Mütter- und Schwangerenforum

Wutausbrüche

Blondiee27
2 Beiträge
27.06.2020 06:38
Unsere Tochter 7 Jahre alt und hat seid Corona Wutausbrüche.
Sie schreit , wirft Sachen durch die Gegend (egal von wem ) haut mich (Bauch, Arm) oder zieht mir an den Haaren und sagt böse Wörter wie fi..dich (gestern erste mal ) oder sagt dann Dinge wie ich liebe dich nicht. Ich muss sie dann festhalten damit sie nix kaputt macht und dann wehrt sie sich, weint irgendwann und hört auf. Dann kuscheln wir und reden ordentlich darüber.
Es gab jetzt in 3 halb Wochen zwei solche Ausraster.
Sie wird neuerdings auch schneller wütend und lauter. Ich kenne das nicht von ihr.
In der Schule habe ich gefragt ist sie mit Klassenbeste und aufmerksam und eine Bereicherung. In der Pause spielt sie mit ihren Freunden.(gibt es auch kein Ärger)
Sie bekommt mehrmals Spielbesuch die Woche von einer Freundin seid dem Kindergarten. Sie geht 2 mal die Woche reiten.
Der Kv will sie zum Kinderpyschologen schicken weil sie eben wütend ist und weil sie die Tiere ärgert. Das Problem haben wir so gelöst das sie sie nicht mehr füttern darf. Aber manchmal macht sie es halt doch.

Ich möchte ungern so jemanden einschalten weil ich weiss was es mit der Seele macht.
Er hat auch angedeutet der kv das bei mir nicht stimmen muss und etc.
Ich bin verheiratet , er ist bei ihr seid sie 1 Jahr ist und sie nennt beide Papa.
Der kv hat sie alle 14 Tage von Samstag auf Sonntag oder Freitag auf Sonntag. Ferien immer nur paar Tage.

Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen weil er meint unser Kind ist verhaltensauffällig.

Mimiminime
241 Beiträge
27.06.2020 06:55
Es ist sehr löblich dass der Vater sich auch als solcher verhält!
Wie kommst du darauf, dass eine Therapie etwas schlimmes mit einem macht? Es ist eher schlimm, wenn man ein Problem nicht erkennt und nicht handelt.
Was spricht dagegen mit dem Kind vorstellig zu werden und erst einmal zu Gucken, ob das Verhalten schon pathologisch ist, oder eben normal. Das gehört in Hände von Fachleuten.
Es kann eine Phase sein, wer weiß. Zumindest kann dir da ein Fachmann aber auch gute Tipps geben.
Sieh das doch nicht als Angriff, sondern als Chance.
Alles gute.
kataleia
9538 Beiträge
27.06.2020 07:13
Vorweg: ich bin keine Expertin.

Wutanfälle im allgemeinen sind normal.

Aber beim Ärgern von Tieren wäre ich auch sehr sensibel.

Lieber einen Kinderpsychologen aufsuchen und gesagt bekommen "ist alles normal" und ein paar Tipps bekommen, als dass es sonst in der Zukunft schlimmeres gibt.
Blondiee27
2 Beiträge
27.06.2020 07:14
Zitat von Mimiminime:

Es ist sehr löblich dass der Vater sich auch als solcher verhält!
Wie kommst du darauf, dass eine Therapie etwas schlimmes mit einem macht? Es ist eher schlimm, wenn man ein Problem nicht erkennt und nicht handelt.
Was spricht dagegen mit dem Kind vorstellig zu werden und erst einmal zu Gucken, ob das Verhalten schon pathologisch ist, oder eben normal. Das gehört in Hände von Fachleuten.
Es kann eine Phase sein, wer weiß. Zumindest kann dir da ein Fachmann aber auch gute Tipps geben.
Sieh das doch nicht als Angriff, sondern als Chance.
Alles gute.


Ich finde es auch gut das sie zwei so tolle Väter hat.
Vielleicht habe ich es zu sehr als Angriff gesehen.
Und sollte es probieren. Auch wenn sie selbst es auxh nicht möchte. Danke euch
shelyra
67237 Beiträge
27.06.2020 07:54
Ein Kinderpsychologe ist nichts schlimmes. Er kann bei Problemen helfen, versuchen die Ursache für die Wutausbrüche heraus zu finden.

nilou
7758 Beiträge
27.06.2020 11:32
Ich finde das beschriebene jetzt nicht so „schlimm“. Gerade in dem Alter und der aktuellen Situation.

Ich würde mich ersteinmal in aller Ruhe mit dem Kind hinsetzen und reden. Warum kommt es zu diesem Ausrastern, was fühlt sie, warum kann sie ihre Wut nicht kontrollieren etc. Gerade weil es ja vorher nicht so war hat sich ja etwas verändert. Gab es den sonst noch etwas was sich in letzter verändert hat? Wobei ich Corona und co schon für Kinder als große Belastung sehe.

Kinderpsychologe an und für sich halte ich auch nicht für negativ. Wobei ich hier erstmal selber schauen würde was eigentlich genau los ist.
CherryL
244 Beiträge
27.06.2020 12:50
Was findest du an einem Psychologen so schlimm und was macht es denn mit einem?

Bevor sie anfängt die Tiere zu quälen statt nur zu ärgern, würde ich mich noch mal mit ihr hinsetzen und schonmal beim Kinderarzt vorsprechen woran das liegen könnte damit man, wenn es schlimmer wird, schneller handeln kann und dementsprechend schnell die Überweisungen und Termine bekommt.
kataleia
9538 Beiträge
27.06.2020 12:51
Zitat von nilou:

Ich finde das beschriebene jetzt nicht so „schlimm“. Gerade in dem Alter und der aktuellen Situation.

Ich würde mich ersteinmal in aller Ruhe mit dem Kind hinsetzen und reden. Warum kommt es zu diesem Ausrastern, was fühlt sie, warum kann sie ihre Wut nicht kontrollieren etc. Gerade weil es ja vorher nicht so war hat sich ja etwas verändert. Gab es den sonst noch etwas was sich in letzter verändert hat? Wobei ich Corona und co schon für Kinder als große Belastung sehe.

Kinderpsychologe an und für sich halte ich auch nicht für negativ. Wobei ich hier erstmal selber schauen würde was eigentlich genau los ist.


Wir wissen nicht wie sie sich genau verhält, wenn sie körperlich wird und wie sie Tiere ärgert.

Daher wäre ich vorsichtig damit zu sagen "nicht so schlimm".

Klar ist es eine besondere Zeit gewesen - und immer noch.

Aber es gibt Grenzen dessen, was man tolerieren kann und was einfach niemals, nicht und auf keinen Fall.

Ich denke unter dem was der Besuch eines Psychologen bedeutet können sich viele Erwachsene nicht das vorstellen, was es in der Realität ist und Kinder noch viel weniger.

Daher hat das Kind bei so etwas meiner Meinung nach kein Mitspracherecht.

Mich würde interessieren liebe threaderstellerin, warum der Besuch beim Psychologen schlecht sein soll.

Um Stigmatisierungen zu umgehen würde ich es einfach außer dem engsten Kreis keinem erzählen.
nilou
7758 Beiträge
27.06.2020 13:06
Zitat von kataleia:

Zitat von nilou:

Ich finde das beschriebene jetzt nicht so „schlimm“. Gerade in dem Alter und der aktuellen Situation.

Ich würde mich ersteinmal in aller Ruhe mit dem Kind hinsetzen und reden. Warum kommt es zu diesem Ausrastern, was fühlt sie, warum kann sie ihre Wut nicht kontrollieren etc. Gerade weil es ja vorher nicht so war hat sich ja etwas verändert. Gab es den sonst noch etwas was sich in letzter verändert hat? Wobei ich Corona und co schon für Kinder als große Belastung sehe.

Kinderpsychologe an und für sich halte ich auch nicht für negativ. Wobei ich hier erstmal selber schauen würde was eigentlich genau los ist.


Wir wissen nicht wie sie sich genau verhält, wenn sie körperlich wird und wie sie Tiere ärgert.

Daher wäre ich vorsichtig damit zu sagen "nicht so schlimm".

Klar ist es eine besondere Zeit gewesen - und immer noch.

Aber es gibt Grenzen dessen, was man tolerieren kann und was einfach niemals, nicht und auf keinen Fall.

Ich denke unter dem was der Besuch eines Psychologen bedeutet können sich viele Erwachsene nicht das vorstellen, was es in der Realität ist und Kinder noch viel weniger.

Daher hat das Kind bei so etwas meiner Meinung nach kein Mitspracherecht.

Mich würde interessieren liebe threaderstellerin, warum der Besuch beim Psychologen schlecht sein soll.

Um Stigmatisierungen zu umgehen würde ich es einfach außer dem engsten Kreis keinem erzählen.


Deshalb in „“. Ich schätze es nach dem was sie schreibt ein. Meine Tochter ärgert auch schon mal die Katzen. Ärgern nicht quälen. Sprich sie nimmt sie zB hoch obwohl sie nicht wollen. Deshalb differenziere ich da.

Und körperliches handeln finde ich bei Kindern tatsächlich nicht ungewöhnlich in Stresssituationen. Es zeigt für mich, das sie in dem Augenblick nicht wissen wohin mit ihrer Wut, es nicht kompensieren können durch Sprache oä. Klassisches Beispiel kleine Kinder die hauen.

Und ich schrieb nichts von tolerieren. Ich schrieb aufklären woran es liegt und dann natürlich daran arbeiten.

Und kein Mitspracherecht: ein 7 jähriges Kind kann es sicher nicht mit entscheiden, aber man sollte es natürlich mit ins Boot nehmen, denn ohne deren Kooperation wird das wenig bringen. Deshalb wäre für mich hier ein Gespräch mit dem Kind das erste was ich machen würde.
kataleia
9538 Beiträge
27.06.2020 13:15
Zitat von nilou:

Zitat von kataleia:

Zitat von nilou:

Ich finde das beschriebene jetzt nicht so „schlimm“. Gerade in dem Alter und der aktuellen Situation.

Ich würde mich ersteinmal in aller Ruhe mit dem Kind hinsetzen und reden. Warum kommt es zu diesem Ausrastern, was fühlt sie, warum kann sie ihre Wut nicht kontrollieren etc. Gerade weil es ja vorher nicht so war hat sich ja etwas verändert. Gab es den sonst noch etwas was sich in letzter verändert hat? Wobei ich Corona und co schon für Kinder als große Belastung sehe.

Kinderpsychologe an und für sich halte ich auch nicht für negativ. Wobei ich hier erstmal selber schauen würde was eigentlich genau los ist.


Wir wissen nicht wie sie sich genau verhält, wenn sie körperlich wird und wie sie Tiere ärgert.

Daher wäre ich vorsichtig damit zu sagen "nicht so schlimm".

Klar ist es eine besondere Zeit gewesen - und immer noch.

Aber es gibt Grenzen dessen, was man tolerieren kann und was einfach niemals, nicht und auf keinen Fall.

Ich denke unter dem was der Besuch eines Psychologen bedeutet können sich viele Erwachsene nicht das vorstellen, was es in der Realität ist und Kinder noch viel weniger.

Daher hat das Kind bei so etwas meiner Meinung nach kein Mitspracherecht.

Mich würde interessieren liebe threaderstellerin, warum der Besuch beim Psychologen schlecht sein soll.

Um Stigmatisierungen zu umgehen würde ich es einfach außer dem engsten Kreis keinem erzählen.


Deshalb in „“. Ich schätze es nach dem was sie schreibt ein. Meine Tochter ärgert auch schon mal die Katzen. Ärgern nicht quälen. Sprich sie nimmt sie zB hoch obwohl sie nicht wollen. Deshalb differenziere ich da.

Und körperliches handeln finde ich bei Kindern tatsächlich nicht ungewöhnlich in Stresssituationen. Es zeigt für mich, das sie in dem Augenblick nicht wissen wohin mit ihrer Wut, es nicht kompensieren können durch Sprache oä. Klassisches Beispiel kleine Kinder die hauen.

Und ich schrieb nichts von tolerieren. Ich schrieb aufklären woran es liegt und dann natürlich daran arbeiten.

Und kein Mitspracherecht: ein 7 jähriges Kind kann es sicher nicht mit entscheiden, aber man sollte es natürlich mit ins Boot nehmen, denn ohne deren Kooperation wird das wenig bringen. Deshalb wäre für mich hier ein Gespräch mit dem Kind das erste was ich machen würde.


Das mit dem tolerieren bezog sich darauf, wenn eben gewisse Grenzen (da sind wir uns ja einig) überschritten werden. Wie das ärgern hier definiert ist, wissen wir ja nicht

Klar sowas wie hochnehmen obwohl sie nicht wollen ist völlig im Rahmen, wo ein Gespräch sicher gut ist.

Wenn es aber mit verletzen und weh tun zu tun hat (mutwilliges auf den Schwanz treten oder so) ist es schon was anderes.

Beim körperlichen verhalten kommt es finde ich auch ganz darauf an.
Bimbam
454 Beiträge
27.06.2020 16:40
Vielleicht wäre eine Erziehungs-/ oder sonstige Familienberatungsstelle eine Alternative?

Innerfamiliäre Wutausbrüche und eigene Tiere ärgern wären für mich erstmal noch kein Grund für einen Psychologen Außer sie versucht die Tiere wirklich zu verletzen oder es nimmt extrem überhand.

Ich würde das Verhalten weiter beobachten und viel darüber sprechen, Konsequenzen zieht ihr ja bereits.
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