Mütter- und Schwangerenforum

Arbeit/Umzug/Arbeitsverbot

mo_whatever
6 Beiträge
11.05.2024 16:53
Hallo ihr lieben,

ich frage mich gerade wie es ablaufen würde.
Wir setzten bald fleißig Herzen und da ich im Medizinbereich arbeite, würde ich sofort ein Arbeitsverbot bekommen.
Kann ich, falls ich schwanger werden würde umziehen und meine jetzige "Arbeit" behalten, wenn diese ca 2 Std. entfernt ist oder geht das nicht?
Ansonsten müsste ich halt vorher umziehen und mir was neues suchen, jedoch würde dann ja die Probezeit einfach auslaufen und ich wäre dann ja quasi arbeitslos......
Es geht natürlich um meine/unsere Absicherung und dem finanziellen Aspekt ??‍♀️
Ronja2014
1183 Beiträge
11.05.2024 18:24
Falls du dir einen neuen Job suchst dann kannst du in der Probezeit nicht gekündigt werden wenn du schwanger bist .

Zu dem anderen Thema kann ich nichts sagen aber wüsste nicht was dagegen sprechen sollte wenn du eh im beschäftigungsverbot bist dann ist es ja egal wie weit weg der Arbeitgeber ist .
Raspberry
705 Beiträge
11.05.2024 18:28
Wüsste nicht warum das ein Problem sein sollte.
Letztlich wäre es ja deine eigene Entscheidung wie weit dein Arbeitsweg ist.
Gibt ja einige die sehr lange Fahrtwege auf sich nehmen oder sogar in der Woche woanders wohnen.
Letztlich kann er sich dann vll denkend dass du bei zwei Stunden nach der Elternzeit nicht zurück kehren wirst, ist aber ja im Prinzip für ihn egal, weil er deine Stelle eh ersetzen muss.
Liebe Grüße und viel Erfolg beim herzeln
Chrysopelea
14675 Beiträge
11.05.2024 19:16
Zitat von Ronja2014:

Falls du dir einen neuen Job suchst dann kannst du in der Probezeit nicht gekündigt werden wenn du schwanger bist .

Zu dem anderen Thema kann ich nichts sagen aber wüsste nicht was dagegen sprechen sollte wenn du eh im beschäftigungsverbot bist dann ist es ja egal wie weit weg der Arbeitgeber ist .


Außer sie bekommt für die Probezeit einen extra Vertrag. Hab ich schon gehabt, erst befristet ein paar Monate und dann ein Anschlussvertrag, da bringt einem der Kündigungsschutz natürlich nichts. Aber die Fahrstrecke dürfte egal sein, die liegt in deiner Verantwortung. Wird übrigens auch nicht im Mutterschutzgesetz geregelt. Dort ist ja festgelegt wie viel schwangere täglich dienstlich Auto fahren dürfen, aber wenn du diese Zeit mit dem Arbeitsweg überschreitest, ist egal. Ich würde wohl für die Schwangerschaft beim alten Arbeitgeber bleiben und in der Elternzeit etwas neues suchen.
DieOhneNamen
28940 Beiträge
11.05.2024 19:41
Hallo.

Zuerst einmal kurz zum Wortlaut.
Du bekämst ein Beschäftigungsverbot und kein Arbeits -/Berufsverbot. Das ist rechtlich ein riesiger Unterschied.

Solange du pünktlich und zuverlässig zur Arbeit erscheinst,wird es deinem Ag egal sein, wielange deine Fahrzeit ist.

Lg
mo_whatever
6 Beiträge
11.05.2024 19:58
Ja genau ich meinte ja ein Beschaftigungsverbot, hatte ich in der ersten Schwangerschaft ja auch....

Ja gut, denken können Sie sich das ich nicht wiederkomme, aber okay, wenn es prinzipiell möglich wäre, ist meine Frage ja quasi beantwortet.

Danke

Und klar, man hat ja überall eine Probezeit von meist 6 Monaten und dann würde der Vertrag doch auslaufen, wobei das ja auch quasi eine Kündigung wäre oder nicht, ich Blicke nicht durch ?
NochOhne32
17897 Beiträge
11.05.2024 20:29
Zitat von mo_whatever:

Ja genau ich meinte ja ein Beschaftigungsverbot, hatte ich in der ersten Schwangerschaft ja auch....

Ja gut, denken können Sie sich das ich nicht wiederkomme, aber okay, wenn es prinzipiell möglich wäre, ist meine Frage ja quasi beantwortet.

Danke

Und klar, man hat ja überall eine Probezeit von meist 6 Monaten und dann würde der Vertrag doch auslaufen, wobei das ja auch quasi eine Kündigung wäre oder nicht, ich Blicke nicht durch ?


Es gibt unterschiedliche Verträge.

Einmal kannst du z.b. sofort einen unbefristeten AV mit 6 monatiger Probezeit bekommen.

Dann gibt es den, bei dem man für die 6 Monate Probezeit einen separaten Vertrag bekommt und anschließend den unbefristeten.

Es gibt auch Jahresverträge in denen eben die ersten 6 Monate Probezeit sind.

Wobei eine Probezeit von 6 Monaten nicht zwingend eingehalten werden muss.

Bei den befristeten Verträgen können beide Seiten den Vertrag einfach auslaufen lassen, das bedarf keiner Kündigung.

Wichtig bei befristeten Verträgen ist zu wissen, dass man sich 3 Monate vor Ende beim Jobcenter melden muss.
EmMi1415
882 Beiträge
11.05.2024 21:05
Zitat von mo_whatever:

Hallo ihr lieben,

ich frage mich gerade wie es ablaufen würde.
Wir setzten bald fleißig Herzen und da ich im Medizinbereich arbeite, würde ich sofort ein Arbeitsverbot bekommen.
Kann ich, falls ich schwanger werden würde umziehen und meine jetzige "Arbeit" behalten, wenn diese ca 2 Std. entfernt ist oder geht das nicht?
Ansonsten müsste ich halt vorher umziehen und mir was neues suchen, jedoch würde dann ja die Probezeit einfach auslaufen und ich wäre dann ja quasi arbeitslos......
Es geht natürlich um meine/unsere Absicherung und dem finanziellen Aspekt ??‍♀️


Wieso bekommst du gleich Beschäftigungsverbot?
Wo bist du denn tätig
mo_whatever
6 Beiträge
12.05.2024 09:39
In der Altenpflege und auch aufgrund meines Alters und da doch ein Risiko besteht würde ich es bekommen. Hatte mir meine Ärztin bereits mitgeteilt.
EmMi1415
882 Beiträge
12.05.2024 11:45
Okay
Ich arbeite auch im medizinischen Bereich und wunderte mich deswegen ein wenig
Normalerweise musste der Arbeitgeber nur dafür sorgen, dass du kein Patienten Kontakt hast
Sprich Aktenpflege etc
Sarah2022
2464 Beiträge
12.05.2024 12:41
Zitat von mo_whatever:

In der Altenpflege und auch aufgrund meines Alters und da doch ein Risiko besteht würde ich es bekommen. Hatte mir meine Ärztin bereits mitgeteilt.
Das bedeutet aber nur, dass du nicht direkt in der Pflege eingesetzt werden darfst. Je nachdem, welche Tätigkeiten dir verboten werden, kann dich dein Arbeitgeber in anderen Bereichen einsetzen. Beispielsweise an der Pforte, beim Organisieren von Festen oder im Bereich Büro / Akten / Abrechnung u. a. m.
Das ist der Unterschied zur Krankmeldung.
Wenn du dann 2 Stunden Fahrzeit hast und dein Arbeitgeber dich plötzlich für eine der anderen Tätigkeiten braucht, dann musst du trotzdem kommen.
DieOhneNamen
28940 Beiträge
12.05.2024 15:37
Also ich wurde auch immer so ziemlich direkt ins BV geschickt.

Einmal war ich in der ambulanten Pflege,dann im Dauernachtdienst in der stationären Pflege und zuletzt in der Betreuung für Menschen mit Behinderungen.

Das kann schon sein.
Sarah2022
2464 Beiträge
12.05.2024 16:17
Zitat von DieOhneNamen:

Also ich wurde auch immer so ziemlich direkt ins BV geschickt.

Einmal war ich in der ambulanten Pflege,dann im Dauernachtdienst in der stationären Pflege und zuletzt in der Betreuung für Menschen mit Behinderungen.

Das kann schon sein.
Die meisten Menschen aus der Pflege dürfen bei einem Beschäftigungsverbot zu Hause bleiben. Aber man weiß es hakt nie. Ich kenne eine werdende Mama, die kam durch das Beschäftigungsverbot an die Pforte des Krankenhauses (die hatten dort durchgehend alle Schwangeren und niemand anderes mehr) und eine andere hat alles Mögliche organisieren müssen, was im Pflegeheim so anfiel: Ausflüge, Feste etc.

Also man kann halt nie sicher sein, dass man die ganze Zeit zu Hause bleiben kann. Mal ist es so und mal nicht. Und wenn man dann 2 Std. entfernt wohnt, muss man ggf. zur Arbeit kommen und dafür tgl. 4 Stunden fahren. Ich glaube, der Arbeitgeber kann einem auch erst zu Hause lassen und dann nach ein paar Wochen doch noch seine Meinung ändern und die Schwangere zur Arbeit verpflichten.

Ich habe es bei meiner großen Tochter so gemacht, dass ich meinen Urlaub gespart habe und dann erst umgezogen bin, als ich durch den Urlaub und den nachfolgenden Mutterschutz ganz sicher frei hatte.
Ronja2014
1183 Beiträge
12.05.2024 18:48
Sie hat ja gesagt sie würde das BV von ihrer Ärztin bekommen aufgrund einiger Risikofaktoren. Somit ist der Punkt das sie dann arbeiten muss ja raus und muss sie sich keinen Kopf drum zerbrechen .
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