Mütter- und Schwangerenforum

Freiraum und Vertrauen- Welche Zugeständnisse macht ihr?

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wirrwarr
983 Beiträge
23.08.2017 13:03
Zitat von Metalgoth:

Zitat von wirrwarr:

Zitat von Anja_FFM:

Zitat von wirrwarr:

...

Gerade Dein erster Absatz hat mich angehopst

Für mich ist das sehr romantisiert. Keine Bedingungen ... doch, ich habe Bedingungen und genauso bei meinem Partner. Dies heißt nicht, dass ich einen Verhaltenskatalog habe, aber ich will z.B. In einer Beziehung wachsen und weiterentwickeln können. Ein Partner, der das nicht zulassen kann .., nein, danke. Es ist für mich eine Bedingung. Ich bin aber eben auch nicht nur Bauchmensch. Bei mir spielt viel Kopf eben auch eine große Rolle, und da würde es mir auch so gehen, dass ich mich frage, was ist für mch ein funktionierender Rahmen für eine Beziehung, Selbstreflexion etc. ... für mich ist es auch beruhigend zu wissen, dass uns nicht nur das Gefühl "Liebe" verbindet, sondern die ganzen Elemente, die dafür sorgen, dass es so ist.
Für mich heißt in dem Zusammenhang aber Bedingung nicht, dass ich dem anderen sage, so und so must Du Dich verhalten, sonst liebe ich Dich nicht mehr oder Du darfst nur so und so Dich verhalten, aber zu wissen, dass ein ähnliches Verständnis von Freiraum, Treue, für einander da sein, ebenals Rahmen passen sollte. Ein sehr eifersüchtiger Mensch würde als Partner nicht gehen,


Aber jemanden bedingungslos zu lieben schließt all das doch nicht aus.
Wenn man aneinander keine Bedingungen stellt von denen die Liebe des anderen abhängig ist, heißt dass auch, dass der jeweils andere Partner sich auch bedingungslos entwickelt, entfalten und ausleben kann.
Jemanden bedingungslos zu lieben heißt eben auch die Bedürfnisse und Belange des anderen bedingungslos zu achten.
Wenn es in mir ein Unwohlsein auslöst, wenn mein Partner mit einem anderen kuschelt oder mit ihm im Bett schläft, dann wird mein Partner sich dessen bewusst sein und es nicht tun. Umgekehrt ist es in jedem anderem Fall ja auch so. (Es wäre aber natürlich auch denkbar wie bei der TS, keine Frage, ich habe mich da wieder auf mein persönliches Empfinden bezogen)

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich dich Bedingungen an meinen Mann stelle. Ich bin eben auch ein sehr verkopfter Mensch mit ausgeprägtem Ego, aber mir hilft es mich auch immer wieder zu fragen warum ich diese Bedingungen stelle. Um meiner selbst willen? Um mein ICH-sein zu stärken? Oder weil es wirklich wichtig ist? Erfülle ich die Bedingungen, die ich an ihn stelle denn auch selbst? Und zwar so wie ich es von ihm erwarte. Mit Hingabe, Freude und Liebe.


Wenn ein Mann aber damit ein Problem hätte, dass ich mit diesem einen Mann in einem Bett schlafe (es geht wirklich nur um 1 Person, die anderen haben ein Sofa) stimmen für mich schon die Rahmenbedingungen nicht. Das klingt jetzt heftiger, als es ist.
Aber er wohnt 450km entfernt und für mich wäre es eine deutliche Einschränkung, ihn nicht sehen zu können. Ich kenne ihn seit ich 14 bin und, wenn ein Mann nicht will, dass ich ihn besuchen gehe, ist das für mich ein zu starker Eingriff.
Dass er mich besuchen kommt, ist einfach nur selten möglich.


Wenn dich jemand bedingungslos liebt ist es für ihn ohnehin keine Bedingung, sondern selbstverständlich normal.
Das heißt wenn ein Mann damit ein Problem hat, dass du bei diesem Kumpel im Bett schläfst, es für dich aber völlig normal ist, liebt dieser Mann dich auch nicht bedingungslos, sondern nur unter der Bedingung, dass du eben nicht mit dem Kumpel im Bett schläfst.

Und ja, du hast Recht, so gesehen Liebe ich meinen Mann nur unter der Bedingung, dass er nicht mit anderen Frauen im Bett schläft Er hat gleiche Bedingung allerdings auch an mich...
Metalgoth
12947 Beiträge
23.08.2017 13:19
Zitat von wirrwarr:

Zitat von Metalgoth:

Zitat von wirrwarr:

Zitat von Anja_FFM:

...


Aber jemanden bedingungslos zu lieben schließt all das doch nicht aus.
Wenn man aneinander keine Bedingungen stellt von denen die Liebe des anderen abhängig ist, heißt dass auch, dass der jeweils andere Partner sich auch bedingungslos entwickelt, entfalten und ausleben kann.
Jemanden bedingungslos zu lieben heißt eben auch die Bedürfnisse und Belange des anderen bedingungslos zu achten.
Wenn es in mir ein Unwohlsein auslöst, wenn mein Partner mit einem anderen kuschelt oder mit ihm im Bett schläft, dann wird mein Partner sich dessen bewusst sein und es nicht tun. Umgekehrt ist es in jedem anderem Fall ja auch so. (Es wäre aber natürlich auch denkbar wie bei der TS, keine Frage, ich habe mich da wieder auf mein persönliches Empfinden bezogen)

Auch ich ertappe mich immer wieder dabei wie ich dich Bedingungen an meinen Mann stelle. Ich bin eben auch ein sehr verkopfter Mensch mit ausgeprägtem Ego, aber mir hilft es mich auch immer wieder zu fragen warum ich diese Bedingungen stelle. Um meiner selbst willen? Um mein ICH-sein zu stärken? Oder weil es wirklich wichtig ist? Erfülle ich die Bedingungen, die ich an ihn stelle denn auch selbst? Und zwar so wie ich es von ihm erwarte. Mit Hingabe, Freude und Liebe.


Wenn ein Mann aber damit ein Problem hätte, dass ich mit diesem einen Mann in einem Bett schlafe (es geht wirklich nur um 1 Person, die anderen haben ein Sofa) stimmen für mich schon die Rahmenbedingungen nicht. Das klingt jetzt heftiger, als es ist.
Aber er wohnt 450km entfernt und für mich wäre es eine deutliche Einschränkung, ihn nicht sehen zu können. Ich kenne ihn seit ich 14 bin und, wenn ein Mann nicht will, dass ich ihn besuchen gehe, ist das für mich ein zu starker Eingriff.
Dass er mich besuchen kommt, ist einfach nur selten möglich.


Wenn dich jemand bedingungslos liebt ist es für ihn ohnehin keine Bedingung, sondern selbstverständlich normal.
Das heißt wenn ein Mann damit ein Problem hat, dass du bei diesem Kumpel im Bett schläfst, es für dich aber völlig normal ist, liebt dieser Mann dich auch nicht bedingungslos, sondern nur unter der Bedingung, dass du eben nicht mit dem Kumpel im Bett schläfst.

Und ja, du hast Recht, so gesehen Liebe ich meinen Mann nur unter der Bedingung, dass er nicht mit anderen Frauen im Bett schläft Er hat gleiche Bedingung allerdings auch an mich...


Ja, so ungefähr xD
Die Bedingungen müssen einfach überein stimmen, dann muss man sie nicht stellen. Sowas klärt man ja bestenfalls vor dem Eingehen der Beziehung ab
wolkenschaf
6397 Beiträge
23.08.2017 13:29
Ich habe eine zehnjährige, für mich sehr einengende Beziehung hinter mir und bin nun seit gut 3 Jahren recht glücklicher Single. Und ja, auch ich mache mir Gedanken, unter welchen Voraussetzungen und auch "Bedingungen" ich mich auf eine neue Beziehung einlassen könnte. Persönliche Freiheit spielt da für mich eine ganz wichtige und entscheidende Rolle. Ich musste mir in den letzten jahren viele Freiheiten hart erarbeiten und die wäre ich auch nicht bereit für einen Partner wieder zu opfern. Mein EX-Mann war sehr eifersüchtig (obwohl er wirklich nie einen Grund hatte). Da ging dann teilweise so weit, dass er schon eifersüchtig war, wenn ich auf Arbeit nur mit einem Kollegen geredet habe (nicht mal gemeinsame Mittagspause oder so, sondern einfach nur ein normales kollegiales Gespräch). Irgendwann ging mir das so auf die Nerven, dass ich einfach gar nichts mehr erzählt habe (wen ich getroffen habe, mit wem ich gesprochen habe, was ich gemacht habe etc.). Dies führte dann aber nur wieder zu noch mehr Eifersucht, weil er dachte ich verheimliche ihm was (was ich ja im Endeffekt auch getan habe, aber nicht weil es was zu verheimlichen gab, sondern weil ich einfach Streit wegen nichts aus dem Weg gehen wollte).
Im Gegensatz dazu bin ich überhaupt kein eifersüchtiger Mensch. Ich habe ihm da immer voll vertraut und er durfte auch bei seinen Freunden und Freundinnen nach einer Party oder so jederzeit übernachten. War für mich nie ein Thema. Andersrum wäre es aber nie ohne Drama möglich gewesen...
Daher: falls sich irgendwann nochmal ein potenzieller Partner zu mir verläuft (ich bin momentan absolut nicht auf der Suche, ich genieße meine Freiheit und Unabhängigkeit gerade viel zu sehr), dann ginge das wirklich nur unter der Voraussetzung, dass er mir viel Freiraum lässt und mir großes Vertrauen entgegen bringt.
Skorpi
21872 Beiträge
23.08.2017 13:32
Als ich noch Single war, hab ich auch mal im selben Bett meines besten Freundes geschlafen. Passiert ist da auch nie was, ich hatte mir da auch nie was bei gedacht. Seitdem ich aber mit meinem Freund zusammen bin, schlafe ich nicht mehr gemeinsam mit einem anderen Mann im selben Bett. Ich möchte es umgekehrt aber auch nicht. Allein die Vorstellung macht mich schon eifersüchtig!

Ansonsten habe ich auch mehr männliche Freunde, was für mein Freund kein Problem ist. Generell ist er nicht so der eifersüchtige Mensch, hin und wieder mal, dann aber auch richtig, kommt aber echt selten vor. Ich flirte halt auch gerne und auch oft, aber nie, dass das für mich irgendwas bedeuten würde. Manchmal ist ihm das dann aber doch zu viel.
Ansonsten hab ich da aber echt meine Freiräume. Ich darf auch allein mit meinen männlichen Freunden was unternehmen.

Er hat es da mit mir schon schwieriger. Allerdings ist ihm das dann auch sehr egal, er trifft sich trotzdem auch mit weiblichen Freunden und bindet es mir (doch ziemlich dreist) auf die Nase. Ich vertraue ihm aber zu 100%! Er ist nicht der Typ, der fremdgeht, wir kennen uns nun so lange, da denke ich nicht, dass das jetzt eine naive Aussage von mir ist. Allerdings kann es ja dennoch passieren, dass er sich in jemand anderen verliebt. Die größte Angst, die ich habe. Freiheiten hat er aber wie gesagt dennoch, die nimmt er sich und nimmt meine Eifersucht dafür in kauf und hält sie tapfer aus.

Anja_FFM
1594 Beiträge
23.08.2017 14:36
Am Anfang unserer Beziehung war ich wahnsinnig unsicher. Das führte dazu, dass ich bestimmte auch nicht wollte, weil ich mich nicht sk klein fühlen wollte, nicht die Angst haben wollte, dass er durch andere Frauen sieht, dass ich nicht genug bin. Er ging trotzdem ... klare Ansage: Das ist Dein Problem. Es wird nicht gelöst, wenn ich nach Deiner Nase tanze.

Also musste ich da durch. Und für mich war es richtig so, weil ich lernen misste zu vertrauen, n meinem Selbstbild arbeiten musste ...

Die Grenze war ja klar ... jemand anderen knutschen ... da wäre für uns beide die Grenze überschritten, aber das haben wir so nie besprochen. Das war klar. Wir kannten uns ja schon vier Jahre bevor wir zusammenkamen.
AmyPixie
4390 Beiträge
23.08.2017 15:02
Finde ich gut, was dein Freund gesagt hat, Anja. Im Grunde ist es ja auch wirklich so. Wenn man ein eifersüchtiger Typ ist, dann ist das ganz alleine das eigene Problem.

Was ich übrigens ganz schwierig finde, sind Verbote. Ich hab auch gesagt mit einer Frau im Bett schlafen würde über meine Grenze gehen. Ich würde es dennoch nie verbieten. Ich würde mit ihm reden - klar. Aber im Endeffekt wäre es seine Entscheidung. Aber man sucht sich im Normallfall ja jemanden mit ähnlichen Werten, so dass man da schon auf einer Wellenlänge ist.

Mein Freund geht z. B. durchaus auch mal in einen Stripschuppen (sei es bei einem JGA, seinem Wochenendtrip nach Amsterdam oder sonst einem Ausflug mit den Jungs). Manche haben da sicher auch eine Grenze, für mich ist das kein Thema. Das wichtigste ist mir Ehrlichkeit. Und er sagt mir auch oft, dass er unheimlich froh ist, dass er ehrlich zu mir sein kann und dass er sich nicht verstellen muss, so wie das wohl bei seiner Ex war.
Die-zauberhafte-Patin
21778 Beiträge
23.08.2017 15:25
Oh, schönes Thema.

Ich bin ja sehr freiheitsliebend, brauche unbedingt Zeit für mich allein und Zeit für Freunde, die im Grunde nur zu mir gehören. Also sie verstehen sich auch mit meinem Partner, aber es sind eben meine Freunde. Einer von ihnen ist ein Mann. Mein bester Freund, den ich habe. Er ist mir wichtig, ich will, dass es ihm gut geht. Umgekehrt ist es genauso. Wenn es einem von uns also schlecht geht, egal weswegen, dann ist der andere garantiert da. Beispiel: Als sein Vater gestorben ist, da ging es ihm ziemlich schlecht. Ich musste mich hier zu Hause nicht erklären, sondern sagte nur, dass T. Vater gestorben ist und ich heute nach dem Abendessen hinfahre, weil er ziemlich fertig ist. (er wohnt nur 10 km weg im nächsten Ort) Da kam nur die Reaktion: Ok, bestell ihm liebe Grüße!
Dann war ich da und er weinte und weinte. Ich weiß, dass er sich nirgends sonst so fallen lassen würde, also blieb ich da. Ich habe bei ihm eine Zahnbürste und die nötigsten Sachen, u.a. eben auch einen Schlafanzug. Ich schickte nur eine WA nach Hause, dass ich hier bleibe. War ebenfalls ok. Erklären musste ich wieder nichts. Ich schlief bei meinem Freund im Bett, er schlief in meinem Arm irgendwann ein. Das war nötig und er ist eben mein bester Freund, einer von ganz wenigen, sehr wichtigen Menschen in meinem Leben. Aufgewacht sind wir dann umgekehrt: Ich in seinem Arm. Da spielen dann wohl doch die Urtriebe eine Rolle und er musste nachts den Beschützer rauskehren. Das hatte keinerlei sexuellen Hintergrund, sondern einfach einen sehr von Liebe geprägten Hintergrund. Ich liebe ihn und er mich. Das weiß mein Partner auch, das bekam er in den ersten 4 Wochen zu hören und ich sagte ihm auch sofort, dass ich den Kontakt zu T. auf keinen Fall einstellen werde. Ich kannte ihn damals bereist 10 Jahre, inzwischen sind es fast 30 Jahre, er ist genauso alt wie ich. Grund zur Eifersucht gibt es da nicht, zumind. ist es dann nicht mein Problem, denn wenn wir uns gewollt hätten, hätten wir uns längst. Da musste ich nicht auf eine feste Partnerschaft warten, der ich dann untreu werde.
Im Normalfall, wenn wir uns sehen, dann schlafe ich häufig auf dem Sofa ein. Wir gucken meist zusammen Filme, er liebt Jane Austen und andere Liebesfilme. Dann macht T. ein Foto, wenn ich schlafe, deckt mich vorher zu, schickt das Foto per WA an meinen Partner und schreibt dazu: Ich lass sie schlafen und schick sie dir morgen früh mit Brötchen. Zurück kommt dann nur sowas wie: Ok, soll ich für dich mitdecken? Kommst du mit zum Frühstück? .. und entweder kommt dann ein Ja oder eben Nein, wie T. halt Zeit hat.
Hätte ich jedesmal Stress, wenn ich bei T. einschlafe, oder müsste ich jedesmal eine Wahnsinnsgeschichte aufwarten, damit ich überhaupt hinfahren kann und dann nicht intuitiv handeln kann, wäre ich mit meinem Partner nicht zusammen. Es gibt Zärtlichkeiten zwischen Freunden, die haben keinen sexuellen Grund, so fühlen sie sich auch nicht an, und es gibt halt welche, die haben einen sexuellen Hintergrund. Gegen letzteres hätte ich was, mache ich auch nicht, erwarte ich also auch von meinem Partner.
Da ich Eifersucht aber megaanstrengend finde (kenne das von mir aus ganz jungen Jahren mal), habe ich das erfolgreich komplett abgestellt. Es nutzt auch nichts, finde ich. Ein Partner, er betrügen will, wird einen Weg finden. Ganz egal, wie sehr ich ihn einengen und überwachen würde. Und eine Partnerschaft, die funktioniert, die greift auch nichts an, ganz egal, welche Spirenzien irgendwelche anderen Frauen da veranstalten.
Ansonsten lebe ich sehr entspannt nach dem MOtto: Wer mich nicht will, der hat Pech gehabt, denn ER verpasst was, nicht ich. Umgekehrt lasse ich dieselben Regeln gelten. Ich würde nicht auf die Idee kommen, irgendwelche Bedingungen oder Verbote auszusprechen, denn mein Partner ist ein selbstständig denkender und handelnder Mensch. Und wenn er seine Handlungen nicht von aus so unter Kontrolle bekommt, dass sie eben die Grenze zum Betrug überschreiten, dann nutzt es auch nichts, wenn ich ihn so beschneide, dass ich es erzwinge. UNd das würde ich auch nicht wollen. Ich würde keinen Partner wollen, der derartige Grenzen benötigt, um treu zu bleiben und der mir GRenzen auferlegt, damit ich treu bleibe. Ich mache das von mir aus und er von sich aus. Das muss reichen. Und dass es eben zufällig zusammenpasst - gut so!

P.S. Käme es zur TRennung, dann bin ich mir sicher, dass ich sowieso keinen Mann mehr in mein Leben lassen würde. Zumindest nicht so, wie bisher, mit dem zusammenwohnen usw. Man muss eben viel zu viele Kompromisse eingehen, von sich selbst aus natürlich, aber eben auch nur, weil man eben Rücksicht nimmt. Bei einem Neuanfang, aus welchen Gründen auch immer, wäre ich dafür nicht mehr bereit. Einen Partner? Ja, gern, aber in getrennten Wohnungen, so dass ich ihn jederzeit wegschicken könnte, wenn ich eben meine Zeit für mich brauche und ohne Mitspracherecht, was Wohnungseinrichtung angeht usw. Das wäre eh das geilste.

LG Zaubi
Schnecke510
2312 Beiträge
23.08.2017 15:46
Viele hier tun ja gerade so, als wäre es ein Automatismus, dass wenn man mit dem anderen Geschlecht in einem Bett schläft, auch gleich körperlich wie geistig untreu werden würde. Zum Fremdgehen gehört definitiv ein Wille dazu.
Ich denke nicht, dass eine Beziehung durch Verbote besser wird, ganz ehrlich. Ich - ich persönlich (!) - könnte nicht mit keiner von euch zusammen sein, denn ich würde mich wahnsinnig eingeengt fühlen.
PS: Außer vielleicht mit Zauberflöte, aber das würde keine von uns wirklich wollen, denk ich mal.
Skorpi
21872 Beiträge
23.08.2017 15:50
Man ist ja nicht unbedingt eifersüchtig, weil man angst vor einem fremdgehen hat. Ist bei mir absolut nicht der Fall. Verlieben kann der andere sich trotzdem immer in jemand anderen, auch wenn der andere es gar nicht möchte. Sowas sucht man sich ja nicht aus. Ich hab das bei meinen Eltern gesehen. Meine Mutti hat sich in jemand anderen verliebt, sie haben sich getrennt und mein Vater hat bis zu seinem Tod, meine Mutti weiter geliebt. Er hat es akzeptiert Und er hat immer gesagt, dass ihm wichtig ist, dass unsere Mutti glücklich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es alles andere als schön und leicht für ihn gewesen sein muss. Auch wenn er es nie so gezeigt hat. Ich finde, sowas ganz schlimm und traurig und möchte auch einfach nicht, dass mir das vielleicht auch irgendwann so passiert. Und ja, wenn dann da so eine hübsche, selbstbewusste Frau mit viel Ausstrahlung vor meinem Freund rumtanzt klingeln einfach ein paar Alarmglocken bei mir ohne, dass ich den Gedanken habe, er könnte mich mit dieser Frau betrügen. Aber will ich, dass er sie näher kennenlernt? Nö! Natürlich darf er sie dann dennoch kennen lernen, wenn er es möchte, aber gefallen würde es mir einfach nicht.

born-in-helsinki
16049 Beiträge
23.08.2017 15:57
Ich bin bei meinem partner aktuell auch echt wenig eifersüchtig. Ich vertraue ihm.
Ich vertraue anderen frauen nicht
Ich war früher selber eine von diesen frauen die sich grnommen haben was sie wollten.

Deswegen bin ich da vorsichtig.
Mein freund würde es auch nicht merken wenn er angebaggert werden würde
Anja_FFM
1594 Beiträge
23.08.2017 16:40
Zitat von Skorpi:

Man ist ja nicht unbedingt eifersüchtig, weil man angst vor einem fremdgehen hat. Ist bei mir absolut nicht der Fall. Verlieben kann der andere sich trotzdem immer in jemand anderen, auch wenn der andere es gar nicht möchte. Sowas sucht man sich ja nicht aus. Ich hab das bei meinen Eltern gesehen. Meine Mutti hat sich in jemand anderen verliebt, sie haben sich getrennt und mein Vater hat bis zu seinem Tod, meine Mutti weiter geliebt. Er hat es akzeptiert Und er hat immer gesagt, dass ihm wichtig ist, dass unsere Mutti glücklich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es alles andere als schön und leicht für ihn gewesen sein muss. Auch wenn er es nie so gezeigt hat. Ich finde, sowas ganz schlimm und traurig und möchte auch einfach nicht, dass mir das vielleicht auch irgendwann so passiert. Und ja, wenn dann da so eine hübsche, selbstbewusste Frau mit viel Ausstrahlung vor meinem Freund rumtanzt klingeln einfach ein paar Alarmglocken bei mir ohne, dass ich den Gedanken habe, er könnte mich mit dieser Frau betrügen. Aber will ich, dass er sie näher kennenlernt? Nö! Natürlich darf er sie dann dennoch kennen lernen, wenn er es möchte, aber gefallen würde es mir einfach nicht.

Bei mir war es so ... also die Eifersucht kam bei mir aus mangelndem Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen, aber wie gesagt bei mir.

Ein Verlieben kann man nicht unterbinden ... ich hätte bei dem beschriebenen Beispiel mit der Frau einfach die Hoffnung, dass sich da rausstellt, dass sie auch nur mit Wasser kocht, seine Witze nicht versteht und so weiter

ich habe solche Fälle wie bei deinen Eltern auch bei Eltern im Freundeskreis erlebt. Das ist traurig, wirklich traurig. Früher dachte ich, mir würde es dann ähnlich gehen. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Ich kann mir zwar auch kein Leben ohne meinen Feeund vorstellen, aber auch kein Leben allein und so tief verhaftet an dem Partner, der weitergezogen ist. Versteh mich da nicht falsch, ich meine das nicht abwertend ...
Skorpi
21872 Beiträge
23.08.2017 16:54
Zitat von Anja_FFM:

Zitat von Skorpi:

Man ist ja nicht unbedingt eifersüchtig, weil man angst vor einem fremdgehen hat. Ist bei mir absolut nicht der Fall. Verlieben kann der andere sich trotzdem immer in jemand anderen, auch wenn der andere es gar nicht möchte. Sowas sucht man sich ja nicht aus. Ich hab das bei meinen Eltern gesehen. Meine Mutti hat sich in jemand anderen verliebt, sie haben sich getrennt und mein Vater hat bis zu seinem Tod, meine Mutti weiter geliebt. Er hat es akzeptiert Und er hat immer gesagt, dass ihm wichtig ist, dass unsere Mutti glücklich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es alles andere als schön und leicht für ihn gewesen sein muss. Auch wenn er es nie so gezeigt hat. Ich finde, sowas ganz schlimm und traurig und möchte auch einfach nicht, dass mir das vielleicht auch irgendwann so passiert. Und ja, wenn dann da so eine hübsche, selbstbewusste Frau mit viel Ausstrahlung vor meinem Freund rumtanzt klingeln einfach ein paar Alarmglocken bei mir ohne, dass ich den Gedanken habe, er könnte mich mit dieser Frau betrügen. Aber will ich, dass er sie näher kennenlernt? Nö! Natürlich darf er sie dann dennoch kennen lernen, wenn er es möchte, aber gefallen würde es mir einfach nicht.

Bei mir war es so ... also die Eifersucht kam bei mir aus mangelndem Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen, aber wie gesagt bei mir.

Ein Verlieben kann man nicht unterbinden ... ich hätte bei dem beschriebenen Beispiel mit der Frau einfach die Hoffnung, dass sich da rausstellt, dass sie auch nur mit Wasser kocht, seine Witze nicht versteht und so weiter

ich habe solche Fälle wie bei deinen Eltern auch bei Eltern im Freundeskreis erlebt. Das ist traurig, wirklich traurig. Früher dachte ich, mir würde es dann ähnlich gehen. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Ich kann mir zwar auch kein Leben ohne meinen Feeund vorstellen, aber auch kein Leben allein und so tief verhaftet an dem Partner, der weitergezogen ist. Versteh mich da nicht falsch, ich meine das nicht abwertend ...


Den letzten Punkt finde ich eben auch sehr traurig, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Ich will auch nicht ohne mein Freund, aber auf ewig allein, nur weil er geht, mag ich auch nicht. Nur ist das denke ich ein Punkt, der schon sehr schwer ist, wenn man den anderen einfach noch sehr liebt. Wie soll man sich da in jemand anderen verlieben?

Aber naja, ich hoffe einfach, dass es so niemals eintreten wird und wenn wir uns trennen sollten, einfach weil wir uns beide vom anderen entfernt haben.

Die-zauberhafte-Patin
21778 Beiträge
23.08.2017 17:10
Zitat von Skorpi:

Zitat von Anja_FFM:

Zitat von Skorpi:

Man ist ja nicht unbedingt eifersüchtig, weil man angst vor einem fremdgehen hat. Ist bei mir absolut nicht der Fall. Verlieben kann der andere sich trotzdem immer in jemand anderen, auch wenn der andere es gar nicht möchte. Sowas sucht man sich ja nicht aus. Ich hab das bei meinen Eltern gesehen. Meine Mutti hat sich in jemand anderen verliebt, sie haben sich getrennt und mein Vater hat bis zu seinem Tod, meine Mutti weiter geliebt. Er hat es akzeptiert Und er hat immer gesagt, dass ihm wichtig ist, dass unsere Mutti glücklich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es alles andere als schön und leicht für ihn gewesen sein muss. Auch wenn er es nie so gezeigt hat. Ich finde, sowas ganz schlimm und traurig und möchte auch einfach nicht, dass mir das vielleicht auch irgendwann so passiert. Und ja, wenn dann da so eine hübsche, selbstbewusste Frau mit viel Ausstrahlung vor meinem Freund rumtanzt klingeln einfach ein paar Alarmglocken bei mir ohne, dass ich den Gedanken habe, er könnte mich mit dieser Frau betrügen. Aber will ich, dass er sie näher kennenlernt? Nö! Natürlich darf er sie dann dennoch kennen lernen, wenn er es möchte, aber gefallen würde es mir einfach nicht.

Bei mir war es so ... also die Eifersucht kam bei mir aus mangelndem Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen, aber wie gesagt bei mir.

Ein Verlieben kann man nicht unterbinden ... ich hätte bei dem beschriebenen Beispiel mit der Frau einfach die Hoffnung, dass sich da rausstellt, dass sie auch nur mit Wasser kocht, seine Witze nicht versteht und so weiter

ich habe solche Fälle wie bei deinen Eltern auch bei Eltern im Freundeskreis erlebt. Das ist traurig, wirklich traurig. Früher dachte ich, mir würde es dann ähnlich gehen. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Ich kann mir zwar auch kein Leben ohne meinen Feeund vorstellen, aber auch kein Leben allein und so tief verhaftet an dem Partner, der weitergezogen ist. Versteh mich da nicht falsch, ich meine das nicht abwertend ...


Den letzten Punkt finde ich eben auch sehr traurig, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Ich will auch nicht ohne mein Freund, aber auf ewig allein, nur weil er geht, mag ich auch nicht. Nur ist das denke ich ein Punkt, der schon sehr schwer ist, wenn man den anderen einfach noch sehr liebt. Wie soll man sich da in jemand anderen verlieben?

Aber naja, ich hoffe einfach, dass es so niemals eintreten wird und wenn wir uns trennen sollten, einfach weil wir uns beide vom anderen entfernt haben.


Aber schau mal Skorpi, ich habe zwei Sachen markiert bei dir. Schau dir beide Aussagen mal an... wenn jemand wirklich liebt, so wirklich liebt, wie dein Papa es getan hat, dann kann da kommen und hampeln wer will... dijenige ist einfach keine Gefahr. Das meine ich damit, dass es keinen Sinn macht, irgendwelche Grenzen aufzustellen, die ergeben sich eigentlich im Miteinander und wenn beide ähnliche Vorstellungen von Beziehung haben (gäbe ja auch die offene Beziehung, wo es durchaus von beiden aus in Ordnung ist, wenn es da mal andere Sexpartner gibt), dann braucht es auch keine Grenzen. Mir wäre das halt alles viel zu anstrengend.
bluesix
2757 Beiträge
23.08.2017 17:15
Obwohl ich teilweise diesen Unterton das man seinem Partner anscheinend nicht vertraut/ einengt nur weil man es ausschliesst das er/sie mit anderen in einem Bett schläft

Ich habe meinen gerade gefragt ob er sich deswegen eingeengt fühlt und er hat mich nur ganz verständnislos angeschaut
Skorpi
21872 Beiträge
23.08.2017 17:18
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Anja_FFM:

Zitat von Skorpi:

Man ist ja nicht unbedingt eifersüchtig, weil man angst vor einem fremdgehen hat. Ist bei mir absolut nicht der Fall. Verlieben kann der andere sich trotzdem immer in jemand anderen, auch wenn der andere es gar nicht möchte. Sowas sucht man sich ja nicht aus. Ich hab das bei meinen Eltern gesehen. Meine Mutti hat sich in jemand anderen verliebt, sie haben sich getrennt und mein Vater hat bis zu seinem Tod, meine Mutti weiter geliebt. Er hat es akzeptiert Und er hat immer gesagt, dass ihm wichtig ist, dass unsere Mutti glücklich ist. Trotzdem bin ich mir sicher, dass es alles andere als schön und leicht für ihn gewesen sein muss. Auch wenn er es nie so gezeigt hat. Ich finde, sowas ganz schlimm und traurig und möchte auch einfach nicht, dass mir das vielleicht auch irgendwann so passiert. Und ja, wenn dann da so eine hübsche, selbstbewusste Frau mit viel Ausstrahlung vor meinem Freund rumtanzt klingeln einfach ein paar Alarmglocken bei mir ohne, dass ich den Gedanken habe, er könnte mich mit dieser Frau betrügen. Aber will ich, dass er sie näher kennenlernt? Nö! Natürlich darf er sie dann dennoch kennen lernen, wenn er es möchte, aber gefallen würde es mir einfach nicht.

Bei mir war es so ... also die Eifersucht kam bei mir aus mangelndem Selbstbewusstsein und mangelndes Vertrauen, aber wie gesagt bei mir.

Ein Verlieben kann man nicht unterbinden ... ich hätte bei dem beschriebenen Beispiel mit der Frau einfach die Hoffnung, dass sich da rausstellt, dass sie auch nur mit Wasser kocht, seine Witze nicht versteht und so weiter

ich habe solche Fälle wie bei deinen Eltern auch bei Eltern im Freundeskreis erlebt. Das ist traurig, wirklich traurig. Früher dachte ich, mir würde es dann ähnlich gehen. Heute kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen. Ich kann mir zwar auch kein Leben ohne meinen Feeund vorstellen, aber auch kein Leben allein und so tief verhaftet an dem Partner, der weitergezogen ist. Versteh mich da nicht falsch, ich meine das nicht abwertend ...


Den letzten Punkt finde ich eben auch sehr traurig, wenn ich ihn richtig verstanden habe. Ich will auch nicht ohne mein Freund, aber auf ewig allein, nur weil er geht, mag ich auch nicht. Nur ist das denke ich ein Punkt, der schon sehr schwer ist, wenn man den anderen einfach noch sehr liebt. Wie soll man sich da in jemand anderen verlieben?

Aber naja, ich hoffe einfach, dass es so niemals eintreten wird und wenn wir uns trennen sollten, einfach weil wir uns beide vom anderen entfernt haben.


Aber schau mal Skorpi, ich habe zwei Sachen markiert bei dir. Schau dir beide Aussagen mal an... wenn jemand wirklich liebt, so wirklich liebt, wie dein Papa es getan hat, dann kann da kommen und hampeln wer will... dijenige ist einfach keine Gefahr. Das meine ich damit, dass es keinen Sinn macht, irgendwelche Grenzen aufzustellen, die ergeben sich eigentlich im Miteinander und wenn beide ähnliche Vorstellungen von Beziehung haben (gäbe ja auch die offene Beziehung, wo es durchaus von beiden aus in Ordnung ist, wenn es da mal andere Sexpartner gibt), dann braucht es auch keine Grenzen. Mir wäre das halt alles viel zu anstrengend.


Ich stelle ja keine Grenzen. Eifersüchtig bin ich trotzdem.

Meine Mutti hat meinen Vater ja auch sehr geliebt, bis sie eben ihren jetzigen Freund bzw. Mann kennen lernte. Wer garantiert mir, dass da nicht doch noch jemand besseres für meinen Freund rumläuft? Genauso kann es ja auch mir passieren, auch wenn ich es mir nicht vorstellen kann. Aber sowas sucht man sich einfach nicht aus.

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