Mütter- und Schwangerenforum

Augenringe bis zum Kinn

Ezmi
49 Beiträge
02.01.2014 22:07
Hallo,

wir sind inzwischen ziemlich verzweifelt und vielleicht hat hier jemand einen Tip.

Unsere Tochter Ellen ist am 19.10.2012 geboren. Die Schwangerschaft ist normal verlaufen und die Geburt war recht schnell aber unkompliziert.

Seit der ersten Nacht nach der Geburt hat die Kleine schon die Nacht zum Tage gemacht. In den ersten 12 Wochen haben wir uns nicht viele Gedanken darüber gemacht und jeder hat gesagt, dass sie ihren Rhythmus erst noch finden muss. Seit dem ist sie allerding fast in jeder Nacht 1 - 3 Stunden wach. Wir haben noch eine knapp 4 jährige Tochter und sie ist schon immer eine gute Schläferin. Wir wissen absolut nicht was wir falsch machen.

Der Tag ist gut struckturiert (weil die große das schon immer so gebraucht hat). Am morgen stehen wir auf und es gibt Frühstück. Danach ist die kleine bei der Oma (wohnt im Haus), bis ich die Schwester in den Kiga gebracht habe.
Der Vormittag gehört der kleinen und mir. Wir gehen einkaufen oder zur Krabbelgruppe oder kochen oder spielen. Um halb 12 gibt es Mittagessen und danach lege ich sie gegen 12 zum Mittagsschlaf hin. Sie ist echt müde und nach zwei Stunden wacht sie meist von selbst auf oder wird von mir geweckt. Wir holen die Schwester aus dem Kiga ab und am Nachmittag gehen wir zu Freunden mit Kindern oder auf den Spielplatz oder oder. Der Papa kommt um 16.30 Uhr, um 18 Uhr gibt es Abendessen und um 18.50 Uhr den Sandmann (TV interessiert sie nicht wirklich, wir spielen ehr nebenbei). Danach wird umgezogen und gewaschen. Wir lesen den Kindern eine Geschichte vor und gegen halb 8 bekommt die kleine noch eine Flasche und schläft problemlos ein. Sie ist dann schon ziemlich müde.

Inzwischen ist das Gitterbett, in dem die kleine schläft, genau neben meinem Bett. Sie wacht in der Nacht auf und findet nicht mehr in den Schlaf. Es dauert oft zwei bis drei Stunden bis sie wieder schläft. Wir haben es schon im eigenen Zimmer versucht aber das hat keine Veränderung gebracht. Auch wenn sie in unserem Bett schläft, hat das keine Veränderung gebracht. Wenn sie doch einmal durchschläft, dann ist sie spätestens um 5 Uhr wach.

Tagsüber ist sie ein echter Sonnenschein. Sie lacht viel und ist sehr kuschelig, kann sich ganz toll auch mal 20 Minuten allein beschäftigen.

Wir waren bereits beim Osteopathen, beim Heilpraktiker, beim Reiki, beim Kinderarzt. Wir haben sie auch schon schreien lassen aus Verzweiflung (das lehne ich allerdings ab). Alles hat nichts gebracht. Der Kinderarzt hat uns einen Saft verschrieben und wir haben ihr über 4 Wochen SedaPlus gegeben. In dieser Zeit hat sie einigermaßen geschlafen und wir konnten etwas Kraft tanken aber nach Absetzten dieses Saftes war die gleiche Situation wie vorher. Der Kinderarzt hat auch gesagt, dass sie therapieresistent ist und er keine Idee mehr hat, was wir tun können.

Wir sind wirklich verzweifelt. Keiner kann uns helfen. Wir laufen seit einem Jahr herum wie Zombies. Unsere große Tochter leidet ebenfalls sehr unter der Situation, da wir aufgrund der Müdigkeit oft gereizt sind. Unsere Partnerschaft leidet. Wir haben oft nur noch ein Thema, den Schlaf der Tochter.

Hat hier jemand ähnliches erlebt? Gibt es noch irgendewelche Tipps für uns? Ich würde mich freuen, wenn sich jemand meldet. Vielleicht haben wir einfach noch irgend einen Weg übersehen.

Sorry, dass es so lange geworden ist.

müde und verzweifelte Grüße
MaMa0007
2880 Beiträge
02.01.2014 22:20
Oh je erstmal kann ich dein Leid das du hier klagst nachempfinden und völlig verstehen das ihr alle Wege die ihr genannt habt schon versucht habt.
Meine große hat sage und schreibe 3 Jahre nicht durch geschlafen danach zwar durch geschlafen aber bis vor einem Jahr ( sie ist jetzt 10) ist sie immer zwischen 5 und 6 Uhr auf gestanden. Ich will dir hier keine Angst machen, wollte nur damit sagen das ich deshalb dich verstehen kann.
Bei uns kam noch dazu das sie ein Schrei und Spuckkind war, daher nicht so wie bei dir. Da war nicht nur die Nächte schlimm sondern auch am Tag, bei uns hat es dann geheißen Geburtstrauma und wurde dann aber getestet auf ADHS.
Könnte es evtl. das sein, das sie ein Geburtstrauma hat?
Klar zum Testen in dem Fall ist sie noch viel zu klein.
War die Geburt etwas zu schnell? Ungewöhnlich? Muss ja nicht immer die ganze Schwangerschaft kompliziert oder stressig gewesen sein.
So hat man mir das damals erklärt, das wenn das Kind zu schnell in den Geburtskanal gerutscht ist oder evtl. geschlafen hat und durch die Geburt wach geworden ist das dort ein Geburtstrauma entstanden ist. Das kann sich Jahre ziehen bis dann vergessen und verarbeitet wurde.
Ich habe erst gedacht was erzählt die den da für ein Blödsinn aber nein ich habe mich dann belesen.

IsyPeasy
169 Beiträge
02.01.2014 22:40
Ich kenne diese Situation. So war es bei meinem Sohn auch. Bis er etwa 1 1/2 war. Nachts ein bis drei Stunden wach und nicht mehr in den Schlaf gefunden.
Erfolglos habe ich viel probiert, Mittagsschlaf reduziert, zu-Bett-geh-Zeit nach hinten verschoben, in meinem Bett, in seinem Bett.
Besser wurde es erst nachdem ich wieder arbeiten ging und er zur Tagesmutter. Das hieß nämlich um 6 aufstehen egal wie die Nacht war.
Durchschlafen gibt es bei uns immernoch nicht, aber es beschränkt sich auf wenige Sekunden bis Minuten, zum trinken, zudecken oder ankuscheln.
Er schläft in meinem Bett, das macht es für mich leichter, da ich nicht aufstehen muss.

Durchhalten, es wird sicher bald besser werden. Wechsel dich mit deinem Mann ab, irgendwann schlafen sie durch
IsyPeasy
169 Beiträge
02.01.2014 22:42
Zitat von MaMa0007:

Oh je erstmal kann ich dein Leid das du hier klagst nachempfinden und völlig verstehen das ihr alle Wege die ihr genannt habt schon versucht habt.
Meine große hat sage und schreibe 3 Jahre nicht durch geschlafen danach zwar durch geschlafen aber bis vor einem Jahr ( sie ist jetzt 10) ist sie immer zwischen 5 und 6 Uhr auf gestanden. Ich will dir hier keine Angst machen, wollte nur damit sagen das ich deshalb dich verstehen kann.
Bei uns kam noch dazu das sie ein Schrei und Spuckkind war, daher nicht so wie bei dir. Da war nicht nur die Nächte schlimm sondern auch am Tag, bei uns hat es dann geheißen Geburtstrauma und wurde dann aber getestet auf ADHS.
Könnte es evtl. das sein, das sie ein Geburtstrauma hat?
Klar zum Testen in dem Fall ist sie noch viel zu klein.
War die Geburt etwas zu schnell? Ungewöhnlich? Muss ja nicht immer die ganze Schwangerschaft kompliziert oder stressig gewesen sein.
So hat man mir das damals erklärt, das wenn das Kind zu schnell in den Geburtskanal gerutscht ist oder evtl. geschlafen hat und durch die Geburt wach geworden ist das dort ein Geburtstrauma entstanden ist. Das kann sich Jahre ziehen bis dann vergessen und verarbeitet wurde.
Ich habe erst gedacht was erzählt die den da für ein Blödsinn aber nein ich habe mich dann belesen.



sehr interessant! Bei mir war es eine schwere SS, eine unglaublich schnelle und schwere Geburt. Kannst du Literatur zum Thema "Geburtstrauma" empfehlen?
02.01.2014 22:42
Hallo !

Ich kann dir leider nur bedingt Mut machen...
Wir haben auch so ein Exemplar Zuhause. Hatten sogar. 2.
unsere Große ist knapp 4 und hat bis sie 2,5 Jahre alt war nicht gut geschlafen. Immer wach, jede Nacht . Gerne mal eine Stunde am Stück. Jedoch schlief sie dann irgendwann wieder bei uns im Elternbett und dann ging es bis morgens ganz gut. Im Arm konnte sie sich auch gut wieder beruhigen und kuschelte sehr gerne.

Unsere Kleine ist jedoch die absolute Krönung!! Sie ist knapp 2 und bis vor 2 Wochen war sie fast jede Nacht, seit dem so etwa 8 Monate alt ist, ca 1-3 Std wach. Sie wollte nicht mit in unser Bett und auch keine Umarmung oder herumtragen und wippen. Nichts.
Ich war schon kurz vorm Durchdrehen, da mich diese permanente Schlafstörung wirklich reizbar gemacht hat.

Hatte auch fast alles durch: Mit ins Gitterbett legen, davor kauern ( ich lag mindestens jede Nacht 1-2 STd vor ihrem Bett, da sie ja partout nicht ins Familienbett wollte.) Kurz auch mal schreien lassen. Betten umgestellt, Mittagsschlaf abgeschafft. Neues Waschmittel, neue Matratzte, neuen Schlafsack. Und? NIX!!

Dann habe ich meine beiden Mädels in ein Zimmer gesteckt. Neue Große Betten, dicht nebeneinander. Jetzt haben sie ein gemeinsames Schlafzimmer und 2 Spielzimmer. Und weißt du was?

Und weißt du was?

Die kleine schläft Set dem tief und fest!
shelyra
69259 Beiträge
02.01.2014 22:45
ist sie nachts denn einfach nur wach oder quält sie sich mit irgendwas und findet deswegen nicht mehr in den schlaf?

meine tochter hatte von geburt an schlafprobleme. nach wenigen std schlaf wurde sie wach, hat oft gejammert und geschrien, ging ins hohlkreuz, hatte blähungen, sich von rechts nach links geworfen usw... sie hat eifnach nicht mehr in den schlaf gefunden... dazu war sie ein spuckkind und sowohl nachts als auch tagsüber oft am spucken, was nicht zur erleichterung des ganzen beigetragen hat.
nach einigem hin und her und mehreren diagnosen wird jetzt auf kuhmilcheiweißunverträglichkeit getippt. seitdem wir milchfrei leben ist sie wie ausgewechselt - sie schläft nachts ohne probleme 4-5std am stück und wird nur kurz wach für nen schluck wasser und danach pennt sie sofort wieder ein.
MaMa0007
2880 Beiträge
02.01.2014 22:50
Zitat von IsyPeasy:

Zitat von MaMa0007:

Oh je erstmal kann ich dein Leid das du hier klagst nachempfinden und völlig verstehen das ihr alle Wege die ihr genannt habt schon versucht habt.
Meine große hat sage und schreibe 3 Jahre nicht durch geschlafen danach zwar durch geschlafen aber bis vor einem Jahr ( sie ist jetzt 10) ist sie immer zwischen 5 und 6 Uhr auf gestanden. Ich will dir hier keine Angst machen, wollte nur damit sagen das ich deshalb dich verstehen kann.
Bei uns kam noch dazu das sie ein Schrei und Spuckkind war, daher nicht so wie bei dir. Da war nicht nur die Nächte schlimm sondern auch am Tag, bei uns hat es dann geheißen Geburtstrauma und wurde dann aber getestet auf ADHS.
Könnte es evtl. das sein, das sie ein Geburtstrauma hat?
Klar zum Testen in dem Fall ist sie noch viel zu klein.
War die Geburt etwas zu schnell? Ungewöhnlich? Muss ja nicht immer die ganze Schwangerschaft kompliziert oder stressig gewesen sein.
So hat man mir das damals erklärt, das wenn das Kind zu schnell in den Geburtskanal gerutscht ist oder evtl. geschlafen hat und durch die Geburt wach geworden ist das dort ein Geburtstrauma entstanden ist. Das kann sich Jahre ziehen bis dann vergessen und verarbeitet wurde.
Ich habe erst gedacht was erzählt die den da für ein Blödsinn aber nein ich habe mich dann belesen.



sehr interessant! Bei mir war es eine schwere SS, eine unglaublich schnelle und schwere Geburt. Kannst du Literatur zum Thema "Geburtstrauma" empfehlen?


Es gibt ein Buch das nennt sich von der Traumgeburt bis zum Geburtstrauma z.b. das habe ich gelesen. Dort erzählen verschiedene Frauen von ihren Geburten. Es ist wirklich hilfreich mal zu lesen wie es anderen erging. Aber auch das "Das goldene Tor zum Leben: Wie unser Trauma aus Geburt und Schwangerschaft ausheilen kann" ist sehr gut.
Ezmi
49 Beiträge
02.01.2014 22:59
Erst mal danke für eure Berichte. Es tut schon irgendwie gut, wenn man mal verstanden und nicht immer nur belächelt wird.

Ich verlange echt nicht, dass sie durch schläft. Ich wäre schon glücklich, wenn ich nur ein, zwei oder auch drei mal in der Nacht aufstehen und Flasche oder Nucki geben müsste und sie dann weiterschlafen würde .

@Natur
Das mit dem gemeinsamen schlafen, werden wir auch irgendwann mal ausprobieren. Ich denke wir warten damit noch ein bisschen, bis sie richtig versteht, dass sie dann auch ihre Schwester wach halten würde. Vielleicht bringt das ja echt was.

@shelyra
Ganz ohne Milch haben wir es noch nicht versucht. Wie schnell hast du denn gemerkt, dass es an der Milch lag? Sie wirft sich, wenn sie nachts wach ist, schon immer hin und her aber ich kann nicht genau sagen ob sie dabei Bauchweh hat. Tagsüber quält sie die morgendliche Milch auf jeden Fall wohl ehr nicht. Aber Nachts empfindet man ja eh immer alles schlimmer.

Die Geburt an sich war schon ziemlich schnell aber ich hatte schon auch ein paar Stunden Wehen (auch wenn ich sie nicht als besonders schlimm empfunden habe und dann eben relativ spät erst im Krankenhaus war).

Jetzt habe ich auf jeden Fall schon mal wieder ein paar Ansätze zum Nachdenken. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tip? Danke schonmal!
shelyra
69259 Beiträge
02.01.2014 23:06
Zitat von Ezmi:

Erst mal danke für eure Berichte. Es tut schon irgendwie gut, wenn man mal verstanden und nicht immer nur belächelt wird.

Ich verlange echt nicht, dass sie durch schläft. Ich wäre schon glücklich, wenn ich nur ein, zwei oder auch drei mal in der Nacht aufstehen und Flasche oder Nucki geben müsste und sie dann weiterschlafen würde . man ist schon mit wenig zufrieden, oder? andere mamas empfinden es als schlimm 3-4 mal die nacht aufszustehen - ich empfand es als erleichterung jetzt nur noch so selten wach zu werden und danach gleich weiter schlafen zu dürfen...

@Natur
Das mit dem gemeinsamen schlafen, werden wir auch irgendwann mal ausprobieren. Ich denke wir warten damit noch ein bisschen, bis sie richtig versteht, dass sie dann auch ihre Schwester wach halten würde. Vielleicht bringt das ja echt was.

@shelyra
Ganz ohne Milch haben wir es noch nicht versucht. Wie schnell hast du denn gemerkt, dass es an der Milch lag? Sie wirft sich, wenn sie nachts wach ist, schon immer hin und her aber ich kann nicht genau sagen ob sie dabei Bauchweh hat. Tagsüber quält sie die morgendliche Milch auf jeden Fall wohl ehr nicht. Aber Nachts empfindet man ja eh immer alles schlimmer.
tagsüber hatten wir nie probleme obwohl tabea viel milch getrunken und auch milchprodukte gegessen hat. immer nur nachts nach 2-3std schlaf traten die probleme auf. daher hat's auch lange gedauert bis diese diagnose gestellt wurde (gute 14 monate)... nach etwa 4-5 wochen milchfrei konnten wir veränderungen feststellen. und seit etwa 1 monat sind unsere nächte wirklich gut geworden

Die Geburt an sich war schon ziemlich schnell aber ich hatte schon auch ein paar Stunden Wehen (auch wenn ich sie nicht als besonders schlimm empfunden habe und dann eben relativ spät erst im Krankenhaus war).

Jetzt habe ich auf jeden Fall schon mal wieder ein paar Ansätze zum Nachdenken. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tip? Danke schonmal!
Mocca
4470 Beiträge
03.01.2014 09:33
Vermutlich können es die meisten, die sich für das Thema interessieren nicht mehr hören, aber wir hatten (als Schnuppi noch ein Baby war) wahnsinnig guten Erfolg mit einer Schlafberaterin.
Kannst Du im Internet z.B. auf Hebammenseiten für Deine Region finden, bei Schreiambulanzen etc.

Die behandeln teilweise aber auch bis ins Schulalter hinein.

Bei uns war das Problem ein ganz anderes als bei euch, daher hilft Die ein Erfahrungsbericht vermutlich nicht weiter.
Aber wir hatten auch schon alles mögliche probiert und hatten dabei auch die richtige Lösung schon angewendet - diese brachte aber nach 1-2 Woche keinen Erfolg, also hatten wir es wieder gelassen. (Man verfällt dann ja irgendwann in blinden Aktionismus und versucht dauernd andere Sachen.)
Uns hat es damals wahnsinnig geholfen, dass uns jemand zur Seite stand mit wertvollen Tipps und sagte: "Versucht es genau so weiter - es wird funktionieren."...und das hat es. Es war ein langer - nicht immer einfacher - Weg, aber wir haben jetzt einen sehr guten Schläfer und tagsüber einen fröhlichen Jungen.
Ezmi
49 Beiträge
03.01.2014 15:26
Hallo Mocca, ich habe jetzt an diese Stelle mal eine E-Mail geschrieben: http://www.i1.psychologie.uni-wuerzburg.de/weitere _projekte/kinderschlaf/mini_kiss_05_4_jahre/mini_k iss/
Vielleicht ist das ja auch sowas in der Richtung. Ich bin auf Antwort gespannt!
IsyPeasy
169 Beiträge
03.01.2014 20:20
Zitat von MaMa0007:

Zitat von IsyPeasy:

Zitat von MaMa0007:

Oh je erstmal kann ich dein Leid das du hier klagst nachempfinden und völlig verstehen das ihr alle Wege die ihr genannt habt schon versucht habt.
Meine große hat sage und schreibe 3 Jahre nicht durch geschlafen danach zwar durch geschlafen aber bis vor einem Jahr ( sie ist jetzt 10) ist sie immer zwischen 5 und 6 Uhr auf gestanden. Ich will dir hier keine Angst machen, wollte nur damit sagen das ich deshalb dich verstehen kann.
Bei uns kam noch dazu das sie ein Schrei und Spuckkind war, daher nicht so wie bei dir. Da war nicht nur die Nächte schlimm sondern auch am Tag, bei uns hat es dann geheißen Geburtstrauma und wurde dann aber getestet auf ADHS.
Könnte es evtl. das sein, das sie ein Geburtstrauma hat?
Klar zum Testen in dem Fall ist sie noch viel zu klein.
War die Geburt etwas zu schnell? Ungewöhnlich? Muss ja nicht immer die ganze Schwangerschaft kompliziert oder stressig gewesen sein.
So hat man mir das damals erklärt, das wenn das Kind zu schnell in den Geburtskanal gerutscht ist oder evtl. geschlafen hat und durch die Geburt wach geworden ist das dort ein Geburtstrauma entstanden ist. Das kann sich Jahre ziehen bis dann vergessen und verarbeitet wurde.
Ich habe erst gedacht was erzählt die den da für ein Blödsinn aber nein ich habe mich dann belesen.



sehr interessant! Bei mir war es eine schwere SS, eine unglaublich schnelle und schwere Geburt. Kannst du Literatur zum Thema "Geburtstrauma" empfehlen?


Es gibt ein Buch das nennt sich von der Traumgeburt bis zum Geburtstrauma z.b. das habe ich gelesen. Dort erzählen verschiedene Frauen von ihren Geburten. Es ist wirklich hilfreich mal zu lesen wie es anderen erging. Aber auch das "Das goldene Tor zum Leben: Wie unser Trauma aus Geburt und Schwangerschaft ausheilen kann" ist sehr gut.



vielen Dank, werde ich mir auf jeden Fall zulegen.
Mocca
4470 Beiträge
04.01.2014 08:59
Zitat von Ezmi:

Hallo Mocca, ich habe jetzt an diese Stelle mal eine E-Mail geschrieben: http://www.i1.psychologie.uni-wuerzburg.de/weitere _projekte/kinderschlaf/mini_kiss_05_4_jahre/mini_k iss/
Vielleicht ist das ja auch sowas in der Richtung. Ich bin auf Antwort gespannt!

Kann ich wenig zu sagen - ich kenne die nicht.
Bist Du denn aus der Region?
Ich hab es als angenehm empfunden, dass das eben nichts "Vorgefertigtes" war, sondern die Dame zu uns nach Hause gekommen ist, mich im Umgang mit meinem Sohn beobachtet hat und dann eine erste Vermutung machte, warum er tagsüber nicht schlief (das ging so weit , dass er als Baby manchmal nur 8 Stunden innerhalb 24 Stunden geschlafen hat...).

Vielleicht ist das ja was - schreib mal zurück, was die schreiben.
Ich würde an Deiner Stelle bevor Du Geld ausgibst mal nachfragen ob die einem das Ferbern erläutern - denn dafür würde ich kein Geld ausgeben.
Ezmi
49 Beiträge
04.01.2014 21:38
Danke für deine Einschätzung! Ich bin gespannt was als Antwort kommt. Wir wohnen ganz in der Nähe, also wäre es kein großer Aufwand dort hinzukommen.
Ich merke schon, wie gut mir der Austausch mit anderen Eltern hier tut, vielleicht hilft ja auch das schon etwas über die Zeit (ich hoffe doch mal, dass sie eines Tages schlafen wird).

Ferbern lehne ich ab. Ich liebe mein Kind und wir haben einen so tollen Draht zueinander, dass will ich mir mit so nem Stuss nicht kaputt machen!
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