Mütter- und Schwangerenforum

Kind ist "respektlos"

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07.05.2015 18:49
Hallo,

Meine Stieftochter geht in die zweite Klasse, in ihre Klasse isT ein Mädchen im Rollstuhl für drei Tage auf Besuch gekommen. Gestern hat sie zu mir gemeint dass sie froh ist wenn das Mädchen wieder weg ist, da hab ich sie gefragt warum. Sie meinte dann weil sie behinderte Menschen nicht mag. Ich war so schockiert über diese Aussage und meinte zu ihr dass sie auch in den Rollstuhl muss wenn sie nen doofen Unfall hat, dass das jedem passieren kann. Und wenn sie leute im Rollstuhl nicht mag, darf sie sich bei Oma nicht so einschleimen. Ihre Oma also meine Mutter ist auch im Rollstuhl, ich habe es dann meinem Mann gesagt und wir haben eben mit ihr geredet. Erst zum Schluss wie wir ihr aufgezählt haben was ein Mensch im Rollstuhl nicht machen kann was für sie selbstverständlich ist, würde sie etwas einsichtig. Wir wissen nicht woher das kommt, sie war so nicht, früher hat sie immer alles interessiert war neugierig und ist auf Menschen zugegangen.....

Wir sind natürlich am überlegen wie wir ihr das Thema behinderte verständlicher machen, und sie mit offeneren Augen durch die Straßen läuft ins die Menschen nicht nur auf das äußere urteilen lässt. Wisst ihr wie ich mein? Habt ihr Tipps? Ich dachte mir sie mal für einen ta in den Rollstuhl setzten damit sie spürt wie das ist, von der Idee hält aber mein Mann nichts, er meint das ist zu krass.....
KratzeKatze
6125 Beiträge
07.05.2015 18:57
Zitat von Vollblutmami:

Hallo,

Meine Stieftochter geht in die zweite Klasse, in ihre Klasse isT ein Mädchen im Rollstuhl für drei Tage auf Besuch gekommen. Gestern hat sie zu mir gemeint dass sie froh ist wenn das Mädchen wieder weg ist, da hab ich sie gefragt warum. Sie meinte dann weil sie behinderte Menschen nicht mag. Ich war so schockiert über diese Aussage und meinte zu ihr dass sie auch in den Rollstuhl muss wenn sie nen doofen Unfall hat, dass das jedem passieren kann. Und wenn sie leute im Rollstuhl nicht mag, darf sie sich bei Oma nicht so einschleimen. Ihre Oma also meine Mutter ist auch im Rollstuhl, ich habe es dann meinem Mann gesagt und wir haben eben mit ihr geredet. Erst zum Schluss wie wir ihr aufgezählt haben was ein Mensch im Rollstuhl nicht machen kann was für sie selbstverständlich ist, würde sie etwas einsichtig. Wir wissen nicht woher das kommt, sie war so nicht, früher hat sie immer alles interessiert war neugierig und ist auf Menschen zugegangen.....

Wir sind natürlich am überlegen wie wir ihr das Thema behinderte verständlicher machen, und sie mit offeneren Augen durch die Straßen läuft ins die Menschen nicht nur auf das äußere urteilen lässt. Wisst ihr wie ich mein? Habt ihr Tipps? Ich dachte mir sie mal für einen ta in den Rollstuhl setzten damit sie spürt wie das ist, von der Idee hält aber mein Mann nichts, er meint das ist zu krass.....


wie alt ist deine Tochter?

wolkenschaf
11197 Beiträge
07.05.2015 19:02
Ich vermute mal, sie hat das irgendwo aufgeschnappt. Vielleicht hat sich ein anderes Kind in der Schule so geäußert. Von allein kommt ein Kind normalerweise nicht auf sowas.
Abgesehen davon, ist es aber auch ganz normal, dass Kinder erkennen, wenn etwas anders ist und das auch erstmal komisch finden und Fragen stellen. Hier ist Aufklärung angesagt, aber nicht durch so krasse Aktionen, wie selbst in den Rollstuhl setzen. Normalerweise reicht da reden und erklären aus.
07.05.2015 19:05
Zitat von KratzeKatze:

Zitat von Vollblutmami:

Hallo,

Meine Stieftochter geht in die zweite Klasse, in ihre Klasse isT ein Mädchen im Rollstuhl für drei Tage auf Besuch gekommen. Gestern hat sie zu mir gemeint dass sie froh ist wenn das Mädchen wieder weg ist, da hab ich sie gefragt warum. Sie meinte dann weil sie behinderte Menschen nicht mag. Ich war so schockiert über diese Aussage und meinte zu ihr dass sie auch in den Rollstuhl muss wenn sie nen doofen Unfall hat, dass das jedem passieren kann. Und wenn sie leute im Rollstuhl nicht mag, darf sie sich bei Oma nicht so einschleimen. Ihre Oma also meine Mutter ist auch im Rollstuhl, ich habe es dann meinem Mann gesagt und wir haben eben mit ihr geredet. Erst zum Schluss wie wir ihr aufgezählt haben was ein Mensch im Rollstuhl nicht machen kann was für sie selbstverständlich ist, würde sie etwas einsichtig. Wir wissen nicht woher das kommt, sie war so nicht, früher hat sie immer alles interessiert war neugierig und ist auf Menschen zugegangen.....

Wir sind natürlich am überlegen wie wir ihr das Thema behinderte verständlicher machen, und sie mit offeneren Augen durch die Straßen läuft ins die Menschen nicht nur auf das äußere urteilen lässt. Wisst ihr wie ich mein? Habt ihr Tipps? Ich dachte mir sie mal für einen ta in den Rollstuhl setzten damit sie spürt wie das ist, von der Idee hält aber mein Mann nichts, er meint das ist zu krass.....


wie alt ist deine Tochter?


Sie wird jetzt im August 8. ich finde es halt krass weil wie gesagt ihre oma auch im Rollstuhl ist
Niji
32323 Beiträge
07.05.2015 19:05
ich hab letztens hier von einer dritten klasse gelesen, die einen rollstuhltag gemacht haben. also da waren dann alle kinder einen tag im wollstuhl und haben auch ganz viel dabei gelernt und wissen somit dann wie und was da anders ist (natürlich nur ein mini einblick und sehr begrenzt, da ja "nur" nicht laufen). schlagt sowas doch mal für die schule vor.
hier gibts in einem museum auch einen parcours wo man mit dem rollstuhl langfahren kann und merkt was alles schon zu einem riesen hindernis werden kann
Tigger90
3736 Beiträge
07.05.2015 19:15
Zitat von Niji:

ich hab letztens hier von einer dritten klasse gelesen, die einen rollstuhltag gemacht haben. also da waren dann alle kinder einen tag im wollstuhl und haben auch ganz viel dabei gelernt und wissen somit dann wie und was da anders ist (natürlich nur ein mini einblick und sehr begrenzt, da ja "nur" nicht laufen). schlagt sowas doch mal für die schule vor.
hier gibts in einem museum auch einen parcours wo man mit dem rollstuhl langfahren kann und merkt was alles schon zu einem riesen hindernis werden kann


Die Idee finde ich super. Da wirkt das im Rollstuhl sitzen auch nicht wie eine Bestrafung, sondern eben wie ein Perspektivwechsel.

Ich denke auch, dass sie das irgendwie bei anderen aufgeschnappt hat. Es gibt ja immer noch sehr viel Ablehnung gegenüber Menschen, die, wie auch immer, von der "Norm" abweichen.

Und noch ein Tipp. Anstatt aufzuzählen, was ein Mensch/Kind im Rollstuhl NICHT kann, sollte man es genau anders rum machen. Was kann dieser Mensch trotz der Einschränkungen, die er hat? Oft unterschätzt man nämlich, was Menschen alles schaffen können, obwohl sie z.B. im Rollstuhl sitzen oder eine geistige Behinderung haben.
07.05.2015 19:25
So ein Rollstuhltag gab es bei m re früher in der Schule, dort wurden aber unsere Beine an den Rollstuhl fest gebunden. Ich werde mich mal erkundigen ob es sowas auch bei uns gibt. Habt ihr vielleicht noch zusätzliche Ideen?
Tigger90
3736 Beiträge
07.05.2015 19:40
Zitat von Vollblutmami:

So ein Rollstuhltag gab es bei m re früher in der Schule, dort wurden aber unsere Beine an den Rollstuhl fest gebunden. Ich werde mich mal erkundigen ob es sowas auch bei uns gibt. Habt ihr vielleicht noch zusätzliche Ideen?


Also bei uns gibt es inklusive Ferienspiele. Soweit ich weiß zu jeden Ferien, aber vor allem im Sommer ganz groß. Da unternehmen dann behinderte und nichtbehinderte Kinder etwas zusammen. Schau doch mal bei dir, ob es sowas gibt. Diakonie wäre da wohl der Ansprechpartner.
07.05.2015 19:58
Zitat von Tigger90:

Zitat von Vollblutmami:

So ein Rollstuhltag gab es bei m re früher in der Schule, dort wurden aber unsere Beine an den Rollstuhl fest gebunden. Ich werde mich mal erkundigen ob es sowas auch bei uns gibt. Habt ihr vielleicht noch zusätzliche Ideen?


Also bei uns gibt es inklusive Ferienspiele. Soweit ich weiß zu jeden Ferien, aber vor allem im Sommer ganz groß. Da unternehmen dann behinderte und nichtbehinderte Kinder etwas zusammen. Schau doch mal bei dir, ob es sowas gibt. Diakonie wäre da wohl der Ansprechpartner.


Ja das ist eine super idee.... Da ruf ich mal an und frag nach
DasHerzBlut
441 Beiträge
07.05.2015 21:26
Menschen mit Behinderungen wirken auf Kinder oft befremdlich.
Generell Menschen die anders sind.
Mein Kleiner hat letztens im Bus einen Farbigen Mann gesehen und lautstark gesagt, er solle sich mal waschen. Dabei klang er so anlagend, dass mir das Lachen verkneifen echt schwer gefallen ist. ^^
Aber natürlich verstehe ich sehr gut was du meinst. Ich habe meinen Jungs dann auch erklärt, was es damit auf sich hat.

Deine Tochter ist ja schon etwas älter ( - im übrigen finde ich es ganz schrecklich ein Kind mit "Stief" zu betiteln, selbst wenn es nicht das leibliche Kind ist... ) sie kann das alles sicher leichter verstehen und da kann man auch tiefer ins Thema hinein gehen.
Es gibt ja nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern viele Behinderungen.
Ich bin mir sicher mit ein paar Gesprächen und Einfühlsamvermögen, wird sie sehr schnell lernen, wie schwer es sein kann, eine Behinderung zu haben und dass diese Menschen Respekt verdienen.

Ich finde es aber auch wichtig zu vermitteln, dass ein Mensch immer ein Mensch ist, ganz gleich welches Handycap er hat, oder eben nicht hat.

(So bedauerlich es ist, viele bekommen ungewolltes Mitleid und fühlen sich allein deswegen schon untersetzt, dabei will er als Mensch betrachtet werden, anhand seines Charakters.. nicht anhand seiner Behinderung)

Und ohne es böse zu meinen, auch Behinderte können bösartige Charakter haben.
Soll heißen, gesunder Respekt und ein wenig Nachsicht sind nie falsch, aber man darf das einzelne Wesen nicht aus dem Blick verlieren.

Zu der Rollstuhl-Tag-Sache... als Strafe? Nein. Es würde sicherlich die Abneigung fördern.
Mit Spaß verknüpft, als Perspektivenwechsel könnte es aber klappen.

Beobachte auch mal das Umfeld der Kleinen. Oftmals sind solche charakterliche Änderungen Auswirkungen von Anderen...

Ich denke du schaffst das schon
Ostseekind09
10292 Beiträge
07.05.2015 21:36
ich finde es eher doof das Thema noch mehr zu dramatisieren. ich mag keine Albinos oder so richtig rothaarige Menschen. ist halt so und dennoch zeige ich ihnen Respekt.

ich würde vor allem keine Defizite aufzählen damit sie Mitleid hat, sondern mit mehreren Kindern einen Spielenachmittag organisieren. wenn alle sitzen gibt es keine Unterschiede. so einfach
BlödmannVomDienst
25017 Beiträge
07.05.2015 21:36
Zitat von Vollblutmami:

Hallo,

Meine Stieftochter geht in die zweite Klasse, in ihre Klasse isT ein Mädchen im Rollstuhl für drei Tage auf Besuch gekommen. Gestern hat sie zu mir gemeint dass sie froh ist wenn das Mädchen wieder weg ist, da hab ich sie gefragt warum. Sie meinte dann weil sie behinderte Menschen nicht mag. Ich war so schockiert über diese Aussage und meinte zu ihr dass sie auch in den Rollstuhl muss wenn sie nen doofen Unfall hat, dass das jedem passieren kann. Und wenn sie leute im Rollstuhl nicht mag, darf sie sich bei Oma nicht so einschleimen. Ihre Oma also meine Mutter ist auch im Rollstuhl, ich habe es dann meinem Mann gesagt und wir haben eben mit ihr geredet. Erst zum Schluss wie wir ihr aufgezählt haben was ein Mensch im Rollstuhl nicht machen kann was für sie selbstverständlich ist, würde sie etwas einsichtig. Wir wissen nicht woher das kommt, sie war so nicht, früher hat sie immer alles interessiert war neugierig und ist auf Menschen zugegangen.....

Wir sind natürlich am überlegen wie wir ihr das Thema behinderte verständlicher machen, und sie mit offeneren Augen durch die Straßen läuft ins die Menschen nicht nur auf das äußere urteilen lässt. Wisst ihr wie ich mein? Habt ihr Tipps? Ich dachte mir sie mal für einen ta in den Rollstuhl setzten damit sie spürt wie das ist, von der Idee hält aber mein Mann nichts, er meint das ist zu krass.....


Ja da muss ich mich deinem Mann anschließen.
Ich finde das eigentlich jetzt gar nicht sooooo respektlos. Sie hat lediglich gesagt, dass sie behinderte Menschen nicht mag. Was ist daran soooo schlimm?
Ich fühl mich in der Umgebung von behinderten Menschen auch unwohl, weil ich bei bestimmten Behinderungen einfach nicht weiß, wie ich damit umgehen soll und das ist mir dann unangenehm.
Habt ihr mal genau gefragt, wie sie das gemeint hat. Ob es jemand so in der Klasse gesagt und sie das einfach übernommen hat?

Ich finde auch, dass hier eher ganz normale Aufklärung bzgl. des Themas angebracht wäre, damit sie sich nicht auf ewig unwohl in Gesellschaft behinderter Menschen fühlt.
anannas
143 Beiträge
07.05.2015 21:53
ich finde es auch ein bischen übertrieben direkt von respektlosigkeit zu reden bei einer 8 jährigen!
kinder wissen oft nicht wie sie sich richtig ausdrücken sollen,da muss man schonmal zwischen den zeilen lesen!
vieleicht war ihr das auch befremdlich weil sie noch nie mit einem behinderten kind zusammen war,und sie weiß/ wusste,einfach nicht damit umzugehen?
Marf
25160 Beiträge
07.05.2015 22:17
Dein Kind hat eine normale ,gesunde Reaktion auf etwas Fremdartiges gezeigt.
Es nun dafür in einen Rollstuhl zu packen finde ich ,gelind gesagt,albern und heftig.
Wenn sie Kartoffeln doof findet zwingst du sie dann auch 5kg davon zu essen?
Erkläre ihr was es damit auf sich hat und gut.Das jetzt aufzubauschen ist unnötig.
07.05.2015 22:55
Zitat von Marf:

Dein Kind hat eine normale ,gesunde Reaktion auf etwas Fremdartiges gezeigt.
Es nun dafür in einen Rollstuhl zu packen finde ich ,gelind gesagt,albern und heftig.
Wenn sie Kartoffeln doof findet zwingst du sie dann auch 5kg davon zu essen?
Erkläre ihr was es damit auf sich hat und gut.Das jetzt aufzubauschen ist unnötig.


Ich möchte sie ja nicht als Strafe in den Rollstuhl setzten, ich möchte ihr das Thema näher bringen die Defizite aber auch die Vorteile zegen. Und dass ihr die Situation fremd war, glaub ich nicht, wie gesagt die Oma ist auch im Rollstuhl und wir sind ca alle 2 Wochen teilweise auch öfter auf Besuch. Es Liegen halt 100km zwischen uns, aber Rollstuhl ist ja Rollstuhl ob oma oder Kind ist dann doch egal...... Meine meinung
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