Mütter- und Schwangerenforum

Grippeschutzimpfung für Kinder ja oder nein?

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HollyH
5228 Beiträge
14.09.2020 11:58
Hallo in die Runde,

ich habe derzeit mit meinem Noch-Mann die Diskussion, ob unser Sohn (7 Jahre, keine Vorerkrankungen, kein Risikopatient) eine Grippeschutzimpfung bekommt oder nicht.

Bislang wurde unser Sohn nie gegen Grippe geimpft, weil er eben kein Risikopatient ist. Auch mein NM und ich haben uns nie entsprechend impfen lassen. Ich bin kein Freund von "vermeidbaren" Impfungen.

Seine neue Partnerin hat nun jedoch ein Kind mit Vorerkrankung. Ihr Kind wurde geimpft, mein NM hat sich impfen lassen, sie hat sich impfen lassen. Soweit so gut.

Jetzt meinte mein NM aber, er möchte, dass unser Kind geimpft wird, weil es ja alle 14 Tage dort zu Besuch ist und etwas einschleppen könnte.

Ich fürchte, ich bin gerade nicht sonderlich objektiv.
Zum einen bin ich tierisch wütend, dass es ihm mit seinem Anliegen in keinster Weise darum geht, unser Kind vor der Erkrankung zu schützen (dann würde ich darüber noch ganz anders mit ihm diskutieren können, wenn er sich einfach Gedanken um die Gesundheit seines Sohnes machen würde), sondern "lediglich" darum, das Kind seiner Partnerin doppelt abzusichern.

Wäre mein Kind Risikopatient würde ich auch alles dafür tun wollen, es zu schützen, kein Thema. Aber kann ich von Anderen, die ebenfalls nur das Beste für ihr Kind wollen, verlangen, ihrem Kind Viren und diverse Zusatzstoffe impfen zu lassen, obwohl dieses Kind nicht zur Risikogruppe gehört? Zumal die "Trefferquote" bei der Grippeschutzimpfung im besten Falle bei 60% liegt, eher noch weniger. Was ist mit seinen Freunden im Kindergarten bzw. Schwimmkurs, die er alle weit häufiger sieht als unseren Sohn?

Was mich ebenfalls beschäftigt (ich denke schon auch mal an Andere ), ist, dass nichtmals genug Impfdosen für die Risikopatienten zur Verfügung stehen. Und dann nehmen Nicht-Risikopatienten ihnen noch die wenigen Impfstoffe weg?

Wie gesagt, bei der Masern-Impfung bspw. gibt es für mich kein "Ja oder Nein?", die Erkrankung kann hochgradig gefährlich werden. Darüber hinaus bietet die Impfung eben einen relativ hohen Schutz, den ich bei der Grippeschutzimpfung für nicht gegeben halte.

Nun gibt es ja aber auch schwere Grippeverläufe, die zwar bei gesunden Kindern selten sind, aber durchaus vorkommen können. Was dann? Werde ich mir dann nicht Vorwürfe machen, nicht geimpft zu haben?

Ich werde hier echt wahnsinnig. Bis gestern war für mich (uns) immer klar, wir lassen uns nicht gegen Influenza impfen, fertig. Und jetzt sehe ich vor meinem geistigen Auge mein Kind schon schwerkrank dahinsiechen, weil ich ihn nicht impfen lassen wollte

Ich weiß, ihr könnt die Entscheidung nicht für mich treffen, mich interessiert nur mal die Schwarmmeinung zum Thema.
kataleia
9895 Beiträge
14.09.2020 12:01
Ich würde nicht impfen lassen.
Ich bin auch kein Freund von vermeidbaren Impfungen und würde wenn ich du wäre mich quer stellen
Junechiller
4376 Beiträge
14.09.2020 12:04
Lass dich nicht von deinem bisherigen Kurs abbringen!
Mimolino
400 Beiträge
14.09.2020 12:05
Hallo Holly,
ich bin 100% bei dir und würde es aus den von dir genannten Gründen nicht machen - da könnte sich der Vater auf den Kopf stellen.
Euer Sohn hat kein besonders hohes Risiko,warum dann dem Risiko der Impfung aussetzen?!
Und der Sohn seiner Lebensgefährtin wird täglich überall mit ungeimpften in Kontakt kommen da wird euer Sohn alle 14 Tage kein unkalkulierbares Risiko darstellen.

Cookie88
32153 Beiträge
14.09.2020 12:44
Ich würde nicht impfen lassen.
Hummelbrummel
1090 Beiträge
14.09.2020 12:46
Nein. Nie. Nicht. Niemals. Eher friert die Hölle zu.
HollyH
5228 Beiträge
14.09.2020 12:55
Ich danke Euch für eure Meinungen.

Hoffentlich schwingt er nicht die "Wenn er nicht geimpft ist, kann er nicht mehr zu uns kommen" Keule. Dann schade ich indirekt meinem Kind doch ohne es zu wollen.
bambina_1990
13669 Beiträge
14.09.2020 13:13
Ich überlege es dieses Jahr tatsächlich aber eigentlich nur weil mein Schwiegervater und meine große Anfang des Jahres beide die richtige Grippe hatten und sie beide 4-5 Wochen gebraucht haben eh sie mal halbwegs auf den Damm waren
FrauNovember
2800 Beiträge
14.09.2020 13:22
Wenn das andere Kind doch geimpft ist, wieso soll dein Sohn dann auch geimpft werden? Das Risiko für die Grippestämme, die nicht mit der Impfung abgedeckt sind ändert sich dadurch doch nicht.
Hummelbrummel
1090 Beiträge
14.09.2020 13:23
Zitat von bambina_1990:

Ich überlege es dieses Jahr tatsächlich aber eigentlich nur weil mein Schwiegervater und meine große Anfang des Jahres beide die richtige Grippe hatten und sie beide 4-5 Wochen gebraucht haben eh sie mal halbwegs auf den Damm waren


Corona
HollyH
5228 Beiträge
14.09.2020 13:26
Zitat von bambina_1990:

Ich überlege es dieses Jahr tatsächlich aber eigentlich nur weil mein Schwiegervater und meine große Anfang des Jahres beide die richtige Grippe hatten und sie beide 4-5 Wochen gebraucht haben eh sie mal halbwegs auf den Damm waren


Das möchte ich für mein Kind natürlich auch nicht, deswegen meine leisen Zweifel.
Allerdings frage ich mich, ob eine Schutzquote von im Schnitt nur 50% eine Impfung rechtfertigt. Jeder 2. Geimpfte bekommt die Grippe statistisch gesehen trotzdem. Ich hatte sie in meinem Leben noch nie ohne jemals geimpft worden zu sein.

Wenn das eigene Kind aber mal erkrankt war und wirklich zu kämpfen hatte, greift man wahrscheinlich nach jeder möglichen Vorbeugungsmaßnahme, die sich bietet, kann ich total verstehen.
HollyH
5228 Beiträge
14.09.2020 13:29
Zitat von FrauNovember:

Wenn das andere Kind doch geimpft ist, wieso soll dein Sohn dann auch geimpft werden? Das Risiko für die Grippestämme, die nicht mit der Impfung abgedeckt sind ändert sich dadurch doch nicht.


Ich verstehe ja auch nicht, was er sich davon verspricht.

Jetzt führt er als Quelle gerade Herrn Spahn an, der dazu aufruft, alle Kinder zu impfen
FrauNovember
2800 Beiträge
14.09.2020 13:31
Zitat von HollyH:

Zitat von FrauNovember:

Wenn das andere Kind doch geimpft ist, wieso soll dein Sohn dann auch geimpft werden? Das Risiko für die Grippestämme, die nicht mit der Impfung abgedeckt sind ändert sich dadurch doch nicht.


Ich verstehe ja auch nicht, was er sich davon verspricht.

Jetzt führt er als Quelle gerade Herrn Spahn an, der dazu aufruft, alle Kinder zu impfen


Ich könnte es ja nachvollziehen, wenn das andere Kind Risikopatient wäre und nicht geimpft werden könnte. Dann fänd ich es durchaus fair darüber für dein Kind nachzudenken. Aber so macht es für mich nicht so viel Sinn.
kataleia
9895 Beiträge
14.09.2020 13:32
Zitat von FrauNovember:

Wenn das andere Kind doch geimpft ist, wieso soll dein Sohn dann auch geimpft werden? Das Risiko für die Grippestämme, die nicht mit der Impfung abgedeckt sind ändert sich dadurch doch nicht.


Genau das würde ich dem Vater auch sagen!
bambina_1990
13669 Beiträge
14.09.2020 13:33
Zitat von Hummelbrummel:

Zitat von bambina_1990:

Ich überlege es dieses Jahr tatsächlich aber eigentlich nur weil mein Schwiegervater und meine große Anfang des Jahres beide die richtige Grippe hatten und sie beide 4-5 Wochen gebraucht haben eh sie mal halbwegs auf den Damm waren


Corona
glaube ich kaum
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