Mütter- und Schwangerenforum

Klassenlehrerin verstorben

Glücksstein
4377 Beiträge
06.09.2023 08:42
Hallo zusammen

Mein Kind geht jetzt in die 2. Klasse und gestern hatten wir Elternabend mit einer Hiobsbotschaft.

Die neue Klassenlehrerin hat die Klassen jetzt im zweiten Jahr kurzfristig übernommen.
Sie hat uns gestern mitgeteilt, dass die vorherige Lehrerin letzte Woche verstorben ist.

Wir stehen alle unter Schock, keiner hat mit so einer Nachricht gerechnet.
Die Kinder sind heut auf dem Wandertag und wir worden gebeten, den Kindern vorher nichts zu sagen.

Für morgen hat die Schule eine Art Klassenleiterstunde anberaumt wo auch Psychologen anwesend sind um mit den Kindern darüber zu sprechen.

Die Lehrerin war schon die letzten drei Wochen vor den Sommerferien krank und da erhielten wir schon die Info, dass ab der 2. Klasse ein anderer Lehrer übernehmen wird.

Nun haben die Kinder auch oft gefragt was mit ihrer Lehrerin ist und wann sie wieder kommt.

Jetzt zu dem eigentlichen Problem:

Ich hab ein sehr sensibles Kind und er hat die Lehrerin sehr gemocht. Ich bin gerade etwas überfordert mit der Situation wie ich ihm das heut Nachmittag beibringen soll das die Lehrerin verstorben ist und sie morgen in der Schule über das Thema sprechen werden.

Könnt ihr Ratschläge geben?

YellowBird
3850 Beiträge
06.09.2023 09:03
Zitat von Glücksstein:

Hallo zusammen

Mein Kind geht jetzt in die 2. Klasse und gestern hatten wir Elternabend mit einer Hiobsbotschaft.

Die neue Klassenlehrerin hat die Klassen jetzt im zweiten Jahr kurzfristig übernommen.
Sie hat uns gestern mitgeteilt, dass die vorherige Lehrerin letzte Woche verstorben ist.

Wir stehen alle unter Schock, keiner hat mit so einer Nachricht gerechnet.
Die Kinder sind heut auf dem Wandertag und wir worden gebeten, den Kindern vorher nichts zu sagen.

Für morgen hat die Schule eine Art Klassenleiterstunde anberaumt wo auch Psychologen anwesend sind um mit den Kindern darüber zu sprechen.

Die Lehrerin war schon die letzten drei Wochen vor den Sommerferien krank und da erhielten wir schon die Info, dass ab der 2. Klasse ein anderer Lehrer übernehmen wird.

Nun haben die Kinder auch oft gefragt was mit ihrer Lehrerin ist und wann sie wieder kommt.

Jetzt zu dem eigentlichen Problem:

Ich hab ein sehr sensibles Kind und er hat die Lehrerin sehr gemocht. Ich bin gerade etwas überfordert mit der Situation wie ich ihm das heut Nachmittag beibringen soll das die Lehrerin verstorben ist und sie morgen in der Schule über das Thema sprechen werden.

Könnt ihr Ratschläge geben?


Das tut mir sehr Leid!

Gerade Erst,- und Zweitklässler sind ja oft noch richtige Bindungsmenschlein, die sich nun gar nicht richtig verabschieden konnten.

Dein Kind hat ja mitbekommen, dass die Lehrerin am Ende der Ferien nicht da war, du könntest erklären, dass die Lehrerin sehr krank wurde. Und dass leider etwas sehr, sehr trauriges passiert ist. Dass sie gestorben ist. Hat dein Kind eine enge Freundin oder einen engen Freund? Als ich erfuhr, dass mein Vater gestorben ist, war meine beste Freundin dabei und das hat mir sehr viel Halt gegeben. Vielleicht könntet ihr euch mit einer anderen Familie aus der Klasse zusammentun.

Habt ihr denn schon häufiger mal das Thema Tod zu Hause besprochen? Wichtig ist, aber ich glaube, diese Haltung lese ich aus deinem Posting schon heraus, sehr ehrlich zu sein. Seid ihr religiös?

Auch wie man den Tod beschreibt, ist wichtig. Nicht "für immer eingeschlafen" ("Sterbe ich vielleicht auch in der Nacht, wenn ich schlafe?"), nicht "ist gegangen und kommt nicht mehr wieder." (Wenn Mama und Papa sich verabschieden, kommen sie dann auch nicht mehr wieder?), sondern eher "Tot zu sein bedeutet, dass das Herz aufhört zu schlagen und auch nicht mehr damit anfängt." (Usw.)
nilou
14110 Beiträge
06.09.2023 09:05
Ich würde es ihm direkt und kindgerecht sagen. Bei solchen Nachrichten gibt es meiner Meinung nach keinen „leichten“ Weg. In dem Alter würde ich auch nicht mehr mit Buch oä arbeiten, sondern zusammen hinsetzen und ruhig darüber reden.

Meine ist auch recht sensibel. Das Thema Tod wird hier ganz „normal“ im Alltag „mitgelebt“. „Überraschenderweise“ hat sie zu diesem Thema (noch?) einen recht sachlichen/neutralen Bezug.
YellowBird
3850 Beiträge
06.09.2023 09:07
Zitat von YellowBird:

Zitat von Glücksstein:

Hallo zusammen

Mein Kind geht jetzt in die 2. Klasse und gestern hatten wir Elternabend mit einer Hiobsbotschaft.

Die neue Klassenlehrerin hat die Klassen jetzt im zweiten Jahr kurzfristig übernommen.
Sie hat uns gestern mitgeteilt, dass die vorherige Lehrerin letzte Woche verstorben ist.

Wir stehen alle unter Schock, keiner hat mit so einer Nachricht gerechnet.
Die Kinder sind heut auf dem Wandertag und wir worden gebeten, den Kindern vorher nichts zu sagen.

Für morgen hat die Schule eine Art Klassenleiterstunde anberaumt wo auch Psychologen anwesend sind um mit den Kindern darüber zu sprechen.

Die Lehrerin war schon die letzten drei Wochen vor den Sommerferien krank und da erhielten wir schon die Info, dass ab der 2. Klasse ein anderer Lehrer übernehmen wird.

Nun haben die Kinder auch oft gefragt was mit ihrer Lehrerin ist und wann sie wieder kommt.

Jetzt zu dem eigentlichen Problem:

Ich hab ein sehr sensibles Kind und er hat die Lehrerin sehr gemocht. Ich bin gerade etwas überfordert mit der Situation wie ich ihm das heut Nachmittag beibringen soll das die Lehrerin verstorben ist und sie morgen in der Schule über das Thema sprechen werden.

Könnt ihr Ratschläge geben?


Das tut mir sehr Leid!

Gerade Erst,- und Zweitklässler sind ja oft noch richtige Bindungsmenschlein, die sich nun gar nicht richtig verabschieden konnten.

Dein Kind hat ja mitbekommen, dass die Lehrerin am Ende der Ferien nicht da war, du könntest erklären, dass die Lehrerin sehr krank wurde. Und dass leider etwas sehr, sehr trauriges passiert ist. Dass sie gestorben ist. Hat dein Kind eine enge Freundin oder einen engen Freund? Als ich erfuhr, dass mein Vater gestorben ist, war meine beste Freundin dabei und das hat mir sehr viel Halt gegeben. Vielleicht könntet ihr euch mit einer anderen Familie aus der Klasse zusammentun.

Habt ihr denn schon häufiger mal das Thema Tod zu Hause besprochen? Wichtig ist, aber ich glaube, diese Haltung lese ich aus deinem Posting schon heraus, sehr ehrlich zu sein. Seid ihr religiös?

Auch wie man den Tod beschreibt, ist wichtig. Nicht "für immer eingeschlafen" ("Sterbe ich vielleicht auch in der Nacht, wenn ich schlafe?"), nicht "ist gegangen und kommt nicht mehr wieder." (Wenn Mama und Papa sich verabschieden, kommen sie dann auch nicht mehr wieder?), sondern eher "Tot zu sein bedeutet, dass das Herz aufhört zu schlagen und auch nicht mehr damit anfängt." (Usw.)


Ergänzend: Und dann auch ganz konkret werden, was sich jetzt ändert, was gleich bleibt, was man machen kann, wenn man sich dennoch irgendwie verabschieden möchte (malen, Blumen, ...). Verarbeiten funktioniert auch oft über "machen", z. B. indem man gemeinsam eine Abschiedskarte gestaltet. Das müssten aber natürlich die Lehrer in die Hand nehmen. Ich denke, die Psychologen werden da auch einiges beisteuern. Bei uns an der Schule war mal das ReBBz nach einem Suizid (allerdings Gymnasium). Dort haben sie z. B. mit den Schülern einen Trauerraum und in der Aula eine Trauerecke eingerichtet und viele Gespräche geführt, gespielt usw. Die sind genau für solche Themen geschult und haben auch Briefe an die Eltern mitgegeben, wohin man sich wenden kann, wenn man sich zu Hause mit der Situation überfordert fühlt. Ich kann mir vorstellen, dass dies ebenfalls bei euch der Fall sein wird.
Marf
28174 Beiträge
06.09.2023 09:24
Wenn es in der Klasse mitgeteilt wird ist es weniger schlimm.Innerhalb der,Gruppe wird es viele Fragen geben und due Kinder werden sich gegenseitig Halt geben.Sie gehen mit solchen Themen weitaus rationaler um wie Erwachsene.
Zuhause würde ich sachlich darüber sprechen und spätervielleicht für das Grab eine schöne Kerze o.Gesteck aussuchen.
Glücksstein
4377 Beiträge
06.09.2023 10:00
Ich muss gestehen, ich bin nicht gut darin solche Sachen zu überbringen.
Das Thema Tod ist bei uns noch nie richtig Thema gewesen.

Unser Hund ist vor 2 Jahren verstorben (klar, nicht zu vergleichen) aber da hat er sehr emotional reagiert und hatte sich zurück gezogen. Damit konnte er sich nicht richtig abfinden, auch wenn er sich vom Hund verabschieden konnte.

Mit der Lehrerin ist das ja doch auch eine andere Situation. Da hatten die Kinder nicht die Möglichkeit sich zu verabschieden. Und ich hab auch Angst das er sich wieder so zurück zieht.

Mit dem Grab wäre eine gute Idee. Hab leider keine Todesanzeige bis jetzt von der Lehrerin gefunden. Meist steht ja drin wann und wo die Beerdigung stattfindet.

Die Lehrerin die, die Klasse nun übernommen hat, war mit der verstorbenen Lehrerin privat gut befreundet. Sie sagte gestern selbst, dass sie das ganze natürlich mitnimmt und momentan alles nicht ganz rund läuft mit der Kommunikation ect.

Ich will da nicht ins Fettnäpfchen treten. Dann vll die Schulleitung fragen ob sie dazu Informationen haben?
schoko_keks1234
3367 Beiträge
06.09.2023 10:44
Zitat von Glücksstein:

Ich muss gestehen, ich bin nicht gut darin solche Sachen zu überbringen.
Das Thema Tod ist bei uns noch nie richtig Thema gewesen.

Unser Hund ist vor 2 Jahren verstorben (klar, nicht zu vergleichen) aber da hat er sehr emotional reagiert und hatte sich zurück gezogen. Damit konnte er sich nicht richtig abfinden, auch wenn er sich vom Hund verabschieden konnte.

Mit der Lehrerin ist das ja doch auch eine andere Situation. Da hatten die Kinder nicht die Möglichkeit sich zu verabschieden. Und ich hab auch Angst das er sich wieder so zurück zieht.

Mit dem Grab wäre eine gute Idee. Hab leider keine Todesanzeige bis jetzt von der Lehrerin gefunden. Meist steht ja drin wann und wo die Beerdigung stattfindet.

Die Lehrerin die, die Klasse nun übernommen hat, war mit der verstorbenen Lehrerin privat gut befreundet. Sie sagte gestern selbst, dass sie das ganze natürlich mitnimmt und momentan alles nicht ganz rund läuft mit der Kommunikation ect.

Ich will da nicht ins Fettnäpfchen treten. Dann vll die Schulleitung fragen ob sie dazu Informationen haben?


Ihr habt doch sicher Elternvertreter in der Klasse. Mit denen würde ich Kontakt aufnehmen bezüglich einer möglichen " symbolischen Verabschiedung für die Kinder " vielleicht können die dann mit der Lehrerin etwas besprechen.

Vor einigen Jahren starben 2 Kinder aus unserem Kindergarten bei einem Autounfall. Auch sehr plötzlich, ohne Möglichkeit des Abschieds. Die Eltern wollten die Beerdigung im kleinen Kreis halten.
Wir haben dann im Kindergarten eine Gedenkfeier gemacht.
Am Ende konnten die Kinder weiße Heliumballons mit Briefchen in den Himmel steigen lassen.
Vielleicht wäre so etwas in der Art möglich.
soev
7332 Beiträge
06.09.2023 15:47
Ich würde auch, zusammen mit anderen Eltern und der neuen Lehrerin überlegen, wie man den Kindern einen Abschied ermöglichen kann. Luftballons in den Himmel steigen lassen (wie hier schon genannt) oder einen Baum pflanzen oder oder. Ihr könnte der Lehrerin ja Vorschläge machen. Sie wird sich darüber mit dem Kriseninterventionsteam und der Schulleitung absprechen. Vielleicht auch mit der Familie der verstorbenen Kollegin. Normalerweise kommt in die Richtung aber ganz viel vom Kriseninterventionsteam.
CaSwa
22671 Beiträge
06.09.2023 16:45
Wir haben an unserer Schule einen ähnlichen Fall gehabt. Klassenleitung verstarb überraschend in den Sommerferien. Unser Kriseninterventionsteam hat sich super aufgestellt, wir haben einen wunderschönen Abschied gestalten können. Die meisten Kinder haben den Verlust viel besser verpackt als die Erwachsenen. Klar gab es Tränen, aber es gab auch lautes Lachen bei der Erinnerung an lustige Momente.
Ich würde da der Schule vertrauen und zeitgleich zu Hause auffangen. Alles Gute!
Glücksstein
4377 Beiträge
07.09.2023 11:05
Zitat von schoko_keks1234:

Zitat von Glücksstein:

Ich muss gestehen, ich bin nicht gut darin solche Sachen zu überbringen.
Das Thema Tod ist bei uns noch nie richtig Thema gewesen.

Unser Hund ist vor 2 Jahren verstorben (klar, nicht zu vergleichen) aber da hat er sehr emotional reagiert und hatte sich zurück gezogen. Damit konnte er sich nicht richtig abfinden, auch wenn er sich vom Hund verabschieden konnte.

Mit der Lehrerin ist das ja doch auch eine andere Situation. Da hatten die Kinder nicht die Möglichkeit sich zu verabschieden. Und ich hab auch Angst das er sich wieder so zurück zieht.

Mit dem Grab wäre eine gute Idee. Hab leider keine Todesanzeige bis jetzt von der Lehrerin gefunden. Meist steht ja drin wann und wo die Beerdigung stattfindet.

Die Lehrerin die, die Klasse nun übernommen hat, war mit der verstorbenen Lehrerin privat gut befreundet. Sie sagte gestern selbst, dass sie das ganze natürlich mitnimmt und momentan alles nicht ganz rund läuft mit der Kommunikation ect.

Ich will da nicht ins Fettnäpfchen treten. Dann vll die Schulleitung fragen ob sie dazu Informationen haben?


Ihr habt doch sicher Elternvertreter in der Klasse. Mit denen würde ich Kontakt aufnehmen bezüglich einer möglichen " symbolischen Verabschiedung für die Kinder " vielleicht können die dann mit der Lehrerin etwas besprechen.

Vor einigen Jahren starben 2 Kinder aus unserem Kindergarten bei einem Autounfall. Auch sehr plötzlich, ohne Möglichkeit des Abschieds. Die Eltern wollten die Beerdigung im kleinen Kreis halten.
Wir haben dann im Kindergarten eine Gedenkfeier gemacht.
Am Ende konnten die Kinder weiße Heliumballons mit Briefchen in den Himmel steigen lassen.
Vielleicht wäre so etwas in der Art möglich.


Solche Sachen sind nicht geplant.
Es hat sich im Laufe des Tages noch einiges herausgestellt wo ich völlig sprachlos war.

Die Schulleitung wollte das eigtl unter den Tisch kehren als wäre nichts passiert.
Der Klassensprecher wurde angerufen und zur Schulleitung letzten Freitag zitiert. Da hat sie ihm das so an den Kopf geknallt. Er fragte dann, wie wir Eltern uns in der Situation verhalten sollen.
Ganz galopp kam als Antwort, er solls doch in den Gruppenchat schreiben und Thema beendet. Er hatte dann der neuen Klassenlehrerin zum Elternabend die Aufgabe abgenommen und uns allen dann mitgeteilt das die Lehrerin verstorben ist.

Im Nachgang kam dann gestern noch raus, das es gar kein Intervensionsteam gibt, sondern ein Psychologe heute in der Schule mit anwesend sein wird, was die Lehrerin organisiert hat. Andernfalls wäre da gar nichts passiert nach dem Motto frisst oder stirb.

Ich und auch andere Eltern die das gestern so erfahren haben wie das vorher schon gelaufen ist, waren fassungslos wie die Schulleitung mit der Situation umgeht bzw das so abtut. Das hat die Lehrerin nicht verdient. Es waren viele Eltern unter uns die damit total überfordert waren. Weil auch im Vorfeld nichts gesagt worden ist das die Lehrerin schwer krank war.

Mein Kind hat es wie erwartet nicht gut aufgenommen.
Hat Rotz und Wasser geheult und hat die Welt nicht mehr verstanden. Die Nacht war auch sehr unruhig. Am Morgen fing er dann aus dem Nichts an mit weinen. Hat sich später wieder gefangen. Mal abwarten wir er jetzt nach der Schule drauf ist
Sternchen0245
445 Beiträge
07.09.2023 12:13
Zitat von Glücksstein:

Ich muss gestehen, ich bin nicht gut darin solche Sachen zu überbringen.
Das Thema Tod ist bei uns noch nie richtig Thema gewesen.

Unser Hund ist vor 2 Jahren verstorben (klar, nicht zu vergleichen) aber da hat er sehr emotional reagiert und hatte sich zurück gezogen. Damit konnte er sich nicht richtig abfinden, auch wenn er sich vom Hund verabschieden konnte.

Mit der Lehrerin ist das ja doch auch eine andere Situation. Da hatten die Kinder nicht die Möglichkeit sich zu verabschieden. Und ich hab auch Angst das er sich wieder so zurück zieht.

Mit dem Grab wäre eine gute Idee. Hab leider keine Todesanzeige bis jetzt von der Lehrerin gefunden. Meist steht ja drin wann und wo die Beerdigung stattfindet.

Die Lehrerin die, die Klasse nun übernommen hat, war mit der verstorbenen Lehrerin privat gut befreundet. Sie sagte gestern selbst, dass sie das ganze natürlich mitnimmt und momentan alles nicht ganz rund läuft mit der Kommunikation ect.

Ich will da nicht ins Fettnäpfchen treten. Dann vll die Schulleitung fragen ob sie dazu Informationen haben?

In meiner Schulzeit ist ein Klassenkamerad an Krebs verstorben. Ich war wirklich sehr sehr traurig, auch wenn wir nicht die besten Freunde waren.

Wir haben eine Pflanze gekauft und die auf seinen Platz gestellt (Und wir waren begeistert wie lange und oft Sie geblüht hat, für manche ein "Zeichen", wir sind geschlossen als Klasse nach der Beerdigung zum Friedhof gefahren und haben Abschied genommen. Danach gab's Frühstück und wir haben über Ihn gesprochen, es gab in der Schule einen Abschiedgottesdienst. Viel weiß ich nicht mehr, Aber jeder konnte ein Bild malen was man denkt wo er jetzt ist...
Vielleicht sind da ein paar Ideen für deinen Sohn dabei?
schoko_keks1234
3367 Beiträge
08.09.2023 13:51
Zitat von Glücksstein:

Zitat von schoko_keks1234:

Zitat von Glücksstein:

Ich muss gestehen, ich bin nicht gut darin solche Sachen zu überbringen.
Das Thema Tod ist bei uns noch nie richtig Thema gewesen.

Unser Hund ist vor 2 Jahren verstorben (klar, nicht zu vergleichen) aber da hat er sehr emotional reagiert und hatte sich zurück gezogen. Damit konnte er sich nicht richtig abfinden, auch wenn er sich vom Hund verabschieden konnte.

Mit der Lehrerin ist das ja doch auch eine andere Situation. Da hatten die Kinder nicht die Möglichkeit sich zu verabschieden. Und ich hab auch Angst das er sich wieder so zurück zieht.

Mit dem Grab wäre eine gute Idee. Hab leider keine Todesanzeige bis jetzt von der Lehrerin gefunden. Meist steht ja drin wann und wo die Beerdigung stattfindet.

Die Lehrerin die, die Klasse nun übernommen hat, war mit der verstorbenen Lehrerin privat gut befreundet. Sie sagte gestern selbst, dass sie das ganze natürlich mitnimmt und momentan alles nicht ganz rund läuft mit der Kommunikation ect.

Ich will da nicht ins Fettnäpfchen treten. Dann vll die Schulleitung fragen ob sie dazu Informationen haben?


Ihr habt doch sicher Elternvertreter in der Klasse. Mit denen würde ich Kontakt aufnehmen bezüglich einer möglichen " symbolischen Verabschiedung für die Kinder " vielleicht können die dann mit der Lehrerin etwas besprechen.

Vor einigen Jahren starben 2 Kinder aus unserem Kindergarten bei einem Autounfall. Auch sehr plötzlich, ohne Möglichkeit des Abschieds. Die Eltern wollten die Beerdigung im kleinen Kreis halten.
Wir haben dann im Kindergarten eine Gedenkfeier gemacht.
Am Ende konnten die Kinder weiße Heliumballons mit Briefchen in den Himmel steigen lassen.
Vielleicht wäre so etwas in der Art möglich.


Solche Sachen sind nicht geplant.
Es hat sich im Laufe des Tages noch einiges herausgestellt wo ich völlig sprachlos war.

Die Schulleitung wollte das eigtl unter den Tisch kehren als wäre nichts passiert.
Der Klassensprecher wurde angerufen und zur Schulleitung letzten Freitag zitiert. Da hat sie ihm das so an den Kopf geknallt. Er fragte dann, wie wir Eltern uns in der Situation verhalten sollen.
Ganz galopp kam als Antwort, er solls doch in den Gruppenchat schreiben und Thema beendet. Er hatte dann der neuen Klassenlehrerin zum Elternabend die Aufgabe abgenommen und uns allen dann mitgeteilt das die Lehrerin verstorben ist.

Im Nachgang kam dann gestern noch raus, das es gar kein Intervensionsteam gibt, sondern ein Psychologe heute in der Schule mit anwesend sein wird, was die Lehrerin organisiert hat. Andernfalls wäre da gar nichts passiert nach dem Motto frisst oder stirb.

Ich und auch andere Eltern die das gestern so erfahren haben wie das vorher schon gelaufen ist, waren fassungslos wie die Schulleitung mit der Situation umgeht bzw das so abtut. Das hat die Lehrerin nicht verdient. Es waren viele Eltern unter uns die damit total überfordert waren. Weil auch im Vorfeld nichts gesagt worden ist das die Lehrerin schwer krank war.

Mein Kind hat es wie erwartet nicht gut aufgenommen.
Hat Rotz und Wasser geheult und hat die Welt nicht mehr verstanden. Die Nacht war auch sehr unruhig. Am Morgen fing er dann aus dem Nichts an mit weinen. Hat sich später wieder gefangen. Mal abwarten wir er jetzt nach der Schule drauf ist


Puh, das ist aber wirklich heftig!

Gibt es bei euch Schulsozialarbeiter? Falls ja, würde ich über die Elternvertreter in Kooperation mit der neuen Klassenlehrerin Kontakt aufnehmen und es ansprechen beziehungsweise anregen, dass eine kleine Feier organisiert wird.

Ansich finde ich, eigentlich müsste die gesamte Schule einbezogen werden. Bei uns an der Grundschule kennt jedes Kind, jede Lehrkraft und irgendwie betrifft so ein Todesfall dann ja auch ehemalige Schüler der Dame.

Den Umgang der Schulleitung mit einem solchen Thema finde ich absolut inakzeptabel. Würde da jetzt aber erstmal überforderung mit der Situation als Grund annehmen.

Vielleicht wird der Vorschlag einer Gedenkfeier ja dankbar angenommen? Ich denke irgendeine Form des Abschieds wäre gut. Allein, um diese Sprach- und Fassungslosigkeit zu durchbrechen.

Ich wünsche deinem Kind und allen anderen Betroffenen alles Gute
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