Mütter- und Schwangerenforum

3 FG´s - kleines Tochterkind - Humangenetik - und was das Leben sonst noch so für uns bereit hält!?

Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 15:19
Hallo an alle stillen und weniger stillen Mitleser/innen und Mitkämpfer/innen

Heute ist ein doofer Tag. Super, so fängt man wohl am besten keinen Eintrag an, denn da klicken doch die Meisten wieder weg. "Ne, auf schlechte Laune von anderen habe ich heute keine Lust". Aber was soll ich sagen: Ich kann einfach grad nicht anders.
Dieser Thread wird kein breites Diskussionsforum, sondern sollte mein kleines eigenes Tagebuch werden. Denn heute in einem Jahr möchte ich zurückblicken und das alles mit einem Lächeln überschauen können.
Ich fang einfach mal an und hole ein klein bisschen aus.

Ich bin vor einigen Wochen 32 Jahre alt geworden, habe im Juli 2014 meinen Mann geheiratet mit dem ich bereits seit Februar 2008 zusammen bin. Wir haben im März 2016 unsere kleine Tochter bekommen, haben einen kleinen Hund und leben am schönen Bodensee.

Im Februar 2014 haben wir beschlossen, das Thema Kinderwunsch anzugehen, haben die Verhütung (Pille) abgesetzt und es hat genau 1 ÜZ gebraucht, bis ich schwanger war. Leider wurde die Schwangerschaft von Anfang an von Blutungen begleitet. Meine damalige Frauenärztin machte mir keinen großen Hoffnungen. "Entweder das Kind ist nicht gesund und dann würde der Körper es in diesem frühen Stadium abbrechen oder aber es bleibt und wächst heran." Meine Äußerungen, ob es evtl. auch an einem Gelbkörperhormonmangel liegen könnte, wurden abgewunken und nicht Ernst genommen. Klar kann ich mir mein Wissen nur ergooglen, aber warum kann man denn eine Patientin nicht ernst nehmen?!?!?
Nachdem sie mir dann 2 Wochen später bestätigte, dass in der GM nix zu sehen ist, hab ich es halt als Fehlschlag abgetan und wir haben es weiterhin versucht. Ich habe die Frauenarztpraxis gewechselt weil meine Zyklen immer kürzer wurden und mir dann klar wurde, dass man mit Zyklen von 20 Tagen kaum eine anständige Chance hat, schwanger zu werden.
In der neuen Praxis wurde ich dann einmal komplett durchgecheckt und siehe da: mein Körper produziert kaum Gelbkörperhormone nach dem Eisprung. Also wurde dann angefangen mit Progesterontabletten. Leider war ich aber in dem Startzyklus bereits wieder schwanger geworden und das Progesteron kam zu spät. Auch dieses Ei wurde in der 6. SSW vom Körper abgestoßen. Von da an habe ich jeden Zyklus ab dem Eisprung das Progesteron genommen. Siehe da, 4 Monate später war ich wieder schwanger. Auch nun wieder Blutungen. Allerdings gingen sie zurück und nach den ersten 12 Wochen hatte ich eine tolle Schwangerschaft und durfte dann bei 40+6 eine kerngesunde und total bezaubernde Tochter zur Welt bringen.

Nun, gute 1,5 Jahre nach der Geburt unserer Tochter wollten wir das Thema Kinderwunsch wieder angehen. Ich habe im Vorfeld schon mit dem Arzt gesprochen, das Progesteron auch wieder fleißig eingenommen und wir ließen es laufen. Kann ja nix mehr passieren, ich nehme ja die Hormone. Im 3. ÜZ wurde ich dann wieder schwanger. Den ersten positiven Test gab es bei ES+10. Soooo hauchzart aber täglich stärker werdend. Das war der Sonntag vor zwei Wochen (05.11.2017). Ich wollte in dieser SS gern lange warten, bevor ich zum FA gehe. Tja, leider setzten dann am Dienstag (07.11.) braune SB ein und ich habe für den nächsten Vormittag einen FA-Termin ausgemacht. Sie machte einen US, konnte aber natürlich noch nichts sehen. Ich war ja auch noch 2 Tage vor NMT. Auch hier klärte mich die Ärztin in alle Richtungen auf. Mir ist auch völlig klar gewesen, dass es abgehen könnte. Das ist ja auch der natürliche Lauf des Lebens. Und tja... so kam es dann auch. Die Blutungen wurden stärker und die positiven SST wieder schwächer. Heute war ich nochmals zur Kontrolle in der Praxis. Die GM war leer und auch die Schleimhaut sehr dünn. Zum Glück waren auch die Eileiter frei.

Da dies aber nun der 3. Frühabort war, überwies sie mich direkt weiter an die Blutgerinnung und die Humangenetik. Das sei so der normale Ablauf. Mir wurde im ersten Moment der Boden unter den Füßen weggezogen. Wir haben doch aber eine gesunde Tochter bekommen. Ich kann doch keine Gerinnungsstörung oder Chromosomenstörung haben... Was soll das denn?
NEIN, ich möchte keine Sonderbehandlung. Ich wünsche mir einfach eine ganz normale Schwangerschaft. Ohne Blutungen und ohne Besonderheiten. Aber scheinbar hat das Leben für mich was anderes vorgesehen.

Also habe ich daheim sofort die beiden Termine vereinbart. Es sind zwei separate Anlaufstellen und ich habe bei beiden "den letzten freien Termin dieses Jahr" noch bekommen. Beide in 14 Tagen.
Also will wohl doch irgendjemand, dass ich da hingehe. Wenn das unser Weg ist, um ein weiteres gesundes Baby in den Armen zu halten, dann werden wir ihn gehen.

Wir kämpfen für unsere Familie und geben nicht auf.

Vielleicht ist hier ja die ein oder andere, der es auch so ergangen ist, die mir Mut machen kann oder die mich einfach nur auf meinem Weg begleiten möchte.

14.11.2018 - ich will mit einem Lächeln zurückblicken können.
shelyra
57054 Beiträge
14.11.2017 15:30
ich kann deine gedanken nachvollziehen
warum jetzt plötzlich diese untersuschungen wo es doch schonmal geklappt hat?

versuch es positiv zu sehen - sie wollen euch unterstützen. eventuelle ursachen heraus finden.
dein körper kann sich in all den jahren verändert haben. dein hormonhaushalt kann sich verändert haben. es kann "der eine treffer gewesen sein" der klappte obwohl vielleicht doch etwas vorlag... gibt soviele gründe und die gilt es jetzt abzuklären.

wir haben diesen weg auch hinter uns.
haben 2 gesunde kinder. und danach folgten 2 späte fg's (15.woche und 12.woche). daher wurden wir auch zur humangenetik überwiesen.
dort wurden sowohl wir eltern als auch der letzte fötus untersucht. bei usn ergab es, dass wir zwar keine gendefekte besitzen und auch keine träger sind. usner sohn dagegen aber einen hatte und er deswegen nicht lebensfähig war. es war eine spontane mutation die immer wieder und jederzeit auftreten kann!
war zwar nur ein schwacher trost aber wir wussten jetzt woran wir waren. nämlich dass wir beide gesund sind!
und jetzt ist unser drittes wunder zu uns unterwegs!
stech09
3043 Beiträge
14.11.2017 15:43
Darf ich fragen woher du vom Bodensee kommst, wohne nämlich auch da.
Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 15:47
Zitat von shelyra:

ich kann deine gedanken nachvollziehen
warum jetzt plötzlich diese untersuschungen wo es doch schonmal geklappt hat?

versuch es positiv zu sehen - sie wollen euch unterstützen. eventuelle ursachen heraus finden.
dein körper kann sich in all den jahren verändert haben. dein hormonhaushalt kann sich verändert haben. es kann "der eine treffer gewesen sein" der klappte obwohl vielleicht doch etwas vorlag... gibt soviele gründe und die gilt es jetzt abzuklären.

wir haben diesen weg auch hinter uns.
haben 2 gesunde kinder. und danach folgten 2 späte fg's (15.woche und 12.woche). daher wurden wir auch zur humangenetik überwiesen.
dort wurden sowohl wir eltern als auch der letzte fötus untersucht. bei usn ergab es, dass wir zwar keine gendefekte besitzen und auch keine träger sind. usner sohn dagegen aber einen hatte und er deswegen nicht lebensfähig war. es war eine spontane mutation die immer wieder und jederzeit auftreten kann!
war zwar nur ein schwacher trost aber wir wussten jetzt woran wir waren. nämlich dass wir beide gesund sind!
und jetzt ist unser drittes wunder zu uns unterwegs!


Danke für deine Worte. Das muntert mich sehr auf. Ich habe in meiner Schwangerschaft damals dein Schicksal mitverfolgt mit der FG in der 12. Woche. Ich habe einen riesen Respekt vor deiner Kraft und eurem Willen. Natürlich ist es besser diese Untersuchungen jetzt vornehmen zu lassen, bevor man dann dasteht und dann evtl. in der späteren Schwangerschaft schwere Schläge einstecken muss. Es ist nur im ersten Moment auch ein leichter Schock. Das ist doch wie mit allem. Man geht immer nur davon aus, dass es die anderen trifft und nicht einen selbst.

Ich bin weiterhin gespannt, was mein Leben für mich bereit hält.
Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 15:48
Zitat von stech09:

Darf ich fragen woher du vom Bodensee kommst, wohne nämlich auch da.


Aus der Nähe von Friedrichshafen. Und du?
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft
stech09
3043 Beiträge
14.11.2017 15:50
Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von stech09:

Darf ich fragen woher du vom Bodensee kommst, wohne nämlich auch da.


Aus der Nähe von Friedrichshafen. Und du?
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft


Wir wohnen in der Nähe von Radolfzell.
Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 15:53
Zitat von stech09:

Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von stech09:

Darf ich fragen woher du vom Bodensee kommst, wohne nämlich auch da.


Aus der Nähe von Friedrichshafen. Und du?
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft


Wir wohnen in der Nähe von Radolfzell.


Ah wie cool. Meine Nichten wohnen in der Nähe von Tuttlingen und der Termin beim Genetikum ist in Singen.
Pauline13
1438 Beiträge
14.11.2017 15:55
Ich kann Dich gut verstehen -irgendwo stehen wir an derselben Stelle-auch ich möchte in einem Jahr nur zu gerne zurückblicken und sagen können,dass sich alles zum Guten gewendet hat.
Humangenetik,Gerinnungsklinik -habe ich auch alles schon durch.
Im Endeffekt lieber eine Untersuchung zuviel,als eine zuwenig. Entweder findet sich ein Grund und man kann Dich bei einer erneuten Schwangerschaft gut unterstützen,oder es war investierte Zeit,die Dir aber das Gefühl gibt,alles getan zu haben,damit es nicht nochmal geschieht.
Ich wünsche Dir alles Gute!!
Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 16:01
Zitat von Pauline13:

Ich kann Dich gut verstehen -irgendwo stehen wir an derselben Stelle-auch ich möchte in einem Jahr nur zu gerne zurückblicken und sagen können,dass sich alles zum Guten gewendet hat.
Humangenetik,Gerinnungsklinik -habe ich auch alles schon durch.
Im Endeffekt lieber eine Untersuchung zuviel,als eine zuwenig. Entweder findet sich ein Grund und man kann Dich bei einer erneuten Schwangerschaft gut unterstützen,oder es war investierte Zeit,die Dir aber das Gefühl gibt,alles getan zu haben,damit es nicht nochmal geschieht.
Ich wünsche Dir alles Gute!!


Dankeschön. Ich wünsche dir natürlich ebenso nur das Beste für das kommende Jahr... ach was für die ganze Zukunft. Dann verabreden wir uns einfach in einem Jahr zum gemeinsamen Lächeln. Manchmal muss man einfach das Positive suchen.

Darf ich ganz neugierig fragen, warum ihr den Weg durch die Untersuchungen gehen musstet und was es bei euch gebracht hat?

stech09
3043 Beiträge
14.11.2017 16:26
Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von stech09:

Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von stech09:

Darf ich fragen woher du vom Bodensee kommst, wohne nämlich auch da.


Aus der Nähe von Friedrichshafen. Und du?
Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft


Wir wohnen in der Nähe von Radolfzell.


Ah wie cool. Meine Nichten wohnen in der Nähe von Tuttlingen und der Termin beim Genetikum ist in Singen.


Kannst auf dem Rückweg ja bei uns vorbei schauen.
Pauline13
1438 Beiträge
14.11.2017 16:37
Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von Pauline13:

Ich kann Dich gut verstehen -irgendwo stehen wir an derselben Stelle-auch ich möchte in einem Jahr nur zu gerne zurückblicken und sagen können,dass sich alles zum Guten gewendet hat.
Humangenetik,Gerinnungsklinik -habe ich auch alles schon durch.
Im Endeffekt lieber eine Untersuchung zuviel,als eine zuwenig. Entweder findet sich ein Grund und man kann Dich bei einer erneuten Schwangerschaft gut unterstützen,oder es war investierte Zeit,die Dir aber das Gefühl gibt,alles getan zu haben,damit es nicht nochmal geschieht.
Ich wünsche Dir alles Gute!!


Dankeschön. Ich wünsche dir natürlich ebenso nur das Beste für das kommende Jahr... ach was für die ganze Zukunft. Dann verabreden wir uns einfach in einem Jahr zum gemeinsamen Lächeln. Manchmal muss man einfach das Positive suchen.

Darf ich ganz neugierig fragen, warum ihr den Weg durch die Untersuchungen gehen musstet und was es bei euch gebracht hat?


Danke Dir! Genau -in einem Jahr schauen wir gemeinsam zurück. Und können uns ganz bestimmt freuen.

Wir haben die Untersuchungen aufgrund der Totgeburt unseres Sohnes in SSW 37 im Juni machen lassen. Um herauszufinden,ob es einen Grund gab.
Es gab aber keinen.
Humangenetisch war alles in Ordnung. Ein Gerinnungswert war bei mir erhöht und wird aktuell noch mal überprüft - es war nicht der Grund (wobei man es auch nicht zu 100% ausschliessen kann) ,aber ich soll so oder so in einer erneuten SS Blutverdünner nehmen.
Ich fühle mich auf jeden Fall besser damit,alles überprüft zu haben. Ich hoffe,Dir wird es auch so gehen.
Hibbeltante2017
45 Beiträge
14.11.2017 17:04
Zitat von Pauline13:

Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von Pauline13:

Ich kann Dich gut verstehen -irgendwo stehen wir an derselben Stelle-auch ich möchte in einem Jahr nur zu gerne zurückblicken und sagen können,dass sich alles zum Guten gewendet hat.
Humangenetik,Gerinnungsklinik -habe ich auch alles schon durch.
Im Endeffekt lieber eine Untersuchung zuviel,als eine zuwenig. Entweder findet sich ein Grund und man kann Dich bei einer erneuten Schwangerschaft gut unterstützen,oder es war investierte Zeit,die Dir aber das Gefühl gibt,alles getan zu haben,damit es nicht nochmal geschieht.
Ich wünsche Dir alles Gute!!


Dankeschön. Ich wünsche dir natürlich ebenso nur das Beste für das kommende Jahr... ach was für die ganze Zukunft. Dann verabreden wir uns einfach in einem Jahr zum gemeinsamen Lächeln. Manchmal muss man einfach das Positive suchen.

Darf ich ganz neugierig fragen, warum ihr den Weg durch die Untersuchungen gehen musstet und was es bei euch gebracht hat?


Danke Dir! Genau -in einem Jahr schauen wir gemeinsam zurück. Und können uns ganz bestimmt freuen.

Wir haben die Untersuchungen aufgrund der Totgeburt unseres Sohnes in SSW 37 im Juni machen lassen. Um herauszufinden,ob es einen Grund gab.
Es gab aber keinen.
Humangenetisch war alles in Ordnung. Ein Gerinnungswert war bei mir erhöht und wird aktuell noch mal überprüft - es war nicht der Grund (wobei man es auch nicht zu 100% ausschliessen kann) ,aber ich soll so oder so in einer erneuten SS Blutverdünner nehmen.
Ich fühle mich auf jeden Fall besser damit,alles überprüft zu haben. Ich hoffe,Dir wird es auch so gehen.


Oh nein, das tut mir so schrecklich leid. Da fühlt man sich gleich wieder so doof. Ich jammere hier auf sehr hohem Niveau und andere müssen solche schrecklichen Dinge erleben. Ich habe vor jeder Frau tiefsten Respekt, die einen solchen Schlag wegsteckt und weiter mit erhobenem Kopf durch die Welt läuft.
Pauline13
1438 Beiträge
14.11.2017 17:45
Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von Pauline13:

Zitat von Hibbeltante2017:

Zitat von Pauline13:

Ich kann Dich gut verstehen -irgendwo stehen wir an derselben Stelle-auch ich möchte in einem Jahr nur zu gerne zurückblicken und sagen können,dass sich alles zum Guten gewendet hat.
Humangenetik,Gerinnungsklinik -habe ich auch alles schon durch.
Im Endeffekt lieber eine Untersuchung zuviel,als eine zuwenig. Entweder findet sich ein Grund und man kann Dich bei einer erneuten Schwangerschaft gut unterstützen,oder es war investierte Zeit,die Dir aber das Gefühl gibt,alles getan zu haben,damit es nicht nochmal geschieht.
Ich wünsche Dir alles Gute!!


Dankeschön. Ich wünsche dir natürlich ebenso nur das Beste für das kommende Jahr... ach was für die ganze Zukunft. Dann verabreden wir uns einfach in einem Jahr zum gemeinsamen Lächeln. Manchmal muss man einfach das Positive suchen.

Darf ich ganz neugierig fragen, warum ihr den Weg durch die Untersuchungen gehen musstet und was es bei euch gebracht hat?


Danke Dir! Genau -in einem Jahr schauen wir gemeinsam zurück. Und können uns ganz bestimmt freuen.

Wir haben die Untersuchungen aufgrund der Totgeburt unseres Sohnes in SSW 37 im Juni machen lassen. Um herauszufinden,ob es einen Grund gab.
Es gab aber keinen.
Humangenetisch war alles in Ordnung. Ein Gerinnungswert war bei mir erhöht und wird aktuell noch mal überprüft - es war nicht der Grund (wobei man es auch nicht zu 100% ausschliessen kann) ,aber ich soll so oder so in einer erneuten SS Blutverdünner nehmen.
Ich fühle mich auf jeden Fall besser damit,alles überprüft zu haben. Ich hoffe,Dir wird es auch so gehen.


Oh nein, das tut mir so schrecklich leid. Da fühlt man sich gleich wieder so doof. Ich jammere hier auf sehr hohem Niveau und andere müssen solche schrecklichen Dinge erleben. Ich habe vor jeder Frau tiefsten Respekt, die einen solchen Schlag wegsteckt und weiter mit erhobenem Kopf durch die Welt läuft.


So erhoben ist mein Kopf gar nicht....
Aber es bleibt ja keine Wahl,das Leben geht weiter.
Und ausserdem darfst Du jammern. Ob früh oder spät in der Schwangerschaft - es ist nunmal Dein Kind,welches zu den Sternen reist. Da ist man einfach traurig - und nur weil es bei uns so viel später geschehen ist,nehme ich mir nicht heraus zu sagen,andere düefen nicht ebenso trauern wie ich.
Hibbeltante2017
45 Beiträge
15.11.2017 22:12
Guten Abend meine Lieben!

Heute wurde es etwas später, aber den ganzen Tag hielt mich meine Kleine auf Trapp. Sie ist zurzeit etwas erkältet und daher auch ziemlich anhänglich. Und sobald noch etwas Müdigkeit dazu kommt, geht es in einer Tour "Mamaaaaaa".

Als sie mit dem Papa beim Kinderturnen war, war ich schnell einkaufen, dann gab es Abendessen und als sie im Bett war, hab ich noch Marzipanpralinen gemacht.

Heute kam mit der Post schon der Fragebogen des Genetikums.
Ich habe alles ausgefüllt und es auch schon wieder auf den Rückweg gebracht. Jetzt bin ich wirklich gespannt, was bei den beiden Terminen herauskommt.
Natürlich hab ich seit gestern sehr viel nachgedacht. Und so langsam kommt auch der Gedanke auf, ob wir bei der letzten FG nicht einfach nur verdammtes Pecht gehabt haben.
Um mal kurz zu zeigen was ich meine:

1. FG - Abbruchblutung beginnt deutlich vor dem eigentlich NMT und nach 14 Tagen war leider nix mehr in der GM zu sehen. An eine zusätzliche Progesterongabe war noch nicht zu denken, denn keiner hat damit gerechnet, dass mein Körper das Hormon kaum selbst produziert.

2. FG - Abbruchblutung beginnt wieder deutlich vor dem NMT. Ich hatte damals eine 2. Zyklushälfte von 8 (!!) Tagen. Dass das nicht geht, ist ja klar. In diesem Zyklus habe ich dir Nachricht erhalten, dass ich kaum selbst Progesteron produziere und sich das Ei einfach nicht ordentlich einnisten kann. Leider half es nicht, das Progesteron dann noch zu nehmen. Der Hormonspiegel war einfach zu niedrig.

3. Schwangerschaft - Ich habe das Progesteron damals schon 3 Monate lang jeden Zyklus ab Eisprung genommen. Leider habe ich in diesem Zyklus den Eisprung mit meinen Ovutests verpasst, da er bereits an Tag 6 stattgefunden hat. Ich habe aber erst ab Tag 8 getestet. Und trotzdem haben wir einen Treffer gelandet. Da ich aber bis ZT 16 davon ausging, in diesem Zyklus keinen Eisprung zu haben war ich auch nicht sehr verwundert, dass an dem Tag die Blutung einsetzte. Nach 4 Tagen habe ich dann doch nen Test gemacht, weil es einfach viel zu schwach für eine Periode war. Und siehe da, der Test war positiv. Sofort wurden wieder Hormone gegeben und mein Mädchen hat sich ins Leben gekämpft.

3. FG (aktuell) - Hier hat an ES+10 der Test einen Hauch von nichts angezeigt und wurde jeden Tag stärker. Die Hormone habe ich wieder ab ES genommen und fühlte mich auf der sicheren Seite. Pünktlich zum NMT kamen dann hellrote Blutungen. Also die ganz normale Periode. Der Körper hat die Schwangerschaft abgebrochen und verfolgt seinen normalen Rhythmus.

Da die Abbruchblutung im aktuellen Fall nun als nicht zu früh war, wie bei den anderen beiden Malen, denke ich, dass wir in diesem Fall nun einfach Pech hatten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas mit der Gerinnung oder einem Chromosomendefekt zu tun hat.

Vielleicht rede ich mir auch nur was ein. Aber, dass eine SS abgebrochen wird, weil der Embryo nicht gesund ist, das passiert leider sehr sehr oft und hat in vielen Fällen keinerlei krankhaften Hintergrund bei den Eltern. Ich möchte mich nun einfach nicht verrückt machen lassen von den ganzen Untersuchungen und bleibe positiv. Denn es nagt schon ganz schön an einem.

Meine Hoffnung auf ein Geschwisterchen für unsere Tochter stirbt zuletzt.
Den jetzigen Zyklus werde ich komplett ignorieren. Also keine Hormone geben, kein hibbeln und keine Ovu-Tests. Mein Körper soll einfach mal runterfahren und dann werde ich die Untersuchungen durchlaufen und im nächsten Monat sehen wir dann weiter.

Soooo, das war nun doch ordentlich lang. Ich danke euch allen, wenn ihr bis hier her gelesen habt.
YellowBird
1542 Beiträge
15.11.2017 22:43
Zitat von Hibbeltante2017:

Guten Abend meine Lieben!

Heute wurde es etwas später, aber den ganzen Tag hielt mich meine Kleine auf Trapp. Sie ist zurzeit etwas erkältet und daher auch ziemlich anhänglich. Und sobald noch etwas Müdigkeit dazu kommt, geht es in einer Tour "Mamaaaaaa".

Als sie mit dem Papa beim Kinderturnen war, war ich schnell einkaufen, dann gab es Abendessen und als sie im Bett war, hab ich noch Marzipanpralinen gemacht.

Heute kam mit der Post schon der Fragebogen des Genetikums.
Ich habe alles ausgefüllt und es auch schon wieder auf den Rückweg gebracht. Jetzt bin ich wirklich gespannt, was bei den beiden Terminen herauskommt.
Natürlich hab ich seit gestern sehr viel nachgedacht. Und so langsam kommt auch der Gedanke auf, ob wir bei der letzten FG nicht einfach nur verdammtes Pecht gehabt haben.
Um mal kurz zu zeigen was ich meine:

1. FG - Abbruchblutung beginnt deutlich vor dem eigentlich NMT und nach 14 Tagen war leider nix mehr in der GM zu sehen. An eine zusätzliche Progesterongabe war noch nicht zu denken, denn keiner hat damit gerechnet, dass mein Körper das Hormon kaum selbst produziert.

2. FG - Abbruchblutung beginnt wieder deutlich vor dem NMT. Ich hatte damals eine 2. Zyklushälfte von 8 (!!) Tagen. Dass das nicht geht, ist ja klar. In diesem Zyklus habe ich dir Nachricht erhalten, dass ich kaum selbst Progesteron produziere und sich das Ei einfach nicht ordentlich einnisten kann. Leider half es nicht, das Progesteron dann noch zu nehmen. Der Hormonspiegel war einfach zu niedrig.

3. Schwangerschaft - Ich habe das Progesteron damals schon 3 Monate lang jeden Zyklus ab Eisprung genommen. Leider habe ich in diesem Zyklus den Eisprung mit meinen Ovutests verpasst, da er bereits an Tag 6 stattgefunden hat. Ich habe aber erst ab Tag 8 getestet. Und trotzdem haben wir einen Treffer gelandet. Da ich aber bis ZT 16 davon ausging, in diesem Zyklus keinen Eisprung zu haben war ich auch nicht sehr verwundert, dass an dem Tag die Blutung einsetzte. Nach 4 Tagen habe ich dann doch nen Test gemacht, weil es einfach viel zu schwach für eine Periode war. Und siehe da, der Test war positiv. Sofort wurden wieder Hormone gegeben und mein Mädchen hat sich ins Leben gekämpft.

3. FG (aktuell) - Hier hat an ES+10 der Test einen Hauch von nichts angezeigt und wurde jeden Tag stärker. Die Hormone habe ich wieder ab ES genommen und fühlte mich auf der sicheren Seite. Pünktlich zum NMT kamen dann hellrote Blutungen. Also die ganz normale Periode. Der Körper hat die Schwangerschaft abgebrochen und verfolgt seinen normalen Rhythmus.

Da die Abbruchblutung im aktuellen Fall nun als nicht zu früh war, wie bei den anderen beiden Malen, denke ich, dass wir in diesem Fall nun einfach Pech hatten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es etwas mit der Gerinnung oder einem Chromosomendefekt zu tun hat.

Vielleicht rede ich mir auch nur was ein. Aber, dass eine SS abgebrochen wird, weil der Embryo nicht gesund ist, das passiert leider sehr sehr oft und hat in vielen Fällen keinerlei krankhaften Hintergrund bei den Eltern. Ich möchte mich nun einfach nicht verrückt machen lassen von den ganzen Untersuchungen und bleibe positiv. Denn es nagt schon ganz schön an einem.

Meine Hoffnung auf ein Geschwisterchen für unsere Tochter stirbt zuletzt.
Den jetzigen Zyklus werde ich komplett ignorieren. Also keine Hormone geben, kein hibbeln und keine Ovu-Tests. Mein Körper soll einfach mal runterfahren und dann werde ich die Untersuchungen durchlaufen und im nächsten Monat sehen wir dann weiter.

Soooo, das war nun doch ordentlich lang. Ich danke euch allen, wenn ihr bis hier her gelesen habt.


Das erinnert mich alles sehr an meine eigene Geschichte. Ich habe auch viel auf das Progesteron geschoben. Im Nachhinein bin ich nicht mehr so sicher, ob es wirklich so ausschlaggebend war. Ich habe Unmengen genommen in meiner jetzigen Schwangerschaft und hatte trotzdem 8 Tage lang (ES+11 bis 18 ) Blutungen. Es wurde nie herausgefunden, woher sie kamen. Obwohl mein Arzt mir wenig Hoffnung machte, blieb die Schwangerschaft bestehen. Das war übrigens genau einen Monat nachdem unsere Kinderwunschklinik uns eröffnete, dass wir aus ihrer Sicht nur mit künstlicher Befruchtung schwanger werden könnten.

Man steckt nicht drinnen - aber es scheint so viele verschiedene Ursachen für Fehlschläge zu geben, dass ich die Einstellung, die du gerade entwickeln möchtest, rückblickend einfach nur unterstützen kann. Manchmal ist es eine Verkettung blöder Zufälle. Auch wenn es eine Weile dauert, sollte man nicht den Mut und die Zuversicht verlieren Ich weiß aber, wie wahnsinnig schwer das ist.
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