Mütter- und Schwangerenforum

Mein Mann hat schlimme Depressionen

Gehe zu Seite:
Anonym 196010
0 Beiträge
22.11.2017 00:12
Hallo,

Ich weiß garnicht so recht, wie ich anfangen soll. Ich tippe unter Tränen auf dem Handy. Bitte verzeiht mir Tippfehler.

Mein Mann hat mir am Donnerstag eine Email geschrieben. Er hat starke Depressionen mit Suizidgedanken. Die hatte er vor Jahren schonmal. Damals ließ er mich kurz vor der Hochzeit ohne Begründung sitzen. Da er ja krank war und eine Therapie machte, habe ich ihm natürlich verziehen. Auch wenn mich das natürlich sehr gekränkt hat. Nach der Therapie ging er nur sehr sporadisch zum Psychologen. Ich habe ihn oft dazu gedrängt, aber er hat die Termine einfach abgesagt. Auf die Frage wie es ihm geht hieß es immer gut. Unser Leben ging weiter. Wir haben vor kurzem ein Kind bekommen. Am Tag nach der Geburt kam er ins Krankenhaus und sagte Mir, dass er sich trennt aus Liebe zu mir. Ich hätte einen besseren Mann verdient und unser Kind soll einen anständigen Vater haben. Dabei hat er viel geweint. Ich hab ihn dann getröstet und gesagt, dass ich mir nur ihn wünsche und, dass das bestimmt nur die Hormone bei ihm sind. Dann war scheinbar wieder alles gut. Wir waren gerade dabei ein Haus für 260.000 Euro zu kaufen. Und dann kam die Email....
Liest selbst. Als ich die Email bekam war ich gerade bei meiner Schwester, die ebenfalls starke Depressionen hat. Ich versuche für sie und ihre Kinder da zu sein. Sie tut mir sehr leid auch. Ich konnte mir nichts anmerken lassen. Ich wollte nicht, dass die Kinder das mit bekommen.
Die Email hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Ich konnte ihn jetzt nach Tagen da zu überreden eine Therapie zu machen. Die fängt er jetzt in tagesform am Donnerstag an.
Ich stehe vor den Scherben meines Lebens. Ich liebe meinen Mann, aber er lügt mich so oft an. Mein Vertrauen ist vollkommen zerstört. Wir sind seit 11 Jahren ein Paar. Ich verstehe nicht wieso er es mir nicht sagt. Er begründet es mit seiner schlechten Kindheit. Wir waren uns wochenlang Häuser anschauen und er war total begeistert, dabei hat er schon seit über 1 Jahr Selbstmordgedanken. Sogar kurz bevor wir unser Kind gezeugt haben. Und ja das mag für den ein oder anderen komisch klingen, aber ich fühle mich kraftlos. Seit Jahren ist er immer wieder arbeitslos. Mal gefällt ihm der Job nicht, mal sagen ihm die Leute nicht zu. Und als Grund für den Selbstmord gibt er immer den Job an. Wenn er einen anderen hätte, dann wäre es nicht so. Er hat schon so oft den Job gewechselt. Daran liegt es nicht. Ich weiß nicht was es ist. Er weiß es angeblich auch nicht.
Ich kann bald nicht mehr. Er ist so schwer krank. Ich werde bald wieder arbeiten gehen müssen. Wenn ich Vollzeit gehen muss, was ja so scheint, werde ich bin 06-20 uhr auf der Arbeit sein. Das bedeutet, dass ich mein Kind nicht sehen werde. Abgemacht war, dass ich nur noch 80% gehe. Das geht ja nun nicht mehr. Einer muss ja das Geld verdienen. Das macht mich traurig und ja auch wütend. Ich bin sauer, weil er nicht zum Therapeuten geht und mich einfach anlügt. Unter diesen Umständen hätte ich keine Familie gegründet. Was sind wir ihm schon Wert, wenn er nur über Selbstmord denkt ?
Zudem kommt ein massives Wohnproblem. Wir haben unsere Wohnung gekündigt bekommen zum Juli und brauchen dringend ein zu Hause. Hier wäre aber auch kein Platz gewesen. Wir haben kein Kinder Zimmer.
Auch wenn es komisch klingt. Ich habe mir mein Leben so nicht vorgestellt. Ich kann mich nicht auf ihn verlassen...ihm nicht vertrauen. All die Jahre habe ich zu ihm gestanden. Nun Frage ich mich wo ich bei dem ganzen bleibe. Ich merke, dass ich innerlich kaputt gehe und Frage mich ob ich mich nicht besser trennen soll. Das würde ich ihm nicht sagen vor Angst, dass er sich umbringt. Erst wenn er stabil genug ist. Andererseits liebe ich ihn. Grundsätzlich will ich auch nicht alleinerziehend sein. Ich bin wirklich am Ende

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Ich zum Einen nicht für meine Gedanken verurteilt werden möchte und zum Anderen wegen der Privatsphäre von meinem Mann und mir

Anonym 196010
0 Beiträge
22.11.2017 01:12
Ich sitze immer noch hier und weine. Er schläft schon längst. Ihm ist es egal wie es mir geht. Er ging einfach zu Bett, obwohl er gesehen hat, dass ich weine. Ich weiß nicht, ob ich noch mit ihm zusammen sein kann. Ich möchte ein Mann der mich nicht hintergeht und zu seiner Verantwortung steht. Ich gehe immer für ihn arbeiten. Das möchte ich nicht mehr. Ich fühle mich auch ausgenutzt
Tine91
1241 Beiträge
22.11.2017 01:21
Liebe TE,

erstmal mein tiefstes Mitgefühl für deine Situation.

Ich habe selber schon Erfahrungen mit Depressionen gemacht. Mein Vater war in meiner Kindheit/Jugend jahrelang davon betroffen, zeitweise sogar stationär aufgenommen. Meine Mutter hat das damals stark mitgenommen, sodass sie auch kurz davor war, sich zu trennen.
Dein Mann ist aber schon einen großen Schritt weiter: er hat erkannt, dass er depressiv ist. Das war bei meinem Vater lange Zeit nicht so.

Du musst ihm bewusst machen, dass er Hilfe braucht und ihn wieder theraperen lassen. Du liebst deinen Mann doch und du musst dir bewusst machen, dass es eine Krankheit ist und er nichts dafür kann. Auch, wenn es dir oft sehr weh tut und dich viel Kraft kosten wird
Alaska
8003 Beiträge
22.11.2017 02:06
Liebe TE,

ich möchte dich nur ganz kurz darauf Aufmerksam machen, dass ich anhand von deinem Jungennamen sehr stark vermuten kann, wer du bist. Vllt ist es dir egal, dann ist das okay. Aber wenn du dich nicht outen möchtest, würd ich die Bilder rausnehmen und nochmal neu einstellen mit geschwärztem Namen.

Jetzt zum eigentlichen Thema. Das erste, das ich in so einer Situation machen würde, ist selber zum Psychologen zu gehen. Zum einen tut das natürlich gut, zum anderen kann er dir wertvolle Tipps geben, wie du mit deinem Mann am besten umgehst. Die wissen wirklich, wie man solche Menschen händeln muss. Und du brauchst einfach auch jemand, der dich unterstützt. Leider sind die Familienmitglieder selten in Therapie, dabei leiden sie auf eine andere Art und Weise genauso.

Fallen lassen könnte ich meinen Mann glaub nicht. Aber das ist leicht gesagt, wenn man nicht betroffen ist. Ich hab in der Mail jedenfalls auch ganz viel Liebe zu euch rausgelesen.
Aber in einem Punkt würd ich, wie du, ganz scharf werden und ihm mit dem Finger auf die Brust klopfen. Wenn ihm seine Familie wichtig ist, muss er wenigstens versuchen, die Therapie diesmal durchzuziehen und ggf. einfach auch härtere Medikamente einnehmen. Er hat jetzt die Verantwortung für ein kleines Bündel Leben.

Mit Absicht macht er das allerdings nicht. Er schreibt ja typischerweise von seinem Dämon. Das les ich oft bei echten Depressionen. Vielleicht tut dein Mann schon sehr viel mehr für euch, als du momentan in deiner Enttäuschung erahnen kannst, denn immerhin hat er aus Liebe zu euch über lange Zeit den glücklichen Menschen gespielt, der dir mit Sicherheit auch gut getan hat. Das war selbstredend der falsche Weg, aber aus seiner Sicht war das vielleicht schon eine Meisterleistung, die er nicht durchziehen hätte können, wenn ihr ihm nicht so viel bedeuten würdet.

Depressionen sind ein hässliches Thema. Ich hab es in der Familie meiner zwei besten Freundinnen mitbekommen, ich kann also erahnen, wie das im Moment für dich ist. Allerdings war die Frau durchaus sehr hässlich zu ihrer eigenen Familie, sie hat ihre Depression praktisch auf die Kinder abgeschoben (sie sind schuld daran, sie kann mit solchen Kindern ja nicht glücklich sein etc. pp).

Mehr als virtuell lieb in den Arm nehmen kann ich dich nicht.

Lieben Gruß
Alaska
Claudi165
91 Beiträge
22.11.2017 07:01
Guten Morgen,

So wie ich dass sehe möchte dein Mann Hilfe, denn er erzählt dir von seinen Depressionen/Suizidgedanken. Das ist schon viel wert.
Macht er nun die Therapie? Es wäre denke ich sehr wichtig für ihn dass du ihm dass Gefühl gibst für ihn da zu sein, die Therapie gemeinsam zu machen -wenn er dass möchte. Du solltest ihn aber nicht dazu drängen, es ist ein schwerer Schritt für ihn.
Wenn es dich so sehr fertig macht würde ich auch bei dir die Hilfe eines Psychologen in Anspruch nehmen. Es wird sicher eine schwere Zeit und es dauert bis sich etwas ändert. Wenn er aber zur Therapie zb nicht geht denke ich macht er es nicht um die zu ärgern oä.
Ich finde es aber sehr gut von dir dass du sagst er ist krank er kann nichts dafür. Zum Thema schluss machen ohne Grund kann ich dir sagen ich habe das auch, dass ich von einer Sekunde auf die andere meinem Partner gegenüber aggressiv werde, ihn nie wieder sehen möchte. Da hilft es mir sehr das ich weiß dass er trotzdem da ist und mich machen lässt.. Warum es so ist kann ich dir leider nicht sagen..
Ich kann mir aber vorstellen wie dass für dich sein muss. Deswegen auch der Rat dir selbst Psychologische Hilfe zu holen und es erstmal so zu versuchen. Wenn es gar nicht besser wird und es dir selbst immer schlechter geht würde ich aber nochmal über andere Wege (Trennung) nachdenken..
steph28
3564 Beiträge
22.11.2017 07:02
ICH persönlich würde das nicht mitmachen. Ich habe aber auch eine depressive Mutter, die mir schon als Kind ihren Traumselbstmordort gezeigt hat etc. Trotz zig Therapien leidet sie nun ihr ganzes Leben lang an Depressionen, mal mehr, mal weniger. Aber im Endeffekt hat sich unser ganzes Familienleben nur um sie gedreht. Selbst heute (sie ist nun über 60) muss man sie mit Samthandschuhen anfassen. Ich glaube ganz stark, dass mein Vater sie nie verlassen hat, weil er sie liebt, aber ein glückliches Leben hat er wegen ihr nie wirklich geführt, dafür gab es zu viele Hoch und Tiefs. Und ICH persönlich würde soetwas keinen Kind antun wollen, für mich war das alles sehr schlimm. Ich glaube deshalb ist mein heutiges Lebensziel: glücklich sein! Und was mich nicht glücklich macht, ändere ich. Auch wenn es sich hart anhört. Aber ich habe so viel unglückliche Zeiten gesehen und in meinen Augen so viele verschwendete Lebensjahre...
Und zum Thema arbeiten: Das war angeblich auch immer das Problem meiner Mutter. Bis sie dann mit 40 Jahren komplett damit aufgehört hat, wegen immer wieder anderen Gründen...Kollegen, Stress, Chef etc. Also Ich würde kein Haus kaufen...Lieber Miete, dann gibts wenigstens keine Schulden später.
Ich wünsche Dir viel Kraft!
Marf
17269 Beiträge
22.11.2017 07:03
Dein Mann macht das nicht mit Absicht.Wenn diese Schwankungen kommen sieht er nicht das Leid der anderen.Er kann darauf nicht reagieren.
Und dieses 'Heute kaufen wir ein Haus!' und 'Morgen springe ich von der Brücke!' sind typisch und er sollte rasch anfangen etwas dagegen zu tun.
Den Depression Hin oder Her,er hat sich für eine Familie entschieden.Sein Kind wird in alles hineingezogen was er in seinen schwarzen Momenten zeigt.Das darf nicht sein.
Und du musst dieses Spiel nicht mitmachen.
Das du arbeitest usw. ist nicht das Problem,das ist nur normal das man das macht.Du musst anfangen seinen Zusagen zuzuhören,sie aber nicht als 'wahr' anzusehen.Sie sind nur in diesen Momenten wahr für ihn.Was ihr braucht ist kein Haus,es tuts auch eine Wohnung.Lade dir nichts auf unter solchen Umständen! Bleib da standhaft,den das kann euch total zerreissen.
Er muss dringend therapiert werden,ihr beide.Such du dir eine Anlaufstelle und auch jemanden für die Kinderbetreuung damit du beruhigt arbeiten kannst.Er wird das Kind kaum ordentlich betreuen können,seine Kraft benötigt er für sich selber.Verlasse dich da nicht,was er auch sagt.
Das Bild einer Familie ist nicht so eingetroffen wie du dachtest.Das ist Schlimm,aber nicht das Ende.
masa176
533 Beiträge
22.11.2017 08:08
Zitat von Alaska:

Liebe TE,

ich möchte dich nur ganz kurz darauf Aufmerksam machen, dass ich anhand von deinem Jungennamen sehr stark vermuten kann, wer du bist. Vllt ist es dir egal, dann ist das okay. Aber wenn du dich nicht outen möchtest, würd ich die Bilder rausnehmen und nochmal neu einstellen mit geschwärztem Namen.

Jetzt zum eigentlichen Thema. Das erste, das ich in so einer Situation machen würde, ist selber zum Psychologen zu gehen. Zum einen tut das natürlich gut, zum anderen kann er dir wertvolle Tipps geben, wie du mit deinem Mann am besten umgehst. Die wissen wirklich, wie man solche Menschen händeln muss. Und du brauchst einfach auch jemand, der dich unterstützt. Leider sind die Familienmitglieder selten in Therapie, dabei leiden sie auf eine andere Art und Weise genauso.

Fallen lassen könnte ich meinen Mann glaub nicht. Aber das ist leicht gesagt, wenn man nicht betroffen ist. Ich hab in der Mail jedenfalls auch ganz viel Liebe zu euch rausgelesen.
Aber in einem Punkt würd ich, wie du, ganz scharf werden und ihm mit dem Finger auf die Brust klopfen. Wenn ihm seine Familie wichtig ist, muss er wenigstens versuchen, die Therapie diesmal durchzuziehen und ggf. einfach auch härtere Medikamente einnehmen. Er hat jetzt die Verantwortung für ein kleines Bündel Leben.

Mit Absicht macht er das allerdings nicht. Er schreibt ja typischerweise von seinem Dämon. Das les ich oft bei echten Depressionen. Vielleicht tut dein Mann schon sehr viel mehr für euch, als du momentan in deiner Enttäuschung erahnen kannst, denn immerhin hat er aus Liebe zu euch über lange Zeit den glücklichen Menschen gespielt, der dir mit Sicherheit auch gut getan hat. Das war selbstredend der falsche Weg, aber aus seiner Sicht war das vielleicht schon eine Meisterleistung, die er nicht durchziehen hätte können, wenn ihr ihm nicht so viel bedeuten würdet.

Depressionen sind ein hässliches Thema. Ich hab es in der Familie meiner zwei besten Freundinnen mitbekommen, ich kann also erahnen, wie das im Moment für dich ist. Allerdings war die Frau durchaus sehr hässlich zu ihrer eigenen Familie, sie hat ihre Depression praktisch auf die Kinder abgeschoben (sie sind schuld daran, sie kann mit solchen Kindern ja nicht glücklich sein etc. pp).

Mehr als virtuell lieb in den Arm nehmen kann ich dich nicht.

Lieben Gruß
Alaska


dachte auch erst der junge heißt so, aber victors ist ein arbeitgeber.

nilou
3374 Beiträge
22.11.2017 08:16
Zitat von masa176:

Zitat von Alaska:

Liebe TE,

ich möchte dich nur ganz kurz darauf Aufmerksam machen, dass ich anhand von deinem Jungennamen sehr stark vermuten kann, wer du bist. Vllt ist es dir egal, dann ist das okay. Aber wenn du dich nicht outen möchtest, würd ich die Bilder rausnehmen und nochmal neu einstellen mit geschwärztem Namen.

Jetzt zum eigentlichen Thema. Das erste, das ich in so einer Situation machen würde, ist selber zum Psychologen zu gehen. Zum einen tut das natürlich gut, zum anderen kann er dir wertvolle Tipps geben, wie du mit deinem Mann am besten umgehst. Die wissen wirklich, wie man solche Menschen händeln muss. Und du brauchst einfach auch jemand, der dich unterstützt. Leider sind die Familienmitglieder selten in Therapie, dabei leiden sie auf eine andere Art und Weise genauso.

Fallen lassen könnte ich meinen Mann glaub nicht. Aber das ist leicht gesagt, wenn man nicht betroffen ist. Ich hab in der Mail jedenfalls auch ganz viel Liebe zu euch rausgelesen.
Aber in einem Punkt würd ich, wie du, ganz scharf werden und ihm mit dem Finger auf die Brust klopfen. Wenn ihm seine Familie wichtig ist, muss er wenigstens versuchen, die Therapie diesmal durchzuziehen und ggf. einfach auch härtere Medikamente einnehmen. Er hat jetzt die Verantwortung für ein kleines Bündel Leben.

Mit Absicht macht er das allerdings nicht. Er schreibt ja typischerweise von seinem Dämon. Das les ich oft bei echten Depressionen. Vielleicht tut dein Mann schon sehr viel mehr für euch, als du momentan in deiner Enttäuschung erahnen kannst, denn immerhin hat er aus Liebe zu euch über lange Zeit den glücklichen Menschen gespielt, der dir mit Sicherheit auch gut getan hat. Das war selbstredend der falsche Weg, aber aus seiner Sicht war das vielleicht schon eine Meisterleistung, die er nicht durchziehen hätte können, wenn ihr ihm nicht so viel bedeuten würdet.

Depressionen sind ein hässliches Thema. Ich hab es in der Familie meiner zwei besten Freundinnen mitbekommen, ich kann also erahnen, wie das im Moment für dich ist. Allerdings war die Frau durchaus sehr hässlich zu ihrer eigenen Familie, sie hat ihre Depression praktisch auf die Kinder abgeschoben (sie sind schuld daran, sie kann mit solchen Kindern ja nicht glücklich sein etc. pp).

Mehr als virtuell lieb in den Arm nehmen kann ich dich nicht.

Lieben Gruß
Alaska


dachte auch erst der junge heißt so, aber victors ist ein arbeitgeber.


Richtig. Den Jungennamen kann man trotzdem lesen.
Anonym 196010
0 Beiträge
22.11.2017 08:38
Ich weiß nicht wie ich das Bild löschen kann

Danke für eure Antworten. Es ist halt eben so, dass ich das ganze ja schon mal mitgemacht habe. Immer und immer wieder. Ich habe das Gefühl wir drehen uns im Kreis. Das möchte ich nicht mehr. Ich möchte gerne ein normales Leben führen. Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob er dazu jemals in der Lage sein wird.
Zum Thema Arbeit ist es eben so, dass ich eigentlich nicht einsehe mein Leben lang ihn durch zu schleppen. Er hat auch hohe Ansprüche. Er fährt meinen Dienstwagen, weil es ein hochpreisiges Auto ist. Er will nicht in eine neue Mietwohnung, aber arbeiten will er auch nicht gehen. Darin fühle ich mich schon ausgenutzt. Von seiner Seite kommt nix.
Sein Gehalt würde sowieso nicht für uns reichen, aber mir geht's ja auch darum, dass ich mein Kind nicht sehen werde durch das Vollzeit arbeiten gehen. Und ja auch wenn es fies klingt. Daran gebe ich ihm die Schuld, denn ohne ihn würde uns 80% des Gehaltes reichen.
Zur Betreuung. Meine Eltern werden das tun, weil er es nicht machen möchte. Selbst wenn er nie mehr arbeiten gehen würde. Das hat er schon gesagt.
Das große Problem von mir sind diese ständigen Lügen. Ich muss immer abwägen was nun die Wahrheit ist oder nicht. Das belastet mich sehr
Anonym 196010
0 Beiträge
22.11.2017 08:41
Zitat von steph28:

ICH persönlich würde das nicht mitmachen. Ich habe aber auch eine depressive Mutter, die mir schon als Kind ihren Traumselbstmordort gezeigt hat etc. Trotz zig Therapien leidet sie nun ihr ganzes Leben lang an Depressionen, mal mehr, mal weniger. Aber im Endeffekt hat sich unser ganzes Familienleben nur um sie gedreht. Selbst heute (sie ist nun über 60) muss man sie mit Samthandschuhen anfassen. Ich glaube ganz stark, dass mein Vater sie nie verlassen hat, weil er sie liebt, aber ein glückliches Leben hat er wegen ihr nie wirklich geführt, dafür gab es zu viele Hoch und Tiefs. Und ICH persönlich würde soetwas keinen Kind antun wollen, für mich war das alles sehr schlimm. Ich glaube deshalb ist mein heutiges Lebensziel: glücklich sein! Und was mich nicht glücklich macht, ändere ich. Auch wenn es sich hart anhört. Aber ich habe so viel unglückliche Zeiten gesehen und in meinen Augen so viele verschwendete Lebensjahre...
Und zum Thema arbeiten: Das war angeblich auch immer das Problem meiner Mutter. Bis sie dann mit 40 Jahren komplett damit aufgehört hat, wegen immer wieder anderen Gründen...Kollegen, Stress, Chef etc. Also Ich würde kein Haus kaufen...Lieber Miete, dann gibts wenigstens keine Schulden später.
Ich wünsche Dir viel Kraft!


Genau das ist das Problem. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich fühle mich nicht in der Lage dies noch jahrelang mit zu machen. Und mein Kind tut mir auch leid. Es wird irgendwann mit bekommen, dass Papa krank ist. Zumal mein Mann auch keine Freunde hat. Ich finde das unnormal. Mein Kind wird aber irgendwann lernen zu lügen, denn Papa macht das ja auch. Das ist auch etwas vor dem ich Angst habe
Nina_Nekro
23914 Beiträge
22.11.2017 08:50
Ich habe deinen Eingangspost eben gemeldet, damit einer der Mods das Bild entfernen kann.

Fühl dich gedrückt!
Anonym 196010
0 Beiträge
22.11.2017 08:52
Zitat von Nina_Nekro:

Ich habe deinen Eingangspost eben gemeldet, damit einer der Mods das Bild entfernen kann.

Fühl dich gedrückt!


Danke
StilleWasser
4250 Beiträge
22.11.2017 09:09
Zitat von steph28:

ICH persönlich würde das nicht mitmachen. Ich habe aber auch eine depressive Mutter, die mir schon als Kind ihren Traumselbstmordort gezeigt hat etc. Trotz zig Therapien leidet sie nun ihr ganzes Leben lang an Depressionen, mal mehr, mal weniger. Aber im Endeffekt hat sich unser ganzes Familienleben nur um sie gedreht. Selbst heute (sie ist nun über 60) muss man sie mit Samthandschuhen anfassen. Ich glaube ganz stark, dass mein Vater sie nie verlassen hat, weil er sie liebt, aber ein glückliches Leben hat er wegen ihr nie wirklich geführt, dafür gab es zu viele Hoch und Tiefs. Und ICH persönlich würde soetwas keinen Kind antun wollen, für mich war das alles sehr schlimm. Ich glaube deshalb ist mein heutiges Lebensziel: glücklich sein! Und was mich nicht glücklich macht, ändere ich. Auch wenn es sich hart anhört. Aber ich habe so viel unglückliche Zeiten gesehen und in meinen Augen so viele verschwendete Lebensjahre...
Und zum Thema arbeiten: Das war angeblich auch immer das Problem meiner Mutter. Bis sie dann mit 40 Jahren komplett damit aufgehört hat, wegen immer wieder anderen Gründen...Kollegen, Stress, Chef etc. Also Ich würde kein Haus kaufen...Lieber Miete, dann gibts wenigstens keine Schulden später.
Ich wünsche Dir viel Kraft!


*zustimm*

Mein Vater war es auch jahrelang als wir noch Kinder/Teenies waren und ich war über jede Sekunde froh die ich ned daheim war bzw. die er ned da war (wenn das denn mal der Fall war) - ich würd das weder mir noch meinem Kind/Kindern antuen - das war Horror.
Anonym 1960101
0 Beiträge
22.11.2017 09:13
Ich würde bei dir ansetzen, nicht bei ihm. Das hast du nämlich selber in der Hand.

Du brauchst jetzt Hilfe. Du hast ein kleines Kind, das auf dich angewiesen ist. Ich bin selber aktuell in Behandlung wegen leichter Depressionen und habe ein Kleinkind. Die Therapie tut mir sehr gut. Bei mir ist es eine Erschöpfungsdepression.

Also google ob es in deiner Stadt Beratungsangebote gibt: caritas, etc. Hier bei uns gibt es Beratungsstellen von der Stadt. Da machst du einen Beratungstermin bei einem Psychologen. Die sind kostenlos. Da bekommst du erstmal eine grobe Orientierung was du jetzt tun kannst. Gibt es zB Selbsthilfegruppen etc. parallel würde ich die Psychologen deiner Stadt wegen Termin ansprechen. Das kann dauern bis du da einen bekommst. Ich musste "nur" 3 Monate warten, was Glück war. Eine Therapie würde ich dir langfristig wirklich empfehlen den egal wie es weiter geht, du wirst mit ihm als Vater deines Kindes immer Kontakt haben.

Zu ihm: da er nicht arbeiten ist und es so schlimm ist mit Selbstmord etc. sehe ich hier nur eine stationäre Therapie als Lösung. Wenn er dazu nicht bereit ist wäre ich samt Kind weg.

Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 13 mal gemerkt