Mütter- und Schwangerenforum

Wie geht ihr mit euren frechen/zickigen/bockigen Kindern um?

MissDiamond
480 Beiträge
09.09.2019 13:57
Das würde ich gerne wissen,denn meine 6,5 jährige Hexe raubt mir derzeit den letzten Nerv...Es hat plötzlich angefangen, zwar gab es früher hin und wieder Phasen,in der sie über die Stränge geschlagen hat,aber so wie jetzt war es noch nie...Ich weiß nicht ob ich richtig reagiere oder nicht,deswegen würde ich gerne wissen,was ihr tut wenn es einfach reicht und es genug ist. Bestraft ihr eure Kids?Sprecht ihr Verbote aus?Wenn ja, welche und wie lange?Habt ihr DEN Tipp?Bin über alles denkbar.

Liebe Grüße,eure Diamond
Skorpi
5918 Beiträge
09.09.2019 14:03
Wenn meine Kinder bocken und zicken, lasse ich sie eben. Ich gehe dann meist einfach nicht drauf ein. Das wird ihnen dann schnell zu langweilig und sie beruhigen sich wieder. Manchmal vergessen sie dann auch, dass sie ja eigentlich bocken und werden dann von irgendwas abgelenkt.

Sturmtochter
1023 Beiträge
09.09.2019 14:27
Mit Ruhe und Verständnis. Meistens bockt und zickt meine Tochter, wenn das Problem wo ganz anders liegt, als es akut den Anschein hat. Je anstrengender sie ist, desto mehr Liebes- und Ruhebedarf hat sie. Wir kuscheln und reden...
Finia20
631 Beiträge
09.09.2019 14:34
Willkommen in der Zahnlückenpubertät

In solchen Phasen hilft nur reden, reden und nochmal reden.
Außerdem viel Liebe und Verständnis. Sie will dich nicht ärgern mit ihrem Verhalten, sondern ganz oft ist es eher der Fall das sie gerade selber nicht wissen warum sie auf einmal bocken, rumschreien oder weinen
Bei den einen Kindern ist es etwas mehr und bei den anderen weniger ausgeprägt
Valerya
1510 Beiträge
09.09.2019 14:36
Ich lasse meine Tochter (7) dann einfach in Ruhe und warte ab. Finde das in solch einer Situation Verbote und Strafen gar nichts bringen. Nach einer Weile ist dann wieder ihre Welt in Ordnung. Sie braucht dann einfach nur Ruhe und Verständnis für ihre Situation.

Lg
Aduja
27179 Beiträge
09.09.2019 15:05
Deine Tochter kommt jetzt auch in die Schule, oder?
Meine Große war in den letzten Ferienwochen auch unausstehlich. Und auch jetzt ist noch keine Alltag eingekehrt. Wir haben jetzt anderthalb Wochen Schule hinter uns.
Dasist eine enorme Umstellung für sie und ich versuche es abzufangen, ihr den Raum zu geben um traurig oder wütend zu sein und es nicht zu sehr zu thematisieren.
Aduja
27179 Beiträge
09.09.2019 15:07
Ach ja und achte darauf, dass du für dich Ruhepausen hast, damit du dich dadurch nicht allzu sehr aus der Ruhe bringen lässt. Gefühle auffangen und aushalten ist sau anstrengend.
Titania
4084 Beiträge
09.09.2019 15:28
es kommt darauf an. Wird es mir zu zickig, dann sage ich es ihr auch, dass ich das nicht gut finde.
Jeder hat seine Grenzen und wenn diese überschritten sind, dann darf der andere es auch erfahren, auch das eigene Kind. Erfährt sie bei anderen schließlich auch. Ich finde nicht, dass man immer wieder durchatmen muss, manchmal ist ein klärendes Gespräch befreiender
ella1804
442 Beiträge
09.09.2019 15:36
Kommt sie gerade in die Schule?
Das war hier zu der Zeit auch ganz schlimm, obwohl sie sonst eigentlich recht umgänglich war.
Die Umstellung ist halt enorm. Das beruhigt sich mit der Zeit wieder. Meine ist mittlerweile 8 Jahre und es gibt gute und schlechte Phasen

In der Regel versuchen wir schon mit Verständnis zu reagieren, je nach eigenem Gemütszustand klappt das mal gut und mal weniger, weil das bei ihr dann echt von Null auf hundert geht, wegen teilweise banalen Kleinigkeiten.
Großartig Strafen gab es allerdings nicht, wenn dann so Sachen das sie erst zu ihrer Freundin darf, wenn die Hausaufgaben erledigt sind.
Ansonsten bekommt sie öfter Exclusiv Zeit, wir machen was alleine ohne den kleinen Bruder oder wir spielen abends noch auf ihren Wunsch ein Brettspiel, während der Papa das Brüderchen ins Bett bringt.
Denn meist kommen solche Phasen, wenn sie müde, kaputt ist oder einfach viel für die Schule ansteht, Mathe üben, lernen für Arbeiten...zu wenig Schlaf weil sie abends ewig rum wuselt. Wenn ich dann noch gestresst bin, schaukelt sich das eben hoch.
Dazu entwickeln sie ihren eigenen Kopf, haben eigene Vorstellungen...durchhalten! Denn eigentlich auch schön anzusehen wie sie gerade in der Zeit innerlich wachsen und auch über sich hinaus wachsen
Juliane2011
3301 Beiträge
09.09.2019 15:50
Unser Großer kann das an manchen Tagen sehr gut. Er hat halt meinen Sturkopf. Aber auch der Mittlere hat so Tage. Aber ganz ehrlich, wir Erwachsenen haben ja auch Tage an denen wir mal mies drauf sind. Unser Mittlerer zb braucht dann ganz viele Kuscheleinheiten, das hilft ihm runter zukommen. Der Große hingegen braucht dann wirklich seinen Freiraum und den bekommt er auch. Meistens kommt er dann von ganz alleine entschuldigt sich und wir reden drüber. So fahren wir am besten. Klar gab's auch mal Situation an denen mir dann der Kragen geplatzt ist und ich mal lauter wurde, aber dann blockiert er komplett. Ergo bleibe ich ruhig, lass ihn erstmal wieder runterfahren und dann sprechen wir eben.
MissDiamond
480 Beiträge
09.09.2019 15:51
Genau,sie wird am Freitag eingeschult,an diese tolle Zahnlücken/Vorschulpupertät dachte ich auch schon,dann wird es das sein.

Ich habe jetzt auch gemerkt das ich für ihre Situation mehr Verständnis haben muss,ihr aber auch klar sage,dass was ich nicht in Ordnung finde,wir sprechen uns aus und dann ist erstmal gut, woran ich noch etwas zum knabbern habe ist,dass das reden nur vorrübergehend wirkt,und sie es am nächsten Tag wieder "vergessen" hat,aber das scheint wohl normal zu sein?

Wenn es jedoch zu viel wird dann gehe ich auch und gönne mir die Ruhe,also das mache ich dann,dass bekommt uns beiden gut

Also muss ich das jetzt erstmal aussitzen,was? Ich freue mich ja schon sehr auf die richtige Pupertät
Elsilein
5112 Beiträge
09.09.2019 16:03
"Frech" ist bei uns so ein Stichwort. Mein Kind ist - nach meinem persönlichen und absolut subjektiven Empfinden als "liebende Mutter" - "angenehm frech" und kommt eher pfiffig als unverschämt daher. Wenn er mich mal wieder mit seiner Schlagfertigkeit überrascht, kontere ich gerne mit einem flapsigen Spruch oder "bestrafe" ihn mit einer Kitzelattacke oder einer Runde "Ohren langziehen" (natürlich nicht wirklich, sondern nur spielerisch und ohne Gewaltausbrüche). Mir ist klar, dass ich sein Verhalten damit verstärken, aber das ist dann in Ordnung so.

Wenn der Ton aber zu scharf und unfreundlich wird oder sich nicht gegen nahe Angehörige, sondern Außenstehende richtet, lässt meine Gelassenheit deutlich nach. Da erwarte ich dann ganz klar eine Besserung und je nach Situation auch eine Entschuldigung. Mein Sohn kann mittlerweile eigentlich ganz gut reflektieren, wenn er über die Strenge geschlagen ist.
Ich habe dafür auch schon Konsequenzen angesetzt, wenn ich das Gefühl hatte, dass sein Ton nachhaltig zu wünschen übrig lässt. Diese werden bei mir dann auch durchgezogen. Ich drohe nix an, was ich nicht auch in die Tat umsetzen kann oder will.

Anders ist es, wenn mein Kind dauerhaft weinerlich, motzig oder impulsiv ist. Wenn es so weit ist, dass er sich gar nicht mehr kontrollieren oder ausdrücken kann, braucht er keine Konsequenzen, sondern viel Verständnis und Zuneigung. Fällt zwar nicht immer leicht (besonders dann nicht, wenn ich diejenige bin, die schlechte Laune abbekommt), aber mit Härte und Konsequenz kommt man da einfach nicht weiter, denn zumeist steht große emotionale Not (natürlich relativ gesehen für die Lebenswelt eines Sechsjährigen) dahinter.
Wir versuchen dann zusammen herauszufinden, was ihn so geärgert hat und die Ursache irgendwie "aufzuarbeiten" oder zu besprechen.
LIttleOne13
25863 Beiträge
10.09.2019 08:10
Zitat von Elsilein:

"Frech" ist bei uns so ein Stichwort. Mein Kind ist - nach meinem persönlichen und absolut subjektiven Empfinden als "liebende Mutter" - "angenehm frech" und kommt eher pfiffig als unverschämt daher. Wenn er mich mal wieder mit seiner Schlagfertigkeit überrascht, kontere ich gerne mit einem flapsigen Spruch oder "bestrafe" ihn mit einer Kitzelattacke oder einer Runde "Ohren langziehen" (natürlich nicht wirklich, sondern nur spielerisch und ohne Gewaltausbrüche). Mir ist klar, dass ich sein Verhalten damit verstärken, aber das ist dann in Ordnung so.

Wenn der Ton aber zu scharf und unfreundlich wird oder sich nicht gegen nahe Angehörige, sondern Außenstehende richtet, lässt meine Gelassenheit deutlich nach. Da erwarte ich dann ganz klar eine Besserung und je nach Situation auch eine Entschuldigung. Mein Sohn kann mittlerweile eigentlich ganz gut reflektieren, wenn er über die Strenge geschlagen ist.
Ich habe dafür auch schon Konsequenzen angesetzt, wenn ich das Gefühl hatte, dass sein Ton nachhaltig zu wünschen übrig lässt. Diese werden bei mir dann auch durchgezogen. Ich drohe nix an, was ich nicht auch in die Tat umsetzen kann oder will.

Anders ist es, wenn mein Kind dauerhaft weinerlich, motzig oder impulsiv ist. Wenn es so weit ist, dass er sich gar nicht mehr kontrollieren oder ausdrücken kann, braucht er keine Konsequenzen, sondern viel Verständnis und Zuneigung. Fällt zwar nicht immer leicht (besonders dann nicht, wenn ich diejenige bin, die schlechte Laune abbekommt), aber mit Härte und Konsequenz kommt man da einfach nicht weiter, denn zumeist steht große emotionale Not (natürlich relativ gesehen für die Lebenswelt eines Sechsjährigen) dahinter.
Wir versuchen dann zusammen herauszufinden, was ihn so geärgert hat und die Ursache irgendwie "aufzuarbeiten" oder zu besprechen.

Schön differenziert so ist es hier auch.
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