Eure Meinung zu bestimmter Situation
03.07.2026 18:31
Ich arbeite u. a. an einer Schule. Ich unterstütze dort die Lehrerin, indem ich schwierige und verhaltensauffällige Kinder während des Unterrichtes begleite. Ich sitze in ihrer Nähe. Aber ich unterrichte nicht. Das ist Sache der Lehrerin.
Heute im Unterricht waren an der Tafel vier Fragen. Die Lehrerin stand daneben. Sie sagte in dem Moment nichts. Ich hatte vier Kinder um mich herum, die miteinander sprachen, nicht nach vorne schauten, sehr abgelenkt und unaufmerksam waren. Um ihre Aufmerksamkeit nach vorne auf die Tafel zu richten, zeigte ich mit dem Finger nach vorne und sagte relativ leise zu den Kindern um mich herum: "Wer weiß denn ... (die erste Frage)."
Daraufhin herrschte mich die Lehrerin laut und deutlich vor der ganzen Klasse an. "Den Unterricht mache ich und nicht du. Das muss klar sein. Das lernt man schon im Referendariat. Ich bin die Lehrerin."
Ich bin total erschrocken. So hatte ich das doch gar nicht gemeint. Ich habe in der Situation kurz gesagt, dass es mir leid tut. Es war mir zu der Zeit wirklich sehr unangenehm. Ich wollte meine Kompetenzen nie überschreiten. Nach der Stunde habe ich mich noch mal richtig entschuldigt und gesagt, dass ich doch nur die Aufmerksamkeit der Kinder, die ich betreuen sollte, nach vorne lenken wollte. Die Lehrerin reagierte abweisend.
Jetzt bin ich ein paar Stunden zu Hause, bin die Situation noch ein paar Mal im Kopf durchgegangen und frage mich, ob es von der Lehrerin eigentlich in Ordnung war, mich vor der versammelten Klasse so zurecht zu weisen? Hätte ich mich wirklich entschuldigen sollen oder müssen? Was ging da eigentlich ab?
Wie sehr ihr das?
Heute im Unterricht waren an der Tafel vier Fragen. Die Lehrerin stand daneben. Sie sagte in dem Moment nichts. Ich hatte vier Kinder um mich herum, die miteinander sprachen, nicht nach vorne schauten, sehr abgelenkt und unaufmerksam waren. Um ihre Aufmerksamkeit nach vorne auf die Tafel zu richten, zeigte ich mit dem Finger nach vorne und sagte relativ leise zu den Kindern um mich herum: "Wer weiß denn ... (die erste Frage)."
Daraufhin herrschte mich die Lehrerin laut und deutlich vor der ganzen Klasse an. "Den Unterricht mache ich und nicht du. Das muss klar sein. Das lernt man schon im Referendariat. Ich bin die Lehrerin."
Ich bin total erschrocken. So hatte ich das doch gar nicht gemeint. Ich habe in der Situation kurz gesagt, dass es mir leid tut. Es war mir zu der Zeit wirklich sehr unangenehm. Ich wollte meine Kompetenzen nie überschreiten. Nach der Stunde habe ich mich noch mal richtig entschuldigt und gesagt, dass ich doch nur die Aufmerksamkeit der Kinder, die ich betreuen sollte, nach vorne lenken wollte. Die Lehrerin reagierte abweisend.
Jetzt bin ich ein paar Stunden zu Hause, bin die Situation noch ein paar Mal im Kopf durchgegangen und frage mich, ob es von der Lehrerin eigentlich in Ordnung war, mich vor der versammelten Klasse so zurecht zu weisen? Hätte ich mich wirklich entschuldigen sollen oder müssen? Was ging da eigentlich ab?
Wie sehr ihr das?
Dieses Thema wurde anonym erstellt, weil:
Konflikt im Beruf
03.07.2026 19:35
Nein ich finde Du hättest Dich nicht entschuldigen brauchen und Deine Position vor den Kindern zu untergraben war nicht richtig - von ihr.
03.07.2026 20:37
Du hast absolut falsch reagiert. Das erste Mal hätte ich mich noch entschuldigt, man ist perplex und überfahren.
Aber nach der Stunde hätte ich deutlich gemacht, dass du so einen Ton vor versammelter Klasse nicht duldest. Unmöglich von der Lehrerin, respektlos und nicht akzeptabel. Passiert sowas noch einmal würd ich ein Gespräch mit dem Schulleiter suchen.
Aber nach der Stunde hätte ich deutlich gemacht, dass du so einen Ton vor versammelter Klasse nicht duldest. Unmöglich von der Lehrerin, respektlos und nicht akzeptabel. Passiert sowas noch einmal würd ich ein Gespräch mit dem Schulleiter suchen.
08.07.2026 13:36
Ich bin froh über eure Rückmeldungen. Mein Gefühl war also doch nicht ganz falsch.
Ich habe jetzt zwei Mal mit der Lehrerin gesprochen. Sie hat sich zwar einmal entschuldigt, aber dann kam gleich im nächsten Satz (und mehrfach danach) , dass ich doch selbst schuld bin wegen meinem Verhalten. Also in den Gesprächen hat es sich zu 99% um meine Fehler und zu 1% um ihre Fehler gehandelt.
Ich habe heute mit der Schulleitung gesprochen und gebeten, dass ich nach den, Sommerferien in einen anderen Bereich versetzt werde. Einen Bereich, in dem ich mit dieser Lehrerin nichts mehr zu tun habe. Nun will die Schulleitung mit der Lehrerin sprechen, ihre Meinung hören und ggf. sagen dass es nicht geht, andere erwachsene Personen vor der Klasse bloßzustellen und zurecht zu weisen.
Als die Lehrerin von dem Gespräch und meiner Bitte um Versetzung erfahren hat, hat sie gemeint, ich könne ruhig bei ihr in der Klasse bleiben. So schlimm sei es ja nicht gewesen. Danke für diese Gnade aber auch....
Ich habe jetzt zwei Mal mit der Lehrerin gesprochen. Sie hat sich zwar einmal entschuldigt, aber dann kam gleich im nächsten Satz (und mehrfach danach) , dass ich doch selbst schuld bin wegen meinem Verhalten. Also in den Gesprächen hat es sich zu 99% um meine Fehler und zu 1% um ihre Fehler gehandelt.
Ich habe heute mit der Schulleitung gesprochen und gebeten, dass ich nach den, Sommerferien in einen anderen Bereich versetzt werde. Einen Bereich, in dem ich mit dieser Lehrerin nichts mehr zu tun habe. Nun will die Schulleitung mit der Lehrerin sprechen, ihre Meinung hören und ggf. sagen dass es nicht geht, andere erwachsene Personen vor der Klasse bloßzustellen und zurecht zu weisen.
Als die Lehrerin von dem Gespräch und meiner Bitte um Versetzung erfahren hat, hat sie gemeint, ich könne ruhig bei ihr in der Klasse bleiben. So schlimm sei es ja nicht gewesen. Danke für diese Gnade aber auch....
08.07.2026 13:43
Naja um ehrlich zu sein finde ich deine Reaktion jetzt aber auch drüber. Ansprechen - klären - fertig. Wenns dann nicht wiederholt wird ist doch alles ok.
Aber deshalb gleich zum Rektor und versetzen lassen find ich persönlich echt Heavy.
Aber deshalb gleich zum Rektor und versetzen lassen find ich persönlich echt Heavy.
08.07.2026 14:18
Zitat von Anonym 2 (212403):
Naja um ehrlich zu sein finde ich deine Reaktion jetzt aber auch drüber. Ansprechen - klären - fertig. Wenns dann nicht wiederholt wird ist doch alles ok.
Aber deshalb gleich zum Rektor und versetzen lassen find ich persönlich echt Heavy.
Es war nicht das erste Mal, dass mit dieser Lehrerin so etwas vorgekommen ist. Bisher allerdings nicht so heftig.
Gespräche mit ihr haben nichts geändert. Insbesondere die Gespräche nach dem Vorfall am letzten Freitag haben im Prinzip nichts gebracht.
Außerdem ist es für viele in meinem Bereich ganz normal, dass man nach 2-3 Jahren in der gleichen Klasse danach in einer anderen Klasse oder sogar einer anderen Schule tätig wird. Auch LehrerInnen wechseln hier ja nach zwei Jahren die Klasse. Wo ist also für dich das Problem, wenn ich nach den Sommerferien (nach 2,5 Jahren hier in einer sehr speziellen Klasse) zum neuen Schuljahr in eine andere Klasse wechsle?
08.07.2026 14:35
Zitat von Anonym 1 (212403):
Zitat von Anonym 2 (212403):
Naja um ehrlich zu sein finde ich deine Reaktion jetzt aber auch drüber. Ansprechen - klären - fertig. Wenns dann nicht wiederholt wird ist doch alles ok.
Aber deshalb gleich zum Rektor und versetzen lassen find ich persönlich echt Heavy.
Es war nicht das erste Mal, dass mit dieser Lehrerin so etwas vorgekommen ist. Bisher allerdings nicht so heftig.
Gespräche mit ihr haben nichts geändert. Insbesondere die Gespräche nach dem Vorfall am letzten Freitag haben im Prinzip nichts gebracht.
Außerdem ist es für viele in meinem Bereich ganz normal, dass man nach 2-3 Jahren in der gleichen Klasse danach in einer anderen Klasse oder sogar einer anderen Schule tätig wird. Auch LehrerInnen wechseln hier ja nach zwei Jahren die Klasse. Wo ist also für dich das Problem, wenn ich nach den Sommerferien (nach 2,5 Jahren hier in einer sehr speziellen Klasse) zum neuen Schuljahr in eine andere Klasse wechsle?
Das sind ja nun aber ganz neue Infos und eine komplett andere Einordnung des versetzungswunschs als bisher.
08.07.2026 14:53
Der Versetzungswunsch kam natürlich zu allererst durch die oben geschilderte Situation. Ohne dieses Ereignis am Freitag wäre ich ganz sicher gerne in der Klasse geblieben.
Aber zusätzlich hat der Umstand, dass bald ein neues Schuljahr beginnt und ein Wechsel deshalb gerade jetzt praktisch ist, dazu beigetragen, dass ich jetzt doch um die Versetzung in einen anderen Bereich oder eine andere Klasse gebeten habe.
Ähnliche Situationen vorher, aber nicht so heftig, habe ich einfach runter geschluckt und war nicht bei der Schulleitung.
Aber zusätzlich hat der Umstand, dass bald ein neues Schuljahr beginnt und ein Wechsel deshalb gerade jetzt praktisch ist, dazu beigetragen, dass ich jetzt doch um die Versetzung in einen anderen Bereich oder eine andere Klasse gebeten habe.
Ähnliche Situationen vorher, aber nicht so heftig, habe ich einfach runter geschluckt und war nicht bei der Schulleitung.
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