Mütter- und Schwangerenforum

Kein Milcheinschuss bei PCO - Stillberaterin hier?

Mommy_CIA
44 Beiträge
09.06.2024 07:56
Hallo

Bei mir ist es zwar noch lange nicht so weit, aber ich mache mir Gedanken. Ich konnte keines meiner 3 Kinder stillen, weil ich nie einen Milcheinschuss hatte. Mein Sohn wurde ständig angelegt, aber aber es kam einfach nix bzw nur paar Tröpfchen. Ich hatte auch eine Stillberaterin, das ist nun 7 Jahre her. Bei meiner Tochter 2019 klappte es ebenfalls nicht, kein Milcheinschuss.

Ich habe die Diagnose PCO, Schilddrüsenunterfunktion und weiß, dass ich zuviele männliche Hormone habe, was sich leider durch unerwünschten starken Haarwuchs auch deutlich zeigt

Hatte hier eine Mama auch Probleme beim Stillen und hat ähnliche Diagnosen? Kann man es trotzdem schaffen zu stillen? Durch Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel? Ich weiß, es gibt z.b. Domperidon, Bockshornklee, Stilltees. Bis auf Domperidon hatte ich alles.

Vielleicht gibt es ja eine Stillberaterin hier, die die Frage beantworten kann. Oder gehöre ich tatsächlich zu den sehr wenigen Frauen, die leider nicht stillen KÖNNEN?

Ich hoffe, mir kann jemand helfen
  • Ich habe PCO mit zu vielen männlichen Hormonen und konnte (Voll) Stillen   7 Stimmen

  • Ich habe PCO mit zu vielen männlichen Hormonen und konnte NICHT stillen   3 Stimmen

Anzahl der Teilnehmer:
10

FrauFloh
85 Beiträge
09.06.2024 20:12
Hallo

Ich bin zwar selbst nicht betroffen und weiß nicht, ob dir das hilft, aber meine Schwägerin hat PCO und konnte die ersten Monate normal stillen. Dass sie dann aufgehört hat, hatte andere Gründe
Dream1992
1820 Beiträge
10.06.2024 19:43
Hey
Da möchte ich dir doch mal gerne meine Stillgeschichte erzählen um dir etwas Mut zu machen.
Ich habe ebenfalls Schilddrüsenunterfunktion, Endometriose und PCO.
Bin nur durch eine künstliche Befruchtung schwanger geworden und konnte ebenfalls erstmal nicht stillen.
Nach der Geburt war erstmal Milch (Kolostrum) vorhanden, als das leergetrunken war, kam aber kein Nachschub (Hatte eine sehr schwierige Geburt, viel Blutverlust und Corona). Es kam also irgendwie alles zusammen und wir mussten richtig hart kämpfen um von der Flasche weg zum Vollstillen zu kommen.

Was ich getan habe:
Jeden Tag ein alkoholfreies Weizenbier getrunken (Mit Bananenmilch, da es mir sonst nicht schmeckt, kann man aber weglassen)
Und ansonsten keinerlei Hilsmittel eingenommen. Ob das Weizenbier überhaupt hilft oder nur für meinen Kopf war weiß ich nicht.

Was ich aber kontinuierlich gemacht habe und das war das extrem schwierige war ALLE 2 Stunden, Tag UND Nacht abzupumpen.
Wie ich das gemacht habe:
Kind auf eine Seite angelegt, 20 Minuten nuckeln lassen.
Wenn sie noch Kraft hatte die andere Seite hinterher (Hatte sie aber fast nie)
Danach hat der Papa das Kind mit Flasche gefüttert (Weil es bei mir zwar genuckelt hat aber nichts kam) und ich dann je Seite 20 Minuten gepumpt.
Mir wurde da eine von der Apotheke verschrieben.
Anfangs war nach 20 Minuten in beiden Gefäßen genau so viel: NICHTS:
Es kam einfach nur Luft. Und es war MEGA frustrierend.
Dann hat das Baby geschlafen und wir haben die Flaschen sauber gemacht, Pumpe gereinigt etc.pp und haben uns dann auch Schlafen gelegt.
Der nächste Wecker klingelte dann aber nicht in 2 Stunden, sondern eben in 2 Stunden minus die Zeit die der ganze Vorgang gedauert hatte.

Also Beispiel: 1 Uhr Wecker, Stillen, Füttern, Abpumpen, Reinigen (Hat z.B. 50 Minuten gedauert, also war es 1:50 Uhr als wir wieder ins Bett gingen), der nächste Wecker klingelte aber um 3 Uhr. (Also 2 Stunden nach dem letzten) Also 1:15 Uhr Schlaf. Naja, falls man direkt eingeschlafen ist. Ich hatte noch zusätzlich den Babyblues und lag wach, aber todmüde im Bett und hab geheult.. -.-

Wäre mein Mann nicht den ersten Monat in Elternzeit Daheim gewesen hätte ich das so NIEMALS durchgehalten. Es war EXTREM schwer.
ABER: Nach 3,5 Wochen, bekam sie nie wieder eine Flasche. Sie wurde bis zum 20. Monat voll gestillt und ich bin so so so froh, dass ich das damals durchgezogen habe

Die ersten Tage kam beim Abpumpen einfach nichts. Aber so ungefähr am 4. oder 5. Tag hatte ich 4-5 Tropfen. 4 Tage später schon die ersten "messbaren" milliliter. Danach wurde es stetig mehr.
Aber: Beim Abpumpen wurde es dann irgendwann nicht mehr mehr.
Ich bin so bei 80-100ml (beide Seiten zusammengerechnet) stecken geblieben. Und dann hat mir mein Bauchgefühl gesagt, ich muss sie jetzt Vollstillen, damit sie den Rest "anregt".
Denn Kinder regulieren ja dann die Milchmenge und die Emotionen und der Speichel etc.pp regt das ja alles an. Viel effektiver als Pumpen.

Und so kam es, dass wir nach 3 Wochen die Flaschen komplett weglassen konnten und sie "satt" wurde. Natürlich war sie trotzdem dauernd an der Brust und auch Abends gab es gerne mal 2 Stunden dauernuckeln. Aber ich habe viel darüber gelesen, dass es nicht damit zusammenhängt, ob sie satt sind oder nicht, sondern den Tag verarbeiten. Und da braucht sie noch heute extreme Co-Regulation.

DU schaffst das!
Sumsislaw
1708 Beiträge
10.06.2024 20:40
Ich hab zwar kein PCI (zumindest nichts diagnostiziertes) aber ich hatte beim ersten Kind auch keinen Milcheinschuss. Nichts, nada. Nichts hat geholfen.
Beim zweiten Mal hatte ich mich auch wieder drauf eingestellt und am Tag nach der Entbindung (Kaiserschnitt) sind meine Brüste quasi explodiert. Kann also durchaus funktionieren, auch wenn es früher nicht geklappt hat
Viel Glück
Mommy_CIA
44 Beiträge
12.06.2024 21:03
Vielen vielen Dank für eure Antworten! Das hilft mir sehr! So kann ich es auf mich zukommen lassen und einfach nochmal versuchen. Positiv gestimmt sein. Danke
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