Mütter- und Schwangerenforum

Tochter, knapp 11 Monate, sehr unruhiger Schlaf

22.05.2015 11:09
Hallo ihr Lieben,

vielleicht habt ihr ja noch einen Tipp für mich. Ich versuche es so genau
wie möglich zu beschreiben, evtl. geht es jemandem ähnlich.

Katharina schläft abends nach ihrer Milchflasche in meinem Arm ein und dann lege ich sie in ihr eigenes Bett, welches an unser Bett rangeschoben ist. Nun ist es seit ca. 5-6 Wochen so, dass sie jedes Mal nach einer halben Stunde wieder aufwacht und den Rest ihrer Flasche trinkt bzw. trinken muss, weil sie sonst nicht mehr einschläft. Die ersten 2 Wochen hat sie dabei wahnsinnig geschrien so, dass ich dachte, es sei vielleicht der Nachtschreck, aber mittlerweile wird sie einfach ganz ruhig wach bzw. seit 1 Woche ist es jetzt so, dass sie anfängt im Bett rumzukrabbeln. Nun gut, weiter. Wenn also diese Szenerie vorbei ist geht es in den "Nachtschlaf" über, wenn man davon sprechen kann. Es gibt Nächte, da läuft es ganz gut und sie schläft mit ganz kurzem Gejammer und Schnuller geben ab und an 6 Stunden. Und dann gibt es Nächte und so ist das überwiegend, da jammert sie im 5-20 Minutentakt. Sie ist dabei nicht wirklich wach, wälzt sich im Bett umher, auf den Bauch und wieder zurück auf den Rücken und im die eigene Achse, sprich der Kopf ist plötzlich am Fußende und das alles unter Gejammer, dass sich dann in Geschrei steigert bis sie ihre Flasche kriegt und dann schläft sie mit Glück noch ein paar Stunden (2-3) Manchmal aber auch begleitet von Gejammer. So kommen wir teilweise nachts auf 3 Flaschen, Trinkmenge ist dabei ganz verschieden, das kommt darauf an wie lange sie braucht zum Eiinschlafen. Mittlerweile gehen wir echt auf dem Zahnfleisch. Die letzten 2 Nächte habe ich sie rüber zu mir ins Bett geholt, es war ein kleinwenig besser, aber nicht nennenswert. Ist ja auch kaum Unterschied, sie liegt ja im Prinzip schon direkt nebenan.

Kennt das jemand? Weiß jemand Rat?

Ich bin mittlerweile so verzweifelt, dass ich heute Nachmittag zur Kinderärztin gehe und sie mal durchchecken lasse.

Achja. Zäpfchen (Paracetamol), Dentinox ( da sie auch zahnt) bringen keine Veränderung.

Hoffnungsvolle Grüße

Edit: Schreien lassen ist definitiv keine Option für mich!
Glucki
2125 Beiträge
22.05.2015 11:27
War bei uns auch so. Allerdings habe ich da noch gestillt und sie wollte immer angelegt werden. Es hat 12 harte Nächte gedauert und seit dem schläft sie durch.

Gemacht haben wir folgendes. Um 19 Uhr gestillt, geschlafen. Um 23uhr habe/hätte ich noch mal gestillt. +/- 15 min. Davor und danach hat sie Nähe und den Schnuller bekommen.
Sie hat viel geweint aber das war eher so ein entsetzte weinen.
Das sie das nicht bekommt, was sie sich angewöhnt hatte.

Unser Kinderarzt hatte uns das so empfohlen. Und er ist ein ganz bedürfnisorientierter. Er sagt aber dieses Verhalten ist meist antrainiert und die kinder brauchen nachts nichts mehr trinken.
Diese abgewöhnen sollte eine Woche dauern, bei uns waren es fast zwei
22.05.2015 11:30
Also meinst du es kommt von den Fläschchen? Aber wieso dann dieses Gejammer und diese Unruhe? Also es ist wirklich so, als würde es ihr nicht gut gehen, daher die Versuche mit Zäpfchen und Co.
Apfelbatterie
1763 Beiträge
22.05.2015 11:44
Also grundsätzlich stimmt das Gesagte:

Oft sind diese Nachtfläschchen und das Trinken angewöhnt und führen dazu das Kinder häufig wach werden und unruhig schlafen (weil sie ja dann auch dauernd pullern/nasse Windeln haben).

Wir hatten das Problem auch, allerdings fing bei uns alles nach einem Krankenhausaufenthalt an. Entweder war meine Tochter bis zu 10 Mal pro Nacht wach - schlief aber relativ schnell wieder ein, oder aber sie war nur ca. 3 Mal wach, dann aber gleich 2-3 Stunden.

Da sie nach dem Krankenhausaufenthalt auch schlecht aß und trank, gaben wir ihr häufig zu trinken.

Der Arzt meinte immer nur, wir seien Schuld, sie dürfe nichts mehr trinken.

Der Versuch, ihr das abzugewöhnen (über mehrere Wochen) machte alles nur noch schlimmer. Wir holten dann diverse Meinungen ein, die ausgenommen unseres Kinderarztes alle einheitlich meinten: Dieses Kind hat ein Trauma und daraus resultierende Schlafstörungen.

Sie bekam dann für nachts pflanzliches Beruhigungsmittel und vieeeel Nähe. Es wurde besser - immerhin so, dass wir das Mittel absetzen konnten.

Trotzdem dauerte es weitere 2 Jahre bis zum Durchschlafen - ich vermute, dass sie sich einfach an die Zuwendung nachts gewöhnt hatte.

An eurer Stelle - und das kann ich nun auch nur durch meine Erfahrungen sagen, würde ich raten: lasst euch Zeit. drängt sie nicht.

Vielleicht gab es Änderungen, die derzeit zu dieser Schlafreaktion führt, sie braucht die Zuwendung jetzt vielleicht.
Fakt ist: Die Kinder schaffen es von selber sich das abzugewöhnen, die einen eher, die anderen später - trotzdem wird es hin und wieder Phasen geben, wo sowas auftritt.
Glucki
2125 Beiträge
22.05.2015 11:44
Nein, ich denke nicht das es von den Fläschchen kommt.
Bei uns war es so, dass sie im leichten Schlaf unruhig wurde. Z.b. durch s zahnen, Papas schnarchen, blähungen,.... Und dann erst wieder an der brust richtig einschlafen konnte. Und das war das problem.
Smause
809 Beiträge
22.05.2015 11:52
Ich denke schon, dass es von den Fläschchen kommt!
Kinder checken oft ca alle 30-45 Minuten, ob sich ihre Einschlafsituation geändert hat. Sprich, schläft sie mit Fläschchen ein, wacht dann kurz auf und merkt, dass das Fläschchen weg ist, meckert sie, da sie es wieder zum Einschlafen braucht!
Wir hatten das gleiche Problem, nur mit Brust... und haben es in 2 Nächten abgewöhnt bekommen.
Smause
809 Beiträge
22.05.2015 11:53
Wenn sie Schmerzen o.Ä. hätte würde das Fläschchen nicht helfen!!!
22.05.2015 11:55
Würde auch sagen, das liegt am Fläschchen, wenn Du es kannst, gewöhne ihr das ab.
Apfelbatterie
1763 Beiträge
22.05.2015 11:59
Zitat von Glucki:

Nein, ich denke nicht das es von den Fläschchen kommt.
Bei uns war es so, dass sie im leichten Schlaf unruhig wurde. Z.b. durch s zahnen, Papas schnarchen, blähungen,.... Und dann erst wieder an der brust richtig einschlafen konnte. Und das war das problem.


das sehe ich ganz genauso
22.05.2015 12:14
Phase... irgendwann zwischen 9 und 12 Monaten haben sehrsehrsehr viele kinder sowas
geht vorbei... bei den einen schneller, bei den anderen weniger schnell beim großen wars ne Kombi aus zahnen und laufen lernen... als er laufen konnte, wurde es schlagartig besser...
beim lütten ist es jetzt seit ein paar Wochen am besser werden
22.05.2015 12:22
Vielen dank für eure ganzen Antworten. Ich werde mal sehen, welche Lösung für uns praktikabel ist.

Danke nochmal!
Blu-Fee
6468 Beiträge
22.05.2015 12:50
Also bei uns wird auch im Bett gewandert. Gerade wenn sie viel Neues lernen, wird es im Schlaf verarbeitet. Meine Tochter (14 Monate) bekommt seit einigen Wochen keine Flasche In der Nacht. Sie hat paar Nächte durchgeschlafen und das habe ich dann genutzt, jetzt wird sie Nachts zwar wach aber ich versuche sie so zu beruhigen.
Bei uns gibt es noch die Abend Flasche, dann werden die Zähne geputzt und ich lege sie wach in ihr Bett. Sie schläft meistens sehr gut ein. Unruhige Nächte gibt es beim zahnen oder wenn tagsüber richtig viel los war.
Ich denke es sind ganz normale Phasen. Aber versuche die Milchmenge nachts zu reduzieren.
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