Mütter- und Schwangerenforum

Ist das Tierliebe??????

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07.05.2016 22:38
Zitat von Mamota:

Zitat von Morly:

Zitat von Lila17:

Zitat von Morly:

...


Wo hast du das gelesen? Von mir zumindest nicht. Ich habe niemals gesagt, ist nur ne dumme Taube, weg mit ihr. Nie!
Aber man muss sein Handeln auch mal reflektieren, welchen Sinn und Nutzen das ganze hat und was ein Wildertier (!) aushalten sollte an Stress usw..
Mal angenommen ihr findet eine gemeine Gartenratte die verletzt ist. Wird die auch eingesammelt? Oder ein verletzter Frosch. (Ja mir ist klar, er ist kein Wirbeltier, aber ist er deswegen weniger wert?)
Die surrende Mücke im Schlafzimmer wird auch gekillt weil sie nervt. Auch kein Wirbeltier. Ich weiß nicht mal, ob sie ein zentrales Nervensystem haben. Aber es ist ein Lebewesen und hat seine Daseinsberechtigung.
Ich finds total anmaßend, dass hier einigen "die Haare zu Berge stehen".....man mag unterschiedlich handeln, aber es ist wohl kaum zum Haare raufen, dass nicht jeder einen Tierarzt für eine Taube holt!


Du musst dich doch nicht angesprochen fühlen wenn es dich nicht betrifft. was an meiner Denkweise anmaßend ist habe ich nun nicht verstanden.

Ich helfe Tieren wo ich kann, seien es jetzt Wildtiere, Haustiere oder sog. Nutztiere. Aktuell wildere ich zwei Igel aus die bei mir überwintert haben. Die hätten bestimmt auch ziemlichen Stress als sie gefangen (und zu meinem tollen Tierarzt gebracht) wurden. Sie wären aber verhungert, wenn der Finder nicht eingegriffen hätte.

Und nein, Mücken haben kein zentrales Nervensystem. Und mit einer Mücke würde ich auch nicht zum Tierarzt gehen

Da passt aber ein ganzer Laster durch den Unterschied zur Taubensituation. Den Igeln konnte geholfen werden, wohingegen die Chancen der Taube wohl denkbar schlecht standen.

Bei der Taube stellte sich wimre die Frage, was humaner gewesen wäre: Gleich selber töten oder nach Transport vom Tierarzt machen lassen. In dem Fall finde ich immer noch, dass schneller besser ist, so man es gleich richtig macht.

---

@ Mücken: Mücken töten fällt für mich unter Notwehr. Die wollen mir auch ans Leder und Friedensverträge helfen in dem Fall leider nicht.


Kommt auf den Blickwinkel an. Einer der beiden wog ungefähr 150g und hat Blut gekackt, sieht auf den ersten Blick auch erstmal schlimm aus. Ein Urteil darüber, ob einem Tier noch zu helfen ist oder nicht kann ich aber als Laie in vielen Fällen gar nicht treffen.
Ob der taube noch zu helfen gewesen wäre oder nicht konnte der Tierarzt bestimmt nicht durchs Telefon beurteilen.
Wie weiter oben bereits erwähnt, wenn eine Person weiß, wie man das Tier schnell und schmerzlos erlöst und natürlich auch berechtigterweise keine Hoffnung mehr besteht, mag es für das Tier der erträglichere weg sein.
Völlig unabhängig vom Zustand des Tieres geht die Reaktion des Arztes für mich gar nicht. Ganz egal wie ich es drehe und wende, dem würde ich keins meiner Tiere mehr anvertrauen.
08.05.2016 02:58
Zitat von -Brünni88:

Zitat von zuppilini:

wo genau ist denn nun der Unterschied, ob ich eine Taube erlöse, oder ein pferd/Katze/Hund? müssen die mehr leiden, weil sie süßer sind?

ich finde erlösen in manchen Situationen richtig. ob es nun gesetzlich gestattet ist oder nicht. falsch finde ich ich die Aussage der Klinik allemal. es ist schlicht ihr Job da zu helfen, wenn sich schon jemand die Mühe macht und sie anruft. wer das wegen ner Taube nicht will, hat den Beruf verfehlt. im übrigen ist die Situation häufig so, dass man als Laie gar nicht einschätzen kann, ob das Tier nun erlöst werden muss, oder nicht.

zum Schluss: Bauern würde ich aus der Geschichte mal rauslassen. die ertränken auch gerne mal katzenbabys statt einmal ein paar Mark fuffzig in eine Kastration zu stecken. sicher nicht alle, aber es kommt wirklich regelmäßig vor. also als Berufsgruppe haben die nicht die moralische deutungshoheit was Tiere angeht.
was ist denn das für eine unnötige aussage... Immer die blöden bauern...
Der rest der menschheit hat auch keinen respekt vor bauerm die für im schnitt 3 euro pro stunde verdienen und für unser täglich brot, gemüse, obst, fleisch, milch etc sorgen... Mal daran gedacht das der bauer sich das einfach nicht leisten konnte?


ne, nicht dran gedacht. der ist Millionär. ich habe explizit geschrieben, dass nicht jeder so ist. dennoch ist dieser Umgang mit Tieren bei Bauern durchaus mal anzutreffen.
ob andere Menschen Respekt vor Bauern haben, die sich in teils prekären lagen befinden, hat damit überhaupt nichts zu tun.
Mami-2009_2016
130 Beiträge
08.05.2016 04:03
Zitat von Engelchen1975:

Hallo
Ich habe mich heute über unsere Tierklinik richtig geärgert.
Ich fand um 1/2 7 in der Früh vor der Haustür eine schwer verletzte Taube und da um diese Zeit kein TA auf hat,rief ich in der Tierklinik(24 Stunden Dienst) an,was ich tun kann.Ob ich vorbeikommen könnte...
Antwort: Die geht sowiso ein,hauen sie sie fest auf den Kopf!!!!!
Ich nahm das arme Tierchen und wickelte es warm ein.Um 8 Uhr wollte ich zu meinem TA fahren,merkte aber,daß es ihr zunehmend schlechter ging und machte schweren Herzens das,was der TA mir riet.
Sicherlich gibt es genug Tauben,aber glaubt mir,ich habe bitterlich geheult...
LG


Ich kann mich ehrlich gesagt nicht durchringen zu schreiben, das es gut war, weil man als empfindlicher Mensch sowas wahrscheinlich nicht mehr so schnell los wird. Aber das Richtige war es auf jeden Fall ! Ich wäre genau so wie du erstmal irgendwo hin gegangen bzw hätte irgendwo angerufen. Ob ich sie hätte umbringen können weiß ich nicht, aber ich hätte meinen Mann gebeten. Der ist bei so etwas realistischer, wobei es ihm wahrscheinlich auch nicht leicht fallen würde.
Lass den Kopf nicht hängen. Im Grunde hast du ihr geholfen.
Engelchen1975
3656 Beiträge
08.05.2016 06:28
Nun jetzt sind die Wogen relativ hoch gegangen.Nicht viele waren mit meiner Entscheidung einverstanden.Für mich war sie RICHTIG.
Das Vögelchen blutete aus dem Schnabel,atmete hektisch,hatte eine tiefe Verletzung über den halben Bauchraum....Als es das Köpfchen nicht mehr halten konnte,habe ich es erlöst.
Und dennoch finde ich die Reaktion des TA falsch.Wann beginnt für ihn ein rettenswertes Leben?
08.05.2016 06:35
Zitat von Engelchen1975:

Nun jetzt sind die Wogen relativ hoch gegangen.Nicht viele waren mit meiner Entscheidung einverstanden.Für mich war sie RICHTIG.
Das Vögelchen blutete aus dem Schnabel,atmete hektisch,hatte eine tiefe Verletzung über den halben Bauchraum....Als es das Köpfchen nicht mehr halten konnte,habe ich es erlöst.
Und dennoch finde ich die Reaktion des TA falsch.Wann beginnt für ihn ein rettenswertes Leben?


ich kann total gut nachvollziehen, warum du so gehandelt hast! sowohl die Entscheidung bei der tierrettung anzurufen, als auch das Tierchen dann zu erlösen. die Reaktion er Klinik halte ich für eine Zumutung und ist obendrein mit unserem recht nicht vereinbar.
lebenswertes Leben beginnt für ihn vermutlich nach den regulären Öffnungszeiten.
Darwin27
10550 Beiträge
08.05.2016 07:58
Zitat von Engelchen1975:

Nun jetzt sind die Wogen relativ hoch gegangen.Nicht viele waren mit meiner Entscheidung einverstanden.Für mich war sie RICHTIG.
Das Vögelchen blutete aus dem Schnabel,atmete hektisch,hatte eine tiefe Verletzung über den halben Bauchraum....Als es das Köpfchen nicht mehr halten konnte,habe ich es erlöst.
Und dennoch finde ich die Reaktion des TA falsch.Wann beginnt für ihn ein rettenswertes Leben?


Lila: Wenn ich deinen Vergleich Taube/Pferd missverstanden habe, tut es mir leid. Ich war der Meinung, du willst mir sagen, dass ein Pferd mehr Recht zu leben hat, als die Taube.

@Mamota: Grundsätzlich alles richtig was du sagst - aber eben nicht unserem Gesetz entsprechend. Und wenn der "Retter" 2x mit der Schippe daneben kloppt, nicht richtig trifft oder dafür zu lange braucht, dann ist der Taube damit sicherlich nicht mehr geholfen. Und der TE ist mit schlechtem Gewissen eben auch nicht geholfen. Hätte sie Tiere erlösen wollen, wäre sie Tierarzt geworden.

@TE: Ich hätte es wohl auch so gemacht wie du (oder wäre evtl. zu einem anderen Arzt gefahren) - nach der doofen Aussage des Tierarztes. Leider ist hier schlecht zu diskutieren, da auf einmal von Bauern die Rede ist, von Pferden und weiß der Geier was, was gar nicht wirklich zum Thema gehört. Ohne Schiedsrichter werden wir hier nicht weiterkommen, daher bin ich raus, wollte deinem Gewissen aber Ruhe mitgeben
feenebeene
15309 Beiträge
08.05.2016 10:11
Zitat von Mami-2009_2016:

Zitat von Engelchen1975:

Hallo
Ich habe mich heute über unsere Tierklinik richtig geärgert.
Ich fand um 1/2 7 in der Früh vor der Haustür eine schwer verletzte Taube und da um diese Zeit kein TA auf hat,rief ich in der Tierklinik(24 Stunden Dienst) an,was ich tun kann.Ob ich vorbeikommen könnte...
Antwort: Die geht sowiso ein,hauen sie sie fest auf den Kopf!!!!!
Ich nahm das arme Tierchen und wickelte es warm ein.Um 8 Uhr wollte ich zu meinem TA fahren,merkte aber,daß es ihr zunehmend schlechter ging und machte schweren Herzens das,was der TA mir riet.
Sicherlich gibt es genug Tauben,aber glaubt mir,ich habe bitterlich geheult...
LG


Ich kann mich ehrlich gesagt nicht durchringen zu schreiben, das es gut war, weil man als empfindlicher Mensch sowas wahrscheinlich nicht mehr so schnell los wird. Aber das Richtige war es auf jeden Fall ! Ich wäre genau so wie du erstmal irgendwo hin gegangen bzw hätte irgendwo angerufen. Ob ich sie hätte umbringen können weiß ich nicht, aber ich hätte meinen Mann gebeten. Der ist bei so etwas realistischer, wobei es ihm wahrscheinlich auch nicht leicht fallen würde.
Lass den Kopf nicht hängen. Im Grunde hast du ihr geholfen.


Ich finde, diese Aussage trifft es doch auf den Punkt!

Die Reaktion der Tierklinik war sicherlich nicht richtig (in meinen Augen), aber, wenn du, wie du schreibst, abschätzen konntest, dass das Tier sich in diesen nächsten 1 1/2 Stunden elendig quält und es wahrscheinlich erst gar nicht mehr bis zum TA schafft, hast du richtig gehandelt und die Taube erlöst!
Für mich klingst du, ein bisschen, nach einem schlechten Gewissen und das kann ich verstehen- das hätte ich auch, aber das brauchst du nicht!
Du hast versucht, dir Hilfe zur Seite zu holen und diese wurde dir verwehrt und du hast es selber in die Hand genommen, dem Tier zu helfen! Hut ab! Ich weiß nicht, ob ich das gekonnt hätte... (Da hätte wohl auch mein Mann ran gemusst...)
Octopussy
181 Beiträge
08.05.2016 21:06
So doof wie es klingt, ein Tier is laut gesetzt nur eine sache
Mocca
4367 Beiträge
08.05.2016 22:35
Zitat von Lila17:

Zitat von Lana_Fey:

Zitat von Lila17:

Ich werd hier jetzt sicher gleich platt gemacht...aber nunja...

Man stelle sich einmal vor es würde jeder, grade hier auf dem Land, jeman dden Tierarzt rufen, wenn er eine verletzte Maus, Taube, Amsel usw. findet und jedes Mal die Tierrettung zur Hilfe gerufen wird.
Herr Dr. der Kater hat die Maus angeknabbert, bitte eilen sie zur Rettung.

Ich verstehe ja was ihr meint und ich will auch kein Tier als weniger wert herabwürdigen, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen .


Mit deinem Vergleich tust du das auch nicht.
Aber ich finde ihn trotzdem richtig, denn realistisch bin ich auch.
Da sie aber schon Hilfe holen wollte, nach einer Stunde das Tier aber doch tötete, endet hier mein Verständnis.
Ein Bauer holt wegen einer Maus keinen Tierarzt, das stimmt.
Aber sie wollte helfen und hat es dann doch "anders gelöst" was ihr einfach - und auch laut Tierschutzgesetz - nicht zustand.


Ja aber dann stehts niemandem zu der kein Veterinär ist.
Und ein Bauer holt keinen Tierarzt. Entschuldige ich auch nicht, wenn mein Kater was halb lebendiges bringt. Das wird schnellstmöglichst erlöst und gut ist.
Natürlich ist das ein richtiger Vergleich. Sie sollte eine Taube erlösen und kein Pferd killen. Liebe Leute, wo lebt ihr denn.....

Danke - ich habe auch (schon mit 1 die eine oder ander Maus, die keine Chance mehr gehabt hätte, mit dem Kehrblech getötet.
War das Mord?
Ich hab ihr Leben beendet, aber anderenfalls hätte sie noch unserer Katze eine halbe Stunde als Spielzeug gedient.
Bei Vögeln (ich weiß nicht, ob Tauben da besonders anfällig oder robust sind) ist es häufig so, dass das Herz einen Schock nciht mitmacht.
Ob die Einschätzung der Klinik richtig war oder nicht, vermag ich nicht sagen, aber ich finde keineswegs, dass das Verhalten der TS unmoralisch war, weil sie den Rat befolgt hat.
09.05.2016 08:46
Zitat von Octopussy:

So doof wie es klingt, ein Tier is laut gesetzt nur eine sache


nein, laut gesetz sind Tiere ausdrücklich keine Sachen.
MiramitLionel
7234 Beiträge
09.05.2016 09:10
Zitat von Lana_Fey:

Zitat von Engelchen1975:

Zitat von Lana_Fey:

Zitat von Lila17:

Ich werd hier jetzt sicher gleich platt gemacht...aber nunja...

Man stelle sich einmal vor es würde jeder, grade hier auf dem Land, jeman dden Tierarzt rufen, wenn er eine verletzte Maus, Taube, Amsel usw. findet und jedes Mal die Tierrettung zur Hilfe gerufen wird.
Herr Dr. der Kater hat die Maus angeknabbert, bitte eilen sie zur Rettung.

Ich verstehe ja was ihr meint und ich will auch kein Tier als weniger wert herabwürdigen, aber man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen .


Mit deinem Vergleich tust du das auch nicht.
Aber ich finde ihn trotzdem richtig, denn realistisch bin ich auch.
Da sie aber schon Hilfe holen wollte, nach einer Stunde das Tier aber doch tötete, endet hier mein Verständnis.
Ein Bauer holt wegen einer Maus keinen Tierarzt, das stimmt.
Aber sie wollte helfen und hat es dann doch "anders gelöst" was ihr einfach - und auch laut Tierschutzgesetz - nicht zustand .

Nun Punkt 1: ich wartete eine halbe Stunde(Für das Tier sicher eine Ewigkeit)
Punkt 2: Die Hilfe,die ich erhoffte sagte ab
Punkt 3: Ich bin auch vom Fach(aber der Human Medizin) und konnte in etwa abschätzen,ob es das Tierchen bis 8 Uhr geschafft hätte-noch zu leben(von gerettet werden noch nicht zu sprechen).
Dein Verständnis endet?????
WAS hättest du gemacht-mal ganz ehrlich?


Was ich gemacht hätte? Dem Tier eine Chance gegeben und um 8 Uhr beim TA auf der Matte gestanden.
Aber ich bin ja weder vom einen noch vom anderen Fach, also ist es auch nicht wichtig.


Wenn die Taube definitiv nicht zu retten war, warum dann weiter leiden lassen, statt sie zu erlösen? Ich glaube nun nicht, dass deswegen die Polizei etwas machen würde, weil es ihr vom Gesetz her nicht zustand. Die Ts wollte helfen und hat nicht mutwillig ein Tier gequält. Wir hatten damals bei der schwangeren Katze ein Kitten dabei, das mit offenem Bauch geboren wurde, man hat außen das Herz schlagen sehen, es war mitten in der Nacht und man hätte ihm definitiv nicht mehr helfen können. Warum soll man so ein Tier leiden lassen, nur weil das Gesetz es anders sagt?
Mocca
4367 Beiträge
09.05.2016 09:47
Zitat von zuppilini:

wo genau ist denn nun der Unterschied, ob ich eine Taube erlöse, oder ein pferd/Katze/Hund? müssen die mehr leiden, weil sie süßer sind?

ich finde erlösen in manchen Situationen richtig. ob es nun gesetzlich gestattet ist oder nicht. falsch finde ich ich die Aussage der Klinik allemal. es ist schlicht ihr Job da zu helfen, wenn sich schon jemand die Mühe macht und sie anruft. wer das wegen ner Taube nicht will, hat den Beruf verfehlt. im übrigen ist die Situation häufig so, dass man als Laie gar nicht einschätzen kann, ob das Tier nun erlöst werden muss, oder nicht.

zum Schluss: Bauern würde ich aus der Geschichte mal rauslassen. die ertränken auch gerne mal katzenbabys statt einmal ein paar Mark fuffzig in eine Kastration zu stecken. sicher nicht alle, aber es kommt wirklich regelmäßig vor. also als Berufsgruppe haben die nicht die moralische deutungshoheit was Tiere angeht.

Tatsächlich würde ich da anders handeln.
Nehmen wir an, ich finde morgens um halb 7 ein schwer verletztes Pferd auf meiner Fußmatte (oder Hund oder Katze)...

1. Bei einem Hund (um mal das mittlere Beispiel zu nehmen) nehmen viele Besitzer viel Geld in die Hand um ihn ggf. durch eine OP oder was auch immer zu retten, denn sie sehen ihn als Familienmitglied an.
Der Hund hätte also eine reelle Chance. Die TS hätte sicherlich die erste Behandlung der Taube gezahlt, aber nicht gesagt "Tun sie alles, was in ihrer Macht steht - egal, was es kostet."

2. Bis zu Taubengröße bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das Tier mit einem einzigen beherzten Schlag töten könnte.
Für größere Tiere hätte ich eben nicht das nötige "Werkzeug".
Ich wüsste eben bei einem Hund nicht, ob da ein einzelner geziehlter Schlag ausreichen würde. Wenn ich ein Reh angefahren habe, hole ich ja aus dem gleichen Grund nicht das Wagenkreuz aus dem Kofferraum, sondern rufe den Jäger an.
In genau diesem Punkt finde ich die Reaktion der Tierklinik übrigens schlecht.
Es schrieb schon jemand, dass man soetwas nicht halbherzig tun darf und da hätte man versuchen müssen heraus zu finden, ob die TS in der Lage ist, das schnell über die Bühne zu bringen.
Das kann eben nicht jeder und ich kann es verstehen.
Die Devise ist da schließlich Leiden beenden und nicht neues Leid verursachen.

3. Wäre ich mir nicht der Rechtslage bewusst, was mir ggf. drohen könnte, wenn ich das Haustier von jemand anderem ungefragt "erlöse".

(4. Sicher spielt auch da mit hinein, dass ich eine engere emotionale Bindung an Katzen, Hunde und Pferde habe. So, wie sich viele Leute aufgeregt haben, als Pferdefleisch in der Lasagne gefunden wurde.)

Zu guter Letzt: Da würde ich sicher von keiner Klinik abgewiesen.
Die haben eine Abwägung gemacht:
Wildtier in schlechtem Zustand.
Muss hergebracht werden (so eine Taube ist ja die Fahrt im Karton nicht gewöhnt - und wenn man sie noch so kuschelig einpackt).
Unklar, wer die Kosten übernimmt.
Außer Einschläfern wird da vermutlich eh nicht viel gemacht.
09.05.2016 10:29
Zitat von Mocca:

Zitat von zuppilini:

wo genau ist denn nun der Unterschied, ob ich eine Taube erlöse, oder ein pferd/Katze/Hund? müssen die mehr leiden, weil sie süßer sind?

ich finde erlösen in manchen Situationen richtig. ob es nun gesetzlich gestattet ist oder nicht. falsch finde ich ich die Aussage der Klinik allemal. es ist schlicht ihr Job da zu helfen, wenn sich schon jemand die Mühe macht und sie anruft. wer das wegen ner Taube nicht will, hat den Beruf verfehlt. im übrigen ist die Situation häufig so, dass man als Laie gar nicht einschätzen kann, ob das Tier nun erlöst werden muss, oder nicht.

zum Schluss: Bauern würde ich aus der Geschichte mal rauslassen. die ertränken auch gerne mal katzenbabys statt einmal ein paar Mark fuffzig in eine Kastration zu stecken. sicher nicht alle, aber es kommt wirklich regelmäßig vor. also als Berufsgruppe haben die nicht die moralische deutungshoheit was Tiere angeht.

Tatsächlich würde ich da anders handeln.
Nehmen wir an, ich finde morgens um halb 7 ein schwer verletztes Pferd auf meiner Fußmatte (oder Hund oder Katze)...

1. Bei einem Hund (um mal das mittlere Beispiel zu nehmen) nehmen viele Besitzer viel Geld in die Hand um ihn ggf. durch eine OP oder was auch immer zu retten, denn sie sehen ihn als Familienmitglied an.
Der Hund hätte also eine reelle Chance. Die TS hätte sicherlich die erste Behandlung der Taube gezahlt, aber nicht gesagt "Tun sie alles, was in ihrer Macht steht - egal, was es kostet."

2. Bis zu Taubengröße bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das Tier mit einem einzigen beherzten Schlag töten könnte.
Für größere Tiere hätte ich eben nicht das nötige "Werkzeug".
Ich wüsste eben bei einem Hund nicht, ob da ein einzelner geziehlter Schlag ausreichen würde. Wenn ich ein Reh angefahren habe, hole ich ja aus dem gleichen Grund nicht das Wagenkreuz aus dem Kofferraum, sondern rufe den Jäger an.
In genau diesem Punkt finde ich die Reaktion der Tierklinik übrigens schlecht.
Es schrieb schon jemand, dass man soetwas nicht halbherzig tun darf und da hätte man versuchen müssen heraus zu finden, ob die TS in der Lage ist, das schnell über die Bühne zu bringen.
Das kann eben nicht jeder und ich kann es verstehen.
Die Devise ist da schließlich Leiden beenden und nicht neues Leid verursachen.

3. Wäre ich mir nicht der Rechtslage bewusst, was mir ggf. drohen könnte, wenn ich das Haustier von jemand anderem ungefragt "erlöse".

(4. Sicher spielt auch da mit hinein, dass ich eine engere emotionale Bindung an Katzen, Hunde und Pferde habe. So, wie sich viele Leute aufgeregt haben, als Pferdefleisch in der Lasagne gefunden wurde.)

Zu guter Letzt: Da würde ich sicher von keiner Klinik abgewiesen.
Die haben eine Abwägung gemacht:
Wildtier in schlechtem Zustand.
Muss hergebracht werden (so eine Taube ist ja die Fahrt im Karton nicht gewöhnt - und wenn man sie noch so kuschelig einpackt).
Unklar, wer die Kosten übernimmt.
Außer Einschläfern wird da vermutlich eh nicht viel gemacht.


da stimme ich schon mit manchen Punkten überein. ich würde auch anders handeln, einfach weil ich nie kleinen Tieren andere Möglichkeiten habe. es ging mir nur um die Aussage (sinngemäß): die soll kein Pferd killen sondern halt ne Taube. und das suggeriert eben schon ein gewisses Hierarchieverständnis.
Lila17
11966 Beiträge
09.05.2016 10:32
Zitat von zuppilini:

Zitat von Mocca:

Zitat von zuppilini:

wo genau ist denn nun der Unterschied, ob ich eine Taube erlöse, oder ein pferd/Katze/Hund? müssen die mehr leiden, weil sie süßer sind?

ich finde erlösen in manchen Situationen richtig. ob es nun gesetzlich gestattet ist oder nicht. falsch finde ich ich die Aussage der Klinik allemal. es ist schlicht ihr Job da zu helfen, wenn sich schon jemand die Mühe macht und sie anruft. wer das wegen ner Taube nicht will, hat den Beruf verfehlt. im übrigen ist die Situation häufig so, dass man als Laie gar nicht einschätzen kann, ob das Tier nun erlöst werden muss, oder nicht.

zum Schluss: Bauern würde ich aus der Geschichte mal rauslassen. die ertränken auch gerne mal katzenbabys statt einmal ein paar Mark fuffzig in eine Kastration zu stecken. sicher nicht alle, aber es kommt wirklich regelmäßig vor. also als Berufsgruppe haben die nicht die moralische deutungshoheit was Tiere angeht.

Tatsächlich würde ich da anders handeln.
Nehmen wir an, ich finde morgens um halb 7 ein schwer verletztes Pferd auf meiner Fußmatte (oder Hund oder Katze)...

1. Bei einem Hund (um mal das mittlere Beispiel zu nehmen) nehmen viele Besitzer viel Geld in die Hand um ihn ggf. durch eine OP oder was auch immer zu retten, denn sie sehen ihn als Familienmitglied an.
Der Hund hätte also eine reelle Chance. Die TS hätte sicherlich die erste Behandlung der Taube gezahlt, aber nicht gesagt "Tun sie alles, was in ihrer Macht steht - egal, was es kostet."

2. Bis zu Taubengröße bin ich mir ziemlich sicher, dass ich das Tier mit einem einzigen beherzten Schlag töten könnte.
Für größere Tiere hätte ich eben nicht das nötige "Werkzeug".
Ich wüsste eben bei einem Hund nicht, ob da ein einzelner geziehlter Schlag ausreichen würde. Wenn ich ein Reh angefahren habe, hole ich ja aus dem gleichen Grund nicht das Wagenkreuz aus dem Kofferraum, sondern rufe den Jäger an.
In genau diesem Punkt finde ich die Reaktion der Tierklinik übrigens schlecht.
Es schrieb schon jemand, dass man soetwas nicht halbherzig tun darf und da hätte man versuchen müssen heraus zu finden, ob die TS in der Lage ist, das schnell über die Bühne zu bringen.
Das kann eben nicht jeder und ich kann es verstehen.
Die Devise ist da schließlich Leiden beenden und nicht neues Leid verursachen.

3. Wäre ich mir nicht der Rechtslage bewusst, was mir ggf. drohen könnte, wenn ich das Haustier von jemand anderem ungefragt "erlöse".

(4. Sicher spielt auch da mit hinein, dass ich eine engere emotionale Bindung an Katzen, Hunde und Pferde habe. So, wie sich viele Leute aufgeregt haben, als Pferdefleisch in der Lasagne gefunden wurde.)

Zu guter Letzt: Da würde ich sicher von keiner Klinik abgewiesen.
Die haben eine Abwägung gemacht:
Wildtier in schlechtem Zustand.
Muss hergebracht werden (so eine Taube ist ja die Fahrt im Karton nicht gewöhnt - und wenn man sie noch so kuschelig einpackt).
Unklar, wer die Kosten übernimmt.
Außer Einschläfern wird da vermutlich eh nicht viel gemacht.


da stimme ich schon mit manchen Punkten überein. ich würde auch anders handeln, einfach weil ich nie kleinen Tieren andere Möglichkeiten habe. es ging mir nur um die Aussage (sinngemäß): die soll kein Pferd killen sondern halt ne Taube. und das suggeriert eben schon ein gewisses Hierarchieverständnis.


Ah man, ich wollte eigentlich überhaupt nicht mehr hier schreiben, aber das kann ich so nicht stehen lassen.
Ja genau das habe ich geschrieben, im Hinblick auf den Schwierigkeitsgrad der Tötung an sich. Nicht das ein Tier mehr oder weniger wert ist. Das erkläre ich jetzt grad zum zweiten Mal. Ich hoffe es kommt jetzt richtig an!!
Marf
25390 Beiträge
09.05.2016 10:57
Wären hier nur alle so engagiert wenn es um Menschen geht,die Wlet sähe freundlicher aus.
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