Mütter- und Schwangerenforum

Sohn hört einfach nicht

Threeboys
13 Beiträge
09.11.2021 13:15
Ich brauche mal euren Rat und rede auch garnicht lange um den heißen Brei. Es geht um meinen älteren Sohn, 10 Jahre.
Er ist dermaßen respektlos mir gegenüber. Jegliche Aufforderungen, wie zb Hausaufgaben erledigen, Zimmer aufräumen etc werden ignoriert. "Jetzt nicht", "Nö, warum sollte ich?" sind seine Standart Aussagen.. Er ist draußen mit Freunden, ich rufe ihn an und bitte ihn um eine bestimmte Uhrzeit zu Hause zu sein, weil es dunkel wird. Er versucht dann bis ins unendliche mit mir darüber zu diskutieren und sagt, dass er noch draußen bleiben möchte und versucht meine Aufforderung zu ignorieren. Erst wenn der Papa dann ans Telefon kommt und ebenfalls was dazu sagt, funktioniert es.
Er hat einen kleineren Bruder, fast 5. Die beiden streiten sich fast ununterbrochen. Er provoziert seinen kleinen Bruder bis es eskaliert und die beiden sich fast die Köpfe einhauen. Auf mein Bitten hin, die Provokation zu unterlassen, reagiert er erst gar nicht und macht munter weiter.
Selbst wenn der kleine Bruder den Streit anfängt und ich zu dem großen sage, er solle es bitte ignorieren damit es nicht eskaliert, passiert grundsätzlich das Gegenteil.
Das sind nur wenige Beispiele, aber das geht hier Tag für Tag so.. Ich sitze ständig da und weine, weil ich verzweifelt bin. Reden bringt gar nichts, habe ich das Gefühl. Also hat er, wenn es wirklich auch zu viel wurde, Verbote bekommen, zb. Fernseh und Handyverbot. Auch das versucht er dann heimlich zu umgehen, wenn Papa nicht da ist.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und gehe langsam auf dem Zahnfleisch. Meine Nerven sind am Ende, Kräfte habe ich schon lange nicht mehr.
Was kann ich tun? Stellen, an die ich mich wenden kann?
Zwerginator
7890 Beiträge
09.11.2021 13:25
Du musst deine Autorität wiederfinden, aber auf gerechte, konsequente Weise.

Nicht diskutieren wenn es nichts zu verhandeln gibt und passende konsequenzen wenn er nicht auf dich hört.

Er kommt nicht wie vereinbart nach Hause? Dann kann er am nächsten Tag nicht raus weil er nicht verlässlich ist.
Hausaufgaben würde ich ihn eine zeitlang selbst ausbaden lassen, der Lehrerin/Lehrer aber mitteilen.

Allerdings sehe ich nicht warum er sich von seinem Bruder provozieren lassen muss. Kann es sein, dass irgendwo in dieser Richtung das Problem liegt warum er sich auflehnt?
Threeboys
13 Beiträge
09.11.2021 13:36
Zitat von Zwerginator:

Du musst deine Autorität wiederfinden, aber auf gerechte, konsequente Weise.

Nicht diskutieren wenn es nichts zu verhandeln gibt und passende konsequenzen wenn er nicht auf dich hört.

Er kommt nicht wie vereinbart nach Hause? Dann kann er am nächsten Tag nicht raus weil er nicht verlässlich ist.
Hausaufgaben würde ich ihn eine zeitlang selbst ausbaden lassen, der Lehrerin/Lehrer aber mitteilen.

Allerdings sehe ich nicht warum er sich von seinem Bruder provozieren lassen muss. Kann es sein, dass irgendwo in dieser Richtung das Problem liegt warum er sich auflehnt?


Er hatte bereits Einträge wegen vergessener Hausaufgaben, deswegen bin ich da so hinterher.
Die vergessenen Hausaufgaben hatte er nicht notiert, deswegen konnte ich das nicht wissen.

Sein Bruder ist nicht so ganz einfach, bekommt Förderung weil er Verhaltensauffällig ist.
Er kann aber auch ganz ganz lieb sein, auch zu seinem großen Bruder. Dennoch eskaliert es oft zwischen den beiden, weil der große ganz genau weiß wie er ihn zur Weißglut bringen kann und dies lustig findet.

Ich weiß nicht ob es an dem kleinen evtl liegt. Er wird genauso in sein Zimmer geschickt wie der Große, wenn sie hier durchdrehen.
Ich versuche ja, besonders abends wenn der kleine schläft, Zeit mit dem großen zu verbringen und wenn wir nur. Einen Film schauen. Oft hat er da aber auch keine Lust drauf.
Gwen85
18464 Beiträge
09.11.2021 13:44
Zitat von Zwerginator:

Du musst deine Autorität wiederfinden, aber auf gerechte, konsequente Weise.

Nicht diskutieren wenn es nichts zu verhandeln gibt und passende konsequenzen wenn er nicht auf dich hört.

Er kommt nicht wie vereinbart nach Hause? Dann kann er am nächsten Tag nicht raus weil er nicht verlässlich ist.
Hausaufgaben würde ich ihn eine zeitlang selbst ausbaden lassen, der Lehrerin/Lehrer aber mitteilen.

Allerdings sehe ich nicht warum er sich von seinem Bruder provozieren lassen muss. Kann es sein, dass irgendwo in dieser Richtung das Problem liegt warum er sich auflehnt?


Ich unterschreibe das mal so.

Würde ihn, wenn er nicht nach Hause kommt allerdings ganz peinlich abholen, ähnlich wie beim Kleinkind. Das auch entsprechend kommunizieren "du wolltest nicht von selbst nach Hause, komm mal an die Hand, dann gehen wir zusammen nach Hause."

Handy wäre schon einkassiert, braucht er ja nicht, wenn es den eigentlichen Zweck nicht erfüllt.
Du musst dich deinen Kindern gegenüber klar und fair positionieren, natürlich testen die ihre Grenzen aus, aber setz auch welche. Auch den kleinen Mann bitte ins Gebet nehmen und Regeln aufstellen. Nicht erst warten bis Papa kommt, denn dann ist Papa schnell der Buh-Mann und auch das wäre auf Dauer sehr unglücklich und deinem Mann gegenüber nicht fair. Setzt euch zusammen im Familienrat und besprecht die Regeln.
Bei Hausaufgaben lass deinen Sohn ruhig ein, zwei Mal auflaufen, dass es dann mehr Arbeit für ihn wird, wird er dann merken und ihm wird's im Unterricht unangenehm, nicht dir.

Threeboys
13 Beiträge
09.11.2021 14:06
Zitat von Gwen85:

Zitat von Zwerginator:

Du musst deine Autorität wiederfinden, aber auf gerechte, konsequente Weise.

Nicht diskutieren wenn es nichts zu verhandeln gibt und passende konsequenzen wenn er nicht auf dich hört.

Er kommt nicht wie vereinbart nach Hause? Dann kann er am nächsten Tag nicht raus weil er nicht verlässlich ist.
Hausaufgaben würde ich ihn eine zeitlang selbst ausbaden lassen, der Lehrerin/Lehrer aber mitteilen.

Allerdings sehe ich nicht warum er sich von seinem Bruder provozieren lassen muss. Kann es sein, dass irgendwo in dieser Richtung das Problem liegt warum er sich auflehnt?


Ich unterschreibe das mal so.

Würde ihn, wenn er nicht nach Hause kommt allerdings ganz peinlich abholen, ähnlich wie beim Kleinkind. Das auch entsprechend kommunizieren "du wolltest nicht von selbst nach Hause, komm mal an die Hand, dann gehen wir zusammen nach Hause."

Handy wäre schon einkassiert, braucht er ja nicht, wenn es den eigentlichen Zweck nicht erfüllt.
Du musst dich deinen Kindern gegenüber klar und fair positionieren, natürlich testen die ihre Grenzen aus, aber setz auch welche. Auch den kleinen Mann bitte ins Gebet nehmen und Regeln aufstellen. Nicht erst warten bis Papa kommt, denn dann ist Papa schnell der Buh-Mann und auch das wäre auf Dauer sehr unglücklich und deinem Mann gegenüber nicht fair. Setzt euch zusammen im Familienrat und besprecht die Regeln.
Bei Hausaufgaben lass deinen Sohn ruhig ein, zwei Mal auflaufen, dass es dann mehr Arbeit für ihn wird, wird er dann merken und ihm wird's im Unterricht unangenehm, nicht dir.


Das Handy ist schon seit einigen Tagen einkassiert.
Ich möchte auch nicht immer den Papa hinzuziehen, damit er durchgreift. Ich möchte es sehrwohl allein, nur komme ich nicht mehr weiter. Er ignoriert es einfach völlig. Gerade eben hat er dreimal versucht gegen das Fernsehverbot zu verstoßen. Er ist 10 Jahre alt, es kann nicht sein das ich Fernbedienungen verstecken muss wenn er weiß, der Fernseher bleibt aus.
Sowas macht er auch nur, wenn Papa nicht da ist.

Klar, der kleine bekommt auch Grenzen aufgezeigt. Er muss genauso in sein Zimmer wenn die beiden sich hier die Köpfe einhauen.
Das geht aber immer nur für gewisse Zeit gut.

Ich komme einfach nicht weiter, drehe mich im Kreis.
Es gibt Tage, da klappt es ganz gut, vorallem wenn wir nochmal mit dem Großen über all das gesprochen haben, aber nach spätestens 3 Tagen verfällt er wieder in alte Muster.
nilou
14932 Beiträge
09.11.2021 14:12
Zitat von Threeboys:

Zitat von Gwen85:

Zitat von Zwerginator:

Du musst deine Autorität wiederfinden, aber auf gerechte, konsequente Weise.

Nicht diskutieren wenn es nichts zu verhandeln gibt und passende konsequenzen wenn er nicht auf dich hört.

Er kommt nicht wie vereinbart nach Hause? Dann kann er am nächsten Tag nicht raus weil er nicht verlässlich ist.
Hausaufgaben würde ich ihn eine zeitlang selbst ausbaden lassen, der Lehrerin/Lehrer aber mitteilen.

Allerdings sehe ich nicht warum er sich von seinem Bruder provozieren lassen muss. Kann es sein, dass irgendwo in dieser Richtung das Problem liegt warum er sich auflehnt?


Ich unterschreibe das mal so.

Würde ihn, wenn er nicht nach Hause kommt allerdings ganz peinlich abholen, ähnlich wie beim Kleinkind. Das auch entsprechend kommunizieren "du wolltest nicht von selbst nach Hause, komm mal an die Hand, dann gehen wir zusammen nach Hause."

Handy wäre schon einkassiert, braucht er ja nicht, wenn es den eigentlichen Zweck nicht erfüllt.
Du musst dich deinen Kindern gegenüber klar und fair positionieren, natürlich testen die ihre Grenzen aus, aber setz auch welche. Auch den kleinen Mann bitte ins Gebet nehmen und Regeln aufstellen. Nicht erst warten bis Papa kommt, denn dann ist Papa schnell der Buh-Mann und auch das wäre auf Dauer sehr unglücklich und deinem Mann gegenüber nicht fair. Setzt euch zusammen im Familienrat und besprecht die Regeln.
Bei Hausaufgaben lass deinen Sohn ruhig ein, zwei Mal auflaufen, dass es dann mehr Arbeit für ihn wird, wird er dann merken und ihm wird's im Unterricht unangenehm, nicht dir.


Das Handy ist schon seit einigen Tagen einkassiert.
Ich möchte auch nicht immer den Papa hinzuziehen, damit er durchgreift. Ich möchte es sehrwohl allein, nur komme ich nicht mehr weiter. Er ignoriert es einfach völlig. Gerade eben hat er dreimal versucht gegen das Fernsehverbot zu verstoßen. Er ist 10 Jahre alt, es kann nicht sein das ich Fernbedienungen verstecken muss wenn er weiß, der Fernseher bleibt aus.
Sowas macht er auch nur, wenn Papa nicht da ist.

Klar, der kleine bekommt auch Grenzen aufgezeigt. Er muss genauso in sein Zimmer wenn die beiden sich hier die Köpfe einhauen.
Das geht aber immer nur für gewisse Zeit gut.

Ich komme einfach nicht weiter, drehe mich im Kreis.
Es gibt Tage, da klappt es ganz gut, vorallem wenn wir nochmal mit dem Großen über all das gesprochen haben, aber nach spätestens 3 Tagen verfällt er wieder in alte Muster.


Klar auch bei einem 10 jährigen die Fernbedienung verstecken. Besser als ständig zu diskutieren.

Setzt euch zusammen und stellt gemeinsam Regeln auf. Schriftlich festhalten. Und dann diese konsequent umsetzen. Auch mal umdrehen: nicht mit Sanktionen/Verboten kommen sondern was passiert wenn er sich an Regeln hält. Also mit einem Belohnungssystem arbeiten.

Und wenn der Kleine den Großen ärgert die zwei trennen und nicht den Großen die Aufgabe geben das er jetzt nichts machen soll. Das finde ich etwas unfair. Egal wie speziell der Kleine ist, du kannst den Großen nicht für dessen Fehlverhalten noch „bestrafen“.
Marf
30347 Beiträge
09.11.2021 14:13
Hört sich für mich nach einem normalen,am Beginn seiner Pupertät stehenden,Jungen an.
Bleib in deinen Aussagen Konsequent gegenüber beiden und reagier auf positives und versuche negatives zu ignorieren.Auch wenns schwer fällt.
Klare nachvollziehbare Regeln die jeder der Familie,auch ihr Eltern,einhalten müsst.Das gibt Halt und Struktur.
....und glaub mir,es kommt noch heftiger.. ...vergiss nicht deinen Humor dabei.
09.11.2021 14:16
Hast du mal mit ihm gesprochen ob ihm was fehlt?

Vll exclusiv Zeit mit Mama? Also mal was nur mit dir alleine zu machen, wo er deine volle Aufmerksamkeit hat?

Mein Großer zickt auch ähnlich rum zeitweise, er sagt aber auch selber er weiß nicht was mit ihm los ist, ich tippe ganz stark auf (vor)Pubertät, er ist 9.
serap1981
2746 Beiträge
09.11.2021 14:29
Ich finde, die Strafen stehen mit den Taten in keinem Verhältnis. Fernsehverbot und Handy wegnehmen ist irgendwie nichts, was zu seinem verhalten passt.

Wenn er beispielsweise die Hausaufgaben nicht aufschreibt, dürfte er bei mir ab sofort bei jedem Lehrer sich unterzeichnen lassen, dass er die Hausaufgaben korrekt und vollständig aufgeschrieben hat
Wenn er die Hausaufgaben nicht macht, würde er ab sofort neben mir sitzen und ich würde es kontrollieren
Wenn er nicht nach Hause kommt, diskutiere ich nicht, sondern hole ihn ab.

Damit hat sein Verhalten eine direkte Konsequenz, das kommt, meiner Erfahrung nach, eher an als Strafen und ewig diskutieren.

Er kann nichts für das Verhalten seines Bruders, also darf er dafür auch nicht bestraft werden.

Und Papa hat mit der Durchsetzung seiner Konsequenzen nichts zu tun, Papa ist nicht der böse, schwarze Mann, der kommen muss.
Marsha
615 Beiträge
09.11.2021 22:36
Dein Großer braucht meiner Meinung nach ganz klare Grenzen und Strukturen. Er ist in verschiedenen Situationen, aus denen er selber nicht rausfindet oder kommt. Und da müsst ihr ansetzen.

Gehe mehr auf ihn ein, beziehe ihn mehr ein, lasse ihn mehr entscheiden bzw. mitbestimmen, erkläre ihm im Gegenzug aber auch deine Sicht, Regeln und Grenzen.

Gebe ihm das Gefühl, dass er mit dir oder Papa auch mal was alleine machen darf und kann, was und wenn er es möchte.

Versuche die Konsequenzen in seinem Verhalten zu spiegeln. Spielt er Wildsau, möchtest du, dass er im Zimmer mal drüber nachdenkt. Bleibe aber greifbar, sollte er dich oder den Papa brauchen.

Ich kann leicht reden, ja. Aber wenn man gewisse Dinge berücksichtigt, fängt auch ein Kind an zu reagieren und überlegen oder diese Phase ist auch irgendwann vorbei. Kein großer Trost, aber so wird es sein.

Ansonsten evtl. Mal im SPZ vorstellig werden, wobei ich glaube, dass das gar nicht mal notwendig sein wird.

Er weiß, welche Fäden er bei dir ziehen muss und genau das tut er.
Litschi
1121 Beiträge
09.11.2021 23:29
Zitat von Marsha:

Dein Großer braucht meiner Meinung nach ganz klare Grenzen und Strukturen. Er ist in verschiedenen Situationen, aus denen er selber nicht rausfindet oder kommt. Und da müsst ihr ansetzen.

Gehe mehr auf ihn ein, beziehe ihn mehr ein, lasse ihn mehr entscheiden bzw. mitbestimmen, erkläre ihm im Gegenzug aber auch deine Sicht, Regeln und Grenzen.

Gebe ihm das Gefühl, dass er mit dir oder Papa auch mal was alleine machen darf und kann, was und wenn er es möchte.

Versuche die Konsequenzen in seinem Verhalten zu spiegeln. Spielt er Wildsau, möchtest du, dass er im Zimmer mal drüber nachdenkt. Bleibe aber greifbar, sollte er dich oder den Papa brauchen.

Ich kann leicht reden, ja. Aber wenn man gewisse Dinge berücksichtigt, fängt auch ein Kind an zu reagieren und überlegen oder diese Phase ist auch irgendwann vorbei. Kein großer Trost, aber so wird es sein.

Ansonsten evtl. Mal im SPZ vorstellig werden, wobei ich glaube, dass das gar nicht mal notwendig sein wird.


Er weiß, welche Fäden er bei dir ziehen muss und genau das tut er.


Und dann? Behandeln wegen Aufmüpfigkeit?

Liebe TS, schaue vllt mal nach Angeboten für dich. Manchmal gibt es Elterncoachings a la "starke Eltern, starke Kids" oder so. Ansonsten kann dir diesbzgl vllt auch das Elterntelefon oder eine Erziehungsberatungsstelle helfen.

Es ist noch nichts verloren. Pass weiter auf, dass du dich nicht verlierst. Du bist nicht das Opfer...und genau das will dein Kind dir gerade zeigen. Er merkt deine Schwäche und will deine starke Seite hervorkitzeln, sonst würde er nicht mit dir in den Konflikt gehen sondern dich hintergehen und komplett ignorieren. Er sucht deine Grenze, damit er weiß, woran er bei dir ist. Zeig sie ihm auf liebevolle Art und Weise. Er überlegt nicht wie er dir schaden könnte. Er verhält sich in seinem Möglichkeitenraum und fühlt sich aktuell bestimmt auch nicht wohl. Klingt nämlich nach Anstrengung, immer seine Mama herausfordern zu müssen.
12.11.2021 21:11
Ich gehe da in eine ganz andere Richtung- ihr befindet euch in einer Negativspirale. Er fühlt sich ungerecht behandelt und herumkommandiert - ihr reagiert mit Strafen, er fühlt sich noch ungerechten behandelt usw. Ein klassischer Machtkampf bei dem es nur Verlierer geben wird. Ich empfehle euch aus dem Machtkampf aufzusteigen und auf Beziehung zu setzen. Wie oft sagst du deinen Sohn, was er gut macht (ohne ihn damit erziehen zu wollen), wie oft lächelt du ihn an, wie oft fragst du interessiert nach seinen Themen und Wünschen - und wie oft bist du im Fordern und Schimpfen.
Ich würde ihn fragen, was er braucht (ich nehme an, es geht ihm um Mitbestimmung) und würde ihm erklären, was du brauchst (Sicherheit, dass er die Schule packt, weil du ihm eine gute Zukunft wünschst, Sicherheit, dass ihm bei Dunkelheit nichts passiert etc.) Keine Forderungen, sondern eine gemeinsame Suche nach Lösungen, die für ALLE passen.
Mitbestimmen heisst nicht, dass er die Hausaufgaben nicht machen muss, sondern dass ihr abmache, wann und wie er sie machen kann.
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