Obdachlosigkeit
23.10.2012 10:48
Hallo
Warum gibt es in Deutschland soviele Obdachlose, die manchmal schon Jahre auf der Straße verbringen. Hat hier nicht jeder eine Chance ein Dach über dem Kopf zu haben? Ich habe vor kurzem in der Stadt mehrere gesehen, deshalb die Frage. Wie kommt es zu Obdachlosugkeit? Sorry für die Anonymfunktion, bekomm das mit Handy nicht weg :/
Warum gibt es in Deutschland soviele Obdachlose, die manchmal schon Jahre auf der Straße verbringen. Hat hier nicht jeder eine Chance ein Dach über dem Kopf zu haben? Ich habe vor kurzem in der Stadt mehrere gesehen, deshalb die Frage. Wie kommt es zu Obdachlosugkeit? Sorry für die Anonymfunktion, bekomm das mit Handy nicht weg :/
23.10.2012 10:56
weil viele es so wollen! sie wollen frei und ungebunden sein
wenn sie wollten dann würden sie auch eine wohnung bekommen. dafür müssten sie aber regelmässig zum amt gehen und bestimmte "regeln" erfüllen.
wenn sie wollten dann würden sie auch eine wohnung bekommen. dafür müssten sie aber regelmässig zum amt gehen und bestimmte "regeln" erfüllen.
23.10.2012 10:57
Um ein Dach über dem Kopf zu haben, muss man erstmal eines über dem Kopf haben wollen.
Viele der Obdachlosen wollen das gar nicht.
Die nächste Schwierigkeit ist ein gewisser Teufelskreis. Einem Obdachlosen stehen keine Sozialgelder mehr zu, warum auch immer. Früher gab es das mal, wurde abgeschafft. Ohne festen Wohnsitz, kein ALG 2. Ohne ALG 2 keine Chance auf einen Wohnberechtigungsschein und ohne den Schein keine Chance auf eine Wohnung, die das Jobcenter auch als angemessen betrachtet.
Es gibt in jeder Stadt Unterkünfte für Obdachlose, in denen sie sich auch offiziell anmelden dürfen. Damit wäre zumindest mal eine Meldeadresse vorhanden und eine Stelle, wo die Post angenommen werden kann.
Mit der Meldeadresse im Gepäck könnten sie dann ALG 2 beantragen und einen Schein für die Wohnungssuche. Dann müssen sie nur noch einen Vermieter finden, der ihnen eine Wohnung gibt. Und da hört es dann auch schon wieder auf.
Denn die Adresse dieser Unterkünfte sind allgemein bekannt und wenn ein Vermieter dann den "derzeitigen Wohnort" sieht, ist es in 99% der Fälle gelaufen. Nur extrem wenige wollen jemandem eine Wohnung vermieten, der obdachlos war oder ist.
Und selbst wenn man es dann doch schafft, den einen Vermieter zu finden der einem eine Chance gibt, dann ist das meist in sozial extrem schlecht gestellten Vierteln. Dann hat man zwar eine Wohnung aber auf lange Sicht auch nicht wirklich eine Chance sich zu verbessern. Denn einmal in einem sozialen Brennpunkt drin, will dich auch niemand mehr haben.
Alles Vorurteile.
Viele der Obdachlosen wollen das gar nicht.
Die nächste Schwierigkeit ist ein gewisser Teufelskreis. Einem Obdachlosen stehen keine Sozialgelder mehr zu, warum auch immer. Früher gab es das mal, wurde abgeschafft. Ohne festen Wohnsitz, kein ALG 2. Ohne ALG 2 keine Chance auf einen Wohnberechtigungsschein und ohne den Schein keine Chance auf eine Wohnung, die das Jobcenter auch als angemessen betrachtet.
Es gibt in jeder Stadt Unterkünfte für Obdachlose, in denen sie sich auch offiziell anmelden dürfen. Damit wäre zumindest mal eine Meldeadresse vorhanden und eine Stelle, wo die Post angenommen werden kann.
Mit der Meldeadresse im Gepäck könnten sie dann ALG 2 beantragen und einen Schein für die Wohnungssuche. Dann müssen sie nur noch einen Vermieter finden, der ihnen eine Wohnung gibt. Und da hört es dann auch schon wieder auf.
Denn die Adresse dieser Unterkünfte sind allgemein bekannt und wenn ein Vermieter dann den "derzeitigen Wohnort" sieht, ist es in 99% der Fälle gelaufen. Nur extrem wenige wollen jemandem eine Wohnung vermieten, der obdachlos war oder ist.
Und selbst wenn man es dann doch schafft, den einen Vermieter zu finden der einem eine Chance gibt, dann ist das meist in sozial extrem schlecht gestellten Vierteln. Dann hat man zwar eine Wohnung aber auf lange Sicht auch nicht wirklich eine Chance sich zu verbessern. Denn einmal in einem sozialen Brennpunkt drin, will dich auch niemand mehr haben.
Alles Vorurteile.
23.10.2012 11:01
Wenn man das alles nur auf das "Wollen" zurück führt macht man es sich glaube ich zu einfach.
Wie auch schon beschrieben gibt es da mehrere Faktoren.
Es braucht so viel um sich wieder zu stabiliesieren, es gibt Lebenskriesen, Krankheiten, Lebenssituationen die einen so aus der Bahnwerfen können. Und dann wieder den Schritt zurück schaffen......ich weiß es gibt Leute die das schaffen, ich weiß aber nicht ob ich die Kraft dafür hätte.
Wie auch schon beschrieben gibt es da mehrere Faktoren.
Es braucht so viel um sich wieder zu stabiliesieren, es gibt Lebenskriesen, Krankheiten, Lebenssituationen die einen so aus der Bahnwerfen können. Und dann wieder den Schritt zurück schaffen......ich weiß es gibt Leute die das schaffen, ich weiß aber nicht ob ich die Kraft dafür hätte.
23.10.2012 11:11
Wir leben in Deutschland und Deutschland ist ein Sozialstaat, da muß niemand auf der Strasse leben.....
Wenn ein obdachloser wirklich ein Dach über den Kopf haben will, muß er einfach zum Amt und die helfen ihm eine Wohnung zu finden. In der zwischenzeit hat er die Möglichkeit in einem Obdachlosenheim unter zukommen.....
Ich denke viele wollen einfach so leben um "frei" leben zu können.
Wenn ein obdachloser wirklich ein Dach über den Kopf haben will, muß er einfach zum Amt und die helfen ihm eine Wohnung zu finden. In der zwischenzeit hat er die Möglichkeit in einem Obdachlosenheim unter zukommen.....
Ich denke viele wollen einfach so leben um "frei" leben zu können.
23.10.2012 11:16
Zitat:
weil viele es so wollen! sie wollen frei und ungebunden sein
Ich glaube das auch.
23.10.2012 11:18
Zitat von Nova-Lee:
Wir leben in Deutschland und Deutschland ist ein Sozialstaat, da muß niemand auf der Strasse leben.....
Wenn ein obdachloser wirklich ein Dach über den Kopf haben will, muß er einfach zum Amt und die helfen ihm eine Wohnung zu finden. In der zwischenzeit hat er die Möglichkeit in einem Obdachlosenheim unter zukommen.....
Ich denke viele wollen einfach so leben um "frei" leben zu können.
Grundsätzlich/Fachlich hast du bestimmt recht - aber ich stell mir da nun die Frage - ist das wirklich Freiheit bei Wind und Wetter auf der Straße zu sein, kein Dach über dem Kopf zu haben, kein Bett - für jedes Brötchen eine Stunde auf der Straße betteln zu müssen? Ich denke, frei ist anders... ich glaube viele die sagen "Sie wollen auf der Straße leben" sind einfach nur zu feige oder zu faul zum Amt zu gehen und sich an die Regeln zu halten, die das Amt einem auferlegt (was eigentlich nicht viele sind).
23.10.2012 11:25
Zitat:
"Sie wollen auf der Straße leben" sind einfach nur zu feige oder zu faul zum Amt zu gehen und sich an die Regeln zu halten, die das Amt einem auferlegt (was eigentlich nicht viele sind).
Genau so ist das.
23.10.2012 15:45
Zitat von Turboprinzessin:
Um ein Dach über dem Kopf zu haben, muss man erstmal eines über dem Kopf haben wollen.
Viele der Obdachlosen wollen das gar nicht.
Die nächste Schwierigkeit ist ein gewisser Teufelskreis. Einem Obdachlosen stehen keine Sozialgelder mehr zu, warum auch immer. Früher gab es das mal, wurde abgeschafft. Ohne festen Wohnsitz, kein ALG 2. Ohne ALG 2 keine Chance auf einen Wohnberechtigungsschein und ohne den Schein keine Chance auf eine Wohnung, die das Jobcenter auch als angemessen betrachtet.
Es gibt in jeder Stadt Unterkünfte für Obdachlose, in denen sie sich auch offiziell anmelden dürfen. Damit wäre zumindest mal eine Meldeadresse vorhanden und eine Stelle, wo die Post angenommen werden kann.
Mit der Meldeadresse im Gepäck könnten sie dann ALG 2 beantragen und einen Schein für die Wohnungssuche. Dann müssen sie nur noch einen Vermieter finden, der ihnen eine Wohnung gibt. Und da hört es dann auch schon wieder auf.
Denn die Adresse dieser Unterkünfte sind allgemein bekannt und wenn ein Vermieter dann den "derzeitigen Wohnort" sieht, ist es in 99% der Fälle gelaufen. Nur extrem wenige wollen jemandem eine Wohnung vermieten, der obdachlos war oder ist.
Und selbst wenn man es dann doch schafft, den einen Vermieter zu finden der einem eine Chance gibt, dann ist das meist in sozial extrem schlecht gestellten Vierteln. Dann hat man zwar eine Wohnung aber auf lange Sicht auch nicht wirklich eine Chance sich zu verbessern. Denn einmal in einem sozialen Brennpunkt drin, will dich auch niemand mehr haben.
Alles Vorurteile.
Nicht ganz korrekt
Jeder ohne festen Wohnsitz kann sich drei Tage lang jeden Tag seinen Tagessatz als Scheck auszahlen lassen. Dann zieht er weiter in die nächste Stadt, da dann wieder dasselbe.
31.10.2012 13:50
Zitat von Anonym 135971:
HalloWarum gibt es in Deutschland soviele Obdachlose, die manchmal schon Jahre auf der Straße verbringen. Hat hier nicht jeder eine Chance ein Dach über dem Kopf zu haben? Ich habe vor kurzem in der Stadt mehrere gesehen, deshalb die Frage. Wie kommt es zu Obdachlosugkeit? Sorry für die Anonymfunktion, bekomm das mit Handy nicht weg :/
Ja also... ich denke auch, dass sie machen wollen was sie wollen. Jeder hat das recht auf eine wohnung, muss dafür dann aber auch gewisse Dinge tun und Anforderungen erfüllen.
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