Beschäftigungsverbot droht, ist aber nicht erwünscht
20.04.2026 11:56
Ich hatte in meinen letzten Schwangerschaften ein Beschäftigungsverbot vom Betriebsarzt bekommen. Der Grund war, dass ich bei der Arbeit Menschen begegne, die eine Infektionsgefahr für mich darstellen. Das wurde damals nach einer Blutabnahme festgestellt, denn ich bin gegen bestimmte Krankheiten nicht immun und da kann man auch nicht impfen.
Jetzt bin ich wieder schwanger, 10. SSW und habe vom Frauenarzt eine Bescheinigung für meinen Arbeitgeber bekommen. Eigentlich möchte ich die gar nicht abgeben, weil mir meine Arbeit viel Spaß macht und ich kein BV bekommen möchte.
Den Menschen, von denen bei der Arbeit eine Infektionsgefahr ausgehen könnte, denen kann ich überall im Leben begegnen. Beim Einkaufen, im Bus etc. Außerdem können meine Kinder aus der KiTa und der Schule auch alle möglichen Krankheitserreger mit nach Hause bringen. Also dem kann ich auch privat nicht entgehen.
1.) Muss ich diese Bescheinigung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, womöglich sogar jetzt sofort, beim Arbeitgeber abgeben?
2.) Kann ich ein BV ablehnen? So unter dem Motto: Danke für das freundliche Angebot. Aber ich brauche es nicht.
Jetzt bin ich wieder schwanger, 10. SSW und habe vom Frauenarzt eine Bescheinigung für meinen Arbeitgeber bekommen. Eigentlich möchte ich die gar nicht abgeben, weil mir meine Arbeit viel Spaß macht und ich kein BV bekommen möchte.
Den Menschen, von denen bei der Arbeit eine Infektionsgefahr ausgehen könnte, denen kann ich überall im Leben begegnen. Beim Einkaufen, im Bus etc. Außerdem können meine Kinder aus der KiTa und der Schule auch alle möglichen Krankheitserreger mit nach Hause bringen. Also dem kann ich auch privat nicht entgehen.
1.) Muss ich diese Bescheinigung bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, womöglich sogar jetzt sofort, beim Arbeitgeber abgeben?
2.) Kann ich ein BV ablehnen? So unter dem Motto: Danke für das freundliche Angebot. Aber ich brauche es nicht.
20.04.2026 12:14
Grundsätzlich ist empfohlen eine zeitnahe Mitteilung zu machen.
"§ 15 MuSchG:
(1) Eine schwangere Frau soll ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald sie weiß, dass sie schwanger ist"
IdR sollte man es spätestens nach der 12 Woche machen.
In deinem Fall würde ich es jetzt machen. Und wenn dir der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen ein BV gibt kannst du es auch nicht ablehnen. Klar kannst du dich überall anstecken. Aber der AG ist verpflichtet seine schwangeren Mitarbeiter zu schützen - eben dafür zu sorgen das sie sich nicht bei der Arbeit anstecken. Und das geht eben nur mit einem BV. Wenn du es ihm jetzt nicht sagst und steckst dich an ist er in einer blöden Situation.
"§ 15 MuSchG:
(1) Eine schwangere Frau soll ihrem Arbeitgeber ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald sie weiß, dass sie schwanger ist"
IdR sollte man es spätestens nach der 12 Woche machen.
In deinem Fall würde ich es jetzt machen. Und wenn dir der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen ein BV gibt kannst du es auch nicht ablehnen. Klar kannst du dich überall anstecken. Aber der AG ist verpflichtet seine schwangeren Mitarbeiter zu schützen - eben dafür zu sorgen das sie sich nicht bei der Arbeit anstecken. Und das geht eben nur mit einem BV. Wenn du es ihm jetzt nicht sagst und steckst dich an ist er in einer blöden Situation.
20.04.2026 12:49
Das BV reduziert die Ansteckung enorm. Alles was du aufzählst stimmt,jedoch plus der Infektgefahr im Job summiert es sich gegenüber einem anderen Beruf.
Du könntest um Versetzung in einen ' sauberen' Bereich fragen.
Du könntest um Versetzung in einen ' sauberen' Bereich fragen.
20.04.2026 12:50
Sieh es auch mal so, klar kannst du dich überall anstecken aber man muss es ja nicht provozieren. Dadurch wird das Risiko halt schon stark verringert.
Ein betriebliches BV kannst du nicht ablehnen denn der AG geht seiner Pflicht nach und schützt dich und das Baby,hat ja auch rechtliche Aspekte.
Ich an deiner Stelle würde es ihm zeitnah sagen.
Ein betriebliches BV kannst du nicht ablehnen denn der AG geht seiner Pflicht nach und schützt dich und das Baby,hat ja auch rechtliche Aspekte.
Ich an deiner Stelle würde es ihm zeitnah sagen.
20.04.2026 14:04
Du darfst es nicht ablehnen. Du kannst deinen Arbeitgeber bitten, dich zu versetzen sofern möglich. Aber ablehnen darfst du es nicht
20.04.2026 17:00
Huhu ich würde es auch zeitnah sagen, habe es bei meiner 2. Schwangerschaft meinem Arbeitgeber direkt nach meinem Mann gesagt. Er hat mit sofort ins Beschäftigungsverbot geschickt. Ich bin mega gern arbeiten gegangen aber so hatte ich dann auch bisschen Zeit für Sachen, zu denen ich sonst nicht gekommen bin. War ganz gut so.
21.04.2026 11:49
Danke euch für die Antworten. Dann werde ich die Bescheinigung nachher bei meinem Vorgesetzten abgeben. Ich bin gespannt auf die Reaktion.
Versetzen geht zumindest in meinem Beruf nicht.
Wenn er mich versetzt, so dass ich keinen Kontakt mehr zu Menschen habe, dann wäre das eine ganz andere Tätigkeit. Irgendwie vielleicht Bürohilfsjob, Putzfrau oder Telefonzentrale in einem anderen entfernten Ort.
Darauf habe ich ehrlich gesagt natürlich nicht besonders viel Lust. Mit macht meine jetzige Arbeit viel Freude, aber das ist genau diese Tätigkeit mit Menschen.
Nun ja, abwarten....
Versetzen geht zumindest in meinem Beruf nicht.
Wenn er mich versetzt, so dass ich keinen Kontakt mehr zu Menschen habe, dann wäre das eine ganz andere Tätigkeit. Irgendwie vielleicht Bürohilfsjob, Putzfrau oder Telefonzentrale in einem anderen entfernten Ort.
Darauf habe ich ehrlich gesagt natürlich nicht besonders viel Lust. Mit macht meine jetzige Arbeit viel Freude, aber das ist genau diese Tätigkeit mit Menschen.
Nun ja, abwarten....
22.04.2026 23:23
Ich würde es auch einreichen, ich habe keine Sekunde bereut, da ich genügend Zeit hatte mich auf mein Baby und alles vorzubereiten und das Gehalt bleibt ja auch quasi gleich, also keine Einschränkungen, also why Not, wenn doch was passiert ist das "geheule" groß.
Wünsche dir alles Gute
Wünsche dir alles Gute
23.04.2026 08:20
Was heißt dann ist das Geheule groß?
Wenn ich jetzt auch wieder keine Antikörper haben sollte und mich tatsächlich in der Schwangerschaft mit etwas anstecken sollte, dann weiß doch kein Mensch, ob das bei der Arbeit oder im ganz alltäglichen Leben stattgefunden hat. Eine Ansteckung wäre überall möglich. Natürlich will ich mich nicht anstecken. Ich kann mich aber auch nicht zu Hause isolieren.
Zeit, um mich auf das Kind vorzubereiten brauche ich eigentlich auch nicht wirklich. Wir haben ja schon alles von den anderen drei Kindern. Das wird noch einmal benutzt. Vielleicht brauchen wir noch ein neues größeres Auto. Aber das soll mein Mann organisieren.
Langweilig wird es mir in einem möglichen BV wahrscheinlich nicht werden: drei Kinder, ein Mann, unsere Haustiere, ein großes altes Haus und ein großer Garten sorgen für Abwechslung.
Aber ich mache meine Arbeit einfach gerne und mir würde wirklich eine gewisse Herausforderung fehlen, wenn ich nur noch zu Hause wäre. Darum geht es mir.
Wenn ich jetzt auch wieder keine Antikörper haben sollte und mich tatsächlich in der Schwangerschaft mit etwas anstecken sollte, dann weiß doch kein Mensch, ob das bei der Arbeit oder im ganz alltäglichen Leben stattgefunden hat. Eine Ansteckung wäre überall möglich. Natürlich will ich mich nicht anstecken. Ich kann mich aber auch nicht zu Hause isolieren.
Zeit, um mich auf das Kind vorzubereiten brauche ich eigentlich auch nicht wirklich. Wir haben ja schon alles von den anderen drei Kindern. Das wird noch einmal benutzt. Vielleicht brauchen wir noch ein neues größeres Auto. Aber das soll mein Mann organisieren.
Langweilig wird es mir in einem möglichen BV wahrscheinlich nicht werden: drei Kinder, ein Mann, unsere Haustiere, ein großes altes Haus und ein großer Garten sorgen für Abwechslung.
Aber ich mache meine Arbeit einfach gerne und mir würde wirklich eine gewisse Herausforderung fehlen, wenn ich nur noch zu Hause wäre. Darum geht es mir.
23.04.2026 10:41
Zitat von Fliederblüte:
Was heißt dann ist das Geheule groß?![]()
Wenn ich jetzt auch wieder keine Antikörper haben sollte und mich tatsächlich in der Schwangerschaft mit etwas anstecken sollte, dann weiß doch kein Mensch, ob das bei der Arbeit oder im ganz alltäglichen Leben stattgefunden hat. Eine Ansteckung wäre überall möglich. Natürlich will ich mich nicht anstecken. Ich kann mich aber auch nicht zu Hause isolieren.
Zeit, um mich auf das Kind vorzubereiten brauche ich eigentlich auch nicht wirklich. Wir haben ja schon alles von den anderen drei Kindern. Das wird noch einmal benutzt. Vielleicht brauchen wir noch ein neues größeres Auto. Aber das soll mein Mann organisieren.
Langweilig wird es mir in einem möglichen BV wahrscheinlich nicht werden: drei Kinder, ein Mann, unsere Haustiere, ein großes altes Haus und ein großer Garten sorgen für Abwechslung.
Aber ich mache meine Arbeit einfach gerne und mir würde wirklich eine gewisse Herausforderung fehlen, wenn ich nur noch zu Hause wäre. Darum geht es mir.
Ich verstehe dich da wirklich.
Wenn man seine Arbeit gerne macht, ist sie ein Ausgleich.
Und klar - genug zu tun hab ich zu Hause immer.
Es tut mir dennoch gut, raus zu kommen, meine Kolleginnen zu sehen etc.
Aber wir machen das ja nicht für uns, sondern fürs Baby.
Bei mir ist es andersrum. Ich hätte Antikörper, aber in meinem Beruf wird man in den meisten Fällen grundsätzlich sofort ins Beschäftigungsverbot geschickt.
Ist auch sinnvoll, Kinderkrankheiten sind nicht ungefährlich in der Schwangerschaft.
Ich hätte trotzdem lieber gearbeitet, vor allem, weil es ja eine Weile dauert, bis man wieder kommt.
Aber ändern kann man's leider nicht und am Ende ist die Sicherheit des Babys das wichtigste
23.04.2026 11:42
Zitat von Metalgoth:Damit hast du voll und ganz recht.
Zitat von Fliederblüte:
Was heißt dann ist das Geheule groß?![]()
Wenn ich jetzt auch wieder keine Antikörper haben sollte und mich tatsächlich in der Schwangerschaft mit etwas anstecken sollte, dann weiß doch kein Mensch, ob das bei der Arbeit oder im ganz alltäglichen Leben stattgefunden hat. Eine Ansteckung wäre überall möglich. Natürlich will ich mich nicht anstecken. Ich kann mich aber auch nicht zu Hause isolieren.
Zeit, um mich auf das Kind vorzubereiten brauche ich eigentlich auch nicht wirklich. Wir haben ja schon alles von den anderen drei Kindern. Das wird noch einmal benutzt. Vielleicht brauchen wir noch ein neues größeres Auto. Aber das soll mein Mann organisieren.
Langweilig wird es mir in einem möglichen BV wahrscheinlich nicht werden: drei Kinder, ein Mann, unsere Haustiere, ein großes altes Haus und ein großer Garten sorgen für Abwechslung.
Aber ich mache meine Arbeit einfach gerne und mir würde wirklich eine gewisse Herausforderung fehlen, wenn ich nur noch zu Hause wäre. Darum geht es mir.
Ich verstehe dich da wirklich.
Wenn man seine Arbeit gerne macht, ist sie ein Ausgleich.
Und klar - genug zu tun hab ich zu Hause immer.
Es tut mir dennoch gut, raus zu kommen, meine Kolleginnen zu sehen etc.
Aber wir machen das ja nicht für uns, sondern fürs Baby.
Bei mir ist es andersrum. Ich hätte Antikörper, aber in meinem Beruf wird man in den meisten Fällen grundsätzlich sofort ins Beschäftigungsverbot geschickt.
Ist auch sinnvoll, Kinderkrankheiten sind nicht ungefährlich in der Schwangerschaft.
Ich hätte trotzdem lieber gearbeitet, vor allem, weil es ja eine Weile dauert, bis man wieder kommt.
Aber ändern kann man's leider nicht und am Ende ist die Sicherheit des Babys das wichtigste![]()
Vielleicht ist es doch ganz gut, dass ich nicht auf ein BV verzichten kann und es so akzeptieren muss, wie es kommt.
30.04.2026 17:52
Ich war beim Betriebsrat und mit wurde Blut abgenommen. Leider habe ich immer noch keine Antikörper gegen Ringel Röteln etc. gebildet. Wirklich doof. Jedenfalls habe ich nun leider ein Beschäftigungsverbot für die Arbeit "mit Menschen" bekommen. Das betrifft meine komplette bisherige Arbeit.
Meine Mitarbeiter waren nicht begeistert. Man weiß ja nie, wer mein Nachfolger sein wird und wie der so drauf ist.
Nun hat sich mein Vorgesetzter überlegt, dass ich vielleicht Mittwoch und Freitag Vormittag arbeiten könnte und dann eine Arbeit erledige, zu der er einfach nicht kommt. Sehr stark vereinfacht gesagt würde ich aufschreiben, was wir machen und wie wir es machen. Ich denke, das würde mir auch liegen. Er will das jetzt mal mit seinem Vorgesetzten abklären.
Meine Mitarbeiter waren nicht begeistert. Man weiß ja nie, wer mein Nachfolger sein wird und wie der so drauf ist.
Nun hat sich mein Vorgesetzter überlegt, dass ich vielleicht Mittwoch und Freitag Vormittag arbeiten könnte und dann eine Arbeit erledige, zu der er einfach nicht kommt. Sehr stark vereinfacht gesagt würde ich aufschreiben, was wir machen und wie wir es machen. Ich denke, das würde mir auch liegen. Er will das jetzt mal mit seinem Vorgesetzten abklären.
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