Mütter- und Schwangerenforum

Polypen, Röhrchen und Mandel Operation

krümelchen007
4746 Beiträge
12.02.2018 13:30
Hallo ihr lieben!

Meiner Tochter muss im April operiert werden. Die Mandeln sollen verkleinert werden, die Polypen sollen entfernt werden und Röhrchen in die Ohren sollen gesetzt werden.

Es ist ja an sich eine Routine OP Aber ich mache mir trotzdem Gedanken

Sie hat seit Oktober '17 schon die 10. Mittelohrentzündung und davon ist 3 mal das Trommelfell mit geplatzt....

Haben eure Kids diese Op auch hinter sich?
Wie alt waren sie und wie erging es ihnen danach?
Wielange war der Klinikaufenthalt?
Und ist es mit der OP besser geworden? Also, dass sie eben nicht mehr so anfällig für die Entzündungen sind.

Es wäre schön wenn ihr mal so berichten könnt
12.02.2018 13:34
Mandeln nicht, bei Polypen und paukenröhrchen hat Johann kurz vor seinem 3. Geburtstag bekommen.

Seitdem ist es viel besser, erstmal hört er jetzt richtig und hat angefangen zu reden und dann hat er auch ich ständig was am Ohr wenn er nur minimal erkältet ist (so schlimm wie bei euch war es bei ihm aber auch nie).

Wir waren eine Nacht im kh.

Er hat alles super überstanden und das einzige was er schlimm fand war dass er danach nicht sofort essen durfte.
Sonst gab es keine Nachwirkungen
shelyra
62453 Beiträge
12.02.2018 13:36
mein sohn hatte eine polypenentfernung und eigentlich sollten auch röhrchen gesetzt werden (unter der op stellte man dann fest dass ein schnitt ausreichte so dass er doch keine bekommen hat). da war er knapp 5 1/2

bei uns wurde die op ambulant gemacht. vormittags hin, dort dann sediert und die op dauerte keine 30min. dann warten bis er wieder aufwacht und fit ist und dann durfte er schon wieder nach hause.
er hatte keinerlei probleme damit. ihm ging es blendend danach.
wir hatten eher den kampf ihn 3 tage ruhig zu halten weil er nciht einsah solange nicht toben zu dürfen
krümelchen007
4746 Beiträge
12.02.2018 13:42
Ja, dadurch das die Mandeln mitgemacht werden müssen wir wohl länger stationär bleiben.
Sie hat ganz schön angst und weint viel seitdem HNO Termin am Mittwoch.
Habt ihr eure Kinder irgendwie drauf vorbereitet?
Wir hatten ihr am nächsten Tag auch ein Buch gekauft aber irgendwie wurde es noch schlimmer

Das es danach keine Probleme gab freut mich sehr auch, dass es danach besser wurde mit den Infektionen. Sie leidet immer sehr wenn ihr Ohr Entzündet ist.
shelyra
62453 Beiträge
12.02.2018 13:44
Zitat von krümelchen007:

Ja, dadurch das die Mandeln mitgemacht werden müssen wir wohl länger stationär bleiben.
Sie hat ganz schön angst und weint viel seitdem HNO Termin am Mittwoch.
Habt ihr eure Kinder irgendwie drauf vorbereitet?
Wir hatten ihr am nächsten Tag auch ein Buch gekauft aber irgendwie wurde es noch schlimmer

Das es danach keine Probleme gab freut mich sehr auch, dass es danach besser wurde mit den Infektionen. Sie leidet immer sehr wenn ihr Ohr Entzündet ist.

wir haben mit unserem sohn darüber geredet. ihm erklärt, dass es nur ne kleine operation sit von der er absolut nix mitbekommt. und da von anfang an feststand, dass er abends wieder zuhause ist gab es keine probleme. große angst hatte er keine
c.m.1984
3137 Beiträge
12.02.2018 13:56
Huhu, wir haben die OP mit 2 1/2 hinter uns gebracht, allerdings ohne Mandeln, also nur Polypen raus, Röhrchen rein. Es lief alles ohne Probleme, einzig das aufwachen aus der Narkose war etwas schwierig. Der Saft vorher hat nicht geholfen und so ist er schreiend in die Narkose rein und der Anästhesist hat uns erklärt das die Kinder so aus der Narkose kommen wie sie rein gegangen sind. Als wir dann nach Hause durften, ca 1 Stunde nach dem aufwachen, ist Lennart für eine halbe Stunde im Auto eingeschlafen und danach war er topfit. Er durfte sogar am nächsten Tag schon wieder in den Kindergarten. Seitdem haben wir bis auf wenige Ausnahmen Ruhe vor Ohrenschmerzen und den ständigen Erkältungen. Auch das sprechen hat sich kurz danach deutlich verbessert. Alles gute für euch!
Elsilein
3057 Beiträge
12.02.2018 15:14
Hallo!
Wir hatten bisher sechs Krankenhausaufenthalte mit insgesamt vier OPs, die erste mit 11 Monaten und die letzte mit 3 Jahren und 3 Monaten. Er ist da also irgendwie “reingewachsen“, deshalb mussten wir ihn nicht groß auf die OP vorbereiten. Er kannte das ja schon.
Prinzipiell hat er immer ein hübsches Spielzeug bekommen, mit dem er sich im Krankenhaus auch eine Weile beschäftigen konnte. Mit 2,5 bekam er einen Arztkoffer (, den die Schwestern in der Kinderklinik auch gleich mit Pflaster, Spritzen und Verbänden aufgefüllt haben ), mit 3 ein Bilderbuch mit Klappen zum Thema Krankenhaus. Wir haben ihm vorher die “schönen“ Sachen erzählt, z.B. dass sein Kuscheltier auch mit in den OP darf und dass er im Krankenhaus ganz viel Eis essen und fernsehen darf

Bei den ersten drei OPs wurde eine Fistel am linken Ohr entfernt, die einfach nicht weggehen wollte Parallel dazu hatte er mindestens 4x im Jahr Mittelohrentzündung mit einer echt miesen Tympanometrie-Kurve, also auch mit Hörminderung durch den Paukenerguss. Ein HNO in der Klinik sagte mal, mit dem Befund wäre es ein Wunder, dass das Kind überhaupt sprechen könnte. Da wird man dann schon sehr nachdenklich
Weil die Entzündungen immer nur am Fistelohr waren, befürchteten wir schon einen Zusammenhang. “Zum Glück“ war es aber nur ein Belüftungsproblem, wie bei sooo vielen anderen Kindern auch. Die Polypen wurden entfernt, die Mandeln verkleinert und zum Glück reichte ein kleiner Paukenschnitt auf der “schlimmen“ Seite und es musste kein Röhrchen gesetzt werden.

Bei der Übergabe in den OP hat er trotz k.o.-Saft zum ersten Mal in unserer “OP-Geschichte“ geweint. Oh, das war wirklich schlimm für uns, trotzdem zügig den Raum zu verlassen. Ein Mitarbeiter sagte uns damals: “Je schneller Sie gehen, desto schneller können wir ihn narkotisieren.“ Und - die gute Nachricht ist: Die Kleinen können sich hinterher nicht mehr an das erinnern, was so kurz vor der Narkose passiert. Hängt wohl mit diesem Beruhigungssaft zusammen
Wie das Aufwachen so ist, ist wohl auch ein bisschen tagesform- und leider auch personalabhängig. Bei vier OPs hat er 2x beim Aufwachen geweint und 2x war er friedlich und hat seinen “Rausch“ überwiegend verschlafen. Einmal hat man uns nicht rechtzeitig Bescheid gegeben und bis wir im OP waren, hat er so gebrüllt, dass ich ihn schon weit vor dem OP-Bereich gehört habe. Um ihn herum standen fünf vermummte Gestalten in OP-Kleidung und keiner kam mal auf die Idee, dass der arme Kerl einfach Angst vor diesen gesichtslosen Menschen haben könnte (deshalb “personalabhängig“). Schmerzen sind beim Aufwachen eher unwahrscheinlich, weil sie erstmal noch mit Schmerzmitteln abgedeckt sind.

Wir waren glaube ich vier Tage im Krankenhaus nach der letzten OP. Schön war es nicht, aber machbar.
In den ersten drei Monaten nach der OP hatten wir prompt zwei weitere Mittelohrentzündungen, sodass wir schon Angst hatten, alles sei für die Katz gewesen. Aber danach zum Glück Ruhe und unser Kind ist jetzt sage und schreibe fast ein Jahr mittelohrentzündungsfrei!
12.02.2018 17:01
Ich hab Johann erklärt dass seine Ohren repariert werden und wie das geht usw.

Aber ich hab es da auch leicht, er liebt alles was mit Medizin und Ärzten zu tun hat
schnibbe
1709 Beiträge
12.02.2018 17:21
Zitat von shelyra:

mein sohn hatte eine polypenentfernung und eigentlich sollten auch röhrchen gesetzt werden (unter der op stellte man dann fest dass ein schnitt ausreichte so dass er doch keine bekommen hat). da war er knapp 5 1/2

bei uns wurde die op ambulant gemacht. vormittags hin, dort dann sediert und die op dauerte keine 30min. dann warten bis er wieder aufwacht und fit ist und dann durfte er schon wieder nach hause.
er hatte keinerlei probleme damit. ihm ging es blendend danach.
wir hatten eher den kampf ihn 3 tage ruhig zu halten weil er nciht einsah solange nicht toben zu dürfen


Genau so war es bei uns auch. Meine Tochter war schon fast 7.
JosephineB
839 Beiträge
12.02.2018 18:33
Bei meinem Sohn damals das gleiche. Er wurde dann einen Monat vor seinem vierten Geburtstag operiert. Mandeln verkleinern, Paukenröhrchen und Polypen. Hat alles wunderbar geklappt und wir waren zwei Nächte im Krankenhaus. Ihm ging es viel besser danach. Er konnte plötzlich hören, wurde nicht mehr dauernd krank. War bzw ist super!
Wir haben ihm "Conni im Krankenhaus" gekauft und eingehend mit ihm gelesen. Auch damit er über das Blutabnehmen vorher gut informiert war. Das kam da zwar nicht vor, aber dass das im Krankenhaus nach der OP gemacht wird. Wir haben uns dann schon vorher überlegt, was er wohl für ein Pflaster bekommt beim Arzt. Und haben das alles ein bißchen nachgespielt. Ich hab ihm auch genau, also kindergerecht, erklärt was da passieren wird. Und ich hab ihm gesagt, dass ich da bin wenn er aufwacht und nachts bei ihm bleibe. Und ich hab ihm gesagt, dass er ein Geschenk bekommt nach der OP, weil er so tapfer ist.

Ich verspreche dir, dass du mehr Angst hast als deine Tochter. Nimm ihr die Sorge und zeig ihm deine Zuversicht. Stell in den Vordergrund, was ihr alles erreicht durch die OP. Wie toll es ist, dass sie dann nicht mehr dauernd krank ist und sie regelmässig in den Kindergarten gehen kann. Und dass sie nicht mehr dauernd zum Arzt muss und die Medikamente nehmen muss.

Ich drücke euch ganz fest die Daumen und du bekommst das bestimmt gut hin!
13.02.2018 11:04
Bei meinem Sohn wurde das auch gemacht. Alles verlief gut und wir durften sofort nach Hause wieder. 10 Tage durfte er nicht rumtoben. Seitdem ist seine Sprache viel besser und er schnarcht nicht mehr.
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