Mütter- und Schwangerenforum

Ich weiß nicht, wie ich Zeit für mich finden soll

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Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
27.07.2026 19:41
Hallo liebe community,

Ich bin so müde, ständig. Ich habe das Gefühl ich funktioniere gerade so. Gleichzeitig habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn mein kleinstes wieder traurig ist das ich keine Zeit/Kraft habe um mit ihm zu spielen.

Zu uns: ich bin Mama von zwei Kindern. Das Große ist "erwachsen" wohnt allerdings noch bei mir, neurodivergent (adhs, Autismus und so einiges mehr) Das kleine kommt nächstes Jahr in die Schule, ich bin 100% alleinerziehend. Der Vater vom Kleinen sieht es im Schnitt 4 mal im Jahr, für 2-3 tage, der Vater vom Großen hatte sich das erste mal nach 18 Jahren bei ihm gemeldet, sporadische Kontakt seit dem. Aber sehr große Entfernung.

Ich arbeite im Schnitt 35 Stunden die Woche, meine Arbeit fordert mich zum einen körperlich sehr, aber auch geistig/ mental.
Das große Kind, fängt bald ein Praktikum an, kann aber finanziell nichts beitragen.
Wir wohnen in einem schönen Häuschen, in einer schönen Gegend.

Alle sagen immer ich brauche Zeit für mich, ich muss mir ein Hobby zulegen. Aber ich habe NIE "kindfrei", außer wenn ich am Wochenende arbeite, da ist das Kleine bei meinen Eltern.
Allerdings haben sie klar gesagt das sie es nur nehmen wenn ich arbeiten muss. (Einmal im Monat Samstag und Sonntag) Sie haben ja schließlich auch ein Leben.

Der Vater vom kleinen kommt meist unter der Woche, und da bin ich ja meistens arbeiten. Mit Glück übernachtet es auch mal mit dort, wenn das der Fall ist , nutze ich die Zeit für mein Großes Kind, das ist für es sehr wichtig, auch wenn es schon Groß ist.

Mein Kleines ist ein sehr empfindliches, anhängliches Kind. Phasenweise hat es Panik wenn ich nur den Raum verlasse (am schlimmsten, nach dem es Zeit mit seinem Vater verbracht hat).

Ich habe mich verloren, ich gehe arbeiten, mache Haushalt, den Garten( das nötigste) und kümmere mich um die Kinder. Für mehr bleibt keine Zeit. Wenn das Kleine abends im Bett ist (nur mit Einschlafbegleitung) falle ich meistens selbst ins Bett. Nach ein paar Stunden wacht das Kleinste auf und möchte dann in meinem Bett weiter schlafen, ich habe mich dabei ertappt wie ich es direkt in meinem Bett hinlege, damit ich wenigstens mal durchschlafen kann. Aber das ist ja nicht Sinn der Sache, es soll ja in seinem eigenen Bett schlafen, zumindest den ersten Teil der Nacht. Damit ich abends wenigstens ein bisschen Zeit habe zum durchatmen.

Mit meinen Geld kommen wir über die Runden, aber eben nicht mehr als das.
Wir unternehmen natürlich Sachen zusammen an meinen freien Wochenenden und fahren auch mal in den Urlaub. Nicht das ihr mich falsch versteht.

Kennt das jemand von euch? Habt ihr Tipps? Ich muss es schaffen etwas für mich zu tun. Aber ich bin Abends selbst oft schon zu müde für ein schönes warmes Bad, und springe nur schnell unter die Dusche (immer das Babyphone im Blick).

Das große Kind fordert mich auch oft sehr da ich seine einzige wirkliche Bezugsperson bin und es seine Emotionen über mich reguliert. Zudem die Zukunftsangst wie es mit ihm weiter gehen soll.

Mein Auto ist alt, mein Trockner gibt bald den Geist auf, am Haus könnte auch so einiges gemacht werden, ich muss Winterreifen kaufen. Ich habe ein paar Rücklagen, allerdings halte ich die so hart fest "für den fall" das ich mir selber nichts gönnen mag.
Den Kindern erfülle ich die Wünsche so gut ich kann.
Es ist einfach eine Spirale von Sorgen, Ängsten, Müdigkeit, funktionieren.
Ich erinnere mich immer wieder daran was wir eigentlich für ein schönes Leben haben und wie Dankbar ich für meine Kinder bin. Ich denke es ist klar das sie mein ein und alles sind. Aber darum geht es nicht. Es ist einfach zeitweise sehr zermürbend die ganze Last komplett alleine tragen zu müssen.

Ich glaube ich musste mir das einfach mal von der Seele schreiben, helfen kann mir hier eh keiner so wirklich, aber ich denke es tut vielleicht gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

An allen denen es ähnlich geht. Ich sehe euch! Haltet durch!

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Privat

Shnaddy
11040 Beiträge
27.07.2026 21:52
Ich kann nur sagen,ich fühle mit dir.

Ich habe mich letztes Jahr im April von meinem Mann getrennt,bin mit den Kindern 10km weit weg in ein Haus gezogen.
Auch schon vorher war ich für alles allein zuständig und habe alles allein gemacht,aber seitdem ich wirklich allein erziehend mit Haus und 2400m2 Hof allein dastehe bin ich mehr als nur fix und fertig.
Ich habe null Zeit für mich selbst.Ich gehe 37 Stunden arbeiten,hab dort auch noch vor kurzem eine etwas höhere Position mit mehr Verantwortung übernommen,mache Haushalt/Garten/Haus alles komplett allein und dann „verlangen“ natürlich die Kinder auch noch ihre Aufmerksamkeit (Fußball spielen,Trampolin toben,Ausflüge machen,Spiele spielen etc.),was natürlich auch so sein soll.
Ich liebe meine Kinder über alles und ich genieße auch die Zeit mit ihnen aber es kostet mich eben so viel Kraft alles,dass ich selbst total auf der Strecke bleibe.
Der Vater der Kinder kommt sporadisch wie es ihm gerad in den Kram passt mal vorbei abends für 30 Minuten und das war’s.Am Wochenende klingt er sich in unsere Unternehmungen ein,wenn es ihm recht ist,aber die Kinder sind nie bei ihm geschweige denn schlafen sie bei ihm.

Ich kann dir also wie du siehst keinen großen Rat geben,da ich es selbst nicht hin bekomme,aber ich wollte dich wissen lassen,dass du nicht allein bist damit.
nilou
14932 Beiträge
27.07.2026 22:11
Für einen Break und erstmal Kraft tanken würde ich immer wieder zu einer Mutter-Kind-Kur raten. Zu einen kommt man mal zur Ruhe, kann Energie auftanken, hat Zeit für sich und bekommt Anregungen was man im Alltag anpassen kann. Außerdem hat man ohne Alltag, Haushalt, Arbeit Zeit mit dem Kind.

Außerdem kann man da einfach auch mit anderen reden den es ähnlich geht.

Letztendlich wird es mit der Zeit besser wenn die Kinder älter und selbstständiger werden. Bei alleinerziehend ohne Unterstützung hilft am Ende nur aussitzen. Meine Erfahrung.
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
27.07.2026 22:16
Zitat von Shnaddy:

Ich kann nur sagen,ich fühle mit dir.

Ich habe mich letztes Jahr im April von meinem Mann getrennt,bin mit den Kindern 10km weit weg in ein Haus gezogen.
Auch schon vorher war ich für alles allein zuständig und habe alles allein gemacht,aber seitdem ich wirklich allein erziehend mit Haus und 2400m2 Hof allein dastehe bin ich mehr als nur fix und fertig.
Ich habe null Zeit für mich selbst.Ich gehe 37 Stunden arbeiten,hab dort auch noch vor kurzem eine etwas höhere Position mit mehr Verantwortung übernommen,mache Haushalt/Garten/Haus alles komplett allein und dann „verlangen“ natürlich die Kinder auch noch ihre Aufmerksamkeit (Fußball spielen,Trampolin toben,Ausflüge machen,Spiele spielen etc.),was natürlich auch so sein soll.
Ich liebe meine Kinder über alles und ich genieße auch die Zeit mit ihnen aber es kostet mich eben so viel Kraft alles,dass ich selbst total auf der Strecke bleibe.
Der Vater der Kinder kommt sporadisch wie es ihm gerad in den Kram passt mal vorbei abends für 30 Minuten und das war’s.Am Wochenende klingt er sich in unsere Unternehmungen ein,wenn es ihm recht ist,aber die Kinder sind nie bei ihm geschweige denn schlafen sie bei ihm.

Ich kann dir also wie du siehst keinen großen Rat geben,da ich es selbst nicht hin bekomme,aber ich wollte dich wissen lassen,dass du nicht allein bist damit.

Danke fürs teilen, das hilft. Ich denke es gibt so wahnsinnig viele von "uns". Weißt du was das schlimme ist? Alle erwarten das man es hinbekommt, alleine. Das wird einfach vorausgesetzt. Ich denke auch das dieser Druck von außen dazu beiträgt das man sich nicht gerade besser fühlt.
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
27.07.2026 22:19
Zitat von nilou:

Für einen Break und erstmal Kraft tanken würde ich immer wieder zu einer Mutter-Kind-Kur raten. Zu einen kommt man mal zur Ruhe, kann Energie auftanken, hat Zeit für sich und bekommt Anregungen was man im Alltag anpassen kann. Außerdem hat man ohne Alltag, Haushalt, Arbeit Zeit mit dem Kind.

Außerdem kann man da einfach auch mit anderen reden den es ähnlich geht.

Letztendlich wird es mit der Zeit besser wenn die Kinder älter und selbstständiger werden. Bei alleinerziehend ohne Unterstützung hilft am Ende nur aussitzen. Meine Erfahrung.

Das würde ich mir so wünschen, aber da ich nicht in Deutschland lebe, wird sowas hier leider nicht angeboten. So eine 4-6 wöchige Auszeit vom alltag hört sich wie ein Traum an. Ja, ich sage mir auch immer das es besser wird, wenn das kleine Kind älter wird und vielleicht nicht mehr ganz so an mir klebt. Allerdings ist ja da noch die sache mit dem Großen, wie die Zukunft da aussieht weiß ich nicht.
cooky
12606 Beiträge
28.07.2026 09:51
Ich würde noch einmal die Großeltern in den Raum werfen und fände es interessant, wie da das Verhältnis ist.
Dass sie das jüngere Kind während deiner Arbeitszeit betreuen, ist ja schon einmal gut. Ich frag mich aber, ob sie überhaupt wissen, wie schlecht es dir abseits dieser Zeiten geht. Wenn man nach außen hin perfekt funktioniert, sendet man unbewusst das Signal, dass alles läuft. Wer immer scheinbar alles wuppt, dem bietet man selten von sich aus Hilfe an. Wie stark dich die aktuelle Situation emotional belastet, ist für sie vielleicht gar nicht sichtbar.
Ein offenes Gespräch könnte da eine Chance sein, vorausgesetzt das Verhältnis lässt es zu. Vielleicht hilft es ehrlich und offen zu sein, damit die anderen die Notwendigkeit überhaupt erkennen. Es geht ja nicht um Vorwürfe oder darum, Pflichten einzufordern. Es geht nur darum, die Situation transparent zu machen und zu schauen, wo sie dich unterstützen können. Ein Allheilmittel ist das sicher nicht, aber ein Baustein.
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
28.07.2026 10:31
Zitat von cooky:

Ich würde noch einmal die Großeltern in den Raum werfen und fände es interessant, wie da das Verhältnis ist.
Dass sie das jüngere Kind während deiner Arbeitszeit betreuen, ist ja schon einmal gut. Ich frag mich aber, ob sie überhaupt wissen, wie schlecht es dir abseits dieser Zeiten geht. Wenn man nach außen hin perfekt funktioniert, sendet man unbewusst das Signal, dass alles läuft. Wer immer scheinbar alles wuppt, dem bietet man selten von sich aus Hilfe an. Wie stark dich die aktuelle Situation emotional belastet, ist für sie vielleicht gar nicht sichtbar.
Ein offenes Gespräch könnte da eine Chance sein, vorausgesetzt das Verhältnis lässt es zu. Vielleicht hilft es ehrlich und offen zu sein, damit die anderen die Notwendigkeit überhaupt erkennen. Es geht ja nicht um Vorwürfe oder darum, Pflichten einzufordern. Es geht nur darum, die Situation transparent zu machen und zu schauen, wo sie dich unterstützen können. Ein Allheilmittel ist das sicher nicht, aber ein Baustein.


Das ist irgendwie ein schwieriges Thema. Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis. Ich habe schon öfters mal gefragt ob sie evtl mal ein zusätzliches Wochenende oder nur mal einen tag übernehmen könnten. Aber das hat bis jetzt nur einmal geklappt *in 2 jahren) ansonsten haben sie zu tun, oder müssen sich ausruhen (mein vater ist anfang 60. Seine Frau 50). Sie hatten auch letztes Jahr gesagt, das sie das kleine Kind mit in den Uraub nehmen wollen dieses Jahr. Aber davon ist nun keine Rede mehr.
Ich versuche ab und zu mal zu erklären wie stressig mein Alltag ist, versuche aber dabei nicht zu sehr zu klagen. Alle denken das ich stark bin und sagen das sie stolz sind wie ich alles meistere. Aber was das am Ende für mich bedeutet immer stark sein zu müssen, verstehen sie leider nicht.
Meine stiefmama sagte letztens "ich hatte auch immer die Kinder, die waren nie irgendwo anders" allerdings waren sie immer zu zweit und sie hat sich ihre auszeiten genommen... das macht schon einen unterschied
cooky
12606 Beiträge
28.07.2026 10:42
Zitat von Anonym 1 (212423):

Zitat von cooky:

Ich würde noch einmal die Großeltern in den Raum werfen und fände es interessant, wie da das Verhältnis ist.
Dass sie das jüngere Kind während deiner Arbeitszeit betreuen, ist ja schon einmal gut. Ich frag mich aber, ob sie überhaupt wissen, wie schlecht es dir abseits dieser Zeiten geht. Wenn man nach außen hin perfekt funktioniert, sendet man unbewusst das Signal, dass alles läuft. Wer immer scheinbar alles wuppt, dem bietet man selten von sich aus Hilfe an. Wie stark dich die aktuelle Situation emotional belastet, ist für sie vielleicht gar nicht sichtbar.
Ein offenes Gespräch könnte da eine Chance sein, vorausgesetzt das Verhältnis lässt es zu. Vielleicht hilft es ehrlich und offen zu sein, damit die anderen die Notwendigkeit überhaupt erkennen. Es geht ja nicht um Vorwürfe oder darum, Pflichten einzufordern. Es geht nur darum, die Situation transparent zu machen und zu schauen, wo sie dich unterstützen können. Ein Allheilmittel ist das sicher nicht, aber ein Baustein.


Das ist irgendwie ein schwieriges Thema. Wir haben eigentlich ein gutes Verhältnis. Ich habe schon öfters mal gefragt ob sie evtl mal ein zusätzliches Wochenende oder nur mal einen tag übernehmen könnten. Aber das hat bis jetzt nur einmal geklappt *in 2 jahren) ansonsten haben sie zu tun, oder müssen sich ausruhen (mein vater ist anfang 60. Seine Frau 50). Sie hatten auch letztes Jahr gesagt, das sie das kleine Kind mit in den Uraub nehmen wollen dieses Jahr. Aber davon ist nun keine Rede mehr.
Ich versuche ab und zu mal zu erklären wie stressig mein Alltag ist, versuche aber dabei nicht zu sehr zu klagen. Alle denken das ich stark bin und sagen das sie stolz sind wie ich alles meistere. Aber was das am Ende für mich bedeutet immer stark sein zu müssen, verstehen sie leider nicht.
Meine stiefmama sagte letztens "ich hatte auch immer die Kinder, die waren nie irgendwo anders" allerdings waren sie immer zu zweit und sie hat sich ihre auszeiten genommen... das macht schon einen unterschied


Es ist von den Großeltern bestimmt auch kein böser Wille, dass sie es nicht sehen. Sie sollen ja jetzt auch nicht plötzlich auf ihre komplette Freizeit verzichten.
Aber wenn ich was zu tun habe und denke, bei meinem Kind ist alles gut, dann lässt man vielleicht nicht direkt alles stehen und liegen. Wenn man aber weiß, wie schlecht die Situation wirklich ist, dann hätte das für mich eigentlich Priorität vor „was zu tun zu haben“. Aber da ist natürlich jeder Mensch anders.
Wie so oft ist klare Kommunikation hier wohl einfach der Schlüssel. Du musst dich für absolut nichts schämen. Man darf auch einfach mal überfordert sein. Wenn du denkst, dass sie eine gute Hilfe wären, dann sag ihnen, wie es dir wirklich geht.
Oft zieht man sich ja unbewusst zurück und versucht alles alleine zu regeln, um niemanden zu belasten. Aber dadurch nimmt man den anderen eben auch die Chance, überhaupt eine Hilfe zum Beispiel als Familie zu sein. Wenn du immer nur funktionierst, nimmst du ihnen die Entscheidung ab, für dich da zu sein. Erst wenn du sagst was dich belastet, siehst du, ob sie wirklich nicht wollen oder ob sie es bisher einfach nur bequem übersehen konnten.
Marf
30350 Beiträge
28.07.2026 10:51
Das jüngste mal bei einer Freundin übernachten lassen.
In der Schule Betreuung in Anspruch nehmen wenn es das gibt.
Für einen festen Nachmittag einen Sitter engagieren.
Anonym 2 (212423)
0 Beiträge
28.07.2026 11:23
Gibt es bei euch sowas wie Leihomas? Vielleicht wäre das eine Möglichkeit damit du mal etwas Zeit für dich hast solang dein jüngstes Kind noch nicht in die Schule geht? Wird es da in die Betreuung gehen?

Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber vielleicht könntest du deine Stunden ein wenig runtersetzen? (wenn das finanziell ginge) Gibt es bei euch Zuschüsse (Wohngeld oder dergleichen)? Bezahlt der Papa wenigstens Unterhalt?

Hat dein großes Kind einen Grad der Behinderung? Ggf. wäre da Pflegegeld möglich (wenn es das bei euch gibt)?
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
28.07.2026 12:18
Zitat von Marf:

Das jüngste mal bei einer Freundin übernachten lassen.
In der Schule Betreuung in Anspruch nehmen wenn es das gibt.
Für einen festen Nachmittag einen Sitter engagieren.

Leider hab ich nur eine gute Freundin hier, zu der ich das kleine geben könnte. Da sie aber selbst ein ziemlich schweres Leben hat (selbst chronisch krank, der Mann herztransplantiert, 2 kleine kinder) möchte ich sie nicht noch zusätzlich belasten. Zu anderen haben ich oder das Kind nicht so eine enge Beziehung das ich es da einfach lassen könnte, auch durch die schwierige Situation beim ein- und durchschlafen.

Hier darf das Kind nur betreut werden wenn man arbeiten ist, heißt: habe ich frei, ist das Kind zu hause.

Über einen Babysitter habe ich schon nachgedacht, allerdings ist das finanziell nicht so wirklich drin.
Aber danke für die Tips
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
28.07.2026 12:23
Zitat von Anonym 2 (212423):

Gibt es bei euch sowas wie Leihomas? Vielleicht wäre das eine Möglichkeit damit du mal etwas Zeit für dich hast solang dein jüngstes Kind noch nicht in die Schule geht? Wird es da in die Betreuung gehen?

Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber vielleicht könntest du deine Stunden ein wenig runtersetzen? (wenn das finanziell ginge) Gibt es bei euch Zuschüsse (Wohngeld oder dergleichen)? Bezahlt der Papa wenigstens Unterhalt?

Hat dein großes Kind einen Grad der Behinderung? Ggf. wäre da Pflegegeld möglich (wenn es das bei euch gibt)?


Leihomas habe ich schon mal gehört, ich weiß nicht ob sowas hier möglich wäre. Muss ich mich mal schlau machen.
Mit den Stunden runter zu gehen ist kaum möglich leider.
Der Vater bezahlt Unterhalt, leider ist das hier im Vergleich zu Deutschland relativ wenig.

Das große Kind hat einen pflegegrad. Allerdings bekommt man hier nur pflegegeld bis zum 19. Geburtstag. Und das ist leider schon eine Weile her.
Allerdings können wir wohl dann, sobald es in Beschäftigung ist, andere Hilfen beantragen.
Metalgoth
18120 Beiträge
28.07.2026 12:42
Mögen manche verwerflich finden, aber wenn Hilfe wirklich nur bei Arbeit und Terminen da ist (und klare Kommunikation ohne Verständnis versucht wurde), finde ich in so einem Fall auch mal eine Notlüge ok.

Klar nicht optimal. Aber Verständnis fehlt bei vielen und wenn das nicht da ist, würde ich im vor dem umfallen auch mal einen Termin erfinden und mir dann Zeit für mich nehmen.
Ich hab das damals manchmal gemacht. Also keine Termine komplett erfunden, aber mich danach noch irgendwo alleine ne halbe Stunde auf ne Wiese gelegt, Augen zu und vorher schon angekündigt, dass ich nicht genau sagen kann, wie lange es geht.
Das hat mir das Leben gerettet.
Meine Mama war zwar viel für mich da - aber ich war nach der Trennung vorübergehend bei ihr eingezogen mit den Kindern und zu Hause war alleine sein nicht möglich.
Anonym 1 (212423)
0 Beiträge
28.07.2026 15:54
Zitat von Metalgoth:

Mögen manche verwerflich finden, aber wenn Hilfe wirklich nur bei Arbeit und Terminen da ist (und klare Kommunikation ohne Verständnis versucht wurde), finde ich in so einem Fall auch mal eine Notlüge ok.

Klar nicht optimal. Aber Verständnis fehlt bei vielen und wenn das nicht da ist, würde ich im vor dem umfallen auch mal einen Termin erfinden und mir dann Zeit für mich nehmen.
Ich hab das damals manchmal gemacht. Also keine Termine komplett erfunden, aber mich danach noch irgendwo alleine ne halbe Stunde auf ne Wiese gelegt, Augen zu und vorher schon angekündigt, dass ich nicht genau sagen kann, wie lange es geht.
Das hat mir das Leben gerettet.
Meine Mama war zwar viel für mich da - aber ich war nach der Trennung vorübergehend bei ihr eingezogen mit den Kindern und zu Hause war alleine sein nicht möglich.

Ich habe sowas tatsächlich schon mal gemacht, ich habe im Kindergarten gesagt das ich auf arbeit einspringen muss, und ob das Kind in den Kindergarten kommen darf an dem Tag, das war kein Problem. Aber ein schlechtes Gewissen hat man ja trotzdem. Zum einen das man lügt, und zum anderen das man sein Kind "abschiebt" obwohl man frei hat.
Metalgoth
18120 Beiträge
28.07.2026 16:18
Zitat von Anonym 1 (212423):

Zitat von Metalgoth:

Mögen manche verwerflich finden, aber wenn Hilfe wirklich nur bei Arbeit und Terminen da ist (und klare Kommunikation ohne Verständnis versucht wurde), finde ich in so einem Fall auch mal eine Notlüge ok.

Klar nicht optimal. Aber Verständnis fehlt bei vielen und wenn das nicht da ist, würde ich im vor dem umfallen auch mal einen Termin erfinden und mir dann Zeit für mich nehmen.
Ich hab das damals manchmal gemacht. Also keine Termine komplett erfunden, aber mich danach noch irgendwo alleine ne halbe Stunde auf ne Wiese gelegt, Augen zu und vorher schon angekündigt, dass ich nicht genau sagen kann, wie lange es geht.
Das hat mir das Leben gerettet.
Meine Mama war zwar viel für mich da - aber ich war nach der Trennung vorübergehend bei ihr eingezogen mit den Kindern und zu Hause war alleine sein nicht möglich.

Ich habe sowas tatsächlich schon mal gemacht, ich habe im Kindergarten gesagt das ich auf arbeit einspringen muss, und ob das Kind in den Kindergarten kommen darf an dem Tag, das war kein Problem. Aber ein schlechtes Gewissen hat man ja trotzdem. Zum einen das man lügt, und zum anderen das man sein Kind "abschiebt" obwohl man frei hat.

Ja, das schon. Aber am Ende muss man das nicht haben. Jeder Mensch braucht Zeit für sich. Du kannst eine bessere Mutter sein, wenn du auch mal an dich denkst. Ohne dich bricht nämlich alles zusammen
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