Mütter- und Schwangerenforum

Ist das schon fremdgehen?

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20.07.2017 11:00
Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


Ähm doch?
Wenn dein Partner irgendwas macht, was für dich moralisch absolut ein rotes Tuch ist, dann kann sich die Liebe ganz schnell in Luft auflösen.

Ums mal überspitzt darzustellen: dein Partner vergewaltigt, missbraucht oder tötet jemanden. Liebst du ihn dann noch?
Also bei mir wäre es ein ganz klares nein. Meine Liebe würde dann in absolute Abneigung umschlagen.
Und so verhält es sich auch mit Vertrauensbrüchen und Fremdgehen bei manchen Menschen.
Es liegt immer an den eigenen moralischen Einstellung.
Also kannst du nicht behaupten, dass sich sowas mal eben nicht ändern kann.
Doch, kann es.
Es muss einen nur selber genug verletzen oder schockieren, und bei manchen reicht so ein Vertrauensbruch. Jeder Mensch hat eine andere Grenze.

Skorpi
22844 Beiträge
20.07.2017 11:04
Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


In so einem Fall könnt ihr es dann ja gerne versuchen. Ich werde es nicht tun, sollte das doch mal vorkommen. Und natürlich liebt man den Menschen dann trotzdem erstmal noch, für mich wäre es ganz, ganz schlimm aber das ist so die einzige Sache, die ich nicht ausdiskutieren würde.

Seramonchen
31234 Beiträge
20.07.2017 11:43
Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


In so einem Fall könnt ihr es dann ja gerne versuchen. Ich werde es nicht tun, sollte das doch mal vorkommen. Und natürlich liebt man den Menschen dann trotzdem erstmal noch, für mich wäre es ganz, ganz schlimm aber das ist so die einzige Sache, die ich nicht ausdiskutieren würde.


Wäre hier auch ein sehr großes Problem. ich hätte das immer und wirklich immer im Kopf, würde es bei jedem Streit wieder vorholen, würde beim Sex daran denken. Es ginge wirklich nicht.
Skorpi
22844 Beiträge
20.07.2017 11:53
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


In so einem Fall könnt ihr es dann ja gerne versuchen. Ich werde es nicht tun, sollte das doch mal vorkommen. Und natürlich liebt man den Menschen dann trotzdem erstmal noch, für mich wäre es ganz, ganz schlimm aber das ist so die einzige Sache, die ich nicht ausdiskutieren würde.


Wäre hier auch ein sehr großes Problem. ich hätte das immer und wirklich immer im Kopf, würde es bei jedem Streit wieder vorholen, würde beim Sex daran denken. Es ginge wirklich nicht.


Genau das! Gerade, wenn man eh schon sehr eifersüchtig ist. Da tut es uns beiden wohl eher nicht gut, da noch irgendwas zu versuchen. Und gerade weil mein Freund wirklich immer zu mir kommen und reden kann. Ich höre immer zu, nehme ihn ernst.

Cappotella
12248 Beiträge
20.07.2017 12:23
Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Skorpi, du musstest noch nie mit Zurückweisung leben, oder? Das freut mich für dich - wirklich. Aber wäre es anders, dann könntest du den Mann vielleicht zumindest ein kleines bisschen verstehen (und auch ich will das nicht gut heißen).

Dauernd Zurückweisung zu erfahren, obwohl man den anderen liebt und zwar so, wie er ist und nicht mehr ran kommt das tut weh, das tut verdammt weh! Und man fängt an auch an sich selbst zu zweifeln. Fehler zu suchen. Sich selber nicht mehr attraktiv zu finden. Das ist eben nunmal so. Und dann kommen irgendwann, wenn sich nichts ändert, eben evtl. mal andere ins Spiel. Man will einfach hören, dass man begehrenswert ist. Man muss sich irgendwie wieder selber aufbauen und die meisten Menschen können das ncht selber. Konnte ich damals auch nicht. Ich hab das zwei Jahre mitgemacht und ich hab an mir gezweifelt. Mein Selbstbewusstsein vorher war gut. Und im nachhinein betrachtet lag es natürlich nicht an mir. Ich hab mich nirgendwo angemeldet. Ich habe einen Kollegen kennengelernt. Und geflirtet und ja verdammt, ich habe es genossen! Endlich hab ich mich mal wieder schön gefühlt, das Selbstbewusstsein kam zurück. Mit dem Hintergrund fällt es einem vielleicht leichter sich auch mal in den anderen zu versetzen.


Wie gesagt, flirten ist für mich eine andere Sache und dafür muss man sich auch nicht gleich irgendwo anmelden.

Würde mein Freund mir plötzlich keine Anerkennung mehr schenken, würde ich das Gespräch suchen. Wenn sich dadurch nichts ändern würde, mich das ganze unglücklich machen würde, würde ich überlegen, ob die Beziehung noch Sinn macht. Bevor ich mir einen Seitensprung suche, fremdgehe, würde ich mich trennen. Ich kann zu 100% sagen, dass ich niemals während einer Beziehung mit jemand anderen in die Kiste steigen würde. Bevor ich mit meinem Freund zusammen kam, war ich 6 Jahre Single. Selbst da kam für mich nie ein One-Night-Stand in frage. Ist einfach nichts für mich.


Vielleicht ist das Seitensprungportal aber das "kleinere Übel".
Wenn sonst alles passt, man harmonisch ist, sich kuschelnd aufs Sofa schmeißt, miteinander redet, aber einfach der Sex und die Intimität fehlt - und das über längere Zeit - kann ich nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN!), dass man sich auf einem Seitensprungportal anmeldet.
Denn, jetzt mal ganz dreist, wenn es nicht herauskommt, ist diese Anspannung, dass etwas fehlt draußen. Beide Partner werden dadurch wieder ausgeglichener, vielleicht sogar harmonischer. Ohne Druck, denn der wurde durch die Seite ja genommen.

Bei einer Trennung verliert man bewusst ALLES. Wirklich alles. Bei einer heimlichen kurzen Gefühlsexplosion nicht (wenn es nicht rauskommt).

Aber vielleicht will das der "Fremdgänger" eigentlich gar nicht, sondern diese eine Sehnsucht, die der Partner über lange Zeit hinweg nicht befriedigt hat, stillen.

Blödes Beispiel:
Du liebst es, mit dem Ferrari zu fahren, dein Partner gibt dir aber über Jahre hinweg nur den Polo, obwohl der Ferrari eingestaubt in der Garage steht. Du siehst ihn tagtäglich, hast das Verlangen danach, aber darfst nicht mal rein sitzen.
Und dann bietet dir heimlich der Arbeitskollege an, mit seinem Sportschlitten eine Runde zu fahren. Einfach so, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Na, was machst du?
Im Endeffekt ist dein Partner glücklich, weil du nicht mehr nach dem Ferrari bettelst und du bist glücklich, weil du dennoch einen fahren durftest.

Nochmal, das Ganze heiße ich nicht gut. Aber es ist nachvollziehbar.
Fjörgyn
1919 Beiträge
20.07.2017 12:27
Zitat von Papillon_Puke:

Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


Ähm doch?
Wenn dein Partner irgendwas macht, was für dich moralisch absolut ein rotes Tuch ist, dann kann sich die Liebe ganz schnell in Luft auflösen.

Ums mal überspitzt darzustellen: dein Partner vergewaltigt, missbraucht oder tötet jemanden. Liebst du ihn dann noch?
Also bei mir wäre es ein ganz klares nein. Meine Liebe würde dann in absolute Abneigung umschlagen.
Und so verhält es sich auch mit Vertrauensbrüchen und Fremdgehen bei manchen Menschen.
Es liegt immer an den eigenen moralischen Einstellung.
Also kannst du nicht behaupten, dass sich sowas mal eben nicht ändern kann.
Doch, kann es.
Es muss einen nur selber genug verletzen oder schockieren, und bei manchen reicht so ein Vertrauensbruch. Jeder Mensch hat eine andere Grenze.

Dann wage ich aber zu behaupten, dass man auch nicht von ehrlicher Liebe sprechen kann, wenn sie einfach so verschwindet, "nur" weil der andere sich nicht den eigenen Vorstellungen entsprechend verhält. Zum Anderen denke ich, dass eine solche Haltung deines starken Schwarz-weiß-denkens entspringt. Mir ist schon häufiger aufgefallen, und ich meine das nicht böse oder verurteilend , dass es für dich nur zwei Seiten gibt, nur gut oder böse, nur schwarz oder weiß, Zwischentöne sehe ich eigentlich nicht.
Für mich ist ganz klar, wenn mein Partner oder Kind eines der von dir genannten Verbrechen begeht, dann wäre ich die erste, die für eine Verhaftung und eine entsprechende Strafe sorgt bzw. ihren Teil dazu beiträgt, aber ich würde nicht aufhören diese Menschen zu lieben. Meinen Partner, je nach Schwere und Zeit, vielleicht irgendwann, aber meine Kinder auf keinen Fall. (Wobei ich bei einer Tötung auch definitiv die Umstände mit betrachten würde und danach entscheiden würde ob ich für eine Verhaftung sorge oder beim Vergraben der Leiche helfe ) Ich könnte niemals einfach so aufhören zu lieben, dafür ist das Gefühl der Liebe zu einem Menschen in mir viel zu stark verankert. Das bedeutet aber nicht, dass ich alles verzeihe oder zwanghaft mit dieser Person zusammen bleiben muss.
Ich habe mich z.B. vor 2,5 Jahren von meinem Partner getrennt, obwohl ich ihn geliebt habe, es auch heute noch tue.

Was Anja geschrieben hat finde ich ganz wichtig, das wäre auch für mich ein starkes Kriterium, aber ich hatte es nicht auf dem Zettel. Betrügt mein Partner mich aus einer Situation heraus, in der ihn eine andere Person gerade im falschen Augenblick auf dem falschen Fuß erwischt (Beziehung läuft extrem scheiße, man fühlt sich nicht wertgeschätzt, wahrgenommen oder weiß der Geier was) und es kommt zu einem Ausrutscher, dann könnte ich wohl mit viel Arbeit irgendwann darüber hinweg kommen. Plant mein Partner aber den Betrug in vollem Wissen und Bewusstsein was er aufs Spiel setzt, dann gäbe es für mich auch wohl noch wenig Diskussionspotential.
Marf
16938 Beiträge
20.07.2017 12:33
Zitat von Fjörgyn:

Zitat von Papillon_Puke:

Zitat von AmyPixie:

Anja, ich bin da mittlerweile auch ganz bei dir! Und Skorpi, es geht ja um viel mehr. Das ist der Mensch, den man liebt. Und das ändert sowas nicht mal eben.


Ähm doch?
Wenn dein Partner irgendwas macht, was für dich moralisch absolut ein rotes Tuch ist, dann kann sich die Liebe ganz schnell in Luft auflösen.

Ums mal überspitzt darzustellen: dein Partner vergewaltigt, missbraucht oder tötet jemanden. Liebst du ihn dann noch?
Also bei mir wäre es ein ganz klares nein. Meine Liebe würde dann in absolute Abneigung umschlagen.
Und so verhält es sich auch mit Vertrauensbrüchen und Fremdgehen bei manchen Menschen.
Es liegt immer an den eigenen moralischen Einstellung.
Also kannst du nicht behaupten, dass sich sowas mal eben nicht ändern kann.
Doch, kann es.
Es muss einen nur selber genug verletzen oder schockieren, und bei manchen reicht so ein Vertrauensbruch. Jeder Mensch hat eine andere Grenze.

Dann wage ich aber zu behaupten, dass man auch nicht von ehrlicher Liebe sprechen kann, wenn sie einfach so verschwindet, "nur" weil der andere sich nicht den eigenen Vorstellungen entsprechend verhält. Zum Anderen denke ich, dass eine solche Haltung deines starken Schwarz-weiß-denkens entspringt. Mir ist schon häufiger aufgefallen, und ich meine das nicht böse oder verurteilend , dass es für dich nur zwei Seiten gibt, nur gut oder böse, nur schwarz oder weiß, Zwischentöne sehe ich eigentlich nicht.
Für mich ist ganz klar, wenn mein Partner oder Kind eines der von dir genannten Verbrechen begeht, dann wäre ich die erste, die für eine Verhaftung und eine entsprechende Strafe sorgt bzw. ihren Teil dazu beiträgt, aber ich würde nicht aufhören diese Menschen zu lieben. Meinen Partner, je nach Schwere und Zeit, vielleicht irgendwann, aber meine Kinder auf keinen Fall. (Wobei ich bei einer Tötung auch definitiv die Umstände mit betrachten würde und danach entscheiden würde ob ich für eine Verhaftung sorge oder beim Vergraben der Leiche helfe ) Ich könnte niemals einfach so aufhören zu lieben, dafür ist das Gefühl der Liebe zu einem Menschen in mir viel zu stark verankert. Das bedeutet aber nicht, dass ich alles verzeihe oder zwanghaft mit dieser Person zusammen bleiben muss.
Ich habe mich z.B. vor 2,5 Jahren von meinem Partner getrennt, obwohl ich ihn geliebt habe, es auch heute noch tue.

Was Anja geschrieben hat finde ich ganz wichtig, das wäre auch für mich ein starkes Kriterium, aber ich hatte es nicht auf dem Zettel. Betrügt mein Partner mich aus einer Situation heraus, in der ihn eine andere Person gerade im falschen Augenblick auf dem falschen Fuß erwischt (Beziehung läuft extrem scheiße, man fühlt sich nicht wertgeschätzt, wahrgenommen oder weiß der Geier was) und es kommt zu einem Ausrutscher, dann könnte ich wohl mit viel Arbeit irgendwann darüber hinweg kommen. Plant mein Partner aber den Betrug in vollem Wissen und Bewusstsein was er aufs Spiel setzt, dann gäbe es für mich auch wohl noch wenig Diskussionspotential.

Und nix anderes meinte ich.Hast es besser geschrieben.

Ich kann ein Gefühl nicht einfach an o.ausknipsen.Und jedes Gericht hinterfragt eine Tat und die Motive.Das ist doch das mindeste.
Seramonchen
31234 Beiträge
20.07.2017 13:03
Zitat von Cappotella:

Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Skorpi, du musstest noch nie mit Zurückweisung leben, oder? Das freut mich für dich - wirklich. Aber wäre es anders, dann könntest du den Mann vielleicht zumindest ein kleines bisschen verstehen (und auch ich will das nicht gut heißen).

Dauernd Zurückweisung zu erfahren, obwohl man den anderen liebt und zwar so, wie er ist und nicht mehr ran kommt das tut weh, das tut verdammt weh! Und man fängt an auch an sich selbst zu zweifeln. Fehler zu suchen. Sich selber nicht mehr attraktiv zu finden. Das ist eben nunmal so. Und dann kommen irgendwann, wenn sich nichts ändert, eben evtl. mal andere ins Spiel. Man will einfach hören, dass man begehrenswert ist. Man muss sich irgendwie wieder selber aufbauen und die meisten Menschen können das ncht selber. Konnte ich damals auch nicht. Ich hab das zwei Jahre mitgemacht und ich hab an mir gezweifelt. Mein Selbstbewusstsein vorher war gut. Und im nachhinein betrachtet lag es natürlich nicht an mir. Ich hab mich nirgendwo angemeldet. Ich habe einen Kollegen kennengelernt. Und geflirtet und ja verdammt, ich habe es genossen! Endlich hab ich mich mal wieder schön gefühlt, das Selbstbewusstsein kam zurück. Mit dem Hintergrund fällt es einem vielleicht leichter sich auch mal in den anderen zu versetzen.


Wie gesagt, flirten ist für mich eine andere Sache und dafür muss man sich auch nicht gleich irgendwo anmelden.

Würde mein Freund mir plötzlich keine Anerkennung mehr schenken, würde ich das Gespräch suchen. Wenn sich dadurch nichts ändern würde, mich das ganze unglücklich machen würde, würde ich überlegen, ob die Beziehung noch Sinn macht. Bevor ich mir einen Seitensprung suche, fremdgehe, würde ich mich trennen. Ich kann zu 100% sagen, dass ich niemals während einer Beziehung mit jemand anderen in die Kiste steigen würde. Bevor ich mit meinem Freund zusammen kam, war ich 6 Jahre Single. Selbst da kam für mich nie ein One-Night-Stand in frage. Ist einfach nichts für mich.


Vielleicht ist das Seitensprungportal aber das "kleinere Übel".
Wenn sonst alles passt, man harmonisch ist, sich kuschelnd aufs Sofa schmeißt, miteinander redet, aber einfach der Sex und die Intimität fehlt - und das über längere Zeit - kann ich nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN!), dass man sich auf einem Seitensprungportal anmeldet.
Denn, jetzt mal ganz dreist, wenn es nicht herauskommt, ist diese Anspannung, dass etwas fehlt draußen. Beide Partner werden dadurch wieder ausgeglichener, vielleicht sogar harmonischer. Ohne Druck, denn der wurde durch die Seite ja genommen.

Bei einer Trennung verliert man bewusst ALLES. Wirklich alles. Bei einer heimlichen kurzen Gefühlsexplosion nicht (wenn es nicht rauskommt).

Aber vielleicht will das der "Fremdgänger" eigentlich gar nicht, sondern diese eine Sehnsucht, die der Partner über lange Zeit hinweg nicht befriedigt hat, stillen.

Blödes Beispiel:
Du liebst es, mit dem Ferrari zu fahren, dein Partner gibt dir aber über Jahre hinweg nur den Polo, obwohl der Ferrari eingestaubt in der Garage steht. Du siehst ihn tagtäglich, hast das Verlangen danach, aber darfst nicht mal rein sitzen.
Und dann bietet dir heimlich der Arbeitskollege an, mit seinem Sportschlitten eine Runde zu fahren. Einfach so, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Na, was machst du?
Im Endeffekt ist dein Partner glücklich, weil du nicht mehr nach dem Ferrari bettelst und du bist glücklich, weil du dennoch einen fahren durftest.

Nochmal, das Ganze heiße ich nicht gut. Aber es ist nachvollziehbar.


Aber wo ist die Grenze? Würde der Partner dann nicht, wenn es eine Zeit lang so weitergeht, wie von dir beschrieben, irgendwann noch mal einen Seitensprung wagen, weil sich das Bedürfnis oder die Lust wieder aufgebaut hat? Das ist doch nicht mit einem Mal dann vorbei
Fjörgyn
1919 Beiträge
20.07.2017 13:17
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Cappotella:

Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Skorpi, du musstest noch nie mit Zurückweisung leben, oder? Das freut mich für dich - wirklich. Aber wäre es anders, dann könntest du den Mann vielleicht zumindest ein kleines bisschen verstehen (und auch ich will das nicht gut heißen).

Dauernd Zurückweisung zu erfahren, obwohl man den anderen liebt und zwar so, wie er ist und nicht mehr ran kommt das tut weh, das tut verdammt weh! Und man fängt an auch an sich selbst zu zweifeln. Fehler zu suchen. Sich selber nicht mehr attraktiv zu finden. Das ist eben nunmal so. Und dann kommen irgendwann, wenn sich nichts ändert, eben evtl. mal andere ins Spiel. Man will einfach hören, dass man begehrenswert ist. Man muss sich irgendwie wieder selber aufbauen und die meisten Menschen können das ncht selber. Konnte ich damals auch nicht. Ich hab das zwei Jahre mitgemacht und ich hab an mir gezweifelt. Mein Selbstbewusstsein vorher war gut. Und im nachhinein betrachtet lag es natürlich nicht an mir. Ich hab mich nirgendwo angemeldet. Ich habe einen Kollegen kennengelernt. Und geflirtet und ja verdammt, ich habe es genossen! Endlich hab ich mich mal wieder schön gefühlt, das Selbstbewusstsein kam zurück. Mit dem Hintergrund fällt es einem vielleicht leichter sich auch mal in den anderen zu versetzen.


Wie gesagt, flirten ist für mich eine andere Sache und dafür muss man sich auch nicht gleich irgendwo anmelden.

Würde mein Freund mir plötzlich keine Anerkennung mehr schenken, würde ich das Gespräch suchen. Wenn sich dadurch nichts ändern würde, mich das ganze unglücklich machen würde, würde ich überlegen, ob die Beziehung noch Sinn macht. Bevor ich mir einen Seitensprung suche, fremdgehe, würde ich mich trennen. Ich kann zu 100% sagen, dass ich niemals während einer Beziehung mit jemand anderen in die Kiste steigen würde. Bevor ich mit meinem Freund zusammen kam, war ich 6 Jahre Single. Selbst da kam für mich nie ein One-Night-Stand in frage. Ist einfach nichts für mich.


Vielleicht ist das Seitensprungportal aber das "kleinere Übel".
Wenn sonst alles passt, man harmonisch ist, sich kuschelnd aufs Sofa schmeißt, miteinander redet, aber einfach der Sex und die Intimität fehlt - und das über längere Zeit - kann ich nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN!), dass man sich auf einem Seitensprungportal anmeldet.
Denn, jetzt mal ganz dreist, wenn es nicht herauskommt, ist diese Anspannung, dass etwas fehlt draußen. Beide Partner werden dadurch wieder ausgeglichener, vielleicht sogar harmonischer. Ohne Druck, denn der wurde durch die Seite ja genommen.

Bei einer Trennung verliert man bewusst ALLES. Wirklich alles. Bei einer heimlichen kurzen Gefühlsexplosion nicht (wenn es nicht rauskommt).

Aber vielleicht will das der "Fremdgänger" eigentlich gar nicht, sondern diese eine Sehnsucht, die der Partner über lange Zeit hinweg nicht befriedigt hat, stillen.

Blödes Beispiel:
Du liebst es, mit dem Ferrari zu fahren, dein Partner gibt dir aber über Jahre hinweg nur den Polo, obwohl der Ferrari eingestaubt in der Garage steht. Du siehst ihn tagtäglich, hast das Verlangen danach, aber darfst nicht mal rein sitzen.
Und dann bietet dir heimlich der Arbeitskollege an, mit seinem Sportschlitten eine Runde zu fahren. Einfach so, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Na, was machst du?
Im Endeffekt ist dein Partner glücklich, weil du nicht mehr nach dem Ferrari bettelst und du bist glücklich, weil du dennoch einen fahren durftest.

Nochmal, das Ganze heiße ich nicht gut. Aber es ist nachvollziehbar.


Aber wo ist die Grenze? Würde der Partner dann nicht, wenn es eine Zeit lang so weitergeht, wie von dir beschrieben, irgendwann noch mal einen Seitensprung wagen, weil sich das Bedürfnis oder die Lust wieder aufgebaut hat? Das ist doch nicht mit einem Mal dann vorbei

Das Beispiel ist echt blöd, denn hier wird reine Willkür mit einer emotionalen Begründung gleichgesetzt. Passt also hinten und vorne nicht.

Zum Thema wo die Grenze ist, bei einem Betrug, so wie ich es in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, wäre beim zweiten Mal für mich definitiv die Grenze, denn das würde mir zeigen, dass mein Partner eben nicht mitgearbeitet hat und es wieder in Kauf genommen hat, dass wir als Paar Schaden nehmen. Denn man arbeitet eine solche Situation ja auf, man redet darüber wie es dazu kommen konnte und wie man es hätte verhindern können. Eine Wiederholung des Ganzen würde mir zeigen, dass mein Partner nicht bereit ist unsere Probleme anzugehen und dann muss man sich eben doch wohl oder übel trennen.
cogito_ergo_sum
260 Beiträge
20.07.2017 13:25
Für mich wäre es wohl auch deshalb ein Trennungsgrund, weil der Mann es nicht von sich aus gebeichtet hat. Ich könnte mir also nie sicher sein, ob er es jemals erzählt und damit aufgehört hätte, wenn er nicht ertappt worden wäre und würde mich ständig fragen, ob er mir gerade wieder etwas verschweigt. Das Vertrauen wäre zerstört. So denke ich zumindest heute - wenn man dann in so einer Situation ist, sehen die Dinge vielleicht wieder ganz anders aus

Es würde mir auch noch zu denken geben, dass diejenigen, die ähnliche Erfahrungen machen mussten, sich heute eher trennen würden (man kann ja auch aus den Erfahrungen anderer eine Lehre ziehen)...
Seramonchen
31234 Beiträge
20.07.2017 13:32
Zitat von Fjörgyn:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Cappotella:

Zitat von Skorpi:

...


Vielleicht ist das Seitensprungportal aber das "kleinere Übel".
Wenn sonst alles passt, man harmonisch ist, sich kuschelnd aufs Sofa schmeißt, miteinander redet, aber einfach der Sex und die Intimität fehlt - und das über längere Zeit - kann ich nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN!), dass man sich auf einem Seitensprungportal anmeldet.
Denn, jetzt mal ganz dreist, wenn es nicht herauskommt, ist diese Anspannung, dass etwas fehlt draußen. Beide Partner werden dadurch wieder ausgeglichener, vielleicht sogar harmonischer. Ohne Druck, denn der wurde durch die Seite ja genommen.

Bei einer Trennung verliert man bewusst ALLES. Wirklich alles. Bei einer heimlichen kurzen Gefühlsexplosion nicht (wenn es nicht rauskommt).

Aber vielleicht will das der "Fremdgänger" eigentlich gar nicht, sondern diese eine Sehnsucht, die der Partner über lange Zeit hinweg nicht befriedigt hat, stillen.

Blödes Beispiel:
Du liebst es, mit dem Ferrari zu fahren, dein Partner gibt dir aber über Jahre hinweg nur den Polo, obwohl der Ferrari eingestaubt in der Garage steht. Du siehst ihn tagtäglich, hast das Verlangen danach, aber darfst nicht mal rein sitzen.
Und dann bietet dir heimlich der Arbeitskollege an, mit seinem Sportschlitten eine Runde zu fahren. Einfach so, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Na, was machst du?
Im Endeffekt ist dein Partner glücklich, weil du nicht mehr nach dem Ferrari bettelst und du bist glücklich, weil du dennoch einen fahren durftest.

Nochmal, das Ganze heiße ich nicht gut. Aber es ist nachvollziehbar.


Aber wo ist die Grenze? Würde der Partner dann nicht, wenn es eine Zeit lang so weitergeht, wie von dir beschrieben, irgendwann noch mal einen Seitensprung wagen, weil sich das Bedürfnis oder die Lust wieder aufgebaut hat? Das ist doch nicht mit einem Mal dann vorbei

Das Beispiel ist echt blöd, denn hier wird reine Willkür mit einer emotionalen Begründung gleichgesetzt. Passt also hinten und vorne nicht.

Zum Thema wo die Grenze ist, bei einem Betrug, so wie ich es in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, wäre beim zweiten Mal für mich definitiv die Grenze, denn das würde mir zeigen, dass mein Partner eben nicht mitgearbeitet hat und es wieder in Kauf genommen hat, dass wir als Paar Schaden nehmen. Denn man arbeitet eine solche Situation ja auf, man redet darüber wie es dazu kommen konnte und wie man es hätte verhindern können. Eine Wiederholung des Ganzen würde mir zeigen, dass mein Partner nicht bereit ist unsere Probleme anzugehen und dann muss man sich eben doch wohl oder übel trennen.


Ok aber dann verstehe ich halt das genannte Beispiel nicht, denn das besagt ja: Hey, wenn man woanders und heimlich Druck ablassen kann, ist das so super für die Beziehung.

Und das bleibt doch niemals bei einem Mal, wenn man es so angeht und so sieht. ist für mich noch viel viel unverständlicher als andere hier genannte Punkte.
AmyPixie
4589 Beiträge
20.07.2017 13:34
Der Punkt ist doch, um das zu überwinden muss man darüber sprechen. Und es muss ich was ändern. Anders geht es nicht. Klar, ändert die Situation sich nicht, ist es wahrscheinlich, dass es wieder passiert. Und dann hat die Beziehung eh keine Zukunft
Fjörgyn
1919 Beiträge
20.07.2017 14:19
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Fjörgyn:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Cappotella:

...


Aber wo ist die Grenze? Würde der Partner dann nicht, wenn es eine Zeit lang so weitergeht, wie von dir beschrieben, irgendwann noch mal einen Seitensprung wagen, weil sich das Bedürfnis oder die Lust wieder aufgebaut hat? Das ist doch nicht mit einem Mal dann vorbei

Das Beispiel ist echt blöd, denn hier wird reine Willkür mit einer emotionalen Begründung gleichgesetzt. Passt also hinten und vorne nicht.

Zum Thema wo die Grenze ist, bei einem Betrug, so wie ich es in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, wäre beim zweiten Mal für mich definitiv die Grenze, denn das würde mir zeigen, dass mein Partner eben nicht mitgearbeitet hat und es wieder in Kauf genommen hat, dass wir als Paar Schaden nehmen. Denn man arbeitet eine solche Situation ja auf, man redet darüber wie es dazu kommen konnte und wie man es hätte verhindern können. Eine Wiederholung des Ganzen würde mir zeigen, dass mein Partner nicht bereit ist unsere Probleme anzugehen und dann muss man sich eben doch wohl oder übel trennen.


Ok aber dann verstehe ich halt das genannte Beispiel nicht, denn das besagt ja: Hey, wenn man woanders und heimlich Druck ablassen kann, ist das so super für die Beziehung.

Und das bleibt doch niemals bei einem Mal, wenn man es so angeht und so sieht. ist für mich noch viel viel unverständlicher als andere hier genannte Punkte.

Ich schrieb ja bereits, dass so eine Situation, in der das Fremdgehen geplant wird und ganz bewusst gemacht wird, für mich vollkommen inakzeptabel ist. Ich sehe das auch nicht als Plus für die Beziehung, ganz im Gegenteil, aber auch Capo hat geschrieben, dass sie das nicht gut heißt oder gar "super" findet.
Richtig ist aber, dass es bei dem Partner der fremdgeht eine gewisse Anspannung lösen kann, aber dennoch ist es für mich nicht der richtige Weg, sondern einfach nur extrm egoistisch und einen Egoisten kann keine Beziehung und keine Familie auf Dauer mittragen.
Wenn man wirklich in einer Situation ist, in der der eine Partner Sex dringen braucht und Masturbation das Problem nicht löst, gibt es ja, der andere aber überhaupt nicht an den Punkt kommt wo er Lust entwickelt und schlichtweg nicht will, dann muss man da eine Lösung finden, wenn man weiterhin ein Paar sein will. Diese Lösung kann aber gewiss nicht heimliches Fremdgehen, das damit verbundene Lügen und Hintergehen des einen Partners sein. Es benötigt aber zwei Menschen, die dem anderen die eigenen Bedürfnisse zugestehen und ich glaube, dass dann z.B. eine offene Beziehung funktionieren kann, in der man mit offenen Karten spielt. Nur, wie gesagt, da muss dann der Partner, der keinen Sex will eben auch an den Punkt kommen, an dem er erkennt, dass dem anderen etwas essentielles fehlt und muss so tolerant sein und so ein starkes Vertrauen haben, dass er dem anderen eben zugesteht seine Bedürfnisse von einer anderen Person befriedigen zu lassen.
Für mich wäre das kein Modell und ich kann mich da auch nicht reinversetzen, aber ich glaube, dass solche Konstellationen klappen können, wenn beide offen und ehrlich miteinander umgehen. Heimlichkeiten und Vertrauensmissbrauch töten jede Beziehung.
Seramonchen
31234 Beiträge
20.07.2017 15:11
Zitat von Fjörgyn:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Fjörgyn:

Zitat von Seramonchen:

...

Das Beispiel ist echt blöd, denn hier wird reine Willkür mit einer emotionalen Begründung gleichgesetzt. Passt also hinten und vorne nicht.

Zum Thema wo die Grenze ist, bei einem Betrug, so wie ich es in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, wäre beim zweiten Mal für mich definitiv die Grenze, denn das würde mir zeigen, dass mein Partner eben nicht mitgearbeitet hat und es wieder in Kauf genommen hat, dass wir als Paar Schaden nehmen. Denn man arbeitet eine solche Situation ja auf, man redet darüber wie es dazu kommen konnte und wie man es hätte verhindern können. Eine Wiederholung des Ganzen würde mir zeigen, dass mein Partner nicht bereit ist unsere Probleme anzugehen und dann muss man sich eben doch wohl oder übel trennen.


Ok aber dann verstehe ich halt das genannte Beispiel nicht, denn das besagt ja: Hey, wenn man woanders und heimlich Druck ablassen kann, ist das so super für die Beziehung.

Und das bleibt doch niemals bei einem Mal, wenn man es so angeht und so sieht. ist für mich noch viel viel unverständlicher als andere hier genannte Punkte.

Ich schrieb ja bereits, dass so eine Situation, in der das Fremdgehen geplant wird und ganz bewusst gemacht wird, für mich vollkommen inakzeptabel ist. Ich sehe das auch nicht als Plus für die Beziehung, ganz im Gegenteil, aber auch Capo hat geschrieben, dass sie das nicht gut heißt oder gar "super" findet.
Richtig ist aber, dass es bei dem Partner der fremdgeht eine gewisse Anspannung lösen kann, aber dennoch ist es für mich nicht der richtige Weg, sondern einfach nur extrm egoistisch und einen Egoisten kann keine Beziehung und keine Familie auf Dauer mittragen.
Wenn man wirklich in einer Situation ist, in der der eine Partner Sex dringen braucht und Masturbation das Problem nicht löst, gibt es ja, der andere aber überhaupt nicht an den Punkt kommt wo er Lust entwickelt und schlichtweg nicht will, dann muss man da eine Lösung finden, wenn man weiterhin ein Paar sein will. Diese Lösung kann aber gewiss nicht heimliches Fremdgehen, das damit verbundene Lügen und Hintergehen des einen Partners sein. Es benötigt aber zwei Menschen, die dem anderen die eigenen Bedürfnisse zugestehen und ich glaube, dass dann z.B. eine offene Beziehung funktionieren kann, in der man mit offenen Karten spielt. Nur, wie gesagt, da muss dann der Partner, der keinen Sex will eben auch an den Punkt kommen, an dem er erkennt, dass dem anderen etwas essentielles fehlt und muss so tolerant sein und so ein starkes Vertrauen haben, dass er dem anderen eben zugesteht seine Bedürfnisse von einer anderen Person befriedigen zu lassen.
Für mich wäre das kein Modell und ich kann mich da auch nicht reinversetzen, aber ich glaube, dass solche Konstellationen klappen können, wenn beide offen und ehrlich miteinander umgehen. Heimlichkeiten und Vertrauensmissbrauch töten jede Beziehung.


Ja genau das habe ich vorne geschrieben. Man muss reden und darauf hinweisen, was gerade aus der eigenen Sicht schief geht, zur Not eine offene Beziehung anbieten und wenn der andere das nicht will, dann muss man eben die Konsequenzen ziehen, wenn man so nicht leben kann und das ist nicht fremdgehen, sondern die Trennung. In meinen Augen.
Skorpi
22844 Beiträge
20.07.2017 18:17
Zitat von Cappotella:

Zitat von Skorpi:

Zitat von AmyPixie:

Skorpi, du musstest noch nie mit Zurückweisung leben, oder? Das freut mich für dich - wirklich. Aber wäre es anders, dann könntest du den Mann vielleicht zumindest ein kleines bisschen verstehen (und auch ich will das nicht gut heißen).

Dauernd Zurückweisung zu erfahren, obwohl man den anderen liebt und zwar so, wie er ist und nicht mehr ran kommt das tut weh, das tut verdammt weh! Und man fängt an auch an sich selbst zu zweifeln. Fehler zu suchen. Sich selber nicht mehr attraktiv zu finden. Das ist eben nunmal so. Und dann kommen irgendwann, wenn sich nichts ändert, eben evtl. mal andere ins Spiel. Man will einfach hören, dass man begehrenswert ist. Man muss sich irgendwie wieder selber aufbauen und die meisten Menschen können das ncht selber. Konnte ich damals auch nicht. Ich hab das zwei Jahre mitgemacht und ich hab an mir gezweifelt. Mein Selbstbewusstsein vorher war gut. Und im nachhinein betrachtet lag es natürlich nicht an mir. Ich hab mich nirgendwo angemeldet. Ich habe einen Kollegen kennengelernt. Und geflirtet und ja verdammt, ich habe es genossen! Endlich hab ich mich mal wieder schön gefühlt, das Selbstbewusstsein kam zurück. Mit dem Hintergrund fällt es einem vielleicht leichter sich auch mal in den anderen zu versetzen.


Wie gesagt, flirten ist für mich eine andere Sache und dafür muss man sich auch nicht gleich irgendwo anmelden.

Würde mein Freund mir plötzlich keine Anerkennung mehr schenken, würde ich das Gespräch suchen. Wenn sich dadurch nichts ändern würde, mich das ganze unglücklich machen würde, würde ich überlegen, ob die Beziehung noch Sinn macht. Bevor ich mir einen Seitensprung suche, fremdgehe, würde ich mich trennen. Ich kann zu 100% sagen, dass ich niemals während einer Beziehung mit jemand anderen in die Kiste steigen würde. Bevor ich mit meinem Freund zusammen kam, war ich 6 Jahre Single. Selbst da kam für mich nie ein One-Night-Stand in frage. Ist einfach nichts für mich.


Vielleicht ist das Seitensprungportal aber das "kleinere Übel".
Wenn sonst alles passt, man harmonisch ist, sich kuschelnd aufs Sofa schmeißt, miteinander redet, aber einfach der Sex und die Intimität fehlt - und das über längere Zeit - kann ich nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN!), dass man sich auf einem Seitensprungportal anmeldet.
Denn, jetzt mal ganz dreist, wenn es nicht herauskommt, ist diese Anspannung, dass etwas fehlt draußen. Beide Partner werden dadurch wieder ausgeglichener, vielleicht sogar harmonischer. Ohne Druck, denn der wurde durch die Seite ja genommen.

Bei einer Trennung verliert man bewusst ALLES. Wirklich alles. Bei einer heimlichen kurzen Gefühlsexplosion nicht (wenn es nicht rauskommt).

Aber vielleicht will das der "Fremdgänger" eigentlich gar nicht, sondern diese eine Sehnsucht, die der Partner über lange Zeit hinweg nicht befriedigt hat, stillen.

Blödes Beispiel:
Du liebst es, mit dem Ferrari zu fahren, dein Partner gibt dir aber über Jahre hinweg nur den Polo, obwohl der Ferrari eingestaubt in der Garage steht. Du siehst ihn tagtäglich, hast das Verlangen danach, aber darfst nicht mal rein sitzen.
Und dann bietet dir heimlich der Arbeitskollege an, mit seinem Sportschlitten eine Runde zu fahren. Einfach so, ohne dass es Konsequenzen gibt.
Na, was machst du?
Im Endeffekt ist dein Partner glücklich, weil du nicht mehr nach dem Ferrari bettelst und du bist glücklich, weil du dennoch einen fahren durftest.

Nochmal, das Ganze heiße ich nicht gut. Aber es ist nachvollziehbar.


Ich sehe es aber wirklich anders. Mit mir kann man wie gesagt reden. Zu wenig Sex? Dann erwarte ich, dass er mir das sagt, dass ihm da was fehlt. Darauf kann ich ihn vielleicht erklären, wieso, weshalb und warum das momentan so ausschaut. Oder, oder, oder. Aber heimlich fremdgehen, in der Hoffnung, der Partner bekommt es nicht mit, damit derjenige weiterhin glücklich und befriedigt ist, ist respektlos und alles andere als ehrlich. Dinge, die mir unglaublich wichtig in einer Beziehung sind.

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