Brauche dringend einen Rat
08.12.2014 18:45
Ach
ich hab Angst meinen Sohn zu enttäuschen. Bis jetzt konnte er sich auf mich verlassen aber hier muss ich ihn zwingen
mir drehst alles um.
ich hab Angst meinen Sohn zu enttäuschen. Bis jetzt konnte er sich auf mich verlassen aber hier muss ich ihn zwingen
mir drehst alles um.
09.12.2014 10:50
Ich würde niemals ein Kind zu etwas zwingen!! Dann würde ich lieber mit dem Richter Kontakt aufnehmen, der dieses Urteil gesprochen hat, soweit kommt das noch, dass man sein eigenes Fleisch und Blut zu etwas zwingen muss......
09.12.2014 11:00
Zitat von Lissy:
Ich würde niemals ein Kind zu etwas zwingen!! Dann würde ich lieber mit dem Richter Kontakt aufnehmen, der dieses Urteil gesprochen hat, soweit kommt das noch, dass man sein eigenes Fleisch und Blut zu etwas zwingen muss......![]()
Was man sagt und was man fühlt sind oftmals zwei unterschiedliche Dinge. Wenn wir unseren Kindern sagen, dass es bei Papa sicherlich schön werden wird und unser Kind dort ein schönes Wochenende verleben wird, aber das Kind tief in unserem Herzen ungern oder gar nicht gehen lassen möchten, ist das, was wir sagen nichts wert; das Kind spürt das, was wir zu der Situation empfinden und übernimmt dieses Gefühl als sein eigenes. Das ist auch ganz normal so, denn wir sind der Mensch, dem unser Kind vertraut und in den es die Hoffnung legt, dass wir schon dafür sorgen, dass es ihm gut geht.
Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Kinder nach geltendem Recht ab und an zu Dingen zwingen müssen, von denen wir selber und somit in manchen Fällen leider auch unser Kind nicht überzeugt sind. Umgänge mit dem Kindesvater stattfinden zu lassen sind da nur ein Beispiel.
Unverständlich und nicht schön, ich weiß, und wenn ich die Situation "privat" betrachte, tut mir das auch jedes Mal in der Seele weh.
Wenn ich das ganze aber "professionell" betrachte, so hat das Kind auch ein Anrecht auf seinen Vater und vor allem hat es ein Anrecht darauf, den Kontakt zu seinem Vater ungefärbt wahrnehmen zu dürfen und ein eigenes Gefühl dazu zu entwickeln.
Leichter gesagt, als getan, denn wie stellt eine Mutter ihre Sorgen und Gefühle ab. Aber genau das ist es, was von Eltern, die mit ihrem Kind in Deutschland leben, erwartet wird: Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität, wenn man sich einmal für ein Kind entschieden hat.
Das soll nicht hartherzig klingen. Oder als wäre ich kalt und abgebrüht. Aber das Wohl des Kindes ist eben auch manchmal nicht nur genau das, was wir für richtig erachten...
09.12.2014 13:34
Zitat von ansiro:
Zitat von Lissy:
Ich würde niemals ein Kind zu etwas zwingen!! Dann würde ich lieber mit dem Richter Kontakt aufnehmen, der dieses Urteil gesprochen hat, soweit kommt das noch, dass man sein eigenes Fleisch und Blut zu etwas zwingen muss......![]()
Was man sagt und was man fühlt sind oftmals zwei unterschiedliche Dinge. Wenn wir unseren Kindern sagen, dass es bei Papa sicherlich schön werden wird und unser Kind dort ein schönes Wochenende verleben wird, aber das Kind tief in unserem Herzen ungern oder gar nicht gehen lassen möchten, ist das, was wir sagen nichts wert; das Kind spürt das, was wir zu der Situation empfinden und übernimmt dieses Gefühl als sein eigenes. Das ist auch ganz normal so, denn wir sind der Mensch, dem unser Kind vertraut und in den es die Hoffnung legt, dass wir schon dafür sorgen, dass es ihm gut geht.
Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Kinder nach geltendem Recht ab und an zu Dingen zwingen müssen, von denen wir selber und somit in manchen Fällen leider auch unser Kind nicht überzeugt sind. Umgänge mit dem Kindesvater stattfinden zu lassen sind da nur ein Beispiel.
Unverständlich und nicht schön, ich weiß, und wenn ich die Situation "privat" betrachte, tut mir das auch jedes Mal in der Seele weh.
Wenn ich das ganze aber "professionell" betrachte, so hat das Kind auch ein Anrecht auf seinen Vater und vor allem hat es ein Anrecht darauf, den Kontakt zu seinem Vater ungefärbt wahrnehmen zu dürfen und ein eigenes Gefühl dazu zu entwickeln.
Leichter gesagt, als getan, denn wie stellt eine Mutter ihre Sorgen und Gefühle ab. Aber genau das ist es, was von Eltern, die mit ihrem Kind in Deutschland leben, erwartet wird: Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität, wenn man sich einmal für ein Kind entschieden hat.
Das soll nicht hartherzig klingen. Oder als wäre ich kalt und abgebrüht. Aber das Wohl des Kindes ist eben auch manchmal nicht nur genau das, was wir für richtig erachten...
Mit dem was du sagst hast du völlig recht. Ich weiß auch das ich ihn zur not zwingen muss. Auch wenn mir das noch so weh tut
Ich hoffe das ich vielleicht diese Woche noch etwas erreiche.
Es ist verdammt schwer.
Und ich weiß auch das der kleine seinen Vater braucht und ich möchte das auch um alles in der Welt nicht verhindern. Hätte aber gern ein besseres Gefühl dabei wenn ihr wisst wie ich meine
09.12.2014 15:36
Zitat von ansiro:
Zitat von Lissy:
Ich würde niemals ein Kind zu etwas zwingen!! Dann würde ich lieber mit dem Richter Kontakt aufnehmen, der dieses Urteil gesprochen hat, soweit kommt das noch, dass man sein eigenes Fleisch und Blut zu etwas zwingen muss......![]()
Was man sagt und was man fühlt sind oftmals zwei unterschiedliche Dinge. Wenn wir unseren Kindern sagen, dass es bei Papa sicherlich schön werden wird und unser Kind dort ein schönes Wochenende verleben wird, aber das Kind tief in unserem Herzen ungern oder gar nicht gehen lassen möchten, ist das, was wir sagen nichts wert; das Kind spürt das, was wir zu der Situation empfinden und übernimmt dieses Gefühl als sein eigenes. Das ist auch ganz normal so, denn wir sind der Mensch, dem unser Kind vertraut und in den es die Hoffnung legt, dass wir schon dafür sorgen, dass es ihm gut geht.
Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Kinder nach geltendem Recht ab und an zu Dingen zwingen müssen, von denen wir selber und somit in manchen Fällen leider auch unser Kind nicht überzeugt sind. Umgänge mit dem Kindesvater stattfinden zu lassen sind da nur ein Beispiel.
Unverständlich und nicht schön, ich weiß, und wenn ich die Situation "privat" betrachte, tut mir das auch jedes Mal in der Seele weh.
Wenn ich das ganze aber "professionell" betrachte, so hat das Kind auch ein Anrecht auf seinen Vater und vor allem hat es ein Anrecht darauf, den Kontakt zu seinem Vater ungefärbt wahrnehmen zu dürfen und ein eigenes Gefühl dazu zu entwickeln.
Leichter gesagt, als getan, denn wie stellt eine Mutter ihre Sorgen und Gefühle ab. Aber genau das ist es, was von Eltern, die mit ihrem Kind in Deutschland leben, erwartet wird: Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität, wenn man sich einmal für ein Kind entschieden hat.
Das soll nicht hartherzig klingen. Oder als wäre ich kalt und abgebrüht. Aber das Wohl des Kindes ist eben auch manchmal nicht nur genau das, was wir für richtig erachten...
Ich gebe dir da vollkommen Recht, jedoch sollte man solche Sachen nicht immer unbedingt "proffesionell" betrachten.
Das Kind hatte kaum Kontakt zum Vater, die Mutter jedoch versucht mit allen Mitteln, trotz Geschehnisse, dem Kind und dem Vater diese Möglichkeit zu geben. Also geht Sie ja positiv an die Sache ran, Bedenken hat da wohl jeder.
Jedoch ist ein kleines Kind keine Maschine. Sowas sollten auch Richter sehen! Ich kann nur von meiner Meinung berichten, ich habe noch kein Kind und wenn ich in diese Situation kommen sollte (was ich mir niemals wünsche), dann würde ich ebenso handeln, wie ich hier die Vorschläge von mir gebe.
Zumal, wenn das Jugendamt schon lange mit im Boot sitzt, verstehe ich mal wieder nicht, das die das nicht zustimmend vor dem Gericht bestätigen?! Nun ja, Jugendamt, da lässt sich eh viel drüber streiten.
09.12.2014 15:59
Zitat von Lissy:
Zitat von ansiro:
Zitat von Lissy:
Ich würde niemals ein Kind zu etwas zwingen!! Dann würde ich lieber mit dem Richter Kontakt aufnehmen, der dieses Urteil gesprochen hat, soweit kommt das noch, dass man sein eigenes Fleisch und Blut zu etwas zwingen muss......![]()
Was man sagt und was man fühlt sind oftmals zwei unterschiedliche Dinge. Wenn wir unseren Kindern sagen, dass es bei Papa sicherlich schön werden wird und unser Kind dort ein schönes Wochenende verleben wird, aber das Kind tief in unserem Herzen ungern oder gar nicht gehen lassen möchten, ist das, was wir sagen nichts wert; das Kind spürt das, was wir zu der Situation empfinden und übernimmt dieses Gefühl als sein eigenes. Das ist auch ganz normal so, denn wir sind der Mensch, dem unser Kind vertraut und in den es die Hoffnung legt, dass wir schon dafür sorgen, dass es ihm gut geht.
Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Kinder nach geltendem Recht ab und an zu Dingen zwingen müssen, von denen wir selber und somit in manchen Fällen leider auch unser Kind nicht überzeugt sind. Umgänge mit dem Kindesvater stattfinden zu lassen sind da nur ein Beispiel.
Unverständlich und nicht schön, ich weiß, und wenn ich die Situation "privat" betrachte, tut mir das auch jedes Mal in der Seele weh.
Wenn ich das ganze aber "professionell" betrachte, so hat das Kind auch ein Anrecht auf seinen Vater und vor allem hat es ein Anrecht darauf, den Kontakt zu seinem Vater ungefärbt wahrnehmen zu dürfen und ein eigenes Gefühl dazu zu entwickeln.
Leichter gesagt, als getan, denn wie stellt eine Mutter ihre Sorgen und Gefühle ab. Aber genau das ist es, was von Eltern, die mit ihrem Kind in Deutschland leben, erwartet wird: Das Wohl des Kindes hat oberste Priorität, wenn man sich einmal für ein Kind entschieden hat.
Das soll nicht hartherzig klingen. Oder als wäre ich kalt und abgebrüht. Aber das Wohl des Kindes ist eben auch manchmal nicht nur genau das, was wir für richtig erachten...
Ich gebe dir da vollkommen Recht, jedoch sollte man solche Sachen nicht immer unbedingt "proffesionell" betrachten.
Das Kind hatte kaum Kontakt zum Vater, die Mutter jedoch versucht mit allen Mitteln, trotz Geschehnisse, dem Kind und dem Vater diese Möglichkeit zu geben. Also geht Sie ja positiv an die Sache ran, Bedenken hat da wohl jeder.
Jedoch ist ein kleines Kind keine Maschine. Sowas sollten auch Richter sehen! Ich kann nur von meiner Meinung berichten, ich habe noch kein Kind und wenn ich in diese Situation kommen sollte (was ich mir niemals wünsche), dann würde ich ebenso handeln, wie ich hier die Vorschläge von mir gebe.
Zumal, wenn das Jugendamt schon lange mit im Boot sitzt, verstehe ich mal wieder nicht, das die das nicht zustimmend vor dem Gericht bestätigen?! Nun ja, Jugendamt, da lässt sich eh viel drüber streiten.
Weil die Kollegen (ja, ich bin auch so eine vom Jugendamt
) da sicherlich auch die Gefühle der Mutter sehen. Wir nehmen nicht einfach danach Stellung, was scheinbar offensichtlich ist, sondern vor allem nach dem, was hinter den Kulissen geschieht. Dafür schauen wir uns die familiäre Situation und die emotionale Lage aller Familienmitglieder - im Idealfall - sehr genau an und fügen unsere Einschätzung zum Kindeswohl hinzu... Unser Job ist nicht einfach, das darfst Du mir gern glauben, aber ich mache ihn dennoch gern - auch, wenn ich dann manchmal "wieder so eine böse Sachbearbeiterin vom Jugendamt" bin. Mein Augenmerk war bisher stets das Kindeswohl und der Erhalt von Familien und deren Strukturen und ich hoffe sehr, dass mir das auch zukünftig gelingen wird.
09.12.2014 16:13
Um Gottes Willen, ich will dich keinesfalls über einen Kamm scheren.
Jeder Sachbearbeiter ist da anders, gar keine Frage.
Und wenn was in den Medien kommt, bezogen auf das Jugendamt, dann immer nur Negatives, auch völlig verständlich!
Jedoch lese ich heraus, dass Ihre Sachbearbeiterin da nicht so ganz hinter steht..... Also so liest sich das für mich!
Ich stelle mir diesen Beruf absolut nicht leicht vor, was man da wohl alles sieht und mit erlebt, ich zücke da den Hut, ich könnte das vermutlich nicht.....!?
Jedoch verstehe ich eben nicht, warum ein Kind mit 5 Jahren sich nicht dazu äußern darf? Warum der Richter sich nicht zurück gezogen hat und ohne Gerichtssaal das Gespräch mit dem Kind gesucht hat. Aber das ist alles wohl nur "Barbara Salesch Gedöns" und gibt es in Wirklichkeit gar nicht?
Jeder Sachbearbeiter ist da anders, gar keine Frage.
Und wenn was in den Medien kommt, bezogen auf das Jugendamt, dann immer nur Negatives, auch völlig verständlich!
Jedoch lese ich heraus, dass Ihre Sachbearbeiterin da nicht so ganz hinter steht..... Also so liest sich das für mich!
Ich stelle mir diesen Beruf absolut nicht leicht vor, was man da wohl alles sieht und mit erlebt, ich zücke da den Hut, ich könnte das vermutlich nicht.....!?
Jedoch verstehe ich eben nicht, warum ein Kind mit 5 Jahren sich nicht dazu äußern darf? Warum der Richter sich nicht zurück gezogen hat und ohne Gerichtssaal das Gespräch mit dem Kind gesucht hat. Aber das ist alles wohl nur "Barbara Salesch Gedöns" und gibt es in Wirklichkeit gar nicht?
09.12.2014 16:22
Zitat von Lissy:
Um Gottes Willen, ich will dich keinesfalls über einen Kamm scheren.
Jeder Sachbearbeiter ist da anders, gar keine Frage.
Und wenn was in den Medien kommt, bezogen auf das Jugendamt, dann immer nur Negatives, auch völlig verständlich!
Jedoch lese ich heraus, dass Ihre Sachbearbeiterin da nicht so ganz hinter steht..... Also so liest sich das für mich!![]()
Ich stelle mir diesen Beruf absolut nicht leicht vor, was man da wohl alles sieht und mit erlebt, ich zücke da den Hut, ich könnte das vermutlich nicht.....!?
Jedoch verstehe ich eben nicht, warum ein Kind mit 5 Jahren sich nicht dazu äußern darf? Warum der Richter sich nicht zurück gezogen hat und ohne Gerichtssaal das Gespräch mit dem Kind gesucht hat. Aber das ist alles wohl nur "Barbara Salesch Gedöns" und gibt es in Wirklichkeit gar nicht?![]()
Doch, das gibt es wirklich. Allerdings werden die Kinder entweder vor einem geplanten Gerichtstermin für die Eltern oder in einem ganz gesonderten Anhörungstermin gehört. Beim Anhörungstermin der Eltern sind sie in der Regel nicht dabei, wenn sie so klein sind. Das würde sie unverhältnismäßig intensiv mit einbeziehen und das wäre nicht im Sinne ihres Wohls.
Tatsächlich ist es aber so, dass die Kinder zu hören sind, wenn ihr Entwicklungsstand das zulässt und ein 5-Jähriger sollte schon auch was sagen dürfen.
Nichtsdestotrotz ist die "Meinung" eines 5-Jährigen meist nicht gefestigt und vor allem ziemlich oft noch nicht seine eigene.
Das ist aber wohl auch jedem klar.
Ich hoffe immer, dass das Kind ein paar Male eine Erfahrung machen und dann darauf schließen darf, dass das, was es da erleben "muss" doch gar nicht so schlecht ist, wie gedacht. Vielleicht wird das ja auch im hier diskutierten Fall so sein.
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