Mütter- und Schwangerenforum

Wahl des passenden Papas

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Viala
7947 Beiträge
02.01.2018 11:02
Seit gestern überlege ich und grüble
Ich habe für deinen Freund angekreuzt, ganz ohne nachdenken, weil es sich gut anfühlte...
weiter gedacht jedoch, wäre dein Ex besser... allein schon wegen der ganzen planerei und dem absprechen untereinander...
also bei mir geht innerlich der streit: herz- dein freund, kopf - dein ex

02.01.2018 11:19
Zitat von Gioia80:

Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber bin über den Begriff "Vollgeschwister" gestolpert. Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob man "Voll-oder Halbgeschwister" hat. Vielleicht nicht rein gefühlsmäßig. Aber doch was andere Sachen angeht

Meine Tochter hat auch zwei Halbgeschwister väterlicherseits. Klar sind es für sie Bruder und Schwester. Aber wenn mal mit mir etwas sein sollte, dann steht sie momentan alleine da. Ich denke nicht, dass meine Stiefkinder sich um mich als Pflegefall oder wenn es um das organisieren der Beerdigung gehen würde, kümmern würden.

Deswegen hätte ich gerne noch ein zweites gemeinsames Kind, schon allein auch, weil ihre Geschwister nicht bei uns wohnen und sie sie nur an den Wochenenden sieht.


Hmm, das mit dem Pflegefall kann ich nachvollziehen. Allerdings ist das ja generell ein Problem von Einzelkindern und hat primär nichts damit zu tun, ob noch Stief/Halbgeschwister vorhanden sind oder nicht. Und der vorliegende Fall ist ja schon recht „konstruiert“(ohne das böse zu meinen!). Ich kann mir ja meistens nicht aussuchen, ob meine Kinder jetzt Vollgeschwister sind oder nicht. Das ergibt sich halt. Ich würde es in dem Fall jedenfalls nicht von meiner Entscheidung abhängig machen, weil meines Erachtens noch so viele andere Faktoren wichtig sind, die das eventuelle eintreten eines Pflegefalls eher zweitrangig erscheinen lassen.

Das mit der Beerdigung verstehe ich allerdings nicht. Als der Vater meines Stiefvaters gestorben ist haben alle Familienmitglieder bei der Organisation der Beerdigung und beim Ausräumen des Hauses geholfen. Also auch seine Stiefgeschwister, die vom Erbe gar nichts gesehen haben. Die Oma meiner Freundin ist vor einiger Zeit gestorben, da habe sogar ich sie unterstützt, obwohl wir nicht verwandt sind. Ich denke, da kommt es wirklich auf die Beziehungen untereinander an.
Choco
2259 Beiträge
02.01.2018 11:20
Zitat von Gioia80:

Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber bin über den Begriff "Vollgeschwister" gestolpert. Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob man "Voll-oder Halbgeschwister" hat. Vielleicht nicht rein gefühlsmäßig. Aber doch was andere Sachen angeht

Meine Tochter hat auch zwei Halbgeschwister väterlicherseits. Klar sind es für sie Bruder und Schwester. Aber wenn mal mit mir etwas sein sollte, dann steht sie momentan alleine da. Ich denke nicht, dass meine Stiefkinder sich um mich als Pflegefall oder wenn es um das organisieren der Beerdigung gehen würde, kümmern würden.

Deswegen hätte ich gerne noch ein zweites gemeinsames Kind, schon allein auch, weil ihre Geschwister nicht bei uns wohnen und sie sie nur an den Wochenenden sieht.


Ich denke aber man kann das schlecht vergleichen. Diese Geschwister leben nicht unter einem Dach, da ist Natürlich ein anderes Verhältnis. Wenn Kinder zusammen aufwachsen und damit die meiste Zeit gemeinsam verbringen, dann macht es für das Verhältnis meistens doch eher weniger Unterschied, ob sie verschiedene Väter haben.

Ich glaube letztendlich findet man es bei einem so, und beim anderen so. Das ist genauso wie man nicht vorher sagen kann, ob sich Geschwister mit kleinerem oder mit größerem Abstand besser verstehen, oder gleichgeschlechtliche oder Bruder und Schwester. Das Verhältnis ist einfach immer individuell für jeden und abhängig von vielen Dingen wie Umstände des aufwachsens, Charakter, Interessen usw... Und daher meiner Meinung nach nicht planbar
02.01.2018 11:23
Zitat von Walama:

Zitat von Gioia80:

Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber bin über den Begriff "Vollgeschwister" gestolpert. Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob man "Voll-oder Halbgeschwister" hat. Vielleicht nicht rein gefühlsmäßig. Aber doch was andere Sachen angeht

Meine Tochter hat auch zwei Halbgeschwister väterlicherseits. Klar sind es für sie Bruder und Schwester. Aber wenn mal mit mir etwas sein sollte, dann steht sie momentan alleine da. Ich denke nicht, dass meine Stiefkinder sich um mich als Pflegefall oder wenn es um das organisieren der Beerdigung gehen würde, kümmern würden.

Deswegen hätte ich gerne noch ein zweites gemeinsames Kind, schon allein auch, weil ihre Geschwister nicht bei uns wohnen und sie sie nur an den Wochenenden sieht.


Hmm, das mit dem Pflegefall kann ich nachvollziehen. Allerdings ist das ja generell ein Problem von Einzelkindern und hat primär nichts damit zu tun, ob noch Stief/Halbgeschwister vorhanden sind oder nicht. Und der vorliegende Fall ist ja schon recht „konstruiert“(ohne das böse zu meinen!). Ich kann mir ja meistens nicht aussuchen, ob meine Kinder jetzt Vollgeschwister sind oder nicht. Das ergibt sich halt. Ich würde es in dem Fall jedenfalls nicht von meiner Entscheidung abhängig machen, weil meines Erachtens noch so viele andere Faktoren wichtig sind, die das eventuelle eintreten eines Pflegefalls eher zweitrangig erscheinen lassen.

Das mit der Beerdigung verstehe ich allerdings nicht. Als der Vater meines Stiefvaters gestorben ist haben alle Familienmitglieder bei der Organisation der Beerdigung und beim Ausräumen des Hauses geholfen. Also auch seine Stiefgeschwister, die vom Erbe gar nichts gesehen haben. Die Oma meiner Freundin ist vor einiger Zeit gestorben, da habe sogar ich sie unterstützt, obwohl wir nicht verwandt sind. Ich denke, da kommt es wirklich auf die Beziehungen untereinander an.


Edit: wenn du den finanziellen Gesichtspunkt einer Beerdigung meinst, stimmt das natürlich. Die Kosten muss das Kind allein tragen. Aber das kann einem auch unter „vollen“ Geschwistern passieren, z.B. wenn kein Kontakt besteht oder beim anderen Kind einfach kein Geld da ist.
Choco
2259 Beiträge
02.01.2018 11:25
Zitat von Walama:

Zitat von Walama:

Zitat von Gioia80:

Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber bin über den Begriff "Vollgeschwister" gestolpert. Ich denke schon, dass es einen Unterschied macht, ob man "Voll-oder Halbgeschwister" hat. Vielleicht nicht rein gefühlsmäßig. Aber doch was andere Sachen angeht

Meine Tochter hat auch zwei Halbgeschwister väterlicherseits. Klar sind es für sie Bruder und Schwester. Aber wenn mal mit mir etwas sein sollte, dann steht sie momentan alleine da. Ich denke nicht, dass meine Stiefkinder sich um mich als Pflegefall oder wenn es um das organisieren der Beerdigung gehen würde, kümmern würden.

Deswegen hätte ich gerne noch ein zweites gemeinsames Kind, schon allein auch, weil ihre Geschwister nicht bei uns wohnen und sie sie nur an den Wochenenden sieht.


Hmm, das mit dem Pflegefall kann ich nachvollziehen. Allerdings ist das ja generell ein Problem von Einzelkindern und hat primär nichts damit zu tun, ob noch Stief/Halbgeschwister vorhanden sind oder nicht. Und der vorliegende Fall ist ja schon recht „konstruiert“(ohne das böse zu meinen!). Ich kann mir ja meistens nicht aussuchen, ob meine Kinder jetzt Vollgeschwister sind oder nicht. Das ergibt sich halt. Ich würde es in dem Fall jedenfalls nicht von meiner Entscheidung abhängig machen, weil meines Erachtens noch so viele andere Faktoren wichtig sind, die das eventuelle eintreten eines Pflegefalls eher zweitrangig erscheinen lassen.

Das mit der Beerdigung verstehe ich allerdings nicht. Als der Vater meines Stiefvaters gestorben ist haben alle Familienmitglieder bei der Organisation der Beerdigung und beim Ausräumen des Hauses geholfen. Also auch seine Stiefgeschwister, die vom Erbe gar nichts gesehen haben. Die Oma meiner Freundin ist vor einiger Zeit gestorben, da habe sogar ich sie unterstützt, obwohl wir nicht verwandt sind. Ich denke, da kommt es wirklich auf die Beziehungen untereinander an.


Edit: wenn du den finanziellen Gesichtspunkt einer Beerdigung meinst, stimmt das natürlich. Die Kosten muss das Kind allein tragen. Aber das kann einem auch unter „vollen“ Geschwistern passieren, z.B. wenn kein Kontakt besteht oder beim anderen Kind einfach kein Geld da ist.


Ich würde diese weiterreichende Entscheidung auch ehrlich gesagt nicht von solch einem speziellen "Einzelfall" eines Ereignisses festmachen. Man kann doch nicht wissen, was irgendwann mal ist und wie das dann abläuft.
fellfluse
25 Beiträge
02.01.2018 11:54
Ich kann deine Gedanken und Herangehensweise gut verstehen.
Ich habe den Freund angekreuzt, weil ich glaube, dass mit der Konstellation wirklich alle glücklich werden können.

Dein Freund sowieso, sein Kinderwunsch geht in Erfüllung.
Dein Ex und seine Freundin adoptieren und sie hat dadurch die Chance, auch rechtlich gesehen Mutter zu werden.

Das halte ich für eine für alle bessere Situation, als wenn dein Freund weiterhin Kinder will und keine hat und in der Beziehung deines Ex ein weiteres Kind besteht, das irgendwie nicht so ganz da ist.

Und Halb- oder Vollgeschwister wäre mir komplett egal gewesen. Beide Kinder haben liebende Eltern und einander.

Wünsche dir alles Gute!
Darwin27
7102 Beiträge
02.01.2018 12:01
Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

...


Jetzt wollte ich ebenfalls blöd zurück feuern, aber das macht ja meistens wenig sind. Von daher: Warum wärst du denn froh gewesen, Geschwister von den gleichen Eltern zu haben? Vor allem, wenn du Halbgeschwister hast, muss ja zumindest ein Elternteil der gleiche sein. Vielleicht verstehe ich es dann besser.
Ich werte gar nichts, wieso sollte ich Du warst nebenbei die, die behauptet hat, es würde eine „erhebliche“ Rolle für Kinder spielen, wie sie verwandt sind. So viel zum Thema „auf andere schließen“. Ich kenne niemanden, dem es wichtig gewesen wäre statt seiner oder zusätzlich zu seinen Halbgeschwistern noch „Voll“-Geschwister zu haben. Zumindest wenn es keine groben Unfairheiten bei der Behandlung gegeben hat.


Du hast recht - meine Aussage klang auch pauschal. Das sollte sie aber nicht sein.
Ehrlich gesagt hab ich dennoch wenig Lust, meine intimen Gefühle mit jemandem zu teilen, der auf Konfrontation/Diskussion aus ist. Das verstehst du sicher. Es ist schön, dass dir in deiner Gefühlswelt nichts gefehlt hat. Und jetzt kennst du jemanden, dem es wichtig gewesen wäre, ein Vollgeschwister zu haben


Es war eine Frage und es steht dir absolut frei darauf zu antworten oder nicht. Wie du da jetzt einen Willen zur Konfrontation bei mir herauslesen möchtest, verstehe ich nicht, nein Ich wollte lediglich versuchen, deinen Standpunkt nachzuvollziehen. Denn sonst kann man sich einen Austausch gleich sparen. Aber ich hab schon gemerkt, dass es hier im Forum sehr schwierig ist, über emotionale Themen zu schreiben, ohne dass sich am Ende alle angehen oder versuchen den anderen mit (Zwinker-)Smileys ins lächerlich zu ziehen.


Ich war auf beiden Seiten der Familie das einzige "Stiefkind". Alle haben mich geliebt und gut behandelt. Aber dass ich überall eine Sonderposition innehatte und kein Geschwisterkind meine Situation voll nachvollziehen konnte, hat mich emotional doch etwas allein dastehen lassen. Ich war die Einzige, die am WE zu Papa fuhr bzw. nur am WE da war. Ich war die, die sich an Weihnachten aufteilen musste. Ich habe meine Erfahrungen alle alleine gemacht, während meine Geschwister, die auf beiden Seiten zu 2. waren, ihre Erfahrungen gemeinsam machen konnten, Alltag gemeinsam erleben konnten. Ich habe meinen Alltag geteilt. Während der Woche mit Geschwisterpaar 1 und am WE mit Geschwisterpaar 2. Niemand hat alles mit mir geteilt. Das fand ich schade. Deshalb wünsche ich mir für mein Kind ein Vollgeschwister - damit hat es ein Gefühl von echter Familie.
Patchwork ist was Tolles und sicher sehr bereichernd. Aber ich hätte mir für mich zumindest ein Stück feste Familie gewünscht.

Edit: Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet und du kannst meine Sicht der Dinge etwas besser verstehen. Ich wollte den Thread allerdings nicht mit OT sprengen. Sorry @TE.
Marz
15752 Beiträge
02.01.2018 13:34
Zum Thema Halbgeschwister. Ich habe 2 große Schwestern, eigentlich Halbschwestern, aber für mich sind es einfach meine Schwestern. Vollgeschwister habe ich keine und mir da auch nie einen Kopf drum gemacht. Meine Schwestern sind meine Schwestern
02.01.2018 13:43
Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

...


Du hast recht - meine Aussage klang auch pauschal. Das sollte sie aber nicht sein.
Ehrlich gesagt hab ich dennoch wenig Lust, meine intimen Gefühle mit jemandem zu teilen, der auf Konfrontation/Diskussion aus ist. Das verstehst du sicher. Es ist schön, dass dir in deiner Gefühlswelt nichts gefehlt hat. Und jetzt kennst du jemanden, dem es wichtig gewesen wäre, ein Vollgeschwister zu haben


Es war eine Frage und es steht dir absolut frei darauf zu antworten oder nicht. Wie du da jetzt einen Willen zur Konfrontation bei mir herauslesen möchtest, verstehe ich nicht, nein Ich wollte lediglich versuchen, deinen Standpunkt nachzuvollziehen. Denn sonst kann man sich einen Austausch gleich sparen. Aber ich hab schon gemerkt, dass es hier im Forum sehr schwierig ist, über emotionale Themen zu schreiben, ohne dass sich am Ende alle angehen oder versuchen den anderen mit (Zwinker-)Smileys ins lächerlich zu ziehen.


Ich war auf beiden Seiten der Familie das einzige "Stiefkind". Alle haben mich geliebt und gut behandelt. Aber dass ich überall eine Sonderposition innehatte und kein Geschwisterkind meine Situation voll nachvollziehen konnte, hat mich emotional doch etwas allein dastehen lassen. Ich war die Einzige, die am WE zu Papa fuhr bzw. nur am WE da war. Ich war die, die sich an Weihnachten aufteilen musste. Ich habe meine Erfahrungen alle alleine gemacht, während meine Geschwister, die auf beiden Seiten zu 2. waren, ihre Erfahrungen gemeinsam machen konnten, Alltag gemeinsam erleben konnten. Ich habe meinen Alltag geteilt. Während der Woche mit Geschwisterpaar 1 und am WE mit Geschwisterpaar 2. Niemand hat alles mit mir geteilt. Das fand ich schade. Deshalb wünsche ich mir für mein Kind ein Vollgeschwister - damit hat es ein Gefühl von echter Familie.
Patchwork ist was Tolles und sicher sehr bereichernd. Aber ich hätte mir für mich zumindest ein Stück feste Familie gewünscht.

Edit: Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet und du kannst meine Sicht der Dinge etwas besser verstehen. Ich wollte den Thread allerdings nicht mit OT sprengen. Sorry @TE.


Danke dafür!
Das heißt du bist jedes Wochenende zu deinem Vater gefahren? Und du hast mit 2 Geschwistern im gleichen Haushalt gewohnt und 2 waren bei deinem Papa? So kann ich das tatsächlich besser nachvollziehen. Wenn du quasi das eine „Einzel“-Kind warst, während alle anderen noch jemand zweiten hatten.
Bei der TS wäre es, wenn sie den Freund nimmt, zumindest so, dass die Kinder ja jeweils zu ihrem Vater gehen würden und keiner diesen „Sonderstatus“ hätte. Aber wie sich für die Kinder die Situation emotional mal entwickelt, kann man leider eh nie voraussagen.
Die-zauberhafte-Patin
23655 Beiträge
02.01.2018 14:08
Zitat:
Zitat von Anonym 196374:

Zitat von Zwerginator:

Wirf eine Münze und schau wie du dich beim Ergebnis fühlst. Das sagt viel mehr als jedes Durchdenken und Durchplanen.


Habe ich getan, bei beiden Varianten war ich glücklich. Vom Herzen her kommen beide als Wunschväter in Betracht. Deswegen gehe ich es nun über den Kopf an.



Zitat von Walama:

Zitat von Anonym 196374:

Kind eins war in einer Partnerschaft. Ehe. Ein Wunschkind. Trotz dieser Voraussetzungen ist die Beziehung zerbrochen. Eltern sind wir aber ein Leben lang.

Und ja, ich hätte auch gerne eine Klischee Familie auf ewig gehabt. Das Schicksal sieht es nun aber anders. Und ein Kinderwunsch ist mit anderen Wünschen wie ein Haus oder Auto oder was auch immer, nicht zu vergleichen.

Deswegen ja, ich möchte für mein Lebensglück ein zweites Kind versuchen zu bekommen. Auch falls es nicht klappt. Um später nichts zu bereuen und was wäre wenn Gedanken.


Hältst du uns auf dem Laufenden? Würde mich interessieren, wie es bei euch weitergeht und welche Entscheidung ihr am Ende fällt!


Ja ich halte euch gerne auf dem Laufenden.

Zum Thema Geschwister, da finde ich die Diskussion interessant. Mich würde auch interessieren, woran der Unterschied fest gemacht wird. Ich selbst habe voll Geschwister und trotzdem keinen Kontakt mehr. Deswegen habe ich das gar nicht als Problem angesehen, lediglich nur im Falle des Todes/Nachlasses.


Und ich habe nur Halbgeschwister und unterschiedlich Kontakt.
Ich habe einen Halbbruder, mit dem ich groß wurde und wir haben eine gemeinsame Mutter, verschiedene Väter. Er ist mein Bruder mit allem was dazugehört und ich habe ihn immer vergöttert und auch heute habe ich noch eine starke Bindung an ihn. Das Wörtchen "Halb-" ist hier nur ein Wort.
Ich habe aber auch noch 2 weitere Halbgeschwister. Einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester. Wir teilen uns einen biologischen Vater. Die jüngere Schwester ist bei und mit ihm groß geworden. Ergo mit der dritten Frau ist er dann glücklich geworden. Mein älterer Halbbruder ist bei seiner Mutter groß geworden. Im selben Dorf wie ich. Wir hatten hin und wieder mal losen Kontakt und man kannte sich eben so auf dem Dorf.
Jetzt ist kürzlich unser gemeinsamer Vater gestorben und ich telefonierte, des Nachlasses wegen, mit eben diesem Halbbruder. Wir waren uns schnell einig - wir wollen nichts, aber wir würden gern unsere Halbschwester kennenlernen. Unser Vater hat zu uns keinen Kontakt gewollt, wir kennen ihn nicht. Entsprechend wurde auch die kleinere Schwester "abgeschirmt". Sie wusste von uns, das wissen wir inzwischen, aber mehr eben auch nicht. JETZT haben wir zu ihr Kontakt aufgenommen und werden uns in diesem Jahr zu dritt treffen.
Was ich zeigen will: Ganz egal, wie Geschwister - ob nun halb oder voll - aufwachsen,es gibt unterschiedliche Wege, wie sie groß werden. Glücklich kann jeder Weg sein. Deshalb würde ich mir DARÜBER gar keine Gedanken machen.
Vollgeschwister wären bei dir nur deswegen einfacher, dass im Falle deines Ablebens, der Aufenthaltsort der Kinder einfacher zu regeln wäre und vor allem auch, dass sie garantiert zusammenbleiben können. Das wäre der einzige Vorteil, den ich sehe.
Ansonsten: Entscheide halt echt nach deinem Bauch. Wie gesagt: Spontan wäre ich auch für den Ex. Aber eine handfeste Begründung gibt es dafür nicht, das ist nur ein erstes Bauchgefühl.
Darwin27
7102 Beiträge
02.01.2018 14:10
Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

...


Es war eine Frage und es steht dir absolut frei darauf zu antworten oder nicht. Wie du da jetzt einen Willen zur Konfrontation bei mir herauslesen möchtest, verstehe ich nicht, nein Ich wollte lediglich versuchen, deinen Standpunkt nachzuvollziehen. Denn sonst kann man sich einen Austausch gleich sparen. Aber ich hab schon gemerkt, dass es hier im Forum sehr schwierig ist, über emotionale Themen zu schreiben, ohne dass sich am Ende alle angehen oder versuchen den anderen mit (Zwinker-)Smileys ins lächerlich zu ziehen.


Ich war auf beiden Seiten der Familie das einzige "Stiefkind". Alle haben mich geliebt und gut behandelt. Aber dass ich überall eine Sonderposition innehatte und kein Geschwisterkind meine Situation voll nachvollziehen konnte, hat mich emotional doch etwas allein dastehen lassen. Ich war die Einzige, die am WE zu Papa fuhr bzw. nur am WE da war. Ich war die, die sich an Weihnachten aufteilen musste. Ich habe meine Erfahrungen alle alleine gemacht, während meine Geschwister, die auf beiden Seiten zu 2. waren, ihre Erfahrungen gemeinsam machen konnten, Alltag gemeinsam erleben konnten. Ich habe meinen Alltag geteilt. Während der Woche mit Geschwisterpaar 1 und am WE mit Geschwisterpaar 2. Niemand hat alles mit mir geteilt. Das fand ich schade. Deshalb wünsche ich mir für mein Kind ein Vollgeschwister - damit hat es ein Gefühl von echter Familie.
Patchwork ist was Tolles und sicher sehr bereichernd. Aber ich hätte mir für mich zumindest ein Stück feste Familie gewünscht.

Edit: Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet und du kannst meine Sicht der Dinge etwas besser verstehen. Ich wollte den Thread allerdings nicht mit OT sprengen. Sorry @TE.


Danke dafür!
Das heißt du bist jedes Wochenende zu deinem Vater gefahren? Und du hast mit 2 Geschwistern im gleichen Haushalt gewohnt und 2 waren bei deinem Papa? So kann ich das tatsächlich besser nachvollziehen. Wenn du quasi das eine „Einzel“-Kind warst, während alle anderen noch jemand zweiten hatten.
Bei der TS wäre es, wenn sie den Freund nimmt, zumindest so, dass die Kinder ja jeweils zu ihrem Vater gehen würden und keiner diesen „Sonderstatus“ hätte. Aber wie sich für die Kinder die Situation emotional mal entwickelt, kann man leider eh nie voraussagen.


Genau. Ich hatte Stiefmutter und -vater (beide toll!) und auf beiden Seiten 2 "neue" Geschwister. Ich war das einzige Kind, das nicht in einer intakten Ehe aufwuchs und das sich somit einfach mit anderen Dingen rumschlagen musste, als die anderen.

Wenn die TS den Ex nähme, gäbe es auch keinen Sonderstatus. Keines der Kinder ist in der intakten Beziehung aufgewachsen. Die TE war nicht mehr mit dem Ex zusammen, als das erste Kind geboren wurde. Aber - meine Erfahrungen müssen ja jetzt auch nicht ausschlaggebend für die TE sein. Ich wollte nur anmerken, dass (für mich) Vollgeschwister eben wenn es drauf ankommt doch ein bisschen mehr Familie bedeuten, als Halbgeschwister.
MiramitLionel
4000 Beiträge
02.01.2018 14:20
Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

Zitat von Darwin27:

Zitat von Walama:

...


Ich war auf beiden Seiten der Familie das einzige "Stiefkind". Alle haben mich geliebt und gut behandelt. Aber dass ich überall eine Sonderposition innehatte und kein Geschwisterkind meine Situation voll nachvollziehen konnte, hat mich emotional doch etwas allein dastehen lassen. Ich war die Einzige, die am WE zu Papa fuhr bzw. nur am WE da war. Ich war die, die sich an Weihnachten aufteilen musste. Ich habe meine Erfahrungen alle alleine gemacht, während meine Geschwister, die auf beiden Seiten zu 2. waren, ihre Erfahrungen gemeinsam machen konnten, Alltag gemeinsam erleben konnten. Ich habe meinen Alltag geteilt. Während der Woche mit Geschwisterpaar 1 und am WE mit Geschwisterpaar 2. Niemand hat alles mit mir geteilt. Das fand ich schade. Deshalb wünsche ich mir für mein Kind ein Vollgeschwister - damit hat es ein Gefühl von echter Familie.
Patchwork ist was Tolles und sicher sehr bereichernd. Aber ich hätte mir für mich zumindest ein Stück feste Familie gewünscht.

Edit: Ich hoffe, deine Frage ist damit beantwortet und du kannst meine Sicht der Dinge etwas besser verstehen. Ich wollte den Thread allerdings nicht mit OT sprengen. Sorry @TE.


Danke dafür!
Das heißt du bist jedes Wochenende zu deinem Vater gefahren? Und du hast mit 2 Geschwistern im gleichen Haushalt gewohnt und 2 waren bei deinem Papa? So kann ich das tatsächlich besser nachvollziehen. Wenn du quasi das eine „Einzel“-Kind warst, während alle anderen noch jemand zweiten hatten.
Bei der TS wäre es, wenn sie den Freund nimmt, zumindest so, dass die Kinder ja jeweils zu ihrem Vater gehen würden und keiner diesen „Sonderstatus“ hätte. Aber wie sich für die Kinder die Situation emotional mal entwickelt, kann man leider eh nie voraussagen.


Genau. Ich hatte Stiefmutter und -vater (beide toll!) und auf beiden Seiten 2 "neue" Geschwister. Ich war das einzige Kind, das nicht in einer intakten Ehe aufwuchs und das sich somit einfach mit anderen Dingen rumschlagen musste, als die anderen.

Wenn die TS den Ex nähme, gäbe es auch keinen Sonderstatus. Keines der Kinder ist in der intakten Beziehung aufgewachsen. Die TE war nicht mehr mit dem Ex zusammen, als das erste Kind geboren wurde. Aber - meine Erfahrungen müssen ja jetzt auch nicht ausschlaggebend für die TE sein. Ich wollte nur anmerken, dass (für mich) Vollgeschwister eben wenn es drauf ankommt doch ein bisschen mehr Familie bedeuten, als Halbgeschwister.


Ist aber tatsächlich individuell. Also nur von meiner Erfahrung aus : habe drei volle Geschwister und zu keinem Kontakt. Unsere Eltern sind gestorben aber keiner der drei war mir ein Halt. So kann es auch gehen.

Ob voll oder halb, ich persönlich würde rauche daran festmachen. Sonst dürfte ich in meiner Beziehung auch kein Kind bekommen weil mein Freund nicht der leibliche Vater ist. Dennoch wollen wir noch eins und ich weiß hier dass beide Kinder komplett gleich behandelt werden werden. Mein Sohn hat nur meinen Freund als Vater und liebt ihn abgöttisch. Und auch dessen Eltern würden keinen Unterschied machen

Ich würde den Freund wählen weil ich denke dass das mit der Freundin des ex noch Probleme geben könnte
Lobulus
1142 Beiträge
02.01.2018 14:43
Allein schon damit die beiden „volle“ Geschwister wären, würde ich den ex nehmen. Denk mal an Weihnachten, wenn sie mal mit dem Papa feiern werden...So sind sie immerhin zusammen, auch wenn du mal nicht dabei bist.
born-in-helsinki
16713 Beiträge
02.01.2018 14:58
Ich hab wirklich bauchweh beim gedanken dran das dieses kind dann der grund ist, wieso die neue keine eigenen kinder haben wird.
Kann mir vorstellen das es da noch ärger geben könte.
Choco
2259 Beiträge
02.01.2018 15:08
Was ich nicht ganz verstehe, ist dass dein Ex und seine Freundin dann auf eine Adoption verzichten. Das wäre mir persönlich zu viel Druck. Sollen sie doch unabhängig von dir adoptieren? Am Ende läuft es sonst doch nicht so wie gedacht und dann geben Sie Dir oder dem Kind (bewusst oder unbewusst) die Schuld daran, kein 'eigenes' Kind zu haben..
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