Mütter- und Schwangerenforum

Medikamente in der Schwangerschaft und Hibbelzeit

Kieba
490 Beiträge
08.09.2011 11:22
Hallo liebe Hibblerinnen,

habt ihr Erfahrung mit Medikamenten in der SS gemacht? Besonders im Bezug auf Antidepressiva und den Auswirkungen aufs schwanger werden und in der Schwangerschaft?

Lakritzschnecke
107 Beiträge
08.09.2011 11:42
Zitat von Kieba:

Hallo liebe Hibblerinnen,

habt ihr Erfahrung mit Medikamenten in der SS gemacht? Besonders im Bezug auf Antidepressiva und den Auswirkungen aufs schwanger werden und in der Schwangerschaft?



Hallo,

was nimms du denn ein?
Kieba
490 Beiträge
08.09.2011 11:51
Garnichts. Aber möglicherweise wieder Fluoxetin.
Lakritzschnecke
107 Beiträge
08.09.2011 12:06
Da Fluoxetin u.a. Auswirkungen auf das Herz und diverse Organe haben kann, würde ich dir anraten, das genau mit deinem Arzt zu besprechen. Wenn du bereits solche Depressionen hast, die dich dazu bringen, Medis einnehmen zu wollen/zu müssen, würde ich dir auch von einer Schwangerschaft abraten.
Mag hart klingen, aber wenn du mit dir selbst schpon nicht "im Reinen" bist, wird das ein Kind mit Sicherheit nicht lösen können. Es werden noch viel mehr Aufgaben und eine riesen Verantwortung auf dich zukommen.
Ich finde, Fluoxetin ist bereits ein ziemlicher Hammer und mir wäre das Risiko viel zu groß.
Jess87
2104 Beiträge
08.09.2011 12:40
ich habe medis genommen während der ss. gegen epilepsie und bluthochdruck
Kieba
490 Beiträge
08.09.2011 13:06
Und hast du irgendwelche Nebenwirkungen gehabt fürs Kind?
daggys17
627 Beiträge
08.09.2011 13:27
Das ist ein sehr schwieriges Thema! Ich kann dir die Embrytox Seite empfehlen. Dort gibt es für alle möglichen Medikamente Risikoeinschätzungen während der Schwangerschaft. Leider wissen selbst viele Ärzte nicht, was das Beste ist. Ich würde aber auf alle Fälle mit dem Hausarzt/Frauenarzt/Psychologen darüber reden. Das Problem ist ja, das Antidepressiva nicht mal eben eine Woche lang eingenommen werden, sondern langfristig. Es gibt aber definitiv welche, die auch in der Schwangerschaft genommen werden dürfen. Nur kurz vor der Geburt sollte man sie wohl absetzen, weil die Kinder sonst Absetzungserscheinungen bekommen.

Meine Erfahrung dazu: Ich war vor Jahren depressiv und habe Citalopram bekommen. Nun bin ich Mitte Dreißig, versuche seit 2,5 Jahren schwanger zu werden, hatte eine Fehlgeburt, einen stressigen Job,... Mir ist schon länger klar, dass die Depression wieder da ist. Ich habe in der KiWu nachgefragt, ob ich Citalopram nehmen darf. Die fanden das nicht so toll, meinten aber, solange wir keine KiWu-Therapie machen (also nur untersuchen), sollte ich es nehmen. Mein Hausarzt wollte, dass ich in der KiWu nachfrage, ob sich Auswirkungen auf die Hormone ergeben (können wohl die Schilddrüsenhormone beeinflussen). Jedenfalls nehme ich seit 3 Wochen wieder Citalopram. Bei uns wurden keine gravierende Störungen der Fruchtbarkeit festgestellt (nur ein eingeschränktes Spermiogramm). Grundsätzlich kann es also bei uns klappen (hat es ja auch schonmal, nur wollte das Krümelchen nicht bleiben). Und wir verhüten nicht. Aber ich hibbel auch nicht mehr aktiv. Entweder es klappt oder nicht. Ich glaube, dass die Depression alleine vielleicht auch Grund ist, dass es bislang nicht geklappt hat.
Lakritzschnecke
107 Beiträge
08.09.2011 17:19
Trotzdem mal die Frage: Wieso wollt ihr Kinder in die Welt setzen, wenn ihr depressiv seid? Und dann auch noch Tabletten dagegen nehmen (was zeigt,dass es ziemlich ernst ist) und auf´s Spiel setzen, dass das Kind in einer Fehlgeburt endet, mit einem Herzfehler geboren wird oder sonstige behinderungen hat?
Das löst doch keine Probleme! Das schafft nur zusätzliche!
Bei einer bestehenden Erkrankung, wie Diabetes, Epilepsie,etc. ist das etwas anderes meiner Meinung nach. Das sind Krankheiten, die sehr heftig sind und auch das Leben beeinflussen, aber man ist dadurch nicht zwangsläufig überfordert und seelisch am Ende. Mit einer guten ärztlichen Überwachung machbar, aber psychische Erkrankungen, die dazu zwingen, Medis zu nehmen (die man sonst nie bräuchte) halte ich im Zusammenhang mit Kinderkriegen für keine gute Ausgangsposition!
Bommel
2390 Beiträge
08.09.2011 17:52
hallo mädels
kann nur abraten (und jeder arzt würde das auch tun ), schwanger zu werden während man antidepressiva nimmt ich habe bis vor einer ganzen weile auch welche genommen und habe sie in zusammenarbeit und absprache mit hausärztin und therapeut langsam ausschleichen lassen. das dauert eine weile und das soll es auch, um keine entzugserscheinungen (absturz) zu bekommen. mir geht es jetzt sehr gut und ich bereue auch, dass ich mir die dinger hab so lange verschreiben lassen. im rückblick haben die mich nur müde und gleichgültig gemacht. jetzt ohne alle medis (antidepris + blutdrucksenker) gehts mir viel besser. deswegen ist auch jetzt (auch nach meinung von meinen drei ärzten) der richtige zeitpunkt an einem baby zu arbeiten. mir wurde auch gesagt, dass es die hoffnung gibt, dass eine schwangerschaft wie ein natürliches antidepressiva wirkt. aber ich kann deinen seelischen zustand nicht beurteilen - auf jeden fall musst du definitiv auf dem weg der besserung sein. hast du einen arzt, mit dem du das besprechen kannst? bei blutdrucksenkern weiß ich, dass man ein oder zwei mittel während der ss nehmen kann. aber da kommt es auch auf den körper an, d.h. die ss kann den blutdruck auch einpegeln darauf hoffe ich ein bisschen, aber er ist auch so im guten bereich.
lg, bommel
Bommel
2390 Beiträge
08.09.2011 17:57
@daggys17: hab jetzt erst noch entdeckt, dass du citalopram einnimmst... das habe ich auch genommen und davon weiß ich 1000%, dass du es NICHT nehmen darfst! damit riskierst du geradezu eine FG.
lg, bommel
p.s. bitte rede lieber noch mal mit deinem arzt, der die die medis verschreibt. wie sind die prognosen, dass du die medis nicht mehr brauchst?
Kieba
490 Beiträge
08.09.2011 18:09
Ich denke auch, dass man kein Kind in die Welt setzen sollte, wenn man nichtmal mit sich selber klar kommt.
(War auch eher mal so allgemein daran interessiert. Hab vor vielen Jahren Antidepressiva genommen. Aber das ist inzwischen doch über 3 Jahre her. Also alles raus aus dem Körper.)

Allerdings können Depressionen ja auch z.B. eine Schwangerschaft verhindern.

Die Schwangerschaft als natürliches Antidepressivum ist mir neu.
Aber kann ich mir sehr gut vorstellen. Allerdings auch ins Negative. Ist ja doch eine Umstellung.
Bommel
2390 Beiträge
08.09.2011 19:28
huhu
ich kann mir gut vorstellen, dass eine ss sich durch die hormonumstellung positiv auf die depris auswirkt. hab eine freundin, die depressiv ist und ihre ss war die glücklichste zeit seit langem. davor und auch danach ist sie abgerutscht in die depris. ich denke negativ könnte es nach der geburt werden, d.h. wochenbettdepression und dass man sich halt überfordert fühlt - aber das passiert auch frauen, die noch nichts mit depris zu tun hatten vorher. von frau zu frau unterschiedlich.
lg, bommel
Jess87
2104 Beiträge
09.09.2011 07:46
Zitat von Kieba:

Und hast du irgendwelche Nebenwirkungen gehabt fürs Kind?


klar wurden bestimmte untersuchungen durchgeführt. ob meine tochter zb behindert ist (fehlbildungen/trisomie 21 etc). war alles nicht der fall und somit haben wir eine gesunde tochter zur welt gebracht, allerdings per kaiserschnitt ( das aber wiederrum, wegen der epilepsie). aber mein mann und ich wissen für uns, dass wird unser einziges kind bleiben, denn das was wir während der ss so durchgemacht haben wollen wir, bewusst, kein 2. mal
daggys17
627 Beiträge
13.09.2011 12:01
Zitat von Bommel:

@daggys17: hab jetzt erst noch entdeckt, dass du citalopram einnimmst... das habe ich auch genommen und davon weiß ich 1000%, dass du es NICHT nehmen darfst! damit riskierst du geradezu eine FG.
lg, bommel
p.s. bitte rede lieber noch mal mit deinem arzt, der die die medis verschreibt. wie sind die prognosen, dass du die medis nicht mehr brauchst?


Citalopram gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmstoffe (SSRI). [...] Erfahrungen in der Schwangerschaft
Erfahrungsumfang: HOCH [...] Mehrere tausend in verschiedenen Studien oder Fallserien dokumentierte Schwangerschaftsverläufe zu SSRI haben überwiegend keine eindeutigen Hinweise auf eine erhöhte Fehlbildungsrate erbracht. [...] Planung einer Therapie oder Planung einer Schwangerschaft unter Therapie: Neben bewährten anderen Antidepressiva gehört Citalopram aus der Gruppe der SSRI zu den Mitteln der Wahl bei pharmakologisch therapiebedürftiger Depression in der Schwangerschaft. Eine stabil eingestellte Patientin sollte ihre Medikation unverändert fortsetzen, um keine für Mutter und Kind bedrohlichen Krisen zu provozieren. [...] (Quelle: Embryotox).
Bommel
2390 Beiträge
13.09.2011 13:39
bin trotzdem skeptisch
lg, bommel
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