Mütter- und Schwangerenforum

Freiraum und Vertrauen- Welche Zugeständnisse macht ihr?

Gehe zu Seite:
Schnecke510
2679 Beiträge
23.08.2017 09:50
Wir habe alle Freiheiten, erwarten nur geistige Loyalität. Alles andere ist erlaubt. Wir sind beide sehr freiheitsliebend, eine einengende Beziehung wäre nichts für uns. Auch Sex mit anderen ist theoretisch - unter bestimmten Bedingungen - kein Problem für uns. War es auch noch nie, wir haben nie geklammert.
Wir sind trotzdem manchmal eifersüchtig, aber wegen anderen Dingen.
Metalgoth
13148 Beiträge
23.08.2017 10:05
Zitat von bluesix:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von Lobulus:

Gibt es bei uns in dieser Form nicht und daher hab ich mir dazu nie ernsthafte Gedanken gemacht... er hat nur männliche Freunde und ich nur weibliche. Zusammen mit einem
Freund / einer Freundin in einem Bett schlafen ist für uns daher kein Problem. Hätte er nun ne freundin, mit der er ein Bett teilen müsste... puh, ich gebe zu, begeistert wäre ich nicht.

Meine Freunde sind mir auch wichtig, aber so engen körperlichen Kontakt gibt's hier nicht, auch nicht wenn wir uns schon lange nicht gesehen haben. Hatte mal eine Freundin, für die das normal war, ich kam mir da komisch vor ^^ bin in Freundschaften nicht so der kuscheltyp.

Ich denke, jeder Mensch und jede Beziehung ist unterschiedlich. Beide müssen mit dem jeweiligen Modell klarkommen, egal wie dieses aussehen mag.

Ansonsten nehmen wir unsere Freiheiten schon ernst. Sich alleine mit Freunden treffen ist selbstverständlich und wird vom Partner sogar fast "verlangt". Immer nur aufeinander zu hocken wäre für uns schlimm... es gibt uns immer noch als Individuen.


Hmm, ich unterscheide da auch...es ist nicht bei jedem so. Dabei geht es wirklich nur um ganz wenige, die Allerwichtigsten. Ansonsten mag ich Körperkontakt tatsächlich auch nicht so gerne.

Ja, nur aufeinander hocken ist blöd. Eine alte Schulfreundin von mir hat nur noch total wenig Zeit. Gestern Abend habe ich mich mit einer anderen Freundin aus der Schulzeit getroffen und wir sind beide der Meinung, dass das an ihrem Freund liegt und er das quasi unterbindet : /
So ganz schlüssig, was wir da jetzt machen sollen sind wir noch nicht


Also mit dem Übernachten das gibt's bei uns so auch nicht. Klar hat hier auch mal ein Kumpel von meinem Mann gepennt, aber dafür haben wir eine Couch.
Mein Mann würde auch nicht wirklich auf die Idee kommen mit einer anderen Frau in einem Bett zu schlafen mir fällt auch in unserem Freundeskreis gerade nichts ein wo das Räumlich nötig wäre
Aber wenn die jeweiligen partner damit Happyend sind ists ja ihr Bier.
Ich fühle mich einfach für sowas "aus dem Alter raus" manche verstehen sicher was ich meine.

Was ich jetzt nicht ok finde ist das du mit einer andren Freundin beschließt das die dritte im Bunde euch zu wenig Zeit hat und ihr euch drauf einigt das es an ihrem Freund liegt.
Vielleicht will sie auch weniger Zeit haben? Vielleicht ist sie glücklich so wie es ist?
Ich finde sowas immer sehr Übergriffig sich da ein Bild zu erlauben das einem am besten in den Kram passt.
Ehrlich gesagt würde ich mich auch gänzlich zurückziehen wenn mir meine Freundinnen mit sowas auf den Keks gehen würden.
Prioritäten ändern sich ja durchaus mal im Leben

Das ist es eben...es ist auch nur diese eine Person, bei der das nicht anders geht. Er hat ein kleines 2er Sofa, schlafen kann da im Leben keiner xD
In der Anfangszeit unserer Beziehung hatten wir schlicht kein Geld für ein Hotelzimmer.

Gut, das war vielleicht etwas blöd ausgedrückt.
Sie ist ein sehr beeinflussbarer Mensch. Wenn wir dort sind, ist sie viel ruhiger als "normal" und wirkt eingeschüchtert.
Ich würde niemals einen Partner schlecht machen, weil eine Freundin weniger Zeit für mich hat, das kenne ich ja selbst gut genug.
Wir machen uns einfach Sorgen
Lobulus
995 Beiträge
23.08.2017 10:14
Metalgoth, da kann man leider nix machen als Außenstehender... ich habe auch eine langjährige Freundin, die sich nun verändert hat, seitdem sie ihren neuen Freund hat. Ist schade, aber erzwingen kann man da nix.
DieEine2
1731 Beiträge
23.08.2017 10:24
Ich war da immer recht locker und vertrauensvoll.
Und auch nicht wirklich eifersüchtig, weil ich andere Frauen eigentlich nicht als Konkurrenz sehe.

Bis er mir fremdgegangen ist.
Seitdem sind jegliche weibliche Freunde hier ein NoGo.
Alleine weggehen? Gibts wahlweise nicht oder nur, wenn ein vertrauenswürdiger Kumpel dabei ist.
Er würde es garantiert nie wieder tun, aber da gilt für mich Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Für mich gilt das zwar nicht (ICH kann meine Beine nämlich zusammenhalten ), aber ich käme eh nicht auf die Idee, alleine wegzugehen.

Lobulus
995 Beiträge
23.08.2017 10:34
Und das funktioniert bei euch?
Wenn mein Vertrauen weg wäre, würde ich die Beziehung beenden. Ihn da so einzuschränken (auch wenn er Mist gebaut hat) käme für mich nicht in frage. Entweder ganz oder gar nicht.
W0elfchen
410 Beiträge
23.08.2017 10:52
Bei uns ist es ähnlich. Ich komme meinen (vorwiegend) männlichen Freunden schon sehr sehr nah. Sicher näher, als so mancher es für normal halten würde. Das Gute daran ist: Mein Partner und ich haben dieselben Freunde und so kennen wir keine Eifersucht. Vertrauen ist eben das A und O.

Aber ... wir sind ja fast schon alle untereinander eine Familie.
wirrwarr
1015 Beiträge
23.08.2017 10:55
Zitat von Metalgoth:

Gestern rief mich ein Freund an und erzählte mir freudestrahlend, dass sie ihren Mietvertrag unterschrieben haben. Er zieht nach 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Unser Gespräch ging schnell über zu funktionierenden Beziehungen, wir waren uns ziemlich einig dabei.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, vor allem seit der Trennung denke ich häufig darüber nach, welche "Bedingungen" ich an eine Beziehung stelle.
So mies meine letzte Beziehung lange Zeit lief; ich hatte meine benötigten Freiheiten.
Und ich habe schon mit vielen Bekannten und Freunden darüber gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie mit den für mich selbstverständlichen Dingen ein Problem hätten.

Ich hatte schon immer ein reges Sozialleben; häufig mehr Besuch als, dass ich keinen habe, die mir wichtigen Menschen wohnen fast alle ein Stück entfernt. Daraus schließt, dass ich viel Übernachtungsbesuch habe, oder selbst ab und an ein Wochenende weg bin.
Mit Männern verstehe ich mich zudem schon immer besser. Die wohl längste Konstante in meinem Leben außerhalb der Familie wohnt alleine in einer 1 Zimmer Wohnung. Viel Platz ist da nicht...
Ich schlafe also (sei es mit oder ohne Kinder) mit bei ihm im Bett, wenn ich dort bin. Da die Kinder ihn auch schon ihr Leben lang kennen, haben sie auch den entsprechenden Bezug zu ihm, dass das funktioniert.

Ich nehme meine wirklichen Freunde auch mal länger in den Arm, als unbedingt nötig, oder lehne mich abends auf dem Sofa gegen sie, was auch immer. Niemals würde einer von uns auf die Idee kommen, da mehr hinein zu interpretieren. Wir sehen uns einfach zu selten und vermissen uns entsprechend.
Natürlich sitze ich da nicht eng umschlungen mit einem anderen Mann auf dem Sofa und mein Partner sitzt daneben und guckt blöd

Für mich wäre es keine Option, mich da zurück zu nehmen. Meine Freunde sind mir wichtig und egal wer mich vor die Wahl stellt, er zieht den Kürzeren. Bei dem Thema bin ich kompromisslos.

Wie ist das bei euch? Seid ihr bei sowas schon eifersüchtig? "Darf" euer Partner bei einer anderen Frau im Bett schlafen, wenn die Umstände es nicht anders zulassen?

Vertrauen ist für mich unabdingbar. Wenn jemand mich wirklich liebt vertraue ich darauf, dass das die Umarmung einer anderen Frau nicht ändern wird.


Darüber solltest du wirklich mal eindringlicher nachdenken, ob man mit "Bedingungen" in eine Beziehung geht.
Wahre Liebe ist bedingungslos....

Ansonsten wäre mir persönlich deine Vorstellung über die Grenze hinaus.
Das sage ich heute und weil ich es persönlich so empfinde. Weder ich noch mein Partner wollten, dass der andere die Nacht mit dem anderen Geschlecht im Bett verbringt.

Jedoch habe ich vor ein paar Jahren mal ähnlich gedacht. Eben bevor ich meinen Mann kennenlernte und merkte, dass es in der Liebe keine Bedingungen gibt.
DieEine2
1731 Beiträge
23.08.2017 11:05
Zitat von Lobulus:

Und das funktioniert bei euch?
Wenn mein Vertrauen weg wäre, würde ich die Beziehung beenden. Ihn da so einzuschränken (auch wenn er Mist gebaut hat) käme für mich nicht in frage. Entweder ganz oder gar nicht.


Das funktioniert. Mit kleinem Kind kann man ja eh nicht ständig weggehen, zumal er auch viel arbeitet.
Und wenn dann mal Zeit ist, machen wir lieber etwas gemeinsam.

Mein Vertrauen ist zum größten Teil wieder da, seine vermeintlichen "Freunde" haben wir aus unserem Leben entfernt.
Und trotzdem ist dieses bedingungslose Vertrauen so eben nicht mehr vorhanden.
Und entweder spielt er dann nach meinen Regeln oder gar nicht .
Anja_FFM
1638 Beiträge
23.08.2017 11:11
Zitat von wirrwarr:

Zitat von Metalgoth:

Gestern rief mich ein Freund an und erzählte mir freudestrahlend, dass sie ihren Mietvertrag unterschrieben haben. Er zieht nach 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Unser Gespräch ging schnell über zu funktionierenden Beziehungen, wir waren uns ziemlich einig dabei.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, vor allem seit der Trennung denke ich häufig darüber nach, welche "Bedingungen" ich an eine Beziehung stelle.
So mies meine letzte Beziehung lange Zeit lief; ich hatte meine benötigten Freiheiten.
Und ich habe schon mit vielen Bekannten und Freunden darüber gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie mit den für mich selbstverständlichen Dingen ein Problem hätten.

Ich hatte schon immer ein reges Sozialleben; häufig mehr Besuch als, dass ich keinen habe, die mir wichtigen Menschen wohnen fast alle ein Stück entfernt. Daraus schließt, dass ich viel Übernachtungsbesuch habe, oder selbst ab und an ein Wochenende weg bin.
Mit Männern verstehe ich mich zudem schon immer besser. Die wohl längste Konstante in meinem Leben außerhalb der Familie wohnt alleine in einer 1 Zimmer Wohnung. Viel Platz ist da nicht...
Ich schlafe also (sei es mit oder ohne Kinder) mit bei ihm im Bett, wenn ich dort bin. Da die Kinder ihn auch schon ihr Leben lang kennen, haben sie auch den entsprechenden Bezug zu ihm, dass das funktioniert.

Ich nehme meine wirklichen Freunde auch mal länger in den Arm, als unbedingt nötig, oder lehne mich abends auf dem Sofa gegen sie, was auch immer. Niemals würde einer von uns auf die Idee kommen, da mehr hinein zu interpretieren. Wir sehen uns einfach zu selten und vermissen uns entsprechend.
Natürlich sitze ich da nicht eng umschlungen mit einem anderen Mann auf dem Sofa und mein Partner sitzt daneben und guckt blöd

Für mich wäre es keine Option, mich da zurück zu nehmen. Meine Freunde sind mir wichtig und egal wer mich vor die Wahl stellt, er zieht den Kürzeren. Bei dem Thema bin ich kompromisslos.

Wie ist das bei euch? Seid ihr bei sowas schon eifersüchtig? "Darf" euer Partner bei einer anderen Frau im Bett schlafen, wenn die Umstände es nicht anders zulassen?

Vertrauen ist für mich unabdingbar. Wenn jemand mich wirklich liebt vertraue ich darauf, dass das die Umarmung einer anderen Frau nicht ändern wird.


Darüber solltest du wirklich mal eindringlicher nachdenken, ob man mit "Bedingungen" in eine Beziehung geht.
Wahre Liebe ist bedingungslos....

Ansonsten wäre mir persönlich deine Vorstellung über die Grenze hinaus.
Das sage ich heute und weil ich es persönlich so empfinde. Weder ich noch mein Partner wollten, dass der andere die Nacht mit dem anderen Geschlecht im Bett verbringt.

Jedoch habe ich vor ein paar Jahren mal ähnlich gedacht. Eben bevor ich meinen Mann kennenlernte und merkte, dass es in der Liebe keine Bedingungen gibt.

Gerade Dein erster Absatz hat mich angehopst

Für mich ist das sehr romantisiert. Keine Bedingungen ... doch, ich habe Bedingungen und genauso bei meinem Partner. Dies heißt nicht, dass ich einen Verhaltenskatalog habe, aber ich will z.B. In einer Beziehung wachsen und weiterentwickeln können. Ein Partner, der das nicht zulassen kann .., nein, danke. Es ist für mich eine Bedingung. Ich bin aber eben auch nicht nur Bauchmensch. Bei mir spielt viel Kopf eben auch eine große Rolle, und da würde es mir auch so gehen, dass ich mich frage, was ist für mch ein funktionierender Rahmen für eine Beziehung, Selbstreflexion etc. ... für mich ist es auch beruhigend zu wissen, dass uns nicht nur das Gefühl "Liebe" verbindet, sondern die ganzen Elemente, die dafür sorgen, dass es so ist.
Für mich heißt in dem Zusammenhang aber Bedingung nicht, dass ich dem anderen sage, so und so must Du Dich verhalten, sonst liebe ich Dich nicht mehr oder Du darfst nur so und so Dich verhalten, aber zu wissen, dass ein ähnliches Verständnis von Freiraum, Treue, für einander da sein, ebenals Rahmen passen sollte. Ein sehr eifersüchtiger Mensch würde als Partner nicht gehen,
wirrwarr
1015 Beiträge
23.08.2017 12:44
Zitat von Anja_FFM:

Zitat von wirrwarr:

Zitat von Metalgoth:

Gestern rief mich ein Freund an und erzählte mir freudestrahlend, dass sie ihren Mietvertrag unterschrieben haben. Er zieht nach 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Unser Gespräch ging schnell über zu funktionierenden Beziehungen, wir waren uns ziemlich einig dabei.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, vor allem seit der Trennung denke ich häufig darüber nach, welche "Bedingungen" ich an eine Beziehung stelle.
So mies meine letzte Beziehung lange Zeit lief; ich hatte meine benötigten Freiheiten.
Und ich habe schon mit vielen Bekannten und Freunden darüber gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie mit den für mich selbstverständlichen Dingen ein Problem hätten.

Ich hatte schon immer ein reges Sozialleben; häufig mehr Besuch als, dass ich keinen habe, die mir wichtigen Menschen wohnen fast alle ein Stück entfernt. Daraus schließt, dass ich viel Übernachtungsbesuch habe, oder selbst ab und an ein Wochenende weg bin.
Mit Männern verstehe ich mich zudem schon immer besser. Die wohl längste Konstante in meinem Leben außerhalb der Familie wohnt alleine in einer 1 Zimmer Wohnung. Viel Platz ist da nicht...
Ich schlafe also (sei es mit oder ohne Kinder) mit bei ihm im Bett, wenn ich dort bin. Da die Kinder ihn auch schon ihr Leben lang kennen, haben sie auch den entsprechenden Bezug zu ihm, dass das funktioniert.

Ich nehme meine wirklichen Freunde auch mal länger in den Arm, als unbedingt nötig, oder lehne mich abends auf dem Sofa gegen sie, was auch immer. Niemals würde einer von uns auf die Idee kommen, da mehr hinein zu interpretieren. Wir sehen uns einfach zu selten und vermissen uns entsprechend.
Natürlich sitze ich da nicht eng umschlungen mit einem anderen Mann auf dem Sofa und mein Partner sitzt daneben und guckt blöd

Für mich wäre es keine Option, mich da zurück zu nehmen. Meine Freunde sind mir wichtig und egal wer mich vor die Wahl stellt, er zieht den Kürzeren. Bei dem Thema bin ich kompromisslos.

Wie ist das bei euch? Seid ihr bei sowas schon eifersüchtig? "Darf" euer Partner bei einer anderen Frau im Bett schlafen, wenn die Umstände es nicht anders zulassen?

Vertrauen ist für mich unabdingbar. Wenn jemand mich wirklich liebt vertraue ich darauf, dass das die Umarmung einer anderen Frau nicht ändern wird.


Darüber solltest du wirklich mal eindringlicher nachdenken, ob man mit "Bedingungen" in eine Beziehung geht.
Wahre Liebe ist bedingungslos....

Ansonsten wäre mir persönlich deine Vorstellung über die Grenze hinaus.
Das sage ich heute und weil ich es persönlich so empfinde. Weder ich noch mein Partner wollten, dass der andere die Nacht mit dem anderen Geschlecht im Bett verbringt.

Jedoch habe ich vor ein paar Jahren mal ähnlich gedacht. Eben bevor ich meinen Mann kennenlernte und merkte, dass es in der Liebe keine Bedingungen gibt.

Gerade Dein erster Absatz hat mich angehopst

Für mich ist das sehr romantisiert. Keine Bedingungen ... doch, ich habe Bedingungen und genauso bei meinem Partner. Dies heißt nicht, dass ich einen Verhaltenskatalog habe, aber ich will z.B. In einer Beziehung wachsen und weiterentwickeln können. Ein Partner, der das nicht zulassen kann .., nein, danke. Es ist für mich eine Bedingung. Ich bin aber eben auch nicht nur Bauchmensch. Bei mir spielt viel Kopf eben auch eine große Rolle, und da würde es mir auch so gehen, dass ich mich frage, was ist für mch ein funktionierender Rahmen für eine Beziehung, Selbstreflexion etc. ... für mich ist es auch beruhigend zu wissen, dass uns nicht nur das Gefühl "Liebe" verbindet, sondern die ganzen Elemente, die dafür sorgen, dass es so ist.
Für mich heißt in dem Zusammenhang aber Bedingung nicht, dass ich dem anderen sage, so und so must Du Dich verhalten, sonst liebe ich Dich nicht mehr oder Du darfst nur so und so Dich verhalten, aber zu wissen, dass ein ähnliches Verständnis von Freiraum, Treue, für einander da sein, ebenals Rahmen passen sollte. Ein sehr eifersüchtiger Mensch würde als Partner nicht gehen,


Aber jemanden bedingungslos zu lieben schließt all das doch nicht aus.
Wenn man aneinander keine Bedingungen stellt von denen die Liebe des anderen abhängig ist, heißt dass auch, dass der jeweils andere Partner sich auch bedingungslos entwickelt, entfalten und ausleben kann.
Jemanden bedingungslos zu lieben heißt eben auch die Bedürfnisse und Belange des anderen bedingungslos zu achten.
Wenn es in mir ein Unwohlsein auslöst, wenn mein Partner mit einem anderen kuschelt oder mit ihm im Bett schläft, dann wird mein Partner sich dessen bewusst sein und es nicht tun. Umgekehrt ist es in jedem anderem Fall ja auch so. (Es wäre aber natürlich auch denkbar wie bei der TS, keine Frage, ich habe mich da wieder auf mein persönliches Empfinden bezogen)

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich dich Bedingungen an meinen Mann stelle. Ich bin eben auch ein sehr verkopfter Mensch mit ausgeprägtem Ego, aber mir hilft es mich auch immer wieder zu fragen warum ich diese Bedingungen stelle. Um meiner selbst willen? Um mein ICH-sein zu stärken? Oder weil es wirklich wichtig ist? Erfülle ich die Bedingungen, die ich an ihn stelle denn auch selbst? Und zwar so wie ich es von ihm erwarte. Mit Hingabe, Freude und Liebe.

Metalgoth
13148 Beiträge
23.08.2017 12:45
Zitat von Anja_FFM:

Zitat von wirrwarr:

Zitat von Metalgoth:

Gestern rief mich ein Freund an und erzählte mir freudestrahlend, dass sie ihren Mietvertrag unterschrieben haben. Er zieht nach 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Unser Gespräch ging schnell über zu funktionierenden Beziehungen, wir waren uns ziemlich einig dabei.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, vor allem seit der Trennung denke ich häufig darüber nach, welche "Bedingungen" ich an eine Beziehung stelle.
So mies meine letzte Beziehung lange Zeit lief; ich hatte meine benötigten Freiheiten.
Und ich habe schon mit vielen Bekannten und Freunden darüber gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie mit den für mich selbstverständlichen Dingen ein Problem hätten.

Ich hatte schon immer ein reges Sozialleben; häufig mehr Besuch als, dass ich keinen habe, die mir wichtigen Menschen wohnen fast alle ein Stück entfernt. Daraus schließt, dass ich viel Übernachtungsbesuch habe, oder selbst ab und an ein Wochenende weg bin.
Mit Männern verstehe ich mich zudem schon immer besser. Die wohl längste Konstante in meinem Leben außerhalb der Familie wohnt alleine in einer 1 Zimmer Wohnung. Viel Platz ist da nicht...
Ich schlafe also (sei es mit oder ohne Kinder) mit bei ihm im Bett, wenn ich dort bin. Da die Kinder ihn auch schon ihr Leben lang kennen, haben sie auch den entsprechenden Bezug zu ihm, dass das funktioniert.

Ich nehme meine wirklichen Freunde auch mal länger in den Arm, als unbedingt nötig, oder lehne mich abends auf dem Sofa gegen sie, was auch immer. Niemals würde einer von uns auf die Idee kommen, da mehr hinein zu interpretieren. Wir sehen uns einfach zu selten und vermissen uns entsprechend.
Natürlich sitze ich da nicht eng umschlungen mit einem anderen Mann auf dem Sofa und mein Partner sitzt daneben und guckt blöd

Für mich wäre es keine Option, mich da zurück zu nehmen. Meine Freunde sind mir wichtig und egal wer mich vor die Wahl stellt, er zieht den Kürzeren. Bei dem Thema bin ich kompromisslos.

Wie ist das bei euch? Seid ihr bei sowas schon eifersüchtig? "Darf" euer Partner bei einer anderen Frau im Bett schlafen, wenn die Umstände es nicht anders zulassen?

Vertrauen ist für mich unabdingbar. Wenn jemand mich wirklich liebt vertraue ich darauf, dass das die Umarmung einer anderen Frau nicht ändern wird.


Darüber solltest du wirklich mal eindringlicher nachdenken, ob man mit "Bedingungen" in eine Beziehung geht.
Wahre Liebe ist bedingungslos....

Ansonsten wäre mir persönlich deine Vorstellung über die Grenze hinaus.
Das sage ich heute und weil ich es persönlich so empfinde. Weder ich noch mein Partner wollten, dass der andere die Nacht mit dem anderen Geschlecht im Bett verbringt.

Jedoch habe ich vor ein paar Jahren mal ähnlich gedacht. Eben bevor ich meinen Mann kennenlernte und merkte, dass es in der Liebe keine Bedingungen gibt.

Gerade Dein erster Absatz hat mich angehopst

Für mich ist das sehr romantisiert. Keine Bedingungen ... doch, ich habe Bedingungen und genauso bei meinem Partner. Dies heißt nicht, dass ich einen Verhaltenskatalog habe, aber ich will z.B. In einer Beziehung wachsen und weiterentwickeln können. Ein Partner, der das nicht zulassen kann .., nein, danke. Es ist für mich eine Bedingung. Ich bin aber eben auch nicht nur Bauchmensch. Bei mir spielt viel Kopf eben auch eine große Rolle, und da würde es mir auch so gehen, dass ich mich frage, was ist für mch ein funktionierender Rahmen für eine Beziehung, Selbstreflexion etc. ... für mich ist es auch beruhigend zu wissen, dass uns nicht nur das Gefühl "Liebe" verbindet, sondern die ganzen Elemente, die dafür sorgen, dass es so ist.
Für mich heißt in dem Zusammenhang aber Bedingung nicht, dass ich dem anderen sage, so und so must Du Dich verhalten, sonst liebe ich Dich nicht mehr oder Du darfst nur so und so Dich verhalten, aber zu wissen, dass ein ähnliches Verständnis von Freiraum, Treue, für einander da sein, ebenals Rahmen passen sollte. Ein sehr eifersüchtiger Mensch würde als Partner nicht gehen,


Danke, du nimmst mir ein bisschen tippen ab
Genau das meine ich. Ich habe darüber sehr eindringlich nachgedacht!
Ich gehe nicht mit Bedingungen in eine Beziehung; wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, lasse ich mich gar nicht erst auf eine Beziehung ein.
Diese Bedingungen müssen also während der Beziehung gar nicht gestellt werden, denn sie werden von beiden Seiten ohnehin automatisch und selbstverständlich erfüllt, weil es beider Verständnis einer funktionierenden Beziehung ist.
Metalgoth
13148 Beiträge
23.08.2017 12:50
Zitat von wirrwarr:

Zitat von Anja_FFM:

Zitat von wirrwarr:

Zitat von Metalgoth:

Gestern rief mich ein Freund an und erzählte mir freudestrahlend, dass sie ihren Mietvertrag unterschrieben haben. Er zieht nach 4 Jahren mit seiner Freundin zusammen.
Unser Gespräch ging schnell über zu funktionierenden Beziehungen, wir waren uns ziemlich einig dabei.

Das Thema beschäftigt mich schon länger, vor allem seit der Trennung denke ich häufig darüber nach, welche "Bedingungen" ich an eine Beziehung stelle.
So mies meine letzte Beziehung lange Zeit lief; ich hatte meine benötigten Freiheiten.
Und ich habe schon mit vielen Bekannten und Freunden darüber gesprochen mit dem Ergebnis, dass sie mit den für mich selbstverständlichen Dingen ein Problem hätten.

Ich hatte schon immer ein reges Sozialleben; häufig mehr Besuch als, dass ich keinen habe, die mir wichtigen Menschen wohnen fast alle ein Stück entfernt. Daraus schließt, dass ich viel Übernachtungsbesuch habe, oder selbst ab und an ein Wochenende weg bin.
Mit Männern verstehe ich mich zudem schon immer besser. Die wohl längste Konstante in meinem Leben außerhalb der Familie wohnt alleine in einer 1 Zimmer Wohnung. Viel Platz ist da nicht...
Ich schlafe also (sei es mit oder ohne Kinder) mit bei ihm im Bett, wenn ich dort bin. Da die Kinder ihn auch schon ihr Leben lang kennen, haben sie auch den entsprechenden Bezug zu ihm, dass das funktioniert.

Ich nehme meine wirklichen Freunde auch mal länger in den Arm, als unbedingt nötig, oder lehne mich abends auf dem Sofa gegen sie, was auch immer. Niemals würde einer von uns auf die Idee kommen, da mehr hinein zu interpretieren. Wir sehen uns einfach zu selten und vermissen uns entsprechend.
Natürlich sitze ich da nicht eng umschlungen mit einem anderen Mann auf dem Sofa und mein Partner sitzt daneben und guckt blöd

Für mich wäre es keine Option, mich da zurück zu nehmen. Meine Freunde sind mir wichtig und egal wer mich vor die Wahl stellt, er zieht den Kürzeren. Bei dem Thema bin ich kompromisslos.

Wie ist das bei euch? Seid ihr bei sowas schon eifersüchtig? "Darf" euer Partner bei einer anderen Frau im Bett schlafen, wenn die Umstände es nicht anders zulassen?

Vertrauen ist für mich unabdingbar. Wenn jemand mich wirklich liebt vertraue ich darauf, dass das die Umarmung einer anderen Frau nicht ändern wird.


Darüber solltest du wirklich mal eindringlicher nachdenken, ob man mit "Bedingungen" in eine Beziehung geht.
Wahre Liebe ist bedingungslos....

Ansonsten wäre mir persönlich deine Vorstellung über die Grenze hinaus.
Das sage ich heute und weil ich es persönlich so empfinde. Weder ich noch mein Partner wollten, dass der andere die Nacht mit dem anderen Geschlecht im Bett verbringt.

Jedoch habe ich vor ein paar Jahren mal ähnlich gedacht. Eben bevor ich meinen Mann kennenlernte und merkte, dass es in der Liebe keine Bedingungen gibt.

Gerade Dein erster Absatz hat mich angehopst

Für mich ist das sehr romantisiert. Keine Bedingungen ... doch, ich habe Bedingungen und genauso bei meinem Partner. Dies heißt nicht, dass ich einen Verhaltenskatalog habe, aber ich will z.B. In einer Beziehung wachsen und weiterentwickeln können. Ein Partner, der das nicht zulassen kann .., nein, danke. Es ist für mich eine Bedingung. Ich bin aber eben auch nicht nur Bauchmensch. Bei mir spielt viel Kopf eben auch eine große Rolle, und da würde es mir auch so gehen, dass ich mich frage, was ist für mch ein funktionierender Rahmen für eine Beziehung, Selbstreflexion etc. ... für mich ist es auch beruhigend zu wissen, dass uns nicht nur das Gefühl "Liebe" verbindet, sondern die ganzen Elemente, die dafür sorgen, dass es so ist.
Für mich heißt in dem Zusammenhang aber Bedingung nicht, dass ich dem anderen sage, so und so must Du Dich verhalten, sonst liebe ich Dich nicht mehr oder Du darfst nur so und so Dich verhalten, aber zu wissen, dass ein ähnliches Verständnis von Freiraum, Treue, für einander da sein, ebenals Rahmen passen sollte. Ein sehr eifersüchtiger Mensch würde als Partner nicht gehen,


Aber jemanden bedingungslos zu lieben schließt all das doch nicht aus.
Wenn man aneinander keine Bedingungen stellt von denen die Liebe des anderen abhängig ist, heißt dass auch, dass der jeweils andere Partner sich auch bedingungslos entwickelt, entfalten und ausleben kann.
Jemanden bedingungslos zu lieben heißt eben auch die Bedürfnisse und Belange des anderen bedingungslos zu achten.
Wenn es in mir ein Unwohlsein auslöst, wenn mein Partner mit einem anderen kuschelt oder mit ihm im Bett schläft, dann wird mein Partner sich dessen bewusst sein und es nicht tun. Umgekehrt ist es in jedem anderem Fall ja auch so. (Es wäre aber natürlich auch denkbar wie bei der TS, keine Frage, ich habe mich da wieder auf mein persönliches Empfinden bezogen)

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich dich Bedingungen an meinen Mann stelle. Ich bin eben auch ein sehr verkopfter Mensch mit ausgeprägtem Ego, aber mir hilft es mich auch immer wieder zu fragen warum ich diese Bedingungen stelle. Um meiner selbst willen? Um mein ICH-sein zu stärken? Oder weil es wirklich wichtig ist? Erfülle ich die Bedingungen, die ich an ihn stelle denn auch selbst? Und zwar so wie ich es von ihm erwarte. Mit Hingabe, Freude und Liebe.


Wenn ein Mann aber damit ein Problem hätte, dass ich mit diesem einen Mann in einem Bett schlafe (es geht wirklich nur um 1 Person, die anderen haben ein Sofa) stimmen für mich schon die Rahmenbedingungen nicht. Das klingt jetzt heftiger, als es ist.
Aber er wohnt 450km entfernt und für mich wäre es eine deutliche Einschränkung, ihn nicht sehen zu können. Ich kenne ihn seit ich 14 bin und, wenn ein Mann nicht will, dass ich ihn besuchen gehe, ist das für mich ein zu starker Eingriff.
Dass er mich besuchen kommt, ist einfach nur selten möglich.
Metalgoth
13148 Beiträge
23.08.2017 12:51
Und ganz klar: Das sehe ICH so; solange beide das gleiche Verständnis von Freiraum haben und z.B. nicht mal wollen, dass der Änder abends ohne ihn wo hin geht, ist ja alles in Ordnung
born-in-helsinki
16190 Beiträge
23.08.2017 12:52
Dieses Thema hatten mein Freund und ich relativ frueh am Anfang, also wo fängt Fremdgehen an und was ist ok.

Mein Freund macht LARP und dort wird eben auch gezeltet oder irgendwo in kleinen Huetten gepennt.
Da schläft eigentlich jeder so wie er einen Platz findet egal welches Geschlecht neben ihm liegt. Gekuschelt wird nicht aber eng kanns schon werden. Da habe ich gleich geagt das ich nicht möchte das er da mit irendwelchen Frauen im Zelt etc schläft. genausowenig wie mit anderen in einem Bett Er fands zuerst ganz doof und meinte das da doch nichts läuft und man da eben nur zum schlafen liegt.
Als ich ihn dann aber fragte ob ich mit anderen Männern in einem Bett schlafen duerfte, kam das NEIN natuerlich nicht, wie aus der Pistole geschossen. Ausserdem weiss ich wie Frauen sein können wenn sie fickerig sind
Beim LARP werden ja auch irgendwelche Rollen gespielt und dann "Muss" man sich auch mal kuessen wenns das "Drehbuch" orschreibt, das geht auch GAR NICHT Sieht er aber ein denn andersrum findet er die Vorstellung auch irgendwie doof

Und wo fremdgehen anfängt, sehen wir beide zum GLueck ähnlich.

Umarmen tue ich die meisten meiner Freunde (egal ob Mann oder Frau) immer kurz. So macht ers auch und da seh ich echt kein Problem drin.

Wo ich schon eine Art Problem mit habe ,ist das er noch so guten Kontakt zu seiner Ex hat (die ihn betrogen hat und den Typen dann meinem Freund als "Bekannten" vorgestellt hat ). Versteh ich ja nicht wie man da noch Freunde sein kann aaaaber ok.
born-in-helsinki
16190 Beiträge
23.08.2017 12:53
Ach und abends duerfen wir logischerweise weg wie wir wollen, ich muss ihn eher schonmal nötigen das er mal rausgeht.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 17 mal gemerkt