Künstliche Intelligenz - Moralfrage
24.11.2017 15:56
Hallo ihr Lieben.
Vllt ein doofes Thema, aber es hat mich total zum Nachdenken angeregt.
Gestern im Auto hatten mein Mann und ich eine nette Unterhaltung. Es ging um autonomes Fahren, der damit nötigen künstlichen Intelligenz und einer moralischen Frage.
Er hatte halt einen Artikel gelesen, wo es um eine moralische Frage ging.
Mich würde interessieren, wie ihr dazu steht. Künstliche Intelligenz ja oder nein? Wie soll man einen einem "Computer" Moral beibringen, wenn man selbst nicht 100% weiß wie man entscheiden würde.
Also hier mal das Szenario:
Man sitzt angeschnallt in seinem Fahrzeug, welches sich Autonom durch den Straßenverkehr schlängelt. Vor einem eine Kreuzung. Eine Frau mit Kinderwagen überquert die Kreuzung ohne zu schauen. Hinter dir ist ein Auto mit einem unangeschnalltem Fahrer. Es gibt keine Ausweichmöglichkeit.
Entweder soll das Auto eine Vollbremsung machen und Mutter und Kind retten, dafür stirbt der unangeschnallte Fahrer. Oder die Mutter wird überfahren und der Fahrer überlebt.
Einer stirbt, egal was du aussuchst.
Aus dem Bauch heraus und sagte ich "Vollbremsung und die Mutter retten, wenn der Fahrer hinter dir nicht angeschnallt ist und deswegen stirbt, ist das Darwinismus" Aber beim genaueren Nachdenken kam mir der Gedanke, was wenn du Beifahrer hinten hast und der Autofahrer vom folgenden Auto durch die Heckscheibe fliegt? Was wenn dein Auto registriert das, wenn du zum Beispiel gegen eine Wand fahren würdest (weil keine ordentliche Ausweichmöglichkeit), vllt schwer verletzt bist, aber dafür beide Leben.
Oder das Auto entscheidet gegen eine Wand zu fahren, du bist schwer verletzt, aber das nachfolgende Auto erwischt die Mutter?
Es gibt so viele Möglickeiten, wie können wir einem Computer eine Entscheidung treffen lassen, die für uns schon schwer bis unmöglich ist?
Klar ein Computer kann schneller und vllt genauer Chancen berechnen. Aber ist das moralisch korrekt? Und ja ein Computer hat kein Gewissen, aber der Mensch im Auto hat eins...
Fragen über Fragen die sich seit gestern in meinem Kopf tummeln.
Vllt ein doofes Thema, aber es hat mich total zum Nachdenken angeregt.
Gestern im Auto hatten mein Mann und ich eine nette Unterhaltung. Es ging um autonomes Fahren, der damit nötigen künstlichen Intelligenz und einer moralischen Frage.
Er hatte halt einen Artikel gelesen, wo es um eine moralische Frage ging.
Mich würde interessieren, wie ihr dazu steht. Künstliche Intelligenz ja oder nein? Wie soll man einen einem "Computer" Moral beibringen, wenn man selbst nicht 100% weiß wie man entscheiden würde.
Also hier mal das Szenario:
Man sitzt angeschnallt in seinem Fahrzeug, welches sich Autonom durch den Straßenverkehr schlängelt. Vor einem eine Kreuzung. Eine Frau mit Kinderwagen überquert die Kreuzung ohne zu schauen. Hinter dir ist ein Auto mit einem unangeschnalltem Fahrer. Es gibt keine Ausweichmöglichkeit.
Entweder soll das Auto eine Vollbremsung machen und Mutter und Kind retten, dafür stirbt der unangeschnallte Fahrer. Oder die Mutter wird überfahren und der Fahrer überlebt.
Einer stirbt, egal was du aussuchst.
Aus dem Bauch heraus und sagte ich "Vollbremsung und die Mutter retten, wenn der Fahrer hinter dir nicht angeschnallt ist und deswegen stirbt, ist das Darwinismus" Aber beim genaueren Nachdenken kam mir der Gedanke, was wenn du Beifahrer hinten hast und der Autofahrer vom folgenden Auto durch die Heckscheibe fliegt? Was wenn dein Auto registriert das, wenn du zum Beispiel gegen eine Wand fahren würdest (weil keine ordentliche Ausweichmöglichkeit), vllt schwer verletzt bist, aber dafür beide Leben.
Oder das Auto entscheidet gegen eine Wand zu fahren, du bist schwer verletzt, aber das nachfolgende Auto erwischt die Mutter?
Es gibt so viele Möglickeiten, wie können wir einem Computer eine Entscheidung treffen lassen, die für uns schon schwer bis unmöglich ist?
Klar ein Computer kann schneller und vllt genauer Chancen berechnen. Aber ist das moralisch korrekt? Und ja ein Computer hat kein Gewissen, aber der Mensch im Auto hat eins...
Fragen über Fragen die sich seit gestern in meinem Kopf tummeln.
24.11.2017 15:58
Dazu gibt es eine Langzeitbefragung um künstliche Moral zu entwickeln. Kann jeder mitmachen und Input liefern
24.11.2017 16:01
Genau, irgendwie sowas war das. Aber schwierig ist die Entscheidung trotzdem
24.11.2017 16:02
Für interessierte: Ich meine die Moral Machine vom MIT.
http://moralmachine.mit.edu/hl/de
http://moralmachine.mit.edu/hl/de
24.11.2017 16:03
Künstliche Moral ist ja auch nur gelernte Moral und damit der menschlichen Moral nur wenig unterscheidbar meines Erachtens.
Denn auch die menschliche ist gewachsen, angelernt und angeeignet durch die in Familie und Gesellschaft jeweils gültigen und vorgelebten Normen, Werte und ethischen Grundsätze.
Und das kann man einer künstlichen Intelligenz anhand von zahllosen Beispielen ebenfalls beibringen.
Wobei dein Beispiel ja eher eine Affektentscheidung ist und keine moralisch durchdachte.
Denn auch die menschliche ist gewachsen, angelernt und angeeignet durch die in Familie und Gesellschaft jeweils gültigen und vorgelebten Normen, Werte und ethischen Grundsätze.
Und das kann man einer künstlichen Intelligenz anhand von zahllosen Beispielen ebenfalls beibringen.
Wobei dein Beispiel ja eher eine Affektentscheidung ist und keine moralisch durchdachte.
24.11.2017 16:04
Klar ist es schwierig. Aber das ist es ja auch, wenn man selbst fährt. Und da kann man so eine Entscheidung meist gar nicht treffen, weil man nicht so schnell reagieren kann wie ein Computer. Von daher finde ich es im Großen und Ganzen nicht besorgniserregend.
24.11.2017 16:05
Ich mein... bis ich überhaupt den Gedanken gedacht habe, wen ich jetzt opfere, hab ich schon erst die Frau mit Baby überfahren, dann gebremst und den hinter mir gekillt und mich gleichzeitig selbst gegen die Mauer gefahren
24.11.2017 16:06
Die Situation, die du beschreibst, findet ja offensichtlich im Stadtverkehr statt. Wie soll da der unangeschnallte Fahrer durch die Front-und Heckscheibe fliegen? So hohe Geschwindigkeiten sind da ja nicht.
24.11.2017 16:09
Genau ich denke ein Mensch handelt da eher aus dem Affekt heraus, du siehst ja auch nicht ob der hinter dir angeschnallt ist oder nicht. Du trittst die Bremse und hoffst das "Hindernis" vor dir nicht zu treffen.
Da ist halt die Berechnungsschnelligkeit des Computer einem Vorraus.
Aber es setzt auch Voraus, dass das Auto hinter dir nicht Autonom fährt.
Da ist halt die Berechnungsschnelligkeit des Computer einem Vorraus.
Aber es setzt auch Voraus, dass das Auto hinter dir nicht Autonom fährt.
24.11.2017 16:11
Zitat von Tanzbär:
Die Situation, die du beschreibst, findet ja offensichtlich im Stadtverkehr statt. Wie soll da der unangeschnallte Fahrer durch die Front-und Heckscheibe fliegen? So hohe Geschwindigkeiten sind da ja nicht.
Wenn man davon ausgeht, dass das auffahrende Auto sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 hält, dann ist es unwahrscheinlich das der Fahrer durch beide Scheiben fliegt.
Geht man aber mal von ländlichen Gegenden aus, wo man zum Beispiel einen Durchfahrtsort hat, wo man mit 80 durchfährt, da steigt die Wahrscheinlich keit dann.
24.11.2017 16:14
Also, zum einen wird man das kaum registrieren (und auch das autonome Auto nicht) ob der fahrer hinter einem angeschnallt ist oder nicht. Insoweit lautet die Antwort ganz klar: Hinderniss auf der Strasse-Vollbremsung, zum Schutz des Hindernisses und natürlich auch zum Selbstschutz. Zum anderen-wenn alle mit autonomen Autos fahren gibts die Situation mit dem unangeschnallten Fahrer wahrscheinlich gar nicht, weil dessen Auto dafür sorgt, dass er angeschnallt ist und genug Abstand hält.
24.11.2017 16:18
Sehe da nicht so das moralproblem. Unangeschnallt = Unverantwortlich. Derjenige hat seine Eigenverantwortung selbsz zu tragen. Bei der Mutter erkenne ich jetzt kein Fehlverhalten. Also bremsen. Wobei das Szenario hoch unrealistisch ist. Wie oft kommt es schon vor, dass du weißt ob der hinter dir angeschnallt ist oder nicht. Dazu kommt, dass man Abstand immer so halten sollte, dass selbst bei einer Vollbremsung kein Auffahrunfall entsteht, oder jedenfalls kein ungebremster. Also auh hier, der hintere Fahrer hat eigenverantwortlich Mist gebaut.
24.11.2017 17:53
Wenn vor mir jemand auf die Straße läuft denke ich nicht lange nach, geschweige denn das ich nochmal in Rückspiegel blicke um vielleicht zu erkennen ob jemand hinter mir auch angeschnallt ist. Ich nenne das nicht Moral sondern Reflex
24.11.2017 17:58
Häh? Das Beispiel kann sich keine Moral-Frage sein... Denn jeder würde bremsen oder ausweichen. Niemand fragt sich da, ob der hinter einen angeschnallt ist... Genauso wenig wie man sich fragt, ob der hinter einen in der Kassenschlange seine Steuern hinterzieht
Also würde da auch ein Auto bremsen und gut... Wenn der hinter einem falsch handelt, ist das doch kein Grund, sich schlecht zu fühlen wenn man richtig handelt...
Also würde da auch ein Auto bremsen und gut... Wenn der hinter einem falsch handelt, ist das doch kein Grund, sich schlecht zu fühlen wenn man richtig handelt...
- Dieses Thema wurde 0 mal gemerkt





