Mütter- und Schwangerenforum

An alle Karrierefrauen: Wie vereinbart ihr Karriere und KiWu?

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Blubbermaus
17 Beiträge
12.08.2017 08:49
Liebe Mädels,

mein Mann (34) und ich (26) - bisher kinderlos - haben schon recht lange einen starken Kinderwunsch. Die Voraussetzungen sind theoretisch optimal: wir sind finanziell gut abgesichert, haben beide sichere Jobs mit unbefristeten Verträgen, wohnen in einer großen Wohnung mit 3 Zimmern und wir sind uns nach mittlerweile 4 Jahren Beziehung sehr sicher, dass wir mit keinem anderen Menschen den Rest unseres Lebens verbringen wollen!

Leider gibt es aber noch eine weitere große Liebe in meinem Leben: mein Job! Ich habe mir in der Firma, für die ich arbeite, einen Namen gemacht und ich habe das Gefühl, dass ich derzeit richtig am Durchstarten bin. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und möchte natürlich noch viel erreichen.
Jedoch habe ich Angst, dass ich den "richtigen Moment" (den es ja eh nie gibt) verpasse und irgendwann als karrieregeile Frau einsam und kinderlos dastehe

Ich kann mir nur derzeit nicht vorstellen, 1 Jahr oder länger auf Arbeit auszufallen... Man ist doch dann völlig raus und fängt quasi bei Null an oder?

Wie habt ihr Familie und Karriere als Frau vereinbaren können? Habt ihr vielleicht ein Modell mit eurem Arbeitgeber gefunden, wie ihr auch während der Elternzeit immer mit involviert werden konntet? Zum Beispiel ein paar Stunden Homeoffice pro Woche? Oder ab und zu trotzdem an Meetings teilnehmen? Oder ist vielleicht der Mann in Elternzeit gegangen?

Mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren!

(Bevor ich gesteinigt werde: Mir ist natürlich bewusst, dass sich mit einem Kind die Prioritäten ohnehin verschieben und der Job am Ende dann sowieso zweitrangig ist. Ich finde es aber trotzdem schade, dass sich Frauen heutzutage offensichtlich immer noch zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen und suche einfach nach Möglichkeiten, beides zu vereinbaren.)
Sternzeichen
483 Beiträge
12.08.2017 09:03
Also ehrlich gesagt finde ich, dass wenn man richtig gut und auch engagiert in seinem Job war, auch immer schnell wieder rein findet.

Ich werde, wenn meine kleine Maus nächstes oder übernächstes Jahr in die Kita oder zur Tagesmutter kommt, wieder arbeiten gehen. Ich suche mir dann aber zu 99% einen anderen Arbeitsplatz, da ich mit 2 kleinen Kindern gar nicht wieder in Vollzeit Arbeit will.

Ich musste mich auch nicht zwischen Kind und Karriere entscheiden. Das wird von der Politik meiner Meinung nach falsch dargestellt. Ich habe mich bewusst für die Tätigkeit als Mutter entschieden. Einfach weil ich es wirklich so wollte. Komplett für mein Kind bzw jetzt für meine Kinder da sein und mich in der Zeit nicht mit meinem Job auseinandersetzen.
Senami3
99 Beiträge
12.08.2017 09:29
Die Vereinbarkeit halte ich nach wie vor für ein Märchen.

Ich war ebenfalls hoch engagiert in meinem (typischen Männer-)beruf. Termine nach 16.00 Uhr, spontane Dienstreisen, Entsendungen für bis zu einem Monat,.... alles ohne Kinder kein Problem.

Mein Mann hat mir komplett den Rücken frei gehalten - er nahm die Elternzeit beim ersten Kind, absolvierte die Kind-krank-tage, sprang ein, wenn es im Büro länger dauerte.

Einzige Bedingung, die ich an meinen Arbeitgeber stellte: keine Entsendungen und Ankündigungen von Dienstreisen bitte 2 Tage vorher.

Die Realität war: viele interessante Projekte bekam ich nicht mehr ("sie wissen doch, vielleicht will der Kunde sie vor Ort" ; "und falls ihr Kind krank wird?"; "sie wollen abends sicher die Kinder ins Bett bringen!",....) Wie oft ich hier Begründungen mit Kind hörte, obwohl das nie eintrat.

Ich habe nach einem Jahr meine Schlüsse gezogen: ich bekomme nach wie vor mein Gehalt - wenn der Arbeitgeber meine Leistung nicht abfordert, ist das sein Problem. Bei meinen anderen beiden Kids habe ich dann nicht mehr versucht mich zu zerreißen, habe elternzeit genommen und mache die 08/15-projekte, die sich mit dem Familienleben besser vereinbaren lassen.

Und sobald die Kinder etwas größer sind, suche ich mir einen anderen Arbeitgeber zum durchstarten.
Mamota
21079 Beiträge
12.08.2017 09:55
Bei uns hat auch mein Partner den Löwenanteil der Elternzeit genommen. Die Elternzeit ansich hat auf diese Weise gut funktioniert. Nur leider fiel ich auch während der Schwangerschaft aus gesundheitlichen Gründen viel aus. Das haben wir so leider nicht unbedingt mit einkalakuliert.
Auch heute bin ich zwar diejenige, die Teilzeit arbeitet, aber er ist der, der die Krankentage übernimmt und auch mal spontan einspringt.

Insgesamt fahren wir ganz gut mit unserem Modell. Allerdings habe ich einen durchaus familienfreundlichen Beruf und unsere Tochter verbringt viel Zeit mit ihrer Oma. Bei anderen mag es deutlich mehr Steine im Weg geben.
cogito_ergo_sum
235 Beiträge
12.08.2017 10:13
Was verstehst Du unter Karriere? Ich hatte vor der Elternzeit eine gute Position und habe sie auch jetzt noch, aber die Wahrscheinlichkeit einer Beförderung wäre bei unserer flachen Hierarchie und (Alters-)Struktur so oder so gering, mit oder ohne Kind. Ein Jahr Elternzeit wäre dabei aber kein Hindernis, Teilzeit danach schon eher. In meinem Bereich macht man eine "echte" Karriere nur mit sehr viel Arbeitseinsatz, aber viele definieren den Begriff "Karriere" deutlich weiter...
Floh80
4123 Beiträge
12.08.2017 10:59
Ich finde schon, dass sich mit Kindern die eigenen Ansprüche an den Job ändern. Das war bei mir UND meinem Mann so. Man will gemeinsame Zeit verbringen, keine wichtigen Termine der Kinder verpassen und sich nicht immer zwischen Job und Kindern zerreißen. Am Ende hat man nämlich nichts davon, man ist gestresst und unzufrieden, weil man bei beiden nicht 100% geben kann. Das überträgt sich auf die Kinder, was die Situation auch nicht verbessert
Beim ersten Job nach 2 Jahren Elternzeit war ich mir noch sicher ich kann/will wie vorher, aber nach 6 Monaten musste ich einsehen, dass ich so mich und meine Familie kaputt mache.
Eine Freundin hat wegen der guten Karriereaussichten beim 1.Kind schon nach 10 Monaten wieder angefangen, beim 2. sogar über Elterngeld Plus direkt nach dem Muschu wieder mit 10 Std Homeoffice und regelmäßigen Meetings. Heute bereut sie es, es hat ihr nichts gebracht....jetzt kommt das 3. und sie bleibt erstmal voll zuhause.

Deswegen konnte ich mir vor Anfang 30 keine Kinder vorstellen. Die Zeit gehörte mir mitsamt der Wochenendarbeit, Doppelschichten, Dienstpartys Jetzt vermisse ich es null und freue mich über jeden Job, bei dem eben keine Welt zusammen bricht wenn ich nach 25 Std gehe oder mein Kind mal krank ist.

Fazit: Genieße deine Karriere noch 4 Jahre, bau dir eine sichere Position auf in die du nach einem Jahr auch in Teilzeit wieder zurück kannst. Und dann stürz dich in das Abenteuer Familie, glaub mir damit wird einem auch nie langweilig. Vielleicht hast du bis dahin eine ganz andere Idee, wie du Job/Kinder vereinbaren kannst (freie Beraterin, Ausbilderin,...)
Blubbermaus
17 Beiträge
12.08.2017 11:01
Danke für eure Erfahrungen

Gute Frage - wie definiert man eigentlich "Karriere"? Nunja, ich arbeite in einem großen Konzern mit 100 Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Auslandseinsätze oder
mehrwöchige Dienstreisen sind (zumindest in meinem Bereich) eher unüblich. Da der Arbeitgeber sehr arbeitnehmerfreundlich ist, kann man sich durch kontinuierlich gute Arbeit, ein gut aufgebautes Netzwerk und ein bisschen Glück (zur richtigen Zeit am richtigen Ort) auf gute Positionen hocharbeiten, ohne sich absolut tot zu arbeiten. Ich habe flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit), kann auch mal von zu Hause aus arbeiten und kann meine Überstunden absetzen.
Bei Kindkrank könnte ich zB problemlos von zu Hause aus arbeiten.
Eigentlich sind die Voraussetzungen also gar nicht so schlecht. Trotzdem habe ich Angst, ausgerechnet jetzt auszusteigen,jetzt wo alles so gut läuft. Andererseits wird sich in 2 oder 3 Jahren daran wahrscheinlich auch nichts ändern und man wird ja auch nicht jünger
Schnecke510
1967 Beiträge
12.08.2017 11:20
1 Jahr ausfallen kann sich keiner leisten, der wirklich Karriere machen will.
Mit einer Geburt ist man ca. 1 Tag beschäftigt; für den ist man entschuldigt. Von mir aus auch noch die 2 Tage danach. Alles andere ist eine Sache der Disziplin. Ich habe nie länger als 6 Wochen gefehlt und während der 6 Wochen zu Hause gearbeitet. Ist in meinem Job vielleicht auch leichter möglich, weil ich sehr unabhängig bin.
Aber ja, Elternzeit im Lebenslauf ist ein ko-Kriterium für bestimmte Jobs, die einfach verlangen, dass der Job Priorität hat. Und weil die Leute, die entscheiden, das eben so sehen.
Man muss sich als Frau entscheiden. Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung.
Und wenn du weißt, dass das Kind Priorität hat, wieso willst du dann leuten, bei denen der Job Priorität hat, die Stellen wegnehmen? Dann steig doch gleich niedriger wieder ein...
Marf
16126 Beiträge
12.08.2017 11:23
Ich hab meine ' Karriere' - so wie ich sie für mich definiere,vorher gemacht.

Berufstätig war ich durchgehend,mit Kinder habe ich mir aber Jobs gesucht die ich freier einteilen kann.
Inzw. fange ich wieder an mehr zu arbeiten.In einem völlig anderen Bereich.Auch hier lege ich Wert auf eine absolut freie Zeiteinteilung.Und ich lege inzw. den Fokus nicht nur auf ein gutes Gehalt ( das habe ich ) .....was ich allein in den letzten Monaten an interessanten Leute kennengelernt habe durch meinen Chef ist einfach toll.
Diese Arbeitsfreiheit habe ich durch meinen Mann.Sein Job gibt mir diese Möglichkeit.
cogito_ergo_sum
235 Beiträge
12.08.2017 11:32
Zitat von Schnecke510:

1 Jahr ausfallen kann sich keiner leisten, der wirklich Karriere machen will.
Mit einer Geburt ist man ca. 1 Tag beschäftigt; für den ist man entschuldigt. Von mir aus auch noch die 2 Tage danach. Alles andere ist eine Sache der Disziplin. Ich habe nie länger als 6 Wochen gefehlt und während der 6 Wochen zu Hause gearbeitet. Ist in meinem Job vielleicht auch leichter möglich, weil ich sehr unabhängig bin.
Aber ja, Elternzeit im Lebenslauf ist ein ko-Kriterium für bestimmte Jobs, die einfach verlangen, dass der Job Priorität hat. Und weil die Leute, die entscheiden, das eben so sehen.
Man muss sich als Frau entscheiden. Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung.
Und wenn du weißt, dass das Kind Priorität hat, wieso willst du dann leuten, bei denen der Job Priorität hat, die Stellen wegnehmen? Dann steig doch gleich niedriger wieder ein...

Quatsch! Das war vielleicht früher so bzw. ist branchenabhängig! Ich kenne persönlich eine Frau, die in einem Großkonzern wirklich Karriere macht und zwar nach zweimal einem Jahr Elternzeit! Aber sie arbeitet sehr viel und der Mann hat seine Arbeitszeit reduziert.
Aber so etwas wie "anderen nicht den Job wegnehmen" und "besser niedriger wieder einsteigen" hab ich ja noch nie gehört; warum hätte ich das machen sollen bzw. sollte eine Frau das tun??? Ich hab mir meine Position hart erarbeitet und kann sie auch nach der Elternzeit gut ausfüllen!
Schnecke510
1967 Beiträge
12.08.2017 11:38
Zitat von cogito_ergo_sum:

Zitat von Schnecke510:

1 Jahr ausfallen kann sich keiner leisten, der wirklich Karriere machen will.
Mit einer Geburt ist man ca. 1 Tag beschäftigt; für den ist man entschuldigt. Von mir aus auch noch die 2 Tage danach. Alles andere ist eine Sache der Disziplin. Ich habe nie länger als 6 Wochen gefehlt und während der 6 Wochen zu Hause gearbeitet. Ist in meinem Job vielleicht auch leichter möglich, weil ich sehr unabhängig bin.
Aber ja, Elternzeit im Lebenslauf ist ein ko-Kriterium für bestimmte Jobs, die einfach verlangen, dass der Job Priorität hat. Und weil die Leute, die entscheiden, das eben so sehen.
Man muss sich als Frau entscheiden. Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung.
Und wenn du weißt, dass das Kind Priorität hat, wieso willst du dann leuten, bei denen der Job Priorität hat, die Stellen wegnehmen? Dann steig doch gleich niedriger wieder ein...

Quatsch! Das war vielleicht früher so bzw. ist branchenabhängig! Ich kenne persönlich eine Frau, die in einem Großkonzern wirklich Karriere macht und zwar nach zweimal einem Jahr Elternzeit! Aber sie arbeitet sehr viel und der Mann hat seine Arbeitszeit reduziert.
Aber so etwas wie "anderen nicht den Job wegnehmen" und "besser niedriger wieder einsteigen" hab ich ja noch nie gehört; warum hätte ich das machen sollen bzw. sollte eine Frau das tun??? Ich hab mir meine Position hart erarbeitet und kann sie auch nach der Elternzeit gut ausfüllen!

Eben wegen den Prioritäten. Es ist für die Mitarbeiter extrem nervig, wenn der Verantwortliche seine Verantwortung nicht wahrnimmt, da doch immer die Kinder vorgehen. Ich hatte das in meinem letzten Job - nie wieder! Das sind Quotenfrauen in meinen Augen.
cogito_ergo_sum
235 Beiträge
12.08.2017 12:02
Zitat von Schnecke510:

Zitat von cogito_ergo_sum:

Zitat von Schnecke510:

1 Jahr ausfallen kann sich keiner leisten, der wirklich Karriere machen will.
Mit einer Geburt ist man ca. 1 Tag beschäftigt; für den ist man entschuldigt. Von mir aus auch noch die 2 Tage danach. Alles andere ist eine Sache der Disziplin. Ich habe nie länger als 6 Wochen gefehlt und während der 6 Wochen zu Hause gearbeitet. Ist in meinem Job vielleicht auch leichter möglich, weil ich sehr unabhängig bin.
Aber ja, Elternzeit im Lebenslauf ist ein ko-Kriterium für bestimmte Jobs, die einfach verlangen, dass der Job Priorität hat. Und weil die Leute, die entscheiden, das eben so sehen.
Man muss sich als Frau entscheiden. Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung.
Und wenn du weißt, dass das Kind Priorität hat, wieso willst du dann leuten, bei denen der Job Priorität hat, die Stellen wegnehmen? Dann steig doch gleich niedriger wieder ein...

Quatsch! Das war vielleicht früher so bzw. ist branchenabhängig! Ich kenne persönlich eine Frau, die in einem Großkonzern wirklich Karriere macht und zwar nach zweimal einem Jahr Elternzeit! Aber sie arbeitet sehr viel und der Mann hat seine Arbeitszeit reduziert.
Aber so etwas wie "anderen nicht den Job wegnehmen" und "besser niedriger wieder einsteigen" hab ich ja noch nie gehört; warum hätte ich das machen sollen bzw. sollte eine Frau das tun??? Ich hab mir meine Position hart erarbeitet und kann sie auch nach der Elternzeit gut ausfüllen!

Eben wegen den Prioritäten. Es ist für die Mitarbeiter extrem nervig, wenn der Verantwortliche seine Verantwortung nicht wahrnimmt, da doch immer die Kinder vorgehen. Ich hatte das in meinem letzten Job - nie wieder! Das sind Quotenfrauen in meinen Augen.

Ach, weißt Du, das gibt's auch bei Männern, nicht nur bei Müttern!
Schnecke510
1967 Beiträge
12.08.2017 12:03
Zitat von cogito_ergo_sum:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von cogito_ergo_sum:

Zitat von Schnecke510:

1 Jahr ausfallen kann sich keiner leisten, der wirklich Karriere machen will.
Mit einer Geburt ist man ca. 1 Tag beschäftigt; für den ist man entschuldigt. Von mir aus auch noch die 2 Tage danach. Alles andere ist eine Sache der Disziplin. Ich habe nie länger als 6 Wochen gefehlt und während der 6 Wochen zu Hause gearbeitet. Ist in meinem Job vielleicht auch leichter möglich, weil ich sehr unabhängig bin.
Aber ja, Elternzeit im Lebenslauf ist ein ko-Kriterium für bestimmte Jobs, die einfach verlangen, dass der Job Priorität hat. Und weil die Leute, die entscheiden, das eben so sehen.
Man muss sich als Frau entscheiden. Man kriegt nicht alles unter einen Hut. Da spreche ich aus leidvoller Erfahrung.
Und wenn du weißt, dass das Kind Priorität hat, wieso willst du dann leuten, bei denen der Job Priorität hat, die Stellen wegnehmen? Dann steig doch gleich niedriger wieder ein...

Quatsch! Das war vielleicht früher so bzw. ist branchenabhängig! Ich kenne persönlich eine Frau, die in einem Großkonzern wirklich Karriere macht und zwar nach zweimal einem Jahr Elternzeit! Aber sie arbeitet sehr viel und der Mann hat seine Arbeitszeit reduziert.
Aber so etwas wie "anderen nicht den Job wegnehmen" und "besser niedriger wieder einsteigen" hab ich ja noch nie gehört; warum hätte ich das machen sollen bzw. sollte eine Frau das tun??? Ich hab mir meine Position hart erarbeitet und kann sie auch nach der Elternzeit gut ausfüllen!

Eben wegen den Prioritäten. Es ist für die Mitarbeiter extrem nervig, wenn der Verantwortliche seine Verantwortung nicht wahrnimmt, da doch immer die Kinder vorgehen. Ich hatte das in meinem letzten Job - nie wieder! Das sind Quotenfrauen in meinen Augen.

Ach, weißt Du, das gibt's auch bei Männern, nicht nur bei Müttern!

Ja, das ist richtig. Und bei Männern ist es ihr teilweise übertriebenes und völlig unberechtigtes Selbstbewusstsein, das sie ans Ziel führt.
Blubbermaus
17 Beiträge
12.08.2017 12:09
Ich finde, es kommt immer auf den Job und auf die Aufgaben an...
Vielleicht kann man, solange die Kinder noch klein sind, keine Geschäftsführerin sein. Aber zwischen Hausfrau und Geschäftsführerin gibt es ja diverse Abstufungen. Und irgendwo dazwischen gibt es vielleicht einen Mittelweg. Eine Position, bei der keine Welt zusammen bricht, wenn man mal ausfällt.

Es ist aus meiner Sicht einfach nicht mehr zeitgemäß, Frauen die Chancen auf berufliche Erfüllung zu verwehren. Aber es kommt eben auf den Job an und auch auf die Unterstützung des Papas.
Marf
16126 Beiträge
12.08.2017 12:23
Frauen verwehren sich oft selber den Weg.
Wenn ich nur Kollegen ohne Kinder habe und dauernd mit 'Muss eher los,Kiga macht zu','Kind ist krank'..... 'Ich muss noch 17 Kuchen für den ersten Geb.backen' oder ' Ich kann nur da Uralub nehmen'....komme ,wird man automatisch ausgebootet.
Andersherum ist es dasselbe.Als Kinderlose zw. lauter Muttertieren.... das ist auch gnadenlos.
Das sich funktionierende Netzwerke bilden ist selten.
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