Mütter- und Schwangerenforum

Wie hält man konstanten Druck aus?

29_endomama
2 Beiträge
20.03.2026 16:20
Hallo Zusammen,

Ich frage mich wie man dem Druck von außen noch standhaft bleiben kann. Ich habe vor 9 Tagen eine Tochter zur Welt gebracht und es fällt mir alles unheimlich schwer.

Schon im Krankenhaus ging es darum, dass man stillen MUSS, es wurden mir keine Flaschen gegeben, sodass meine Tochter anfangs auch mal viele Stunden nichts getrunken hat. Mir wurde mit dem Stillen so viel Druck gemacht, dass ich alle 2 Stunden MUSS, meine Tochter dafür immer wecken muss und genau das habe ich nie hin bekommen, sie überhaupt wach zu bekommen und zu motivieren zu trinken. Der Biliwert war leider etwas erhöht, daher die Dringlichkeit, von der ich anfangs aber nichts wusste. Ich wurde zum abpumpen genötigt und anstatt dass man sich meine Sorgen und Wünsche anhört, hab ich immer mehr gelernt, dass ich nicht genug für meine Tochter bin.

Auch Kinderärzte bei Nachkontrollen haben mir immer wieder geraten, alle 2 Stunden zu stillen. Ständig bekommt man das Gefühl alles falsch zu machen, nicht im wohl des Kindes zu handeln. Das ganze geht soweit, dass ich jedesmal denke ob sie genug zu trinken bekommt oder ob es zu viel ist. Bei zu wenig kommen die Gedanken, dass ich selbst schuld bin wenn meine Tochter den Biliwert nicht runter bekommt, bei zu viel fühle ich mich schuldig wenn sie kotzt.

Stillen tut weh, jedes anlegen, jedes saugen/nuckeln, und generell das Gefühl der "vollen" Brüste. Ich kann und will das nichts mehr...

Ich hatte nach wenigen Tagen den Milcheinschuss aber alles tut trotzdem so furchtbar weh, ich versuche wirklich regelmäßig zu stillen, sie trinkt entweder nur wenige Minuten und schläft dann ein, oder sie trinkt so viel, dass sie schlimme Bauchweh bekommt.
Ich leg sie an, nach einer halben Stunde sind wir mit 20 mal einschlafen fertig. Und eine halbe stunde nachdem wir fertig sind sucht sie wieder. Warum? Was mache ich falsch? Muss ich dann erneut anlegen? Wieder diese schmerzen ertragen?

Mein Mann setzt mich enorm unter Druck, dass ich erneut und erneut anlegen soll, aber ich kann das nicht mehr, ich kann und will nicht ständig diese schmerzen haben müssen.
Wenn die Hebamme fragt ob sie sich das Stillverhalten mal anschauen soll, grätscht er gleich rein und sagt, dass mit dem Stillen ja alles klappt. Er ist davon überzeugt dass ich genug Milch gebe, die kleine nimmt auch gut zu.

Generell liegt sie auf mir zum kuscheln und schreit nur, ich bekomme sie absolut nicht ruhig, dann lasse ich sie lieber im Stubenwagen schlafen, dann ist sie ruhig. Aber gebe ich ihr damit zu wenig Körpernähe ?
Wenn sie auf mir liegt kann ich irgendwie nichts mit ihr anfangen, keine Emotionen nichts.. ich denke nur darüber nach was ich alles machen könnte wenn sie jetzt im Stubenwagen liegen würde. Es ist furchtbar anstrengend solche Gedanken zu haben und es macht mich mehr als unglücklich.

Mittlerweile komme ich mir nur noch vor als wäre ich die "Zapfsäule" und "Wickelautomat", nicht mal ansatzweise das Gefühl Mutter zu sein.

Kennt jemand dieses Gefühl?
Marf
30043 Beiträge
20.03.2026 17:22
Du hast gerade den Wochenbettblues.
Agiere nach Gefühl.
Wenn die Brust schmerzt pumpe ab.Ausstreichen und kühlen tut gut.
Und lass dir von der Hebi helfen,dafür ist sie da.Dein Mann darf dann gern draußen warten.
YellowBird
3980 Beiträge
20.03.2026 18:06
Zitat von 29_endomama:

Hallo Zusammen,

Ich frage mich wie man dem Druck von außen noch standhaft bleiben kann. Ich habe vor 9 Tagen eine Tochter zur Welt gebracht und es fällt mir alles unheimlich schwer.

Schon im Krankenhaus ging es darum, dass man stillen MUSS, es wurden mir keine Flaschen gegeben, sodass meine Tochter anfangs auch mal viele Stunden nichts getrunken hat. Mir wurde mit dem Stillen so viel Druck gemacht, dass ich alle 2 Stunden MUSS, meine Tochter dafür immer wecken muss und genau das habe ich nie hin bekommen, sie überhaupt wach zu bekommen und zu motivieren zu trinken. Der Biliwert war leider etwas erhöht, daher die Dringlichkeit, von der ich anfangs aber nichts wusste. Ich wurde zum abpumpen genötigt und anstatt dass man sich meine Sorgen und Wünsche anhört, hab ich immer mehr gelernt, dass ich nicht genug für meine Tochter bin.

Auch Kinderärzte bei Nachkontrollen haben mir immer wieder geraten, alle 2 Stunden zu stillen. Ständig bekommt man das Gefühl alles falsch zu machen, nicht im wohl des Kindes zu handeln. Das ganze geht soweit, dass ich jedesmal denke ob sie genug zu trinken bekommt oder ob es zu viel ist. Bei zu wenig kommen die Gedanken, dass ich selbst schuld bin wenn meine Tochter den Biliwert nicht runter bekommt, bei zu viel fühle ich mich schuldig wenn sie kotzt.

Stillen tut weh, jedes anlegen, jedes saugen/nuckeln, und generell das Gefühl der "vollen" Brüste. Ich kann und will das nichts mehr...

Ich hatte nach wenigen Tagen den Milcheinschuss aber alles tut trotzdem so furchtbar weh, ich versuche wirklich regelmäßig zu stillen, sie trinkt entweder nur wenige Minuten und schläft dann ein, oder sie trinkt so viel, dass sie schlimme Bauchweh bekommt.
Ich leg sie an, nach einer halben Stunde sind wir mit 20 mal einschlafen fertig. Und eine halbe stunde nachdem wir fertig sind sucht sie wieder. Warum? Was mache ich falsch? Muss ich dann erneut anlegen? Wieder diese schmerzen ertragen?

Mein Mann setzt mich enorm unter Druck, dass ich erneut und erneut anlegen soll, aber ich kann das nicht mehr, ich kann und will nicht ständig diese schmerzen haben müssen.
Wenn die Hebamme fragt ob sie sich das Stillverhalten mal anschauen soll, grätscht er gleich rein und sagt, dass mit dem Stillen ja alles klappt. Er ist davon überzeugt dass ich genug Milch gebe, die kleine nimmt auch gut zu.

Generell liegt sie auf mir zum kuscheln und schreit nur, ich bekomme sie absolut nicht ruhig, dann lasse ich sie lieber im Stubenwagen schlafen, dann ist sie ruhig. Aber gebe ich ihr damit zu wenig Körpernähe ?
Wenn sie auf mir liegt kann ich irgendwie nichts mit ihr anfangen, keine Emotionen nichts.. ich denke nur darüber nach was ich alles machen könnte wenn sie jetzt im Stubenwagen liegen würde. Es ist furchtbar anstrengend solche Gedanken zu haben und es macht mich mehr als unglücklich.

Mittlerweile komme ich mir nur noch vor als wäre ich die "Zapfsäule" und "Wickelautomat", nicht mal ansatzweise das Gefühl Mutter zu sein.

Kennt jemand dieses Gefühl?


Hallo du Liebe,

fühl dich von Herzen umarmt und lass dir gesagt sein: DU BIST GENUG. Was du durchlebst, ist ein Zerren an dir und am Kind. Was du vermutlich am dringendsten lernen solltest, ist, eine kleine Liebesbubble um dich und dein Kind zu schließen, alles andere auszublenden und dann zu erfühlen, was sich richtig anfühlt. Du sollst natürlich weiterhin Warnungen zur Kenntnis nehmen und mit einbeziehen. Aber die Entscheidung für dich und dein Kind triffst DU! DU musst überzeugt sein, DU musst das Gefühl haben, dass es passt. Natürlich ist auch der Vater Elternteil des Kindes, aber es ist nicht sein Körper, der den Schmerz aushalten muss und Panik beim Aufwachen des Kindes entwickelt, weil er das Wachwerden des Babys mit Gefahr assoziiert.

Wenn du für dich zum Schluss kommst, dass Stillen einfach nicht passt, weil ihr gar nicht recht zueinander findet und du auch gerade die Kraft nicht aufbringen kannst, dann kannst du voller Gewissheit davon ausgehen, dass du in Deutschland hervorragende Pre-Produkte für Babys hast. Auch die nicht gestillten Babys wachsen zu gesunden Kindern heran. Was sie aber alle ganz, ganz dringend benötigen, ist eine möglichst fitte, sie liebende Mama.

Es gibt auch Stillberaterhebammen, die besonders geschult darin sind, Mamas beim Stillen zu unterstützen. Aber meine Erfahrung sagt, dass es nicht einfach ist, da so schnell ranzukommen. Es gibt auch viele Tipps und Möglichkeiten, wie man Schmerzen vermeiden kann. Aber nichts davon MUSS. Du darfst dich auch ohne schlechtes Gewissen dafür entscheiden abzustillen.

Alles Liebe für euch
Marie2010
1581 Beiträge
20.03.2026 18:36
Mir ging es damals ähnlich.
Es war ein täglicher Kampf. Im Krankenhaus kam mit jedem Schichtwechsel eine andere Hebamme, mit anderen Anweisung.
Zuhause hat es mich fertig gemacht. Es tat weh, das Kind wurde augenscheinlich nicht satt, ich habe das Muttersein gehasst.
Mein Mann hat dann immer mal angemerkt, dass Fläschchen geben nichts verwerfliches ist und es, auch für unsere Tochter, viel wichtiger ist, dass es mir gut geht.
Ich habe dann nach vier Wochen einen Schlussstrich gezogen und ab da gab es Fläschchen.
Es fiel eine Last von mir ab und ich blühte wieder auf.
Meine Tochter ist trotzdem groß geworden und Allergien hat sie bis jetzt auch keine.

Wenn du weiter stillen möchtest, lass dir von der Hebamme helfen. Egal, was dein Mann sagt.
Wenn du irgendwann an den Punkt kommst, an dem du nicht mehr kannst/willst, lass dir kein schlechtes Gewissen machen. Dein Kind wird auch mit Flaschennahrung groß und es sagt nichts über deine Mutterqualitäten aus. Und Nähe kann man auch beim Fläschchen geben geben.
Lovelymom3
237 Beiträge
20.03.2026 18:42
Zitat von 29_endomama:

Hallo Zusammen,

Ich frage mich wie man dem Druck von außen noch standhaft bleiben kann. Ich habe vor 9 Tagen eine Tochter zur Welt gebracht und es fällt mir alles unheimlich schwer.

Schon im Krankenhaus ging es darum, dass man stillen MUSS, es wurden mir keine Flaschen gegeben, sodass meine Tochter anfangs auch mal viele Stunden nichts getrunken hat. Mir wurde mit dem Stillen so viel Druck gemacht, dass ich alle 2 Stunden MUSS, meine Tochter dafür immer wecken muss und genau das habe ich nie hin bekommen, sie überhaupt wach zu bekommen und zu motivieren zu trinken. Der Biliwert war leider etwas erhöht, daher die Dringlichkeit, von der ich anfangs aber nichts wusste. Ich wurde zum abpumpen genötigt und anstatt dass man sich meine Sorgen und Wünsche anhört, hab ich immer mehr gelernt, dass ich nicht genug für meine Tochter bin.

Auch Kinderärzte bei Nachkontrollen haben mir immer wieder geraten, alle 2 Stunden zu stillen. Ständig bekommt man das Gefühl alles falsch zu machen, nicht im wohl des Kindes zu handeln. Das ganze geht soweit, dass ich jedesmal denke ob sie genug zu trinken bekommt oder ob es zu viel ist. Bei zu wenig kommen die Gedanken, dass ich selbst schuld bin wenn meine Tochter den Biliwert nicht runter bekommt, bei zu viel fühle ich mich schuldig wenn sie kotzt.

Stillen tut weh, jedes anlegen, jedes saugen/nuckeln, und generell das Gefühl der "vollen" Brüste. Ich kann und will das nichts mehr...

Ich hatte nach wenigen Tagen den Milcheinschuss aber alles tut trotzdem so furchtbar weh, ich versuche wirklich regelmäßig zu stillen, sie trinkt entweder nur wenige Minuten und schläft dann ein, oder sie trinkt so viel, dass sie schlimme Bauchweh bekommt.
Ich leg sie an, nach einer halben Stunde sind wir mit 20 mal einschlafen fertig. Und eine halbe stunde nachdem wir fertig sind sucht sie wieder. Warum? Was mache ich falsch? Muss ich dann erneut anlegen? Wieder diese schmerzen ertragen?

Mein Mann setzt mich enorm unter Druck, dass ich erneut und erneut anlegen soll, aber ich kann das nicht mehr, ich kann und will nicht ständig diese schmerzen haben müssen.
Wenn die Hebamme fragt ob sie sich das Stillverhalten mal anschauen soll, grätscht er gleich rein und sagt, dass mit dem Stillen ja alles klappt. Er ist davon überzeugt dass ich genug Milch gebe, die kleine nimmt auch gut zu.

Generell liegt sie auf mir zum kuscheln und schreit nur, ich bekomme sie absolut nicht ruhig, dann lasse ich sie lieber im Stubenwagen schlafen, dann ist sie ruhig. Aber gebe ich ihr damit zu wenig Körpernähe ?
Wenn sie auf mir liegt kann ich irgendwie nichts mit ihr anfangen, keine Emotionen nichts.. ich denke nur darüber nach was ich alles machen könnte wenn sie jetzt im Stubenwagen liegen würde. Es ist furchtbar anstrengend solche Gedanken zu haben und es macht mich mehr als unglücklich.

Mittlerweile komme ich mir nur noch vor als wäre ich die "Zapfsäule" und "Wickelautomat", nicht mal ansatzweise das Gefühl Mutter zu sein.

Kennt jemand dieses Gefühl?


Es wurde schon viel gutes gesagt, aber wenn du stillen willst lass dir von keinem reinreden und such dir eine kompetente Stillberaterin.

Möchtest du es nicht mehr Versuchen .. oder auch später nicht mehr ist es immer okay, denn es ist dein Körper und das es dir gut geht ist wichtig. Auch mit Flasche werden es tolle Kinder genauso wie es tolle mit stillen werden.

Sagt dir eine Langzeitstillmama, die sich da auch viel reingerede anhören darf wegen es reicht doch mal und so.

Bei Babys haben nämlich alle immer viel Meinung und du machst es sowieso immer verkehrt.
Trixi1987
7276 Beiträge
20.03.2026 19:18
Zitat von Marie2010:

Mir ging es damals ähnlich.
Es war ein täglicher Kampf. Im Krankenhaus kam mit jedem Schichtwechsel eine andere Hebamme, mit anderen Anweisung.
Zuhause hat es mich fertig gemacht. Es tat weh, das Kind wurde augenscheinlich nicht satt, ich habe das Muttersein gehasst.
Mein Mann hat dann immer mal angemerkt, dass Fläschchen geben nichts verwerfliches ist und es, auch für unsere Tochter, viel wichtiger ist, dass es mir gut geht.
Ich habe dann nach vier Wochen einen Schlussstrich gezogen und ab da gab es Fläschchen.
Es fiel eine Last von mir ab und ich blühte wieder auf.
Meine Tochter ist trotzdem groß geworden und Allergien hat sie bis jetzt auch keine.

Wenn du weiter stillen möchtest, lass dir von der Hebamme helfen. Egal, was dein Mann sagt.
Wenn du irgendwann an den Punkt kommst, an dem du nicht mehr kannst/willst, lass dir kein schlechtes Gewissen machen. Dein Kind wird auch mit Flaschennahrung groß und es sagt nichts über deine Mutterqualitäten aus. Und Nähe kann man auch beim Fläschchen geben geben.

Genau das habe ich auch durch. Nur, dass ich beim Kleinen schon im Krankenhaus 'aufgegeben' habe. Ich hatte das Kind an der Brust hängen und habe unter Tränen meinen Mann angerufen, dass ich das nicht kann. Er meinte sofort, dass es nicht schlimm ist und wir schon ein Kind mit Flasche groß bekommen haben.

@TS Lass dir da von deinem Mann nicht rein reden. Wenn du die Unterstützung der Hebamme möchtest und dass sie mal drauf schauen soll, dann lass dir von ihm da nicht rein reden.
Wenn er sich da ungefragt einmischt, darf er gerne draußen warten. Allerdings finde ich es an dieser Stelle auch das Verhalten der Hebi nicht richtig. Sie hätte nochmal nachfragen sollen, was du möchtest und sich da nicht mit der Antwort deines Mannes zufrieden geben.

Ich wünsche dir alles gute und fühl dich umarmt, wenn du möchtest
29_endomama
2 Beiträge
20.03.2026 19:31
Danke für euren ganzen lieben Worte, es hilft schon zu wissen, dass man mkt vielen Gedanken nicht alleine ist.

Wenn ich ihr eine Flasche gebe, übergibt sie sich danach halt total, bisher ist das immer so gewesen. Ich versuche wirklich langsam zu füttern, mache Pause, versuche Bäuerchen. Habe eine Saugergröße von S und trotzdem klappt es nicht. Wenn sie kotzt will sie danach natürlich gerade nochmal trinken. Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch tun soll und was richtig ist ?
FoxMami
3407 Beiträge
21.03.2026 01:08
Lass dich nicht fertig machen von den anderen. Mir ging es bei meiner Tochter so ähnlich damals. Ich hatte kaum Milch und gefühlt jeder wollte mir das Stillen und Pumpen anreden. Es ging die ersten Tage nur darum. Ich fand das so schlimm, dass ich dadurch die Zeit mit ihr nicht genießen konnte. Ich wurde richtig depressiv, Brust tat weh, ich bekam Fieber. Habe nur noch geweint, als die Zeit zum Anlegen oder Abpumpem kam. Eine Hebamme hatte ich leider nicht. Nach einem Monat hat mir der Kinderarzt gesagt, dass ich ruhig aufhören kann, wenn es weder mir, noch meiner Tochter gut geht damit.
Ab da gab ich die Pumpe in der Apotheke ab, habe komplett abgestillt und gab nur noch PRE Nahrung. Was soll ich sagen? Mir ging es dadurch so besser. Ich hatte keine Angst mehr vor diesen Stunden mit Anlegen oder Abpumpen. Meine Tochter wurde durch meine Ruhe auch ruhiger und zufriedener.
Beim zweitem Kind habe ich es direkt anders gemacht. Ich habe zwar versucht in Krankenhaus abzupumpen, aber als ich merkte, dass da anstatt wenig einfach nur nichts kam, habe ich aufgehört. Den Schwestern habe ich irgendwann mal gelogen, dass ich alle 2-3 Stunden abpumpe und nahm mir PRE aus dem Wickelzimmer. Ich glücklich, Kind glücklich. Meine Hebamme hat mich dabei unterstützt.
janinja
374 Beiträge
22.03.2026 08:17
Zitat von 29_endomama:

Danke für euren ganzen lieben Worte, es hilft schon zu wissen, dass man mkt vielen Gedanken nicht alleine ist.

Wenn ich ihr eine Flasche gebe, übergibt sie sich danach halt total, bisher ist das immer so gewesen. Ich versuche wirklich langsam zu füttern, mache Pause, versuche Bäuerchen. Habe eine Saugergröße von S und trotzdem klappt es nicht. Wenn sie kotzt will sie danach natürlich gerade nochmal trinken. Ich weiß einfach nicht mehr was ich noch tun soll und was richtig ist ?


Ein bisschen Spucken ist völlig normal. Es sieht auch oft nach mehr aus als es wirklich ist. Deshalb wäre es super wichtig, dass die Hebi mal draufschaut. Die Hebi ist außerdem auch für DICH da, nicht nur für‘s Baby.
Wenn deine Brustwarzen, Brüste oder das Anlegen weh tun, gibt es ganz viel, was man machen kann für dich, damit es dir besser geht. Eine Stillberaterin wäre auch möglich.
Wenn die Kleine ruhig im Stubenwagen schläft, dann ist das doch super! Du kannst sie so oft ablegen, wie du willst, wenn sie das toleriert. Du kuschelst allein beim Stillen genug mit ihr. Ansonsten, ja, wenn sie sucht, würde ich sie anlegen. In Schubphasen wollen sie ein paar Tage lang sehr viel Trinken. Deine Milchzusammensetzung passt sich dann automatisch an und dann ist es auch wieder etwas ruhiger (bis zum nächsten Schub).
Sei selber nicht so hart zu dir und lass deinen Mann Aufgaben wie Wickeln, Kuscheln, Einkaufen, Essen kochen und Haushalt übernehmen. Und sprich ruhig mal alleine mit der Hebi, wenn es um deine Themen geht. Es wird alles werden - die Mutterliebe kommt irgendwann, manchmal sofort,
manchmal nach Tagen. Manchmal dauert es Wochen oder Monate – auch das ist völlig normal.

Alles Gute für euch
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