Mütter- und Schwangerenforum

Plötzlich deutlich schlechter in Deutsch (Schule)

Anonym 1 (203451)
0 Beiträge
14.01.2020 21:24
Ich verfasse den Beitrag anonym, einfach um mein Kind entsprechend zu schützen.

Es geht um meinen Sohn, welcher seit August die 5. Klasse besucht. Er geht auf eine Gesamtschule mit Oritierungsstufe (heißt alle Schulzweige in Klasse 5/6 gemischt). Er selbst ist für den Realschulzweig angemeldet. Seine Noten sind wirklich gut, so im 2er Bereich, außer in Deutsch. Da ist er wirklich abgesackt. Es war nie sein bestes Schulfach. Er hatte in der Grundschule eine gute 3 auf dem Zeugnis. Nun steht er irgendwo zwischen 4 und 5. Ist natürlich Mist direkt in einem Hauptfach.
Und ich frage mich woran liegt es? Seine schriftlichen Arbeiten waren tatsächlich kein Highlight, die Rechtschreibung und Grammatik teils wirklich unterirdisch. Aber es war bis dato nie sein Problem. Im Gegenteil, gerade seine Rechtschreibung wurde immer so gelobt.
Natürlich sind die Anforderungen an der weiterführenden einfach höher und auch das Zeitmanagement spielt sicher mit hinein. Er liest zb fast nie Korrektur.
Aber er hat tatsächlich auch Probleme mit der Lehrerin. Sie selbst beschreibt sich als strengste Lehrerin der Schule. Strenge finde ich an sich gar nicht verkehrt, aber sie schreit wohl viel und auch, zumindest was ich von den Kids höre, bei recht banalen Dingen. Er hat das von Anfang an als störend erwähnt, aber ich dachte halt auch "naja er gewöhnt sich dran". Meine Mama meinte nun, dass ich mal das Gespräch suchen sollte, einfach um mir mal ihre Sicht anzuhören. Zitat auf der letzten Arbeit war "xy's Rechtschreibung und Form entspricht nicht der Realschule". Ja wenn ich mir die Arbeit anschaue, hat sie recht. Aber ich weiß ja, dass er es auch anders umsetzen kann. Beim Beratungstag Mitte November war auch noch alles io. Da stand er auf 3.
Ach man... Ich will da gar nicht die überfürsorgliche Mama spielen. Und vor allem wie spreche ich die Schreierei denn an? Das ist ja die subjektive Wahrnehmung der Kinder. Ich selbst bin ja nicht anwesend.
Ich muss noch erwähnen, es gab einen Vorfall Ende November. Er hatte seine Hausaufgaben nicht vollständig (sie sollten eine Wegbeschreibung schreiben und den Weg auf der Karte einzeichnen). Die Wegbeschreibung hatte er, aber das einzeichnen nicht. Er meinte, dass war ihm nicht bewusst. Naja Fakt ist, es ist ja unvollständig. Sie wollte dies dann in sein Hausaufgabenheft eintragen und er verstand nicht wieso. Naja das schaukelte sich hoch und sie schrie ihn an, er solle abhauen, sie will ihn hier nicht sehen. Im Hausaufgabenheft stand dann ein netter Text, u.a. auch der Satz "mmhhh... Da hab ich wohl falsch reagiert, aber xy hat mich so wütend gemacht". Wir sollen die Situation doch bitte zu Hause mit xy besprechen. Er hat es uns halt erzählt, dennoch fand ich es merkwürdig. Wir sollen es klären, waren doch aber gar nicht dabei. Sie selbst hat nicht mehr mit ihm darüber gesprochen.
Da hatte ich auch schon überlegt, ob wir sie persönlich ansprechen, mich aber dagegen entschieden und den Text einfach unterschrieben.

Ach keine Ahnung, länger Text und vermutlich ist ein Gespräch auch ratsam, aber wie ich da ansetzen soll. Keine Ahnung.

Bitte keine Beiträge a la "da wäre ich schon längst in der Schule gewesen" etc. Das hilft mir mit der Herangehensweise nicht weiter.

Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:

Schutz meines Kindes

Litschi
712 Beiträge
14.01.2020 21:43
Unser Sohn ist auch in der 5. und gerade in Englisch so abgesackt. Grundschule stand er 1-2, aktuell eher so 4, schriftlich vllt auch schlechter.

Wir lernen nun fast jeden Tag 10 Vokabeln mit selbst geschriebenen Karteikarten. Zwischendurch wird locker wiederholt. Ohne Druck.

Seine letzte Deutscharbeit war auch nicht so sensationell formuliert. Daraufhin habe ich ihm nahe gelegt, viel mehr zu lesen.
Seit Beginn habe ich abends immer vorgelesen, aber mittlerweile hat er da auch nicht mehr so Lust drauf. Außerdem finde ich, macht es ja auch einen Unterschied, ob selbst gelesen und die Wörter gesehen werden als "nur" gehört. Funktioniert mäßig. Aber er macht es.

Wie ist das bei euch? Liest er?

Ansonsten schiebe ich auch ein bisschen was auf die Situation und das Alter. Blitze im Kopf und viele neue Eindrücke! Da muss man sich erstmal fangen.

Ein Gespräch würde ich trotzdem mit der Lehrerin führen, wenn das auch nicht dein gewünschter Tipp war aber eher a la: "wie stellen Sie sich das vor, dass wir Situationen besprechen sollen, bei denen wir nicht dabei waren"
Anonym 1 (203451)
0 Beiträge
14.01.2020 21:52
Zitat von Litschi:

Unser Sohn ist auch in der 5. und gerade in Englisch so abgesackt. Grundschule stand er 1-2, aktuell eher so 4, schriftlich vllt auch schlechter.

Wir lernen nun fast jeden Tag 10 Vokabeln mit selbst geschriebenen Karteikarten. Zwischendurch wird locker wiederholt. Ohne Druck.

Seine letzte Deutscharbeit war auch nicht so sensationell formuliert. Daraufhin habe ich ihm nahe gelegt, viel mehr zu lesen.
Seit Beginn habe ich abends immer vorgelesen, aber mittlerweile hat er da auch nicht mehr so Lust drauf. Außerdem finde ich, macht es ja auch einen Unterschied, ob selbst gelesen und die Wörter gesehen werden als "nur" gehört. Funktioniert mäßig. Aber er macht es.

Wie ist das bei euch? Liest er?

Ansonsten schiebe ich auch ein bisschen was auf die Situation und das Alter. Blitze im Kopf und viele neue Eindrücke! Da muss man sich erstmal fangen.

Ein Gespräch würde ich trotzdem mit der Lehrerin führen, wenn das auch nicht dein gewünschter Tipp war aber eher a la: "wie stellen Sie sich das vor, dass wir Situationen besprechen sollen, bei denen wir nicht dabei waren"


Nein so meinte ich das nicht. Eher Kommentare in Richtung "na warum warst du denn nicht längst zum Gespräch". Das Gespräch werde ich suchen müssen, auch um mir mal selber ein Bild zu machen.
Lesen, ja geht. Wie Jungs in dem Alter wohl häufig sind. Aber wir haben uns auf 15 Minuten laut lesen, vor dem schlafen gehen, geeinigt.
Zusätzlich geht er seit Anfang des Jahres zur Nachhilfe. 1x pro Woche für 90 Minuten. Ich werde sehen was dabei rumkommt.
Marf
22878 Beiträge
14.01.2020 21:55
Dieses absacken ist normal.An der weiterführenden ist es ein ganz anderes lernen und deutlich stranger wie an der Grundschule.
Ich würde seine Deutschbaustellen einfach ein bissl üben.Arbeitsblätter usw. bekommt man eigentlich ohne Probleme von der Lehrkraft.Aber kein stundenlanges pauken ....20 Minuten pro Tag sind da effektiver.
Und die 5. ist quasi ein wiederholen und alles noch voller Welpenschutz.Das muss sich einpendeln und wenn er allein nur in Deutsch nicht auf Realniveau ist,ist das auffangbar.Das Schuljahr und die Schulzeit hat erst begonnen.
Wegen der Lehrerin und ihrer Art würde ich dir empfehlen mit ihr zu reden.Das dein Sohn sich damit schwertut und schreien nicht die Lösung sein kann.
Wenn es wirklich heftig ist mit ihr und andere das auch so sehen ,wäre ein Termin mit den Elternvertreter ,Lehrkraft und der Schulleitung angebracht.
Litschi
712 Beiträge
14.01.2020 22:14
Zitat von Anonym 1 (203451):

Zitat von Litschi:

Unser Sohn ist auch in der 5. und gerade in Englisch so abgesackt. Grundschule stand er 1-2, aktuell eher so 4, schriftlich vllt auch schlechter.

Wir lernen nun fast jeden Tag 10 Vokabeln mit selbst geschriebenen Karteikarten. Zwischendurch wird locker wiederholt. Ohne Druck.

Seine letzte Deutscharbeit war auch nicht so sensationell formuliert. Daraufhin habe ich ihm nahe gelegt, viel mehr zu lesen.
Seit Beginn habe ich abends immer vorgelesen, aber mittlerweile hat er da auch nicht mehr so Lust drauf. Außerdem finde ich, macht es ja auch einen Unterschied, ob selbst gelesen und die Wörter gesehen werden als "nur" gehört. Funktioniert mäßig. Aber er macht es.

Wie ist das bei euch? Liest er?

Ansonsten schiebe ich auch ein bisschen was auf die Situation und das Alter. Blitze im Kopf und viele neue Eindrücke! Da muss man sich erstmal fangen.

Ein Gespräch würde ich trotzdem mit der Lehrerin führen, wenn das auch nicht dein gewünschter Tipp war aber eher a la: "wie stellen Sie sich das vor, dass wir Situationen besprechen sollen, bei denen wir nicht dabei waren"


Nein so meinte ich das nicht. Eher Kommentare in Richtung "na warum warst du denn nicht längst zum Gespräch". Das Gespräch werde ich suchen müssen, auch um mir mal selber ein Bild zu machen.
Lesen, ja geht. Wie Jungs in dem Alter wohl häufig sind. Aber wir haben uns auf 15 Minuten laut lesen, vor dem schlafen gehen, geeinigt.
Zusätzlich geht er seit Anfang des Jahres zur Nachhilfe. 1x pro Woche für 90 Minuten. Ich werde sehen was dabei rumkommt.


15min ist doch schon mal was. Wir sind regelmäßig in der biblio, haben dort nach für ihn spannende Buchreihen geguckt.
Wie ist es für ihn, zur Nachhilfe zu gehen? Geht er da gern hin?
Ich hatte auch überlegt, habe aber letztendlich (auch nach Kontakt zur Englischlehrerin) erfahren, dass mein Kind schlicht unkonzentriert ist, deshalb vieles schon im Unterricht nicht versteht und entsprechend zu Haus auf dem Schlauch steht. Neuer Sitzplan, wie gesagt, zu Haus regelmäßig 5-10min am Tag wiederholen sibd nun erstmal unsere Versuche.
Anonym 1 (203451)
0 Beiträge
15.01.2020 08:44
Zitat von Litschi:

Zitat von Anonym 1 (203451):

Zitat von Litschi:

Unser Sohn ist auch in der 5. und gerade in Englisch so abgesackt. Grundschule stand er 1-2, aktuell eher so 4, schriftlich vllt auch schlechter.

Wir lernen nun fast jeden Tag 10 Vokabeln mit selbst geschriebenen Karteikarten. Zwischendurch wird locker wiederholt. Ohne Druck.

Seine letzte Deutscharbeit war auch nicht so sensationell formuliert. Daraufhin habe ich ihm nahe gelegt, viel mehr zu lesen.
Seit Beginn habe ich abends immer vorgelesen, aber mittlerweile hat er da auch nicht mehr so Lust drauf. Außerdem finde ich, macht es ja auch einen Unterschied, ob selbst gelesen und die Wörter gesehen werden als "nur" gehört. Funktioniert mäßig. Aber er macht es.

Wie ist das bei euch? Liest er?

Ansonsten schiebe ich auch ein bisschen was auf die Situation und das Alter. Blitze im Kopf und viele neue Eindrücke! Da muss man sich erstmal fangen.

Ein Gespräch würde ich trotzdem mit der Lehrerin führen, wenn das auch nicht dein gewünschter Tipp war aber eher a la: "wie stellen Sie sich das vor, dass wir Situationen besprechen sollen, bei denen wir nicht dabei waren"


Nein so meinte ich das nicht. Eher Kommentare in Richtung "na warum warst du denn nicht längst zum Gespräch". Das Gespräch werde ich suchen müssen, auch um mir mal selber ein Bild zu machen.
Lesen, ja geht. Wie Jungs in dem Alter wohl häufig sind. Aber wir haben uns auf 15 Minuten laut lesen, vor dem schlafen gehen, geeinigt.
Zusätzlich geht er seit Anfang des Jahres zur Nachhilfe. 1x pro Woche für 90 Minuten. Ich werde sehen was dabei rumkommt.


15min ist doch schon mal was. Wir sind regelmäßig in der biblio, haben dort nach für ihn spannende Buchreihen geguckt.
Wie ist es für ihn, zur Nachhilfe zu gehen? Geht er da gern hin?
Ich hatte auch überlegt, habe aber letztendlich (auch nach Kontakt zur Englischlehrerin) erfahren, dass mein Kind schlicht unkonzentriert ist, deshalb vieles schon im Unterricht nicht versteht und entsprechend zu Haus auf dem Schlauch steht. Neuer Sitzplan, wie gesagt, zu Haus regelmäßig 5-10min am Tag wiederholen sibd nun erstmal unsere Versuche.


Bisher findet er es wirklich gut. Das sind kleine Gruppen a 4-5 Kindern und er meint, die Lehrerin erklärt es sehr gut.
Ja mein Mann sagte ihm letztens auch schon, dass er sich doch nach der Schule nochmal kurz die Mappen anschauen soll (von den Fächern, die er an dem Tag hatte). Einfach um das Neue nochmal zu festigen.
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