Mütter- und Schwangerenforum

Wie soll ich mich richtig verhalten?

Sonnenkatze
19 Beiträge
03.06.2008 14:52
Hallo,

diese Frage geht vor allem an die unter euch, die solch Schlimmes wie ein Kind zu verlieren, leider mitmachen mussten.

Meine Nachbarin, sie war ein bisschen weiter in der Schwangerschaft als ich (ich bin Anfang 14. W.), hat am Wochenende ihr Kind verloren.
Das weiß ich von ihrem Mann. Und ich war total von der Rolle, wußte gar nicht was ich genau sagen sollten, stammtelt nur so was wie "Das tut mir entsetztlich Leid..."
So ganz traue ich mich nun nicht zu ihr rüber, obwohl wir uns gerne unterhalten haben. Ihr dürft das so verstehen: Ich bin keine nahe Freundin, trotzdem mögen wir uns gerne, als Nachbarn halt.

Nun zu meiner konkreten Frage:
Wie soll ich mich verhalten?

Danke für eure Antworten und Ratschläge zu diesem sehr traurigen Thema schon mal vorab.

Schöne Grüße
Sonnenkatze
03.06.2008 15:02
Ohje,das ist ja furchtbar

Ich glaube, ich würde ihr irgendwie signalisieren, dass sie jederzeit zu dir kommen kann u. mit dir sprechen kann. Ihr aber auf keinen Fall ein Gespräch aufdrängen.

Kann mir allerdings vorstellen, dass du für sie z.Z. nicht gerade der "Wunsch-Gesprächspartner" bist.

Wenn Sie dich irgendwie angeht, würde ich ihr nicht böse sein.

Du hast, dass, was sie gerade verloren hat. Damit muss sie erstmal klar kommen
03.06.2008 15:02
Oh Mann... das is schwer...
also ich glaub, ich würd jetzt nicht bei ihr klingeln und sie darauf ansprechen, ich denke das kommt dann so... wie soll ich sagen..... "sensationsgeil" rüber....
ich denke, ich würde sie ansprechen, wenn man ich zufällig über den Weg läuft und ihr dann anbieten, das sie jeder Zeit klingeln kann, wenn sie mal reden will....
Schwierige Sachem wie man sich da verhalten soll........
03.06.2008 15:05
Ich würd ganz ehrlich zu ihr sein und ihr sagen, dass du nicht weißt, wie du ihr gerade gegenübertreten sollst. Frag sie, wie du dich am besten verhalten sollst, was ihr am meisten weiterhelfen könnte. Und dräng dich nicht auf.
Oder leg ihr doch nen kleinen Brief in den Briefkasten und biete ihr dein Gespräch an, das sie aber nur annehmen soll, wenn ihr wirklich danach ist.
Abuja
10218 Beiträge
03.06.2008 15:08
Ich würde dir raten, verhalte dich wie sonst auch und bleibe ihr um Gottes Willen nicht fern.
Ich hatte letzte Woche in der 11. SSW eine Ausschabung, da die beiden Herzchen nicht mehr geschlagen haben und sie beide innerhalb einer Woche verstorben sind.
Ich war zwar noch nicht so weit, wie deine Nachbarin, doch im Endeffekt mcht es nicht einen so großen Unterschied, wenn man sich ein Kind wünscht.
Viele in meinem Bekanntenkreis haben es noch garnicht gewußt dass ich SS war, da bin ich ehrlich gesagt jetzt auch froh drum.
Doch auch meine Nachbarin (ist auch meine Freundin), die es wusste, hat mir sehr geholfen.
Sie hat noch früher das Weinen angefangen als ich.
Ich war so froh, dass sie mir beistand. Nicht dass sie viel anders war als sonst, nein mir tat es einfach gut, jemanden zu haben, mit den man darüber reden kann.
Sie hat mir echt geholfen, auch dabei, dass es mir wieder ganz gut geht, nach nicht einmal einer Woche.
Vergessen tut man so was niemals, aber das Leben geht weiter.
Besuche sie einfach und rede mit ihr, wenn sie darüber reden möchte und wenn nicht, dann sein einfach so wie du immer bist mit ihr. Sie wird froh sein wenn du für sie da bist, glaube mir, auch wenn sie es dir nicht gleich frei heraus sagt.
Sonnenkatze
19 Beiträge
04.06.2008 11:07
Hallo ihr Lieben,

eure Worte haben mir allesamt sehr gut getan.
Vielen Dank!

Ich habe meine Nachbarin getroffen, zufällig, und habe mich ganz normal verhalten, gefragt, ob ich ihr helfen kann, ihr eine Einladung zum Tee-Trinken angeboten.
Dabei hat sie mir ihr Herz ausgeschüttet und war anschließend froh, jemand zu haben, der es in etwa nachfühlen kann.

Ich habe ihr diese Seite empfohlen.
Vielleicht kommt sie darauf zurück und wir treffen uns hier wieder.

Schöne Grüße
die Sonnenkatze

Nicolche
22651 Beiträge
04.06.2008 13:27
Ich kann dich verstehen, als mein Couseng gestorben ist, war es für mich auch schwer zu meiner Patentante zu gehen. Sie meinte es ist besser als allein zu sein. Aber gerade die lange Zeit bis zur Beerdigung war so schlimm. Ihre Augen waren so leer ich konnte sie nich anschauen, Aber ihr tat der Besuch der Familie gut.
Abuja
10218 Beiträge
04.06.2008 13:29
Es geht eigentlich ja nur um die eigene Angst: "Wie diesen Menschen die so einen Verlust ertragen müssen, gegenüber treten?"
Doch besser so bald als möglich, das ist umso besser für beide Parteien.
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