Mütter- und Schwangerenforum

Kinder verwöhen/verziehen - wo ist die Grenze?

Gehe zu Seite:
Seramonchen
36230 Beiträge
10.12.2017 10:27
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Titania:

Zitat von MIU28:

...


manchmal würde ich die Kinder gerne kennenlernen, die bereits schon im Kindergartenalter aus alles selber regulieren können und so verständig sind, dass sie durch einfaches erklären alles einsehen. Ich bin der Meinung, dass das gar nicht möglich ist, weil das Gehirn einfach noch gar nicht so weit ausgereift ist.

Ich bezweifel nicht, dass es das nicht geben kann, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich so leicht bei allen Kindern durchführbar ist. Liest man in bestimmten Threads leise mit, bekommt man eher den Eindruck, dass die Kinder sich eher schwer tun und vom Verhalten her eher schwierig sind. Aber das ist natürlich auch eine individuelle Feststellung. Ein anderer würde die Kinder als sehr willensstark betiteln.


Soll ich mal ganz ehrlich sein? Mir ist tatsächlich aufgefallen, dass genau die Kinder oft schwierig sind, die genau so erzogen werden, alles selbst entscheiden und regulieren zu dürfen. Also ich beziehe mich hier ausschließlich auf die MC. Da wird in einem Thread genau dieses selbst bestimmen lassen empfohlen und hoch gelobt und dann liest man von der gleichen Mama immer wieder, wie schwierig der Alltag doch ist. Von daher zeigt mir das schon, dass die Kinder oft einfach viel zu überfordert sind.

Das ist genau mein Eindruck. Und ich beziehe mich aufs richtige Leben. Auch wenn es mir niemand glaubt, aber bis auf das Schulproblem mit der einen Tochter sind die anderen tatsächlich unkompliziert. Meine Kinder lernen Freiheit und Selbstständigkeit mit meiner/unserer Begleitung.

Und ja, es gibt Dinge, die NUR für Erwachsene sind. Das betrifft z.B. Alkohol und Zigaretten - das konsumieren wir auch und geben den Kindern nichts ab, böse, böse.

Und zum Thema "man braucht es nicht". Wie viele Leute haben sauteure Handys? Das habe ICH nicht! Meins kostete 70 Euro...ich brauch keins für 700 Euro, um mein Selbstbewusstsein aufzubessern. Und ich empfinde es nicht als meine Aufgabe, meinen Kindern solche Wünsche zu erfüllen - egal ob Tasche oder Handy. Wenn sie es sich zusammensparen, können sie das gerne kaufen, vielleicht gibt's einen Zuschuss. Aber eine Tasche oder ein Handy für so viel Geld muss auch eine 20-jährige Studentin nicht haben. Wie kommt das denn rüber? Verwöhnt und verzogen, ja, Papi bezahlt. Nein, das ist nicht das Bild, das meine Kinder von sich haben. Sie wissen, dass wir ein "außergewöhnliches" Leben führen, dass bei uns mehr drin ist, als bei anderen, aber sie würden sich das nie raushängen lassen.

Vor einiger Zeit brachte meine Große eine Studienfreundin mit, die einige Tage bei uns verbrachte. Sie hat bemerkt, dass wir ganz gut leben und fragte meine Tochter, was denn ihr Vater beruflich mache...meine Tochter sagte es, worauf das Mädchen meinte, "wow, dein Papa ist ja ein richtiger Promi!"...das war meiner Tochter mehr als peinlich, das könnt ihr glauben. und dazu haben wir unsere Kinder erzogen. Luxus setzt eine Lernphase voraus, die von weniger Luxus geprägt ist. Ansonsten entwickelt man so eine typisch "neureiche" Einstellung dazu. Und ich bin der Meinung, dass diese Lernphase abgeschlossen ist, wenn man selbst arbeiten geht.

Je mehr man seinen Möglichkeitsradius ausweitet, desto mehr Gefahren lauern auch...das beginnt beim Selbstbild und auch bei dem Bild, das andere von einem haben. Ich möchte, dass meine kinder da ein stabiles Selbstbewusstsein aufbauen, bevor man sie damit konfrontiert. Es ist eine andere Welt, in der sowas "normal" ist. Ich möchte, dass meine Kinder sich so akzeptieren, wie sie sind. Ich habe das nicht immer drauf, das gebe ich zu. Ich setze mich viel zu sehr unter Druck, weil ich den Umgang mit viel Geld vielleicht nicht gut gelernt habe...ich überlege mir nun tatsächlich, eine Nasen-OP zu machen, obwohl ich es gar nicht will. Aber ich weiß, es ist möglich...dann 5 Tage Auauaua und dann ist alles gut. Nein, ist es eben nicht...und ich wette, wenn mein Mann wieder da ist, ist es kein Thema mehr. Versteht ihr? Konsum darf nicht zur Kompensationsstrategie werden.

Und zu den anderen Sachen sage ich jetzt nichts, das ist nicht mein Niveau.


Mal auf den fett markierten Satz eingegangen: So wie sie sind. Aber wie sollen Kinder denn lernen, wie sie sind, wenn man ihnen nicht die Möglichkeiten dazu gibt? Wenn man ihnen Entscheidungen abnimmt, eben weil man denkt, man weiß es besser? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Zum Rest: Alkohol und Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit, ich denke, das kann man nicht mit dem Konsum von Spielwaren vergleichen. Ich bin drauf eingegangen, ist aber eigentlich nicht mein Niveau, auf solche Äpfel-Birnen-Vergleiche einzugehen, die total sinnlos sind. Genau wie dieses: Lasst ihr eure Kinder dann auch auf die Straße rennen, nur weil sie es wollen?

Wie das rüberkommt? Keine Ahnung, bei uns im Freundeskreis war und ist so was nie Thema, weil sich keiner darüber profiliert oder Gedanken macht, wie teuer das handy, Auto, die Jacke oder was auch immer war. Uns ist Charakter wichtig und wenn die eine das neueste Handy hat, die andere ein altes, war das völlig wumpe. Und ich kenne einen sehr großen Teil meines Freundeskreises bereits seit der frühen Schulzeit. Ich habe eher das Gefühl, deine ständige Angst, dass man anhand seiner Kleidung, Figur und seinem Haben oder nicht Haben beurteilt wird, kommt daher, weil du selbst so viel Wert darauf legst und dies auch anderen unterstellst.
10.12.2017 10:38
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Titania:

...


Soll ich mal ganz ehrlich sein? Mir ist tatsächlich aufgefallen, dass genau die Kinder oft schwierig sind, die genau so erzogen werden, alles selbst entscheiden und regulieren zu dürfen. Also ich beziehe mich hier ausschließlich auf die MC. Da wird in einem Thread genau dieses selbst bestimmen lassen empfohlen und hoch gelobt und dann liest man von der gleichen Mama immer wieder, wie schwierig der Alltag doch ist. Von daher zeigt mir das schon, dass die Kinder oft einfach viel zu überfordert sind.

Das ist genau mein Eindruck. Und ich beziehe mich aufs richtige Leben. Auch wenn es mir niemand glaubt, aber bis auf das Schulproblem mit der einen Tochter sind die anderen tatsächlich unkompliziert. Meine Kinder lernen Freiheit und Selbstständigkeit mit meiner/unserer Begleitung.

Und ja, es gibt Dinge, die NUR für Erwachsene sind. Das betrifft z.B. Alkohol und Zigaretten - das konsumieren wir auch und geben den Kindern nichts ab, böse, böse.

Und zum Thema "man braucht es nicht". Wie viele Leute haben sauteure Handys? Das habe ICH nicht! Meins kostete 70 Euro...ich brauch keins für 700 Euro, um mein Selbstbewusstsein aufzubessern. Und ich empfinde es nicht als meine Aufgabe, meinen Kindern solche Wünsche zu erfüllen - egal ob Tasche oder Handy. Wenn sie es sich zusammensparen, können sie das gerne kaufen, vielleicht gibt's einen Zuschuss. Aber eine Tasche oder ein Handy für so viel Geld muss auch eine 20-jährige Studentin nicht haben. Wie kommt das denn rüber? Verwöhnt und verzogen, ja, Papi bezahlt. Nein, das ist nicht das Bild, das meine Kinder von sich haben. Sie wissen, dass wir ein "außergewöhnliches" Leben führen, dass bei uns mehr drin ist, als bei anderen, aber sie würden sich das nie raushängen lassen.

Vor einiger Zeit brachte meine Große eine Studienfreundin mit, die einige Tage bei uns verbrachte. Sie hat bemerkt, dass wir ganz gut leben und fragte meine Tochter, was denn ihr Vater beruflich mache...meine Tochter sagte es, worauf das Mädchen meinte, "wow, dein Papa ist ja ein richtiger Promi!"...das war meiner Tochter mehr als peinlich, das könnt ihr glauben. und dazu haben wir unsere Kinder erzogen. Luxus setzt eine Lernphase voraus, die von weniger Luxus geprägt ist. Ansonsten entwickelt man so eine typisch "neureiche" Einstellung dazu. Und ich bin der Meinung, dass diese Lernphase abgeschlossen ist, wenn man selbst arbeiten geht.

Je mehr man seinen Möglichkeitsradius ausweitet, desto mehr Gefahren lauern auch...das beginnt beim Selbstbild und auch bei dem Bild, das andere von einem haben. Ich möchte, dass meine kinder da ein stabiles Selbstbewusstsein aufbauen, bevor man sie damit konfrontiert. Es ist eine andere Welt, in der sowas "normal" ist. Ich möchte, dass meine Kinder sich so akzeptieren, wie sie sind. Ich habe das nicht immer drauf, das gebe ich zu. Ich setze mich viel zu sehr unter Druck, weil ich den Umgang mit viel Geld vielleicht nicht gut gelernt habe...ich überlege mir nun tatsächlich, eine Nasen-OP zu machen, obwohl ich es gar nicht will. Aber ich weiß, es ist möglich...dann 5 Tage Auauaua und dann ist alles gut. Nein, ist es eben nicht...und ich wette, wenn mein Mann wieder da ist, ist es kein Thema mehr. Versteht ihr? Konsum darf nicht zur Kompensationsstrategie werden.

Und zu den anderen Sachen sage ich jetzt nichts, das ist nicht mein Niveau.


Mal auf den fett markierten Satz eingegangen: So wie sie sind. Aber wie sollen Kinder denn lernen, wie sie sind, wenn man ihnen nicht die Möglichkeiten dazu gibt? Wenn man ihnen Entscheidungen abnimmt, eben weil man denkt, man weiß es besser? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Zum Rest: Alkohol und Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit, ich denke, das kann man nicht mit dem Konsum von Spielwaren vergleichen. Ich bin drauf eingegangen, ist aber eigentlich nicht mein Niveau, auf solche Äpfel-Birnen-Vergleiche einzugehen, die total sinnlos sind. Genau wie dieses: Lasst ihr eure Kinder dann auch auf die Straße rennen, nur weil sie es wollen?

Wie das rüberkommt? Keine Ahnung, bei uns im Freundeskreis war und ist so was nie Thema, weil sich keiner darüber profiliert oder Gedanken macht, wie teuer das handy, Auto, die Jacke oder was auch immer war. Uns ist Charakter wichtig und wenn die eine das neueste Handy hat, die andere ein altes, war das völlig wumpe. Und ich kenne einen sehr großen Teil meines Freundeskreises bereits seit der frühen Schulzeit. Ich habe eher das Gefühl, deine ständige Angst, dass man anhand seiner Kleidung, Figur und seinem Haben oder nicht Haben beurteilt wird, kommt daher, weil du selbst so viel Wert darauf legst und dies auch anderen unterstellst.


Aber da sagst du im Grunde ja auch, Kinder können sich später nur akzeptieren und so sein wie sie sind, wenn sie eben schon als Kind alles selber entscheiden. Das ist doch Quatsch! Und ich glaube auch, Kinder wollen gar nicht immer alles selber entscheiden, genau sowas führt nämlich einfach auch schnell zur Überforderung bei den Kindern.

Ich mein, selbst wir als Erwachsene können uns doch nicht immer entscheiden, was wir denn nun anziehen. Als kleines Beispiel. Kinder denken auch nicht immer vorausschauend. Wenn meine Kinder also Sandalen anziehen wollen, sage ich ihnen, dass sie die anderen Schuhe nehmen sollen, weil es geregnet hat. Natürlich hätten sie es selber bemerkt, wenn ich sie lassen würde, aber warum? Ich hab auch gar nicht immer so viel Zeit, dann 5 Mal wieder rein zugehen, weil meine Tochter bemerkt hat, dass sie die falsche Kleidung trägt. Das ist eben meine Aufgabe, sie da etwas zu führen.

Mamota
22585 Beiträge
10.12.2017 10:38
Zitat von Schnecke510:

Und eine letzte Bemerkung zum Thema "alte Kleidung/Taschen weitergeben". Ich trage auch alte Sachen meiner Töchter und freue mich darüber. Wo ist das Problem? Ich kaufe teilweise auch Dinge im Sozialladen. Warum nicht?

Das widerum finde ich vollkommen ok, bis hin zu wünschenswert.
Wenn das in beide Richtungen geht, fällt der Subtext ja weg.

Seramonchen
36230 Beiträge
10.12.2017 10:52
Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Schnecke510:

Zitat von Skorpi:

...

Das ist genau mein Eindruck. Und ich beziehe mich aufs richtige Leben. Auch wenn es mir niemand glaubt, aber bis auf das Schulproblem mit der einen Tochter sind die anderen tatsächlich unkompliziert. Meine Kinder lernen Freiheit und Selbstständigkeit mit meiner/unserer Begleitung.

Und ja, es gibt Dinge, die NUR für Erwachsene sind. Das betrifft z.B. Alkohol und Zigaretten - das konsumieren wir auch und geben den Kindern nichts ab, böse, böse.

Und zum Thema "man braucht es nicht". Wie viele Leute haben sauteure Handys? Das habe ICH nicht! Meins kostete 70 Euro...ich brauch keins für 700 Euro, um mein Selbstbewusstsein aufzubessern. Und ich empfinde es nicht als meine Aufgabe, meinen Kindern solche Wünsche zu erfüllen - egal ob Tasche oder Handy. Wenn sie es sich zusammensparen, können sie das gerne kaufen, vielleicht gibt's einen Zuschuss. Aber eine Tasche oder ein Handy für so viel Geld muss auch eine 20-jährige Studentin nicht haben. Wie kommt das denn rüber? Verwöhnt und verzogen, ja, Papi bezahlt. Nein, das ist nicht das Bild, das meine Kinder von sich haben. Sie wissen, dass wir ein "außergewöhnliches" Leben führen, dass bei uns mehr drin ist, als bei anderen, aber sie würden sich das nie raushängen lassen.

Vor einiger Zeit brachte meine Große eine Studienfreundin mit, die einige Tage bei uns verbrachte. Sie hat bemerkt, dass wir ganz gut leben und fragte meine Tochter, was denn ihr Vater beruflich mache...meine Tochter sagte es, worauf das Mädchen meinte, "wow, dein Papa ist ja ein richtiger Promi!"...das war meiner Tochter mehr als peinlich, das könnt ihr glauben. und dazu haben wir unsere Kinder erzogen. Luxus setzt eine Lernphase voraus, die von weniger Luxus geprägt ist. Ansonsten entwickelt man so eine typisch "neureiche" Einstellung dazu. Und ich bin der Meinung, dass diese Lernphase abgeschlossen ist, wenn man selbst arbeiten geht.

Je mehr man seinen Möglichkeitsradius ausweitet, desto mehr Gefahren lauern auch...das beginnt beim Selbstbild und auch bei dem Bild, das andere von einem haben. Ich möchte, dass meine kinder da ein stabiles Selbstbewusstsein aufbauen, bevor man sie damit konfrontiert. Es ist eine andere Welt, in der sowas "normal" ist. Ich möchte, dass meine Kinder sich so akzeptieren, wie sie sind. Ich habe das nicht immer drauf, das gebe ich zu. Ich setze mich viel zu sehr unter Druck, weil ich den Umgang mit viel Geld vielleicht nicht gut gelernt habe...ich überlege mir nun tatsächlich, eine Nasen-OP zu machen, obwohl ich es gar nicht will. Aber ich weiß, es ist möglich...dann 5 Tage Auauaua und dann ist alles gut. Nein, ist es eben nicht...und ich wette, wenn mein Mann wieder da ist, ist es kein Thema mehr. Versteht ihr? Konsum darf nicht zur Kompensationsstrategie werden.

Und zu den anderen Sachen sage ich jetzt nichts, das ist nicht mein Niveau.


Mal auf den fett markierten Satz eingegangen: So wie sie sind. Aber wie sollen Kinder denn lernen, wie sie sind, wenn man ihnen nicht die Möglichkeiten dazu gibt? Wenn man ihnen Entscheidungen abnimmt, eben weil man denkt, man weiß es besser? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Zum Rest: Alkohol und Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit, ich denke, das kann man nicht mit dem Konsum von Spielwaren vergleichen. Ich bin drauf eingegangen, ist aber eigentlich nicht mein Niveau, auf solche Äpfel-Birnen-Vergleiche einzugehen, die total sinnlos sind. Genau wie dieses: Lasst ihr eure Kinder dann auch auf die Straße rennen, nur weil sie es wollen?

Wie das rüberkommt? Keine Ahnung, bei uns im Freundeskreis war und ist so was nie Thema, weil sich keiner darüber profiliert oder Gedanken macht, wie teuer das handy, Auto, die Jacke oder was auch immer war. Uns ist Charakter wichtig und wenn die eine das neueste Handy hat, die andere ein altes, war das völlig wumpe. Und ich kenne einen sehr großen Teil meines Freundeskreises bereits seit der frühen Schulzeit. Ich habe eher das Gefühl, deine ständige Angst, dass man anhand seiner Kleidung, Figur und seinem Haben oder nicht Haben beurteilt wird, kommt daher, weil du selbst so viel Wert darauf legst und dies auch anderen unterstellst.


Aber da sagst du im Grunde ja auch, Kinder können sich später nur akzeptieren und so sein wie sie sind, wenn sie eben schon als Kind alles selber entscheiden. Das ist doch Quatsch! Und ich glaube auch, Kinder wollen gar nicht immer alles selber entscheiden, genau sowas führt nämlich einfach auch schnell zur Überforderung bei den Kindern.

Ich mein, selbst wir als Erwachsene können uns doch nicht immer entscheiden, was wir denn nun anziehen. Als kleines Beispiel. Kinder denken auch nicht immer vorausschauend. Wenn meine Kinder also Sandalen anziehen wollen, sage ich ihnen, dass sie die anderen Schuhe nehmen sollen, weil es geregnet hat. Natürlich hätten sie es selber bemerkt, wenn ich sie lassen würde, aber warum? Ich hab auch gar nicht immer so viel Zeit, dann 5 Mal wieder rein zugehen, weil meine Tochter bemerkt hat, dass sie die falsche Kleidung trägt. Das ist eben meine Aufgabe, sie da etwas zu führen.


Nein, Quatsch ist nur eure Verallgemeinerung, dass es um das ALLES selbst entscheiden geht. Mir geht es darum, dass sie in der Lage sind, viele Dinge selbst zu entscheiden und ihnen tut das auch gut. Sie fühlen sich ernst genommen und können Dinge selbst feststellen. Wie dein Beispiel. Ich würde das meinen Kindern ebenfalls erklären. Würden sie dennoch weiter Sandalen anziehen wollen, dürften sie es. Nur so können sie ein gutes Körpergefühl bekommen. Tut mir nicht weh, die Gummistiefel einzupacken und ich mach mich da auch nicht zum Sklaven meines Kindes, wie es immer so gerne dargestellt wird.
Titania
3652 Beiträge
10.12.2017 11:19
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Schnecke510:

...


Mal auf den fett markierten Satz eingegangen: So wie sie sind. Aber wie sollen Kinder denn lernen, wie sie sind, wenn man ihnen nicht die Möglichkeiten dazu gibt? Wenn man ihnen Entscheidungen abnimmt, eben weil man denkt, man weiß es besser? Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Zum Rest: Alkohol und Zigaretten sind schlecht für die Gesundheit, ich denke, das kann man nicht mit dem Konsum von Spielwaren vergleichen. Ich bin drauf eingegangen, ist aber eigentlich nicht mein Niveau, auf solche Äpfel-Birnen-Vergleiche einzugehen, die total sinnlos sind. Genau wie dieses: Lasst ihr eure Kinder dann auch auf die Straße rennen, nur weil sie es wollen?

Wie das rüberkommt? Keine Ahnung, bei uns im Freundeskreis war und ist so was nie Thema, weil sich keiner darüber profiliert oder Gedanken macht, wie teuer das handy, Auto, die Jacke oder was auch immer war. Uns ist Charakter wichtig und wenn die eine das neueste Handy hat, die andere ein altes, war das völlig wumpe. Und ich kenne einen sehr großen Teil meines Freundeskreises bereits seit der frühen Schulzeit. Ich habe eher das Gefühl, deine ständige Angst, dass man anhand seiner Kleidung, Figur und seinem Haben oder nicht Haben beurteilt wird, kommt daher, weil du selbst so viel Wert darauf legst und dies auch anderen unterstellst.


Aber da sagst du im Grunde ja auch, Kinder können sich später nur akzeptieren und so sein wie sie sind, wenn sie eben schon als Kind alles selber entscheiden. Das ist doch Quatsch! Und ich glaube auch, Kinder wollen gar nicht immer alles selber entscheiden, genau sowas führt nämlich einfach auch schnell zur Überforderung bei den Kindern.

Ich mein, selbst wir als Erwachsene können uns doch nicht immer entscheiden, was wir denn nun anziehen. Als kleines Beispiel. Kinder denken auch nicht immer vorausschauend. Wenn meine Kinder also Sandalen anziehen wollen, sage ich ihnen, dass sie die anderen Schuhe nehmen sollen, weil es geregnet hat. Natürlich hätten sie es selber bemerkt, wenn ich sie lassen würde, aber warum? Ich hab auch gar nicht immer so viel Zeit, dann 5 Mal wieder rein zugehen, weil meine Tochter bemerkt hat, dass sie die falsche Kleidung trägt. Das ist eben meine Aufgabe, sie da etwas zu führen.


Nein, Quatsch ist nur eure Verallgemeinerung, dass es um das ALLES selbst entscheiden geht. Mir geht es darum, dass sie in der Lage sind, viele Dinge selbst zu entscheiden und ihnen tut das auch gut. Sie fühlen sich ernst genommen und können Dinge selbst feststellen. Wie dein Beispiel. Ich würde das meinen Kindern ebenfalls erklären. Würden sie dennoch weiter Sandalen anziehen wollen, dürften sie es. Nur so können sie ein gutes Körpergefühl bekommen. Tut mir nicht weh, die Gummistiefel einzupacken und ich mach mich da auch nicht zum Sklaven meines Kindes, wie es immer so gerne dargestellt wird.


aber ich z. B. würde das so nicht lösen wollen, heißt es im Umkehrschluß, dass meine Kinder später nicht in der Lage sind alleine Entscheidungen zu treffen? Das liest sich für mich irgendwie immer so heraus.

Ich weiß, dass sie es können, weil ich es an meinen Kindern selber erlebe. Die Lehrerin meines Sohnes z. B. hat beim Elternsprechtag hervorgehoben, wie gut sie es findet, dass mein Sohn warten kann, sich nicht immer in den Vordergrund drängt, wenn er nicht zuerst dran kommt und damit auch gut umgeht, er verfügt also über eine gesunde Frustrationstoleranz. Das sind so Dinge, die ich persönlich für normal erachte und es hat mich verwundert, dass das von ihr überhaupt angesprochen wurde. Also ist das anscheinend kein Standard mehr. Aber genau solche Eigenschaften sind später auch wichtig. Man möchte jemanden der zuverlässig, ehrgeizig ist, nicht sofort aufgibt, aber auch lernt, dass sich die Welt nicht nur um ihn selber dreht, also auch kompromissbereit ist. Und das versuche ich meinen Kindern eben auch so zu vermitteln.
Seramonchen
36230 Beiträge
10.12.2017 11:31
Zitat von Titania:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

Zitat von Seramonchen:

...


Aber da sagst du im Grunde ja auch, Kinder können sich später nur akzeptieren und so sein wie sie sind, wenn sie eben schon als Kind alles selber entscheiden. Das ist doch Quatsch! Und ich glaube auch, Kinder wollen gar nicht immer alles selber entscheiden, genau sowas führt nämlich einfach auch schnell zur Überforderung bei den Kindern.

Ich mein, selbst wir als Erwachsene können uns doch nicht immer entscheiden, was wir denn nun anziehen. Als kleines Beispiel. Kinder denken auch nicht immer vorausschauend. Wenn meine Kinder also Sandalen anziehen wollen, sage ich ihnen, dass sie die anderen Schuhe nehmen sollen, weil es geregnet hat. Natürlich hätten sie es selber bemerkt, wenn ich sie lassen würde, aber warum? Ich hab auch gar nicht immer so viel Zeit, dann 5 Mal wieder rein zugehen, weil meine Tochter bemerkt hat, dass sie die falsche Kleidung trägt. Das ist eben meine Aufgabe, sie da etwas zu führen.


Nein, Quatsch ist nur eure Verallgemeinerung, dass es um das ALLES selbst entscheiden geht. Mir geht es darum, dass sie in der Lage sind, viele Dinge selbst zu entscheiden und ihnen tut das auch gut. Sie fühlen sich ernst genommen und können Dinge selbst feststellen. Wie dein Beispiel. Ich würde das meinen Kindern ebenfalls erklären. Würden sie dennoch weiter Sandalen anziehen wollen, dürften sie es. Nur so können sie ein gutes Körpergefühl bekommen. Tut mir nicht weh, die Gummistiefel einzupacken und ich mach mich da auch nicht zum Sklaven meines Kindes, wie es immer so gerne dargestellt wird.


aber ich z. B. würde das so nicht lösen wollen, heißt es im Umkehrschluß, dass meine Kinder später nicht in der Lage sind alleine Entscheidungen zu treffen? Das liest sich für mich irgendwie immer so heraus.

Ich weiß, dass sie es können, weil ich es an meinen Kindern selber erlebe. Die Lehrerin meines Sohnes z. B. hat beim Elternsprechtag hervorgehoben, wie gut sie es findet, dass mein Sohn warten kann, sich nicht immer in den Vordergrund drängt, wenn er nicht zuerst dran kommt und damit auch gut umgeht, er verfügt also über eine gesunde Frustrationstoleranz. Das sind so Dinge, die ich persönlich für normal erachte und es hat mich verwundert, dass das von ihr überhaupt angesprochen wurde. Also ist das anscheinend kein Standard mehr. Aber genau solche Eigenschaften sind später auch wichtig. Man möchte jemanden der zuverlässig, ehrgeizig ist, nicht sofort aufgibt, aber auch lernt, dass sich die Welt nicht nur um ihn selber dreht, also auch kompromissbereit ist. Und das versuche ich meinen Kindern eben auch so zu vermitteln.


Ich kenne dein Kind nicht. Ich kann immer nur für mich und meine Kinder sprechen und erlaube mir daher kein urteil. Sicher fühlen viele Wege nach Rom. Wir haben für uns diesen gewählt und es funktioniert.

Und wie bereits geschrieben suche ich auch gemeinsam mit den Kindern Kompromisse. Das eine schließt Ja das andere nicht aus. Für mich liest sich das eher immer so, als ob Bedürfnisorientiert oder unerzogen direkt mit „sie dürfen alles, müssen nie warten und kennen keine Kompromisse“ gleichgesetzt wird. Das ist aber schlichtweg falsch. Aber das wird nicht verstanden, weil es bereits so eine anti-Haltung gibt, dass manche (das beziehe ich nicht auf dich) gar nicht in der Lage sind, diese Variante von allen Seiten zu beleuchten.

Ich find da übrigens das Thema mit der Mütze bei Mausi sehr gut. Alle pochen immer so auf regeln und benehmen und hier und da, hätten aber kaum Konsequenzen für den Jungen gefordert, weil ist ja noch ein Kind. Das hätte ich bei meinen Kindern ganz anders gehandhabt. Ich vermittel ihnen alle mir wichtigen Werte. Dafür brauche ich aber keine Regeln und Grenzen in allen Bereichen. Es ist ja aber auch ok, wenn das jemand anders macht. Ich bin da völlig offen und fast schon emotionslos, wie andere das machen. Finde aber wichtig, dass man schon alle Möglichkeiten kennt und dafür ist so ein Forum ja auch sehr gut
Jadaflo
75628 Beiträge
10.12.2017 11:47
Diskutiert ihr immer noch

Bin ja jetzt nochmal in mich gegangen
Um zum eigentlichen thema zurück zu kommen
Ohne das immer hier gleich 2-4 userinnen in den vordergrund rücken

Jede von uns ist hier anders
Jede von uns hat einen ganz anderen alltag
Jede familie sollte das für sich entscheiden
Wie sie leben können oder wollen

Jeder verwöhnt auf seine art
Der eine mehr.. der andere weniger
Oder verzieht seine Kinder.. ich mag dieses wort zum beispiel gar nicht

Jeder soll seine kinder so erziehen wie er mag
In dem sinne wünsche ich allen

Titania
3652 Beiträge
10.12.2017 11:48
Zitat von Seramonchen:

Zitat von Titania:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Skorpi:

...


Nein, Quatsch ist nur eure Verallgemeinerung, dass es um das ALLES selbst entscheiden geht. Mir geht es darum, dass sie in der Lage sind, viele Dinge selbst zu entscheiden und ihnen tut das auch gut. Sie fühlen sich ernst genommen und können Dinge selbst feststellen. Wie dein Beispiel. Ich würde das meinen Kindern ebenfalls erklären. Würden sie dennoch weiter Sandalen anziehen wollen, dürften sie es. Nur so können sie ein gutes Körpergefühl bekommen. Tut mir nicht weh, die Gummistiefel einzupacken und ich mach mich da auch nicht zum Sklaven meines Kindes, wie es immer so gerne dargestellt wird.


aber ich z. B. würde das so nicht lösen wollen, heißt es im Umkehrschluß, dass meine Kinder später nicht in der Lage sind alleine Entscheidungen zu treffen? Das liest sich für mich irgendwie immer so heraus.

Ich weiß, dass sie es können, weil ich es an meinen Kindern selber erlebe. Die Lehrerin meines Sohnes z. B. hat beim Elternsprechtag hervorgehoben, wie gut sie es findet, dass mein Sohn warten kann, sich nicht immer in den Vordergrund drängt, wenn er nicht zuerst dran kommt und damit auch gut umgeht, er verfügt also über eine gesunde Frustrationstoleranz. Das sind so Dinge, die ich persönlich für normal erachte und es hat mich verwundert, dass das von ihr überhaupt angesprochen wurde. Also ist das anscheinend kein Standard mehr. Aber genau solche Eigenschaften sind später auch wichtig. Man möchte jemanden der zuverlässig, ehrgeizig ist, nicht sofort aufgibt, aber auch lernt, dass sich die Welt nicht nur um ihn selber dreht, also auch kompromissbereit ist. Und das versuche ich meinen Kindern eben auch so zu vermitteln.


Ich kenne dein Kind nicht. Ich kann immer nur für mich und meine Kinder sprechen und erlaube mir daher kein urteil. Sicher fühlen viele Wege nach Rom. Wir haben für uns diesen gewählt und es funktioniert.

Und wie bereits geschrieben suche ich auch gemeinsam mit den Kindern Kompromisse. Das eine schließt Ja das andere nicht aus. Für mich liest sich das eher immer so, als ob Bedürfnisorientiert oder unerzogen direkt mit „sie dürfen alles, müssen nie warten und kennen keine Kompromisse“ gleichgesetzt wird. Das ist aber schlichtweg falsch. Aber das wird nicht verstanden, weil es bereits so eine anti-Haltung gibt, dass manche (das beziehe ich nicht auf dich) gar nicht in der Lage sind, diese Variante von allen Seiten zu beleuchten.

Ich find da übrigens das Thema mit der Mütze bei Mausi sehr gut . Alle pochen immer so auf regeln und benehmen und hier und da, hätten aber kaum Konsequenzen für den Jungen gefordert, weil ist ja noch ein Kind. Das hätte ich bei meinen Kindern ganz anders gehandhabt. Ich vermittel ihnen alle mir wichtigen Werte. Dafür brauche ich aber keine Regeln und Grenzen in allen Bereichen. Es ist ja aber auch ok, wenn das jemand anders macht. Ich bin da völlig offen und fast schon emotionslos, wie andere das machen. Finde aber wichtig, dass man schon alle Möglichkeiten kennt und dafür ist so ein Forum ja auch sehr gut


dazu kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß worum es da ging.

Ich kann letztendlich auch nur für meine Kinder sprechen, sehe aber auch andere Kinder und weiß, dass ich schon einige Dinge voraussetzte, die bei anderen vielleicht nicht einen solchen Stellenwert haben. Aber das sollte letztendlich jeder individuell für sich selber entscheiden.
Letztendlich gibt es Vorurteile auf beiden Seiten. Mache ich es nicht immer so wie mein Kind es will, dann erziehe ich mir eine Kuscher ohne eigene Meinung usw. Also im Grunde genommen, tun sich beide Seiten nicht viel
Seramonchen
36230 Beiträge
10.12.2017 11:50
Zitat von Titania:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von Titania:

Zitat von Seramonchen:

...


aber ich z. B. würde das so nicht lösen wollen, heißt es im Umkehrschluß, dass meine Kinder später nicht in der Lage sind alleine Entscheidungen zu treffen? Das liest sich für mich irgendwie immer so heraus.

Ich weiß, dass sie es können, weil ich es an meinen Kindern selber erlebe. Die Lehrerin meines Sohnes z. B. hat beim Elternsprechtag hervorgehoben, wie gut sie es findet, dass mein Sohn warten kann, sich nicht immer in den Vordergrund drängt, wenn er nicht zuerst dran kommt und damit auch gut umgeht, er verfügt also über eine gesunde Frustrationstoleranz. Das sind so Dinge, die ich persönlich für normal erachte und es hat mich verwundert, dass das von ihr überhaupt angesprochen wurde. Also ist das anscheinend kein Standard mehr. Aber genau solche Eigenschaften sind später auch wichtig. Man möchte jemanden der zuverlässig, ehrgeizig ist, nicht sofort aufgibt, aber auch lernt, dass sich die Welt nicht nur um ihn selber dreht, also auch kompromissbereit ist. Und das versuche ich meinen Kindern eben auch so zu vermitteln.


Ich kenne dein Kind nicht. Ich kann immer nur für mich und meine Kinder sprechen und erlaube mir daher kein urteil. Sicher fühlen viele Wege nach Rom. Wir haben für uns diesen gewählt und es funktioniert.

Und wie bereits geschrieben suche ich auch gemeinsam mit den Kindern Kompromisse. Das eine schließt Ja das andere nicht aus. Für mich liest sich das eher immer so, als ob Bedürfnisorientiert oder unerzogen direkt mit „sie dürfen alles, müssen nie warten und kennen keine Kompromisse“ gleichgesetzt wird. Das ist aber schlichtweg falsch. Aber das wird nicht verstanden, weil es bereits so eine anti-Haltung gibt, dass manche (das beziehe ich nicht auf dich) gar nicht in der Lage sind, diese Variante von allen Seiten zu beleuchten.

Ich find da übrigens das Thema mit der Mütze bei Mausi sehr gut . Alle pochen immer so auf regeln und benehmen und hier und da, hätten aber kaum Konsequenzen für den Jungen gefordert, weil ist ja noch ein Kind. Das hätte ich bei meinen Kindern ganz anders gehandhabt. Ich vermittel ihnen alle mir wichtigen Werte. Dafür brauche ich aber keine Regeln und Grenzen in allen Bereichen. Es ist ja aber auch ok, wenn das jemand anders macht. Ich bin da völlig offen und fast schon emotionslos, wie andere das machen. Finde aber wichtig, dass man schon alle Möglichkeiten kennt und dafür ist so ein Forum ja auch sehr gut


dazu kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß worum es da ging.

Ich kann letztendlich auch nur für meine Kinder sprechen, sehe aber auch andere Kinder und weiß, dass ich schon einige Dinge voraussetzte, die bei anderen vielleicht nicht einen solchen Stellenwert haben. Aber das sollte letztendlich jeder individuell für sich selber entscheiden.
Letztendlich gibt es Vorurteile auf beiden Seiten. Mache ich es nicht immer so wie mein Kind es will, dann erziehe ich mir eine Kuscher ohne eigene Meinung usw. Also im Grunde genommen, tun sich beide Seiten nicht viel


Ja nix anderes hab ich gesagt. Es gibt auf beiden Seiten nicht nur entweder oder
cooky
10169 Beiträge
10.12.2017 12:01
Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.
Titania
3652 Beiträge
10.12.2017 12:32
Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.


warum fühlt man sich denn da gleich angegriffen?

Es ging mir eher um die Aussage der Lehrerin, die das eben so hervorhob. Ich hatte das eigentlich begründet, dass das für MICH eine Selbstverständlichkeit ist, aber anscheinend eben nicht mehr usus. Ansonsten weiß ich nicht, warum die Lehrerin, das als besonders positiv darstellte.
cooky
10169 Beiträge
10.12.2017 12:36
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.


warum fühlt man sich denn da gleich angegriffen?

Es ging mir eher um die Aussage der Lehrerin, die das eben so hervorhob. Ich hatte das eigentlich begründet, dass das für MICH eine Selbstverständlichkeit ist, aber anscheinend eben nicht mehr usus. Ansonsten weiß ich nicht, warum die Lehrerin, das als besonders positiv darstellte.


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.
Titania
3652 Beiträge
10.12.2017 12:41
Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.


warum fühlt man sich denn da gleich angegriffen?

Es ging mir eher um die Aussage der Lehrerin, die das eben so hervorhob. Ich hatte das eigentlich begründet, dass das für MICH eine Selbstverständlichkeit ist, aber anscheinend eben nicht mehr usus. Ansonsten weiß ich nicht, warum die Lehrerin, das als besonders positiv darstellte.


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.
cooky
10169 Beiträge
10.12.2017 12:43
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.


warum fühlt man sich denn da gleich angegriffen?

Es ging mir eher um die Aussage der Lehrerin, die das eben so hervorhob. Ich hatte das eigentlich begründet, dass das für MICH eine Selbstverständlichkeit ist, aber anscheinend eben nicht mehr usus. Ansonsten weiß ich nicht, warum die Lehrerin, das als besonders positiv darstellte.


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.


Aber wer äußert denn in dieser Debatte gerade, nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken?
Schnecke510
4832 Beiträge
10.12.2017 12:46
Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.

Eine erfolgreiche bedürfnisorientierte Erziehung setzt voraus, dass Eltern zwischen Bedürfnis und "haben wollen" unterscheiden können. Und das ist sehr schwer...Ein Wunsch wird von einem Kind in dem Moment - zumeist völlig irrational - als ein Grundbedürfnis empfunden (Aussagen der Art "Ich esse so lange nichts, wie ich xy nicht bekommen habe!" sind der Beweis dafür...). Der Erwachsene reflektiert und kategorisiert es unter "haben wollen". Wie verfährt man in solchen Situationen? Noch schwieriger ist es bei emotionalen Bedürnissen...ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand gut hinkriegt, wirklich...die Wahrnehmungshorizonte von Kindern und Erwachsenen sind so unterschiedlich, dass sich Augnhöhe eigentlich verbietet, was nicht heißt, dass man das Kind unterdrückt o.ä.
Gehe zu Seite:
  • Dieses Thema wurde 30 mal gemerkt