Kind verhaltensauffällig. Hilfe
23.10.2021 11:51
Hallo ihr Lieben,
Ich weiß gar nicht so genau, was ich mir von diesem Thread erhoffe.. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Ideen was da los sein bzw helfen könnte.
Es geht um mein 2. Kind. Es ist 7 Jahre alt und seit ein paar Wochen Schulkind.
Die Kindergartenzeit war mühsam für es. Es ging nie gerne hin. Die ersten 6 Monate war es noch gut. Dann kam Kind 1 in die Schule und es wurde immer schlechter. Beim Anfangsgespräch sagte mir die Erzieherin noch, es sei gut angekommen und allseits beliebt. Zu der Zeit ging es auch noch gerne hin.
Dann ging wie gesagt Kind 1 in die Schule und Kind 2 blieb im Kindergarten. Es fand dann einen besten Freund, den es abgöttisch gern hat, bis heute noch. Trotzdem gab es dann immer wieder Probleme. Ein Kind aus der Gruppe und Kind 2 kamen absolut nicht miteinander aus. Da gab es ständig Stress. Die Erzieher sagten es beruht auf Gegenseitigkeit.
Dann kam eine neue Erzieherin in die Gruppe und plötzlich wurde Kind 2 zum Problemkind erklärt. Es sei aggressiv und würde schlagen. Es war zu dem Zeitpunkt 4 Jahre alt und zu Hause null aggressiv. Es zog sich allerdings immer mehr in sich selbst zurück und wurde stiller, irgendwie weniger fröhlich. Es litt immer sehr, wenn sein bester Freund nicht mit ihm spielen wollte. Die besagten Erzieherin verließ nach einer Weile wieder die Gruppe und es wurde etwas besser. Aber nicht gut.
Durch Corona war Kind 2 die letzten 2 Jahre überwiegend zu Hause und Gespräche mit der Einrichtung gab's nicht.
Nun ist es also ein Schulkind und es geht wirklich gerne und motiviert in die Schule. Es findet die Aufgaben toll und beschwert sich regelmäßig über zu wenig Hausaufgaben. Auch die Klassenkameraden mag es und die Lehrerin auch.
Soweit so gut.
Nun rief mich die Lehrerin an und sagte, sie sei besorgt um seine motorische Entwicklung. Es sitze nie gerade am Tisch und hinge irgendwie immer schief da. Es wäre oft geistig anwesend und in seinen eigenen Gedanken versunken. Es meide direkten Blickkontakt mit ihr und würde sehr leise und undeutlich sprechen ( nuscheln). Oft reagiere es auch nicht auf direkte Ansprache.
Zudem hätte es Probleme längere Zeit auf einem Bein zu stehen und sei insgesamt " ungeschickt" in der Motorik.
Seine Stifthaltung ist gut, schreiben klappt gut, ausschneiden mache ihm Probleme.
Wir waren nun beim Kinderarzt, um nach Ergotherapie zu fragen. Der Kinderarzt hat einige Tests gemacht und sieht keinen Bedarf dafür.
Ich habe das so an die Lehrerin weitergegeben. Sie meinte dazu, dass sie es auf keinen Fall in eine Schublade stecken möchte, es sich aber in der Schule schon sehr auffällig verhält. Bei Pädaktiv ist es wohl gestern, während alle Mittag gegessen haben auf allen Vieren durchs Klassenzimmer gefetzt..
Ich kenne das mit dem nuscheln und leise sprechen auch von ihm, wenn es sehr unsicher ist und sich nicht wohl fühlt, dann meidet es auch Blickkontakt.
Aber ist das nicht irgendwo normal?
Das mit dem " in die eigene Welt versinken" kenne ich auch. Es bekommt oft nicht mit, worüber wir gerade gesprochen haben, obwohl wir alle gemeinsam am Tisch sitzen.
Es hampelt auch oft beim Essen rum. Legt die Füße auf den Tisch, oder legt sich auf die Essbank.
Wenn man es darauf anspricht reagiert es oft nicht oder schreit los, man habe es nicht lieb.
Generell kommt dieses " du hast mich nicht lieb " ständig von ihm, wenn man es auf Fehlverhalten hinweist, oder es auch nur bittet mit etwas aufzuhören.
Ich sage zum Beispiel: nimm bitte die Füße vom Tisch und es erwidert: du hast mich nicht lieb!
Es ist in vielen Bereichen sehr interessiert. Es konnte schon rechnen, bevor die Schule losging. Es erkennt Zahlen im 100 Bereich, obwohl ich nicht weiß wann es das gelernt hat. Neulich war eine Seite in meinem Buch aufgeschlagen und es sagte: oh, eine 312!
Es ist auch sprachlich sehr weit und hat einen großen Wortschatz. Es schnappt quasi überall Wörter auf, und integriert sie direkt richtig in seinen Wortschatz. Zum Beispiel erklärte es mir neulich morgens ( originaler Wortlaut): Meine Nacht war miserabel, ich habe kein Auge zu getan, mein Knie schmerzte so sehr.
Es ist in vielen Bereichen so weit und interessiert, aber was so das soziale Angeht mache ich mir auch Sorgen. Ihm werden Situationen auch oft zu viel. Wenn es sehr laut ist, dann klinkt es sich aus und driftet in seine Welt ab, oder es dreht dann selbst völlig auf und macht so "absurde Sachen", wie auf allen Vieren durchs Klassenzimmer zu galoppieren.
Im Kindergarten hat es sich oft unter Tischen versteckt und hat sich geweigert herauszukommen. Auf Gesprächsversuche der Erzieherinnen reagiert es, mit sich wegdrehen, auf den Boden schauen und " nein nein nein " rufen. Informiert wurde ich darüber 2 Wochen vor Ferienbeginn bzw 6 Wochen vor Schulstart!
Der Arzt hat das alles beim Termin einfach abgetan. Das würde schon werden.
Ich mache mir aber trotzdem Sorgen. Vorallem weil ich selbst so oft nicht an es herankomme und es ja auch irgendwie leidet. Ich würde ihm so gerne helfen, aber weiß nicht wie. Bzw wohin ich mich wenden kann.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Rat bzw eine Idee, wo wir Hilfe finden, oder was ich noch tun könnte um es zu unterstützen.
Ich weiß gar nicht so genau, was ich mir von diesem Thread erhoffe.. Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und Ideen was da los sein bzw helfen könnte.
Es geht um mein 2. Kind. Es ist 7 Jahre alt und seit ein paar Wochen Schulkind.
Die Kindergartenzeit war mühsam für es. Es ging nie gerne hin. Die ersten 6 Monate war es noch gut. Dann kam Kind 1 in die Schule und es wurde immer schlechter. Beim Anfangsgespräch sagte mir die Erzieherin noch, es sei gut angekommen und allseits beliebt. Zu der Zeit ging es auch noch gerne hin.
Dann ging wie gesagt Kind 1 in die Schule und Kind 2 blieb im Kindergarten. Es fand dann einen besten Freund, den es abgöttisch gern hat, bis heute noch. Trotzdem gab es dann immer wieder Probleme. Ein Kind aus der Gruppe und Kind 2 kamen absolut nicht miteinander aus. Da gab es ständig Stress. Die Erzieher sagten es beruht auf Gegenseitigkeit.
Dann kam eine neue Erzieherin in die Gruppe und plötzlich wurde Kind 2 zum Problemkind erklärt. Es sei aggressiv und würde schlagen. Es war zu dem Zeitpunkt 4 Jahre alt und zu Hause null aggressiv. Es zog sich allerdings immer mehr in sich selbst zurück und wurde stiller, irgendwie weniger fröhlich. Es litt immer sehr, wenn sein bester Freund nicht mit ihm spielen wollte. Die besagten Erzieherin verließ nach einer Weile wieder die Gruppe und es wurde etwas besser. Aber nicht gut.
Durch Corona war Kind 2 die letzten 2 Jahre überwiegend zu Hause und Gespräche mit der Einrichtung gab's nicht.
Nun ist es also ein Schulkind und es geht wirklich gerne und motiviert in die Schule. Es findet die Aufgaben toll und beschwert sich regelmäßig über zu wenig Hausaufgaben. Auch die Klassenkameraden mag es und die Lehrerin auch.
Soweit so gut.
Nun rief mich die Lehrerin an und sagte, sie sei besorgt um seine motorische Entwicklung. Es sitze nie gerade am Tisch und hinge irgendwie immer schief da. Es wäre oft geistig anwesend und in seinen eigenen Gedanken versunken. Es meide direkten Blickkontakt mit ihr und würde sehr leise und undeutlich sprechen ( nuscheln). Oft reagiere es auch nicht auf direkte Ansprache.
Zudem hätte es Probleme längere Zeit auf einem Bein zu stehen und sei insgesamt " ungeschickt" in der Motorik.
Seine Stifthaltung ist gut, schreiben klappt gut, ausschneiden mache ihm Probleme.
Wir waren nun beim Kinderarzt, um nach Ergotherapie zu fragen. Der Kinderarzt hat einige Tests gemacht und sieht keinen Bedarf dafür.
Ich habe das so an die Lehrerin weitergegeben. Sie meinte dazu, dass sie es auf keinen Fall in eine Schublade stecken möchte, es sich aber in der Schule schon sehr auffällig verhält. Bei Pädaktiv ist es wohl gestern, während alle Mittag gegessen haben auf allen Vieren durchs Klassenzimmer gefetzt..
Ich kenne das mit dem nuscheln und leise sprechen auch von ihm, wenn es sehr unsicher ist und sich nicht wohl fühlt, dann meidet es auch Blickkontakt.
Aber ist das nicht irgendwo normal?
Das mit dem " in die eigene Welt versinken" kenne ich auch. Es bekommt oft nicht mit, worüber wir gerade gesprochen haben, obwohl wir alle gemeinsam am Tisch sitzen.
Es hampelt auch oft beim Essen rum. Legt die Füße auf den Tisch, oder legt sich auf die Essbank.
Wenn man es darauf anspricht reagiert es oft nicht oder schreit los, man habe es nicht lieb.
Generell kommt dieses " du hast mich nicht lieb " ständig von ihm, wenn man es auf Fehlverhalten hinweist, oder es auch nur bittet mit etwas aufzuhören.
Ich sage zum Beispiel: nimm bitte die Füße vom Tisch und es erwidert: du hast mich nicht lieb!
Es ist in vielen Bereichen sehr interessiert. Es konnte schon rechnen, bevor die Schule losging. Es erkennt Zahlen im 100 Bereich, obwohl ich nicht weiß wann es das gelernt hat. Neulich war eine Seite in meinem Buch aufgeschlagen und es sagte: oh, eine 312!
Es ist auch sprachlich sehr weit und hat einen großen Wortschatz. Es schnappt quasi überall Wörter auf, und integriert sie direkt richtig in seinen Wortschatz. Zum Beispiel erklärte es mir neulich morgens ( originaler Wortlaut): Meine Nacht war miserabel, ich habe kein Auge zu getan, mein Knie schmerzte so sehr.
Es ist in vielen Bereichen so weit und interessiert, aber was so das soziale Angeht mache ich mir auch Sorgen. Ihm werden Situationen auch oft zu viel. Wenn es sehr laut ist, dann klinkt es sich aus und driftet in seine Welt ab, oder es dreht dann selbst völlig auf und macht so "absurde Sachen", wie auf allen Vieren durchs Klassenzimmer zu galoppieren.
Im Kindergarten hat es sich oft unter Tischen versteckt und hat sich geweigert herauszukommen. Auf Gesprächsversuche der Erzieherinnen reagiert es, mit sich wegdrehen, auf den Boden schauen und " nein nein nein " rufen. Informiert wurde ich darüber 2 Wochen vor Ferienbeginn bzw 6 Wochen vor Schulstart!
Der Arzt hat das alles beim Termin einfach abgetan. Das würde schon werden.
Ich mache mir aber trotzdem Sorgen. Vorallem weil ich selbst so oft nicht an es herankomme und es ja auch irgendwie leidet. Ich würde ihm so gerne helfen, aber weiß nicht wie. Bzw wohin ich mich wenden kann.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Rat bzw eine Idee, wo wir Hilfe finden, oder was ich noch tun könnte um es zu unterstützen.
Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:
Ich möchte die Privatsphäre meines Kindes schützen
23.10.2021 12:09
Ich kenne mich zwar mit Kindern in dem Alter noch nicht aus, aber ich würde mal einen guten Schulpsychologen konsultieren.
23.10.2021 13:19
Ich bin selbst Grundschullehrerin und habe leider mit Kinderärzten schon öfter die Erfahrung gemacht, dass diese Auffälligkeiten oft abtun. Der Kia ist meiner Meinung und Erfahrung nach da einfach nicht der richtige Ansprechpartner
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
23.10.2021 14:45
Zitat von schnibbe:
Ich bin selbst Grundschullehrerin und habe leider mit Kinderärzten schon öfter die Erfahrung gemacht, dass diese Auffälligkeiten oft abtun. Der Kia ist meiner Meinung und Erfahrung nach da einfach nicht der richtige Ansprechpartner![]()
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
Danke für den Tipp. Da schaue ich mal, was es hier gibt.
23.10.2021 15:43
Zitat von Anonym 1 (207589):
Zitat von schnibbe:
Ich bin selbst Grundschullehrerin und habe leider mit Kinderärzten schon öfter die Erfahrung gemacht, dass diese Auffälligkeiten oft abtun. Der Kia ist meiner Meinung und Erfahrung nach da einfach nicht der richtige Ansprechpartner![]()
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
Danke für den Tipp. Da schaue ich mal, was es hier gibt.
Spz gibt's fast überall nur mit Überweisung vom Kia!
Aber bleib trotzdem hartnäckig beim Kia. Lass dir von der Lehrerin aufschreiben was ihr wann aufgefallen ist. Zeig das dem Kia oder der Beratungsstelle.
23.10.2021 16:30
Zitat von shelyra:
Zitat von Anonym 1 (207589):
Zitat von schnibbe:
Ich bin selbst Grundschullehrerin und habe leider mit Kinderärzten schon öfter die Erfahrung gemacht, dass diese Auffälligkeiten oft abtun. Der Kia ist meiner Meinung und Erfahrung nach da einfach nicht der richtige Ansprechpartner![]()
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
Danke für den Tipp. Da schaue ich mal, was es hier gibt.
Spz gibt's fast überall nur mit Überweisung vom Kia!
Aber bleib trotzdem hartnäckig beim Kia. Lass dir von der Lehrerin aufschreiben was ihr wann aufgefallen ist. Zeig das dem Kia oder der Beratungsstelle.
Ich hatte einen ausführlichen Brief von seiner Lehrerin dabei.. Leider hat auch das nichts genutzt.
23.10.2021 19:44
Zitat von Traumtänzerin84:
Könnt ihr notfalls den Arzt wechseln?
Das ist hier bei uns extrem schwierig.. Es gibt wenig Ärzte und viele Kinder. Ich habe jetzt eine psychologische Beratungsstelle gefunden für Kinder und Jugendliche, da steht zumindest auf der Website nichts, dass man eine Überweisung braucht. Ich rufe da am Montag mal an.
23.10.2021 20:36
Zitat von Anonym 1 (207589):
Zitat von Traumtänzerin84:
Könnt ihr notfalls den Arzt wechseln?
Das ist hier bei uns extrem schwierig.. Es gibt wenig Ärzte und viele Kinder. Ich habe jetzt eine psychologische Beratungsstelle gefunden für Kinder und Jugendliche, da steht zumindest auf der Website nichts, dass man eine Überweisung braucht. Ich rufe da am Montag mal an.
Solltet ihr doch eine brauchen geh nochmal zum Kia und sag das du da einen Termin hast und die Überweisung brauchst.
Alternativ zu deinem Hausarzt Evtl.
24.10.2021 14:15
Zitat von Anonym 1 (207589):
Zitat von shelyra:
Zitat von Anonym 1 (207589):
Zitat von schnibbe:
Ich bin selbst Grundschullehrerin und habe leider mit Kinderärzten schon öfter die Erfahrung gemacht, dass diese Auffälligkeiten oft abtun. Der Kia ist meiner Meinung und Erfahrung nach da einfach nicht der richtige Ansprechpartner![]()
Ich würde mich an den/ die BeratungslehrerIn wenden, an das SPZ oder an die Schulpsychologische Beratungsstelle. Die können dir besser weiterhelfen.
Danke für den Tipp. Da schaue ich mal, was es hier gibt.
Spz gibt's fast überall nur mit Überweisung vom Kia!
Aber bleib trotzdem hartnäckig beim Kia. Lass dir von der Lehrerin aufschreiben was ihr wann aufgefallen ist. Zeig das dem Kia oder der Beratungsstelle.
Ich hatte einen ausführlichen Brief von seiner Lehrerin dabei.. Leider hat auch das nichts genutzt.
Ich würde den Kinderarzt sagen, dass du einen Termin im SPZ machen möchtest und deshalb eine Überweisung benötigst. Auch wenn er den Bedarf nicht sieht, könnte ich mir vorstellen, dass er dir eine Überweisung ausstellt. Sozusagen auf eigenen Wunsch.
Falls er es nicht macht:
In der Schulpsych. Beratungsstelle braucht man keine Ü.
Ich würde dann dorthin gehen und mich beraten lassen. Die können dir dann auch sagen, was du tun kannst oder musst, um die Überweisung zu bekommen.
26.11.2021 09:28
Update:
Wir hatten am Montag einen Termin bei einer psychologischen Beratungsstelle. Bzw Ich hatte erstmal einen.
Leider ist es am Sonntag Abend ziemlich eskaliert. Letzte Woche gab es einen Vorfall in der Schule, bei dem mein Kind, während des Unterrichts von hinten gepackt und festgehalten wurde. Es hat sich dann durch beißen befreit und bekam Ärger dafür. Das Kind welches es zuerst festhielt bekam keinen. Für mein Kind war das absolut ungerecht und nicht nachvollziehbar. Also es sagte wortwörtlich: Es ist okay, dass ich Ärger bekommen habe fürs beißen, aber das andere Kind hat doch auch was falsch gemacht! Warum bekomme nur ich Ärger?
Es litt dann unter starker Übelkeit und hätte sich mehrfach fast übergeben. Als klar war, dass es am nächsten Tag zu Hause bleiben wird ging es ihm schlagartig besser. Das war am Freitag. Ich hatte die Lehrerin kontaktiert, aber leider vorm Wochenende keine Rückmeldung mehr erhalten.
Sonntag Abend, als meinem Kind klar wurde, dass am nächsten Tag die Schule ansteht ist es völlig eskaliert. Es hat sich eine Decke um den Hals gewickelt und zugezogen, bis es Husten musste und die Augen schon tränten. Ich hab natürlich eingegriffen und es beruhigt so gut es eben ging. Nachts im Bett hat es sich seine Arme dann komplett blutig gebissen.
Ich war so froh, daß Montag der Termin schon stand.
Die sehen da auch zu 100% Bedarf bei ihm. Die Lehrerin ist auch informiert und ich habe die Psychologin ihr gegenüber von der Schweigepflicht entbunden. Bis es bei ihm in die Diagnostik geht, wird es wohl Januar/Februar werden. Aber wir haben dort immerhin schonmal eine Ansprechpartnerin, für Notfälle.
Es soll auf jeden Fall regelmäßig zur Schule gehen um nicht in ein Vermeidungsverhalten zu fallen.
Wir hatten am Montag einen Termin bei einer psychologischen Beratungsstelle. Bzw Ich hatte erstmal einen.
Leider ist es am Sonntag Abend ziemlich eskaliert. Letzte Woche gab es einen Vorfall in der Schule, bei dem mein Kind, während des Unterrichts von hinten gepackt und festgehalten wurde. Es hat sich dann durch beißen befreit und bekam Ärger dafür. Das Kind welches es zuerst festhielt bekam keinen. Für mein Kind war das absolut ungerecht und nicht nachvollziehbar. Also es sagte wortwörtlich: Es ist okay, dass ich Ärger bekommen habe fürs beißen, aber das andere Kind hat doch auch was falsch gemacht! Warum bekomme nur ich Ärger?
Es litt dann unter starker Übelkeit und hätte sich mehrfach fast übergeben. Als klar war, dass es am nächsten Tag zu Hause bleiben wird ging es ihm schlagartig besser. Das war am Freitag. Ich hatte die Lehrerin kontaktiert, aber leider vorm Wochenende keine Rückmeldung mehr erhalten.
Sonntag Abend, als meinem Kind klar wurde, dass am nächsten Tag die Schule ansteht ist es völlig eskaliert. Es hat sich eine Decke um den Hals gewickelt und zugezogen, bis es Husten musste und die Augen schon tränten. Ich hab natürlich eingegriffen und es beruhigt so gut es eben ging. Nachts im Bett hat es sich seine Arme dann komplett blutig gebissen.
Ich war so froh, daß Montag der Termin schon stand.
Die sehen da auch zu 100% Bedarf bei ihm. Die Lehrerin ist auch informiert und ich habe die Psychologin ihr gegenüber von der Schweigepflicht entbunden. Bis es bei ihm in die Diagnostik geht, wird es wohl Januar/Februar werden. Aber wir haben dort immerhin schonmal eine Ansprechpartnerin, für Notfälle.
Es soll auf jeden Fall regelmäßig zur Schule gehen um nicht in ein Vermeidungsverhalten zu fallen.
31.08.2022 11:02
Hallo,
dein Beitrag ist schon etwas älter, aber bist du inzwischen weiter gekommen? Hat sich etwas verändert? Magst du mir vielleicht mal direkt schreiben?
Vieles was du über deinen Sohn schreibst, erinnert mich an meine Tochter (4. Klasse) ...
Hier waren leider Kinderarzt und Schulpsychologe auch ein Reinfall. Kinderärztin hat sich während der Hoch-Zeit von Corona geweigert, Überweisungen ins SPZ auszustellen, weil sie meinte, alle Kinder ticken nicht normal. Mittlerweile ist sie im Ruhestand, sprich wir haben vor Ort gar keinen Kinderarzt mehr.
Schulpsychologin (die Hotline vom Kreisschulamt) war mit unseren Problemen völlig überfordert, ihre Tipps hatten wir alle längst durch, sie meinte nur, dann kann sie mir auch nicht helfen...
Die einzige, die sich Mühe gab und uns ernst nahm, war die Schulsozialarbeiterin. Es lief gerade richtig gut (Ende 1. Klasse), dann wurde die Stelle gestrichen.
dein Beitrag ist schon etwas älter, aber bist du inzwischen weiter gekommen? Hat sich etwas verändert? Magst du mir vielleicht mal direkt schreiben?
Vieles was du über deinen Sohn schreibst, erinnert mich an meine Tochter (4. Klasse) ...
Hier waren leider Kinderarzt und Schulpsychologe auch ein Reinfall. Kinderärztin hat sich während der Hoch-Zeit von Corona geweigert, Überweisungen ins SPZ auszustellen, weil sie meinte, alle Kinder ticken nicht normal. Mittlerweile ist sie im Ruhestand, sprich wir haben vor Ort gar keinen Kinderarzt mehr.
Schulpsychologin (die Hotline vom Kreisschulamt) war mit unseren Problemen völlig überfordert, ihre Tipps hatten wir alle längst durch, sie meinte nur, dann kann sie mir auch nicht helfen...
Die einzige, die sich Mühe gab und uns ernst nahm, war die Schulsozialarbeiterin. Es lief gerade richtig gut (Ende 1. Klasse), dann wurde die Stelle gestrichen.
31.08.2022 12:43
Zitat von Carmen43:
Hallo,
dein Beitrag ist schon etwas älter, aber bist du inzwischen weiter gekommen? Hat sich etwas verändert? Magst du mir vielleicht mal direkt schreiben?
Vieles was du über deinen Sohn schreibst, erinnert mich an meine Tochter (4. Klasse) ...
Hier waren leider Kinderarzt und Schulpsychologe auch ein Reinfall. Kinderärztin hat sich während der Hoch-Zeit von Corona geweigert, Überweisungen ins SPZ auszustellen, weil sie meinte, alle Kinder ticken nicht normal. Mittlerweile ist sie im Ruhestand, sprich wir haben vor Ort gar keinen Kinderarzt mehr.
Schulpsychologin (die Hotline vom Kreisschulamt) war mit unseren Problemen völlig überfordert, ihre Tipps hatten wir alle längst durch, sie meinte nur, dann kann sie mir auch nicht helfen...
Die einzige, die sich Mühe gab und uns ernst nahm, war die Schulsozialarbeiterin. Es lief gerade richtig gut (Ende 1. Klasse), dann wurde die Stelle gestrichen.![]()
Hallo,
Also es hat sich hier ein klein wenig entspannt.
Mein Kind hat bereits im Dezember letzten Jahres einen Platz zur Therapie bekommen. Dort geht es einmal die Woche hin und es tut ihm sehr gut.
Die Kooperation mit der Lehrerin lief sehr gut und sie hat sich auch regelmäßig mit mir und der Therapie abgesprochen- leider ist sie nun schwanger und wird nicht mehr kommen. Ich kenne aber die neue Lehrkraft und bin mir sicher, dass das mit ihr auch gut funktioniert. Für mein Kind wird die Umstellung sicherlich mit Stress verbunden sein, aber ich denke mit Unterstützung der Lehrkraft und Therapie wird das gehen.
In der Klasse ist es inzwischen etwas gefestigter. Es hat 2 wirklich sehr enge Freundschaften geschlossen und trifft die Kinder regelmäßig auch außerhalb der Schule.
Die klassenstärke von fast 30 Kindern überfordert es sehr, vorallem der damit verbundene Lärmpegel. Einige Kinder finden es lustig es zu provozieren und zum ausflippen zu bringen. Da arbeiten wir gerade ganz viel am deutlich nein und Stopp sagen und ggf Hilfe zu holen bei der Lehrkraft. Ab Oktober wird es zusätzlich mit Judo anfangen, weil ich mir denke, dort kann es vielleicht nochmal an Körpersprache und klar Grenzen zeigen arbeiten.
Zwischenzeitlich stand die Testung auf Autismus im Raum. Ich habe mich allerdings dagegen entschieden (vorerst), denn mein Kind macht für sich Fortschritte, es nimmt die " Strategien " die es in der Therapie lernt gut an. Selbst wenn es eine Form von Autismus hätte, glaube ich, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen gut zurecht kommen und irgendwie würde eine Diagnose da so einen " Stempel " aufdrücken.
Ich könnte mir mittlerweile auch eher vorstellen, dass es vielleicht Adhs hat. Zumindest wird sein jüngeres Geschwister nun darauf getestet, es ist Vorschulkind und nochmal anders auffällig. Da hat der Kinderarzt auch ohne zögern die Überweisung rausgerückt
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