Mütter- und Schwangerenforum

Studieren mit Kind, Kinderbetreuung

RFHKids
4 Beiträge
12.10.2016 18:38
Hallo Ihr Lieben!

Stellt studieren mit Kind ein Problem für Euch dar?

Im Rahmen unseren Studentenprojektes, stellen wir uns die Frage:

Nimmt die Attraktivität einer Hochschule zu, wenn diese eine flexible Kinderbetreuung anbietet, in der die Kleinen spielen und Spaß haben können, während Mama oder Papa die Vorlesung besucht?

Würdet Ihr demnach, explizit nach Hochschulen/Universitäten suchen, die eine solche Einrichtung haben, bzw. wäre es ein Ausscheidungskriterium, falls dies nicht der Fall ist?

Vielen Dank, für Anregungen und Beiträge ☺

Eure Danie

RFH Kids Team
12.10.2016 18:50
Ich habe im studium ein kind bekommen.
Die betreuungssituation war eine katastrophe. Zum glück sind wir in die kurzzeitbetreung reingekommen, die wir maximal ausgenutzt haben.
Gut waren elternkindräume auf dem campus, um ruhen, stillen und zeit verbringen zu können. Auch wickelmöglichkeiten sind wichtig. Eine gute kita für studierende ist und bkeibt das a und o, angepasst and die Bedürfnisse der studis.
Heidelbeere
196 Beiträge
12.10.2016 18:57
Ich habe auch mit Kind studiert. Von der Uni aus gab es gar nichts! Kinderbetreuung zu bekommen war sehr schwer wegen den Plätzen. Die Kinderbetreuung war zudem sehr teuer. Da ich damals alleinerziehend war, war es eine finanzielle und organisatorische Hürde und ich musste neben dem Studium noch Arbeiten. Also ich habe mich damals oft so gefühlt, als würden einem als studierende Mutter nur Steine in den Weg gelegt werden und als wäre das ohne wohlhabende Eltern, die einen unterstützen nicht möglich, halt nur sehr schwer. Fand das immer sehr schade, da ich der Meinung bin, dass Bildung oder Ausbildung nicht von der finanziellen oder familiären Situation abhängig sein darf. Wenn es damals eine Uni gegeben hätte, welche Kinderbetreuung anbietet, hätte ich diese natürlich gerne in Anspruch genommen! Finde ich eine super Idee!
Nine85
6275 Beiträge
12.10.2016 20:01
Zitat von Heidelbeere:

Ich habe auch mit Kind studiert. Von der Uni aus gab es gar nichts! Kinderbetreuung zu bekommen war sehr schwer wegen den Plätzen. Die Kinderbetreuung war zudem sehr teuer. Da ich damals alleinerziehend war, war es eine finanzielle und organisatorische Hürde und ich musste neben dem Studium noch Arbeiten. Also ich habe mich damals oft so gefühlt, als würden einem als studierende Mutter nur Steine in den Weg gelegt werden und als wäre das ohne wohlhabende Eltern, die einen unterstützen nicht möglich, halt nur sehr schwer. Fand das immer sehr schade, da ich der Meinung bin, dass Bildung oder Ausbildung nicht von der finanziellen oder familiären Situation abhängig sein darf. Wenn es damals eine Uni gegeben hätte, welche Kinderbetreuung anbietet, hätte ich diese natürlich gerne in Anspruch genommen! Finde ich eine super Idee!


Bei uns in dd werden die Kita Gebühren für alleinerziehende mit geringem verdienst übernommen.
Heidelbeere
196 Beiträge
12.10.2016 20:16
Zitat von Nine85:

Zitat von Heidelbeere:

Ich habe auch mit Kind studiert. Von der Uni aus gab es gar nichts! Kinderbetreuung zu bekommen war sehr schwer wegen den Plätzen. Die Kinderbetreuung war zudem sehr teuer. Da ich damals alleinerziehend war, war es eine finanzielle und organisatorische Hürde und ich musste neben dem Studium noch Arbeiten. Also ich habe mich damals oft so gefühlt, als würden einem als studierende Mutter nur Steine in den Weg gelegt werden und als wäre das ohne wohlhabende Eltern, die einen unterstützen nicht möglich, halt nur sehr schwer. Fand das immer sehr schade, da ich der Meinung bin, dass Bildung oder Ausbildung nicht von der finanziellen oder familiären Situation abhängig sein darf. Wenn es damals eine Uni gegeben hätte, welche Kinderbetreuung anbietet, hätte ich diese natürlich gerne in Anspruch genommen! Finde ich eine super Idee!


Bei uns in dd werden die Kita Gebühren für alleinerziehende mit geringem verdienst übernommen.


War bei uns in Ö damals nicht so, war vor mehr als 10 Jahren ... heute ist es glaube ich auch so!
cooky
12597 Beiträge
12.10.2016 20:36
Hier funktioniert es dank Großeltern.
Die Uni war nie eine große Hilfe. Sei es in der Schwangerschaft mit der Großen beratungstechnisch oder wegen Betreuung.
Einzig einige Dozenten sind sehr verständnisvoll, falls sie davon erfahren.
Niji
32929 Beiträge
12.10.2016 20:40
Zitat von Niji:

Warum gleich 3mal der gleiche Beitrag?

nungut.

Ich war (gerade fertig!) Studentin mit Kidn udn habe mir die Universität/Hochschulstadt auch mit den Möglichkeiten der Kinderbetreuung im Hinterkopf ausgesucht. Hier gibt es genau solch eine Betreuungsart mit buchbaren Betreuungsblöcken, die den Vorlesungszeiten angepasst sind. Damit werden aber "nur" 6 Veranstaltungen die Woche, also 12h Betreuungszeit abgedeckt. Das mag bei einigen Studienrichtungen reichen, hat es aber bei mir nciht. Dennoch waren zum Übergang beide Kinder für einige Monate dort, damit ich wenigstens ein wenig weiter machen konnte. Sobald es einen Platz gab gingen sie jedoch in die KiTa vom Studentenwerk.

Ich kenen einige Unis an denen dieses Konzept angeboten wird und habe noch nie negatives Feedback dazu gehört


hier hin kopiert
Nuya
10731 Beiträge
12.10.2016 20:52
Die Uni, wo ich im Bachelor war und mein Kind bekommen habe, war nicht hilfreich. Da war es wirklich schlimm, und ich sehr verzweifelt.

Die Uni, wo ich jetzt bin ist da viel besser. (Beide, ich bin an 2 Unis "gleichzeitig" unterwegs) Mein Sohn geht in die Uni-KiTa, und die ist wirklich toll. Die Leiterin der KiTa war damals so lieb, und rief gleich an, gab mir viele Hinweise und Tipps, als ich ihr eine relativ panische Mail geschrieben hab, vor dem Umzug an den neuen Studienort.

Ich hab mir die Uni für den Master nicht der Betreuung, oder Familienfreundlichkeit wegen ausgesucht, obwohl ich da schon ein Kind hatte, dass es hier so familienfreundlich ist, hab ich in der Weise erst mitbekommen, als ich mich schon entschieden hatte. Denn auch auf meiner vorherigen Uni stand das Label "familienfreundlich". Hat halt nur für mich nix zu Bedeuten gehabt, da ich davon absolut nichts mitbekommen hab. Wohingegen es hier drauf steht, und auch gelebt wird. Steht und fällt halt doch mit der Mentalität und den Leuten.

Die Uni für den Bachelor hab ich mir auch nicht der Familienfreundlichkeit wegen ausgesucht, damals hatte ich keine Ahnung, dass ich ungeplant schwanger würde.

Die erste Uni war in Bayern, da war nicht nur die Uni das Problem, sondern das gesamte, im Schnitt deutlich konservativere, Weltbild. Das zeigte sich auch nicht nur an der Uni, sondern auch an vielen anderen Stellen. Jetzt bin ich in Berlin, und es ist im Vergleich ein Traum.

Wüsste ich, zu dem Zeitpunkt, da ich die Uni wähle, dass ich ein Kind habe/haben werde/eventuell planen möchte, dann würde ich wohl, mit meinem heutigen Wissensstand drauf achten, und tendentiell auch eine geografische Gegend wählen, wo das Bild studieren mit Kind besser ins Denken passt.

Ist halt nur auch nicht immer möglich. Umso weiter man sich spezialisiert, umso weniger Wahlfreiheit hat man dann ja auch fachlich irgendwann. Für meine Promotion kann ich ja nun meist nicht mehr an irgendeine x-beliebige Uni gehen, und diese einzig und allein der Kinderbetreuung wegen auswählen, sondern es muss ja vom Interessengebiet her auch fachlich passen.
12.10.2016 22:10
Zitat von cooky:

Hier funktioniert es dank Großeltern.
Die Uni war nie eine große Hilfe. Sei es in der Schwangerschaft mit der Großen beratungstechnisch oder wegen Betreuung.
Einzig einige Dozenten sind sehr verständnisvoll, falls sie davon erfahren.

Ich durfte mir anhören: sie müssen sich enrscheiden kind oder uni. Beides geht halt nicht.
RFHKids
4 Beiträge
13.10.2016 18:03
Vielen Dank für Eure informativen Beiträge!

Die Situation haben wir ähnlich eingeschätzt. Eure Anregungen helfen uns wirklich weiter auf dem Weg herauszufinden, wie Studenten/Studentinnen, die bereits ein Kind haben und/oder erwarten, den Mangel an Unterstützung einzuschätzen.

Da es sich zur Zeit an unserer Hochschule zu großen Teilen um kinderlose Studenten/innen handelt, vermuteten wir, dass das Fehlen von Angeboten zur Betreuung der Kleinen, eine ausschlaggebende Begründung dafür darstellen könnte.

Wir wünschen Allen einen schönen Abend
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