Vortrag Mobbing in Schule durch Elternbeirat
12.12.2023 19:41
Meine Tochter geht in die 5. Klasse einer kooperativen Gesamtschule.
Ich bin Elternbeirätin.
Nun berichtet meine Tochter oft von Mobbing und/oder Ausschluss und Diskriminierung und bat mich um Hilfe bzw Unterstützung, auch für andere Kinder.
Ich überlege nun, ob es etwas bringen würde, Vorträge und Aufklärung in den Klassen zum Thema Mobbing zu halten.
Meint ihr, das bringt etwas?
Ich stelle mir vor, pro Klasse je eine Schulstunde zu investieren.
Mit der Schulleitung muss ich das natürlich noch abklären, wobei diese sehr offen ist.
Ich bin Elternbeirätin.
Nun berichtet meine Tochter oft von Mobbing und/oder Ausschluss und Diskriminierung und bat mich um Hilfe bzw Unterstützung, auch für andere Kinder.
Ich überlege nun, ob es etwas bringen würde, Vorträge und Aufklärung in den Klassen zum Thema Mobbing zu halten.
Meint ihr, das bringt etwas?
Ich stelle mir vor, pro Klasse je eine Schulstunde zu investieren.
Mit der Schulleitung muss ich das natürlich noch abklären, wobei diese sehr offen ist.
Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:
Ich meine Tochter schützen möchte
12.12.2023 19:51
Habt ihr keine Schulsozialarbeit? Die ist bei uns für so was zuständig.
Ich persönlich denke ein Elternteil sollte dies nur tun, wenn es einen entsprechenden fachlichen Hintergrund hat. Es ist meiner Meinung nach nicht damit getan einen Vortrag vor der Klasse zu halten. Das Thema ist eher was für „Diskussionen“ in der Klasse. Und das gehört dann einfach entsprechend fachlich angeleitet und moderiert.
Ich persönlich denke ein Elternteil sollte dies nur tun, wenn es einen entsprechenden fachlichen Hintergrund hat. Es ist meiner Meinung nach nicht damit getan einen Vortrag vor der Klasse zu halten. Das Thema ist eher was für „Diskussionen“ in der Klasse. Und das gehört dann einfach entsprechend fachlich angeleitet und moderiert.
12.12.2023 19:53
Ich finde es toll, dass deine Tochter sich dazu Gedanken macht
Zu uns an die Schule kamen regelmäßig Referenten, die den Schülern Vorträge u.a. zu Mobbing halten. Ich denke, da könnte die Schulleitung sicher jemanden einladen.
Ob es allerdings etwas bringt, hängt ganz von der Motivation der Schüler ab. Wenn sie nichts davon hören wollen, oder ggf. erst gar nicht einsichtig sind, bringt wahrscheinlich auch der beste Referent nichts.
Einen Versuch könnte man aber auf jeden Fall starten!
Zu uns an die Schule kamen regelmäßig Referenten, die den Schülern Vorträge u.a. zu Mobbing halten. Ich denke, da könnte die Schulleitung sicher jemanden einladen.
Ob es allerdings etwas bringt, hängt ganz von der Motivation der Schüler ab. Wenn sie nichts davon hören wollen, oder ggf. erst gar nicht einsichtig sind, bringt wahrscheinlich auch der beste Referent nichts.
Einen Versuch könnte man aber auf jeden Fall starten!
12.12.2023 20:22
Wir hatten einen jungen Mann hier, ebenfalls von uns als Elternbeirat organisiert. Zwar hatten wir nicht direkt Mobbing in der Klasse, aber drei Kinder , die Unruhe reingebracht haben, was die anderen nach und nach kopiert haben.
Er macht nichts anderes, er geht nur an Schulen und kommt super bei den Kindern an. Vorträge bringen da nichts, die Kinder brauchen jemand, der mit ihnen übt, ihre Sprache spricht und sie an die Hand nimmt.
Bei uns haben die Kids schlussendlich gelernt, dass es sich nicht nur dafür entscheiden kann Mobber oder Opfer zu sein, sondern dass die Kids auch eine dritte Möglichkeit haben und das wurde intensiv geübt. "Das interessiert mich nicht!" - wegdrehen, weggehen. Weder Opfer werden, noch Täter sein.
Der Mann war in seinem Leben übrigens beides. Erst Mobbingopfer, dann Mobber.
Er macht nichts anderes, er geht nur an Schulen und kommt super bei den Kindern an. Vorträge bringen da nichts, die Kinder brauchen jemand, der mit ihnen übt, ihre Sprache spricht und sie an die Hand nimmt.
Bei uns haben die Kids schlussendlich gelernt, dass es sich nicht nur dafür entscheiden kann Mobber oder Opfer zu sein, sondern dass die Kids auch eine dritte Möglichkeit haben und das wurde intensiv geübt. "Das interessiert mich nicht!" - wegdrehen, weggehen. Weder Opfer werden, noch Täter sein.
Der Mann war in seinem Leben übrigens beides. Erst Mobbingopfer, dann Mobber.
12.12.2023 20:26
Zitat von Alaska:
Wir hatten einen jungen Mann hier, ebenfalls von uns als Elternbeirat organisiert. Zwar hatten wir nicht direkt Mobbing in der Klasse, aber drei Kinder , die Unruhe reingebracht haben, was die anderen nach und nach kopiert haben.
Er macht nichts anderes, er geht nur an Schulen und kommt super bei den Kindern an. Vorträge bringen da nichts, die Kinder brauchen jemand, der mit ihnen übt, ihre Sprache spricht und sie an die Hand nimmt.
Bei uns haben die Kids schlussendlich gelernt, dass es sich nicht nur dafür entscheiden kann Mobber oder Opfer zu sein, sondern dass die Kids auch eine dritte Möglichkeit haben und das wurde intensiv geübt. "Das interessiert mich nicht!" - wegdrehen, weggehen. Weder Opfer werden, noch Täter sein.
Der Mann war in seinem Leben übrigens beides. Erst Mobbingopfer, dann Mobber.
Wooow Hammer Beitrag, danke
12.12.2023 21:06
Es gibt Projekte die direkt in die Schulen gehen.Das müsste über den Sozialdienst recherchierbar sein.
Interne Leute würde ich aussen vor lassen,da ist sozusagen der Lack ab.Solche Projekte sind spannend und für die Kids ausgelegt,daher auch glaubhaft und nachhaltiger als jemand aus dem Lehrerpool.
Interne Leute würde ich aussen vor lassen,da ist sozusagen der Lack ab.Solche Projekte sind spannend und für die Kids ausgelegt,daher auch glaubhaft und nachhaltiger als jemand aus dem Lehrerpool.
12.12.2023 21:46
Unqualifiziert Klassen etwas über Mobbing zu erzählen, kann böse nach hinten losgehen. Als Elternbeirat würde ich die Schule darum bitten, vorzustellen, was die Schule in Bezug auf Gewaltprävention und Mobbing bereits tut und ggf. dann darum bitten, das Engagement in diesem Bereich mit professioneller Unterstützung auszubauen.
12.12.2023 22:21
Ich werfe mal "Stark auch ohne Muckis" in den Raum.
(hoffe das darf man?!)
(hoffe das darf man?!)
13.12.2023 06:33
Wir hatten kürzlich das Projekt „mobbingfrei mit Zim Lehel von KIKA. Der war mit seinem Team bei uns an der Schule und macht eine große Tour durch Deutschland.
Was möchtest du den Kindern denn sagen, bist du Pädagogin oder Sozialarbeiterin?
Ich kenne es nicht das jemand vom Elternhaus so was durchführt. Du kannst es über die Schulkonferenz Leitung ansprechen, diese bespricht das mit der Schulleitung. So ist es bei uns. Ein Elternteil hat bei uns leider nichts zu melden, dass usd alles über die höheren Instanzen gehen
Was möchtest du den Kindern denn sagen, bist du Pädagogin oder Sozialarbeiterin?
Ich kenne es nicht das jemand vom Elternhaus so was durchführt. Du kannst es über die Schulkonferenz Leitung ansprechen, diese bespricht das mit der Schulleitung. So ist es bei uns. Ein Elternteil hat bei uns leider nichts zu melden, dass usd alles über die höheren Instanzen gehen
13.12.2023 07:14
Ich finde es toll, dass sich deine Tochter da Gedanken macht und du sie ernst nimmst, dir ebenfalls Gedanken machst.
Wenn ich an meine Schulzeit an der weiterführenden Schule denke:
Wenn sich jemand vor unsere Klasse oder in die Aula gestellt hätte, sich vorgestellt hätte mit "Hallo, ich bin Frau Müller. Ich bin im Elternbeirat und möchte euch heute etwas über Mobbing erzählen." hätte ich diese Person nicht ernst genommen und abgeschaltet, ganz egal wie wichtig und richtig das Thema gewesen wäre.
Die Kinder sind zum großen Teil in der Pubertät - da braucht es jemanden, der das Knowhow hat, die Kinder mitzunehmen, sie zu erreichen. Menschen, die Kurse oä anbieten, haben ein jahrelanges Studium hinter sich, waren selbst Täter/Opfer oder können eine andere "Qualifikation" vorweisen. Als Laie wird es kaum möglich sein, die Kids zu erreichen, da kann der Schuss arg nach hinten los gehen und im besten Fall macht man sich nur selbst lächerlich. Pubertierende Kids leben in ihrer eigenen Welt und die ist nicht immer logisch...
Im schlimmsten Fall kann das auch für deine Tochter nach hinten los gehen - weil ein paar Kids deine Hose scheiße finden, der Vortag nicht gefällt und sie sowieso auf Krawall aus sind, kann dass auf deine Tochter zurück fallen. Es muss sich nur rum sprechen, dass du ihre Mutter bist und irgendwer hat sie auf dem Schirm...
Ich würde (als Elternbeirat, nicht als "Mutter") die Schulleitung fragen, was bisher gemacht wird. Und dann ggf zusammen überlegen, welche weiteren Möglichkeiten es gibt.
Wenn ich an meine Schulzeit an der weiterführenden Schule denke:
Wenn sich jemand vor unsere Klasse oder in die Aula gestellt hätte, sich vorgestellt hätte mit "Hallo, ich bin Frau Müller. Ich bin im Elternbeirat und möchte euch heute etwas über Mobbing erzählen." hätte ich diese Person nicht ernst genommen und abgeschaltet, ganz egal wie wichtig und richtig das Thema gewesen wäre.
Die Kinder sind zum großen Teil in der Pubertät - da braucht es jemanden, der das Knowhow hat, die Kinder mitzunehmen, sie zu erreichen. Menschen, die Kurse oä anbieten, haben ein jahrelanges Studium hinter sich, waren selbst Täter/Opfer oder können eine andere "Qualifikation" vorweisen. Als Laie wird es kaum möglich sein, die Kids zu erreichen, da kann der Schuss arg nach hinten los gehen und im besten Fall macht man sich nur selbst lächerlich. Pubertierende Kids leben in ihrer eigenen Welt und die ist nicht immer logisch...
Im schlimmsten Fall kann das auch für deine Tochter nach hinten los gehen - weil ein paar Kids deine Hose scheiße finden, der Vortag nicht gefällt und sie sowieso auf Krawall aus sind, kann dass auf deine Tochter zurück fallen. Es muss sich nur rum sprechen, dass du ihre Mutter bist und irgendwer hat sie auf dem Schirm...
Ich würde (als Elternbeirat, nicht als "Mutter") die Schulleitung fragen, was bisher gemacht wird. Und dann ggf zusammen überlegen, welche weiteren Möglichkeiten es gibt.
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