Mütter- und Schwangerenforum

Neustart in einer anderen Stadt,anderem Bundesland- eure Erfahrungen

Jazz92
11468 Beiträge
12.11.2014 11:44
Ich grüße euch mädels,

zur Zeit geht es mir immer schlechter, klar hab ich auch mal gute Tage, aber die sind eher selten geworden

-> professionelle Hilfe bin ich dabei in Anspruch zu nehmen <-

Gestern hab ich wieder was erfahren, wo mir fast die Hutschnur geplatzt ist.
Ich mag nich mehr hier sein, am liebsten zu meinen schwiegereltern (gute 600km weg)

Aber, es ist ja nun doch nich so einfach so einen Schritt zu wagen

Mit meinem mann hab ich schon darüber geredet. er ist nicht abgeneigt und hat mir versprochen, dass wir gemeinsam eine lösung finden.

hier hält uns so gut wie gar nichts mehr.....eine feine statd ist es auch nich gerade....

ich hab das gefühl hier nich mehr glücklich werden zu können. alt werden hier? unvorstellbar gerade.

manchmal fehlt mir fast die luft zu atmen...eingeengt fühl ich mich von meinen großeltern

kleines bsp..... die kita von großen liegt auf dem weg bei meinen großeltern vorbei.... jeden verdammten tag (also mo-fr) stehen die auf dem balkon und winken. ich fühl mich genervt und beinahe kontroliiert

meine oma sieht den großen mal ne woche nich (außer balkon), dann muss sie unbedingt runter kommen und ihn knuddeln und drücken, als hätte sie ihn ein jahrhundert nicht gesehen

es nervt !!!!!

andere sorgen und probleme hab ich auch, wäre aber jetzt zu lang

nun, ich muss noch meine ausbildung fertig machen. sind noch 1,5 jahre

evtl danach umziehen? rüber von ost nach west?
da ist aber der große grade mal ein jahr in der schule gewesen.
ist das so gut ihn dann wieder rauszureißen?

die 4 jahre grundschule abwarten und wenn es dann auf die weiterführende schule geht rüber ziehen?

ich hab keine ahnung.
mein mann auch ursprünglich ossi ist fast im teenageralter rüber gezogen mit seinen eltern, durch job.
er kam gar nich zu recht. wurde ausgegrenzt usw....

ich hab angst um den großen, möchte nich, dass ihm das auch passiert.

bei der kleinen bin ich da ruhiger.... entweder geht sie da drüben dann noch in die kita oder wird dort eingeschult, wo es evtl noch gar nich so dolle auffällt, dass wir egtl ossis sind.

wie sind eure erfahrungen, also einen neustart zu machen.
ganz woanders hin. andere stadt oder auch gar anderes bundesland?

wie sind eure kids zu recht gekommen?

würde mich über ein paar erfahrungen freuen, da es ja doch ein risen schritt ist, wo man so viel bedenken muss.

vllt hat der ein oder andere auch noch ein tipp für uns
Anna16
2257 Beiträge
12.11.2014 12:40
Wir wollen nächstes Jahr umziehen zurück nach NRW wohnen momentan in Niedersachsen. Mein Sohn wurde dieses Jahr hier eingeschult und ich hatte gedacht das wir nun bis zur 4 Klasse mit dem Umzug warten müssen, habe darüber aber mit meiner Familienhilfe gesprochen und mit bekannten und alle sagten mir das es besser ist nächstes Jahr umzuziehen anstatt dann nach 4 Jahren und was auch gesagt wurde da ich hier ebenfalls sehr unglücklich bin, für ihn ist eine glückliche Mutter das beste.
12.11.2014 12:49
Umzug hin oder her, DU musst auch immer was ändern. Du bleibst da ja auch der gleiche Mensch.

Vielleicht solltest du nicht erwarten, dass sich alles andere um dich herum ändert, sondern das du deine Einstellung änderst - das bewirkt manchmal so viel.
Ich verstehe z.B. nicht, was so schlimm daran ist, wenn die Großeltern ihrem Enkelkind tgl zu winken oder gar runterkommen und es umarmen. Das ist doch toll . Also Einstellung und Sichtweise überdenken. Wenn Oma und Opa nebenan wohnen und ihr Enkelkind gerne und viel sehen, könnten sie deinen Sohn doch vlt. 2 mal die Woche einfach zur Kita bringen.

Und diesen ganzen Ost-Westunterschied verstehe ich auch nicht so ganz, ich glaub das ist überholt.
Krümel714
2489 Beiträge
12.11.2014 13:38
Zu den Großeltern: die sind so. Das ist ihr Auftrag und Urgroßeltern sind die Krönung. Muss auch damit leben. Atme tief durch und sei froh, dass ihr sie noch habt.
Zum Thema Ost-West: wir leben in Deutschland. Sind ein Land.
Ansonsten sind Kinder oft flexibler als Erwachsene denken.
Irgendwie befürchte ich aber, dass du dir das Leben selbst schwer machst
fruity
4160 Beiträge
12.11.2014 13:45
hallo jazz,
ich kann dich sehr gut verstehen. nicht im einzelnen, aber das unzufriedensein. ich bin/war es auch! und da reichen dann auch klitzekleine sachen, die anderen nicht auffallen, aber das macht das gesamtpaket der unzufriedenheit aus.
wir werden ende nächster woche umziehen, 150km entfernt, in meine heimatstadt. ich war nun 10 jahre woanders (2 andere städte und einmal weit weg im ausland) und wir haben für uns gemerkt, dass die großstadt nix mehr für uns ist, seit wir ein kind haben. es ist einfach alles anstrengend und nervig. meine eltern und andere verwandte wohnen noch dort, wir werden eine tolle wohnung haben und mein freund hat auch arbeit in aussicht. insgesamt werden wir weniger einkommen haben, aber ich bin sicher, es wird uns besser gehen ich bin generell jemand, der alles aus verschiedenen sichtweisen betrachtet und ganz genau durchdenkt. ich versuche, weitestgehend posotiv zu denken, denn das wirkt sich auf die lebenseinstellung aus. bisher hat alles ganz super geklappt, was unseren "neuen anfang" betrifft,d aher sind wir sicher, dass diese entscheidung absolut die richtige ist
wir haben uns nicht festgelegt, ob wir für imemr oder nur ein paar jahre bleiben werden, aber für den moment fühlt es sich genau richtig an

ich wünsche dir viel mut eine entscheidung zu treffen, egal wie sie ausfällt und was zu ändern
Jazz92
11468 Beiträge
12.11.2014 13:48
das mit meinen großeltern war nur ein bsp
und außerdem ist da noch viel mehr mit meinen großeltern, als was ich geschrieben hab. will aber hier jetzt nicht alles aufschreiben

es gibt noch viel mehr....
und ich komme hier nicht zur ruhe

das hat nichts mit sichtweise zu tun.
ich hatte eine schwere kindheit hier und auch teenager war nich das größte hier.

deshalb suche ich mir auch professionelle hilfe und würde einfach gerne einen neustart nach der ausbildung mit meiner familie woanders starten.

aber ich wollte gerne erfahrungsberichte haben, wenn man weiter weg zieht, als nur ein paar srtaßen weiter
Supernatural
1234 Beiträge
12.11.2014 20:35
Das Thema interessiert mich auch sehr.
Wir wollen nächstes Jahr von Niedersachsen nach NRW ziehen. Dort gibt es für meinen Freund eine Schule die er besuchen kann, die es hier nicht gibt und auch ich möchte dort gerne eine schulische Ausbildung machen (wenn sie mich denn annehmen).
Bei uns ist es so, dass meine Familie sich einfach zu wenig für meine Tochter interessiert. Und ich kann mir das nicht mehr länger antun. Wir sind für die nur Nebensache.... Hier in der Stadt haben wir auch keine großen Chancen auf Arbeit/Ausbildung. Ich will das nicht mehr.
Ich drücke dir die Daumen, dass du den Neustart schaffst (wenn du es denn tun möchtest). Immerhin hast du dort noch Schwiegereltern. Ansonsten mach dir eine pro und kontra Liste, vielleicht hilft das
Viiiiel Glück
Blaue_Paprika
294 Beiträge
12.11.2014 20:45
Was genau möchtest du denn wissen?

Wir sind 1x von Italien nach Deutschland gezogen und 1x innerhalb Deutschlands von NRW nach Bayern.

Nach Deutschland kamen wir bevor unsere Älteste in die Schule kam. Nach dem Umzug nach Bayern(war in den Sommerferien) ist Leonora in die 5. Klasse gekommen, Isabella in die 2. Klasse und Carlotta in einen neuen Kindergarten für das letzte Vorschuljahr. Der erste Umzug war sehr schwierig für unsere beiden Großen, weil sie ihr komplettes soziales Umfeld zurücklassen mussten. Ihre Freunde, ihre Großeltern, die Dorfgemeinschaft und sie hatten auch große Probleme sich an Deutsch als Umgebungssprache zu gewöhnen, obwohl sie durch mich die Sprache bereits kannten.
Aus schulischer Sicht waren beide Umzüge kein großes Problem. Leonora hatte nach der 4. Klasse in NRW eine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen. In Bayern wurde die nicht direkt anerkannt, sondern sie musste einen Probeunterricht mitmachen. Der lief aber gut und sie durfte aufs Gymnasium. Isabellas Wechsel von einer Grundschulklasse in die andere war einfacher, wobei sie länger gebraucht hat Freundschaften zu finden. Leo hatte den Vorteil, dass in der 5. Klasse alle Kinder neu an der Schule waren und sich erst finden mussten.
Grundsätzlich denke ich: Je älter das Kind, desto schwerer fällt ihm der Umzug. Einfach weil das soziale Umfeld für einen Teenager wichtiger ist als für ein Kindergartenkind. Je tiefer verwurzelt das Kind bereits ist, desto schmerzhafter das Umpflanzen.
Zweitens würde ich nie irgendwohin ziehen, wenn ich keine berufliche Perspektive dort hätte. Wir sind immer erst umgezogen als mein Mann als (die meiste Zeit) Hauptverdiener am neuen Wohnort einen Job hatte. Alles andere fände ich unverantwortlich. Es ist das einen ein Kind zum Umzug zu zwingen(und begeistert ja schreien da die wenigsten, ein bisschen Bauchschmerzen sind immer dabei), aber dabei sollte sich nicht auch noch die wirtschaftliche Situation verschlechtern. Das belastet Familie nämlich auch.
Drittens: Wenn man unzufrieden ist, immer zuerst schauen, ob es vielleicht gar nicht am Umfeld liegt, sondern aus mir selber kommt. Andere sind nicht dafür verantwortlich, dass du mit deinem Leben zufrieden bist. Das bist du.
Für mich wirken deine Eltern nur sehr vernarrt in ihre Enkel. Ich wäre froh, wenn ich noch Eltern hätte, die das wären. Ich weiß, dass Familie in direkter Nähe anstrengend ist. Ich hab 7,5 Jahre im Haus neben meinen Schwiegereltern gewohnt. Gegenüber die Schwester meines Mannes und der Rest der Verwandtschaft 2-3 Straßen weiter. Ist nicht immer ohne und meine Schwiegermutter ist wirklich der Inbegriff einer Frau, die Grenzen anderer gerne mal überschreitet

Das Ossi-Wessi-Problem sehe ich übrigens nicht so eng. Die Kinder heute checken den Unterschied doch gar nicht mehr. Meine Kinder sind ja Halbitaliener mit italienischem Nachnamen und eindeutig südländischer Herkunft. Blöd angemacht wurden sie noch nie. Und wenn Kinder mobben/ärgern wollen finden sie immer einen Grund.
Jazz92
11468 Beiträge
13.11.2014 08:30
also es sind meine großeltern,somit die urgoßeltern...meine eltern haben gar kein interesse.

und vernarrt...tz....sry....einen tag hat meine oma den kleinen aus der kita abgeholt, ich kam einfach nich weg mit der kleinen und ihrem hohen fieber.... und da soll sie zur erzieherin gemeint haben, dass mein junge immer mehr wird wie sein vater

und das geht einfach absolut nicht
sein vater ist ..nja....drogenabhängig, kriminell, ein knasti und kümmert sich ein scheiß dreck um den jungen

weiterhin hab ich hier auch viele unschöne dinge erlebt, die mich einfach kaputt machen.

deshalb such ich wie schon erwähnt auch professionelle hife, um das aufarbeiten und verarbeiten zu können

also in NRW wären die eltern meines mannes
der heißgeliebte onkel meines mannes zieht da nun auch hin
und noch sein anderer onkel wohnt da

hinzu auch sein bester freund....

arbeit werden wir natürlich vorher organisieren...mein mann vermutet evtl in seiner alten arbeitsstelle wieder aufgenommen werden zu können, die haben damals rotz und wasser geheult, als er gekündigt hat

es ist echt mega schwer..... hmmmm..... aber gsd noch 1,5 jahre zeit

demnächst wollen wir mit seinen eltern darüber mal reden.
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