18jähriger bekommt sein Leben nicht auf die Reihe
21.08.2026 17:12
Hallo.
Ich muss mir mal meine Sorgen von der Seele schreiben.
Mein Sohn macht einfach nichts.
2 Lehrstellen abgebrochen.
Kurs vom Arbeitsamt abgebrochen.
Beziehung beendet, neue begonnen.
Sein Sparbuch leergeräumt.
Er schläft bis Mittags, macht sich fertig und fährt bis abends weg.
Hatte ihn bereits einmal rausgeworfen, da hatte er einen kompletten Drogenabsturz.
Aktuell ist es "nur" kiffen, das aber täglich.
Keine Ahnung wie er es finanziert, momentan bekommt er gar kein Geld.
Er war nie einfach, hat auch jahrelang Psychotherapie hinter sich und Depressionen.
Es ist für uns Alle unerträglich zu Hause.
Ich bringe es nicht übers Herz ihn endgültig rauszuwerfen.
Meine aktuelle Idee ist:Informieren ob die Möglichkeit besteht, dass er einen Betreuer gestellt bekommt.
Keine Ahnung ob das realistisch ist.
Was ich mir hier erhoffe?
Tipps und Ratschläge, ehrlich, neutral und ungefiltert.
Dankeschön
Ich muss mir mal meine Sorgen von der Seele schreiben.
Mein Sohn macht einfach nichts.
2 Lehrstellen abgebrochen.
Kurs vom Arbeitsamt abgebrochen.
Beziehung beendet, neue begonnen.
Sein Sparbuch leergeräumt.
Er schläft bis Mittags, macht sich fertig und fährt bis abends weg.
Hatte ihn bereits einmal rausgeworfen, da hatte er einen kompletten Drogenabsturz.
Aktuell ist es "nur" kiffen, das aber täglich.
Keine Ahnung wie er es finanziert, momentan bekommt er gar kein Geld.
Er war nie einfach, hat auch jahrelang Psychotherapie hinter sich und Depressionen.
Es ist für uns Alle unerträglich zu Hause.
Ich bringe es nicht übers Herz ihn endgültig rauszuwerfen.
Meine aktuelle Idee ist:Informieren ob die Möglichkeit besteht, dass er einen Betreuer gestellt bekommt.
Keine Ahnung ob das realistisch ist.
Was ich mir hier erhoffe?
Tipps und Ratschläge, ehrlich, neutral und ungefiltert.
Dankeschön
Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:
Mich hier viele kennen und ich meinen Sohn schützen möchte
21.08.2026 19:23
Zitat von Arielle30:
Hast du dich schon bei Beratungsstellen informiert?
Das ist der nächste Schritt.
Mit der Caritas stehe ich per Mail in Kontakt.
Ich kenne mich wirklich absolut nicht aus mit sowas und weiß nicht wo der Anfang ist.
21.08.2026 19:27
Ich kenne so was ähnliches aus dem Bekannten Kreis. Da kam aber noch dazu dass sich, in diesem Fal, die Tochter und ihre Mutter nicht ausstehen konnten (Beschimpfungen, Vorwürfe, schlimme Worte etc).
Ich kann nur für diesen Fall berichten, dass ein Rauswurf nicht geholfen hat (außer der Mutter, sie war froh dass sie Ruhe hatte
).
Geholfen haben dann tatsächlich Personen (Verwandte und Freunde), der der jungen Frau zugehört und Unterstützung (kein Geld) angeboten haben und an die richtigen Stellen bzgl. Beratung (in diesem Fall ein sehr guter und kompetenter Arzt) verwiesen und gar begleitet haben. Erst dadurch konnte ein Weg zur Therapie und letztendlich Ausbildung eröffnet werden.
Ich denke, so schwer das Durchhalten und Durchstehen in dieser Situation auch ist, die "Kinder" brauchen Hilfe dabei sich an die richtigen Stellen zu wenden.
....das nur als Beispiel.
Aber ja, Beratungsstellen kontaktieren würde ich auch vorschlagen
Edit: vielleicht hat ja ein Verwandter ein "besseren" Draht zu ihm. Falls dein Sohn deine Hilfe nicht möchte
Alles Gute und gutes Durchhalten
Ich kann nur für diesen Fall berichten, dass ein Rauswurf nicht geholfen hat (außer der Mutter, sie war froh dass sie Ruhe hatte
). Geholfen haben dann tatsächlich Personen (Verwandte und Freunde), der der jungen Frau zugehört und Unterstützung (kein Geld) angeboten haben und an die richtigen Stellen bzgl. Beratung (in diesem Fall ein sehr guter und kompetenter Arzt) verwiesen und gar begleitet haben. Erst dadurch konnte ein Weg zur Therapie und letztendlich Ausbildung eröffnet werden.
Ich denke, so schwer das Durchhalten und Durchstehen in dieser Situation auch ist, die "Kinder" brauchen Hilfe dabei sich an die richtigen Stellen zu wenden.
....das nur als Beispiel.
Aber ja, Beratungsstellen kontaktieren würde ich auch vorschlagen
Edit: vielleicht hat ja ein Verwandter ein "besseren" Draht zu ihm. Falls dein Sohn deine Hilfe nicht möchte
Alles Gute und gutes Durchhalten
21.08.2026 20:48
Hat dein Sohn Diagnosen in Richtung Adhs/Autismus?
Ich frage, weil ich eine ähnliche Vergangenheit habe. Zig Schulwechsel, 3 abgebrochene Ausbildungen, Depressionen, vermeintliche Essstörung, ebenfalls Drogenkonsum.
Jahrelang Therapie, Antidepressiva haben nicht geholfen.
Meine Mutter war verzweifelt. Ich auch, weil ich selbst nicht wusste was mit mir los ist.
Im Erwachsenenalter durch die Adhs Diagnosen meiner Kids viel wiedererkannt und selbst getestet. Diagnose Adhs und Autismus. Richtige Medikamente bekommen und seit Jahren geht es mir das erste Mal gut und ich bekomme meinen Alltag in den Griff ohne das Gefühl zu haben zu ertrinken.
Vielleicht wäre das ein Ansatz?
Ich frage, weil ich eine ähnliche Vergangenheit habe. Zig Schulwechsel, 3 abgebrochene Ausbildungen, Depressionen, vermeintliche Essstörung, ebenfalls Drogenkonsum.
Jahrelang Therapie, Antidepressiva haben nicht geholfen.
Meine Mutter war verzweifelt. Ich auch, weil ich selbst nicht wusste was mit mir los ist.
Im Erwachsenenalter durch die Adhs Diagnosen meiner Kids viel wiedererkannt und selbst getestet. Diagnose Adhs und Autismus. Richtige Medikamente bekommen und seit Jahren geht es mir das erste Mal gut und ich bekomme meinen Alltag in den Griff ohne das Gefühl zu haben zu ertrinken.
Vielleicht wäre das ein Ansatz?
22.08.2026 17:30
Diagnosen hat er seit der Grundschule.
ADHS, auditive Wahrnehmung und Verarbeitungsstörung, mangelndes Selbstbewusstsein.
Er hat ein paar Jahre Medikinet genommen, es aber mit dem Schulabschluss vor knapp 2 Jahren abgesetzt. Zur Therapie geht er seit April 2025 nicht mehr, angeblich würde er aber wieder auf Wartelisten stehen.
Ich habe ihm angeboten mit ihm zusammen zb zum Arbeitsamt zu gehen. Möchte er nicht.
In der Familie kennt außer meiner Mutter niemand die Situation.
Ich denke auch wir brauchen Abstand.
Aber wir wissen Alle, dass er es aktuell alleine nicht schaffen würde. Davon abgesehen hat er ja auch kein Geld
ADHS, auditive Wahrnehmung und Verarbeitungsstörung, mangelndes Selbstbewusstsein.
Er hat ein paar Jahre Medikinet genommen, es aber mit dem Schulabschluss vor knapp 2 Jahren abgesetzt. Zur Therapie geht er seit April 2025 nicht mehr, angeblich würde er aber wieder auf Wartelisten stehen.
Ich habe ihm angeboten mit ihm zusammen zb zum Arbeitsamt zu gehen. Möchte er nicht.
In der Familie kennt außer meiner Mutter niemand die Situation.
Ich denke auch wir brauchen Abstand.
Aber wir wissen Alle, dass er es aktuell alleine nicht schaffen würde. Davon abgesehen hat er ja auch kein Geld
23.08.2026 08:43
Zitat von Anonym 1 (21244:
Diagnosen hat er seit der Grundschule.
ADHS, auditive Wahrnehmung und Verarbeitungsstörung, mangelndes Selbstbewusstsein.
Er hat ein paar Jahre Medikinet genommen, es aber mit dem Schulabschluss vor knapp 2 Jahren abgesetzt. Zur Therapie geht er seit April 2025 nicht mehr, angeblich würde er aber wieder auf Wartelisten stehen.
Ich habe ihm angeboten mit ihm zusammen zb zum Arbeitsamt zu gehen. Möchte er nicht.
In der Familie kennt außer meiner Mutter niemand die Situation.
Ich denke auch wir brauchen Abstand.
Aber wir wissen Alle, dass er es aktuell alleine nicht schaffen würde. Davon abgesehen hat er ja auch kein Geld
Habt ihr mal geschaut, ob es bei euch irgendwo betreutes Wohnen für junge Erwachsene gibt? Da werden die jungen Erwachsenen dabei unterstützt 1. eigenständig zurecht zu kommen und 2. pädagogisch unterstützt. Kann man beim Jugendamt anfragen. Ansonsten gibts auch für 18 Jährige noch die Möglichkeit einer Sozialpädagogischen Familienhilfe oder Erziehungsbeistandschaft. Darüber kann man auch Unterstützung bekommen. Traut euch und fragt mal beim Jugendamt, welche Möglichkeiten es vor Ort gibt <3
23.08.2026 09:08
Eine Familienhilfe hatten wir auch schon für ca 2 Jahre. Wurde vom Jugendamt dann nicht mehr länger bewilligt.
Das Problem ist ganz einfach, freiwillig wird er in keine Einrichtung gehen.
Aber ich werde mich jetzt intensiv mit allen möglichen Stellen zusammen setzen.
Irgendwie muss ich ihm doch helfen können.
Er ist wirklich ein toller Mensch.
Ein hübscher, hilfsbereiter, netter junger Mann.
Ich kann ja nicht immer nur negativ schreiben.
Das Problem ist ganz einfach, freiwillig wird er in keine Einrichtung gehen.
Aber ich werde mich jetzt intensiv mit allen möglichen Stellen zusammen setzen.
Irgendwie muss ich ihm doch helfen können.
Er ist wirklich ein toller Mensch.
Ein hübscher, hilfsbereiter, netter junger Mann.
Ich kann ja nicht immer nur negativ schreiben.
23.08.2026 16:29
Gibts etwas, was ihn interessiert? Was sind seine Träume? Was will er mal erreichen? Vielleicht steckt er gerade fest und weiss nicht wo hin. Vielleicht hilft es daher, eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Oder er braucht etwas Zeit, seine Richtung zu finden. Hatte in dem Alter auch grosse Mühe, meinen Weg zu finden und nach abgebrochener Ausbildung und einen etwas „abgestürzen“ Beginn ins Erwachsenenalter
Ich denke, das beste wäre, noch abzuwarten, ob da noch etwas kommt. 18 ist noch so jung, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Bei mir gings erst mit etwa 22 dann wieder bergauf.
Ich denke, das beste wäre, noch abzuwarten, ob da noch etwas kommt. 18 ist noch so jung, um auf eigenen Beinen stehen zu können. Bei mir gings erst mit etwa 22 dann wieder bergauf.
23.08.2026 18:01
Ich würde das Zuhause wohnen und von Mutti versorgt werden aber an Bedingungen knüpfen - Drogenberatung sowie Therapie! Ausbildung und Job wäre erstmal zweitrangig, aber das Drogenproblem sowie seine Antriebslosigkeit muss er in den Griff bekommen.
Das faule Lotterleben würde ich nicht unterstützen.
Das faule Lotterleben würde ich nicht unterstützen.
24.08.2026 14:02
Ich habe heute vor der Arbeit den Hund übernommen, er sollte gegen Mittag nochmal mit ihm in den Garten.
Ich komme gerade von der Arbeit und mein Sohn schläft noch. Wollte ihm gerade ein paar Aufgaben für heute geben. Seine Antwort :Ich geh jetzt schnell duschen, in 30 min fährt mein Bus.
Es ist ihm einfach egal was ich sage.
Als ich ihm sagte, dass er ab morgen Tagesaufgaben bekommt die erledigt sein müssen bevor er weg geht ist er aufgestanden und gegangen.
Ich will nicht, dass jedes Gespräch mit ihm im Streit endet.
Aber ich kann ihm doch auch nicht Alles durchgehen lassen.
24.08.2026 17:48
Es gibt seit Jahren Probleme und verschiedene Diagnosen. Ich denke der Zug ohne richtigen Cut ist mehr oder weniger abgefahren. Er nimmt dich nicht für voll. Warum auch. Da er über 18 ist hast du keine Handhabe mehr groß.
Informiere dich bei Beratungsstellen was es für Möglichkeiten für ihn gibt. Wohngruppen, Therapien, Berufswahlprogramme. Nimm ihn mit zu diesen Gesprächen. Wenn von seiner Seite keinerlei Bereitschaft zu irgendeiner Mitarbeit kommt hast du nur die Wahl zwischen hinnehmen und rausschmeissen. Zeig ihm Möglichkeiten, tüzeig ihn deine Unterstützung - aber mitmachen muss er selber sonst wird das nichts.
Informiere dich bei Beratungsstellen was es für Möglichkeiten für ihn gibt. Wohngruppen, Therapien, Berufswahlprogramme. Nimm ihn mit zu diesen Gesprächen. Wenn von seiner Seite keinerlei Bereitschaft zu irgendeiner Mitarbeit kommt hast du nur die Wahl zwischen hinnehmen und rausschmeissen. Zeig ihm Möglichkeiten, tüzeig ihn deine Unterstützung - aber mitmachen muss er selber sonst wird das nichts.
30.08.2026 18:27
Zitat von Anonym 1 (21244:
Hallo.
Ich muss mir mal meine Sorgen von der Seele schreiben.
Mein Sohn macht einfach nichts.
2 Lehrstellen abgebrochen.
Kurs vom Arbeitsamt abgebrochen.
Beziehung beendet, neue begonnen.
Sein Sparbuch leergeräumt.
Er schläft bis Mittags, macht sich fertig und fährt bis abends weg.
Hatte ihn bereits einmal rausgeworfen, da hatte er einen kompletten Drogenabsturz.
Aktuell ist es "nur" kiffen, das aber täglich.
Keine Ahnung wie er es finanziert, momentan bekommt er gar kein Geld.
Er war nie einfach, hat auch jahrelang Psychotherapie hinter sich und Depressionen.
Es ist für uns Alle unerträglich zu Hause.
Ich bringe es nicht übers Herz ihn endgültig rauszuwerfen.
Meine aktuelle Idee ist:Informieren ob die Möglichkeit besteht, dass er einen Betreuer gestellt bekommt.
Keine Ahnung ob das realistisch ist.
Was ich mir hier erhoffe?
Tipps und Ratschläge, ehrlich, neutral und ungefiltert.
Dankeschön
Von welchem Geld kifft er? Sämtliche Hähne zudrehen, Bargeld nur das nötigste, Regeln aufstellen und ganz klar einhalten, Beratung vom Jugendamt in Anspruch nehmen etc
30.08.2026 18:31
Zitat von Anonym 1 (21244:
Ich habe heute vor der Arbeit den Hund übernommen, er sollte gegen Mittag nochmal mit ihm in den Garten.
Ich komme gerade von der Arbeit und mein Sohn schläft noch. Wollte ihm gerade ein paar Aufgaben für heute geben. Seine Antwort :Ich geh jetzt schnell duschen, in 30 min fährt mein Bus.
Es ist ihm einfach egal was ich sage.
Als ich ihm sagte, dass er ab morgen Tagesaufgaben bekommt die erledigt sein müssen bevor er weg geht ist er aufgestanden und gegangen.
Ich will nicht, dass jedes Gespräch mit ihm im Streit endet.
Aber ich kann ihm doch auch nicht Alles durchgehen lassen.
Grenzen setzen, Regeln. Und nutzt das nix muss er seinem Weg eben alleine gehen. Klingt hart, ist aber etwas was sich für hilft.
Und auf lange Sicht ihm! Er weiß dass er statt Drogen besser sein Medikinet nehmen sollte, er weiß er muss zur Therapie y er weiß dass er antriebslos ist. Aber keiner kann ihn retten und solange andere sein Verhalten mit tragen, warum sollte er was ändern?
30.08.2026 20:22
Zitat von Mimiminime:
Zitat von Anonym 1 (21244:
Ich habe heute vor der Arbeit den Hund übernommen, er sollte gegen Mittag nochmal mit ihm in den Garten.
Ich komme gerade von der Arbeit und mein Sohn schläft noch. Wollte ihm gerade ein paar Aufgaben für heute geben. Seine Antwort :Ich geh jetzt schnell duschen, in 30 min fährt mein Bus.
Es ist ihm einfach egal was ich sage.
Als ich ihm sagte, dass er ab morgen Tagesaufgaben bekommt die erledigt sein müssen bevor er weg geht ist er aufgestanden und gegangen.
Ich will nicht, dass jedes Gespräch mit ihm im Streit endet.
Aber ich kann ihm doch auch nicht Alles durchgehen lassen.
Grenzen setzen, Regeln. Und nutzt das nix muss er seinem Weg eben alleine gehen. Klingt hart, ist aber etwas was sich für hilft.
Und auf lange Sicht ihm! Er weiß dass er statt Drogen besser sein Medikinet nehmen sollte, er weiß er muss zur Therapie y er weiß dass er antriebslos ist. Aber keiner kann ihn retten und solange andere sein Verhalten mit tragen, warum sollte er was ändern?![]()
Das kann halt auch nach hinten losgehen.
Ich bin grundsätzlich bei dir, aber wenn's um Drogen geht, treiben sich Menschen im Zweifelsfall auch mal das Geld irgendwo auf. Das ist ne Abhängigkeit
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