tätig...wie würden wir den Kindern ein "normales" Leben ermöglichen, wie es die meisten Kinder heutzutage haben? Dann würden wir womöglich vom Kindergeld leben, auch nicht gut. Ja, es ist nicht ideal. Aber wie gesagt, man kann eben nicht alles haben.
Schnecke510
2947 Beiträge
05.12.2017 08:15
Zitat von StilleWasser:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Viala:

Zitat von Seramonchen:

...
schon... Allerdings ist es so gerechnet, im worst Case von einem gestemmt werden zu können... Meine Mutter war da halt auch schon 50 und mein Mann nur Geselle...
Mein Bruder war bei seinem Hauskauf ein Jahr später auch erst 23 und meine Schwägerin in Elternzeit... Ohne feste Arbeitsstelle als Rückkehr... Ohne dritte Person... Ebenso wie bei uns war keine Chance vorher Eigenkapital aufzubauen... Er war ja auch erst mit der Ausbildung durch... Aber das Gehalt steigt, seine Frau arbeitet auch... Und rückblickend kann ich sagen: Gas haben sie das gemacht! Ursprünglich war da auch kein drittes Kind vorgesehen... Sie hätten mindestens 2x umziehen müssen... Und hätten es nun erheblich schwerer....

Auch ein Einzelfall, klar.... Aber ich finde den Gedanken einfach verkehrt, auf einen Kauf zu verzichten, obwohl es passt, nur weil man vorher nicht sparen konnte.
Vor allem ginge das heute nicht mehr... 2009 war absehbar, dass die Immobilienpreise hoch gehen werden, die Zinsen waren aber schon gut... Hätten wir erst gespart... Keine Ahnung wann ein Haus drin gewesen wäre... Vor allem weil sparen gerade gar nicht lohnt...

Das Hauptargument ist doch, ob es möglich ist, dauerhaft irgendwo wohnen bleiben zu können. Hauskauf ist eine Sache, aber wenn der Job dann x Umzüge erfordert, dann geht es halt einfach nicht...


Nie im Leben würd ich mir so nen Job suchen oder nen Mann der so einen hat.

Ich mein, manchen Leuten mag das vielleicht nichts ausmachen, aber das is ne persönliche Horrorvorstellung für mich.*bbrr*

Glaub mir es ist für jeden die Horrorvorstellung. Aber es ist halt nicht alles immer angenehm im Leben. Ich habe meinen Mann nicht wegen seinem Job geheiratet, aber wir halten zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten...
Und: Es ist kein Job wie jeder andere. Wenn du dein ganzes Leben hart gearbeitet hast, dann freust du dich erstmal, wirklich "oben" angekommen zu sein. Aber ich weiß, dein Lebensentwurf ist ein anderer. Das ist ja auch ok.
Tanzbär
7739 Beiträge
05.12.2017 08:48
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

...

Naja, wenn man wirklich viel verdienen will, dann bleibt das nicht aus. Wie gesagt, mein Mann arbeitet jenseits des großen Teichs...davor war er an mind. 5 anderen Orten, wovon das nächste Frankfurt a.M. war, das Fernste Seoul. Deswegen auf ein Familienleben verzichten? Nö...

Für mich würde genau das den Verzicht auf ein Familienleben bedeuten, denn dazu gehören nicht nur meine Kinder, sondern auch meine Mutter, mein Bruder + Familie, meine Tante mit Cousine und Cousins...
Das alles ist Familie. Dann verdiene ich lieber ein bisschen weniger. Ich will nicht reich werden. Ich will glücklich sein.

Wir sind auch nicht richtig reich. Es kommt halt auf den Beruf an. Wenn ich in meinem Leben eins gelernt habe, dann ist es: Man kann nicht alles haben. Und das ist (leider) wahr. Man hat immer Entbehrungen. Wäre mein Mann z.B. im Einzelhandel tätig...wie würden wir den Kindern ein "normales" Leben ermöglichen, wie es die meisten Kinder heutzutage haben? Dann würden wir womöglich vom Kindergeld leben, auch nicht gut. Ja, es ist nicht ideal. Aber wie gesagt, man kann eben nicht alles haben.

Aber auch das ist doch wieder eine Definitions- und Einstellungsfrage. Was heißt schon alles? Für jeden bedeutet "alles" etwas anderes.

Ich für meinen Part habe schon fast alles, was ich mir derzeit wünsche. Und der klitzekleine Rest, der zu alles fehlt, wird auch noch kommen in nächster Zeit. Von daher bin ich gücklich mit dem was ich habe.

Was bedeutet denn für dich alles?
StilleWasser
4215 Beiträge
05.12.2017 08:53
Zitat von Schnecke510:

Zitat von StilleWasser:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Viala:

...

Das Hauptargument ist doch, ob es möglich ist, dauerhaft irgendwo wohnen bleiben zu können. Hauskauf ist eine Sache, aber wenn der Job dann x Umzüge erfordert, dann geht es halt einfach nicht...


Nie im Leben würd ich mir so nen Job suchen oder nen Mann der so einen hat.

Ich mein, manchen Leuten mag das vielleicht nichts ausmachen, aber das is ne persönliche Horrorvorstellung für mich.*bbrr*

Glaub mir es ist für jeden die Horrorvorstellung. Aber es ist halt nicht alles immer angenehm im Leben. Ich habe meinen Mann nicht wegen seinem Job geheiratet, aber wir halten zusammen, in guten wie in schlechten Zeiten...
Und: Es ist kein Job wie jeder andere. Wenn du dein ganzes Leben hart gearbeitet hast, dann freust du dich erstmal, wirklich "oben" angekommen zu sein. Aber ich weiß, dein Lebensentwurf ist ein anderer. Das ist ja auch ok.


Ja, bestimmte Sachen kann ich mir aber aussuchen und muss ned mit allem leben.

Hart arbeiten tun übrigens auch Leute die niemals "oben ankommen" werden.
DieW
145 Beiträge
05.12.2017 09:43
Ich bin ein Mensch der spart und in einigen Bereichen sogar zum Geiz neigt(Strom,Wasser...).
Auf Pump würde ich mir im größten Notfall was kaufen,nie aber Dinge,die letzendlich überflüssig sind.

Woran ich wenig bis garnicht spare,sind meine Kinder.
Alle sind zusätzlich privatkrankenversichert,haben gute Unfallversicherungen und eine Lebensversicherung.
Wobei ich doch auch dort spare, z.B.kaufe ich für die Kleinen gerne auf Kleiderbörsen oder Flohmärkten (für mich aber auch).

Ich selbst hatte nie den Wunsch nach einem Eigenheim (nun hab ich/haben wir mein Elternhaus zur Hochzeit bekommen)und es ist einfach eine andere Verantwortung,als eine Mietwohnung.Aufgrund von Sanierung und Renovierung haben wir einen Kredit aufgenommen und zahlen einen Minimalbetrag an die Bank.Aber dadurch,dass ich Rücklagen brauche für den Fall eines Falles (neue Heizung,neue Fenster)zahlen(sparen) wir genauso viel, als wenn wir eine Mietwohnung hätten.

Ich könnte keine Sekunde ruhig schlafen, wenn ich wüsste,dass eventuelle Schäden ohne erneuten Kredit nicht zu zahlen wären.

Allerdings bewundere ich Leute,die weniger sorglos sein können und sich dadurch sicher leichter leben.

Zum Thema Arbeit nicht vor Ort.Es ist toll,wenn man eine Arbeit hat,die im Ort ist oder in der Nähe.Es gibt aber so viele Berufe,die man eben nicht so ausführen kann.Und dann überlegt man sich eben,ob man den Beruf ausübt,den man liebt oder einen Job annimmt,nur damit man bei der Familie sein kann.
Ich würde eher auf meinen Mann "verzichten"damit er glücklich mit seiner Arbeit ist,als einen frustrierten Mann,der einer Arbeit nachgeht, nur damit er am Abend Daheim ist.

Mein Ex-Mann war selbstständiger Messebauer und meist 10 Monate unterwegs (nicht am Stück,aber auf Jahr gerechnet).Das war sein Ding.In einer hiesigen Tischlerei wäre er damals eingegangen).
Metalgoth
13289 Beiträge
05.12.2017 10:29
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

...

Naja, wenn man wirklich viel verdienen will, dann bleibt das nicht aus. Wie gesagt, mein Mann arbeitet jenseits des großen Teichs...davor war er an mind. 5 anderen Orten, wovon das nächste Frankfurt a.M. war, das Fernste Seoul. Deswegen auf ein Familienleben verzichten? Nö...

Für mich würde genau das den Verzicht auf ein Familienleben bedeuten, denn dazu gehören nicht nur meine Kinder, sondern auch meine Mutter, mein Bruder + Familie, meine Tante mit Cousine und Cousins...
Das alles ist Familie. Dann verdiene ich lieber ein bisschen weniger. Ich will nicht reich werden. Ich will glücklich sein.

Wir sind auch nicht richtig reich. Es kommt halt auf den Beruf an. Wenn ich in meinem Leben eins gelernt habe, dann ist es: Man kann nicht alles haben. Und das ist (leider) wahr. Man hat immer Entbehrungen. Wäre mein Mann z.B. im Einzelhandel tätig...wie würden wir den Kindern ein "normales" Leben ermöglichen, wie es die meisten Kinder heutzutage haben? Dann würden wir womöglich vom Kindergeld leben, auch nicht gut. Ja, es ist nicht ideal. Aber wie gesagt, man kann eben nicht alles haben.


Da muss man ganz klar Prioritäten setzen.
Ich hatte eine wunderbare, liebevolle, unbeschreiblich tolle Kindheit und bin meinen Eltern unfassbar dankbar dafür.
Mit wenig Geld, wir lebten immer am Existenzminimum.
Ich hatte ein ganz normales Leben, wie die anderen Kinder "heutzutage" auch. "Heutzutage" ist so eine Sache...
Es mag für die Eltern einfacher sein, wenn mehr Geld da ist. Den Kindern geht das am Arsch vorbei.

Ich habe Freundschaften aufgebaut, dir mir lieb und teuer sind und ich bin sehr dankbar, bis zu meinem Auszug im Gleichen Stadtteil gewohnt zu haben.

Familie sollte immer Priorität haben.
Eure Kinder haben diese Sicherheit in Form eurer "Perle", wie du sie nennst (finde ich einen schrecklichen Ausdruck ), das ist bestimmt auch wertvoll.
Ich bin froh, das in der Familie zu haben.

Ich bin auch froh, dass meine Eltern mir die richtigen Werte vermittelt haben.

Mein Expartner ist das absolute Gegenteil. Ich bin froh, nicht in dieser Familie aufgewachsen zu sein.
Seine beiden älteren Geschwister sind anders, die wurden größtenteils von der Oma groß gezogen.
Aber ich bin sehr froh, nicht in einer konsumgesteuerten Familie groß geworden zu sein. Man spürt den Unterschied. Rein gefühlsmäßig.
Warum habe ich so viel Besuch? Auch jetzt, wo ich mit meiner Mutter zusammen wohne?
Hier ist jeder gerne! Jeder fühlt sich wohl und geborgen und schätzt dem Umgang unter einander.
Die Spontanität, Nichte und Neffe, die kurzfristig hier schlafen...
Das ist für mich Leben
Metalgoth
13289 Beiträge
05.12.2017 10:47
Zitat von DieW:

Ich bin ein Mensch der spart und in einigen Bereichen sogar zum Geiz neigt(Strom,Wasser...).
Auf Pump würde ich mir im größten Notfall was kaufen,nie aber Dinge,die letzendlich überflüssig sind.

Woran ich wenig bis garnicht spare,sind meine Kinder.
Alle sind zusätzlich privatkrankenversichert,haben gute Unfallversicherungen und eine Lebensversicherung.
Wobei ich doch auch dort spare, z.B.kaufe ich für die Kleinen gerne auf Kleiderbörsen oder Flohmärkten (für mich aber auch).

Ich selbst hatte nie den Wunsch nach einem Eigenheim (nun hab ich/haben wir mein Elternhaus zur Hochzeit bekommen)und es ist einfach eine andere Verantwortung,als eine Mietwohnung.Aufgrund von Sanierung und Renovierung haben wir einen Kredit aufgenommen und zahlen einen Minimalbetrag an die Bank.Aber dadurch,dass ich Rücklagen brauche für den Fall eines Falles (neue Heizung,neue Fenster)zahlen(sparen) wir genauso viel, als wenn wir eine Mietwohnung hätten.

Ich könnte keine Sekunde ruhig schlafen, wenn ich wüsste,dass eventuelle Schäden ohne erneuten Kredit nicht zu zahlen wären.

Allerdings bewundere ich Leute,die weniger sorglos sein können und sich dadurch sicher leichter leben.

Zum Thema Arbeit nicht vor Ort.Es ist toll,wenn man eine Arbeit hat,die im Ort ist oder in der Nähe.Es gibt aber so viele Berufe,die man eben nicht so ausführen kann.Und dann überlegt man sich eben,ob man den Beruf ausübt,den man liebt oder einen Job annimmt,nur damit man bei der Familie sein kann.
Ich würde eher auf meinen Mann "verzichten"damit er glücklich mit seiner Arbeit ist,als einen frustrierten Mann,der einer Arbeit nachgeht, nur damit er am Abend Daheim ist.

Mein Ex-Mann war selbstständiger Messebauer und meist 10 Monate unterwegs (nicht am Stück,aber auf Jahr gerechnet).Das war sein Ding.In einer hiesigen Tischlerei wäre er damals eingegangen).


Ohne Frage. Würde mich in Maßen nicht stören, im Gegenteil. Ich brauche viel Zeit für mich.
Aber es ging ja auch um Hauskauf. Viele ziehen dann komplett um, inklusive der restlichen Familie, wenn der Ort wechselt
Tanzbär
7739 Beiträge
05.12.2017 11:11
Zitat von Metalgoth:

Zitat von DieW:

Ich bin ein Mensch der spart und in einigen Bereichen sogar zum Geiz neigt(Strom,Wasser...).
Auf Pump würde ich mir im größten Notfall was kaufen,nie aber Dinge,die letzendlich überflüssig sind.

Woran ich wenig bis garnicht spare,sind meine Kinder.
Alle sind zusätzlich privatkrankenversichert,haben gute Unfallversicherungen und eine Lebensversicherung.
Wobei ich doch auch dort spare, z.B.kaufe ich für die Kleinen gerne auf Kleiderbörsen oder Flohmärkten (für mich aber auch).

Ich selbst hatte nie den Wunsch nach einem Eigenheim (nun hab ich/haben wir mein Elternhaus zur Hochzeit bekommen)und es ist einfach eine andere Verantwortung,als eine Mietwohnung.Aufgrund von Sanierung und Renovierung haben wir einen Kredit aufgenommen und zahlen einen Minimalbetrag an die Bank.Aber dadurch,dass ich Rücklagen brauche für den Fall eines Falles (neue Heizung,neue Fenster)zahlen(sparen) wir genauso viel, als wenn wir eine Mietwohnung hätten.

Ich könnte keine Sekunde ruhig schlafen, wenn ich wüsste,dass eventuelle Schäden ohne erneuten Kredit nicht zu zahlen wären.

Allerdings bewundere ich Leute,die weniger sorglos sein können und sich dadurch sicher leichter leben.

Zum Thema Arbeit nicht vor Ort.Es ist toll,wenn man eine Arbeit hat,die im Ort ist oder in der Nähe.Es gibt aber so viele Berufe,die man eben nicht so ausführen kann.Und dann überlegt man sich eben,ob man den Beruf ausübt,den man liebt oder einen Job annimmt,nur damit man bei der Familie sein kann.
Ich würde eher auf meinen Mann "verzichten"damit er glücklich mit seiner Arbeit ist,als einen frustrierten Mann,der einer Arbeit nachgeht, nur damit er am Abend Daheim ist.

Mein Ex-Mann war selbstständiger Messebauer und meist 10 Monate unterwegs (nicht am Stück,aber auf Jahr gerechnet).Das war sein Ding.In einer hiesigen Tischlerei wäre er damals eingegangen).


Ohne Frage. Würde mich in Maßen nicht stören, im Gegenteil. Ich brauche viel Zeit für mich.
Aber es ging ja auch um Hauskauf. Viele ziehen dann komplett um, inklusive der restlichen Familie, wenn der Ort wechselt

Aer auch durch einen Hauskauf bindet man sich doch nicht automatisch an den Ort. Man kann das Haus ja dann vermieten oder im größten Notfall wieder verkaufen.
Schnecke510
2947 Beiträge
05.12.2017 11:12
Zitat von Metalgoth:

Zitat von DieW:

Ich bin ein Mensch der spart und in einigen Bereichen sogar zum Geiz neigt(Strom,Wasser...).
Auf Pump würde ich mir im größten Notfall was kaufen,nie aber Dinge,die letzendlich überflüssig sind.

Woran ich wenig bis garnicht spare,sind meine Kinder.
Alle sind zusätzlich privatkrankenversichert,haben gute Unfallversicherungen und eine Lebensversicherung.
Wobei ich doch auch dort spare, z.B.kaufe ich für die Kleinen gerne auf Kleiderbörsen oder Flohmärkten (für mich aber auch).

Ich selbst hatte nie den Wunsch nach einem Eigenheim (nun hab ich/haben wir mein Elternhaus zur Hochzeit bekommen)und es ist einfach eine andere Verantwortung,als eine Mietwohnung.Aufgrund von Sanierung und Renovierung haben wir einen Kredit aufgenommen und zahlen einen Minimalbetrag an die Bank.Aber dadurch,dass ich Rücklagen brauche für den Fall eines Falles (neue Heizung,neue Fenster)zahlen(sparen) wir genauso viel, als wenn wir eine Mietwohnung hätten.

Ich könnte keine Sekunde ruhig schlafen, wenn ich wüsste,dass eventuelle Schäden ohne erneuten Kredit nicht zu zahlen wären.

Allerdings bewundere ich Leute,die weniger sorglos sein können und sich dadurch sicher leichter leben.

Zum Thema Arbeit nicht vor Ort.Es ist toll,wenn man eine Arbeit hat,die im Ort ist oder in der Nähe.Es gibt aber so viele Berufe,die man eben nicht so ausführen kann.Und dann überlegt man sich eben,ob man den Beruf ausübt,den man liebt oder einen Job annimmt,nur damit man bei der Familie sein kann.
Ich würde eher auf meinen Mann "verzichten"damit er glücklich mit seiner Arbeit ist,als einen frustrierten Mann,der einer Arbeit nachgeht, nur damit er am Abend Daheim ist.

Mein Ex-Mann war selbstständiger Messebauer und meist 10 Monate unterwegs (nicht am Stück,aber auf Jahr gerechnet).Das war sein Ding.In einer hiesigen Tischlerei wäre er damals eingegangen).


Ohne Frage. Würde mich in Maßen nicht stören, im Gegenteil. Ich brauche viel Zeit für mich.
Aber es ging ja auch um Hauskauf. Viele ziehen dann komplett um, inklusive der restlichen Familie, wenn der Ort wechselt

Und dann muss die Frau zurückstecken. Ich bin auch berufstätig und hatte damals noch Perspektiven. Und deswegen kam es für mich nicht in Frage wezugehen. Heute ist es was anderes...ich kann mir durchaus vorstellen, dorthin zu gehen, wenn die Kinder erwachsen sind...aber natürlich nur zeitweise, nie komplett.
Metalgoth
13289 Beiträge
05.12.2017 11:29
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von DieW:

Ich bin ein Mensch der spart und in einigen Bereichen sogar zum Geiz neigt(Strom,Wasser...).
Auf Pump würde ich mir im größten Notfall was kaufen,nie aber Dinge,die letzendlich überflüssig sind.

Woran ich wenig bis garnicht spare,sind meine Kinder.
Alle sind zusätzlich privatkrankenversichert,haben gute Unfallversicherungen und eine Lebensversicherung.
Wobei ich doch auch dort spare, z.B.kaufe ich für die Kleinen gerne auf Kleiderbörsen oder Flohmärkten (für mich aber auch).

Ich selbst hatte nie den Wunsch nach einem Eigenheim (nun hab ich/haben wir mein Elternhaus zur Hochzeit bekommen)und es ist einfach eine andere Verantwortung,als eine Mietwohnung.Aufgrund von Sanierung und Renovierung haben wir einen Kredit aufgenommen und zahlen einen Minimalbetrag an die Bank.Aber dadurch,dass ich Rücklagen brauche für den Fall eines Falles (neue Heizung,neue Fenster)zahlen(sparen) wir genauso viel, als wenn wir eine Mietwohnung hätten.

Ich könnte keine Sekunde ruhig schlafen, wenn ich wüsste,dass eventuelle Schäden ohne erneuten Kredit nicht zu zahlen wären.

Allerdings bewundere ich Leute,die weniger sorglos sein können und sich dadurch sicher leichter leben.

Zum Thema Arbeit nicht vor Ort.Es ist toll,wenn man eine Arbeit hat,die im Ort ist oder in der Nähe.Es gibt aber so viele Berufe,die man eben nicht so ausführen kann.Und dann überlegt man sich eben,ob man den Beruf ausübt,den man liebt oder einen Job annimmt,nur damit man bei der Familie sein kann.
Ich würde eher auf meinen Mann "verzichten"damit er glücklich mit seiner Arbeit ist,als einen frustrierten Mann,der einer Arbeit nachgeht, nur damit er am Abend Daheim ist.

Mein Ex-Mann war selbstständiger Messebauer und meist 10 Monate unterwegs (nicht am Stück,aber auf Jahr gerechnet).Das war sein Ding.In einer hiesigen Tischlerei wäre er damals eingegangen).


Ohne Frage. Würde mich in Maßen nicht stören, im Gegenteil. Ich brauche viel Zeit für mich.
Aber es ging ja auch um Hauskauf. Viele ziehen dann komplett um, inklusive der restlichen Familie, wenn der Ort wechselt

Und dann muss die Frau zurückstecken. Ich bin auch berufstätig und hatte damals noch Perspektiven. Und deswegen kam es für mich nicht in Frage wezugehen. Heute ist es was anderes...ich kann mir durchaus vorstellen, dorthin zu gehen, wenn die Kinder erwachsen sind...aber natürlich nur zeitweise, nie komplett.


Und wie oft siehst du dann deine Kinder? Ganz ehrlich, das käme für mich nicht in Frage.
Ich habe auch Perspektiven, ganz tolle sogar. 40km entfernt; sobald die Kinder alt genug sind, werde ich sehr sicher dort arbeiten und entsprechend pendeln, das dauert aber noch ein bisschen. Sie warten auf mich, ich habe eine feste Zusage egal, wann das sein wird. Weil ich gut genug bin in meinem Beruf - sogar ganz ohne Studium und mit einem für meinen Beruf erstklassigen Lohn. Der wäre für dich vielleicht wenig. Mir reicht er völlig aus.

Tanzbär klar kann man ein Haus wieder verkaufen, ich würde es vermieten. Aber das wäre ja dann wieder zu weit weg von der Familie und dem Lebensumfeld der Kinder.
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