Mütter- und Schwangerenforum

Kinder verwöhen/verziehen - wo ist die Grenze?

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Schnecke510
4808 Beiträge
10.12.2017 12:47
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Ich verstehe gerade in Einwurf mit der Frustrationstoleranz und im Zurückstecken nicht. Also wieso man das jetzt betont im Bezug zum Gegensatz zu bedürfnisorientierten oder was auch immer Erziehung. Das lehrt man doch auch hier bei uns z.b. ganz automatisch durch den Umstand dass wir vier Personen sind. Da schwingt ein bisschen direkt wieder dieser Vorwurf mit man würde sofort springen wenn das Kind ruft.


warum fühlt man sich denn da gleich angegriffen?

Es ging mir eher um die Aussage der Lehrerin, die das eben so hervorhob. Ich hatte das eigentlich begründet, dass das für MICH eine Selbstverständlichkeit ist, aber anscheinend eben nicht mehr usus. Ansonsten weiß ich nicht, warum die Lehrerin, das als besonders positiv darstellte.


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.

Eben....ich denke, man zieht heutzutage viel zu viele Egoisten groß...leider...
Titania
3567 Beiträge
10.12.2017 12:47
Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

...


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.


Aber wer äußert denn in dieser Debatte gerade, nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken?


es wurde hier doch geschrieben, dass man die Kinder z. B. immer in den Vordergrund stellen sollte. Dass man eher zurücksteckt und den Kinder alle Wünsche erfüllt, sofern man dafür keinen Kredit aufnehmen muss. Und das wenn man sich selber etwas gönnt, es ungerecht wäre, wenn Kinder im Gegenzug nicht mindestens etwas gleichwertiges erhalten.
Ich möchte meine Kinder aber so erziehen, dass sie so überhaupt erst gar nicht denken.
white.rose
1204 Beiträge
10.12.2017 12:50
Sie bekommen, was finanziell möglich ist (so wie ich mir schließlich auch kaufe, was ich mir leisten kann).
Da ich keine Millionärin bin, kommt die Übung in der Frustrationstoleranz da von ganz allein, denn ein Pferd wird nicht unterm Weihnachtsbaum stehen

Verwöhnen find ich super. Verziehen gibt's nicht. Ich zieh nicht an meinen Kindern herum.
cooky
10107 Beiträge
10.12.2017 12:52
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

...


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.


Aber wer äußert denn in dieser Debatte gerade, nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken?


es wurde hier doch geschrieben, dass man die Kinder z. B. immer in den Vordergrund stellen sollte. Dass man eher zurücksteckt und den Kinder alle Wünsche erfüllt, sofern man dafür keinen Kredit aufnehmen muss. Und das wenn man sich selber etwas gönnt, es ungerecht wäre, wenn Kinder im Gegenzug nicht mindestens etwas gleichwertiges erhalten.
Ich möchte meine Kinder aber so erziehen, dass sie so überhaupt erst gar nicht denken.


Aber das hat doch einfach was mit Wertigkeit zu tun und nicht damit maßlos jedes Bedürfniss zu stillen.
Wie Marie schrieb, ein Pony gibt's halt nicht.
white.rose
1204 Beiträge
10.12.2017 12:53
Zitat von Mamota:

Zitat von Schnecke510:

Und eine letzte Bemerkung zum Thema "alte Kleidung/Taschen weitergeben". Ich trage auch alte Sachen meiner Töchter und freue mich darüber. Wo ist das Problem? Ich kaufe teilweise auch Dinge im Sozialladen. Warum nicht?

Das widerum finde ich vollkommen ok, bis hin zu wünschenswert.
Wenn das in beide Richtungen geht, fällt der Subtext ja weg.


Mein jüngerer Bruder bekam meist das abgelegte Zeug von meinem älteren Bruder ... bis er mal ganz anklagend zu meinen Eltern sagte: "Ich bin euch wohl nichts Neues wert?"
Schnecke510
4808 Beiträge
10.12.2017 12:53
Noch ein Beispiel.
Ich bin des Öfteren mit dem Fahrrad unterwegs. Manche Eltern meinen, sie müssten per Fahrrad mit ihren dreijährigen Kindern völlig bedürfnisorientiert in der Münchner Rushhour unterwegs sein. Ein etwa dreijähriges Kind kreuzt den Fahrradweg und fährt schnurstracks auf eine Münchner Hauptverkehrsstraße zu. Da eine Traube Leute an der Ampel stand, konnte er nicht durch. Ich habe gerade noch so gebremst, um ihm nicht reinzufahren...dann gucke ich die Mutter verdutzt an und frage, ob sie denn nicht besser aufpassen könne (ist ja gefährlich...es ging da weniger um mich). Sagt die Mutter doch glatt zu mir "Hören Sie, das ist ein Dreijähriges Kind..." und rollt die Augen. Ja, schön, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an seinen Bedürfnissen orientieren. Man muss die Kinder ja auch sensibilisieren für solche Situationen und nicht davon ausgehen, dass alle immer aufmerksam sind und Rücksicht nehmen. Gerade solche Kinder werden zu völlig rücksichtslosen Erwachsenen...das ist ein Teufelskreis...
Zwerginator
4858 Beiträge
10.12.2017 12:58
Zitat von Schnecke510:

Noch ein Beispiel.
Ich bin des Öfteren mit dem Fahrrad unterwegs. Manche Eltern meinen, sie müssten per Fahrrad mit ihren dreijährigen Kindern völlig bedürfnisorientiert in der Münchner Rushhour unterwegs sein. Ein etwa dreijähriges Kind kreuzt den Fahrradweg und fährt schnurstracks auf eine Münchner Hauptverkehrsstraße zu. Da eine Traube Leute an der Ampel stand, konnte er nicht durch. Ich habe gerade noch so gebremst, um ihm nicht reinzufahren...dann gucke ich die Mutter verdutzt an und frage, ob sie denn nicht besser aufpassen könne (ist ja gefährlich...es ging da weniger um mich). Sagt die Mutter doch glatt zu mir "Hören Sie, das ist ein Dreijähriges Kind..." und rollt die Augen. Ja, schön, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an seinen Bedürfnissen orientieren. Man muss die Kinder ja auch sensibilisieren für solche Situationen und nicht davon ausgehen, dass alle immer aufmerksam sind und Rücksicht nehmen. Gerade solche Kinder werden zu völlig rücksichtslosen Erwachsenen...das ist ein Teufelskreis...

Und was daran ist jetzt bedürfnisorientierte Erziehung?

Du und Titania kennt mit Sicherheit nicht ein einziges Kind, das tatsächlich sinnvoll bedürfnisorientiert erzogen wird. Bzw. es ist euch nicht bewusst, dass das bei Kind X der Fall ist.
Die Beispiele die immer rausgezerrt werden sind weder bedürfnisorientiert noch erzogen, sondern Eltern die hinten und vorne keinen Plan haben.
cooky
10107 Beiträge
10.12.2017 12:58
Zitat von Schnecke510:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

...


Wer fühlt sich denn persönlich angegriffen? Das war doch nur gestern die Sache mit dem Plastikzeug, als es um persönliche Angriffe ging

Mir war einfach nicht klar, wieso das jetzt genau eingeworfen würde.
Eine niedrige Frustrationstoleranz und, dass das scheinbar nicht mehr selbstverständlich ist, ist sicherlich ein komplexes Gesamtgesellschaftliches Thema.


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.

Eben....ich denke, man zieht heutzutage viel zu viele Egoisten groß...leider...


Ich finde gerade wenn man jeden in der Familie so nimmt wie er ist und lernt alle Bedürfnisse zu achten, minimiert man das Egoisten Risiko
Die-zauberhafte-Patin
24151 Beiträge
10.12.2017 13:00
Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

...


eben. Aber das ist letztendlich auch nicht mein Problem, denn die Konsequenzen tragen letztendlich die Kinder daraus.

Ich bemerkte z. B. in meinem engeren Umfeld dass die alten Werte wieder mehr Beachtung und Bedeutung bekommen. Für mich ist es positiv, denn ich zähle solche Dinge wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, Ausdauer, Ehrgeiz nicht zu negativen Eigenschaften, ganz im Gegenteil. Das ist für mich z. B. wesentlich wichtiger, als immer nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken. Aber wie gesagt, dass ist das was mein Mann und ich für wichtig erachten. Das kann natürlich jeder andere anders sehen.


Aber wer äußert denn in dieser Debatte gerade, nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken?


es wurde hier doch geschrieben, dass man die Kinder z. B. immer in den Vordergrund stellen sollte. Dass man eher zurücksteckt und den Kinder alle Wünsche erfüllt, sofern man dafür keinen Kredit aufnehmen muss. Und das wenn man sich selber etwas gönnt, es ungerecht wäre, wenn Kinder im Gegenzug nicht mindestens etwas gleichwertiges erhalten.
Ich möchte meine Kinder aber so erziehen, dass sie so überhaupt erst gar nicht denken.


Es ging um Herzenswünsche und wenn die mal größer ausfallen. Nicht um Momentaufnahmen.
Und das oben Markierte ist das falsch Gedachte in deinem Kopf. Bei bedürfnisorientierter Erziehung geht es eben NICHT darum, dass man nur das eine Bedürfnis sieht. Wenn mein fast erwachsenes Kind seit längerem den Wunsch hat, eine dämliche Tasche für 1000,- haben zu wollen, dann ist das kein "Ich will das jetzt haben", sondern i.d.R. ein Herzenswunsch, der schon lange besteht. Wenn das Geld da ist, dann würde ich diese Tasche eben kaufen und nicht aus irgendwelchen erzieherischen Gründen heraus, genau das verwehren, weil es ja so wichtig für die Entwicklung des Heranwachsenden ist, auf Grund des Preises Verzicht zu erlernen. Und wenn ich nur das Geld hätte, eine Tasche zu kaufen, dann würde ich in der Tat verzichten und lieber dem Kind den Herzenswunsch erfüllen, statt meinen eigenen. Denn MEIN Herzenswunsch, allgegenwärtig und beständig, ist nunmal die Tatsache, mein Kind glücklich zu sehen. Somit sind zwei Herzen zufrieden und glücklich.
In unserem Fall hat das so bis heute auch wunderbar funktioniert und tut es noch. Kind weiß das, Kind schätzt das und Kind würde verzichten, eben weil er genau weiß, dass ich verzichte, um ihm den Wunsch zu erfüllen. Deswegen äußert er auch nie einen finanziell hochkarätigen Wunsch. Ich merke es dennoch und erfülle ihn ungefragt, wenn ich es mir leisten kann. Ich selbst habe eigentlich kaum Wünsche, die viel Geld kosten. Ich kann mir da das Hirn zermartern, aber mir fällt beim besten Willen nichts ein. Wenn eine Fee vor mir stehen würde und mir sagt: Hier ist ein Topf. Darin sind immer 1 Mille, egal wie viel du entnimmst, um dir deine Wünsche zu erfüllen, er wird sich immer wieder auf 1 Mille auffüllen.... selbst dann wüsste ich nicht, was ich mir kaufen soll. Aber mir würden tausend Sachen einfallen, die ich meinem Sohn ermöglichen würde.
Deswegen ist er lange kein verzogenes Gör oder setzt seinen Willen auf Biegen und Brechen durch. Nicht mal im Ansatz.
Aber ich weiß, das ist nur der Fall, weil er eh anders ist und deswegen darf ich nicht mitdiskutieren. Dass sich dieser Stil aber beruflich von mir 1:1 umsetzen lässt und genauso gut funktioniert, scheint nur ein Zufall zu sein. Deshalb sage ich jetzt mal nichts weiter.
cooky
10107 Beiträge
10.12.2017 13:01
Zitat von Zwerginator:

Zitat von Schnecke510:

Noch ein Beispiel.
Ich bin des Öfteren mit dem Fahrrad unterwegs. Manche Eltern meinen, sie müssten per Fahrrad mit ihren dreijährigen Kindern völlig bedürfnisorientiert in der Münchner Rushhour unterwegs sein. Ein etwa dreijähriges Kind kreuzt den Fahrradweg und fährt schnurstracks auf eine Münchner Hauptverkehrsstraße zu. Da eine Traube Leute an der Ampel stand, konnte er nicht durch. Ich habe gerade noch so gebremst, um ihm nicht reinzufahren...dann gucke ich die Mutter verdutzt an und frage, ob sie denn nicht besser aufpassen könne (ist ja gefährlich...es ging da weniger um mich). Sagt die Mutter doch glatt zu mir "Hören Sie, das ist ein Dreijähriges Kind..." und rollt die Augen. Ja, schön, aber man kann nicht davon ausgehen, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an seinen Bedürfnissen orientieren. Man muss die Kinder ja auch sensibilisieren für solche Situationen und nicht davon ausgehen, dass alle immer aufmerksam sind und Rücksicht nehmen. Gerade solche Kinder werden zu völlig rücksichtslosen Erwachsenen...das ist ein Teufelskreis...

Und was daran ist jetzt bedürfnisorientierte Erziehung?

Du und Titania kennt mit Sicherheit nicht ein einziges Kind, das tatsächlich sinnvoll bedürfnisorientiert erzogen wird. Bzw. es ist euch nicht bewusst, dass das bei Kind X der Fall ist.
Die Beispiele die immer rausgezerrt werden sind weder bedürfnisorientiert noch erzogen, sondern Eltern die hinten und vorne keinen Plan haben.


Ja, das klingt einfach nach vollkommen Laissez Fair.
Zwerginator
4858 Beiträge
10.12.2017 13:02
Zitat von Die-zauberhafte-Patin:

Zitat von Titania:

Zitat von cooky:

Zitat von Titania:

...


Aber wer äußert denn in dieser Debatte gerade, nur an seine eigenen Bedürfnisse zu denken?


es wurde hier doch geschrieben, dass man die Kinder z. B. immer in den Vordergrund stellen sollte. Dass man eher zurücksteckt und den Kinder alle Wünsche erfüllt, sofern man dafür keinen Kredit aufnehmen muss. Und das wenn man sich selber etwas gönnt, es ungerecht wäre, wenn Kinder im Gegenzug nicht mindestens etwas gleichwertiges erhalten.
Ich möchte meine Kinder aber so erziehen, dass sie so überhaupt erst gar nicht denken.


Es ging um Herzenswünsche und wenn die mal größer ausfallen. Nicht um Momentaufnahmen.
Und das oben Markierte ist das falsch Gedachte in deinem Kopf. Bei bedürfnisorientierter Erziehung geht es eben NICHT darum, dass man nur das eine Bedürfnis sieht. Wenn mein fast erwachsenes Kind seit längerem den Wunsch hat, eine dämliche Tasche für 1000,- haben zu wollen, dann ist das kein "Ich will das jetzt haben", sondern i.d.R. ein Herzenswunsch, der schon lange besteht. Wenn das Geld da ist, dann würde ich diese Tasche eben kaufen und nicht aus irgendwelchen erzieherischen Gründen heraus, genau das verwehren, weil es ja so wichtig für die Entwicklung des Heranwachsenden ist, auf Grund des Preises Verzicht zu erlernen. Und wenn ich nur das Geld hätte, eine Tasche zu kaufen, dann würde ich in der Tat verzichten und lieber dem Kind den Herzenswunsch erfüllen, statt meinen eigenen. Denn MEIN Herzenswunsch, allgegenwärtig und beständig, ist nunmal die Tatsache, mein Kind glücklich zu sehen. Somit sind zwei Herzen zufrieden und glücklich.
In unserem Fall hat das so bis heute auch wunderbar funktioniert und tut es noch. Kind weiß das, Kind schätzt das und Kind würde verzichten, eben weil er genau weiß, dass ich verzichte, um ihm den Wunsch zu erfüllen. Deswegen äußert er auch nie einen finanziell hochkarätigen Wunsch. Ich merke es dennoch und erfülle ihn ungefragt, wenn ich es mir leisten kann. Ich selbst habe eigentlich kaum Wünsche, die viel Geld kosten. Ich kann mir da das Hirn zermartern, aber mir fällt beim besten Willen nichts ein. Wenn eine Fee vor mir stehen würde und mir sagt: Hier ist ein Topf. Darin sind immer 1 Mille, egal wie viel du entnimmst, um dir deine Wünsche zu erfüllen, er wird sich immer wieder auf 1 Mille auffüllen.... selbst dann wüsste ich nicht, was ich mir kaufen soll. Aber mir würden tausend Sachen einfallen, die ich meinem Sohn ermöglichen würde.
Deswegen ist er lange kein verzogenes Gör oder setzt seinen Willen auf Biegen und Brechen durch. Nicht mal im Ansatz.
Aber ich weiß, das ist nur der Fall, weil er eh anders ist und deswegen darf ich nicht mitdiskutieren. Dass sich dieser Stil aber beruflich von mir 1:1 umsetzen lässt und genauso gut funktioniert, scheint nur ein Zufall zu sein. Deshalb sage ich jetzt mal nichts weiter.
Seramonchen
36167 Beiträge
10.12.2017 13:10
Zitat von white.rose:

Sie bekommen, was finanziell möglich ist (so wie ich mir schließlich auch kaufe, was ich mir leisten kann).
Da ich keine Millionärin bin, kommt die Übung in der Frustrationstoleranz da von ganz allein, denn ein Pferd wird nicht unterm Weihnachtsbaum stehen

Verwöhnen find ich super. Verziehen gibt's nicht. Ich zieh nicht an meinen Kindern herum.


Hier schon
white.rose
1204 Beiträge
10.12.2017 13:16
Zitat von Seramonchen:

Zitat von white.rose:

Sie bekommen, was finanziell möglich ist (so wie ich mir schließlich auch kaufe, was ich mir leisten kann).
Da ich keine Millionärin bin, kommt die Übung in der Frustrationstoleranz da von ganz allein, denn ein Pferd wird nicht unterm Weihnachtsbaum stehen

Verwöhnen find ich super. Verziehen gibt's nicht. Ich zieh nicht an meinen Kindern herum.


Hier schon


Verdammt
Seramonchen
36167 Beiträge
10.12.2017 13:17
Zitat von white.rose:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von white.rose:

Sie bekommen, was finanziell möglich ist (so wie ich mir schließlich auch kaufe, was ich mir leisten kann).
Da ich keine Millionärin bin, kommt die Übung in der Frustrationstoleranz da von ganz allein, denn ein Pferd wird nicht unterm Weihnachtsbaum stehen

Verwöhnen find ich super. Verziehen gibt's nicht. Ich zieh nicht an meinen Kindern herum.


Hier schon


Verdammt


Tja, hier gibt es halt keine Grenzen
Die-zauberhafte-Patin
24151 Beiträge
10.12.2017 13:18
Zitat von Seramonchen:

Zitat von white.rose:

Zitat von Seramonchen:

Zitat von white.rose:

Sie bekommen, was finanziell möglich ist (so wie ich mir schließlich auch kaufe, was ich mir leisten kann).
Da ich keine Millionärin bin, kommt die Übung in der Frustrationstoleranz da von ganz allein, denn ein Pferd wird nicht unterm Weihnachtsbaum stehen

Verwöhnen find ich super. Verziehen gibt's nicht. Ich zieh nicht an meinen Kindern herum.


Hier schon


Verdammt


Tja, hier gibt es halt keine Grenzen


Dafür zwei süße Egoisten. Bald 3, nein 4. Vielleicht 5? Wenn Hubert Zwillinge werden?
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