Mütter- und Schwangerenforum

öffentliche überwachung

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Hummelbrummel
848 Beiträge
14.03.2019 20:28
Zitat von Zelda86:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Mamota:

Ich teile die einzelnen Teilaspekte mal auf.

1. Kamera als Hilfe bei der Aufklärung.

Ich wünsche mir verlässliche Erhebungen dazu. Klar sagt das Gefühl erst mal, dass das logischerweise schneller und leichter geht, aber ist das echt so? Expertenmeinungen sind da komplett zwiegespalten. Es gibt auch nur einige wenige bekannte Fälle, bei denen die Kameraüberwachung tatsächlich die Täter überführt hat. Letztere sind nunmal ja auch nicht ganz doof.Wenn ne Kapuze ausreicht, um nicht erwischt zu werden, wozu dann das Ganze?

2. Höhere Strafen
Sie bringen nichts. Kein Effekt. Auf niemanden. Dazu laufen seit locker 50 Jahren die Untersuchungen. Was abschreckt, ist die zeitnahe Verurteilung und eine Strafe, die mit dem Vergehen zu tun hat. Härtere Strafen helfen nicht mal für die Beruhigung derer, die lauthals danach schreien.
Man muss einfach komplexe Themen auch differenziert betrachten und neben Abschreckung und Bestrafungsgerechtigkeit parallel auf Prävention setzen. Wenn wir die Leute im Gefängnis und auf Bewährung nicht ordentlich therapieren und mittels der Therapie auch Ursachenforschung betreiben, können wir die Straftäter noch im Gefängnis begraben, damit sie weitere 100 Jahre einsitzen, sicherer macht das die Straßen dennoch nicht.

3. Polizei um die Ecke
Dafür, ganz klar. Überhaupt sollten wir weg aus der sachlichen, effizienten Anonymität und zurück (oder neu hin) zur Menschlichkeit. Ein guter Dorfpolizist ist halt auch nicht bloß Abschreckung, sondern auch wieder Freund und Helfer. Wie Marf geschrieben hat, kennt er seine Pappenheimer und seine Gegend. Das macht ganz viel aus.


Strafen die mit dem Vergehen zu tun haben? Nach dem Motto „Auge um Auge“?
Joar, kann funktionieren, bei nem Mörder sicher, aber ethisch wird’s schwer das umzusetzen.

Was bringt es mir, eine Überwachung und Polizei an jedem Eck zu haben, die dann am Ende nur „dududu, das darfst du aber nicht“ sagen? Dann versucht’s der Verbrecher halt an der nächstens Ecke.

In Texas gibts nach meinem Wissen wenig Haus Einbrüche, weil dies bewohner befugt sind, Einbrecher zu erschießen. Wenn wer was klauen will, wird er vermutlich was anderes versuchen als in ein Haus einzubrechen, weil das Risiko da hoch ist.

Wäre die Polizei berechtigt sofort spührsam durchzugreifen, hätte Polizei - VIEL POLIZEI - Sinn. Das wäre dann die beste Lösung,ja. Aber ich kenne viele Polizisten. Und sorry... gerade kn letzter Zeit sind sie nur noch die deppen weil sie sich alles gefallen lassen müssen...

Nein, nicht Auge um Auge. Mehr im Sinn von Wiedergutmachung, sich mit Opfern ähnlicher Verbrechen auseinanderzusetzen usw.
Spiegelnde Strafen im Sinne von "Auge um Auge" funktionieren nachweislich nämlich auch nicht. Wer eine Straftat begeht, kann sich gut einreden, dass das in seinem Fall ja wohl etwas anderes war. Die Auseinandersetzung mit Opfern hingegen nagt gewaltig an der Wohlfühlzone.

Das mit Texas scheint mir echt abstrus. Ich meine, fast exakt das Gegenteil gelesen zu haben. Hast du dazu einen Link? Soweit ich weiß, ist ein Texas nur eines signifikant anders als wo anders, nämlich die Unfälle mit Schusswaffen innerhalb des eigenen Haushalts. Diese ganze "Stand your Ground"-Politik hat mW noch in keinem der Länder, wo sie eingesetzt wurde, irgendeine positive Auswirkung gehabt.


Einem (zb) Raser und Berufspendler tut es richtig weh, wenn er für längere Zeit den Lappen abgeben muss - eine, wenn evtl auch hohe, Geldstrafe hat in den seltensten Fällen eine nachhaltige Wirkung.

Mehr Waffen bringen nicht mehr Sicherheit. Lieber hab ich eine eingeschlagene Scheibe und einen Fernseher weniger, als erschossene (vermeintliche) Einbrecher. Wie oft wurden in den USA Menschen "ausversehen" erschossen?!
Ja, wir haben in Deutschland (Gott sei Dank) schärfere Waffengesetze. Auch wenn es Auflagen gibt, wie Waffen zu sichern sind, um Unbefugten den Zugriff nicht zu ermöglichen - es passiert trotzdem. Der Amokläufer von Winnenden hat seinem Vater die Pistole entwenden.
Zusätzlich werden Straftaten mit Schusswaffen mit illegalen Waffen verübt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Therapien und Prävention sind die Stichworte. Weder mehr Waffen, (echte) lebenslängliche oder längere Haftstrafen, noch Kameraüberwachung lassen (mMn) die Zahl der Straftaten sinken - zumal die Zahl stetig, auch ohne die vorhin genannten Punkte, sinkt.


Therapien und Prävention gibt es zu Hauf zum Beispiel für Pädophile. Und dennoch...

In D is dieses Vergewaltigungsspiel von Steam jetzt verboten worden, in AT noch nicht. Ich würde es auch nicht verbieten, ich würde es 2 Monate rennen lassen und dann alle einkassieren die es gekauft haben. Warum? Weil dieses Soiel nur folgenden Inhalt hat: Vergewaltigen und töten. Sogar Babys sollen vom Protagonisten getötet werden. Wer sowas „geil“ findet (zitat) hat Knick im Keks.

Man kann und MUSS die Hilfe ja anbieten, der Meinung bin ich auch. Aber wer dennoch sowas macht, gehört weg und zwar für immer. Und wenn’s nur darum geht, dass der nicjt nach 5-10 Jahren frei kommt und das selbe wieder macht. Das Kommt nämlich verdammt oft vor.
Zelda86
1779 Beiträge
14.03.2019 20:50
Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Mamota:

Funfact: Im Wiki-Artikel über Waffenmissbrauch habe ich gerade gelesen, dass eine Befragung unter Inhaftierten in amerikanischen Gefängnissen ergab, dass die Waffen, mit denen die Täter ihre Verbrechen ausübten, überwiegend gestohlen waren.
Ist auch blöd, wenn du dir zur Sicherheit ne Waffe im Haus deponierst und der Einbrecher findet sie, bevor du wach bist. Oder du gehst nachts raus, natürlich bewaffnet, damit du dich sicher fühlst und während du noch so am Geldautomaten hantierst, klaut dir einer das Ding aus der Gesäßtasche und nimmt gleich noch all dein Geld mit.


Son Ding kann man nicht einfach klauen es gibt Sicherheitsholster und ich kann dir sagen: da klaut niemand was

Die sache mit den waffen ist so ne Sache:

Auf der einen Seite steht die Befürchtung, dass dann jeder Depp damit rumballert. Allerdings: wer rumballern will tut das auch ohne legalen Besitz. Wer Waffen hat, muss lernen damit umzugehen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die Tschechen (??) Waffenkunde kn der Schule haben und daher kaum
Bis keine Unfälle. Muss mal am wochenende n Polizist fragen wenn ich rüber fahr.

Auf der anderen seite ist es so, hätte ne Hand voll leute bei so Sachen wie Frankreich im Bataclan Waffen gehabt, hätte man die eventuell eher stoppen können. Und auch auf der Insel wo der gestörte die Kinder umgeschossen hat... hätten die lehrer Waffen gehabt UND das Recht diese einzusetzen, irgendwer hätt den Erschossen.


In den USA wurden im letzten Jahr 667 Kinder (0-11 Jahre) und 2385 Jugendliche (12-17 Jahre) durch Schusswaffen verletzt oder getötet. Es gab 14.717 getötete und 28.172 verletze Menschen.
2017 gab es dort mehr Tote durch Schusswaffen, als durch Verkehrsunfälle.
Viele Amerikaner lernen schon im Kindesalter den Umgang mit Waffen...

Marf
19716 Beiträge
14.03.2019 20:53
Zitat von Mamota:

Funfact: Im Wiki-Artikel über Waffenmissbrauch habe ich gerade gelesen, dass eine Befragung unter Inhaftierten in amerikanischen Gefängnissen ergab, dass die Waffen, mit denen die Täter ihre Verbrechen ausübten, überwiegend gestohlen waren.
Ist auch blöd, wenn du dir zur Sicherheit ne Waffe im Haus deponierst und der Einbrecher findet sie, bevor du wach bist. Oder du gehst nachts raus, natürlich bewaffnet, damit du dich sicher fühlst und während du noch so am Geldautomaten hantierst, klaut dir einer das Ding aus der Gesäßtasche und nimmt gleich noch all dein Geld mit.

Die Angaben bei Wiki sind oft ohne Gewähr.
.....musste raus,ich wäre sonst erstickt.
Mamota
23138 Beiträge
14.03.2019 20:57
Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Zelda86:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

...

Nein, nicht Auge um Auge. Mehr im Sinn von Wiedergutmachung, sich mit Opfern ähnlicher Verbrechen auseinanderzusetzen usw.
Spiegelnde Strafen im Sinne von "Auge um Auge" funktionieren nachweislich nämlich auch nicht. Wer eine Straftat begeht, kann sich gut einreden, dass das in seinem Fall ja wohl etwas anderes war. Die Auseinandersetzung mit Opfern hingegen nagt gewaltig an der Wohlfühlzone.

Das mit Texas scheint mir echt abstrus. Ich meine, fast exakt das Gegenteil gelesen zu haben. Hast du dazu einen Link? Soweit ich weiß, ist ein Texas nur eines signifikant anders als wo anders, nämlich die Unfälle mit Schusswaffen innerhalb des eigenen Haushalts. Diese ganze "Stand your Ground"-Politik hat mW noch in keinem der Länder, wo sie eingesetzt wurde, irgendeine positive Auswirkung gehabt.


Einem (zb) Raser und Berufspendler tut es richtig weh, wenn er für längere Zeit den Lappen abgeben muss - eine, wenn evtl auch hohe, Geldstrafe hat in den seltensten Fällen eine nachhaltige Wirkung.

Mehr Waffen bringen nicht mehr Sicherheit. Lieber hab ich eine eingeschlagene Scheibe und einen Fernseher weniger, als erschossene (vermeintliche) Einbrecher. Wie oft wurden in den USA Menschen "ausversehen" erschossen?!
Ja, wir haben in Deutschland (Gott sei Dank) schärfere Waffengesetze. Auch wenn es Auflagen gibt, wie Waffen zu sichern sind, um Unbefugten den Zugriff nicht zu ermöglichen - es passiert trotzdem. Der Amokläufer von Winnenden hat seinem Vater die Pistole entwenden.
Zusätzlich werden Straftaten mit Schusswaffen mit illegalen Waffen verübt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Therapien und Prävention sind die Stichworte. Weder mehr Waffen, (echte) lebenslängliche oder längere Haftstrafen, noch Kameraüberwachung lassen (mMn) die Zahl der Straftaten sinken - zumal die Zahl stetig, auch ohne die vorhin genannten Punkte, sinkt.


Therapien und Prävention gibt es zu Hauf zum Beispiel für Pädophile. Und dennoch...

In D is dieses Vergewaltigungsspiel von Steam jetzt verboten worden, in AT noch nicht. Ich würde es auch nicht verbieten, ich würde es 2 Monate rennen lassen und dann alle einkassieren die es gekauft haben. Warum? Weil dieses Soiel nur folgenden Inhalt hat: Vergewaltigen und töten. Sogar Babys sollen vom Protagonisten getötet werden. Wer sowas „geil“ findet (zitat) hat Knick im Keks.

Man kann und MUSS die Hilfe ja anbieten, der Meinung bin ich auch. Aber wer dennoch sowas macht, gehört weg und zwar für immer. Und wenn’s nur darum geht, dass der nicjt nach 5-10 Jahren frei kommt und das selbe wieder macht. Das Kommt nämlich verdammt oft vor.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.
Mamota
23138 Beiträge
14.03.2019 21:00
Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Funfact: Im Wiki-Artikel über Waffenmissbrauch habe ich gerade gelesen, dass eine Befragung unter Inhaftierten in amerikanischen Gefängnissen ergab, dass die Waffen, mit denen die Täter ihre Verbrechen ausübten, überwiegend gestohlen waren.
Ist auch blöd, wenn du dir zur Sicherheit ne Waffe im Haus deponierst und der Einbrecher findet sie, bevor du wach bist. Oder du gehst nachts raus, natürlich bewaffnet, damit du dich sicher fühlst und während du noch so am Geldautomaten hantierst, klaut dir einer das Ding aus der Gesäßtasche und nimmt gleich noch all dein Geld mit.

Die Angaben bei Wiki sind oft ohne Gewähr.
.....musste raus,ich wäre sonst erstickt.

http://rkba.org/research/wright/armed-criminal.sum mary
Besser? Oder brauchst du noch einen Klopfer auf den Rücken, um wieder schnaufen zu können?
Marf
19716 Beiträge
14.03.2019 21:02
Zitat von Mamota:

Zitat von Marf:

Zitat von Mamota:

Funfact: Im Wiki-Artikel über Waffenmissbrauch habe ich gerade gelesen, dass eine Befragung unter Inhaftierten in amerikanischen Gefängnissen ergab, dass die Waffen, mit denen die Täter ihre Verbrechen ausübten, überwiegend gestohlen waren.
Ist auch blöd, wenn du dir zur Sicherheit ne Waffe im Haus deponierst und der Einbrecher findet sie, bevor du wach bist. Oder du gehst nachts raus, natürlich bewaffnet, damit du dich sicher fühlst und während du noch so am Geldautomaten hantierst, klaut dir einer das Ding aus der Gesäßtasche und nimmt gleich noch all dein Geld mit.

Die Angaben bei Wiki sind oft ohne Gewähr.
.....musste raus,ich wäre sonst erstickt.

http://rkba.org/research/wright/armed-criminal.sum mary
Besser? Oder brauchst du noch einen Klopfer auf den Rücken, um wieder schnaufen zu können?

Es ist raus alles gut. Mir ist nur eingefallen ,das ich vergessen hab Lotto zu spielen.
shelyra
65653 Beiträge
14.03.2019 21:06
Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Zelda86:

Zitat von Mamota:

...


Einem (zb) Raser und Berufspendler tut es richtig weh, wenn er für längere Zeit den Lappen abgeben muss - eine, wenn evtl auch hohe, Geldstrafe hat in den seltensten Fällen eine nachhaltige Wirkung.

Mehr Waffen bringen nicht mehr Sicherheit. Lieber hab ich eine eingeschlagene Scheibe und einen Fernseher weniger, als erschossene (vermeintliche) Einbrecher. Wie oft wurden in den USA Menschen "ausversehen" erschossen?!
Ja, wir haben in Deutschland (Gott sei Dank) schärfere Waffengesetze. Auch wenn es Auflagen gibt, wie Waffen zu sichern sind, um Unbefugten den Zugriff nicht zu ermöglichen - es passiert trotzdem. Der Amokläufer von Winnenden hat seinem Vater die Pistole entwenden.
Zusätzlich werden Straftaten mit Schusswaffen mit illegalen Waffen verübt (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Therapien und Prävention sind die Stichworte. Weder mehr Waffen, (echte) lebenslängliche oder längere Haftstrafen, noch Kameraüberwachung lassen (mMn) die Zahl der Straftaten sinken - zumal die Zahl stetig, auch ohne die vorhin genannten Punkte, sinkt.


Therapien und Prävention gibt es zu Hauf zum Beispiel für Pädophile. Und dennoch...

In D is dieses Vergewaltigungsspiel von Steam jetzt verboten worden, in AT noch nicht. Ich würde es auch nicht verbieten, ich würde es 2 Monate rennen lassen und dann alle einkassieren die es gekauft haben. Warum? Weil dieses Soiel nur folgenden Inhalt hat: Vergewaltigen und töten. Sogar Babys sollen vom Protagonisten getötet werden. Wer sowas „geil“ findet (zitat) hat Knick im Keks.

Man kann und MUSS die Hilfe ja anbieten, der Meinung bin ich auch. Aber wer dennoch sowas macht, gehört weg und zwar für immer. Und wenn’s nur darum geht, dass der nicjt nach 5-10 Jahren frei kommt und das selbe wieder macht. Das Kommt nämlich verdammt oft vor.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.
Zelda86
1779 Beiträge
14.03.2019 21:07
Zitat von Zelda86:

Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Mamota:

Funfact: Im Wiki-Artikel über Waffenmissbrauch habe ich gerade gelesen, dass eine Befragung unter Inhaftierten in amerikanischen Gefängnissen ergab, dass die Waffen, mit denen die Täter ihre Verbrechen ausübten, überwiegend gestohlen waren.
Ist auch blöd, wenn du dir zur Sicherheit ne Waffe im Haus deponierst und der Einbrecher findet sie, bevor du wach bist. Oder du gehst nachts raus, natürlich bewaffnet, damit du dich sicher fühlst und während du noch so am Geldautomaten hantierst, klaut dir einer das Ding aus der Gesäßtasche und nimmt gleich noch all dein Geld mit.


Son Ding kann man nicht einfach klauen es gibt Sicherheitsholster und ich kann dir sagen: da klaut niemand was

Die sache mit den waffen ist so ne Sache:

Auf der einen Seite steht die Befürchtung, dass dann jeder Depp damit rumballert. Allerdings: wer rumballern will tut das auch ohne legalen Besitz. Wer Waffen hat, muss lernen damit umzugehen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass die Tschechen (??) Waffenkunde kn der Schule haben und daher kaum
Bis keine Unfälle. Muss mal am wochenende n Polizist fragen wenn ich rüber fahr.

Auf der anderen seite ist es so, hätte ne Hand voll leute bei so Sachen wie Frankreich im Bataclan Waffen gehabt, hätte man die eventuell eher stoppen können. Und auch auf der Insel wo der gestörte die Kinder umgeschossen hat... hätten die lehrer Waffen gehabt UND das Recht diese einzusetzen, irgendwer hätt den Erschossen.


In den USA wurden im letzten Jahr 667 Kinder (0-11 Jahre) und 2385 Jugendliche (12-17 Jahre) durch Schusswaffen verletzt oder getötet. Es gab 14.717 getötete und 28.172 verletze Menschen.
2017 gab es dort mehr Tote durch Schusswaffen, als durch Verkehrsunfälle.
Viele Amerikaner lernen schon im Kindesalter den Umgang mit Waffen...


Edit:
Du argumentierst damit, dass die Tragödien im Bataclan und auf Utoya hätten verhindert bzw die Opfer weniger gewesen wären, wenn Besucher und Lehrer Schusswaffen eingesetzt hätten. Es zeigt sich aber (international, nicht nur in den USA), dass mehr Waffen Hand in Hand mit mehr Toten durch Schusswaffen gehen.
Deine Argumentation ergibt daher keinen Sinn.
Mamota
23138 Beiträge
14.03.2019 21:12
Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Zelda86:

...


Therapien und Prävention gibt es zu Hauf zum Beispiel für Pädophile. Und dennoch...

In D is dieses Vergewaltigungsspiel von Steam jetzt verboten worden, in AT noch nicht. Ich würde es auch nicht verbieten, ich würde es 2 Monate rennen lassen und dann alle einkassieren die es gekauft haben. Warum? Weil dieses Soiel nur folgenden Inhalt hat: Vergewaltigen und töten. Sogar Babys sollen vom Protagonisten getötet werden. Wer sowas „geil“ findet (zitat) hat Knick im Keks.

Man kann und MUSS die Hilfe ja anbieten, der Meinung bin ich auch. Aber wer dennoch sowas macht, gehört weg und zwar für immer. Und wenn’s nur darum geht, dass der nicjt nach 5-10 Jahren frei kommt und das selbe wieder macht. Das Kommt nämlich verdammt oft vor.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.

Hast du dafür eine Quelle? Denn das deckt sich so gar nicht mit dem, was ich gelesen habe. Zumal die Therapie und damit verbundene messbare Erfolge (Nein, ein forensischer Therapeut lässt sich nicht so leicht veräppeln; auch die modernen Testverfahren sind recht fälschungssicher, zumal sie weniger auf die Aussgen des Gegenübers abzielen als auf gängige Muster; ich habe mal so einen Psychopathietest gemacht; der ist in seinen Fragen nicht so durchsichtig, dass man gleich draufkommt, wie man antworten muss) meist mit Zuckerbrot und Peitsche verknüpft sind. Wenn du weißt, beim nächsten Rückfall kommst du in Sicherungsverwahrung und wirst für immer weggesperrt, bist du idR durchaus an einem Erfolg interessiert.
Zelda86
1779 Beiträge
14.03.2019 21:22
Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von Zelda86:

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Therapien und Prävention gibt es zu Hauf zum Beispiel für Pädophile. Und dennoch...

In D is dieses Vergewaltigungsspiel von Steam jetzt verboten worden, in AT noch nicht. Ich würde es auch nicht verbieten, ich würde es 2 Monate rennen lassen und dann alle einkassieren die es gekauft haben. Warum? Weil dieses Soiel nur folgenden Inhalt hat: Vergewaltigen und töten. Sogar Babys sollen vom Protagonisten getötet werden. Wer sowas „geil“ findet (zitat) hat Knick im Keks.

Man kann und MUSS die Hilfe ja anbieten, der Meinung bin ich auch. Aber wer dennoch sowas macht, gehört weg und zwar für immer. Und wenn’s nur darum geht, dass der nicjt nach 5-10 Jahren frei kommt und das selbe wieder macht. Das Kommt nämlich verdammt oft vor.

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.


Beispiel Pädophilie:
"Nur" etwa 40% der sexuellen Übergriffe auf Kinder sind durch eine pädophile Neigung motiviert.
2011 ist ein Netzwerk entstanden, dass Therapien zum Umgang mit pädophilen Neigungen anbietet. 2017 wurden ehemalige Teilnehmer zu einer Nachuntersuchung "gebeten". Bei fast allen der befragten Teilnehmer konnte eine nachhaltige Verhaltenskontrolle erreicht und sexueller Kindesmissbrauch verhindert werden.

Mamota
23138 Beiträge
14.03.2019 21:25
Zitat von Zelda86:

Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

...

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.


Beispiel Pädophilie:
"Nur" etwa 40% der sexuellen Übergriffe auf Kinder sind durch eine pädophile Neigung motiviert.
2011 ist ein Netzwerk entstanden, dass Therapien zum Umgang mit pädophilen Neigungen anbietet. 2017 wurden ehemalige Teilnehmer zu einer Nachuntersuchung "gebeten". Bei fast allen der befragten Teilnehmer konnte eine nachhaltige Verhaltenskontrolle erreicht und sexueller Kindesmissbrauch verhindert werden.

Meinen Respekt für die schnellen Zahlen!
Zelda86
1779 Beiträge
14.03.2019 21:31
Zitat von Mamota:

Zitat von Zelda86:

Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

...

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.


Beispiel Pädophilie:
"Nur" etwa 40% der sexuellen Übergriffe auf Kinder sind durch eine pädophile Neigung motiviert.
2011 ist ein Netzwerk entstanden, dass Therapien zum Umgang mit pädophilen Neigungen anbietet. 2017 wurden ehemalige Teilnehmer zu einer Nachuntersuchung "gebeten". Bei fast allen der befragten Teilnehmer konnte eine nachhaltige Verhaltenskontrolle erreicht und sexueller Kindesmissbrauch verhindert werden.

Meinen Respekt für die schnellen Zahlen!


Google hilft
Zelda86
1779 Beiträge
14.03.2019 21:31
Zitat von Zelda86:

Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

...

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.


Beispiel Pädophilie:
"Nur" etwa 40% der sexuellen Übergriffe auf Kinder sind durch eine pädophile Neigung motiviert.
2011 ist ein Netzwerk entstanden, dass Therapien zum Umgang mit pädophilen Neigungen anbietet. 2017 wurden ehemalige Teilnehmer zu einer Nachuntersuchung "gebeten". Bei fast allen der befragten Teilnehmer konnte eine nachhaltige Verhaltenskontrolle erreicht und sexueller Kindesmissbrauch verhindert werden.


Edit:
Außerdem bin ich mir ziemlich sicher, dass Therapien (oft über mehrere Jahre) für Straftäter, die Eingliederung in die Gesellschaft und den Beruf, Prävention arbeit und -therapien ziemlich schnell eingestampft werden würden, wenn diese keinen bis wenig Erfolg bringen würden. Denn sie kosten eine Menge Geld. Wenn Straftäter also nach einer Therapie wieder rückfällig werden würden und wieder ins Gefängnis müssten, könnte man sich zumindest die Kosten für Therapien sparen. Da jahrelanger Gefängnisaufenthalt allerdings teurer als Therapien sind, würde ich behaupten, dass Therapien bei einer Kosten-Nutzen-Rechnung besser abschneiden.
Hummelbrummel
848 Beiträge
15.03.2019 06:59
Zitat von Mamota:

Zitat von shelyra:

Zitat von Mamota:

Zitat von Hummelbrummel:

...

Ich weiß gerade gar nicht, wo ich da argumentativ noch ansetzen soll.
Da ist so viel Unterschiedliches in einen Einheitsbrei vermischt, dass sich das argumentativ anfühlt wie meine Lichterketten am 24. Dezember morgens. Sorry, ich möchte dich eigentlich nicht beleidigen oder unterbuttern. Es ist nur gerade schwer für mich, das noch zu zerlegen in mundgerechte Happen und dennoch keine zwei Hand voll Einzelbaustellen aufzumachen.
Ich lege dir wirklich ans Herz, mal durch ein paar Bücher von forensischen Psychologen zu blättern. Die gibt es auch als leichte, populärwissenschaftliche Lektüre, z.B. von Lydia Benecke.
Du wirst sehen, dass es viel Sinn ergibt, einige Details genauer zu beleuchten. Die Therapie für Täter, die Kinder missbraucht haben (und viel seltener wirklich pädophil sind, als man gemeinhin denkt, während es auch Pädophile gibt, die sich rechtzeitig Hilfe holen und niemals straffällig werden) im Rahmen ihrer Haftstrafe ist weniger wichtig für sie selbst als für den Opferschutz. Aus den Therapien werden nämlich essentielle Erkenntnisse gewonnen über Ursachen, Motivation, Vorgehen und dergleichen, womit den Opfern wesentlich besser geholfen werden kann als mit der bloßen Isolation der Straftäter. Außerdem sind sie auch im Gefängnis eine potentielle Gefahr für andere. Für ihre Mithäftlinge nämlich und für die Menschen, die dort arbeiten. Das vergisst man auch gern.
Ich begreife nicht ganz, was dieses Spiel mit Verbrechen und potentiellen Verbrechern zu tun haben soll. Ja, es ist geschmacklos und gehört nicht auf den Markt. Nein, es zieht nicht hauptsächlich und schon gar nicht nur die Straftäter von morgen an. Wenn dem so wäre, sollte ich besser die Omas verschweigen, die ich in meiner Teenagerzeit für je 50 Punkte am Computer meiner Freundin mit dem Ferrari per Joystick umgenietet habe. Ich war mit dem richtigen Auto tatsächlich noch nicht einmal in Versuchung, das zu wiederholen. Die Studien der Verhaltenspsychologen beruhigen mich da allerdings auch. Was du am Computer machst und im echten Leben, sind zum Glück zwei Paar Stiefel. Auch wenn diese Erkenntnis mein Selbstvertrauen beim Packen des Kofferraums für den Basar etwas schmälert. Auf meine Leistungen beim Tetris bilde ich mir nämlich durchaus etwas ein.

Zu guter Letzt: Therapien und Prävention gibt es eben nicht zu Hauf. Eher viel zu wenig. Da sollte man ansetzen, um Sicherheit zu schaffen. Im Gegensatz zu Bewaffnung, härteren Strafen und (damit ich doch mal wieder zurck zum eigentlichen Thema finde) Überwachung wirken diese nämlich nachweislich.

Keine Ahnung, ob im Chaos eines Amoklaufs jemand in der Lage wäre, einen guten, gezielten Schuss abzugeben. Aber bei all diesen Attentätern hätte die Jugendhilfe im Vorhinein perfekt ins Schwarze treffen können.

Das problem bei den therapien und maßnahmen ist dass die meisten täter gar nicht therapiert werden wollen. Und daher sind diese dann sinnlos und die allermeisten werden rückfällig.

Hast du dafür eine Quelle? Denn das deckt sich so gar nicht mit dem, was ich gelesen habe. Zumal die Therapie und damit verbundene messbare Erfolge (Nein, ein forensischer Therapeut lässt sich nicht so leicht veräppeln; auch die modernen Testverfahren sind recht fälschungssicher, zumal sie weniger auf die Aussgen des Gegenübers abzielen als auf gängige Muster; ich habe mal so einen Psychopathietest gemacht; der ist in seinen Fragen nicht so durchsichtig, dass man gleich draufkommt, wie man antworten muss) meist mit Zuckerbrot und Peitsche verknüpft sind. Wenn du weißt, beim nächsten Rückfall kommst du in Sicherungsverwahrung und wirst für immer weggesperrt, bist du idR durchaus an einem Erfolg interessiert.


Dann ist die Motivation aber die Angst vor der Strafe. Das impliziert, dass hohe Strafen sehr wohl eine „Motivation“ zu besserem Verhalten ist.
Sonst würde das arme, arme, missverstandene Geschöpf ja sowieso ne Therapie machen.

Meine Ansicht mag verfahren sein, aber vielleicht auch nur deswegen, weil ich viele Kenne, die mit sowas arbeiten. Und bei allem gebürtigem respekt... die Entscheidung jemanden zu töten muss bewusst getroffen werden. Eine Hemmschwelle überschritten. Das ist kein Hoppala weil der Tag halt so anstrengend war. Diese Menschen sind nicjt therapier bar.
Der andere Teil, der tatsächlich n Knacks in der Schüssel hat „und halt mal wissen wollte wie das so ist“, die kriegt man meiner Meinung auch nicht therapiert.

Das gleiche ist es mit Tätern die Babys vergewaltigen, Täter die „Omas“ vergewaltigen, Täter die andere einfach aus Lust heraus quälen...

Leute die Drogen verkaufen kann man auch nicht therapieren, die wissen ja, was sie da verkaufen. Leute die Andere umbringen weil sie Drogen NICHT kaufen.

Der Bruder meiner Schulfreundin arbeitet in einer Anstallt für „psychisch auffällige Straftäter“.
Er hat dort angefangen eben weil er glaubte, denen helfen zu können.
Hat nicht mal n jahr gedauert bis er seine Meinung geändert hat. SEINE (!) Aussage: alles zubetonieren und nie wieder aufmachen.
Und der war davor ein heißblütiger Verfechter, der jeden als noch schlimmer hinstellte als die Täter wenn man seine Zweifel an einer „Genesung“ hatte.
Weil man müsse ja die Umstände berücksichtigen ... und die würden ja auch nur Hilfe brauchen... und sie sind genauso ein Mensch mit Rechten und Würde.... pustekuchen.
Marf
19716 Beiträge
15.03.2019 07:10
Doch,es sind Menschen mit Rechte.Gestehen wir es ihnen nicht zu, begeben wir uns auf eine sehr fragwürdige Stufe.
Und ich möchte das die Opfer mehr Hilfe erwarten können.Mehr stützende Arme seitens des Staates,der sich zu sehr auf die Täter konzentriert in meinen Augen.

Mein Wunsch nach Schutz beinhaltet auch Eigenverantwortung.Also Verhalten erlernen das signalisiert : ' Mit mir nicht!' .Sensibler werden für das drumherum.Mehr auf den Nachbarn achten,der immer alleine ist usw.
Solche Dinge geben Sicherheit und beugen Einbrüchen vor.
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