Mütter- und Schwangerenforum

...bald wieder alleine

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NiAn
12026 Beiträge
22.09.2017 07:51
Zitat von Schnecke510:

Danke für eure Antworten.

Mal eine doofe Frage: Wie gestaltet man Freundschaften? Ich habe viele Bekanntschaften, mit denen ich auch mal was mache, aber so richtig über Probleme reden tu ich nicht mit denen.


das ist ne schwierige Frage.... Das kommt einfach von alleine. Meine beste Freundin kenne ich seit 11 Jahren. Ich fühle mich bei ihr wie zu Hause, gehe rein ohne klingeln und bediene mich am Kühlschrank, so wie sie bei mir auch. Das ist bedingungsloses Vertrauen, immer da sein. Auch mal kritisch sein können ohne das der andere angepisst ist, insiderwitze machen, sich ausheulen können und sich von der verletzbaren seite zeigen können, abends beim Serienmarathon zusammen unter einer Decke Löffelchen liegen. All sowas eben. Quasi mein weiblicher Ehemann ohne Sex
NiAn
12026 Beiträge
22.09.2017 07:57
Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.


natürlich nicht. Aber es sollte möglich sein das ihr darüber redet und gemeinsam eine Lösung findet.

Geht doch einfach mal ein paar Jahre mit in die USA, als Abenteuer. Für deine Kinder wäre das vermutlich eine tolle Erfahrung und sprachlich echt top, gerade für die BErufswelt. Du willst nicht dauerhaft dort leben, verstehe ich, aber wie sieht es denn mit einem "langen Urlaub" aus. Ihr würdet zusammen sein, als Familie, hätten gemeinsam ein neues Abenteuer, du könntest vielleicht mal ausbrechen aus dieser starren Welt in der du jetzt lebst. Könntest neue Freundschaften schließen, ohne Vorutreile einfach weil dich keiner kennt und keiner was von dir erwartet. Muss ja nicht für immer sein aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit das du 2-3 Jahre mit in die USA gehts und die restlichen Jahre verbringt ihr gemeinsam hier, ohne pendeln. Damit ihr wieder eine Familie sein könnt.
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 08:03
Zitat von Cookie88:

Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.

Nüchtern betrachtet:
1. Er kündigt seinen Job oder ändert die Arbeitsbedingungen
2. Du machst das Pendelspiel mit
3. Du trennst dich


Nüchtern betrachtet vielleicht...

1. Er kündigt nicht den Job, auf den er das ganze Leben hingearbeitet hat und der sein Traum ist. Arbeitsbedingungen ändern wäre eventuell eine Möglichkeit, die man abchecken müsste.
2. Nein, ich habe hier auch Verpflichtungen. Wäre ich alleine, wäre es vielleicht ok, aber die Kinder sind ja auch noch da.
3. Nein, denn dafür bin ich zu glücklich mit ihm.
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 08:05
Zitat von Blancanieves:

Also erstmal finde ich es super schwierig und ich glaube, ich hâtte schon lângst was dagegen unternommen.
Ich habe zwar nur eine Fernbeziehung auf 9.000 km gehabt, fand es aber so schon schwierig genug.

Da du schon gute Tipps bekommen hast, gehe ich nur auf den letzten Beitrag von dir ein:

Es ist wichtig einen fûr euch beide funktionierenden Kompromiss zu finden, oder du ziehst die Reissleine.
Ich sehe da nur, dass er sich nen anderen Job/Posten sucht, bei welchem ihr eventuell einen dauerhaften Wohnsitz zusammen habt, oder du ertrâgst es....oder ziehts eben die Reissleine.

Meine Cousine ist mit einem Ami verheiratet, da wird alle 4 Jahre umgezogen (er arbeitet bei der Army). Ich weiss nicht, wie das bei euch ist...hat er sich mal darûber informiert, ob es eventuell andere Optionen gibt?

LG, Blanca


Danke für deine Antwort. Man müsste abchecken, inwiefern er seinen Aufenthalt dort vielleicht auf 3 Monate verringern kann, wobei 6 ja schon sehr, sehr entgegenkommend sind.
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 08:07
Zitat von NiAn:

Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.


natürlich nicht. Aber es sollte möglich sein das ihr darüber redet und gemeinsam eine Lösung findet.

Geht doch einfach mal ein paar Jahre mit in die USA, als Abenteuer. Für deine Kinder wäre das vermutlich eine tolle Erfahrung und sprachlich echt top, gerade für die BErufswelt. Du willst nicht dauerhaft dort leben, verstehe ich, aber wie sieht es denn mit einem "langen Urlaub" aus. Ihr würdet zusammen sein, als Familie, hätten gemeinsam ein neues Abenteuer, du könntest vielleicht mal ausbrechen aus dieser starren Welt in der du jetzt lebst. Könntest neue Freundschaften schließen, ohne Vorutreile einfach weil dich keiner kennt und keiner was von dir erwartet. Muss ja nicht für immer sein aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit das du 2-3 Jahre mit in die USA gehts und die restlichen Jahre verbringt ihr gemeinsam hier, ohne pendeln. Damit ihr wieder eine Familie sein könnt.

Auch wenn ich ab und an mal daran gedacht habe...ernsthaft habe ich es nie in Erwägung gezogen. Aber wenn du es so scheibst, dann klingt es gar nicht mehr so schlecht. Eine Umstellung wäre es schon...ich werde darüber nachdenken.
NiAn
12026 Beiträge
22.09.2017 08:09
Zitat von Schnecke510:

Zitat von NiAn:

Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.


natürlich nicht. Aber es sollte möglich sein das ihr darüber redet und gemeinsam eine Lösung findet.

Geht doch einfach mal ein paar Jahre mit in die USA, als Abenteuer. Für deine Kinder wäre das vermutlich eine tolle Erfahrung und sprachlich echt top, gerade für die BErufswelt. Du willst nicht dauerhaft dort leben, verstehe ich, aber wie sieht es denn mit einem "langen Urlaub" aus. Ihr würdet zusammen sein, als Familie, hätten gemeinsam ein neues Abenteuer, du könntest vielleicht mal ausbrechen aus dieser starren Welt in der du jetzt lebst. Könntest neue Freundschaften schließen, ohne Vorutreile einfach weil dich keiner kennt und keiner was von dir erwartet. Muss ja nicht für immer sein aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit das du 2-3 Jahre mit in die USA gehts und die restlichen Jahre verbringt ihr gemeinsam hier, ohne pendeln. Damit ihr wieder eine Familie sein könnt.

Auch wenn ich ab und an mal daran gedacht habe...ernsthaft habe ich es nie in Erwägung gezogen. Aber wenn du es so scheibst, dann klingt es gar nicht mehr so schlecht. Eine Umstellung wäre es schon...ich werde darüber nachdenken.


vielleicht würde dir aber gerad die Umstellung gut tun Hätte ich diese Chance (und meine Kinder) würde ich es sofort machen. Schon alleine den Sprachkenntnissen zu liebe
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 08:12
Zitat von NiAn:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von NiAn:

Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.


natürlich nicht. Aber es sollte möglich sein das ihr darüber redet und gemeinsam eine Lösung findet.

Geht doch einfach mal ein paar Jahre mit in die USA, als Abenteuer. Für deine Kinder wäre das vermutlich eine tolle Erfahrung und sprachlich echt top, gerade für die BErufswelt. Du willst nicht dauerhaft dort leben, verstehe ich, aber wie sieht es denn mit einem "langen Urlaub" aus. Ihr würdet zusammen sein, als Familie, hätten gemeinsam ein neues Abenteuer, du könntest vielleicht mal ausbrechen aus dieser starren Welt in der du jetzt lebst. Könntest neue Freundschaften schließen, ohne Vorutreile einfach weil dich keiner kennt und keiner was von dir erwartet. Muss ja nicht für immer sein aber vielleicht wäre es eine Möglichkeit das du 2-3 Jahre mit in die USA gehts und die restlichen Jahre verbringt ihr gemeinsam hier, ohne pendeln. Damit ihr wieder eine Familie sein könnt.

Auch wenn ich ab und an mal daran gedacht habe...ernsthaft habe ich es nie in Erwägung gezogen. Aber wenn du es so scheibst, dann klingt es gar nicht mehr so schlecht. Eine Umstellung wäre es schon...ich werde darüber nachdenken.


vielleicht würde dir aber gerad die Umstellung gut tun Hätte ich diese Chance (und meine Kinder) würde ich es sofort machen. Schon alleine den Sprachkenntnissen zu liebe

Ich kann gar nicht gut Englisch und gerade das Englisch in den USA widerstrebt mir. Also, ich bin kein US-Fan...das ist nicht mein Stil, nicht meine Mentalität...gerade an der Ostküste, neee. Aber mei, man wäre ja nicht alleine dort.
born-in-helsinki
16191 Beiträge
22.09.2017 08:17
Ich finde 8-9 Jahre noch eine wirklich sehr lange Zeit! Wenn man weiss es sind noch 1-2 ok, kann man die Pobacken zusammenkneifen aber in 8 Jahren, wer weiss was dann ist

Schade find ich uch das dein Mann das anscheinend nicht verstehen will oder kann. Natuerlich ist sein Job ihm wichtig, so lese ich das immer raus wenn du drueber scheibst, aber er muss eben auch an euch denken.
Du schriebst er behandelt die Kinder wie Angestellte, findest du das in Ordnung?

NiAn
12026 Beiträge
22.09.2017 08:17
Zitat von Schnecke510:

Zitat von NiAn:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von NiAn:

...

Auch wenn ich ab und an mal daran gedacht habe...ernsthaft habe ich es nie in Erwägung gezogen. Aber wenn du es so scheibst, dann klingt es gar nicht mehr so schlecht. Eine Umstellung wäre es schon...ich werde darüber nachdenken.


vielleicht würde dir aber gerad die Umstellung gut tun Hätte ich diese Chance (und meine Kinder) würde ich es sofort machen. Schon alleine den Sprachkenntnissen zu liebe

Ich kann gar nicht gut Englisch und gerade das Englisch in den USA widerstrebt mir. Also, ich bin kein US-Fan...das ist nicht mein Stil, nicht meine Mentalität...gerade an der Ostküste, neee. Aber mei, man wäre ja nicht alleine dort.


richtig und ich finde die Unterschiede vom Britischen Englisch zum US-Englisch gar nicht sooo schlimm. Die Briten sind halt nur höflicher im Tn und umschreiben bisschen mehr, die Amis kommen schneller zur Sache, das macht es (so finde ich) leichter im englischen. Ist aber auch nur mein empfinden.
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 08:24
Zitat von born-in-helsinki:

Ich finde 8-9 Jahre noch eine wirklich sehr lange Zeit! Wenn man weiss es sind noch 1-2 ok, kann man die Pobacken zusammenkneifen aber in 8 Jahren, wer weiss was dann ist

Schade find ich uch das dein Mann das anscheinend nicht verstehen will oder kann. Natuerlich ist sein Job ihm wichtig, so lese ich das immer raus wenn du drueber scheibst, aber er muss eben auch an euch denken.
Du schriebst er behandelt die Kinder wie Angestellte, findest du das in Ordnung?

Er behandelt sie nicht wie Angestellte, aber er ist oft sehr hart zu ihnen in seinen Aussagen. Es ist nicht so, dass er schimpft bei schlechten Noten o.ä., aber er haut oft mit einer Selbstverständlichkeit sehr fiese Dinge raus, wo ich ihn echt erwürgen könnte jedesmal. Es sind gemeine Sprüche, für die man typischerweise eben seinen Chef hasst...und er merkt nicht, dass er mit seinen Kindern spricht. Oft ist es deswegen auch relativ stressig im Alltag, wenn er da ist. Ich sage zu schlechten Noten z.B. "Mei, musst du das nächste Mal halt mehr lernen..." und dann lege ich in den folgenden Tagen noch ein bis zweimal den Finger in die Wunde und frage, ob er/sie gelernt hat. Bei meinem Mann ist das so...friss oder stirb. Es tut mir oft weh, auch wenn ich weiß, dass er ein liebevoller und guter Vater ist. Aber er erwartet von den Kindern tatsächlich immer Höchstleistungen. Und deswegen sage ich eben...es wird nicht automatisch alles besser, wenn wir ständig zusammen sind.
born-in-helsinki
16191 Beiträge
22.09.2017 08:27
Zitat von Schnecke510:

Zitat von born-in-helsinki:

Ich finde 8-9 Jahre noch eine wirklich sehr lange Zeit! Wenn man weiss es sind noch 1-2 ok, kann man die Pobacken zusammenkneifen aber in 8 Jahren, wer weiss was dann ist

Schade find ich uch das dein Mann das anscheinend nicht verstehen will oder kann. Natuerlich ist sein Job ihm wichtig, so lese ich das immer raus wenn du drueber scheibst, aber er muss eben auch an euch denken.
Du schriebst er behandelt die Kinder wie Angestellte, findest du das in Ordnung?

Er behandelt sie nicht wie Angestellte, aber er ist oft sehr hart zu ihnen in seinen Aussagen. Es ist nicht so, dass er schimpft bei schlechten Noten o.ä., aber er haut oft mit einer Selbstverständlichkeit sehr fiese Dinge raus, wo ich ihn echt erwürgen könnte jedesmal. Es sind gemeine Sprüche, für die man typischerweise eben seinen Chef hasst...und er merkt nicht, dass er mit seinen Kindern spricht. Oft ist es deswegen auch relativ stressig im Alltag, wenn er da ist. Ich sage zu schlechten Noten z.B. "Mei, musst du das nächste Mal halt mehr lernen..." und dann lege ich in den folgenden Tagen noch ein bis zweimal den Finger in die Wunde und frage, ob er/sie gelernt hat. Bei meinem Mann ist das so...friss oder stirb. Es tut mir oft weh, auch wenn ich weiß, dass er ein liebevoller und guter Vater ist. Aber er erwartet von den Kindern tatsächlich immer Höchstleistungen. Und deswegen sage ich eben...es wird nicht automatisch alles besser, wenn wir ständig zusammen sind.


Ach so, ich meine das du das Wort Angestellte benutzt hattest irgendwo.
Fuer ihn sicher auch schwer umzustellen wenn er seine Kids lange nicht sieht und dann Papa sein muss und nicht mehr Arbeitskollege oder Boss.
Viala
6189 Beiträge
22.09.2017 10:22
Zitat von Cookie88:

Zitat von Schnecke510:

Die Frage ist, WIE ändere ich die Situation? Ich kann meinen Mann ja nicht zwingen, zu Hause zu bleiben.

Nüchtern betrachtet:
1. Er kündigt seinen Job oder ändert die Arbeitsbedingungen
2. Du machst das Pendelspiel mit
3. Du trennst dich

4. du wirfst hin, was dein Alltag ist... Job, unternehmungen etc. und orientierst dich neu... suchst dir alternativen zu deinem mann...lass ihn sich in dein leben integrieren wenn er mal zuhause ist, aber richte dich nach dir... zu bist doch das ganze jahr da, nicht er...
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 14:35
So, jetzt habe ich ein bisschen mehr Zeit, um zu schreiben.
Gestern war einfach so ein Tag, an dem alles schief lief. er fing ja schon relativ schlecht an, deswegen auch dieser Thread hier.
Jedenfalls wurde mir gestern irgendwie mal wieder klar, wie schlecht es läuft bei uns im Moment. Und da einige hier der Meinung sind, alles wäre gut, wenn wir immer zusammen wären...vielleicht mal eine Kurzfassung der Geschehnisse gestern. Wie gesagt, in der Beziehung zwischen meinem Mann und mir gibt es während der 6 Monate des Zusammenseins drei Phasen: Euphorie: alles super, rosa Brille, endlich wieder zusammen! - dauert ca. 2 Wochen
Zusammengewöhnung: ab Woche 3 bis zwei Wochen vor der erneuten Abreise. Da gibt's dann so Alltagsproblemchen, die mich nerven, aber ich schlucke sie, weil er ja sonst eh nie da ist. Diese Problemchen betreffen seine Beteiligung an Kinder und Haushalt, die gegen 0 geht. Kürzlich wieder so in Beispiel. Er hatte ein wichtiges Treffen und wollte dazu ein spezielles Hemd tragen. "Wo ist das Hemd?" - "Weiß ich doch nicht, vielleicht in der Wäsche?" - "Ah, es ist bei der Bügelwäsche." - "Jaaa?" - "Kannst du es mir bitte bügeln?" - "Bügeln ist nicht mein Aufgabenbereich, bitte mach es selber oder sage es das nächste Mal rechtzeitig der Haushaltshilfe..." - "Oh...bitte, bitte!" - "Okkkkk... ". Mich nervt das, für ihn ist einfach klar, dass ich es mache, wenn die Hilfe nicht da ist. D.h. nach 5,5 Monaten mit ihm bin ich teilweise grundlegend genervt und freue mich auf eine Phase des Durchatmens, wo ich machen kann, was ich will!
Aktuell befinden wir uns in Phase 3 (letzte zwei Wochen vor Abreise): Hier muss alles perfekt laufen, ich stecke noch mehr zurück, weil wir ja nicht mehr lange gemeinsam haben. Und gestern ereignete sich ein prototypischer Vorfall, der mich belastet, mich fertig macht, mich an mir selbst zweifeln lässt und mich unter Druck setzt, sodass ich diese Nacht gar nicht geschlafen habe, weil ich ständig nachdenken muss.

Gestern Nachmittag meinte er, ob wir nicht abends zu zweit was essen gehen könnten...um in Ruhe die nächsten 6 Monate zu besprechen. Grundsätzlich eine ganz gute Idee. Problem dabei ist im Moment die Kinderbetreuung, da unser älterer Sohn nicht da ist; der Größte ist 15 und dann eben die drei kleinen Mädels. Mir ist es nicht geheuer, wenn die vier länger alleine sind, gerade abends. Normalerweise fungiert unsere Haushaltshilfe als Babysitterin und bleibt i.d.R. bis wir wieder kommen bzw. manchmal auch über Nacht. Gestern war sie aber um 9 selbst verabredet. Ok, Pech für uns, wenn wir so spontan sind. Sie hat freundlicherweise angeboten, was zu kochen, die Kleinen ins Bett zu bringen und dann gegen 9 zu gehen. 30 Minuten o.ä. können die Kinder ja alleine bleiben.
Ok, wir waren dann um 19 Uhr schon im Restaurant. Lief auf alles ganz gut, um kurz nach halb 9 waren wir dann auf dem Heimweg. Dann meint mein Mann doch allen Ernstes, so jetzt nehmen wir uns noch ein Hotelzimmer und...ihr wisst schon. Wir haben das ab und an gemacht früher und es ist grundsätzlich eine ganz gute Sache...(anders hätten wir es wahrscheinlich nicht auf 7 Kinder gebracht ). Ich sagte dann, nein, es ist mir nicht recht, die Kinder sind allein zu Hause. Und außerdem findet man kein Hotel im Moment, denn es ist Wiesn. Er meinte, er wüsste eins...ok, kurz überlegt (...damit er Ruhe gibt )...ah, ein Hotel für 400 Euro die Nacht...und wir nutzen das Zimmer vielleicht eine Stunde? Ne, kommt nicht in Frage. Ich bezahle nicht 400 Euro, um mit meinem Ehemann ein Schäferstündchen abzuhalten. Diskussion blabla, ok, er hat es kapiert. Ich habe ihm dann gesagt, wir gehen nach Hause und gucken dort mal weiter. Wie gesagt, Phase 3 - alles muss perfekt laufen. Ich war also in der Pflicht, denn ich habe seinen Vorschlag nicht angenommen. Druck war also aufgebaut.
Dann kamen wir nach Hause. Ich stand schon ziemlich unter Strom wegen dieser unangenehmen Diskussion. Ich hatte gerade den Schlüssel in der Haustür umgedreht, da fing er schon an "mich zu bearbeiten", ich habe kurz überlegt, habe es dann aber einfach akzeptiert, denn - wie gesagt - ich konnte ihn nicht schon wieder abweisen. Von der Haustür aus muss man bei uns eine Treppe hoch, wo dann nochmal eine Tür ist...anstatt dass ich ihn in die Schranken gewiesen hätte, habe ich einfach nur gehofft, dass zumindest die Haushälterin schon weg ist. Ich weiß auch nicht, konnte gar keinen normalen Gedanken mehr fassen... Jedenfalls wollte ich nur noch diese Treppe hoch und dann einfach kurz mit ihm verschwinden...und ich dachte mir nur, bitte, bitte....wenn ich diese Türe aufmache, lass es dunkel und ruhig sein. Natürlich war dem nicht so. Unser Sohn stand uns - zwar in einiger Entfernung - aber dennoch relativ direkt gegenüber, als er sich in der Küche ein Brot schmierte. Normalerweise macht er das nicht, sondern ist ab spätestens 9 im Zimmer und liest oder hört Musik...aber offenbar war das Essen unserer Hilfe nicht so sättigend, sodass er dann nochmal was essen wollte. Jedenfalls wäre ich am liebsten im Erdboden versunken, es war mir so peinlich, ich stand da vor meinem Sohn mit offener Bluse und wusste überhaupt nicht, was ich in dem Moment tun oder sagen sollte. Was denkt ein 15-Jähriger, wenn seine Eltern vom Restaurant in dieser Verfassung zurückkommen...und nicht mal betrunken oder angeheitert, sondern...ich war einfach nur gestresst, und das hat er wahrscheinlich auch wahrgenommen. In dem Moment hat sogar mein Mann kapiert, dass er es wirklich übertrieben hat. Aber wie gesagt, Phase 3, es sollte was Besonderes sein!
Ok, Peinlichkeit war also da, was sollten wir großartig sagen oder tun...habe also allerseits eine gute Nacht gewünscht. Und dann habe ich meinem Mann sagen müssen, dass bei mir aufgrund dieser Sache alles blockiert ist und es nicht möglich ist. Hat er natürlich akzeptiert. Für ihn war das dann keine große Sache. Ich habe dann die ganze Zeit überlegt, soll ich Plan B abrufen...es gibt ja immer eine Lösung, wenn man als Frau gerade nicht möchte...aber ich hätte mich wahrscheinlich übergeben müssen, so aufgeregt war ich. Also, schlief er ein, und ich fühlte mich als Versagerin. Ich habe mich so gehasst heute Nacht. Nicht mal DAS kriege ich hin. Und das, obwohl wir nur noch ca. eine gemeinsame Woche haben.
Ich habe heute mit meinem Mann gesprochen und ihm gesagt, dass es sich für mich so schlecht anfühlt, als hätte ich versagt usw...er sieht das Problem nicht, meinte, mei, es ist blöd gelaufen, passiert eben, ist ja nichts dabei. Zum Thema "Versagerin" meinte er "In welchem Jahrhundert lebst du?" - er hat sich dann entschuldigt für diese flapsige Aussage, aber es zeigt mir, dass er meine subjektiven Gefühle nicht wirklich nachempfinden kann.
Für meinen Mann war das Thema dann gegessen, für mich nicht. Ich schäme mich vor unserem Sohn. Habe ihm heute einfach nur nochmal gesagt, dass die Situation auch für uns nicht leicht ist usw...k.A., wie er das aufnimmt. Also, für mich ist gestern eine Welt zusammengebrochen, ich habe unsere letzte gemeinsame Woche verbockt, obwohl ich sie perfekt machen wollte

Und SOWAS erzähle ich meinem Psychologen nicht...und auch meinen Bekannten nicht, es ist mir einfach zu peinlich.

Ich kenne mich selbst nicht mehr und meinen Mann auch nicht...wir benehmen uns wie 16-Jährige...weil wir beide denken, wir müssten alles geben, um dem anderen was zu beweisen...Und das gab es früher nicht, das ist erst, seitdem er ständig weg ist. Ich bin echt verzweifelt im Moment.
Obsidian
11268 Beiträge
22.09.2017 15:14
Man weiß irgendwie gar nicht, wo man bei dir anfangen soll.
Und ebensowenig, ob man dich trösten, dir gute Ratschläge geben oder dir einfach nur in den A** treten möchte.
Ich hab eh den Eindruck, du möchtest nur mitteilen, nichts mitnehmen.
Schnecke510
2681 Beiträge
22.09.2017 15:19
Zitat von Obsidian:

Man weiß irgendwie gar nicht, wo man bei dir anfangen soll.
Und ebensowenig, ob man dich trösten, dir gute Ratschläge geben oder dir einfach nur in den A** treten möchte.
Ich hab eh den Eindruck, du möchtest nur mitteilen, nichts mitnehmen.

Was wäre dein konkreter Ratschlag?
Mitteilen und mitnehmen, beides möchte ich.
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