Mütter- und Schwangerenforum

Isst/Trinkt mein Baby 9 Monate alt zu viel?

Kady8
47 Beiträge
18.01.2015 16:59
Hallo liebe Mamis,

mein Sohn ist 9 Monate alt und hatte schon immer relativ viel Appetit. Ich bin aber seit der Beikosteinführung wirklich unsicher geworden, ob er nicht zuviel zu sich nimmt.

Unser Tag sieht etwa so aus:
08.30: 1 Flasche 1er Milch
11.00: 1 Flasche 1er Milch (anschließend Mittagsschlaf)
14.00: 1/2 Portion Gemüsebrei (mehr verweigert er), ca. 100g Obst als Nachtisch
16.00: Obst-Getreidebrei
18.30: Gute Nacht Milchbrei (Entweder Grieß oder Hafer)
19.30: 1 Flasche 1er Milch

Ich bin besonders Abends verunsichert, weil er den Milchbrei komplett isst und nur eine Stunde später noch ne ganze Flasche Milch trinkt...

Ist das zuviel?

Liebe Grüße
shelyra
69259 Beiträge
18.01.2015 17:07
dein kind holt sich das was es braucht. hab etwas vertrauen in deinen kleinen, die wissen in diesem alter eigentlich recht gut wieviel sie benötigen.

für mich hört sihc das ganz normal an was dein kleiner zu sich nimmt
Mel-Ann
5658 Beiträge
18.01.2015 20:08
Solange Du den Kleenen nicht mit Zuckerzeug vollfütterst (was Du ja nicht tust) kannst Du Dich darauf verlassen, dass er sich nimmt, was er braucht, und nicht mehr. Kinder haben dafür ein sehr gutes Gespühr. Und so ein bisschen GEmüse z.B., da steckt ja nicht viel drin.
Kriegt er denn auch Wasser zu trinken? Weil das auf der Liste fehlt? Also nicht nur Milch gegen den Durst? Sobald es Brei gibt, würde ich auch Wasser dazu stellen (was Du vermutlich eh tust, fällt mir nur so ein).
Hat er denn BAuchweh oder ist er übermäßig dick oder wieso machst Du Dir Sorgen?
Marzipan
3787 Beiträge
18.01.2015 22:56
für mich klingt es nicht als würde er zuviel essen. ich denke auch er holt sich was er braucht. aber wenn du dir wirklich sorgen machst, dass es zuviel sein könnte, dann versuch doch langsam auf "normales" essen umzustellen. sprich dass du nicht mehr soviel brei gibst sondern halt das was ihr esst einfach in kleinen stücken, so dass er es zermantschen kann im mund. dann ist er etwas länger beschäftigt beim essen und hat demnach auch früher ein völlegefühl.

meiner ist jetzt dann bald 11 monate alt und verweigert seit über 2 monaten brei^^ es muss das gleiche sein wie wir haben (halt einfach jenachdem anders, bzw fast nicht gewürzt) ansonsten verweigert er das essen.

ich schätze mal deiner kann sicher krabbeln oder vielleicht schon aufstehen? ist er sehr aktiv? dann verbrennt er das ganze so oder so das ganze entdecken braucht viiiiiel energie
Kady8
47 Beiträge
24.01.2015 13:20
Ja, Wasser biete ich ihm immer an. Trinkt er auch gerne.

Auf normales Essen umzustellen, gestaltet sich derzeit etwas schwierig, weil ich selbst kaum zum essen komme bzw. nicht zum kochen. Esse daher selbst immer nur zwischendurch Kleinigkeiten, aber meistens nix übermäßig gesundes

Er ist schon relativ schwer, aber das war er schon immer.
Mel-Ann
5658 Beiträge
24.01.2015 13:28
Schade. Die Idee ist eigentlich gut. So in 1-2 Monaten spätestens sollte er schon langsam anfangen, am Familientisch mitzuessen. Da solltet ihr halt schon überlegen, welches Essverhalten und welche Essgewohnheiten und -regeln in eurer Familie herrschen sollen. Keiner kocht und alle essen zwischendurch irgendwas ist da glaube ich nicht so günstigste Variante. Ich bin auch berufstätig und schaffe es nicht immer, toll zu kochen.
Aber ein Beutel Tiefkühlgemüse in die Pfanne hauen und ein paar Nudeln dazu zu kochen, vielleicht noch was Tomatenpüree oder so drüber zu kippen sollte doch echt auch im Alltagsstress drin sein. Dauert keine 15 Minuten.
Und abends einfach Brot, Butter, Käse und bisschen was frisches (Tomate, Gurke, Kohlrabi, Paprika, Möhren z.B., also jetzt nicht immer alles, aber jeden Tag mal was) auf den Tisch zu stellen, ist ja auch keine Arbeit. Mir ist das schon wichtig, dass wir zu den Mahlzeiten zusammen am Tisch sitzen.
Kady8
47 Beiträge
24.01.2015 16:23
@Mel-Ann,
ja, ich muss dringend mal kochen lernen. Ist eben auch so ne verzwickte Sache. Bin übrigens alleinerziehend, daher ist der Kleine ja auch so auf mich angewiesen. Hab seit kurzem eine Leih-Oma, werde sie mal drauf ansprechen ob sie mich beim Kochen lernen etwas unter die Arme greifen könnte. Sie gibt nämlich Kochkurse, hat sie mir kürzlich erzählt.

Was darf er denn schon so essen? Er hat inzwischen 2 Zähne. Hab ihm auch mal etwas Brot angeboten, da lutscht er auch gerne dran, aber manchmal muss ich ihm größere Stücke wieder aus dem Mund fischen...
Mel-Ann
5658 Beiträge
24.01.2015 17:49
Also wie gesagt, meiner hat so mit 10 Monaten ganz normal bei uns am Tisch mitgegessen. Mit Ausnahmen natürlich, sprich kein Salz, nur 1 Ei die Woche, erstmal nix Süßes.
Er hat Brot gegessen (am besten Vollkorn, das klebt nicht so am Gaumen wie weißes), Käsestücke, Obst, ganz weich gekochtes Gemüse (Möhren, Brokkoli...), Kartoffeln, Nudeln... was man halt so isst. Natürlich nicht von jetzt auf gleich alle Mahlzeiten, aber immer weniger Brei und Co und immer mehr "normal".
Kochen ist doch nicht schwer! Kauf Dir ein Kochbuch und leg los! Muss doch kein 5-Sterne-Menü werden. Ein paar Kartoffeln kochen und ein Ei drüber hauen, dazu ein paar gedünstete Möhrenstücke...
Tiefkühlspinat mit zerquetschten Kartoffeln und einem Stückchen Fisch...
Ein paar Nudeln mit ein bisschen Tomatensoße...
Da gibt es so viele ganz simple Sachen, die wenig Zeit, wenig Geld und wenig Können erfordern. Und trotzdem vernünftig sind.

Ich fand das Buch "Die besten Gerichte für ihr Kleinkind" ziemlich gut, danach koche ich immer noch sehr gerne. Aber frag doch ruhig Deine Leihoma, vielleicht hilft sie Dir, ein paar ganz einfache Sachen zu lernen für den Anfang.

Und wie gesagt, ein paar Nudeln/ Kartoffeln/ Reis und ein Beutel TK-Gemüse, das geht immer und ist trotzdem vernünftig. Dafür muss man nicht viel mehr können als den Herd an und aus machen. Gibt so vegetarische Gemüsebällchen, die hat mein Sohn immer geliebt. Oder so Mini-Frikadellen ab und zu. Oder 1x die Woche ein Spiegelei über die Nudeln. Oder ein kleines Stück Fisch, schön zerdrückt, damit keine Gräten drin sind.
Und dann schaust Du einfach mal, was den Kleinen davon reizt und lässt ihn (zusätzlich zum Brei) einfach mal greifen, matschen, austesten. Ich hab meinem immer so bunte Brettchen gemacht, z.B. ein Vollkorntoast-Würfel mit Frischkäse, was von unserem Mittag, wie zwei-drei Nudeln, eine ganz weich gekochte Möhre oder ein Kartoffelwürfel, ein Stück Banane und ein Stück Apfel. Sowas halt.
Man hat das GEfühl, sie essen nicht viel davon, da wird hier mal dran genagt und da mal dran gelutscht und der Rest malerisch im Raum verteilt, aber es macht ihnen irre Spaß und sie lernen es einfach mal kennen.
Zwei Monate später essen sie dann schon richtig mit.

Aber schau einfach auch auf die Signale Deines Kindes, meiner wollte schon unheimlich früh Beikost und auch schon sehr früh bei uns mitessen. Andere Kinder brauchen länger ihren Brei.

Ach so, sitzt er schon? Dann kann man ihm super das Stühlchen (in ganz sicherem Abstand!) neben die Kochzeile stellen, ihm auch mal einen Plastiklöffel, einen Schneebesen oder ähnliches geben und ihn beim Kochen zusehen lassen. Dabei immer erzählen, was man macht, und immer mal was neues in die Hand drücken. Das hält bei Laune.

Denk dran, mit Deinem Koch- und Essverhalten prägst Du das Deines Kindes für ein ganzes Leben.
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