Mütter- und Schwangerenforum

Meine Nerven - ich gehe auf dem Zahnfleisch

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Anonym 1 (206283)
0 Beiträge
17.02.2021 22:10
Guten Abend.

Ich weiß nicht was ich mir von diesen Thread erhoffe, aber vielleicht gibt es doch den einen oder anderen, der genau so fühlt...

Ich gehe mittlerweile auf dem Zahnfleisch und mein Partner belächelt es nur. Er nimmt mich nicht ernst, wenn ich sage, dass ich langsam nicht mehr kann.
Es kann schon sein, dass ich auf hohem Niveau nörgel, aber jeder hat seine eigene Schmerzgrenze und meine ist nunmal gerade erreicht.

Hier die Fakten, aber nur kurz:
- nachdem ich mich morgens fertig gemacht habe, mache ich unser Kind fertig.
- ich bringe es dann zu den Großeltern, da es derzeit nicht in die Kita geht (Corona/situationsbedingt).
- dann gehe ich arbeiten (neuer Job, neue Aufgaben). Ich muss mich erst noch einfinden.
- nach der Arbeit hole ich unser Kind und werde sofort in Beschlag genommen.
Spielen, spielen, spielen. Nörgeln, quengeln und Diskussion gehören gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Unser Kind ist 4 und seeeeehr fordernd. Unsere Sozialen Kontakte sind so gut wie auf null. Wir sehen nur die Großeltern zum Babysitten.
- abends ist unser Kind nicht müde, vor 21/21:30 Uhr (zum Teil noch später) schläft es erst ein. Aber auch nur in meinem Beisein (vorlesen).

Meist bin ich so müde, dass ich dann auch gleich ins Bett gehe.
Morgens geht das Hamsterrad von vorne los.

Zwischenzeitlich putze ich/räume auf und koche für abends.

Wie gesagt, ich kann nicht mehr und mein Partner kann das nicht verstehen. Er kommt meist erst um 18 Uhr von der Arbeit.
Zumindest geht er einmal die Woche den Großeinkauf erledigen.

Wem geht es genauso?

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Persönlich

Anonym 2 (206283)
0 Beiträge
17.02.2021 22:30
Mir
Ich gehe auch auf dem Zahnfleisch. Ich bin seit Wochen mit meiner Tochter zu Hause. Sie ist 7 erste klasse. Das ganze Homeschooling. Dann muss ich noch Home-Office machen und abends wenn mein Mann kommt, fahre ich an 3 Tagen ins büro bis 21 Uhr... ich habe nie 1 ruhige Sekunde. Großeltern gibt es nicht, im Gegenteil. Ich habe nur noch meine Mutter und sie ist pflegebedürftig und kämpfe mich parallel noch mit Pflegegrad und Schwerbehindertenausweis für sie durch. Mein Chef macht mir Stress, ich schaffe es kaum was zuhause. Meine Tochter kommt zu kurz. Streit in der Familie mit den anderen Geschwistern noch dazu... ich steh mit allem alleine da. Schlafe schlecht habe rückenschmerzen. Habe auch Angst wieder ins normale Leben. Wieder ins büro. Die kleine zur Schule... meine Kollegen, die Arbeit alles macht mir keinen Spaß mehr.

Jetzt habe ich auch noch zufällig ein neues Jobangebot bekommen. Gleiches Gehalt, aber andere Branche bzw nur noch 1 Teil von dem was ich jetzt mache....aber ich fühle mich zu kaput. Ich habe niemanden wo meine Tochter mal hinkann. Mein Mann und ich machen nix zusammen. Es schlaucht alles...Meine Oma ist auch noch gestorben ... ich fühle mir dir...alles zu viel
Anonym 3 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 06:46
Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.

Anonym 4 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 08:12
Ihr seit nicht alleine, auch ich gehe am Zahfleisch.

Ich bin Vollzeit am Arbeiten, 50% im Homeoffice, 50% im Büro. Dort ist mehr den je zu tun. Wir müssen 2 Vollzeitkräfte ersetzen. Eine ist langzeitkrank die andere hatte gekündigt. Nun sind wir nur noch 2 Vollzeitkräfte und 3 Teilzeitkräfte für die Tätigkeit von 4 Vollzeitkräften und 3 Teilzeitkräften.

Ich werde regelmäßig um hilfe gefragt. Warum das internet so schlecht ist, warum das Programm nicht funktioniert, warum der Rollo nicht geht, warum kein TV Programm geht, etc. Und das ganze geht von Morgens um 05.00 Uhr bis abends 22.30 Uhr (da falle ich tot ins bett). Ich habe hier 2 im Homeschooling. Die möchten aber eine Non-Stop-Bespaßung von mir haben.

Mein Mann ist in 100% Kurzarbeit und hat einen absoluten Corona-Blues, eigentlich wieder eine Depression. Und auch diese Depression wird mal wieder auf meinem Rücken ausgelebt.

Ich bin am Ende. Es ist schon so schlimm, dass ich mir insgeheim wünsche, etwas krank zu werden, dass ich ins KKH kann und dort einfach mal schlafen kann. Verrückt ich weiß, aber ich bin mehr als am Ende.
Anonym 5 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 08:13
Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.
Anonym 6 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 08:17
Zitat von Anonym 5 (206283):

Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.


Und das weißt du woher so genau? Also das der Partner das auch alles wirklich macht? Es gibt Partnerschaften und Zeiten in denen man wirklich quasi alleinerziehend ist, auch wenn man mit dem Partner zusammen wohnt. Und für viele ist das wahrscheinlich sogar noch schlimmer, da ist theoretisch jemand, der kümmert sich aber um nichts...
Anonym 7 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 08:25
Finde allgemein Vergleiche doof. Immer dieses "Gezanke" wer mehr daheim leisten muss (damit meine ich jetzt nicht diesen Thread). Man kann niemanden abbsprechen, dass es anstrengend ist, und eine Alleinerziehende mit einem Kind zb, die auch Grosseltern hat, die helfen, ist zb nicht so belastet, wie eine Frau mit vielen Kindern, die ihren Mann quasi nur am Wochenende mal sieht. Bin zur Zeit auch sehr viel alleine mit meinen 3 Kindern , und hab ne echt anstrengende Schwangerschaft dazu, darf es mir jetzt zb nicht mal zu viel sein, weil ich einen Partner habe? Bitte hört auf, man kann nie eine Situation von einer Mutter auf die einer anderen Mutter vergleichen. Und oft sind Parnter keine zusätzliche Stütze, sondern noch ne extra Last, so traurig es ist. Abgesehen von mehr kochen, einkaufen, Wäsche und Co, mein Mann ist dazu bipolar und in schlimmen Zeiten hab ich keine Schulter zum ausweinen und muss das auch noch mitragen. Und für ihm und die Kinder stark sein, weil zumindest ein Elternteil funktionieren muss. Nein, desswegen verlassen kommt nicht in Frage, da er sonst ein liebender Vater ist.
Anonym 8 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 09:27
Mir geht's wie euch. Ich bin auch ziemlich fertig. Ich arbeite Teilzeit, aber im Schichtdienst von Montag bis Samstag. Nebenbei bin ich alleinerziehend mit 2 Grundschulkindern.
Ich war jetzt einen Monat mit den Betreuungstagen Zuhause, bin aber nicht wieder auf die Beine gekommen. Meine Eltern betreuen meine Kinder zwar, jedoch möchten sie keine Hausaufgaben mit ihnen machen. Somit bin ich teilweise erst im 16 Uhr mit den Kindern Zuhause und mit meinem großen Sohn sitze ich dann manchmal noch bis 19 Uhr an den Schulaufgaben. Nebenbei dann irgendwie noch der Haushalt, versuchen meinen Kindern gerecht zu werden...
Meine Mutter belächelt uns Mütter alle und sagt immer wieder, wir sollen uns nicht so anstellen. Wenn wir alle mit den Kindern überfordert seien, hätten wir uns eben keine anschaffen müssen. Sie wäre auch ohne Unterstützung von meinem Vater gewesen und hätte alles alleine gewuppt. Jedoch waren wir im kiga bzw Schule und bis ich 10 war, arbeitete sie nur 2 Vormittage die Woche.

Teechen
2554 Beiträge
18.02.2021 09:43
Ihr lieben Mamas ich schicke euch ein großes kraftpaket. Ihr seid toll. Lasst euch bitte nicht unterkriegen
Anonym 4 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 10:22
Zitat von Anonym 5 (206283):

Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.


Ich war alleinerziehend, ja. Aber ganz klar, ich hatte da mehr unterstützung als jetzt, weil ich ja einen Partner habe. Stimmt, aber der ist aktuell mehr ein Klotz am Bein als eine Hilfe. Somit habe ich eben nicht zwei Kinder zuhause sondern meinen Mann mit, der aktuell wie ein 16jähriger Teenager ist und sich auch so benimmt.

Ich kann einen vergleich ziehen, und ja es ist eigentlich schlimmer als alleinerziehend zu sein. Denn die Gesellschaft akzeptiert nicht, dass es schlimmer ist. Schließlich sei man zu zweit.
EmViMoJa
1600 Beiträge
18.02.2021 10:32
Liebe TS, ich verstehe, dass du am Ende bist ! Ich war vor einiger Zeit auch an dem Punkt, allerdings bin ich zu Hause in Elternzeit. Ich habe zwar 3 Kinder (12,7,1), muss aber nicht noch arbeiten gehen. Trotzdem war ich am Limit. Auch, weil sich mein Mann nicht so viel eingebracht hat, wie ich es mir gewünscht hätte.

Jetzt komme ich zu dem Punkt den ich nicht verstehe. Warum hat dein Mann kein Verständnis für deine Situation und deine Gefühle?

Würde mein Mann mir mit solch Unverständnis kommen, würde ich unsere Beziehung wohl überdenken.

Als mein Mann sich nicht eingebracht hat, habe ich mit ihm geredet und seitdem ich es viel besser. Er macht nicht extrem viel. Er arbeitet auch (immer 12h). Aber frei hat er trotzdem - wie dein Mann sicher auch. Und dann darf er sich auch mal um die Kinder kümmern oder das Frühstück richten.

Rede nochmal mit deinem Mann. Vielleicht nimmt er deine Gefühle nicht richtig wahr.

Alles Gute dir
EmViMoJa
1600 Beiträge
18.02.2021 10:33
Zitat von Anonym 4 (206283):

Zitat von Anonym 5 (206283):

Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.


Ich war alleinerziehend, ja. Aber ganz klar, ich hatte da mehr unterstützung als jetzt, weil ich ja einen Partner habe. Stimmt, aber der ist aktuell mehr ein Klotz am Bein als eine Hilfe. Somit habe ich eben nicht zwei Kinder zuhause sondern meinen Mann mit, der aktuell wie ein 16jähriger Teenager ist und sich auch so benimmt.

Ich kann einen vergleich ziehen, und ja es ist eigentlich schlimmer als alleinerziehend zu sein. Denn die Gesellschaft akzeptiert nicht, dass es schlimmer ist. Schließlich sei man zu zweit.


Hast du mit deinem Mann geredet ? Was sagt er dazu ?
Anonym 9 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 10:39
Zitat von Anonym 4 (206283):

Ihr seit nicht alleine, auch ich gehe am Zahfleisch.

Ich bin Vollzeit am Arbeiten, 50% im Homeoffice, 50% im Büro. Dort ist mehr den je zu tun. Wir müssen 2 Vollzeitkräfte ersetzen. Eine ist langzeitkrank die andere hatte gekündigt. Nun sind wir nur noch 2 Vollzeitkräfte und 3 Teilzeitkräfte für die Tätigkeit von 4 Vollzeitkräften und 3 Teilzeitkräften.

Ich werde regelmäßig um hilfe gefragt. Warum das internet so schlecht ist, warum das Programm nicht funktioniert, warum der Rollo nicht geht, warum kein TV Programm geht, etc. Und das ganze geht von Morgens um 05.00 Uhr bis abends 22.30 Uhr (da falle ich tot ins bett). Ich habe hier 2 im Homeschooling. Die möchten aber eine Non-Stop-Bespaßung von mir haben.

Mein Mann ist in 100% Kurzarbeit und hat einen absoluten Corona-Blues, eigentlich wieder eine Depression. Und auch diese Depression wird mal wieder auf meinem Rücken ausgelebt.

Ich bin am Ende. Es ist schon so schlimm, dass ich mir insgeheim wünsche, etwas krank zu werden, dass ich ins KKH kann und dort einfach mal schlafen kann. Verrückt ich weiß, aber ich bin mehr als am Ende.


Er lebt seine Depression Mal wieder auf deine Kosten aus? Sitzt in Kurzarbeit zu Hause und macht nichts? Bei allen Verständnis für eine Erkrankung, du bist auch noch da. Hau auf den Tisch! Er kann sich Hilfe holen, und er muss dich auch unterstützen! Es kann ja nicht sein dass einer daran kaputt geht.
Einer macht, einer lässt machen. Lass es einfach nicht weiter zu! Das musst und sollst du nicht!
Anonym 7 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 10:39
Zitat von Anonym 4 (206283):

Zitat von Anonym 5 (206283):

Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.


Ich war alleinerziehend, ja. Aber ganz klar, ich hatte da mehr unterstützung als jetzt, weil ich ja einen Partner habe. Stimmt, aber der ist aktuell mehr ein Klotz am Bein als eine Hilfe. Somit habe ich eben nicht zwei Kinder zuhause sondern meinen Mann mit, der aktuell wie ein 16jähriger Teenager ist und sich auch so benimmt.

Ich kann einen vergleich ziehen, und ja es ist eigentlich schlimmer als alleinerziehend zu sein. Denn die Gesellschaft akzeptiert nicht, dass es schlimmer ist. Schließlich sei man zu zweit.


Richtig. Nicht jeder hat den super helfenden, stützenden Papa/Partner. Klar kann man sagen, dann beende die Beziehung eben. Aber das ist eben nicht immer einfach so umsetzbar und da hängen oft viele Existenzen daran. Und natürlich haben es Alleinerziehende ohne helfende Verwandte nicht immer prickelnd. Darum kann man auch nicht pauschal sagen, ich bin Alleinerziehend, ich habe es schwerer als du mit Mann. Natürlich leistet man sehr sehr viel alleine, 24 Stunden verfügbar sein, egal ob man müde oder selbst krank ist. Habe da auch meinen Respekt davor, aber gleichzeitig ist es nicht schön, Frauen mit Männern automatisch nach zu sagen, sie hätten es ja so viel einfacher.
Anonym 9 (206283)
0 Beiträge
18.02.2021 10:41
Zitat von Anonym 4 (206283):

Zitat von Anonym 5 (206283):

Zitat von Anonym 3 (206283):

Dem kann ich mich anschließen.

Seit Mitte Dezember im Home-Office (heißt vormittags gebundene Termine, nachmittags freie Zeiteinteilung), 4jahriges Kind und Erstklässler daheim.
Tagsüber im Grunde alleinerziehend da mein Partner erst kommt, wenn Kinder schlafen. (Vor Mitternacht schläft der große nicht mehr)
Kinder ständig auf sich alleine gestellt, wenn ich am Schreibtisch sitze. Keine Familie, die die beiden nimmt. Nie Hilfe von außerhalb außer Kindergarten und Schule (bevor Lockdown kam)
Kinderbeschäftigung: fernsehen, alleine spielen
Vorgenommen hatte ich mir: malen, basteln, Kochen etc
Keine feste Zeiten für Schulaufgaben mit dem großen.

Mein Partner sagt, dass er mich verstehen kann, vergleicht aber trotzdem insgeheim seine körperliche Arbeit mit meinem "Daheimsitzen" und spricht es nicht aus. Das ärgert mich. Glaube nicht werde heimlich belächelt.


Ich weiß, was Du damit ausdrücken wolltest, aber bitte hier wirklich die eigene Ausdrucksweise überdenken.
Du hast einen Partner, der (auch wenn tagsüber abwesend)
- Geld verdient
- theoretisch ansprechbar ist
- von dem Du weißt, wenn alle Stricke reißen, ist da noch jemand
- Dir mal am Wochenende was abnehmen kann
- mit dem Du Dich austauschen kannst
- der mit Dir gemeinsam Eure Verantwortung trägt.
Auch wenn in Deinem Fall vielleicht nicht alle dieser Punkte "gelebt" werden, bist Du ganz ganz weit weg von "quasi alleinerziehend" nur weil er tagsüber nicht da ist. Sorry aber solche Aussagen sind immer gruselig für alle, die tatsächlich alleinerziehend sind.


Ich war alleinerziehend, ja. Aber ganz klar, ich hatte da mehr unterstützung als jetzt, weil ich ja einen Partner habe. Stimmt, aber der ist aktuell mehr ein Klotz am Bein als eine Hilfe. Somit habe ich eben nicht zwei Kinder zuhause sondern meinen Mann mit, der aktuell wie ein 16jähriger Teenager ist und sich auch so benimmt.

Ich kann einen vergleich ziehen, und ja es ist eigentlich schlimmer als alleinerziehend zu sein. Denn die Gesellschaft akzeptiert nicht, dass es schlimmer ist. Schließlich sei man zu zweit.

Wenn es doch so schlimm ist, warum trennst du dich dann nicht und bist wieder alleinerziehende?
Deine Kommentare versteht man ohne Beispiel wirklich nicht.
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