Mütter- und Schwangerenforum

Religionsunterricht

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elvirajohn
1750 Beiträge
02.12.2013 14:47
ich wuerde das kind definitiv in diese religionsklasse stecken. bei mir war damals auch 90 % der bevoelkerung katholisch. hab es nie bereut, weil ich mein kind habe frei entscheiden lassen........das kind kann ja spaeter immer noch wechseln. es heisst ja nicht, dass es deshalb schullebenslang gebunden ist.
zartbitter
46787 Beiträge
02.12.2013 14:48
Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

...


Gut, dann muss ich meine Antwort zurückziehen und finde den Unterricht als solches nicht gut. Ich kenns von mir wie gesagt so, dass alle Religionen gleich intensiv behandelt werden in der Schule - keine steht im Vordergrund. Ich wüsste nicht, warum man auf eine Religion mehr eingehen sollte als auf die andere. Für uns alle Nichtgläubige sind alle Religionen gleich wichtig und gleich viel wert.

wie würdest du es sehen, wenn die EINDEUTIGE (über 90%) einer religion angehört? also wenn du so leben würdest?


Das übersteigt meine Vorstellungskraft so extrem, dass ich es nicht eindeutig beantworten kann. Ganz nüchtern würde ich aber sagen: Trotzdem sollten alle gleich stark behandelt werden. Ich finde, dass die Kids sonst stark in die christliche Ecke gedrängt werden und vielleicht nicht mehr total unvoreingenommen entscheiden können, ob und an was sie glauben möchten.

hmmmm... und was ist dann mit kommunion/firmung? soll das in der schule gar nicht vorbereitet werden?
alles reines interesse
zartbitter
46787 Beiträge
02.12.2013 14:49
Zitat von elvirajohn:

ich wuerde das kind definitiv in diese religionsklasse stecken. bei mir war damals auch 90 % der bevoelkerung katholisch. hab es nie bereut, weil ich mein kind habe frei entscheiden lassen........das kind kann ja spaeter immer noch wechseln. es heisst ja nicht, dass es deshalb schullebenslang gebunden ist.


so sehe ich das auch
mein freund bleibt zb in der kirche, damit zwergi getauft werden kann und kommunion/firmung kriegt
Putsch
26805 Beiträge
02.12.2013 14:50
Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

...

wie würdest du es sehen, wenn die EINDEUTIGE (über 90%) einer religion angehört? also wenn du so leben würdest?


Das übersteigt meine Vorstellungskraft so extrem, dass ich es nicht eindeutig beantworten kann. Ganz nüchtern würde ich aber sagen: Trotzdem sollten alle gleich stark behandelt werden. Ich finde, dass die Kids sonst stark in die christliche Ecke gedrängt werden und vielleicht nicht mehr total unvoreingenommen entscheiden können, ob und an was sie glauben möchten.

hmmmm... und was ist dann mit kommunion/firmung? soll das in der schule gar nicht vorbereitet werden?
alles reines interesse


Doch, klar!
Nur finde ich eben nicht, dass der Schwerpunkt darauf liegen sollte.
zartbitter
46787 Beiträge
02.12.2013 14:51
Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

...


Das übersteigt meine Vorstellungskraft so extrem, dass ich es nicht eindeutig beantworten kann. Ganz nüchtern würde ich aber sagen: Trotzdem sollten alle gleich stark behandelt werden. Ich finde, dass die Kids sonst stark in die christliche Ecke gedrängt werden und vielleicht nicht mehr total unvoreingenommen entscheiden können, ob und an was sie glauben möchten.

hmmmm... und was ist dann mit kommunion/firmung? soll das in der schule gar nicht vorbereitet werden?
alles reines interesse


Doch, klar!
Nur finde ich eben nicht, dass der Schwerpunkt darauf liegen sollte.

naja, die kinder werden ja drauf vorbereitet - wie will man da keinen schwerpunkt drauf legen?
bei uns in der klasse war EINE, die keine kommunion hatte in der ganzen jahrgangsstufe warens glaub ich 2 oder 3...
Putsch
26805 Beiträge
02.12.2013 14:54
Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

Zitat von zartbitter:

Zitat von Putsch:

...

hmmmm... und was ist dann mit kommunion/firmung? soll das in der schule gar nicht vorbereitet werden?
alles reines interesse


Doch, klar!
Nur finde ich eben nicht, dass der Schwerpunkt darauf liegen sollte.

naja, die kinder werden ja drauf vorbereitet - wie will man da keinen schwerpunkt drauf legen?
bei uns in der klasse war EINE, die keine kommunion hatte in der ganzen jahrgangsstufe warens glaub ich 2 oder 3...


Ich muss zugeben, dass ich nicht weiß wie intensiv solche Vorbereitungen ablaufen müssen. Ich finde nur, dass über Islam, Judentum, etc. genau so viel geredet werden sollte - unabhängig davon ob viele oder wenige Glaubensanhänger in der Klasse sind.
02.12.2013 14:54
Was wäre eine Schule ohne Religionsunterricht?
Wie du schon sagst, er ist sehr wichtig. Nicht um einen bestimmten Glauben zu vermitteln, sondern vor allem weil gewisse Werte vermittelt werden, die wie ich finde sehr wichtig sind.

Ich finde es absolut unmöglich, dass es tatsächlich eingeräumt wird, diesen Unterricht auf freiwilliger Basis zu führen. Da könnte man ja dann auch andere Fächer freiwillig machen. Kunst oder Sport.
Religion sollte wieder ein Pflichtfach werden und zwar für ausnahmslos alle.

Ich weiß nicht, warum besonders die Familien muslimischen Glaubens ihren Kindern diesen Unterricht schlicht vorenthalten. Haben die etwa Angst, ihren Kindern könnte etwas anständiges beigebracht werden? Sowas wie Achtung vor anderen Menschen, Vergebung statt Rache, ....

SpieloReloaded
14096 Beiträge
02.12.2013 14:55
Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Ich kenne den Religionsunterricht aus Erzählungen nur als Plattform für den christlichen Glauben (andere Religionen wurden, wenn überhaupt, nur kurz angeschnitten). Ich selbst hatte keinen (war damals freiwillig), worüber ich sehr froh war - mir hat's damals schon gereicht, wenn meine Mitschüler mir damit in den Ohren lagen.
Ich selbst lehne den Religionsunterricht, so wie er damals statt fand, vollkommen ab. WENN Kinder schon etwas über Religionen lernen sollen, dann über alle und zwar gleichermaßen. Und da seh ich das Problem im Lehrkörper - sobald man einen Lehrer vor der Klasse stehen hat, der einer Religion angehört, läuft man Gefahr, dass die Religionen, denen er nicht angehört, unter den Tisch fallen.

ja gut, natürlich wurde im katholischen religionsunterricht fokus auf die katholische religion gelegt, das ist ja irgenwie logisch...
aber dennoch haben wir auch klausuren/schulaufgaben/proben über diverse religionen geschrieben etc. - das aber halt dann eher etwas später und nicht in der grundschule, wenn ich mich richtig erinnere
kommunion und firmung gehören hier absolut zum leben dazu, was wäre hier die lösung? beides wegfallen lassen kommt nicht in frage, bei ca. 95% katholischer bevölkerung

Siehst du, bei uns hieß es nur "Religionsunterricht". Das impliziert, dass es im Unterricht um alle Religionen gleichberechtigt geht und so sollte es dann auch sein und nicht eine Religion vorrangig. In einen "katholischen Religionsunterricht" würde ich meine Kinder nie und nimmer stecken, weil mir das zu einseitig ist. Und ja, ich finde diese Form des Unterrichts dann falsch und fürdie Kinder schädlich.
elvirajohn
1750 Beiträge
02.12.2013 14:56
meine tochter hat damals entschieden nicht zur kommunion gehen zu wollen, aber weiterhin den religionsunterricht besucht. es war gar kein problem. wir haben zu hause darueber gesprochen und ich hae ihr gesagt, wenn sie es irgendwann selbst moechte, dann kann sie das immer noch machen. ein paar kinder waren damals sauer, weil sie in den kommunionunterricht (der ist ja extra) gehen mussten und meine tochter nicht. aber es gab sonst keine probleme....nicht in der schule und nicht mit den anderen eltern. wir sind auch ganz normal an den "hohen" feiertagen in die kirche gegangen. und was soll ich sagen........wir leben noch. grins
Zitat von zartbitter:

Zitat von elvirajohn:

ich wuerde das kind definitiv in diese religionsklasse stecken. bei mir war damals auch 90 % der bevoelkerung katholisch. hab es nie bereut, weil ich mein kind habe frei entscheiden lassen........das kind kann ja spaeter immer noch wechseln. es heisst ja nicht, dass es deshalb schullebenslang gebunden ist.


so sehe ich das auch
mein freund bleibt zb in der kirche, damit zwergi getauft werden kann und kommunion/firmung kriegt
Putsch
26805 Beiträge
02.12.2013 14:57
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Ich kenne den Religionsunterricht aus Erzählungen nur als Plattform für den christlichen Glauben (andere Religionen wurden, wenn überhaupt, nur kurz angeschnitten). Ich selbst hatte keinen (war damals freiwillig), worüber ich sehr froh war - mir hat's damals schon gereicht, wenn meine Mitschüler mir damit in den Ohren lagen.
Ich selbst lehne den Religionsunterricht, so wie er damals statt fand, vollkommen ab. WENN Kinder schon etwas über Religionen lernen sollen, dann über alle und zwar gleichermaßen. Und da seh ich das Problem im Lehrkörper - sobald man einen Lehrer vor der Klasse stehen hat, der einer Religion angehört, läuft man Gefahr, dass die Religionen, denen er nicht angehört, unter den Tisch fallen.

ja gut, natürlich wurde im katholischen religionsunterricht fokus auf die katholische religion gelegt, das ist ja irgenwie logisch...
aber dennoch haben wir auch klausuren/schulaufgaben/proben über diverse religionen geschrieben etc. - das aber halt dann eher etwas später und nicht in der grundschule, wenn ich mich richtig erinnere
kommunion und firmung gehören hier absolut zum leben dazu, was wäre hier die lösung? beides wegfallen lassen kommt nicht in frage, bei ca. 95% katholischer bevölkerung

Siehst du, bei uns hieß es nur "Religionsunterricht". Das impliziert, dass es im Unterricht um alle Religionen gleichberechtigt geht und so sollte es dann auch sein und nicht eine Religion vorrangig. In einen "katholischen Religionsunterricht" würde ich meine Kinder nie und nimmer stecken, weil mir das zu einseitig ist. Und ja, ich finde diese Form des Unterrichts dann falsch und fürdie Kinder schädlich.


kleinermax
7 Beiträge
02.12.2013 14:57
muss jeder selber wissen !
elvirajohn
1750 Beiträge
02.12.2013 14:57
es ist wirklich bloedsinn, das religionsunterricht fuer die kinder schaedlich ist!!!!! ich spreche aus eigener erfahrung.
zartbitter
46787 Beiträge
02.12.2013 14:58
Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Ich kenne den Religionsunterricht aus Erzählungen nur als Plattform für den christlichen Glauben (andere Religionen wurden, wenn überhaupt, nur kurz angeschnitten). Ich selbst hatte keinen (war damals freiwillig), worüber ich sehr froh war - mir hat's damals schon gereicht, wenn meine Mitschüler mir damit in den Ohren lagen.
Ich selbst lehne den Religionsunterricht, so wie er damals statt fand, vollkommen ab. WENN Kinder schon etwas über Religionen lernen sollen, dann über alle und zwar gleichermaßen. Und da seh ich das Problem im Lehrkörper - sobald man einen Lehrer vor der Klasse stehen hat, der einer Religion angehört, läuft man Gefahr, dass die Religionen, denen er nicht angehört, unter den Tisch fallen.

ja gut, natürlich wurde im katholischen religionsunterricht fokus auf die katholische religion gelegt, das ist ja irgenwie logisch...
aber dennoch haben wir auch klausuren/schulaufgaben/proben über diverse religionen geschrieben etc. - das aber halt dann eher etwas später und nicht in der grundschule, wenn ich mich richtig erinnere
kommunion und firmung gehören hier absolut zum leben dazu, was wäre hier die lösung? beides wegfallen lassen kommt nicht in frage, bei ca. 95% katholischer bevölkerung

Siehst du, bei uns hieß es nur "Religionsunterricht". Das impliziert, dass es im Unterricht um alle Religionen gleichberechtigt geht und so sollte es dann auch sein und nicht eine Religion vorrangig. In einen "katholischen Religionsunterricht" würde ich meine Kinder nie und nimmer stecken, weil mir das zu einseitig ist. Und ja, ich finde diese Form des Unterrichts dann falsch und fürdie Kinder schädlich.

findest du es dann auch falsch/schädlich, wenn eltern ihre kinder christlich oder insgesamt religionsbezogen (ob nun katholisch oder evangelisch ist ja erstmal egal) erziehen?
Lina85
4848 Beiträge
02.12.2013 14:59
Ich finde Unterricht über EINE Religion gehört heute in keine Schule. Es gibt hier die Trennung von Staat und Kirche und das sollte auch Konsequent in der Schule durchgeführt werden. Alternativ muss man Religionsunterricht auch in anderen Religionen anbieten. Aber das würde dann auch schwierig werden, da jeder auf seinen Unterricht bestehen würde. Das Argument mit der Mehrheit der Bevölkerung find ich auch schwierig, wir wohnen in einem Stadtteil mit vielen Muslimen. Das würde bedeuten, hier wird nur der Islam gelehrt ?
Stattdessen ist Werte und Normen Als fach eine tolle alternative.
Naja, und wer meint, dass die Kinder etwas über die eigene Religion lernen sollen, geht halt in die Kirche und zur Sonntagsschule.

SpieloReloaded
14096 Beiträge
02.12.2013 15:01
Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Zitat von zartbitter:

Zitat von SpieloReloaded:

Ich kenne den Religionsunterricht aus Erzählungen nur als Plattform für den christlichen Glauben (andere Religionen wurden, wenn überhaupt, nur kurz angeschnitten). Ich selbst hatte keinen (war damals freiwillig), worüber ich sehr froh war - mir hat's damals schon gereicht, wenn meine Mitschüler mir damit in den Ohren lagen.
Ich selbst lehne den Religionsunterricht, so wie er damals statt fand, vollkommen ab. WENN Kinder schon etwas über Religionen lernen sollen, dann über alle und zwar gleichermaßen. Und da seh ich das Problem im Lehrkörper - sobald man einen Lehrer vor der Klasse stehen hat, der einer Religion angehört, läuft man Gefahr, dass die Religionen, denen er nicht angehört, unter den Tisch fallen.

ja gut, natürlich wurde im katholischen religionsunterricht fokus auf die katholische religion gelegt, das ist ja irgenwie logisch...
aber dennoch haben wir auch klausuren/schulaufgaben/proben über diverse religionen geschrieben etc. - das aber halt dann eher etwas später und nicht in der grundschule, wenn ich mich richtig erinnere
kommunion und firmung gehören hier absolut zum leben dazu, was wäre hier die lösung? beides wegfallen lassen kommt nicht in frage, bei ca. 95% katholischer bevölkerung

Siehst du, bei uns hieß es nur "Religionsunterricht". Das impliziert, dass es im Unterricht um alle Religionen gleichberechtigt geht und so sollte es dann auch sein und nicht eine Religion vorrangig. In einen "katholischen Religionsunterricht" würde ich meine Kinder nie und nimmer stecken, weil mir das zu einseitig ist. Und ja, ich finde diese Form des Unterrichts dann falsch und fürdie Kinder schädlich.

findest du es dann auch falsch/schädlich, wenn eltern ihre kinder christlich oder insgesamt religionsbezogen (ob nun katholisch oder evangelisch ist ja erstmal egal) erziehen?

Nein, solange das Kind weiterhin Kontakt zu anderen Kindern außerhalb der Religionsgemeinschaft haben darf. Wobei ich sagen muss, dass versuche meine Kinder von meinem Glauben fern zu halten.
Zarti, du selbst sagst immer, dass du dich über alles ausgiebig informieren möchtest, um eine Wahl treffen zu können, mit der du leben kannst. Ein Kind, dass in der Schule nur einseitig über eine Religion informiert wird, kann auch nicht frei wählen, welche Religion es gut findet. Und keine freie Wahl zu haben, ist meiner Meinung nach nicht gut.
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