Mütter- und Schwangerenforum

50:50

Sylene
70 Beiträge
11.01.2022 22:16
Guten Abend allerseits!

Gibt es hier noch andere Mütter, die mit ihrem Expartner eine 50:50-Regelung haben?
Das würde mir sehr helfen, da die Lobby doch recht klein ist.

Unsere Kinder sind Mo und Di beim Vater, Mi und Do bei mir und Fr-So wechseln wir uns ab.
Da wir nur 2 Km auseinander wohnen, klappt das.
Bzw. wird es ab Februar klappen MÜSSEN, da ich dann erst ausziehe.
Wir streiten uns nicht, mögen uns immer noch sehr gern und sind deswegen optimistisch.

Würde mich über Austausch freuen.
DieOhneNamen
26796 Beiträge
11.01.2022 22:36
Huhu.

Ja hier.

Seit gut 10 Jahren nun

Eine Woche Mama, eine Papa, in jeder einen Tauschtag.

Früher hatten wir es ähnlich wie ihr überlegt, war dann aber zuviel Hin und Her fürs Kind.

Meine Beiden entscheiden nun aber immer häufiger selbst, wenn sie spontan umswitchen wollen, sind 9 und 13.

Lg
Litschi
930 Beiträge
12.01.2022 07:49
Ich stelle mir das tageweise Switchen etwas anstrengend für die Kinder vor. Es gibt ja irgendwie immer so einen Gewöhnungsrahmen bei örtlichen Wechseln. Kaum sind sie angekommen, geht's schon wieder in die andere Wohnung. Aber gut, das muss vllt auch einfach ausprobiert werden.
Alexa90
50 Beiträge
12.01.2022 07:53
Zitat von Litschi:

Ich stelle mir das tageweise Switchen etwas anstrengend für die Kinder vor. Es gibt ja irgendwie immer so einen Gewöhnungsrahmen bei örtlichen Wechseln. Kaum sind sie angekommen, geht's schon wieder in die andere Wohnung. Aber gut, das muss vllt auch einfach ausprobiert werden.


Als meine Eltern sich getrennt haben, war ich 14. Da habe ich auch selber entscheiden können und umswitschen können, wann ich wollte... das ist gar nicht so schlecht. Verwirrt war ich jedenfalls nicht. Es hat einen sogar selbstständiger gemacht, weil man es ja machen konnte wie man wollte....
Litschi
930 Beiträge
12.01.2022 08:37
Zitat von Alexa90:

Zitat von Litschi:

Ich stelle mir das tageweise Switchen etwas anstrengend für die Kinder vor. Es gibt ja irgendwie immer so einen Gewöhnungsrahmen bei örtlichen Wechseln. Kaum sind sie angekommen, geht's schon wieder in die andere Wohnung. Aber gut, das muss vllt auch einfach ausprobiert werden.


Als meine Eltern sich getrennt haben, war ich 14. Da habe ich auch selber entscheiden können und umswitschen können, wann ich wollte... das ist gar nicht so schlecht. Verwirrt war ich jedenfalls nicht. Es hat einen sogar selbstständiger gemacht, weil man es ja machen konnte wie man wollte....


Ja, für das Alter halte ich Umgangsregelungen allein von Elternseite aus bestimmt auch für wenig sinnvoll, vor allem, wenn es logistisch flexibel gestaltet werden kann.
Ich weiß nun nicht wie alt die Kinder der TS sind.
serap1981
2606 Beiträge
12.01.2022 08:42
Wie alt sind denn die Kinder.
Ich kenne zwei Familien, die es umgesetzt haben.
Die einen verstanden sich super, wohnten im gleichen Haus in verschiedenen Wohnungen und das gemeinsame Kind wechselte nach Laune und Arbeitsplänen der Eltern zwischen beiden (beide im Schichtdienst).
Das Kind war bei der Trennung 3 und ist inzwischen 25 und wohnt immer noch im gleichen Haus, wie die Eltern, nur jetzt in einer eigenen Wohnung.

Bei der zweiten Familie hat es gar nicht geklappt und ich denke, dem Sohn hätte es nur bei der Mutter besser getan. Der Vater tat, auch 10 Jahre nach der Trennung, noch alles um der Mutter zu schaden, ging dabei gern zu kosten des Kindes (fehlendes Schulmaterial, Patronen sind zwar leer, aber die Mutter hat ja mehr Geld, also soll sie welche kaufen, hat er eben keine in der Zeit, wo er bei ihm ist), dabei aber vollkommene Ignoranz dem Kind und seinen Bedürfnissen gegenüber. Das Wechselmodell wollte er nur, um der Mutter eins auszuwischen. Das Kind war ihm egal.
Alexa90
50 Beiträge
12.01.2022 09:08
Zitat von serap1981:

Wie alt sind denn die Kinder.
Ich kenne zwei Familien, die es umgesetzt haben.
Die einen verstanden sich super, wohnten im gleichen Haus in verschiedenen Wohnungen und das gemeinsame Kind wechselte nach Laune und Arbeitsplänen der Eltern zwischen beiden (beide im Schichtdienst).
Das Kind war bei der Trennung 3 und ist inzwischen 25 und wohnt immer noch im gleichen Haus, wie die Eltern, nur jetzt in einer eigenen Wohnung.

Bei der zweiten Familie hat es gar nicht geklappt und ich denke, dem Sohn hätte es nur bei der Mutter besser getan. Der Vater tat, auch 10 Jahre nach der Trennung, noch alles um der Mutter zu schaden, ging dabei gern zu kosten des Kindes (fehlendes Schulmaterial, Patronen sind zwar leer, aber die Mutter hat ja mehr Geld, also soll sie welche kaufen, hat er eben keine in der Zeit, wo er bei ihm ist), dabei aber vollkommene Ignoranz dem Kind und seinen Bedürfnissen gegenüber. Das Wechselmodell wollte er nur, um der Mutter eins auszuwischen. Das Kind war ihm egal.

Sehr sehr traurig sowas … finde ich ganz schlimm .
wolkenschaf
11337 Beiträge
12.01.2022 09:45
Bei einem Freund von meinem Sohn wird das so geregelt. Da wechselt das Kind allerdings im 14 Tage Rhythmus zwischen den Eltern. Sie hatten erst einen wöchentlichen Wechsel, aber das war letztendlich für alle zu chaotisch und unstet, für das Kind von der ständigen Umgewöhnung her und für die Eltern wegen der Arbeitszeiten. So scheint es bei ihnen gut zu funktionieren. Sie wohnen aber auch nicht weit voneinander entfernt und verstehen sich gut.
Yuria
51 Beiträge
12.01.2022 11:00
Hallo

Wir haben einen wöchentlichen wechsel.
Vorher haben wir es etwas anders gehandhabt, was für andere aber immer etwas undurchsichtig war. Tatsächlich genauso wie bei dir. Mo/Di waren die Kids (5/ bei mir und am Mi/Do beim Papa Fr/Sa/So war wöchentlicher wechsel.

Wir verstehen uns nicht sonderlich gut da, oder besser gesagt hat mein Ex immer noch nicht verstehen können das ich mich von ihm getrennt habe und das aus gutem Grund. Es war ein harter Weg aber mittlerweile schafft er fast einen normalen Satz wenn wir miteinander sprechen und er schafft es die Kinder bis vor die Haustür zu bringen, falls das mal erforderlich ist. Es gibt noch viele Baustellen, aber es wird. Ihm liegen die Kinder sehr am Herzen und er würde weniger als 50% nicht dulden. Ich natürlich genauso wenig.

Es ist für mich immer noch hart die Kinder Montag morgens weg zu bringen in dem Wissen sie eine Woche nicht zu sehen, aber es ist nun besser für alle mit der wöchentlichen Regelung.

Die Kinder kommen damit gut zurecht.
Blöd ist es immer mit Verabredungen da (Vater wohnt nur 5 Minuten zu Fuß weit weg) die Eltern der Freunde meiner Mäuse ungern mit ihm zu tun haben wollen und sie ihre Verabredungen somit in meine Zeit legen müssen. Demnach habe ich hier in meiner Woche grundsätzlich entweder keine Kinder oder ein ganzes Rudel .

Richtig kritisch wird es wenn ich nochmal schwanger bin (sind am basteln), ich schätze dann wird mein Ex nochmal anstrengend.. Außerdem hab ich jetzt schon keine Lust auf die Einschulung der kleinen nächstes Jahr da er sich nicht zusammen reißen kann...

Alles in allem bin ich aber sehr froh über die Entwicklung. Da hatten wir schon ganz andere Zeiten.
MirfälltNixein
126 Beiträge
12.01.2022 11:35
Huhu..
also bei uns ist es noch nicht so. Aber es wird irgendwann kommen, deshalb merke ich mir den Thread mal. =)

Zu Beginn hat der Papa sich rausgenommen, sehr flexibel zum Spazieren oder Spielen vor der Tür zu stehen.
Auf mein Drängen nahm er unseren Sohn dann auch mal übers Wochenende (bzw kam in die Wohnung und ich ging weg) und hier und da in der Woche, aber alles sehr unzuverlässig. Trotz Beratung und Jugendamt, wurde sich nicht wirklich an etwas gehalten aber ständig herumprobiert, so wie es eben bei Papa passte...
Somit hatte mein Sohn auch ständigen Kuddelmuddelmuddel und bis zu 3 Schlafplatzwechsel in einer Woche - mit 1,5.

Inzwischen hat er ihn - per Beschluss - jedes zweite WE von Sa Vormittag - Mo und die andere Woche eine Übernachtung innerhalb der Woche. Ich hätte gern, dass er ihn ab Freitags nimmt, damit wir die Übergaben nur über den KiGa haben.. aber naja.. der Herr braucht immer noch einen freien Abend pro Woche...

Er studiert auch gefühlt seit Jahren und hat nur Nebenjobs, die immer wieder dazu beitragen dass er ständig etwas ändern möchte.
Spätestens wenn er damit irgendwann mal durch ist, wird er aber merken dass es auf die Art teuer für ihn wird und dann wird er sicher "wieder" 50/50 fordern.

Er hat als die Finanzen noch nicht geregelt waren, sogar immer behauptet "wir haben doch eine 50/50 Regelung, das ich dann hier und da doch arbeiten muss, oder das ich die Hälfte der Zeit das Kind auch noch zu Oma und Opa gebe, da kann ich ja nichts dafür" ... Er nahm also regelmäßig Mutter Kind Zeit weg, um nichts zu zahlen, lies ihn dann aber von Oma und Opa betreuen. Womit ich für besondere Termine auch überhaupt kein Problem habe, aber nicht für diesen Zweck, in diesem Umfang...

Ich freue mich für jedes Kind, dessen Eltern es harmonisch und zuverlässig über die Bühne bringen. Und lese deshalb hier gern mit, welche Modelle es so gibt, was gut praktikabel ist und wie es Euch damit so geht.
12.01.2022 16:00
Wir selber sind nicht betroffen aber 2 Bekanntenpaare haben es ähnlich geregelt.
Bei den einen wechseln die Kinder wöchentlich.
Die Situation war für die 2 und 5-jährigen damals so verstörend dass der Große wieder eine Windel brauchte.

Die anderen haben eine Familienwohnung. Sprich die Eltern schlafen wochenweise in der Wohnung. Zu Anfang hatten sie noch eine Zweiwohnung in der sie in der freien Woche waren. Mittlerweile haben beide neue Partner und sind in der freien Woche dort. Bisschen blöd ist dass der Papa sich weigert in seiner Woche die Kinder zum Sport oder zu Verabredungen zu bringen weil er da nach der Arbeit keine Lust mehr hat.

Prinzipiell finde ich das 2te Arrangement das kinderfreundlichste wenn schon wochenweise gewechselt werden muss.
DieOhneNamen
26796 Beiträge
12.01.2022 16:37
Ich denke für Außenstehende ist es schwer solche Situationen beurteilen zu können
Sylene
70 Beiträge
14.01.2022 23:08
Also, bei uns geht es leider arbeitstechnisch nicht anders, als einen Wechsel MoDi, MiDo, Fr-So abwechselnd.
Ich arbeite Vollzeit, mein Mann hat reduziert, aber wir wohnen in einem sehr kleinen Dorf. Die Betreuungszeiten sind hier ein Witz. Das ist so schon immer ein Krampf. Ohne unsere beiden Gehälter kommen wir nicht hin. Als Lehrerin kann ich auch nicht eine Woche so und die andere so arbeiten.

Wir setzen darauf, dass wir nur 2km auseinander wohnen und spontan einfach mal schnell switchen können.
Ich renoviere meine zukünftige Wohnung ja gerade und nehme die Kinder oft mit. So sind sie von Anfang an Teil ihres zweiten Zuhauses.

Wir haben hier auch eine Toniebox mit einigen Tonies. Ich habe jetzt eine zweite geholt und mein Mann und ich wollen jeweils einen Kreativtonie mit Gutenachtgeschichten besprechen und austauschen.

Ich bin gespannt, wies wird. Mir macht am meisten zu schaffen, dass ich als Mutter ausziehen muss (anders wäre unser Wechselmodell nicht möglich). Und dass man sich als Verlassende eben immer wieder diesen Zweifeln ausgesetzt sieht: Ist das alles richtig so? Wäre es nicht einfacher, das alles noch 10 Jahre so durchzuziehen?
(Ich hab die letzten 2 Jahre weder richtig geschlafen, noch gegessen. Hab zugenommen, eine Hautkrankheit bekommen und mir sind die Augenbrauen und Wimpern ausgefallen. -> Ich WEIß, dass es so nicht mehr geht, aber die Angst ist immer da).

Danke für die schnellen und vielen Antworten. Sie machen mir Mut, weil ich merke, dass ich doch nicht allein bin.
Da sich unser Freundeskreis komplett meinem Mann anschließt, fange ich echt ganz bei Null an. Und da ist es einfach schön zu lesen, dass es anderen auch so geht.
Auch wenn es vielleicht nicht immer mit dem Wechselmodell klappt. Aber ich fühl mich grad so von der Welt abgesondert... Eine besch... Zeit ist das grad. Am liebsten würd ich losziehen und Menschen treffen, aber das geht einfach nicht.
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